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Vollständige Version anzeigen : Nebenkosten bei eigenem Haus


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sternderl
19-11-2005, 11:59
Einige von euch haben doch sicher ein eigenes Haus...
Welche monatlichen/jährlichen Kosten kommenn da auf einen zu? (Abgesehen von den normalen Nebenkosten, wie Strom, Wärme, Müll und so.) :kopfkratz

Danke im Voraus für eure (hoffentlich hilfreichen) Antworten. :D

Voltaire
19-11-2005, 12:14
Das sind ja im Wesentlichen Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten. Und die hängen ja ganz extrem vom Zustand des Hauses ab.

Mauberzaus
19-11-2005, 12:26
Die "normalen Nebenkosten" sind bei einem Haus oftmals auch höher, als bei einer Wohnung.

Die Instandhaltungskosten kann dir niemand voraussagen. :nixweiss:

Miss Marple
19-11-2005, 12:49
Auch an Wärmekosten dürfte einiges mehr anfallen als bei einer Wohnung, zumindest wenn das Haus schon älter und nicht so gut isoliert ist. Wir haben z.B. kürzlich allein über 3000 Euro fürs Heizöl bezahlt, das dann hoffentlich bis zum Ende des Winters reichen wird.
Fast alle Leute, die ich kenne, die eigene relativ neue Häuser besitzen, plagen sich zudem mit kostspieligen Baumängeln herum, v.a. Feuchtigkeit und Schimmelbildung.
Aber Deine Frage ist zu allgemein gehalten, v.a. hängt es natürlich neben dem erwähnten Alter auch von der Größe des Hauses und des Grundstücks ab.

sternderl
19-11-2005, 12:55
Danke euch dreien!
Dass die "normalen" Kosten höher sind, ist mir fast klar. Schon allein wegen der großeren qm-Zahl. Und Instandhaltung ist auch klar. Was ist mit Grundsteuer (heißt das so?)?

Mauberzaus
19-11-2005, 12:58
Die Grundsteuer hängt davon ab, in welcher Region sich das Haus befindet.

sternderl
19-11-2005, 13:17
Die Grundsteuer hängt davon ab, in welcher Region sich das Haus befindet.

Die zahlt man immer (auch bei pachten) oder nur, wenn einem das Grundstück gehört?

ponosse
19-11-2005, 13:26
Die zahlt man immer (auch bei pachten) oder nur, wenn einem das Grundstück gehört?steuerpflichtig ist der eigentümer. auf mieter oder pächter wird sie anteilig umgelegt. sie wird von denjenigen gezahlt der nutzt, sei es als selbstnutzender eigentümer, pächter oder mieter. gleiches gilt für die hausversicherungen, hauptsächlich gebäude- und haftpflichtversicherung. gebäudeversicherung ist pflicht, haftpflicht ist freiwillig.

Yang
19-11-2005, 19:51
Zuerst einmal sind die normalen Kosten die man auch in der Mietwohnung selbst bezahlt, Strom, Wasser, etc.

Dann kommen noch alle Kosten die in der Miete als Nebenkosten anteilig bezahlt werden, wie Grundsteuer, Abfall, Gebäudeversicherung, uvm.

Die einzigen Kosten die der Vermieter nicht umlegen darf sind bauliche Kosten, Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen etc.

Sprich, Deine Frage welche Kosten hat ein Haus mehr? lautet also normalerweise 0EUR. Schließlich dürfen alle Betriebskosten als Nebenkosten abgerechnet werden.

Tatsächlich sehen die Nebenkosten ein wenig anders aus, denn vorher hat man z.B. in einer Wohnung gewohnt, und alle Kosten wurden durch die Anzahl der Parteien, z.B. 12, dividiert. Okay, das Grundstück war bei der Mietwohnung größer, aber nicht 12 Mal so groß. Im eigenen Haus hat man einfach das schlechtere Zahlenverhältnis. Und es wird sehr viel nach der Grundstücksgröße gemessen. Steuerliche Absetzmöglichkeiten sind auch minimal, selbst bei Untermieter.

Was mich z.Z. rasend macht sind die unerwarteten Sonderposten. Heizung war nicht korrekt angesteuert - neuer Regler für die Gasheizung macht 700EUR. Zwei Türen nicht korrekt geschäumt - 100EUR. Von der Bauaufsichtsamt eine Mahnung erhalten, eine Absturzsicherung - sprich Zaun - an einer Böschung anzubringen: 400EUR (die vier Jahre davor hat sich niemand beschwert). etc etc etc.

Hinzu kommt die viele Arbeit die das jeweils verursacht. Ich kann ein paar Dinge selbst machen, also kostet mich das mehr Zeit weniger Geld, andere werden dafür die Handwerker bezahlen müssen. Egal wie, es muss eingerechnet werden.
:motz:

Yang
03-01-2006, 13:39
Und? Gekauft?

Salamibrötchen
03-01-2006, 14:15
Ist schon eine Weile her mit unserem eigenen Haus, aber ich vermeine mich zu erinnern, dass zum Beispiel Kanal/Gasleitungsarbeiten unter der Strasse vor dem Haus anteilig mitgetragen werden mussten, sowie Kosten für die Erneuerung/Instandhaltung der Strassenbeleuchtung. Da kommen dann locker ein paar tausend Euro zusammen.
Ansonsten ist an einem Haus immer was zu machen, je nach Alter und Zustand. Das ist an Material nicht billig, man sollte also handwerklich geschickt sein, jedesmal zusätzlich Fachleute kommen zu lassen wird richtig teuer.
Auch ein Garten, und sei es ein noch so kleiner Vorgarten, will gepflegt werden. Auch das erfordert Zeit und Geld (für Bepflanzung/Wasser).

Ich wollte NIE WIEDER ein eigenes Haus. Wenn man sich da mit den Nachbarn nicht versteht oder sich in dem Ort nicht wohl fühlt oder sich sonst was im Leben ändert, das einen Umzug erforderlich macht, muss man bleiben, auf Teufel komm raus. So schnell kriegt man nämlich eine eigene Hütte nicht wieder verkauft (vermieten ist auch Scheisse, die Instandhaltungskosten bleiben ja und Ärger mit den Mietern ist auch nicht so prickelnd). Wir haben nach langer Suche verkauft und 56.000 Euro Miese gemacht. Daran zahlen wir bis zum Sankt Nimmerleinstag...

PeeWee
04-01-2006, 05:43
Nicht zu vergessen:
Versicherung, ein vielfaches mehr von dem, was man als Mieter zahlt
Rauchfangkehrer (die können einem das Leben zur Hölle machen)
Sonderauflagen der Gemeinde/des Landkreises (z.b. bei Ölheizung einen geeigneten Raum/Tank zulegen usw))

Bei Erbe:
steuer !!!
Bei Neukauf:
Nebenkosten (Notar, grundbuch etc.)
Bei verkauf:
Spukalationssteur soferne es innerhalb eines gewissen Zeitraums ist (10 Jahre hier)

Xylo
04-01-2006, 08:19
Rauchfangkehrer

das heisst Schornsteinfeger ! :zeter: himmelherrgotnochamol:

Liese
04-01-2006, 08:31
Und wenn man an einem Wald wohnt, und der Stadt fällts plötzlich ein, den Forstweg, der am Haus vorbeiführt, zu asphaltieren und, obwohl es hell genug ist, nochmehr Laternen aufzustellen, muss man das auch bezahlen.

Kosel
04-01-2006, 08:50
Mein Favorit ist die Änderung eines Bebauungsplans für eine Siedlung. Da installiert man eine Solaranlage aufs Dach und plötzlich steht zwischen Nachmittagssonne und Solarzellen ein vierstöckiger Sozialbau. Weg ist die Rendite.

Claude
04-01-2006, 09:01
Und wenn man an einem Wald wohnt, und der Stadt fällts plötzlich ein, den Forstweg, der am Haus vorbeiführt, zu asphaltieren und, obwohl es hell genug ist, nochmehr Laternen aufzustellen, muss man das auch bezahlen.
In dem Fall sind auch die Abwasseranschlüsse schön teuer. :tkbeiss:

Xylo
04-01-2006, 09:05
In dem Fall sind auch die Abwasseranschlüsse schön teuer. :tkbeiss:

ist doch auch logisch, da muss man ja z.b. 3 km Rohre verlegen, in der Stadt vielleicht 30 m

Yang
04-01-2006, 10:08
Mein Favorit ist die Änderung eines Bebauungsplans für eine Siedlung. Da installiert man eine Solaranlage aufs Dach und plötzlich steht zwischen Nachmittagssonne und Solarzellen ein vierstöckiger Sozialbau. Weg ist die Rendite.

Nicht wahr, oder doch?