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  1. #16
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Ich finde die Zahlen gruselig. Italien? Dolce Vita? Von wegen.

    Vor allem, weil ich mir nie vorstellen könnte, die Hand gegen mein Häschen zu erheben.
    Gibt es auch eine Statistik, wie das Nord- und Südeuropa-Gefälle aussieht? Oder ist das erschreckend gleich?

  2. #17
    Lisa Simpson
    unregistriert
    Zitat Zitat von criens Beitrag anzeigen
    Lisa, was sind denn das für bestimmte "Milieus"? Und basieren diese sowie deine anderen Mutmaßungen auf einer konkreten Faktenlage oder sind das jetzt erst einmal persönliche Vermutungen, die du zur Diskussion stellst?

    Immerhin wurde direkt über dir eine Studie mit gegenteiligen Ergebnissen zitiert:
    "Entgegen vielen Vorurteilen hat häusliche Gewalt gegen Frauen nichts mit Herkunft, Bildung oder Einkommen der Betroffenen zu tun. Die Forschung belegt, dass jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt durch den eigenen Partner erlebt. Und dieser Befund gilt leider nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa."
    Es wurde ja nun schon herausgestellt, dass diese Zusammenfassung der genannten Studie inhaltlich nicht richtig ist. Meine Vermutung schloss die genannte Gruppe mit ein, auch wenn es genügend "Biodeutsche" (ich hasse diesen Begriff) gibt, die es gewaltig beim Respekt gegenüber Frauen mangeln lassen und die auch noch in sehr mittelalterlichen Strukturen festhängen.

    Und ich glaube auch, dass, wenn man bei einer aktuellen Studie man die Altersgrenze auf 14-85jährige ausweiten würde, noch ganz andere Zahlen zustande kommen würden. In den 12 Jahren hat sich einiges geändert.

    Ich benötige dazu gar keine Statistiken, ich muss nur mal hier an einer Haltestelle stehen, wo sich Heranwachsende bzw. Jugendliche miteinander unterhalten.

    Da wird sich über "otzen unterhalten, die entweder kräftig ge*ickt wurden oder denen man eine aufs Maul gibt. "Hatdiegesagtmeinschwanzissuklein, voll auf die Fresse".

    Ich gehe abends durch den Park, ich höre im Vorbeigehen wie ein Junge zu einem von 2 Mädchen sagt: "Halts Maul du bitch, ich *ick deine Schwesta" Und die jungen Mädchen haben keinen Freund, sondern ihren Scheich.

    Dieses Klientel hört auch gerne solche frauenverachtenden Texte wie von Bushido (ganz bestimmt nicht reflektierend).

    Ich persönlich habe so etwas vor 12 Jahren nicht in diesem Ausmaß gehört. Das ist für mich eine derbe Rückentwicklung. Und wenn man Frauen nur als Objekte sieht (die für Sex, Haushalt, Kinder zuständig sind), dann tut man sich auch leichter mit der Gewalt.

  3. #18
    Über häusliche Gewalt spricht man nicht, Es sind immer die Anderen.
    Alkohol ist oft das Problem welches Hemmschwellen sinken lässt.

    Bin schon wieder weg.

  4. #19
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von Lisa Simpson Beitrag anzeigen
    Es wurde ja nun schon herausgestellt, dass diese Zusammenfassung der genannten Studie inhaltlich nicht richtig ist. Meine Vermutung schloss die genannte Gruppe mit ein, auch wenn es genügend "Biodeutsche" (ich hasse diesen Begriff) gibt, die es gewaltig beim Respekt gegenüber Frauen mangeln lassen und die auch noch in sehr mittelalterlichen Strukturen festhängen.

    Und ich glaube auch, dass, wenn man bei einer aktuellen Studie man die Altersgrenze auf 14-85jährige ausweiten würde, noch ganz andere Zahlen zustande kommen würden. In den 12 Jahren hat sich einiges geändert.

    Ich benötige dazu gar keine Statistiken, ich muss nur mal hier an einer Haltestelle stehen, wo sich Heranwachsende bzw. Jugendliche miteinander unterhalten.

    Da wird sich über "otzen unterhalten, die entweder kräftig ge*ickt wurden oder denen man eine aufs Maul gibt. "Hatdiegesagtmeinschwanzissuklein, voll auf die Fresse".

    Ich gehe abends durch den Park, ich höre im Vorbeigehen wie ein Junge zu einem von 2 Mädchen sagt: "Halts Maul du bitch, ich *ick deine Schwesta" Und die jungen Mädchen haben keinen Freund, sondern ihren Scheich.

    Dieses Klientel hört auch gerne solche frauenverachtenden Texte wie von Bushido (ganz bestimmt nicht reflektierend).

    Ich persönlich habe so etwas vor 12 Jahren nicht in diesem Ausmaß gehört. Das ist für mich eine derbe Rückentwicklung. Und wenn man Frauen nur als Objekte sieht (die für Sex, Haushalt, Kinder zuständig sind), dann tut man sich auch leichter mit der Gewalt.
    Oberbilk?

  5. #20
    Lisa Simpson
    unregistriert
    Düsseltal.

  6. #21
    @ JackB, SilverER: danke für eure Zitate aus der Studie. Bevor ich antworte, möchte ich mich erstmal intensiver in die beiden genannten Studien/Analysen von 2002 bzw. 2014 einlesen. Das schaffe ich heute nicht mehr...


    Zitat Zitat von Lisa Simpson Beitrag anzeigen
    Ich benötige dazu gar keine Statistiken, ich muss nur mal hier an einer Haltestelle stehen, wo sich Heranwachsende bzw. Jugendliche miteinander unterhalten.

    Da wird sich über "otzen unterhalten, die entweder kräftig ge*ickt wurden oder denen man eine aufs Maul gibt. "Hatdiegesagtmeinschwanzissuklein, voll auf die Fresse".

    Ich gehe abends durch den Park, ich höre im Vorbeigehen wie ein Junge zu einem von 2 Mädchen sagt: "Halts Maul du bitch, ich *ick deine Schwesta" Und die jungen Mädchen haben keinen Freund, sondern ihren Scheich.

    Dieses Klientel hört auch gerne solche frauenverachtenden Texte wie von Bushido (ganz bestimmt nicht reflektierend).

    Ich persönlich habe so etwas vor 12 Jahren nicht in diesem Ausmaß gehört. Das ist für mich eine derbe Rückentwicklung. Und wenn man Frauen nur als Objekte sieht (die für Sex, Haushalt, Kinder zuständig sind), dann tut man sich auch leichter mit der Gewalt.
    Das sind eigentlich auch meine Beobachtungen. Die Sprache der... äh... 'Kids' ist vulgärer und sexistischer geworden.

    Die erste Frage, die ich mir dazu stelle, ist: Woran liegt das? Vermitteln Medien und/oder die Gesellschaft falsche Werte? Ist das Internet schuld? Oder der Proleten-HipHop a la Bushido?

    Dass ein armer Kasper wie Bushido offenbar für Millionen mittlerweile als Role Model gilt, ist natürlich bedrückend und spielt sicherlich eine Rolle. Vorherige Generationen hatten allerdings gar nicht die Möglichkeiten, sich solche Typen als Vorbild zu nehmen, da diese weder einen Plattenvertrag hatten noch in den Medien aufgetaucht sind. Daher könnte ich mir vorstellen, dass die heutige jüngere Generation nicht zwingend sexistischer ist als früher - sie bekommt nur aufgezeigt, dass man sich heutzutage mangels Hemmschwellen so in der Öffentlichkeit äußern darf und sogar reich und berühmt damit werden kann.

    Die zweite Frage wäre, ob der allgemeine Anstieg verbaler Blähungen einhergeht mit einem Anstieg physischer Gewalt - oder ob die Jugendlichen heute einfach nur eine größere Klappe haben.

  7. #22
    Gutmensch Avatar von SilverER
    Ort: Von Nord nach Süd
    Zitat Zitat von criens Beitrag anzeigen
    Das sind eigentlich auch meine Beobachtungen. Die Sprache der... äh... 'Kids' ist vulgärer und sexistischer geworden.

    Die erste Frage, die ich mir dazu stelle, ist: Woran liegt das? Vermitteln Medien und/oder die Gesellschaft falsche Werte? Ist das Internet schuld? Oder der Proleten-HipHop a la Bushido?

    Dass ein armer Kasper wie Bushido offenbar für Millionen mittlerweile als Role Model gilt, ist natürlich bedrückend und spielt sicherlich eine Rolle. Vorherige Generationen hatten allerdings gar nicht die Möglichkeiten, sich solche Typen als Vorbild zu nehmen, da diese weder einen Plattenvertrag hatten noch in den Medien aufgetaucht sind. Daher könnte ich mir vorstellen, dass die heutige jüngere Generation nicht zwingend sexistischer ist als früher - sie bekommt nur aufgezeigt, dass man sich heutzutage mangels Hemmschwellen so in der Öffentlichkeit äußern darf und sogar reich und berühmt damit werden kann.
    Wie Menschen zwei Generationen vor dir wohl deine Sprache fanden?

    Zitat Zitat von criens Beitrag anzeigen
    Die zweite Frage wäre, ob der allgemeine Anstieg verbaler Blähungen einhergeht mit einem Anstieg physischer Gewalt
    eher nicht...

  8. #23

    Diese Zahlen sprechen für einen Zusammenhang zwischen Gewaltprävalenz und Herkunft.
    Sie sagen vor allem aber auch, dass das Phänomen Gewalt gegen Frauen überall auf der Welte epidemische Ausmaße hat.
    Solche Aussagen
    Zitat Zitat von Tobey84 Beitrag anzeigen
    ...
    Grundsätzlich lässt sich sonst sagen, das sämtliche Europäer, außer ein paar immer vorhandenen Ausnahmen, sich vernünftig gegenüber Frauen verhalten, und es nicht an uns liegt. Die Zahlen an Gewalttaten gegen Frauen, waren noch bis vor 20 Jahren in einem soliden Schnitt, jede ist eine zuviel, aber es hat vor allem in den letzten 3-4 Jahren deutlich zugenommen.

    Einfach mal die Statistiken lesen, was da an genauen Angaben zu den Tätern gemacht wird.

    EDIT: Siehe auch Schweden, Frankreich

    Mehr muss man dazu nicht sagen
    wirken in dem Zusammenhang nachgerade irre.
    Die in der WHO-Meldung genannten Zahlen in Bezug auf Gewalterfahrungen von Frauen (36.4% für den östlichen Mittelmeerraum, 27.2% für Europa) stimmen in geradezu erschreckender Weise mit den Ergebnissen der Studie des BMFSFJ (26 bis 27 % in Deutschland insgesamt, 37 % bei Frauen türkischer Herkunft) überein.

    Besonders interessant aus der BMFSFJ-Studie (S. 40):
    "Hinsichtlich der erhöhten Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Gewalt mit Blick auf Macht und
    Ressourcenverteilungen innerhalb der Paarbeziehungen verweisen die Befunde vor allem auf drei neuralgische Punkte. Gewaltausmaß und auch die Schwere der Gewalt sind dort überproportional erhöht, wo:
    I beide Partner in schwierigen sozialen Lagen sind, weil entweder beide über kein Einkommen, keine reguläre Erwerbsarbeit oder keine Bildungs-/Ausbildungsressourcen verfügen (insbesondere bei jüngeren und mittleren Altersgruppen in der regenerativen Phase);
    I Frauen der mittleren und älteren Generationen über ein gehobenes Einkommen verfügen, und/oder beruflich hoch positioniert und/oder gut (aus-)gebildet sind und ihren männlichen Beziehungspartnern statt unterlegen gleichwertig bis überlegen sind, und damit offen oder
    implizit traditionelle Geschlechtsrollenvorstellungen infrage stellen;
    I Frauen über unterschiedliche Altersgruppen und Soziallagen hinweg hinsichtlich der Bildung/
    Ausbildung, Erwerbssituation oder Einkommenshöhe über höhere ökonomische und/oder soziale Ressourcen verfügen als ihre Partner und damit ebenfalls traditionelle
    Geschlechterhierarchien zumindest latent herausfordern...."

    Man kann also mutmaßen, dass der männliche Wunsch, die "richtigen" Machtverhältnisse herzustellen, eine ganz entscheidende Rolle im Hinblick auf die Frage spielt, ob ein Mann gewalltätig wird.
    Der Umstand, dass Frauen in Regionen der Welt, in denen sie vielfach weniger Rechte haben als Männer, noch stärker von Gewalt betroffen sind als anderswo, spricht ebenfalls dafür.

  9. #24
    IOFF Kuschelposter 2006-2017 und geldgieriger Geizgeier! Gib dem arroganten verwarnten Troll den kleinen Finger und dein Arm ist weg. Avatar von Igge6

  10. #25
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Zitat Zitat von Igge6 Beitrag anzeigen
    Danke für den Link.

    Der Höhepunkt in diesem unglaublich abstoßenden Morast von Männern, die das alles gar nicht so schlimm finden, wurde nun vom Vater des Täters markiert. In seinem Brief an den Richter erklärt er, dass er die Strafe für übertrieben hält, nur weil sein Sohn "20 Minuten Action" hatte. Das sei ja kein Grund, ihm den Rest seines Lebens zu versauen.
    Kein Wort des Mitleids gegenüber dem Opfer von Seiten ds Vaters. .

  11. #26
    Zitat Zitat von Igge6 Beitrag anzeigen

    Das ist einfach unfassbar!

  12. #27
    Member Avatar von Claudia
    Ort: Hoch im Norden
    Den Rest seines Lebens hat sich der junge Mann selbst versaut, da sollte weder er noch sein Vater die Schuld bei jemand anderem sehen.

  13. #28
    Die Jury hat ihn einstimmig schuldig gesprochen und dann untergräbt der Richter diesen Schuldspruch und verurteilt ihn nur zu 6 Monaten Haft im Kommunalgefängnis mit der Option, dass er nach 3 Monaten auf Bewährung entlassen wird. Weil den armen Täter eine höhere Strafe zu sehr belasten würde. (Höchststrafe wären 14 Jahre im Staatsgefängnis gewesen, der Staatsanwalt hatte 6 Jahre Staatsgefängnis gefordert.)

    (Und trotz dieser unverhältnismäßig milden Strafe jammert sein Vater noch rum. )

  14. #29
    Lisa Simpson
    unregistriert
    Und wenn man sich den Brief des Opfers durchliest, dann wird einem ganz schlecht.

    So viel zu den Opferrechten.

  15. #30
    ...
    Erstens: Ein Mann vergewaltigt eine bewusstlose Frau. Zweitens: Er kommt mit einem milden Urteil davon. Drittens: Es folgt laute, öffentliche Empörung.

    Was daran neu ist? Die Empörung.
    ...

    Quelle: Interessanter Artikel der SZ


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