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Johannes Paul II: Trauer, Resümee, Konklave - Benedikt XVI: Hoffnung und Ausblicke
 

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Alt 07-04-2005, 14:00
Dammerl
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Christoph Kardinal Schönborn



Mein persönlicher Wunschtip.
Allerdings ist er wohl noch zu jung.




Christoph Schönborn wurde am 22. Jänner 1945 in Böhmen geboren. Noch im selben Jahr musste die Familie nach Österreich flüchten. Seine Kindheit verbrachte Christoph Schönborn in Schruns in Vorarlberg. Nach der Matura 1963 trat er im westfälischen Warburg in den Dominikanerorden ein. Er studierte Theologie und Philosophie in Walberberg bei Bonn, in Wien und Paris. Am 27. Dezember 1970 wurde er von Kardinal Franz König in Wien zum Priester geweiht.

1971/72 absolvierte Christoph Schönborn ein Doktoratsstudium am Institut Catholique in Paris, 1972/73 ein Studienjahr in Regensburg, wo der heutige Kardinal Ratzinger sein Lehrer war.

1974 erwarb er am Institut Catholique in Paris den Doktorgrad mit einer Dissertation über das Thema "L'Icone du Christ", einer ersten Frucht seiner profunden ostkirchlichen Studien.

Ab 1975 lehrte Christoph Schönborn - zunächst als Gastprofessor und später als Ordinarius - katholische Dogmatik an der Katholischen Universität in Fribourg (Schweiz) und betreute auch einen Lehrauftrag für die Theologie des christlichen Ostens. Christoph Schönborn ist Autor zahlreicher theologischer Werke in deutscher und französischer Sprache (zuletzt "Christologie - Gott sandte seinen Sohn").

1980 wurde er Mitglied der internationalen Theologenkommission des Heiligen Stuhls, 1987 Redaktionssekretär des Weltkatechismus.
1991 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof für die Erzdiözese Wien. Seine Bischofsweihe am 29. September 1991 im Wiener Stephansdom gestaltete sich zu einem "Fest der Diözese". 1993 wählte die Österreichische Bischofskonferenz Weihbischof Christoph Schönborn zu ihrem Europa-Referenten. Das Thema Europa ist für den Wiener Erzbischof auch heute von zentraler Bedeutung; auch der Mitteleuropäische Katholikentag, der im Mai 2004 mit einer großen "Wallfahrt der Völker" im Marienort Mariazell seinen Höhepunkt findet, ist wesentlich seiner Initiative zu verdanken.






"VOS AUTEM DIXI AMICOS" - "Ich aber nenne euch Freunde" lautet der Wahlspruch von Erzbischof Christoph Schönborn.



Am 13. April 1995 wurde Schönborn von Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof-Koadjutor von Wien ernannt, am 14. September 1995 zum Erzbischof von Wien. Der Festgottesdienst zu seinem Amtsantritt fand am 1. Oktober 1995 statt, dem Fest der "kleinen" Heiligen Theresia von Lisieux. Die französische Karmelitin ist für den Wiener Erzbischof mit ihrer Nähe zur Not der Nichtglaubenden und ihrer Option des "kleinen Weges" ein Vorbild für die suchenden Menschen von heute.

Am 29. Juni 1996 wurde ihm das Zeichen des Erzbischofs, das Pallium übergeben. 1998 wurde Erzbischof Christoph Schönborn zum Kardinal erhoben. Seine Titelkirche ist Gesù Divin Lavoratore in Rom. Im selben Jahr übernahm er auch den Vorsitz der Österreichischen Bischofskonferenz.

Das Pastoralkonzept des Wiener Erzbischofs ist stark davon geprägt, dass die Kirche wieder missionarisch sein muss, dass sie in der Öffentlichkeit für das Evangelium Zeugnis abzulegen hat. Dies bedeutet für ihn keinen Rückgriff auf die Vergangenheit, sondern eine Umsetzung des Papstschreibens "Duc in altum" auf die Situation der lokalen Kirche. Der Wiener Erzbischof unterstreicht die Bedeutung der Pfarrgemeinden, nahezu an jedem Wochenende ist der Kardinal in einer Pfarrgemeinde seiner Diözese. Zugleich sieht er in den neuen geistlichen Bewegungen ("movimenti") einen wichtigen Impuls für das Leben der Kirche. Ein wichtiger Impuls hierfür war die Stadtmission in Wien.

Die "Reinigung des Gedächtnisses" im Hinblick auf die österreichische Geschichte brachte Kardinal Schönborn unter anderem auf der von ihm veranlassten neuen Gedenktafel auf dem Judenplatz zum Ausdruck, aber auch beim Gedenken an den Sturm auf das Erzbischöfliche Palais 1938, bei der Eröffnung der Ausstellung "Brennende Synagogen" 1998 oder bei der Diözesanwallfahrt ins Heilige Land 1999, als der Wiener Erzbischof nach Yad Vashem ging. Diese Grundhaltung Kardinal Schönborns kommt auch in der Versöhnungserklärung zum Ausdruck, die der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jan Graubner, am 21. März 2003 in Prag der Öffentlichkeit vorstellte.

Ein weiterer Akzent ist die starke Betonung der Dimension "Weltkirche". So besuchte der Wiener Erzbischof 1998 das Wiener Partner-Vikariat Daule in Ecuador, wo eine Gruppe von Priestern und kirchlichen Mitarbeitern aus der Erzdiözese Wien tätig ist, und im Februar 2000 ließ er sich weder durch die politischen Troubles in Österreich noch durch die örtlichen Unruhen davon abhalten, das krisengeschüttelte Nigeria zu besuchen. Auch im Sommer des Jahres 2002 war Kardinal Schönborn wieder in Afrika, um mehrere Diözesen in Zambia zu besuchen.

Für Kardinal Schönborn ist auch die Beziehung zur Ostkirche von großem Interesse. Der Kardinal konnte - auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung "Pro Oriente" - die Rolle Wiens für den ökumenischen Dialog mit Konstantinopel, Bukarest und Moskau stärken. Seine Besuche bei den orthodoxen Patriarchen dieser Städte fanden ein großes und sehr positives Echo.

Einer der Höhepunkt der bisherigen Amtszeit Kardinal Schönborns war zweifellos der Papstbesuch im Juni 1998 mit den Seligsprechungen von Sr. Restituta Kafka, P. Anton Maria Schwarz und Jakob Kern bei der großen Messe auf dem Heldenplatz vor 80.000 Gläubigen. Für Erzbischof Schönborn waren mit diesem Augenblick auch Bemühungen gekrönt, den Beitrag Österreichs für das vom Papst initiierte Martyrologium des 20. Jahrhunderts stärker in Erinnerung zu rufen.

Am 23. September 1998 wurde Erzbischof Christoph Schönborn das Goldene Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich verliehen. Die Katholisch-Theologische Universität Prag verlieh dem Wiener Erzbischof am 12. Mai 1999, die Universität Bukarest am 10. Mai 2000 die Ehrendoktorwürde.
Dammerl ist offline  
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Alt 08-04-2005, 08:13
Kiliani
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Schönborn ist echt ein schöner Name.

Man hat bereits in Rußland schon mal vorsorglich ein Dorf nach dem möglichen neuen Papst benannt.



Und auch in Baden gibt es ein Schönborn.


Zitat:
....
Bad Schönborn (PLZ: 76669)
Name: Bad Schönborn
Postleitzahl: 76669
Bundesland: Baden-Württemberg
Typ: Stadt / Gemeinde
Geografische Position: 49.2069400 / 8.6436100
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Autokennzeichen: KA
weitere Postleitzahlen: 76669
Schöne Gegend, übrigens!
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Alt 08-04-2005, 18:53
danarulez
Frau JOKER
 
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Er ist zu jung. Und er geht als einer der Favoriten hin - die werden es angeblich nie.
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Alt 08-04-2005, 19:07
*Silke*
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seine Einstellung zur Abtreibung klingt jedenfalls gemäßigter als ich es von so manch anderem als konservativ geltenden Kardinal gehört habe

Zitat:
Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, lehnt Aktionismus in der Abtreibungsdebatte, wie er von einigen katholischen Gruppierungen in Salzburg derzeit geübt wird, ab. "Polemik ist in den wenigsten Fällen zielführend", so Schönborn am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal". Er plädierte für eine österreichweite "Koalition der Besonnenen".

(Kurier, 23.12.2004) Die Abtreibung sei und bleibe "eine Wunde", so Schönborn. Allerdings sei dies nur ein Teil des Problems. Bedrohlich für das Land sei der dramatische Geburtenrückgang. Hier müsse die grundsätzliche Frage geklärt werden, wie das Klima in Österreich kinderfreundlicher werden könne. "Es geht um die Zukunft des Landes", mahnt Schönborn.

Schönborn betonte, dass es der Kirche in der Abtreibungsfrage nicht darum gehe, "Strafen zu fordern für Frauen, die verzweifelt sind". Der einzige Weg könne sei, "helfen, wo immer es möglich ist".(.....)

Quelle
*Silke* ist offline  
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Alt 08-04-2005, 19:07
Kiliani
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Zitat:
Zitat von danarulez Beitrag anzeigen
Er ist zu jung. Und er geht als einer der Favoriten hin - die werden es angeblich nie.

Wie ich schon sagte:

Wer als "Papst" ins Konklave geht, kommt als Kardinal wieder heraus.

Ein alter Spruch.
Kiliani ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:13
Ryan
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Schönborn wird doch nicht als Favorit gehandelt
Ryan ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:13
summertimeblues
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Endlich mal einer aus dem schönen Österreich. *Daumen drück*
summertimeblues ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:15
ruru
noch ein so nen thread und ich baller dir eine :D
 
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Schönborn wäre nicht die schlechteste Wahl, aber denken wir nicht alle viel zu eurozentrisch?
__________________
Wir fahren auch Ihr Forum an die Wand - Ihr IOFF Team (crashing message boards since 2000)
ruru ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:37
*Silke*
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Zitat:
Zitat von Ryan Beitrag anzeigen
Schönborn wird doch nicht als Favorit gehandelt
in der österreichischen Presse schon
*Silke* ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:37
Ryan
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Ein Europäer wär aber sicher nicht so schlecht, weil aus Prinzip auf Exoten zu setzen, halt ich auch nicht das beste. Ich hab gelesen, dass die Kardinäle aus Afrika und Asien sehr konservativ sein sollen. Da die Missionierung in den Ländern ausserhalb Europas so gut klappt, sollte man vielleicht jemanden vom alten Kontinent nehmen um hier eine Schäfchen-Rückholaktion einzuleiten.

Schönborn ist in Österreich, das unter den Groêr & Krenn Skandalen gelitten hat und eine massive Austrittswelle verbüßen musste (Von 92% auf 74% Katholikenanteil in 10 Jahren!), sehr beliebt, weil er, so wie einst Kardinal König, immer die richtigen Worte findet und nicht auf Konflikt aus ist, aber vor Problemen nicht blind zu sein scheint.

Seine "Jugend" gäbe zudem Hoffnung, dass es neue Papst-Ära geben könnte, denn wenn man einen 75-Jährigen wählen würde, dann müsste man doch damit rechnen, dass in relativ kurzer Zeit wieder gewählt werden müsste. 26 Jahre gehen sich da wohl sicher nicht mehr aus. Und Malachias prophezeit ja eine ziemlich kurze Regenz nach JP-II bevor der letzte und böse Papst komme.
Ryan ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:39
Ryan
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Zitat:
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Na sowas, aber den Kurier würde ich auch nicht so ernst nehmen. Auf Standard und ORF, den wichtigsten Nachrichtenportalen steht lediglich, dass Schönborn ein großer Außenseiter sei, dem aber trotzdem ein Karrierensprung im Rahme der Kurie (was auch immer das ist :Schäm bevorstünde.

Ich tippe auf den alten Portugiesen mit den Olivenwappen.
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Ryan ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:41
*Silke*
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Zitat:
Zitat von Ryan Beitrag anzeigen

Ich tippe auf den alten Portugiesen mit den Olivenwappen.

auf dass die Prophezeiung passend gemacht wird?
*Silke* ist offline  
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Alt 08-04-2005, 21:43
Ryan
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auf dass die Prophezeiung passend gemacht wird?

Naja, vermutlich werden die Kardinäle den Olivenkardinal eher scheuen. Aber es wäre gut zu wissen wie es mit der Welt weitergeht *g*
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Ryan ist offline  
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Alt 08-04-2005, 22:00
Matcha
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Zitat:
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Schönborn wäre nicht die schlechteste Wahl, aber denken wir nicht alle viel zu eurozentrisch?
Ich glaube, Dammerl war es, der festgestellt hat, dass es außer Petrus nie einen außereuropäischen Papst gegeben hat.
Matcha ist offline  
 


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