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Alt 14-06-2017, 21:44
Mausophon
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Benutzerbild von Mausophon
 
Registriert seit: 03-2005
Zitat:
Zitat von Jelka Beitrag anzeigen
Nimm halt verständliche Beispiele.


Aber abgesehen davon war man vor Jahrzehnten nicht weiter, sondern man war noch nicht so weit, dass sowas wie Männerbashing auch nur ansatzweise hätte wichtig sein können. Frauen waren noch so rechtlos, dass alleine der Gedanke absurd gewesen wäre.
Es wurde doch von denen, die es verstanden, wunderbar erklärt. Dass Kosel noch so jung ist, dass er sich nicht an die entsprechenden Diskussionen erinnert, konnte ich ja nicht wissen.

Glaubst du im ernst, dass Frauen, die Kritik im Hinblick auf das Patriarchat äußerten, damals keine Männerfeindlichkeit vorgeworfen wurde? Dass der denglishe Ausdruck "Männerbashing" noch nicht erfunden war, ändert daran nichts, und dass Frauen rechtloser waren als heute auch nicht - ganz im Gegenteil. Aber die neue Wehleidigkeit und PC waren noch nicht geboren.
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Alt 14-06-2017, 21:46
hans
ang dami mo alam
 
Registriert seit: 02-2003
Zitat:
Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
Leute, escht ey.
Ich habe doch nur gesagt, vor Jahrzehnten war man insofern weiter, als über Themen wie den "Nebenwiderspruch" (Beispiel! Einself!) geredet werden konnte, ohne aus Gründen wie "Männerbashing" zu hyperventilieren.
ja ne ich kann mich auch auf kein formales oder systemisches männerbashing erinnern, sondern es gab einfach direkten ärger, und es wurde nach erklärungen gesucht, und einiges gecheckt und teils danach gehandelt, was uns auch ein stück weiter gebracht hat.
es gab männerkritische theorien, und das konnte man durchaus von abneigung auseinanderhalten.
insofern war das erörterbar, mit ausnahme in erzkonservativen schichten, wo die lage und entfaltungsmöglichkeit der frauen vor allem mit der klassenzugehörigkeit zusammenhing.

das digitale zeitalter hat der formel und phrase eine überhöhung gegeben. damit kann jongliert und intrigiert werden, mehr als je zuvor.
ein rückschlag besteht also in einer reduktion auf codes, die zugleich mit fantasie und dreistigkeit unterlaufen werden.

meiner ansicht führt diese codifizierung bei menschen, die null damit zu tun haben, weil sie völlig anders geprägt und sozialisiert sind, zu einer geistigen spaltung, ein teil ihres bewusstseins muss einfach bei null beginnen, und kann die erfahrungen alte/neue nicht integrieren.
das wär wurscht, wenn es sich nicht sowieso mitten durch die mitteleuropäischen gesellschaften ziehen würde. da kann man nicht entkommen.
anders gesagt, möchte ich nach einem cut in der sozialisierung fragen, und nach den konsequenzen dieses ereignisses.
hans ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-06-2017, 21:52
Mausophon
Member
 
Benutzerbild von Mausophon
 
Registriert seit: 03-2005
Hast du für den dritten Absatz mal ein Beispiel, hans?
Und was meinst du mit dem Cut in der Sozialisierung?
Mausophon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-06-2017, 21:53
hans
ang dami mo alam
 
Registriert seit: 02-2003
Zitat:
Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
..
Glaubst du im ernst, dass Frauen, die Kritik im Hinblick auf das Patriarchat äußerten, damals keine Männerfeindlichkeit vorgeworfen wurde?
je nach konkret, war die etwaige bigotterie eines solchen vorwurfes noch relativ leicht erkenn und durchschaubar, wenn man halt bereit dazu war.
es war auch rasch klar, dass es feindseligere und andere, friedlichere strömungen gab, im feminismus und auf der traditionellen seite.
weil es in der öffentlichkeit noch ein neues und halbwegs unterscheidbares thema war.
hans ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-06-2017, 22:01
hans
ang dami mo alam
 
Registriert seit: 02-2003
Zitat:
Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
Hast du für den dritten Absatz mal ein Beispiel, hans?
Und was meinst du mit dem Cut in der Sozialisierung?
mir fällt das bloss so im vorbeigehen ein.

ist aber die summe aus vielen splittern, zb aus der psychologie.

ein beispiel für spaltung
traumatisierung, und "eingraben" der erfahrung, und teilweiser neubeginn, der nie 100% sein kann.
man wird in eine neue welt gestossen, die man so nicht haben wollte. (wobei das schon mit dem reinen erwachsenwerden beginnt, aber von grundvertrauensbruch zb vergewaltigung, bis migration = verlust der alten ordnung, wimmelt es von phänomenen)
man findet sich wieder in einer herrschaft von axiomen, deren entstehung und sinn einem fremd ist. man versucht eine logik zu erkennen, und tastet sich vorwärts, weil man muss. aber der "instinkt" tickt dagegen.
entwickeln eines konstruierten selbst, das nicht "wahrhaftig" ist.

cut in der sozialisierung
gibts das thema nicht?
sollte bereits bei der nachkriegs-"umerziehung" als phänomen beginnen.
und wenn neue kulturelle oder politische einflüsse dominierend werden.
der cut ist nicht scharf, aber wenn man ein längeres zeitraster betrachtet, wird er natürlich schärfer.
zusammenhang mit generationskonflikten, die politische hintergründe haben.
grosser unterschied zu asiatischen gesellschaften, die politik lange hinter der kontinuität der familie einsortieren. bzw die politik hat ausdruck der familienkontinuität zu sein.


drittens
ich geh so weit, zu sagen, der klassische marxismus geht von einer bestimmten psychologie aus, die damals zwar modern-kritisch war, aber heute wieder überholt ist (...),
plus, ich denke, zwischen menschen aus völlig unterschiedlichen weltbildern und sozialisierungen gibt es vielleicht gar keine gemeinsame psychologie (von neurobiologie zu unterscheiden, und die psychologie auf ein spielfeld mit der kolonialen anthropologie gestellt, die einem gebot der zweckmässigkeit des herrschens unterlag.)

Geändert von hans (14-06-2017 um 22:13 Uhr).
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Alt 14-06-2017, 22:24
Mausophon
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Okay, ich dachte nach deinem Posting 1922 von 21:46 Uhr zuerst, dass du über ein klassenspezifische Spaltung sprichst.
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