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Alt 24-06-2005, 13:52
Elaine
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Spielberg hat das doch sehr unterstützt. Du meinst nicht, dass man Themen z.B. christlich auslegen kann? Aber letztlich ist das für mich vielleicht tatsächlich unerheblich, die Scientologen sind mir egal.
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Alt 24-06-2005, 13:58
Frosch17
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Zitat von Nichdimama Beitrag anzeigen
Spielberg hat das doch sehr unterstützt. Du meinst nicht, dass man Themen z.B. christlich auslegen kann?
Ich schrieb was von Hauptdarsteller. Ich dachte, das wäre Tom Cruise. Wär mir neu, dass Spielberg Scientologe ist. Was genau hat er denn eigentlich unterstützt.

Zitat:
Aber letztlich ist das für mich vielleicht tatsächlich unerheblich, die Scientologen sind mir egal.
Das wär mir nicht egal. Wenn das Buch beispielsweise von einem Scientologen ist und das Ganze zu einer Werbeveranstaltung ausartet, dann würde ich mir den Film schenken.
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Alt 24-06-2005, 14:06
Elaine
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Zitat von Frosch17 Beitrag anzeigen
Ich schrieb was von Hauptdarsteller. Ich dachte, das wäre Tom Cruise. Wär mir neu, dass Spielberg Scientologe ist. Was genau hat er denn eigentlich unterstützt.
Ich weiß, dass du vom Hauptdarsteller geschrieben hast und ich weiß auch, dass das nicht Spielberg ist. Aber Spielberg hat in einigen Interviews (ich glaube im Spiegel oder in der Süddeutschen) die Scientologenzelte am Set sehr verteidigt. Ich hab keine Ahnung, wie er zu Scientology steht, aber ganz sicher nicht negativ.
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Alt 24-06-2005, 14:13
Frosch17
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Zitat von Nichdimama Beitrag anzeigen
Ich weiß, dass du vom Hauptdarsteller geschrieben hast und ich weiß auch, dass das nicht Spielberg ist. Aber Spielberg hat in einigen Interviews (ich glaube im Spiegel oder in der Süddeutschen) die Scientologenzelte am Set sehr verteidigt.
Ach, die waren vor Ort? Wozu das denn?

Zitat:
Ich hab keine Ahnung, wie er zu Scientology steht, aber ganz sicher nicht negativ.
Da muss ich Dir zustimmen. Das nehme ich in dem Fall dann auch nicht an.
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Alt 25-06-2005, 00:40
Bigfried1
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Zitat:
Zitat von Frosch17 Beitrag anzeigen
Ich kann mir das echt nicht vorstellen. Haben die den Film mitproduziert oder was? Oder worauf soll sich dieser Anspruch begründen?
Tom hat sich vertraglich 10% von jeder Karte zusichern lassen. Natürlich könntest Du jetzt behaupten, er würde nix an seine quasikriminelle Sekte abgeben, aber... sorry, Dein Wort ist mir zu wenig. In diesem Fall!

Aber ihr, die ihr die Scient...dings unterstützen wollt, fragt doch mal beim Finanzamt nach, ob die Kinokarte als Spendenbeleg angerechnet wird.
Bigfried1 ist offline  
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Alt 25-06-2005, 00:50
Frosch17
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Zitat von Bigfried1 Beitrag anzeigen
Tom hat sich vertraglich 10% von jeder Karte zusichern lassen. Natürlich könntest Du jetzt behaupten, er würde nix an seine quasikriminelle Sekte abgeben, aber... sorry, Dein Wort ist mir zu wenig. In diesem Fall!
Das ist doch dann aber das Geld von Tom Cruise. Was der mit seiner Gage macht, bleibt doch voll und ganz ihm überlassen. Es kann natürlich gut sein, dass Scientology indirekt an Deinem Kinobesuch verdienen wird.

Zitat:
Aber ihr, die ihr die Scient...dings unterstützen wollt, fragt doch mal beim Finanzamt nach, ob die Kinokarte als Spendenbeleg angerechnet wird.
Ist Cruise auch anteilig an den DVDs beteiligt?
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Alt 25-06-2005, 01:09
Bigfried1
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Die verdienen nix an meinem Kinobesuch! Ich dachte, ich hätte ganz klar geschrieben: Ich geh da nicht rein! Egal ob der Film spannend oder öd, gut oder schlecht, interessant oder sonstwas ist... - die Sekte kriegt von mir keinen Cent!

Ich wär auch in keinen Riefenstahl Film gegangen, wenn ich gewußt hätte, das 10% des Eintrittspreises an die NSD...


PS. Und so, wie Tom mit Hubard-Jüngern rumspinnt (Zwangskurse für die Filmschaffenden usw.) kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass er sich ihnen gegenüber großzügig verhalten wird.
Bigfried1 ist offline  
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Alt 25-06-2005, 01:14
Frosch17
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Zitat:
Zitat von Bigfried1 Beitrag anzeigen
Die verdienen nix an meinem Kinobesuch! Ich dachte, ich hätte ganz klar geschrieben: Ich geh da nicht rein!
Stimmt. Sorry. Das war sprachlich falsch. "Verdienen würde", nicht "verdienen wird".

Zitat:
PS. Und so, wie Tom mit Hubard-Jüngern rumspinnt (Zwangskurse für die Filmschaffenden usw.) kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass er sich ihnen gegenüber großzügig verhalten wird.
Dass da Geld fließt, denke ich auch. Inwiefern gab es denn Zwangskurse für Filmschaffende?
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Alt 25-06-2005, 08:40
forrestgump
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Zitat von Bigfried1 Beitrag anzeigen
Die verdienen nix an meinem Kinobesuch! Ich dachte, ich hätte ganz klar geschrieben: Ich geh da nicht rein! Egal ob der Film spannend oder öd, gut oder schlecht, interessant oder sonstwas ist... - die Sekte kriegt von mir keinen Cent!
na ja, dann dürfte ich ja in keinen film mehr gehen, da ich ja nie genau wissen kann, welcher schauspieler, regisseur oder drehbuchschreiber teile seines einkommens an organisationen spendet, die ich persönlich nicht unterstützen würde - und da gäbe es eine ganze menge!
es ist ja nicht immer so publik und öffentlich, wie z.b. bei tom cruise!

und wenn tom-cruise-filme im fernsehen laufen, schaust du dir sie dann auch nicht an?
konsequenterweise müsstest du ja dann auch prozentual deine gez-gebühren kürzen in dem monat!

ich freue mich auf den film und werde ganz unbelastet 2 stunden lang einen steven-spielberg-film geniessen!
forrestgump ist offline  
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Alt 25-06-2005, 08:53
berthad
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Zitat von Nichdimama Beitrag anzeigen
Ich weiß, dass du vom Hauptdarsteller geschrieben hast und ich weiß auch, dass das nicht Spielberg ist. Aber Spielberg hat in einigen Interviews (ich glaube im Spiegel oder in der Süddeutschen) die Scientologenzelte am Set sehr verteidigt. Ich hab keine Ahnung, wie er zu Scientology steht, aber ganz sicher nicht negativ.
Im Spiegel war's: hier
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Alt 25-06-2005, 11:16
Jaspis
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Am Anfang stand das Hörspiel. Vor ein paar Jahren habe ich mal eine sehr gute deutsche Adaption gehört, das war schon sehr verstörend. Die Verfilmung war auch okay, aber mit dem Hörspiel hat Orson Welles wirklich Geschichte geschrieben.

Die Szenen der britischen Verfilmung haben mir gut gefallen. Wahrscheinlich werden wir aber auf die DVD-Veröffentlichung warten müssen. Kann mir nicht vorstellen, dass der Film einen Verleiher in Deutschland findet.

Was die Spielberg-Produktion angeht, bin ich noch zu keiner rechten Meinung gekommen. Tom Cruise mag ich nicht besonders, seinetwegen gehe ich sicherlich nicht ins Kino. Und Spielberg kann auch sehr pathetisch sein. Bestimmt sehen die Marsianer wieder aus wie Gestapo-Leute.
Mir gibt zu denken, dass es keine Presse-Preview gegeben hat. Das passiert normalerweise nur, wenn der Verleih Angst hat, miese Vorab-Kritiken zu bekommen. So nutzt man die derzeitige Hype, damit wenigstens am Startwochenende die Kinos voll sind.

Btw, dieser Scientology-Missionarseifer, den Cruise neuerdings an den Tag legt, ist mir zuwider. Wo kommen wir denn dahin, wenn demnächst die Stars darüber bestimmen, welche Religion oder sonstige Idee unters Filmvolk gebracht werden!
Jaspis ist offline  
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Alt 25-06-2005, 11:48
Bigfried1
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Zitat von forrestgump Beitrag anzeigen
na ja, dann dürfte ich ja in keinen film mehr gehen, da ich ja nie genau wissen kann, welcher schauspieler, regisseur oder drehbuchschreiber teile seines einkommens an organisationen spendet, die ich persönlich nicht unterstützen würde - und da gäbe es eine ganze menge!
es ist ja nicht immer so publik und öffentlich, wie z.b. bei tom cruise!

und wenn tom-cruise-filme im fernsehen laufen, schaust du dir sie dann auch nicht an?
konsequenterweise müsstest du ja dann auch prozentual deine gez-gebühren kürzen in dem monat!

ich freue mich auf den film und werde ganz unbelastet 2 stunden lang einen steven-spielberg-film geniessen!
Oberflächlich gesehen hast Du natürlich Recht. Bei anderen Filmen/Schauspielern kann man nicht wissen, was mit dem Geld geschieht. ABER: Hier schon! Tom wird sein - reichliches - Scherflein an seine quasikriminelle Sekte abdrücken. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Und deshalb kann man, in diesem Fall, auch etwas dagegen tun. Nämlich nicht in den Film reingehen.
Leider werden es sich viele Leute so einfach machen, wie Du. Nun, zumindest werdet ihr nicht sagen können, ihr hättet es nicht gewußt. Und wenn Du bewußt Dein Geld einer obskuren und fragwürdigen Sekte zur Verfügung stellst... ich kann Dich (offenbar) nicht daran hindern.
Bigfried1 ist offline  
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Alt 25-06-2005, 15:39
Claude
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Zitat von forrestgump Beitrag anzeigen
na ja, dann dürfte ich ja in keinen film mehr gehen, da ich ja nie genau wissen kann, welcher schauspieler, regisseur oder drehbuchschreiber teile seines einkommens an organisationen spendet, die ich persönlich nicht unterstützen würde - und da gäbe es eine ganze menge!
es ist ja nicht immer so publik und öffentlich, wie z.b. bei tom cruise!
Naja - Tom Cruise ist schon was besonderes. Er ist Scientology-Botschafter und hatte z.B. auf dem KdW-Set eine Missions-Zelt von Scientology aufgebaut/durchgesetzt.

Kleine Auswahl

Zitat:
- Kirstie Alley
- Anne Archer
- Catherine Bell
- Sonny Bono
- David Campbell
- Nancy Cartwright
- Erika Christiansen
- Chick Corea
- Tom Cruise
- Jenna Elfman
- Isaac Hayes
- Nicky Hopkins
- L. Ron Hubbard
- Kimberley Kates
- Geoffrey Lewis
- Juliette Lewis
- Peggy Lipton
- Courtney Love
- Christopher Masterson
- Danny Masterson
- Priscilla Presley
- Lisa Marie Presley
- Kelly Preston
- Leah Remini
- Giovanni Ribisi
- Michael D. Roberts
- Mimi Rogers
- Billy Sheehan
- Sharon Stone
- Patrick Swayze
- John Travolta
- Edgar Winter
Quelle
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Alt 25-06-2005, 18:11
Lysator
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Mir gibt zu denken, dass es keine Presse-Preview gegeben hat. Das passiert normalerweise nur, wenn der Verleih Angst hat, miese Vorab-Kritiken zu bekommen. So nutzt man die derzeitige Hype, damit wenigstens am Startwochenende die Kinos voll sind.
Jeder Journalist musste vor Interviews vertraglich absichern, dass er auch ja nichts böses über den Film schreibt. Vielleicht gibt es deswegen kein großes Presseecho.
 
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Alt 25-06-2005, 18:42
Claude
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Heise zur Premiere

Zitat:
Freiheit oder Gleichtaktung?

Rüdiger Suchsland 24.06.2005

"Krieg der Welten": Spielbergs Studio verhängt befristeten Maulkorb

Ein Krieg der Welten? Die wahren Aliens sitzen jedenfalls offenbar in den großen Hollywoodstudios. Mit mehr als fragwürdigen Mitteln versuchen Filmverleiher die Medien-Berichterstattung über ihre Produkte zu manipulieren. Jüngstes Beispiel: Das Vorgehen der in Frankfurt ansässigen US-Tochter "united international pictures" (in den USA ist Paramount zuständig) bei den ersten Pressevorführungen und der Berliner Premiere von Steven Spielbergs "War of the Worlds". Nicht allein, dass man Pressevertreter mit nie da gewesenen Voraberklärungen dazu verpflichten wollte, Kritiken nicht vor Startdatum des Films zu veröffentlichen, und den Kinosaal mit schikanösen Leibesvisitationen in einen Hochsicherheitstrakt verwandelte; während des laufenden Films wurde das Publikum überdies auch mit Infrarotkameras gefilmt. So zerstört man das Kino in seiner bisherigen Form - als letztes Refugium öffentlicher Intimität.

"Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Vorführung und Zuschauerraum per Video aufgezeichnet werden." Statt eines Filmplakats war es diese Aufschrift, die den Besucher bei der Premiere von Steven Spielbergs "Krieg der Welten" im Berliner Berlinale-Palast begrüßte.

Normalerweise sollten die Leiden der Filmkritiker keine Zeile wert sein. Denn die dürfen immerhin auf schöne Festivals reisen, alle möglichen Filme, manchmal sogar gute, vorher angucken, danach auf Partys die Buffets besichtigen und werden für all das auch noch bezahlt - wenn auch nicht immer gut. Da muss man zur Entschädigung auch mal Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Wenn allerdings die Arbeitsbedingungen in einer Weise beeinträchtigt werden, dass sie die Arbeit der Kritiker und ihre Berichterstattungspflicht beschädigen, dann sollte die Öffentlichkeit auch darüber informiert werden, unter welchen Bedingungen die vermeintlich "freie" Presse arbeiten muss.

"Das Ende des Kinos, wie wir es kennen."

Was man in der folgenden Stunde bis zum Beginn der eigentlichen Pressevorstellung am Vormittag der Premiere erlebte, spottete jedenfalls allen bisher dagewesenen Schikanen der Verleiher: Nach langem Schlangestehen wurde man mit einem Zettel konfrontiert, der folgenden Wortlaut enthält: "Die Möglichkeit der Teilnahme an der Pressevorführung von 'Krieg der Welten' wird Ihnen unter der Bedingung eingeräumt, dass Sie vor dem 29. Juni 2005 keine Kritik o. ä. betreffend 'Krieg der Welten' veröffentlichen. Falls Sie zur Erfüllung dieser Bedingung nicht in der Lage oder dazu nicht bereit sein sollten, bitten wird Sie, von der Einladung keinen Gebrauch zu machen." Den Berichterstattern wurde eine Einverständniserklärung per Unterschrift abverlangt.

Vor dem Kinoeingang warteten dann Sperren und dutzende Sicherheitsleute. Nach zweimaliger Frage, ob man nicht seine Jacke abgeben wolle - wollte man nicht, denn im Kino ist es manchmal kalt, und in einer Jacke kann man auch Block und Stifte unterbringen -, musste sie bis aufs letzte Papierschnipselchen ausgeleert werden. Der Reihe nach wurden die drei mitgebrachten Stifte auf ihr Schreibvermögen untersucht und danach aufgeschraubt. Das Feuerzeug wurde probeweise entfacht. Das Kleingeldetui musste geöffnet werden. Danach wurde die Rezensenten von vorn und von hinten abgetastet und mit einem Detektor untersucht. Die ganze Prozedur dauerte in diesem Fall sicher gut fünf Minuten - Sicherheitsvorkehrungen, die weitaus aufwendiger als am Flughafen waren und jedem Terroristen-Hochsicherheitstrakt Ehre machen würden. Ein Teil der Sicherheitsleute bestand übrigens aus extra eingeflogenen US-Amerikanern, die mit ihrer bekannten Freundlichkeit stumpf durch einen hindurch blickten, und leider des Deutschen nicht mächtig waren, was einen Teil der Kritiker-Kollegen vor erhebliche Kommunikationsprobleme gestellt haben dürfte.

Im Kino selbst ging es dann weiter: Etwa acht Gestalten liefen im Saal rechts und links permanent auf und ab, und glotzten auf die Zuschauer im Saal, was sehr störend war. Zudem war während der ganzen Filmvorführung ein Infrarotgerät in Betrieb: Neben der Kinoleinwand saß ein Männlein und guckte auf zwei Schirme, die offenbar den ganzen Saal scannen konnten. Damit könnte man ein elektronisches Gerät erkennen, mit dem eine rechtwidrige Ton- oder Bildaufzeichnung vorgenommen wird. Man kann allerdings ebenso auch erkennen, wenn einer aufgrund von Bluthochdruck einen roten Kopf bekommt, wenn er einen Kaffee trinkt oder in sein Eis beißt oder natürlich auch, wenn er eine Erektion bekommt. Damit ist das Kino als der letzte Raum von Intimität in der Öffentlichkeit zerstört. "Das Ende des Kinos, wie wir es kennen", sah FAZ-Kritiker Michael Althen in seinem Premierenbericht vom 16.Juni.

...
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Claude ist offline  
 


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