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Alt 17-02-2016, 00:11
Cat-lin
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Weitet sich der Abgasskandal aus...?

http://www.heute.de/die-abgasluege-v...2698,4672.html


Gravierende Messunterschiede Labor - Straße:
http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/bl...858/1/data.pdf

Geändert von Cat-lin (17-02-2016 um 16:49 Uhr).
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Alt 17-02-2016, 11:39
Frosch17
Ich bin Kasalla!
 
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Der erste Link ist unvollständig. Ich denke, es geht um das hier:
http://www.zdf.de/frontal-21/die-abg...-42302698.html
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Alt 17-02-2016, 13:26
Voltaire
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Die Sendung gab es ja vor ein paar Wochen schon einmal in nur leicht abgewandelter Form (ohne Renault, z.B.) und ich wundere mich wirklich, warum das keinerlei Reaktion hervorgerufen hat.

Wenn es doch bei allen so eklatant zwickt - bei Renault auch noch doppelt so heftig, wie bei den Deutschen - und einer davon zugibt beschissen zu haben, müssen doch sowohl der Verkehrsminister als auch das KBA als auch die Staatsanwaltschaft zumindest mal in Erwägung ziehen, dass die anderen auch beschissen haben könnten.

Ich habe das Gefühl, der Winterkorn hätte einfach ein Schreiben verfassen müssen, dass an den unterschiedlichen Testergebnissen die Gravitationswellen schuld waren und er wäre heute noch angesehener VW-Chef.

Allerdings hätte ich längst den Ehrgeiz entwickelt, herauszufinden, welcher Parameter es ist, der den Prüfstandsmodus auslöst (extrem exakte Einhaltung des Zyklus? stehende Räder? fehlender Hintern auf dem Fahrersitz? ...?).
Es wäre doch viel cooler, wenn man beweisen könnte, dass z.B simples Drehen der zweiten Achse die Abgasewert in den Keller fallen lässt, als über "Seitenwind", "Zuladung", "Außentemperatur", "Motorschutz" und all die anderen skurrilen Ausreden zu diskutieren.

Geändert von Voltaire (17-02-2016 um 13:33 Uhr).
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Alt 17-02-2016, 13:33
HHIndi
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Warum das keine Reaktion hervorruft? Muss man doch nur mal in die Presse gucken. Da findet man praktisch nichts dazu! Die Autoindustrie macht unglaublich viel WErbung. Davon wird vieles finanziert.
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Alt 17-02-2016, 14:49
BlackGirl
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Zitat:
Zitat von HHIndi Beitrag anzeigen
Warum das keine Reaktion hervorruft? Muss man doch nur mal in die Presse gucken. Da findet man praktisch nichts dazu! Die Autoindustrie macht unglaublich viel WErbung. Davon wird vieles finanziert.
Nein, es ruft keine Reaktion hervor, weil man eh davon ausgeht, daß alle bescheissen. Kratzt es irgendjemand, wenn der Tour-de-France-Sieger mal wieder gedopt war? Oder daß das Sommermärchen mit Schmiergeld erkauft war?

In der breiten Bevölkerung steht es fest, daß "die da oben" machen was sie wollen und sich eh an keine Regeln halten.
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Alt 17-02-2016, 15:00
HHIndi
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@BlackGirl Da muss ich widersprechen. Über Lance Armstrong wurde groß berichtet. Der zahlt aber der Presse keine Werbegelder. Ähnlich ist es beim DFB.

Erst wenn es 1000 Beweise in Sachen Abgasaffäre gibt oder irgendwer offiziell Anklage erhebt melden sich die Medien und sagen: Wussten wir eh. Sozusagen erst, wenn es schwierig ist diese Meldungen zurückzuhalten. Immerhin zahlt die Autoindustrie sehr viel Geld für Werbung. Fällt die aus, wird es für Verlage eng. Wir haben schon im Studium darüber geredet, dass diverse Industrien durch Werbung Maulkörbe kaufen...
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Alt 17-02-2016, 16:49
Cat-lin
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Zitat:
Zitat von Frosch17 Beitrag anzeigen
Der erste Link ist unvollständig. Ich denke, es geht um das hier:
http://www.zdf.de/frontal-21/die-abg...-42302698.html
Oh, hatte ich gar nicht gemerkt. Vielen Dank, ich korrigier's dann auch.

Geändert von Cat-lin (17-02-2016 um 17:02 Uhr).
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Alt 17-02-2016, 16:56
Cat-lin
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Zitat:
Zitat von Voltaire Beitrag anzeigen
Die Sendung gab es ja vor ein paar Wochen schon einmal in nur leicht abgewandelter Form (ohne Renault, z.B.) und ich wundere mich wirklich, warum das keinerlei Reaktion hervorgerufen hat.

Wenn es doch bei allen so eklatant zwickt - bei Renault auch noch doppelt so heftig, wie bei den Deutschen - und einer davon zugibt beschissen zu haben, müssen doch sowohl der Verkehrsminister als auch das KBA als auch die Staatsanwaltschaft zumindest mal in Erwägung ziehen, dass die anderen auch beschissen haben könnten.

Ich habe das Gefühl, der Winterkorn hätte einfach ein Schreiben verfassen müssen, dass an den unterschiedlichen Testergebnissen die Gravitationswellen schuld waren und er wäre heute noch angesehener VW-Chef...
Wußte ich nicht, aber gut, wenn's nicht nur einmal kommt - gestern war's der reinste Zufall, ich schau ohnehin kaum Fernsehen, dass ich die Sendung mitbekam.

Zitat:
Zitat von HHIndi Beitrag anzeigen
Warum das keine Reaktion hervorruft? Muss man doch nur mal in die Presse gucken. Da findet man praktisch nichts dazu! Die Autoindustrie macht unglaublich viel Werbung. Davon wird vieles finanziert.
... und nicht nur Werbung.
Das ist das Fatale, wie auch gegen Ende der Sendung zu verstehen gegeben wurde: Die Politik berät sich eher mit Autoherstellern als die Gesundheit der Bürger zu schützen.


U. a. sind mir diese Zahlen noch im Kopf: 10.400 vorzeitige Todesfälle (ich nehme an, pro Jahr?) durch NO².
Das ist doch unverantwortlich!

Und ein Viertel Dieselfahrzeuge - welche für Asthmatiker besonders gefährlich sind (ohne jetzt Benziner schönreden zu wollen).

Eigentlich gehört auf jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ein Warnschild "Dieses Auto gefährdet die Gesundheit" / "Dieses Auto kann ... (?)krebs verursachen" usw.

Ich will mich gar nicht ausnehmen, habe selbst eines - aber auch um sich einen bewußteren und auch möglichst reduzierte Umgang damit anzugewöhnen. (Bin heute dann auch, da ich die Zeit hatte, gleich mal die meisten Erledigungen zu Fuß gegangen.)

Geändert von Cat-lin (17-02-2016 um 17:05 Uhr).
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Alt 17-02-2016, 17:14
Voltaire
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Zitat:
Zitat von Cat-lin Beitrag anzeigen
Eigentlich gehört auf jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ein Warnschild "Dieses Auto gefährdet die Gesundheit" / "Dieses Auto kann ... (?)krebs verursachen" usw.
Das Erstaunliche ist ja, dass man das Problem angeblich bei bestimmten VW-Modellen mit ein bisschen Software und einem Plastikteilchen im Luftfilter lösen können soll. Wenn es so einfach ist, ...

Geändert von Voltaire (17-02-2016 um 17:49 Uhr).
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Alt 17-02-2016, 20:53
Cat-lin
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Stimmt

Ein Insider ließ ja auch durchblicken, es läge nicht an der Technik, hinzukriegen sei es - bloß eben erheblich teurer.

Aber was ist langfristig gesehen teurer: Die ganzen Krankheits- und Behandlungskosten zu bezahlen (was dann allerdings der Allgemeinheit aufgeschultert wird) - ganz zu schweigen vom vorzeitigen Ende unbezahlbarer Leben?


Hier übrigens zu den angelaufenen Nachbesserungen bei VW:

http://www.radiobremen.de/fernsehen/...212-popup.html

https://www.facebook.com/autohauswar...291224385644:0

Geändert von Cat-lin (17-02-2016 um 20:55 Uhr).
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Alt 23-02-2016, 20:50
Cat-lin
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Zitat:
US-Behörden fordern von VW mehr Engagement für E-Mobilität

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Volkswagen soll laut "Welt am Sonntag" nach dem Willen der US-Umweltbehörde EPA mehr für den Ausbau der Elektromobilität in den USA tun. Bei den Gesprächen zur Lösung des Abgas-Skandals gehe es neben Strafzahlungen auch um Wiedergutmachung etwa über die Errichtung von Ladesäulen oder den Bau von E-Autos in den USA, schreibt das Blatt. Weder die EPA noch VW wollten sich zum Inhalt der nach wie vor laufenden Gespräche äußern. Beide Seiten verhandeln derzeit...
https://de.finance.yahoo.com/nachric...120000337.html

Geändert von Cat-lin (23-02-2016 um 20:52 Uhr).
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Alt 01-03-2016, 16:40
Cat-lin
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Zitat:
Abgas-Streit: Deutsche Umwelthilfe will Autobauer Daimler verklagen

STUTTGART (dpa-AFX) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will den Autobauer Daimler ... verklagen. Werbeversprechen für angeblich saubere, tatsächlich aber umweltschädliche Dieselmotoren seien irreführend ... Aussagen in Katalogen oder im Internet zu Stickoxid-Abgaswerten seien falsch, die hierbei erwähnte Abgasreinigung von bis zu 90 Prozent sei nur im Labor und nicht in Straßentests nachgewiesen. Eine Daimler-Sprecherin sagte, die Klage entbehre jeder Grundlage./wdw/DP/men
http://www.finanzen.net/nachricht/ak...klagen-4756714


Zitat:
Ein Autobesitzer in den USA hat Daimler verklagt, weil sein Auto bei niedrigen Temperaturen mehr Stickoxide ausstößt als erlaubt.

Mercedes C-Klasse: Ein Mercedes-Kunde hat den Konzern in den USA wegen zu hoher Abgaswerte verklagt.

Ein Autobesitzer hat den Konzern verklagt, weil sein Dieselfahrzeug bei Temperaturen von weniger als zehn Grad Celsius 65-mal so viel Stickoxid (NOx) ausstößt wie vom Gesetzgeber erlaubt.

... Der Konzern weist die Vorwürfe zurück: "Wir halten die Klage für unbegründet", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der DPA. Das Unternehmen werde die Unterlagen prüfen und sich zur Wehr setzen. Insbesondere streitet Daimler den Einsatz einer speziellen Software zur Manipulation der Abgasreinigung (ein so genanntes Defeat Device) ab...
http://www.automobilwoche.de/article...ler-in-den-usa
Zitat:
Daimler sieht sich weiterhin vom Abgasskandal nicht betroffen. Allerdings gibt es nun eine Sammelklage aus den USA. Alles in Ordnung, beteuern die Stuttgarter.

Stuttgart/Washington - Die US-Umweltbehörde EPA nimmt den Autobauer Daimler wegen Abgaswerten unter die Lupe. „Wir haben Mercedes kontaktiert und Testergebnisse für die amerikanischen Dieselmotoren eingefordert“, sagte EPA-Direktor Christopher Grundler ... Damit reagiert die Behörde auf eine US-Zivilklage von Mitte Februar...

Bisher kein Manipulationsvorwurf

Die EPA wirft Daimler bisher keine Manipulationen vor, solche Anschuldigungen richten sich nur gegen VW. Bei den Vorwürfen in der Zivilklage geht es um die Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen mit BlueTec-Dieselmotoren. Bei der Mercedes-C-Klasse gab es in der Vergangenheit bereits Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe - zuletzt, nachdem das niederländische Prüfinstitut TNO erhöhte Abgaswerte festgestellt hatte.

Verbraucherklagen kommen in den USA häufig vor. ...

Einrichtungen zur Abgaskontrolle sind in der Autobranche durchaus verbreitet - damit soll der Motor geschont werden. Sie sind den Autoherstellern in den USA auch nicht verboten. Allerdings müssen diese Programme bei der Zulassung der Fahrzeuge offengelegt und von den Behörden genehmigt werden.

http://www.stuttgarter-nachrichten.d...f634f7c9c.html

Geändert von Cat-lin (01-03-2016 um 16:48 Uhr).
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Alt 10-03-2016, 10:42
Cat-lin
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http://www.elektroniknet.de/halbleit...rtikel/128077/
Zitat:
...Jetzt wird natürlich spekuliert, ob auch andere Hersteller bei den Abgaswerten schummeln – die erklären aber bisher unisono, das sei nicht der Fall. Das ZDF-Magazin Frontal21 hatte im Dezember 2015 allerdings darauf hingewiesen, dass auch bei Fahrzeugen, die nicht aus dem VW-Konzern stammen, erhebliche Unterschiede zwischen den Messwerten auf dem Rollenprüfstand und im Straßenverkehr festgestellt wurden. Das schürt noch einmal den Verdacht, dass VW nicht der einzige Sünder ist. Das könnte aus der Sicht der Halbleiterhersteller zum deutlich größeren Problem werden...

Steht die Dieseltechnik vor dem Aus?


.. geht nicht davon aus, dass aufgrund des Dieselskandals weniger Autos gebaut werden. Die Frage sei vielmehr, ob sich die Marktanteile verschieben werden. ... dass es mittelfristig keinen Dieselmarkt mehr geben wird. Die USA hätten die Dieseltechnik noch nie gewollt, selbst in den besten Zeiten lag der Diesel-Marktanteil für Pkws in den USA bei lediglich 3 Prozent. Dasselbe gelte für China und Japan. Der gesamte Dieselmarkt spiele sich hauptsächlich in Europa ab, und dass dem so ist, führt .. primär auf die Politik der Unternehmen hinsichtlich ihrer Flottenfahrzeuge zurück: »In vielen Firmen gibt es Vorschriften, die besagen, dass Dieselfahrzeuge zu fahren sind, einfach weil diese Technik bei hohen Fahrleistungen einen Kostenvorteil darstellt«

Zitat:
... VW hat ein Problem, aber VW ist nicht das Problem. Die gesamte Automobilindustrie hat sich einem Generalverdacht ausgesetzt, den sie bislang nicht entkräften konnte. Für ihre Strategie, den Dieselmotor als klima- und umweltfreundliche Technologie zu vermarkten, kommen die hohen Real Driving Emissions (s.u.) einem Offenbarungseid gleich. Die Glaubwürdigkeit von VW, Daimler und Co. im Bereich Umweltschutz ist dahin. Das Ziel derAutomobilkonzerne, durch den Verkauf vieler Dieselmodelle die europäischen CO2-Flottengrenzwerte im Jahr 2020/21 einzuhalten, gerät durch Dieselgate in Gefahr...

Welche Hersteller sind betroffen?
Neben VW wurden bei Nachmessungen von Frontal 21 und von TNO u.a. auch Mercedes, BMW, Opel und Renault unter Realbedingungen auffällig. Bei einer Mercedes C-Klasse in der modernsten Euro-6-Version wurden bei Messungen auf der Straße Spitzenwerte von bis zu 2000 Milligramm Stickoxid pro Kilometer gemessen, was einen bis zu 40-fach höheren Ausstoß als auf dem Rollenprüfstand darstellt.
Die Messungen erfolgten bei Stadtgeschwindigkeiten und einer Außentemperatur von sieben bis zehn Grad Celsius, was den Jahresdurchschnittstemperaturen etwa der Stadt Stuttgart entspricht. Daimler gibt offen zu, dass das Abgas-Regelungssystem des untersuchten Diesel-Fahrzeugs über einen "Mechanismus" verfüge, der die Abgasnachbehandlung je nach Bedingungen wie Außentemperaturen und Lastzuständen unterschiedlich regelt, um Motorbauteile zu schützen.

Wie "clean" können Dieselautos überhaupt sein?

Ein nach gesetzlichem Stickoxid-Grenzwert "sauberer" Diesel ist möglich - wenn auch mit erheblichem Aufwand und nicht CO2-neutral.

Die Reinigung von Dieselabgasen erfolgt in drei Schritten: Innermotorische Maßnahmen, Partikelfilter zur Rußreduktion und NOx-Reduktion durch Speicherkatalysatoren oder die Einspritzung von chemischem Harnstoff (sog. AdBlue).

Für die Automobilindustrie ergeben sich allerdings einige Herausforderungen: für eine effektive Abgasnachbehandlung muss im Fahrzeug Platz für einen zusätzlichen Tank und die Zuleitung geschaffen werden, zudem sind Anpassungen bei Einspritzanlage und Motorelektronik vonnöten.
Der Einsatz eines NOx-Speicherkats führt zu etwas mehr Spritverbrauch.

Insgesamt ist die Abgasnachbehandlung mit einem finanziellen Aufwand von etwa 400 Euro pro Fahrzeug verbunden. Die Kosten für die regelmäßig nachzufüllende AdBlue-Flüssigkeit selbst sind zu vernachlässigen. Im Lkw-Bereich ist der Einsatz von AdBlue mittlerweile Standard.

http://www.gruene-bundestag.de/filea...dieselgate.pdf

Geändert von Cat-lin (10-03-2016 um 10:58 Uhr).
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Alt 18-03-2016, 17:36
Cat-lin
Lotta vom Hocka
 
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"Opel und Smart überschreiten Abgasgrenzwerte...
Zitat:
...selbst bei offiziellen Messungen / Greenpeace erzwingt Veröffentlichung der behördlichen Nachtest-Ergebnisse

Hamburg, 18. 3. 2016 - Autos der Marken Opel und Smart überschreiten bei offiziellen Messungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) den Stickoxid-Grenzwert für die Typenzulassung.

Nach den Greenpeace vorliegenden Ergebnissen der vom KBA durchgeführten Abgasnachtests zeigen sowohl Opel Astra 2.0l als auch Smart Fortwo 0.8l zu hohe Werte. "Die staatliche Zulassungsstelle belegt, dass mindestens zwei Autos nicht mal den offiziellen Abgastest bestehen...

Greenpeace hat die Veröffentlichung der KBA-Testergebnisse mit einer Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) erzwungen. Die Ergebnisse zeigen die Abgaswerte von 53 Fahrzeugmodellen im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), die das KBA bereits im vergangenen Jahr durchführte.

Dieser Testzyklus auf dem Rollenprüfstand muss bestanden werden, um eine Typenzulassung in der Europäischen Union zu erhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Smart die Euro 5 Norm um rund acht Prozent und der Opel um rund vier Prozent überschreitet . Unklar ist das Ergebnis eines Peugeot 308 SW 1.6l, der offenbar zwei Mal gemessen wurde: Einmal lag das Ergebnis über dem Euro 6 Grenzwert einmal deutlich darunter. Die vollständigen Testergebnisse: http://gpurl.de/YkNnz

Kraftfahrt-Bundesamt muss auch Ergebnisse der Straßentest veröffentlichen
Das Kraftfahrt-Bundesamt führte im vergangenen Herbst Messungen auf dem Rollenprüfstand und auf der Straße durch. Bislang sind durch die UIG-Anfrage von Greenpeace lediglich die NEFZ-Daten veröffentlicht worden...

Rollentests nach dem NEFZ-Verfahren stehen seit Jahren in der Kritik. Die Bedingungen dieses Testzyklus' haben kaum mehr etwas mit realen Fahrbedingungen zu tun. Entsprechend weit liegen die offizielle Werte und Messergebnisse auf der Straße auseinander. "Wenn Autos selbst den idealisierten Labortest nicht bestehen, wird der Ausstoß auf der Straße vermutlich verheerend sein. Dobrindt muss endlich sicherstellen, dass Autos auf der Straße sauberer werden", so Riedl."
https://www.ptext.de/nachrichten/ope...-erzwi-1073328
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Alt 22-03-2016, 17:58
Cat-lin
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Umweltschützer behauptet: Umfangreiche Hinweise auf mögliche Abschalteinrichtungen beim Opel Zafira, Renault Espace, Fiat 500x, Mercedes-Benz C 200 CDI und C 220 CDI und nun Smart Diesel".

http://www.finanznachrichten.de/nach...tal-an-015.htm

Zitat:
...Die Umwelthilfe wirft dem Minister (Dobrindt) vor, die Interessen der Wirtschaft vor die Gesundheit der Bürger zu stellen. Dabei sei die mit Feinstaub und Stickoxiden belastete Luft die Ursache von 10.000 Todesfällen im Jahr, so Verbandschef Resch.

Die DUH kämpft seit vergangenem Jahr bisher ohne Erfolg um die Veröffentlichung der Testergebnisse. Die Umweltschützer präsentierte nun eine komplett geschwärzte Akte des Kraftfahrtbundesamtes zur Causa Volkswagen. Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte der Offenlegung zwar zugestimmt, allerdings wurden die 581 Seiten nahezu vollständig unleserlich gemacht. "Dass wir derart verhöhnt werden. In dieser Akte finden sich keinerlei Aussagen", empörte sich Resch.

Die Umwelthilfe versucht mit eigenen Überprüfungen, die Automobilkonzerne unter Druck zu setzen. Als dreckigen Stinker identifizierte die DUH nun einen Smart Diesel von Daimler, der nach ihren Testergebnissen viermal so viel Stickoxide in die Luft bläst wie der Actros-Lkw des selben Herstellers.

... kommt zu dem Schluss, dass viele Autohersteller illegale Abschalteinrichtungen verbaut haben, um in den Labortests die Bedingungen für die Zulassungsgenehmigung erfüllen zu können. "Wir haben umfangreiche Hinweise auf mögliche Abschalteinrichtungen beim Opel Zafira, Renault Espace, Fiat 500x, Mercedes-Benz C 200 CDI und C 220 CDI und nun Smart Diesel", behauptete der Umweltschützer.
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