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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kabale und Liebe


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Steerpike
10-10-2005, 17:33
Hat denn hier niemand gestern (oder letzte Woche auf 3sat) die "Kabale und Liebe" Adaption von Leander Haussmann gesehen und will drüber reden ?

Also ich war begeistert - von der meiner Meinung nach besten und lebendigsten Theaterverfilmung seit Kenneth Branaghs "Henry V" :anbet: . Die Schauspieler waren genial bis in die Nebenrollen (z.B. Annika Kuhl als Lady Milfords Zofe (süsser Überbiss :clap: ) und Georg Friedrich als Hofmarschall von Kalb - "dass ein Mensch lächeln kann und immer lächeln und doch ein Schurke sein"), die Musik war ungewöhnlich und mutig gewählt, aber wunderschön (Kim Frank(!), Hannes Wader(!!)) und der Film hatte eine emotionale Dichte, die ich bei Theaterverfilmungen selten gesehen habe (besonders in der Szene, in der Ferdinands Vater die Millers besucht "um Ordnung zu schaffen" und von Herrn Miller "halten zu Gnaden" des Hauses verwiesen wird).

Nachdem es im "Schiller-Jahr" keine einzige der vielen Sendungen geschafft hat, mir plausibel zu machen, warum Schiller heute noch aktuell sein soll (auch der passable Film mit Matthias Schweighöfer als junger Schiller nicht), hat mich "Kabale und Liebe" eines Besseren belehrt. So lasse ich mir die Klassiker gefallen. Hätte auch gerne im Kino laufen dürfen, da hätte er vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen.

pastafrutta
10-10-2005, 19:00
da ich mir in der schule eine richtig alte version davon ansehen musste, habe ich mir von der neuverfilmung einiges mehr erhofft. für leute, die das buch nicht gelesen haben, erscheint mir die handlung viel zu wirr zu sein. die schauspielerische leistung ist nicht zu kritisieren, trotzdem hats mir persönlich überhaupt nicht gefallen.