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Alt 29-06-2005, 16:26
Elaine
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Zitat von Claude Beitrag anzeigen
Das ist natürlich ein Fortschritt - vom Hörspielgrauen, das vor allem in der eigenen Phantasie der Radiozuhörer stattfand hin zum Reality-Gewalt-Epos mit der totalen Visualisierung der Vernichtung. Phantastische Welten für Phantasielose.

Gesehenes brennt sich tiefer ins Bewusstsein als Gehörtes. So gesehen ist das sogar ein Fortschritt.
Und ja, ich habe vermutlich wenig Phantasie, was Grauen betrifft (gottseidank vielleicht), in anderen Bereichen nicht. Ich würde hier schon Wert auf eine kleine Differenzierung legen. Ich stelle mir aber gerade die Frage, ob ich mir diese Intensität antun sollte, die eigene Vorstellungskraft passt sich bei psychisch gesunden Menschen ja den Möglichkeiten der Verarbeitung an, Bilder nicht.
Mich hat als Kind ein Film jahrelang verfolgt, weil ich die Bilder nicht mehr aus dem Kopf gekriegt hab. Ging mir bei Büchern nie so. Schon bei Mel Gibsons Christus Film war für mich die Grenze überschritten.
Elaine ist offline  
Alt 29-06-2005, 16:35
Bigfried1
Le Mops habituel
 
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An die Kinogeher: Bekommt ihr automatisch Spendenquittungen oder müßt ihr die auch noch extra beantragen?



Bigfried1 ist offline  
Alt 29-06-2005, 17:30
Orane
Erwartungsgeneration
 
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Ich befinde mich nun in meinem persönlichen Boykott gegen den Film, wie bei allen Tom-Cruise-Streifen.

Orane ist offline  
Alt 29-06-2005, 17:58
Claude
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Zitat von Nichdimama Beitrag anzeigen
Gesehenes brennt sich tiefer ins Bewusstsein als Gehörtes. So gesehen ist das sogar ein Fortschritt.
Naja - ich finde, dass auf vielen Ebenen ein bischen zuviel der Effekthascherei betrieben wird.

Privat Ryan ist da für mich auch so ein Beispiel. Es gab auch schon sehr gute Antikriegsfilme ohne viel Blut und lebensnahem sterben(Los - lass noch zwei Liter Kunstblut aus der Halsschlagader fliessen und ab mit den letzten Worten). Aber so verkauft er sich halt besser. Was kommt denn als nächstes? Abschlachten ganzer Völkerschaften (Ich weiss noch, wie das Morden in Rambo-Filmen in Hot Shots verarscht wurde - Bodycount). Die Anzahl der Toten und die "Echtheit" der Gewaltszenen ist doch kein Masstab für Güte.

Achja - würdest Du da auch rein gehen, wenn es den ultimativen Kick geben würde - "Leiden sie mit ihrem Helden. Jetzt auch gefühlsecht. Sie spüren förmlich den Einschlag der Kugeln und die darauf folgenden Schmerzen."

Nein - das Ganze ist doch nur gedacht um noch mehr Leute ins Kino zu ziehen. Jedewede sinnvolle Bedeutung die da reininterpretiert wird ist pures Alibi um zu verleugnen, dass man selbst am liebsten doch (ungefährdeter ) Voyeurist wäre. Auf gehts - Brot und Spiele rufen.
Claude ist offline  
Alt 29-06-2005, 18:25
forrestgump
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Zitat von Bigfried1 Beitrag anzeigen
An die Kinogeher: Bekommt ihr automatisch Spendenquittungen oder müßt ihr die auch noch extra beantragen?




nein, lt. anfrage beim finanzamt reicht die kinokarte als quittung !
forrestgump ist offline  
Alt 29-06-2005, 18:31
forrestgump
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Zitat von Claude Beitrag anzeigen
Das ist natürlich ein Fortschritt - vom Hörspielgrauen, das vor allem in der eigenen Phantasie der Radiozuhörer stattfand hin zum Reality-Gewalt-Epos mit der totalen Visualisierung der Vernichtung. Phantastische Welten für Phantasielose.

schon ein gewaltiger fortschritt, da ja nicht wie seinerzeit eine massenpanik ausbricht - da weiss ich doch nach 2 1/2 stunden ist alles vorbei und ich verlasse in aller ruhe und gut unterhalten den kinosaal!
forrestgump ist offline  
Alt 29-06-2005, 19:10
trashman
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Claude schrieb
Privat Ryan ist da für mich auch so ein Beispiel. Es gab auch schon sehr gute Antikriegsfilme ohne viel Blut und lebensnahem sterben(Los - lass noch zwei Liter Kunstblut aus der Halsschlagader fliessen und ab mit den letzten Worten).
"Saving Private Ryan" ist nach Aussage diverser amerikanischer Veteranen der erste Kriegsfilm, durch den sie sich nicht verarscht fühlten.

Die ersten 20 Minuten dieses Films deuten an, wie ein echter Antikriegsfilm beschaffen sein müsste: Nämlich so drastisch, ekelerregend und zermürbend in der Darstellung, dass der Zuschauer schon bald kaum noch Lust verspürt, weiter zuzuschauen.

Nach diesen 20 Minuten muss "Saving Private Ryan" aber eine Geschichte erzählen, und das tut er nicht besser und nicht schlechter als unzählige Kriegsfilme vor ihm.

Wer emotional nicht völlig verkrüppelt ist, auf den wirkt die innewohnende Botschaft eines so realistisch dargestellten Abschlachtens durchaus - man bekommt einen Eindruck von der Sinnlosigkeit pathetischer Parolen, die Krieg als etwas Heldenhaftes proklamieren.
trashman ist offline  
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Alt 29-06-2005, 19:21
Claude
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Zitat von trashman Beitrag anzeigen
Wer emotional nicht völlig verkrüppelt ist, auf den wirkt die innewohnende Botschaft eines so realistisch dargestellten Abschlachtens durchaus -
Wie emotional verkrüppelt ist man , wenn man so ein realistisches Abschlachten benötigt um die innewohnende Botschaft erkennen zu können?
Claude ist offline  
Alt 29-06-2005, 19:48
trashman
Gedankenmüll-Entsorger
 
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Zitat von Claude Beitrag anzeigen
Wie emotional verkrüppelt ist man , wenn man so ein realistisches Abschlachten benötigt um die innewohnende Botschaft erkennen zu können?
Wer ein solches Massaker nicht selbst erlebt hat, wird sich nur unzureichend eine Vorstellung davon machen können, was Krieg wirklich bedeutet.
trashman ist offline  
Alt 29-06-2005, 20:06
Claude
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Zitat von trashman Beitrag anzeigen
Wer ein solches Massaker nicht selbst erlebt hat, wird sich nur unzureichend eine Vorstellung davon machen können, was Krieg wirklich bedeutet.
Das ist so ziemlich die platteste und ekelhafteste Ausrede für Voyeurismus.

In letzter Konsequenz bedeutet das:

Wer eine Vergewaltigung nicht selbst miterlebt hat, wird sich nur unzureichend eine Vorstellung davon machen können, was Vergewaltigung wirklich bedeutet. Also los Hardcore-Vergewaltigungen ins Kino .

Und wann kommt die Darstellung des Sterbens in den Gaskammern in Dolby Digital?
Claude ist offline  
Alt 29-06-2005, 20:36
Kosel
xxx
 
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Zitat:
Zitat von Claude Beitrag anzeigen
Das ist so ziemlich die platteste und ekelhafteste Ausrede für Voyeurismus.
Zensur, icke hör' dir trapsen.
Kosel ist offline  
Alt 29-06-2005, 20:41
Claude
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Zitat:
Zitat von Kosel Beitrag anzeigen
Zensur, icke hör' dir trapsen.
Der Soldat James Ryan - FSK 12 Jahre
Krieg der Welten - FSK 12 Jahre

Wie wäre es denn mit 18?
Claude ist offline  
Alt 29-06-2005, 21:40
forrestgump
ACHTSAM!
 
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Zitat von Claude Beitrag anzeigen
Der Soldat James Ryan - FSK 12 Jahre
Krieg der Welten - FSK 12 Jahre

Wie wäre es denn mit 18?
ich denke mal, dass du die filme nicht gesehen hast, da du dich ja nicht als "voyeur" bekennst - wie kannst du dann beurteilen, ob die fsk-einstufung in ordnung ist, oder nicht ?
bei amazon finde ich auch nur eine fsk 16 fassung von "der soldat james ryan" - war der auch glaube ich damals im kino !

Geändert von forrestgump (29-06-2005 um 21:45 Uhr).
forrestgump ist offline  
Alt 29-06-2005, 22:56
scooze
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So, wieder da.

war mal was anderes. Auf jeden Fall anders als ich es mir gedacht hab.

Es war im Grunde weniger Actionspektakel, als eine "bewegende" Geschichte um das Verhältnis eines Vaters zu seinen Kindern.

Das Ende ist etwas sehr komisch und kurz! Na ja .. Man kann eben nicht alles haben. TC hat aber gut gespielt. Hat mir gefallen.

Alles in Allem- kann man sich gut anschaun. 8/10

RT hat auch was dazu zu sagen -> http://www.rottentomatoes.com/m/war_of_the_worlds/


p.s.: Wenn ich sowas lese wie "da spielt TC mit, den Film kann ich nicht gut finden", muss ich kotzen. Er ist doch nicht Ben Affleck. .. Nee mal im Ernst. Den Film "machen" die Regisseure. Die Schauspieler spielen nur die Rollen! ... Manche verstehen sowas anscheinend noch nicht.

Geändert von scooze (29-06-2005 um 23:00 Uhr).
scooze ist offline  
Alt 30-06-2005, 10:03
Frosch17
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Zitat von scooze Beitrag anzeigen
p.s.: Wenn ich sowas lese wie "da spielt TC mit, den Film kann ich nicht gut finden", muss ich kotzen. Er ist doch nicht Ben Affleck. .. Nee mal im Ernst. Den Film "machen" die Regisseure. Die Schauspieler spielen nur die Rollen!
Wobei man leider feststellen muss, dass manche besser spielen und andere weniger gut. Ein hölzern wirkender Hauptdarsteller beispielsweise kann einem einen Film schon verleiden.
Frosch17 ist offline  
 


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