freitagabend, halb zwölf.
bin gerade eben von einer anstrengenden veranstaltung nach hause gekommen und will noch ein bißchen am compi relaxen, da klingelt das telefon.
das butterblümchen.
"ich steh vor der tür und hab besuch für euch!"
"???? dann komm doch rein, hab dir doch extra den schlüssel gegeben ????"
trapp trapp auf der treppe und butterblume kommt angeschnauft, unterm einen arm tammi, unterm anderen ihren koffer.
stellt beides ab und verschwindet wieder.
alla gut, tammi in die wohnung geholt, hermaennchen vom sofa gejagt, was zu trinken verabreicht, pralinen in empfang genommen (sind inzwischen weg und waren seeeeehhhhhr lecker tammi! nochmal danke!).
und da wir uns seit juli in laichingen nicht gesehen hatten, gabs natürlich einiges zu erzählen...
aber schließlich wurden alle sechs augen immer kleiner und wir hauten uns alle drei aufs ohr.
am nächsten morgen ich erst mal einkaufen. ohje beschwert sich im ichsagja, daß ich nicht schon um sechs zum bäcker gegangen bin. ich denke für ne gute gastgeberin reicht es auch noch, wenn ich um neun gehe. naja, zwischendrin ein bißchen foren gelesen und gepostet... man gönnt sich ja sonst nix
dann frühstück. arme kleine schneesturmgeplagte berlinerin mal so richtig dick und rund füttern. immerhin saß die 9 stunden ohne essen, nur mit drei anderen hungrigen berlinerinnen und einem
einzigen kaubonbon in einem auto!!! deshalb anschließend gleich mittagessen. natürlich auswärts, ihr glaubt doch nicht im ernst, ich hätte gekocht? *har har*
zwischendurch ein paar telefonate mit blümchen, der sich beschwert, daß um ihn rum noch alles pennt.
als um halb vier hermaennchens kumpels zum fußballgucken auftauchen, beschließen wir zu blümchen zu fahren und die verschlafene bande zu wecken.
es gelingt nur fast. tammi, deria und ich mal als vorhut los, damit sister sich am stuttgarter hauptbahnhof nicht noch die beine in den bauch steht und wurzeln schlägt. bei dem regen, mit ein bißchen zusätzlichem dünger hätte sie das fast geschafft. aber sie mußte ja auch unbedingt noch in die stadt...
dann zu viert im auto und erstmal die bowling-halle gesucht. feuerbach ist nicht meine gegend von stuttgart, und schon gar nicht bei regen und einsetzen der dämmerung. aber nach verkehrswidrigem wenden in einem zug und verkehrsgerechtem einparken dann doch noch angekommen.
die spannung steigt. es sind tatsächlich welche vor uns da. ich muß erst mal den eindruck der vielen neuen gesichter verkraften... überlebe aber den schock durch tatkräftige unterstüctzung derer, die ich schon kenne.
nur die organisateurin bleibt zunächst verschollen. ein angestellter der bowlingbahn fragt, ob wir die große gruppe sind, die für siebzehn uhr drei bahnen reserviert hat. wir wissen alle von nix. es ist fünf nach halb sechs.
dann geht die tür auf und plötzlich ist es voll an der schuhausgabe. aber weil die hälfte nicht bowlen sondern nur zugucken will, reichen plötzlich doch zwei bahnen. ein gewisser mamba erwürfelt 198 punkte. der rest erblaßt vor neid.
bei einsetzendem schneefall und mittlerweile völliger dunkelheit wieder zum auto. der vampir versucht mir zu erklären, wo ich in der stadt am besten parken kann, aber
den parkplatz finde ich nicht mal wenn's hell ist. verständige mich also mit blümchen auf rathausgarage.
die hungrige meute fällt ins charisma ein. leider zunächst zu wenig platz, da aus einer reservierung für 25 personen irgendwie plötzlich eine für 20 geworden ist. aber die kellner zaubern ein bißchen und schließlich hat jeder einen stuhl oder was vergleichbares unterm hintern.
das essen kommt spät, aber es kommt - und für alle gleichzeitig. außer für goofy. statt dem was er bestellt hatte, rannte ein anderes herrenloses essen herum. das kommt davon, wenn man mit schweizer dialekt im schwabenland was zu futtern bestellt. der küche war es peinlich und goofy bekam schließlich doch was er wollte. einschließlich gieriger blicke auf seinen teller. die hatte er zwar nicht bestellt, aber wir anderen hatten zu dem zeitpunkt schon nix mehr.
dann ins mauritius. ich bekomme von berliner cocktailexperten erklärt, daß ein coconut kiss eigentlich rosa sein muß, aber mir schmeckt er auch in orange. nach dem zweiten umstieg auf harte drogen: pepsi cola. muß schließlich noch autofahren.
um halb drei entschließt sich die meute zu einem standortwechsel. bei maoam siegt die vernunft im hinblick auf eine neunstündige autofahrt am nächsten tag, glori ist eh schon den ganzen abend am einschlafen, also läßt blümchen sich erweichen und rückt seinen ersatz-wohnungsschlüssel raus. tammi und ich nehmen die beiden mit in richtung blümchen-sofa und fallen kurz danach ebenfalls müde in die falle.
am sonntag verzichten wir auf's frühstück. und wieder darauf, hermaennchen mitzunehmen: "ich war bisher nicht dabei, da muß ich jetzt auch nicht mehr mitkommen." statt dessen mit tammis gepäck zu blümchen, dort hemmungsloses vollstopfen eines unschuldigen mazda-kofferraums. verteilung von sieben personen auf zwei autos, und wieder ab in richtung stuttgart.
schon an der auffahrt zur schnellstraße schwächelt der mazda. am kappelbergtunnel ist er aus meinem rückspiegel endgültig verschwunden. dabei fahre ich seit einer woche wieder vollkommen obrigkeitshörig und verkehrsgerecht (seit ich von den waiblinger wegelagerern mal wieder so nett fotografiert wurde). naja, mit blümchen an bord ist eine mazda-irrfahrt ja hoffentlich ausgeschlossen.
und wieder mauritius. und wieder essen. von den anwesenden schwächelt nur goofy und ordert eine cola. nach den erfahrungen des vorabends hat er sich wohl nicht getraut feste nahrung zu bestellen...
alle anwesenden personen haben verdächtig kleine augen. manche versuchen noch, die halbschlafenden durch anblitzen mit einem fotoapparat zu wecken. aber vergeblich.
dann aufbruch. abschied von denen, die woanders parken oder mit dem zug gekommen sind. acht leute traben zur rathausgarage, vor der soeben ein sprudelkastenausladender herr den auf der straße abgestellten mazda fast zugeparkt hat.
aber nur fast. wir stopfen fünf personen in das arme kleine auto, die türen gehen mit ach und krach zu. haben die so viel gegessen am wochenende...? todesmutig und ohne eine schramme am sprudelkasten-bmw parkt maoam aus und das gefährt zieht mit hängendem hintern und fünf winkenden händen von dannen.
elosch lotst mich landei zielsicher durch die großstadt bis zu ihrem domizil. danach lasse ich mich von blümchen wachhalten. dann wird es schwierig... aber das auto kennt den weg.
garage.
sofa.
schlaf.
bis zum nächsten mal
