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#46 Direktlink zu diesem Beitrag
Alt 17-09-2009, 15:38
Antares
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Zitat:
Zitat von Vanish Beitrag anzeigen
..,.und dennoch so ein grosses Thema in den Medien und in der Politik.
Erstaunlich nicht?

Es hängt von Umständen der Tat ab.........mit Willen lässt sich doch so gut wie jedes Verbrechen relativieren.
Entscheidend sind oftmals die Hintergründe, solcher 'Taten.......

Jeder Tote ist einer zuviel.
Antares ist offline  
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Alt 17-09-2009, 15:45
Orane
Erwartungsgeneration
 
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Zitat:
Zitat von Antares Beitrag anzeigen
Es hängt von Umständen der Tat ab
Was hängt davon ab? Das Interesse der Medien?
Orane ist offline  
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Alt 17-09-2009, 15:47
JackB
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Zitat:
Zitat von Vanish Beitrag anzeigen
..,.und dennoch so ein grosses Thema in den Medien und in der Politik.
Erstaunlich nicht?
Nicht erstaunlich.
Es ist ein bekanntes - und erklärbares - Phänomen, dass gerade Dinge, die einzigartig sind, viel mehr Aufmerksamkeit erwecken als Dinge, die ständig passieren.
Das Maß an medialer Aufmerksamkeit, das ein Ereignis erfährt, sagt nichts über seine "Wichtigkeit", seine Bedeutung im Vergleich zu anderen, weniger beachteten Dingen.

Deshalb ist es wichtig, dass man sich selber (und anderen) hin und wieder die Relationen vor Augen führt.
50 Tote in 10 Jahren sind in der Tat nicht übermäßig viel und rechtfertigen wahrlich nicht die drastischen Maßnahmen, die etwa von Zydeko gefordert werden. Mit dem dafür nötigen Aufwand werden an anderer Stelle weit mehr Todesfälle verhindert.
JackB ist offline  
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Alt 17-09-2009, 15:49
Vanish
Oranssi Peruukki
 
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Zitat:
Zitat von Antares Beitrag anzeigen
Es hängt von Umständen der Tat ab.........mit Willen lässt sich doch so gut wie jedes Verbrechen relativieren.
Entscheidend sind oftmals die Hintergründe, solcher 'Taten.......

Jeder Tote ist einer zuviel.
Ist mir schon klar. Aber es erweckt den Eindruck, als müsse bei einer Amoktat sofort irgendwas getan werden. Wochenlang wird über nichts anderes geredet - gleichzeitig nimmt man zb. stillschweigend 40 000 Alkoholtote hin. Die haben keine "Lobby". Wenn irgendwas mit Karacho in die Luft fliegt, wenn ein Schüler Amok läuft, dann ist das Geschrei gross. 7000 Verkehrstote...eija. Passiert.
Das ist nicht richtig.
Vanish ist gerade online  
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Alt 17-09-2009, 16:04
Gast:
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Was willst du machen?

Autofahren abschaffen? Den Leuten das Trinken verbieten?

Es gibt einen Unterscheid zwischen Amoklauf und Verkehrstoten. Der Amoklauf ist zu nichts nutze. Der Verkehr und sogar das Trinken schon. Deswegen werden bei letzteren Tote akzeptiert. Das Wort heißt "sozialadäquat".
 
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Alt 17-09-2009, 16:09
Meister Petz
Gemütlich, aber reizbar
 
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So eine Frechheit!
Jetzt verschmähen die gewaltbereiten Jugendlichen schon unsere schönen Vereinswaffen und bauen sich selbst Brandsätze. Ich werde sofort anregen, dass unsere Jugendabteilung zukünftig Kurse im Bauen von Brandsätzen und Sprengsätzen aus frei erwerbbaren Materialien anbieten wird. Hoffentlich führen die blöden Politiker nicht wegen dem Wahlkampf noch schnell eine MBK (Molotow-Cocktail-Besitzkarte) ein. Dann können wir Schützenvereine endgültig dicht machen.
Meister Petz ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:13
Orane
Erwartungsgeneration
 
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Ort: fast da
Ich finde es durchaus berechtigt, dass es einen hohen Grad an (medialer) Aufmerksamkeit bekommt, wenn Kinder zu solchen Taten fähig werden. Es ist ein Verweis darauf, dass irgendwo etwas gründlich schief läuft und man da wenigstens (!) hinschauen muss. Dafür dann bitte ruhig die Aufmerksamkeit alle Mal.

Genauso kann ich die Forderung verstehen, dass in Anbetracht der Zahl von Drogentoten mindestens genau so ein öffentliches Interesse an diesem traurigen Umstand bestehen müsste. Nicht richtig finde ich es aber, diese beiden so ins Verhältnis zu setzen, dass man eines dabei im Sinne von "passiert schon mal" weniger wichtet. Das Ergebnis ist in beiden Fällen beschissen, unabhängig von dem Grad der öffentlicher Aufmerksamkeit.
Orane ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:14
JackB
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Zitat:
Zitat von Gorres Beitrag anzeigen
Es gibt einen Unterscheid zwischen Amoklauf und Verkehrstoten. Der Amoklauf ist zu nichts nutze. Der Verkehr und sogar das Trinken schon. Deswegen werden bei letzteren Tote akzeptiert. Das Wort heißt "sozialadäquat".
Ein passender Vergleich wäre nicht der zwischen Amoklauf und Verkehr, sondern zwischen Amoklauf und Unfall, oder auch zwischen Schule (als Ort des Amoklaufs) und Verkehr.

Ein Unfall ist zu so wenig nutze wie ein Amoklauf.
JackB ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:25
JackB
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Registriert seit: 11-2000
Zitat:
Zitat von Orane Beitrag anzeigen
Ich finde es durchaus berechtigt, dass es einen hohen Grad an (medialer) Aufmerksamkeit bekommt, wenn Kinder zu solchen Taten fähig werden. Es ist ein Verweis darauf, dass irgendwo etwas gründlich schief läuft und man da wenigstens (!) hinschauen muss. Dafür dann bitte ruhig die Aufmerksamkeit alle Mal.
Aufmerksamkeit verdienen Amokläufe ganz bestimmt, insbesondere wenn man annimmt, dass sie nur die "Spitze eines Eisbergs" einer großen Problematik sind.

Allerdings kann zu große Aufmerksamkeit einen Handlungsdruck auf die Politik bewirken, der in Aktionsmus, in Symbolpolitik mündet. Und damit werden Probleme nicht gelöst, sondern neue geschaffen.

Und deshalb denke ich, es ist gut, dass ein Amoklauf nicht einfach abgehakt wird, sondern zum Nachdenken und Diskutieren Anlass gibt. Aber es ist auch wichtig, einen Blick für die Relationen zu wahren.
JackB ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:27
Orane
Erwartungsgeneration
 
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Zitat:
Zitat von JackB Beitrag anzeigen
Aber es ist auch wichtig, einen Blick für die Relationen zu wahren.
Wäre für mich auch Aufgabe der Politik, um das von dir benannte Problem des rein symbolischen Agierens zu vermeiden.
Orane ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:37
JackB
Member
 
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Zitat:
Zitat von Orane Beitrag anzeigen
Wäre für mich auch Aufgabe der Politik, um das von dir benannte Problem des rein symbolischen Agierens zu vermeiden.
Natürlich wäre das auch Aufgabe der Politik.
Aber wir wissen, dass Politik von Menschen gemacht wird, die gewählt werden wollen, und auf Druck menschlich reagieren.

Deshalb ist es auch die Aufgabe (und das Interesse) des Bürgers, den Druck auf auf Politiker nicht zu groß werden zu lassen, und den Politikern zu signalisieren, dass man von ihnen keine drastischen Sofortmaßnahmen erwartet.
JackB ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:42
Antares
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Zitat:
Zitat von Vanish Beitrag anzeigen
Ist mir schon klar. Aber es erweckt den Eindruck, als müsse bei einer Amoktat sofort irgendwas getan werden. Wochenlang wird über nichts anderes geredet - gleichzeitig nimmt man zb. stillschweigend 40 000 Alkoholtote hin. Die haben keine "Lobby". Wenn irgendwas mit Karacho in die Luft fliegt, wenn ein Schüler Amok läuft, dann ist das Geschrei gross. 7000 Verkehrstote...eija. Passiert.
Das ist nicht richtig.
Die Amokläufe sind im Prinzip die Spitze eines Eisberges......die Täter sind gleichfalls Opfer........von Vernachlässigung, Mobbing ecpp......wir können vielleicht nur von Glück sagen, dass nicht noch mehr Jugendliche zu diesem Mittel greifen um die Aufmerksamkeit auf sich und ihre Situation zu lenken. Die Zahl jugendlicher Alkoholabhäniger spricht doch ebenfalls für sich....auch hier wird seitens der Erwachsenen vorgelebt, dass Alkohol dazu gehört.......legale Droge......ohne viel Aufhebens zu beschaffen.
Jüngste Patienten an der Bult in Hannover waren 9 Jahre alt........mit einem Blutalkohol von annährend 2 Promille.
Vor dreissig Jahren waren die jüngsten Patienten zwischen 15 und 17 Jahren.
Mädchen waren früher , weder in Gewaltdelikten , noch Alkoholmissbrauch häufig anzutreffen, Heutige Zahlen Mädchen zu Jungen sind so gut wie identisch. Wie will man das deuten? Als Zeichen der Emanzipation? Na, dann gute Nacht, Marie.
Antares ist offline  
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Alt 17-09-2009, 16:58
Elaine
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Ich hab vor einiger Zeit mal ein Interview in der GALORE gelesen, das hier viel erklärt, vielleicht nicht direkt Amokläufe, aber Mechanismen, die dazu führen und wie sie weiter verfolgt werden. Hans-Ludwig Kroeber ist als Gerichtspsychater Gutachter für Kriminalfälle. Ich fand das etwas anders als alles, was ich sonst so las.

hier
Elaine ist offline  
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Alt 17-09-2009, 17:02
Philby
Die Mitte hält nicht mehr
 
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Zitat:
Zitat von Antares Beitrag anzeigen
Die Amokläufe sind im Prinzip die Spitze eines Eisberges......die Täter sind gleichfalls Opfer........von Vernachlässigung, Mobbing ecpp......wir können vielleicht nur von Glück sagen, dass nicht noch mehr Jugendliche zu diesem Mittel greifen um die Aufmerksamkeit auf sich und ihre Situation zu lenken. Die Zahl jugendlicher Alkoholabhäniger spricht doch ebenfalls für sich....auch hier wird seitens der Erwachsenen vorgelebt, dass Alkohol dazu gehört.......legale Droge......ohne viel Aufhebens zu beschaffen.
Jüngste Patienten an der Bult in Hannover waren 9 Jahre alt........mit einem Blutalkohol von annährend 2 Promille.
Vor dreissig Jahren waren die jüngsten Patienten zwischen 15 und 17 Jahren.
Mädchen waren früher , weder in Gewaltdelikten , noch Alkoholmissbrauch häufig anzutreffen, Heutige Zahlen Mädchen zu Jungen sind so gut wie identisch. Wie will man das deuten? Als Zeichen der Emanzipation? Na, dann gute Nacht, Marie.
Na ja, die meisten jungen Frauen (bzw Teenies) wollen von Emanzipation gar nichts wissen, weil es für sie gleichbedeutend ist mit :
1.)Männer hassen 2.) lesbisch sein 3.) sich nicht rasieren.
Wissen um die Geschichte der Emanzipation ist Null vorhanden, geschweige denn, wie die Lage der Frauen aussah, wenn man nur 2 Generatiönchen zurückblickt. Gesteigert wird das nur noch durch Bemerkungen wie :"Ach, wir können die Männer doch um den Finger wickeln *kicher*, wenn ich was von meinem Freund will, bekomme ich das auch, da muss ich doch nur lieb sein*kicher*."
Für mich fällt das eher in die allgemeine Verprollung der Gesellschaft.
Philby ist offline  
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Alt 17-09-2009, 17:06
Plenske
Erdnuckelig
 
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Zitat:
Zitat von Meister Petz Beitrag anzeigen
So eine Frechheit!
Jetzt verschmähen die gewaltbereiten Jugendlichen schon unsere schönen Vereinswaffen und bauen sich selbst Brandsätze. Ich werde sofort anregen, dass unsere Jugendabteilung zukünftig Kurse im Bauen von Brandsätzen und Sprengsätzen aus frei erwerbbaren Materialien anbieten wird. Hoffentlich führen die blöden Politiker nicht wegen dem Wahlkampf noch schnell eine MBK (Molotow-Cocktail-Besitzkarte) ein. Dann können wir Schützenvereine endgültig dicht machen.
Das ist wirklich ärgerlich
Plenske ist offline  
 


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