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#91 Direktlink zu diesem Beitrag
Alt 11-06-2016, 18:57
Lieb-Ellchen
Member
 
Registriert seit: 05-2014
Zitat:
Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
Du weißt doch, was ein Zitat ist. Ich stelle gar keine Zahlen gegenüber.
Ich zitiere aus einem Kommentar, der eine unbelegte Zahl nennt.
Also einfach mal so zitiert, auch wenn es unbelegt ist? Das hätte ich von dir gar nicht erwartet?

Zitat:
Du wiederum zitierst aus einer Quelle, die sich in keiner Weise damit beschäftigt, wie viele Sexualstraftaten gänzlich unverfolgt bleiben, weil sie gar nicht erst angezeigt werden und suggerierst so, dass Männer unberechtigte Anzeigen zu fürchten hätten, Frauen haben keine sexuellen Angriffe.
Ich suggeriere überhaupt nichts. Die verlinkten Artikel dienen als Informationsquellen, die sich seriös mit der Materie befassen. Die Seiten beleuchten das halt nicht so einseitig wie z.B. deine Quelle.

Zitat:
Ja. Aber das ist in meinen Augen ziemlich zweitrangig in einer Welt, in der fast jede Frau, die ich kenne, schon sexuell attackiert wurde und in der kaum Anzeigen begangener Taten erfolgen.
Täterschutz ist mir kein Anliegen in einer Welt, in der Frauen bei Anzeige von sexuellem Missbrauch reflexartig der Lüge verdächtigt werden, während so viele Männer sich in ihrem Leben schon an Frauen vergangen haben.
Ich finde es nicht zweitrangig, wenn man ein Leben wegen falscher Beschuldigung zerstört.

Dass man den Frauen reflexartig nicht glaubt, halte ich für Unsinn. Aber dennoch ist es für die Ermittler und Gutachter wichtig, die Glaubwürdigkeit der Schilderungen zu überprüfen. Wenn keine Zeugen oder äußerliche Spuren vorhanden sind, ist die Beweislage immer schwierig. Und wenn es nicht zu beweisen ist, muss es Freispruch geben.
Lieb-Ellchen ist offline   Mit Zitat antworten
#92 Direktlink zu diesem Beitrag
Alt 11-06-2016, 19:09
vergas
Und Zack! Wieder unbeliebt gemacht
 
Benutzerbild von vergas
 
Registriert seit: 11-2007
Zitat:
Zitat von Lisa Simpson Beitrag anzeigen
Und: diese Gedankenmuster spielen sehr weit eine Rolle.
Nicht nur der kurze Rock, das Image, dass man betrunken ist/war. Dass man mehrere oder viele Sexpartner hatte. Ob man öffentlich Sex hatte. Dummerweise hatte Gl Lohfink schon mal ein Sexvideo veröffentlicht. Tja dummerweise, schreibe ich nun, aber so was darf doch keine Auswirkungen auf ein Urteil haben.
Hatte das denn Auswirkungen?

Und noch eine Frage: Hat einer von euch das Video gesehen? Ich frage deshalb, weil im SPON-Forum einige Schreiber es wohl gesehen haben und eher zu dem Schluss kommen, dass keine Vergewaltigung zu erkennen ist.
vergas ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11-06-2016, 19:09
Perrier
Schwanz drüber... 420
 
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Registriert seit: 10-2005
Zitat:
Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
Dass man den Frauen reflexartig nicht glaubt, halte ich für Unsinn. Aber dennoch ist es für die Ermittler und Gutachter wichtig, die Glaubwürdigkeit der Schilderungen zu überprüfen. Wenn keine Zeugen oder äußerliche Spuren vorhanden sind, ist die Beweislage immer schwierig. Und wenn es nicht zu beweisen ist, muss es Freispruch geben.
Nein, es ist kein Unsinn, sondern die Erfahrung von vielen Frauen. Wieso impliziert denn bei Dir das Thema "Gewalt gegen Frauen" gleich Falschbeschuldigungen? Dieser Gedanke liegt Dir also auch nicht fern.
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Alt 11-06-2016, 19:13
Lisa Simpson
So ist das nun mal
 
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Registriert seit: 05-2004
Zitat:
Zitat von vergas Beitrag anzeigen
Hatte das denn Auswirkungen?

Und noch eine Frage: Hat einer von euch das Video gesehen? Ich frage deshalb, weil im SPON-Forum einige Schreiber es wohl gesehen haben und eher zu dem Schluss kommen, dass keine Vergewaltigung zu erkennen ist.
Nein, ich habe das Video nicht gesehen.
Ich schaue mir so etwas grundsätzlich nicht an. Das ist aus meiner Sicht aber auch nicht notwendig, wenn es derart beschrieben bei Spon und Stern steht. Ich bin sogar froh, dass es wenigstens zum Teil gelöscht wurde und nicht noch mehr "Profiler" unterwegs sind, um ihre Meinung damit in welcher Richtung auch immer zu untermauern.
Lisa Simpson ist offline   Mit Zitat antworten
#95 Direktlink zu diesem Beitrag
Alt 11-06-2016, 19:51
Lieb-Ellchen
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Registriert seit: 05-2014
Zitat:
Zitat von Perrier Beitrag anzeigen
Nein, es ist kein Unsinn, sondern die Erfahrung von vielen Frauen. Wieso impliziert denn bei Dir das Thema "Gewalt gegen Frauen" gleich Falschbeschuldigungen? Dieser Gedanke liegt Dir also auch nicht fern.
Vielleicht weil Mausophon diese Zahl von 1:139 ins Spiel gebracht hat?

Und weil mir die ganze Sache hier viel zu einseitig diskutiert wurde.
Lieb-Ellchen ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11-06-2016, 20:08
bammbamm
Member
 
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Registriert seit: 07-2015
Zitat:
Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
Wie recht du hast. Aber anders als du denkst

http://www.zeit.de/2012/28/Arnold-Justizirrtum
nö ist nicht anders als ich denke. im gegensatz zu manchen hier bin ich mir durchaus bewusst das ein vergewaltigungsvorwurf als waffe eingesetzt werden kann (und auch wird) und ein verhältniss von 1:135 find ich sogar erschreckend hoch (wobei die zahl völlig nichtssagend ist) da eben wirklichen opfern die glaubwürdigkeit genommen wird. tatsache ist das eine vergewaltigung nur sehr schwer nachzuweisen ist da sie meist unter ausschluss von zeugen stattfindet, gerade deswegen ist es so wichtig danach so schnell wie möglich "beweise sichern" zu lassen auch wenns ganz furchtbar unangenehm ist, das sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. das man nur auf jemand zeigen muss und eine schlimme behauptung auszusprechen kann und darf nicht genug sein für eine verurteilung, das reicht bei keiner anderen straftat und darf es hier auch nicht.....aus gutem grund.

im fall von gina lisa gab es aber einen beweis und trotzdem ist es so gelaufen wie es nun gelaufen ist und das ist nicht entschuldbar. in anderen nachgewiesenen fällen (nicht nur vergewaltigungen) sind die strafen lächerlich und das strafmass wird nichtmal annähernd ausgeschöpft.

@proteus
irgendwo anders stand zu lesen (finde gerade die quelle nicht) das die geldstrafe für das verbreiten des videos irgendwas um die 1500 euro war, was auch wiederrum ein witz in sich selber ist
bammbamm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11-06-2016, 20:09
Django78
Der Mann mit dem Sarg
 
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Ort: Seattle 2077
"Wenn es derart beschrieben bei Spiegel und Stern steht"

Da erübrigt sich doch jede weitere Diskussion...
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Alt 11-06-2016, 20:20
zai-feh
unregistriert
 
Zitat:
Zitat von Lisa Simpson Beitrag anzeigen
Ich zitiere noch einmal aus dem Artikel:



Wenn man K.O.Tropfen / und oder zu viel getrunken hat und man sich nicht mehr körperlich wehren kann, dann ist es anscheinend keine Vergewaltigung.
Und da haben die Richter die zweite Hälfte vergessen. Es ist nämlich eine schutzlose Lage.
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Alt 11-06-2016, 20:57
Perrier
Schwanz drüber... 420
 
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Zitat:
Zitat von bammbamm Beitrag anzeigen
nö ist nicht anders als ich denke. im gegensatz zu manchen hier bin ich mir durchaus bewusst das ein vergewaltigungsvorwurf als waffe eingesetzt werden kann (und auch wird)
Wem hier ist das Deiner Meinung nach nicht bewußt?
Ich glaube, Du irrst Dich. Das dürfte jedem bewußt sein.

Aber darum sollte es in diesem Thread doch wohl nicht gehen. Finde ich zumindest mehr als vermessen.
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Alt 11-06-2016, 21:00
spector
normaler User, der irgendwelche Rechte hat
 
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Ort: Düsseldorf
Zitat:
Zitat von Perrier Beitrag anzeigen
Nein, es ist kein Unsinn, sondern die Erfahrung von vielen Frauen. Wieso impliziert denn bei Dir das Thema "Gewalt gegen Frauen" gleich Falschbeschuldigungen? Dieser Gedanke liegt Dir also auch nicht fern.
Hallo, Perrier. Mich verunsichert an der Diskussion immer, das der Eindruck entsteht, an jeder zweiten Straßenecke fände eine Vergewaltigung statt. Das ist Unsinn und vernichtet den Diskurs.
spector ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-06-2016, 21:05
Lisa Simpson
So ist das nun mal
 
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Zitat:
Zitat von Django78 Beitrag anzeigen
"Wenn es derart beschrieben bei Spiegel und Stern steht"

Da erübrigt sich doch jede weitere Diskussion...
Warum? Soll nun jeder googlen und sich diese Demütigung auch noch ansehen und damit weiter für Klicks und Umsatz auf Kosten des Opfers sorgen?
Lisa Simpson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-06-2016, 21:07
Django78
Der Mann mit dem Sarg
 
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Registriert seit: 01-2014
Ort: Seattle 2077
Zitat:
Zitat von Lisa Simpson Beitrag anzeigen
Warum? Soll nun jeder googlen und sich diese Demütigung auch noch ansehen und damit weiter für Klicks und Umsatz auf Kosten des Opfers sorgen?
Die Zeitung hats geschrieben und darum muss das stimmen!

Ehrlich? So bist Du? Hätt ich eigentlich nicht gedacht
Django78 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-06-2016, 21:10
Lisa Simpson
So ist das nun mal
 
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Registriert seit: 05-2004
Zitat:
Zitat von Django78 Beitrag anzeigen
Die Zeitung hats geschrieben und darum muss das stimmen!

Ehrlich? So bist Du? Hätt ich eigentlich nicht gedacht
Ohne Kommentar zu deinem Post, aber dafür noch mal der Link:


Spon zum Thema der mutmaßlichen Vergewaltigung von Gina-Lisa Lohfink und dem Umgang damit von Pornhub..

Geändert von Lisa Simpson (11-06-2016 um 21:13 Uhr).
Lisa Simpson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-06-2016, 21:20
Perrier
Schwanz drüber... 420
 
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Registriert seit: 10-2005
Zitat:
Zitat von spector Beitrag anzeigen
Hallo, Perrier. Mich verunsichert an der Diskussion immer, das der Eindruck entsteht, an jeder zweiten Straßenecke fände eine Vergewaltigung statt. Das ist Unsinn und vernichtet den Diskurs.
Entsteht bei Dir dieser Eindruck? Bei mir nicht. Ich persönlich habe glücklicherweise auch keinerlei Belästigungen* und auch selten unangenehme Sprüche und Blicke erlebt. Ist nicht der Rede wert, könnte man sagen. Wenn ich es mit vergleichbaren Erlebnissen meines Kerls vergleiche: Ups, da gibt es gar keine.

An jeder 200000. Straßenecke wäre auch zu viel. Und es wären immer noch überwiegend (harmlos ausgedrückt) Männer, die so etwas machen. Damit muß man als Mann, der mit so was nüscht am Hut hat, klar kommen. Und das kann man auch. Merke ich ja an meinem Kerl.


*Edit: korrigiere ich: es waren keine Situationen, aus denen nicht schnell und einfach herauszukommen war. Die Absichten sind wieder etwas anderes.

Geändert von Perrier (11-06-2016 um 21:24 Uhr).
Perrier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-06-2016, 03:06
Mausophon
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Zitat:
Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
Also einfach mal so zitiert, auch wenn es unbelegt ist? Das hätte ich von dir gar nicht erwartet?
Wie oft habe ich in den vergangenen 10 Jahren in diesem Forum seriöse Quellen zu diesem Thema zitiert?
Daran erinnerst du dich nicht, daran erinnert sich Proteus nicht. Der erinnert sich an den Lehrer Horst Arnold und denkt nicht einen Moment daran, dass allein die Tatsache, dass ihm der Lehrer Horst Arnold ein Begriff ist, dass er ihn mit Namen kennt, etwas darüber aussagt, dass seine Rezeption dieser Geschichte eine gänzlich andere ist als die der Fälle von Vergewaltigungen, die nicht verfolgt werden, die nie zur Anzeige kommen.
Der Lehrer Horst Arnold hat weiß Gott genug an medialer Aufmerksamkeit erfahren.
Hat der Lehrer Horst Arnold sich einmal die Frage gefallen lassen müssen, was er denn dazu getan hat, um die Frau Heidi zu ihrem Verhalten zu provozieren? Das hat doch sicher nicht einfach so getan.
Der Lehrer Horst Arnold hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag bekommen.
Wie viele Namen von Vergewaltigungsopfern, die nie Gerechtigkeit erfahren haben, kennst du, Proteus, und wie viele haben eine Wikipedia-Eintrag?

Zitat:
Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
Ich suggeriere überhaupt nichts. Die verlinkten Artikel dienen als Informationsquellen, die sich seriös mit der Materie befassen. Die Seiten beleuchten das halt nicht so einseitig wie z.B. deine Quelle.

Die von dir mit dem Link http://www.strafakte.de/sexualstrafr...-taeter-opfer/
zitierte Quelle formuliert:

"Mit anderen Worten: Ja – mehr als die Hälfte aller angezeigten Sexualstraftaten in Bayern sind falsch (vorgetäuscht)2 – aber wir können nicht gegen die Anzeigeerstatter(innen) ermitteln, weil es am Anfangsverdacht3 fehlt. "

Damit erweist sie sich als höchstgradig unseriös.
Wie kommen die Herren Ermittler denn zu dem Schluss, dass es sich um falsch Verdächtigungen handelt, wenn sie nicht einmal einen Anfangsverdacht haben?
Auf Wikipedia finden wir zu eben dieser Studie die Aussage:

"Laut der Studie ist „[Der] Tatnachweis für ein Vortäuschen oder eine falsche Verdächtigung aber insbesondere deshalb meist nicht zu führen, weil ein Geständnis des angeblichen Opfers nicht vorliegt. Trotz vieler Inkonstanzen in den Zeugenaussagen und dem Vorliegen weiterer Kriterien, welche die Glaubwürdigkeit in Frage stellen, bleibt letztendlich die Aussage des angeblichen Opfers neben der des von ihm Beschuldigten stehen; andere Personen- oder Sachbeweise liegen in ausreichender Beweiskraft in der Regel nicht vor. Anzeige erstattet wird in diesen Fällen fast ausschließlich wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung und nicht wegen Vortäuschens oder falscher Verdächtigung.[61] [...] die Einstellungsquote nach § 170 II StPO durch die Staatsanwaltschaft [liegt] bei den als Vergewaltigung oder sexueller Nötigung angezeigten Vorfällen bei deutlich über 50 Prozent. Die Beweislage ist oft schlecht, ein „hinreichender Tatverdacht“ gegen den Beschuldigten lässt sich nach Abschluss der Ermittlungen nicht begründen, weil unbeteiligte Zeugen meist ebenso fehlen wie verwertbare Tatspuren. Deshalb unterbleibt bis auf wenige Ausnahmen auch eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat bzw. falscher Verdächtigung, selbst wenn in dem einen oder anderen Fall der Verdacht für das Vorliegen eines dieser Delikte nahe liegt.“[62]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Vergew...#Deutschland_2
mit Verweis auf Erich Elsner, Wiebke Steffen: Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in Bayern. Opferrisiko, Opfer- und Tatverdächtigenverhalten, polizeiliche Ermittlungen, justizielle Erledigung, 1. Auflage. Bayerisches Landeskriminalamt, München 2005, ISBN 3-924400-16-4. PDF Seite 157 / Kap. 5.1

Was heißt das?
Es heißt, dass deutlich mehr als die Hälfte der Anzeigen in Bezug auf die genannten Sexualstraftaten mit Verfahrenseinstellungen endet, weil keine Zeugen vorhanden sind und weil auch sonst der Nachweis der Straftat nicht erbracht werden kann!
Es heißt ferner, dass die Ermittler die Aussagen der anzeigenden Frauen häufig als inkonsitent bewerten, dass sie aber seltenst keinerlei valide Anhaltspunkte für Falschbeschuldigungen finden, so dass nicht einmal der Anfangsverdacht einer Straftat gegeben ist und deshalb keine Ermittlungen gegen die betreffenden Frauen eingeleitet werden.

" Repräsentative Studien in den USA fanden, dass 15 bis 25 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal vergewaltigt werden.[32]"
Zitat: https://de.wikipedia.org/wiki/Vergew...#Deutschland_2
mit Verweis auf D. G. Kilpatrick, C. L. Best: Sexual assault victims: data from a random national probability sample. 36th Annual Meeting of the Southeastern Psychological Association, Atlanta (Georgia) 1990."
https://de.wikipedia.org/wiki/Vergew...#Deutschland_2

"In einer 2005 im Auftrag des britischen Innenministeriums durchgeführten Untersuchung wurden 2.643 Anzeigen wegen Vergewaltigung untersucht. Davon wurden 8 Prozent von Polizeibeamten als Falschbeschuldigungen klassifiziert. Das Forscherteam stellte jedoch fest, dass viele dieser Klassifikationen gegen die offiziellen Kriterien zur Bestimmung falscher Anschuldigungen verstießen und lediglich auf den persönlichen Meinungen der Polizisten beruhten. Nach näherer Analyse und Anwendung der Home-Office-Richtlinien schrumpfte der Anteil der Falschbeschuldigungen auf 3 Prozent. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass in der Polizei weiterhin ein Misstrauenklima gegenüber Vergewaltigungsopfern herrsche und die Häufigkeit von Falschbeschuldigungen überschätzt werde. Außerdem bestünde die Tendenz, falsche Anschuldigungen mit Rücknahmen von Anzeigen zu vermischen, ganz so als ob in diesen Fällen keine sexuellen Übergriffe stattgefunden hätten.[60]


Zitat:
Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
Ich finde es nicht zweitrangig, wenn man ein Leben wegen falscher Beschuldigung zerstört.
Wenn die bloße Möglichkeit, dass so etwas geschehen könnte, immer wieder als Vorwand dafür herhalten muss, dass Gewalttaten nicht verfolgt werden, finde ich es sogar drittrangig.

Zitat:
Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
Dass man den Frauen reflexartig nicht glaubt, halte ich für Unsinn. Aber dennoch ist es für die Ermittler und Gutachter wichtig, die Glaubwürdigkeit der Schilderungen zu überprüfen. Wenn keine Zeugen oder äußerliche Spuren vorhanden sind, ist die Beweislage immer schwierig. Und wenn es nicht zu beweisen ist, muss es Freispruch geben.
Dann befass dich doch einfach mal ernsthaft mit dem Thema.
"Genaue Zahlen sind aufgrund einer hohen Dunkelziffer nicht bekannt. Eine Bevölkerungsbefragung in Deutschland ergab, dass 8,6 Prozent der befragten Frauen mindestens einmal im Leben Opfer einer Vergewaltigung, sexuellen Nötigung oder eines entsprechenden Versuchs waren.[31]"
Zitat: https://de.wikipedia.org/wiki/Vergew...#Deutschland_2
mit Verweis auf Wetzels, C. Pfeiffer: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen im öffentlichen und privaten Raum. In: Materialien zur Frauenpolitik. Band 48. BMFSFJ, Bonn 1995.


Guck dir die neuere Studie des BMFSFJ an, die ich verlinkt habe.

Wenn man sich die Zahl von 8,6 % ansieht, dann scheint sie im Vergleich mit Studien aus anderen Ländern, auch mit der eingangs in diesem Thread verlinkten Studie des BMFSFJ sehr niedrig angesiedelt.
Legt man die Zahl dennoch einmal zugrunde, dann muss man bei einer Bevölkerungszahl von 80.000.000 bei einem angenommenen Frauenanteil von 50 % von 3.440.000 Personen ausgehen, die im Laufe eines durchschnittlich rund 80 Jahre währenden Lebens die genannten Formen sexueller Gewalt erleiden. 2013 wurden in Deutschland 7.408 Fälle von Vergewaltigung oder schwerer sexueller Nötigung angezeigt. https://de.wikipedia.org/wiki/Vergew...#Deutschland_2
In 80 Jahren wären das 592.640 amgezeigte Fälle. Verhältnis: 1:6

"Es wird angenommen, dass die Dunkelziffer von Vergewaltigungen zwei- bis hundertfach so hoch wie die Zahl der polizeilichen Meldungen ist.[35][36]"
mit Verweis auf D. Finkelhor, K. Yllo: Vergewaltigung in der Ehe: Eine soziologische Perspektive. In: J. Heinrichs (Hrsg.): Vergewaltigung – die Opfer und die Täter. Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1986, S. 65–75.
Susanne Heynen: Vergewaltigung. In: Dirk Bange, Wilhelm Körner (Hrsg.): Handwörterbuch Sexueller Missbrauch. Göttingen 2002, S. 697–705.
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