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Sunshinehunter
Registriert seit: 07-2006 Ort: Barefoot Route 201? |
Ich hätte nie gedacht, dass mein Opa vor Oma sterben würde.
Er war so gesund, er war so lebenslustig. Er war so lieb. Und plötzlich war er weg. Einfach weg. Wush. Weg. Danach starb Oma. Ein halbes Jahr später.
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Geändert von Pithlit (17-03-2007 um 03:16 Uhr). |
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unregistriert
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mein opi (der halodri aus dem ommathread
) war der weihnachtsmann. zumindest sah er für mich so aus. ich hab ihn vergöttert, er hatte die besten vampirgeschichten auf lager und wenn ich dann mit grossen augen und angst im gesicht vor ihm sass, schaffte er es innerhalb von einer minute mich abzulenken und mich zum lachen zu bringen.ich hab mit meinem cousin immer für ihn so kleine aufführungen gemacht, getanzt, all das peinliche kindergedöns halt. als der krebs ihn soweit hingerafft hatte, dass klar war, es geht dem ende zu, wollten mein cousin und ich für ihn lambada tanzen ( ) es war das erste mal, dass er gesagt hat, kinnas, das wird mir zu viel. ich war neun als er verstorben ist, und wenn mich heut jemand fragt, wie mein opi war, dann sag ich immer noch: er war der weihnachtsmann. mein anderer opa war ein herrischer unkontrollierter jähzorniger gemeiner alter mann. die tage wo er zu besuch kam waren die hölle, und wenn er wieder weg war, waren wir alle zutiefst erleichtert. es gibt sie also, die gemeinen opas. |
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beschmetterlingt ...
Registriert seit: 10-2006 |
Meine beiden Opas waren ganz wunderbare Personen.
Der eine war sooo lieb. Er hatte ein kleines Bäuchlein dran und hat zu uns Kinder immer gesagt, er hätte einen Ballon verschluckt Bei ihm gab es immer Nimm-2-Bonbons. Er gab uns auch wirklich immer 2 - stand ja so drauf. Als meine Oma starb war er eine Weile allein. Dann lernte er eine Frau kennen, die aber leider auch schnell verstarb. Wenn wir mit den beiden einkaufen waren und sie den Anschnallgurt endlich zu gekriegt hat, waren wird dann mittlerweile schon da Als mein Opa dann krank wurde musste er zur Kur und hat dort eine ganz liebevolle Frau kennengelernt, die ihm wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Sie war bei ihm, als er starb Er hatte Hautkrebs und lag im Krankenhaus. Wir wussten, dass er bald sterben wird. Die Ärzte haben es ihm nicht gesagt, aber ich glaube er wusste es. Es war kurz vor Weihnachten als wir ihn besuchten. Ich weiß noch, wie ich mit ihm über den Speiseplan gesprochen habe. Wir wollten nicht, dass er sein letztes Weihnachten im Krankenhaus verbringt, deshalb kam er nach Hause. Am 24.12. habe ich ihn das letzte mal gesehen. Er bekam von uns ein Foto geschenkt, damit wir bei ihm sind, wenn es dann so weit ist . Dieses Foto steht immer noch bei mir. Meine Eltern waren am 26.12. nochmal bei ihm und haben danach gesagt, dass er ziemlich schlimm aussah und es gut war, dass wir ihn nicht nochmal so gesehen haben. Am nächsten morgen rief seine Freundin an, dass er eingeschlafen ist Mein Opa konnte unglaublich toll malen. Meine Familie sagt, dass ich das von ihm habe Ich habe all seine Pinsel, Farben, Mischpaletten und Bilder aufgehoben. Mein anderer Opa war ein unglaublich intelligenter, starker und liebevoller Mann. Er war der weltbeste Mühle-Spieler und kennt alle Karl May Bücher. In den Erinnerungen, die ich habe, war er schon immer weiß und grau. Er war 23 Jahre älter als meine Oma. Er war ein riesengroßer Tennisfan, da er als kleiner Junge mal Balljunge war. Er hörte schlecht und man sah ihn immer mit riesen Kopfhörern vorm Fernseher sitzen Mein Opa bastelte gerne an allem rum und es war nicht selten, dass dann mal ein Schraube übrig war. Meine Mama hat erzählt, dass ihnen bei einer Fahrt mit dem Auto, mal das eigene Rad überholt hat Eine andere Geschichte war, als mein Opa einen Stecker durch die Schrankwand bekommen wollte und zu meiner Mama sagte, sie sollte doch mal an dem Kabel ziehen. Natürlich steckte noch der Stecker in der Steckdose. Meine Mama sah dann so aus So war mein Opa. Er schlurfte mit seinen Hausschuhen immer über den Teppich und jeder bekam von ihm einen Schlag Ich habe erst später erfahren, dass er im KZ war aber fliehen konnte, als sie in ein anderes gebracht werden sollten. Hätte er das nicht geschafft, wäre ich jetzt nicht hier Meine Oma ist seit klein auf gehbehindert und obwohl es meinem Opa auch schlecht ging, hat er immer alles für sie getan. Als Kinder fanden wir es immer lustig, wie er manchmal so wackelte. Bis wir dann später erfuhren, dass es Parkinson war Leider zog sich sein Leiden über viele Jahre hin. Er war 5 Jahre bettlägerig. Hat uns nur noch selten erkannt. Manchmal sprach er von Kriegsflugzeugen, die in seinem Zimmer rumfliegen Er wurde immer schwächer. Ich bin unglaublich stolz auf meine Oma, wie sie sich um ihn gekümmert hat, trotz ihrer Behinderung Mein Opa kam wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus und als er entlassen wurde, sah er noch viel schlechter als vorher aus. Kurze Zeit später ist er gestorben Natürlich waren wir traurig, aber auch in einer gewissen Weise glücklich, dass er endlich erlöst war ![]() Wenn ich jetzt so über beide nachdenke, wünschte ich mir, ich hätte mehr Zeit mit ihnen verbracht ![]() Geändert von Kekskrümel (17-03-2007 um 10:25 Uhr). |
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Registriert seit: 05-2003 Ort: Hessen |
Leider habe ich nur einen Opa kennengelernt, der andere starb schon recht früh an Lungenkrebs.
Mein Opa (der Mann der "großen" Oma) stand immer unter der Knute von meiner Oma. Er bekam Taschengeld zugewiesen von ihr und hatte nicht viel zu melden. Er schwieg viel. Er war ein herzensguter Mensch. Obwohl meine Oma meine Mutter nie akzeptiert hat, er war nett zu ihr, hätte sich aber nie getraut gegen meine Oma was zu sagen. Er hat uns Kindern immer heimlich Geld zugesteckt (von seinem Taschengeld) und hat uns geschenkt was in seiner Macht war... Er ist 1898 geboren. Er war Kutscher und später der 1. Mann im Ort mit einem Auto... sprich Taxifahrer. Da es keine Telefon gab musste meine Oma ihm per Rad an verschiedenen Stellen die nächsten Kunden mitteilen. Er ist mit 92 Jahren noch Auto gefahren (naja, geschlichen )... weil ich meinen Führerschein gemacht habe, habe ich sein Auto bekommen: einen VW 1600TL - ich habe dieses Auto geliebt!Er hat nie über den Krieg gesprochen, wenn wir Fragen gestellt haben, war er den Tränen nah. Er war ein Trotzkopf und ein Sparbrötchen. Alte Geschenkbänder mussten aufgerollt werden und wieder verwendet... ich mache das heute noch so... eine ausgepresste Zitrone wurde ins Spülwasser geworfen... die fenster mussten mit Zeitungspapier geputzt werden.Als meine Oma ins Pflegeheim kam, hat er sich allein versorgt und sie immer besucht. Wir haben eine Wohnung an eine Frau vermietet, die ihm eingekauft hat und geputzt hat. Außerdem bekam er eine Pflegerin, die nach im gesehen hat... wenn die ihm die Füße massiert hat, wurde er zum jungen Mann... Eins will ich noch erzählen: Meine Oma hat allen Enkelkindern immer diese Hutschenreuther Weihnachtsglocken zu Weihnachten besorgt. Das erste Weihnachten an dem Oma im Pflegeheim war, war eigentlich jedem klar, dass es diese Glocken ab jetzt nicht mehr gibt. Mein Opa verschwand nach der Bescherung im Schlafzimmer und kam mit einer Plastiktüte wieder... für jeden eine Weihnachtsglocke... er konnte ganz schlecht laufen, aber er erzählte, wie er mit seinem Gehfrei sich zum Porzellanladen geschafft hat, nur um diese Tradition für die Oma beizubehalten.... jedes Jahr hängen bei uns diese Glocken am Weihnachtsbaum... und diese eine, die liebe ich besonders! ![]() |
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bissi naiv, aber gaaaanz lieb, wirklich
Registriert seit: 06-2004 |
Soviel gibts von meinem Opa, der leider schon eine ganze Weile nicht mehr da ist
, nicht zu berichten...ausser, dass er der einzige Mensch in meinem bisherigen Leben war, der mich bedingungslos akzeptiert und geliebt hat . ![]() Ich vermisse ihn ![]() |
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