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  1. #91
    zai-feh
    unregistriert
    Zitat Zitat von BlackGirl Beitrag anzeigen
    Ich hoff, ich verwechsele da nichts, aber kann es sein, daß es sich in der Pubertät quasi "auswächst"? Bzw. durch die hormonelle Umstellung, hm andere Ausprägungen hat?
    Es gibt Fälle, in denen sich das ADHS während bzw. nach der Pubertät auswächst.
    Dass dies auch für Erwachsenen noch ein Problem ist, ist ja eine eher neue Erkenntnis.
    Aber bisweilen potenzieren sich AD(H)S und Pubertät. Und dann ist wirklich Schluss mit Lustig.

  2. #92
    zai-feh
    unregistriert
    Zitat Zitat von GrauePantherin Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht alles gelesen und werde wohl auch nicht tiefer einsteigen. Zu viel Prügel, als mein Sohn damals ca. 3 Jahre mit Ritalin behandelt wurde...
    Die zuerst begleitende Verhaltenstherapie dauerte ca. 2 Jahre länger.

    Mit Ernährung (wenig bis kein Zucker, Omega 3, B-Vitamine und sehr guter Vitaminkomplex, alles natürlich gewonnen) kann man tatsächlich sehr viel beeinflussen, außerdem mit fokussierenden Sportarten (erst 7 Jahre Karate, dann bis jetzt seit 8 Jahren Kung Fu).

    Es war eine sehr schwere Zeit, mein Sohn galt als unbeschulbar. Jetzt fängt er gerade mit dem Masterstudium an und will Kinder- und Jugendpsychotherapeut werden. Ich bin sehr stolz auf ihn!
    Und das kannst du auch
    Und auch dich kannst du auch stolz sein.

  3. #93
    mehr grau als Pantherin.. Avatar von GrauePantherin
    Ort: FFM-Hibbdebach
    Zitat Zitat von Stella Beitrag anzeigen
    Hier wird auf verschiedene Aspekte eingegangen, u.a. Erkenntnisse zu Magnesium, Zink und Omega 3:

    http://www.fet-ev.eu/infothek/ernaeh...stherapie-adhs
    Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre für alle Eltern (nicht nur von ADHS-Kindern) sein!
    Erwachsene tun sich mit dieser Supplementierung auch einen großen Gefallen Es macht so wahnsinnig viel aus, man spürt den Unterschied sehr deutlich!

  4. #94
    zai-feh
    unregistriert
    Zitat Zitat von Berghuhn Beitrag anzeigen
    Er ist noch in der Grundschule diagnostiziert worden, jetzt ist er in der 8. Klasse.
    Dann ist zu hoffen, dass es sich für den Jungen eingependelt hat.

  5. #95
    Zitat Zitat von Kosel Beitrag anzeigen
    Es geht auch um die Lebensqualität der Menschen im Umkreis der Kinder.
    Ein ADS-Kind in meinem Dunstkreis, dass ohne Medikamente blieb und übelst rumnervte, wenn die Eltern es mitbrachten, ist bei einer Episode stumpf in den Straßenverkehr gerannt. Das Ergebnis war final.
    Sowas ist echt beschissen, wenn du dir insgeheim wünscht, die Freunde mögen ihr Kind doch bitte, bitte zu Hause lassen, wenn sie auf einen Plausch vorbei kommen und zwei Tage nach diesem Wunsch musste die Feuerwehr die Gehirnmasse des Jungen aus dem Kühlergrill eines Tanklasters bergen.
    Das ist wirklich schlimm. Ich habe sowas als Kind auch gemacht bin vor LKWs gesprungen, war sowas wie ne Phase bis ich einen Toten gesehen habe der sich seinen Kopf an einem Feiler zerschmettert hatte. Da wars dann vorbei, warum wieso ich habe keinen Schimmer.

  6. #96
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Zitat Zitat von Berghuhn Beitrag anzeigen

    Ich denke, dass ist vermutlich ein sehr individueller Lösungsansatz, vor allen Dingen eher möglich, wenn die Familie genügend finanzielle Mittel hat, um so etwas umzusetzen.
    Geht auch ohne solche Ansätze nicht selten lange gut. Mit Intelligenz lässt sich viel kompensieren. Mit Rückhalt, Strukturen usw. auch noch mal eine ganze Menge. Nicht zuletzt kommt das Gymnasium vom Stil her einem ADSler auch mehr entgegen als die Hauptschule. Ich habe viel Erfahrung mit Mathe-Nachhilfe für ADSler. Waren alles Gesamtschüler auf Haupt- oder Realschulniveau. Einer Gymnasiast, der aber 2 jahre lang die Schule geschwänzt hatte, weil er mit Gras Verticken viel verdient und deswegen "keine Zeit" für die Schule hatte. Ich habe notentechnisch alle von 5-6 auf 2-3 bekommen. Weil ich es ihnen erklärt habe, wie man es in einem Mathe-LK erklärt bekommt. Bißchen visuelle Hilfsmittel und ein paar Jokes dazu & schon lief es wunderbar.

    Was ich sagen will: Ja, es hängt unglaublich viel von den Bedingungen ab. Das meinte ich in etwa mit einer ADS-Welt, in der viele ADSler gut leben könnten. Aber eben nicht alle. In den USA gibt es übrigens Colleges, in denen eine ADS-Welt geschaffen wird, wo die Studenten typgerecht (nenne ich es mal) studieren können.

    Bei uns gibt es so was leider nicht. In der Studienzeit fallen viele Strukturen weg (Ausbildung ist da noch mal anders), Selbstorganisation wird immer wichtiger... Nicht bei allen, aber bei manchen kommen da erst die Symptome richtig durch. Bei denen, die mittlerweile eine eigene Bude haben, vielleicht noch jobben müssen, mit großer Wahrscheinlichkeit eher als bei denen, die in ihrer Heimatstadt studieren und zu Hause wohnen. Bei anderen kommt es im Berufs- oder Familienleben durch. Das wird dann mit Rollenproblemen, später Midlife-Crisis erklärt oder damit, daß die Umstrukturierungen in der Firma halt Probleme machen... oder oder oder.

    Wie Kosel erwähnte: Auch wenn manch einer mit sich selbst gut klarzukommen scheint, die Umwelt belastet er dann vielleicht trotzdem. Muß natürlich nicht so sein. ADS ist nicht gleich ADS. Es gibt da ein Spektrum. In Kombination mit dem persönlichen Umfeld und den Möglichkeiten ergeben sich daraus glückliche, gut-funktionierende ADSler, funktionierende Nichtfunktionierer, planlose Faulenzer, sich selbst sabotierende Familienväter usw.
    cada día su problema
    seamos realistas, soñemos lo imposible

  7. #97
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Zitat Zitat von Eljot Beitrag anzeigen
    Interessant.
    Nichts Neues, wenn man richtig mitgelesen hat.
    Die Ursache für die Störung im Neurotransmitterbereich, d.h. die viel zu schnelle Wiederaufnahme von Dopamin, kannst Du damit aber nicht verhindern. Du kannst dessen Effekte lindern. Wirksamer ist übrigens ein cooler Urlaub oder ein längerer Auslandsaufenthalt, bspw. Schüleraustausch. Damit kann man zuweilen vollkommen symptomfreie ADSler generieren. Alles, was kickt und glücklich macht, sorgt für eine Ausschüttung von Dopamin (usw.). Neben Kampfsport, Fallschirmspringen, Tischtennis und anderen typischen ADS-Sportarten, sind das auch kriminelle Aktivitäten, Drogen, Sex oder auch der Hyperfokus auf Gesundheit, Sport und Ernährung. Die Liste ist lang und individuell.



    Noch mal zur Erinnerung: Nicht-Betroffene kennen hauptsächlich das Verhalten von Betroffenen und urteilen danach. Vor allem, weil ihnen selbst nur Symptome auffallen bzw. sie stören, die sie wahrnehmen können. Betroffene urteilen danach, wie es ihnen geht, was sie empfinden, usw. Darauf würde ich immer mehr geben.
    cada día su problema
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  8. #98
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Zitat Zitat von zai-feh Beitrag anzeigen
    Es gibt Fälle, in denen sich das ADHS während bzw. nach der Pubertät auswächst.
    Dass dies auch für Erwachsenen noch ein Problem ist, ist ja eine eher neue Erkenntnis.
    Neuer, ja. Aber so neu nicht. Hat bei uns nur lange mit der Zulassung für Erwachsene gedauert. In der Schweiz z.B. nehmen viele Erwachsene schon lange Concerta. Es war bei uns politisch nicht gewollt zuzugeben, daß es sich nicht mit dem Alter auswächst. Deswegen wurde so lange gegen die Zulassung angegangen, obwohl MPH für Kinder und bei Narkolepsie schon lange zugelassen war. Es ist gefühlt eine Ewigkeit her, daß Medice die klinischen Studien für Medikinet-Adult durchgeführt hat. Hat schon ziemlich lange gedauert, bis das durch war. Bis dahin gab es viele lächerliche Gerichtsverfahren und viele leidvolle Kämpfe von Betroffenen. Besonders absurd die Geschichte von einem meiner ehemaligen Nachhilfeschüler. Er war gut eingestellt... und dann wurde er 18.

    Nun können Ulla Schmidt et al sich ihr tolles Argument in die Haare schmieren und die Anthropologen werden noch mehr über Mode, Ernährung und Leistungsdruck reden können. Die Verschreibungen für Erwachsene steigen nämlich logischerweise drastisch an, seit dem es Medikamente auf Kassenrezept und ganz ohne Gerichtsgedöns gibt.
    cada día su problema
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  9. #99
    zai-feh
    unregistriert
    Zitat Zitat von Perrier Beitrag anzeigen
    Neuer, ja. Aber so neu nicht. Hat bei uns nur lange mit der Zulassung für Erwachsene gedauert. In der Schweiz z.B. nehmen viele Erwachsene schon lange Concerta. Es war bei uns politisch nicht gewollt zuzugeben, daß es sich nicht mit dem Alter auswächst. Deswegen wurde so lange gegen die Zulassung angegangen, obwohl MPH für Kinder und bei Narkolepsie schon lange zugelassen war. Es ist gefühlt eine Ewigkeit her, daß Medice die klinischen Studien für Medikinet-Adult durchgeführt hat. Hat schon ziemlich lange gedauert, bis das durch war. Bis dahin gab es viele lächerliche Gerichtsverfahren und viele leidvolle Kämpfe von Betroffenen. Besonders absurd die Geschichte von einem meiner ehemaligen Nachhilfeschüler. Er war gut eingestellt... und dann wurde er 18.

    Nun können Ulla Schmidt et al sich ihr tolles Argument in die Haare schmieren und die Anthropologen werden noch mehr über Mode, Ernährung und Leistungsdruck reden können. Die Verschreibungen für Erwachsene steigen nämlich logischerweise drastisch an, seit dem es Medikamente auf Kassenrezept und ganz ohne Gerichtsgedöns gibt.
    Leider gibt es eben nur Adult, also Retard für Erwachsene.

  10. #100
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Mittlerweile. Ich denke, das wird sich noch ändern. Ritalin adult ist ja schon mal eine Alternative. Kann man unabhängig vom Essen einnehmen, was wohl sehr vielen Betroffenen entgegen kommt.

    Ich kenne eine Betroffene, die bekommt Amphetaminsaft auf Kassenrezept. Ist besser dosierbar (viel feiner) und wohl auch wirksamer. Muß man aber beantragen und dafür auch gute Gründe haben. Die ist halt ganz extrem betroffen. Kein durchschnittlicher ADSler. Extrem impulsiv. Zerreißt ständig versehentlich Briefe oder zertrümmert ihre Möbel, wenn sie frustriert und nicht auf Medis ist. Vergisst natürlich ständig die Einnahme. Sie kann keinen offiziellen Gang ohne Begleitung machen. Sie kann zwar auch mit Medikation nicht arbeiten gehen und braucht oft Hilfe, aber ohne wäre sie gar nicht lebensfähig.
    cada día su problema
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  11. #101
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Warum sind Pseudoamphetamine zur ADS-Behandlungs so verpönt? Ist das sowas wie bei den Impfgegnern?

  12. #102
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Was meinst Du mit Pseudoamphetamin? Methylphenidat (MPH)?
    Und verpönt bei Betroffenen, Umfeld, Ärzten oder verpönt bei der unwissenden, aber dennoch überall reinreden wollenden Gesellschaft? Mit Amphetamin in seiner Grundform könnte man wohl mehr bewirken. Das klingt aber dann schon ganz doll nach Drogen... und Drogen sind in unserem Land nur dann nicht verpönt, wenn man sie auf Rezept bekommen kann. Also, bei den Nicht-Nutzern, versteht sich.


    ----

    Zum Thema Ursachen ein ganz guter Einblick:
    http://www.kinderaerzte-im-netz.de/k...rung/ursachen/
    cada día su problema
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  13. #103
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Zitat Zitat von Perrier Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit Pseudoamphetamin?
    Ritalin ist eine Pseudoamphetamin mWn.

  14. #104
    mehr grau als Pantherin.. Avatar von GrauePantherin
    Ort: FFM-Hibbdebach
    Zitat Zitat von Perrier Beitrag anzeigen
    Und verpönt bei Betroffenen, Umfeld, Ärzten oder verpönt bei der unwissenden, aber dennoch überall reinreden wollenden Gesellschaft?


    (Ich krieg schon wieder Blutdruck )

  15. #105
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Zitat Zitat von Kosel Beitrag anzeigen
    Ritalin ist eine Pseudoamphetamin mWn.
    Ein Derivat, aber ok.
    Ansonsten war es bisher wegen der "armen Kinder" verpönt. Nun hat man es für Erwachsene zugelassen und das mit den armen Kindern funktioniert nicht mehr so gut. Deswegen ist es nun wegen der Leistungsgesellschaft verpönt. Eigentlich geht es aber um Politik und Geld und so. Wie immer.
    cada día su problema
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