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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Enttäuscht, ausgenutzt, angelogen, etc. pp.


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Kaan
27-05-2009, 20:54
Ob man will oder nicht, hört man regelmässig in Foren oder realem Leben, daß irgendwelche Menschen von anderen enttäuscht, ausgenutzt, angelogen usw. wurden.
Ja früher vertraute ich den Menschen schnell, aber nach meinen Erfahrungen, versuche ich dagegen anzugehen, vertraue niemandem mehr so wirklich.
oder:
Meine Freundschaft wurde meistens nur ausgenutzt, so musste ich irgendwann die Notbremse ziehen, denn so geht es ja nicht. oder:
Ich wurde so oft betrogen

Wenn jeder nur ausgenutzt (nicht immer, aber mindestens einmal diese Erfahrung gemacht hat), wo sind denn die Verursacher, also die Ausnutzer, Lügner etc.? Diese Menschen scheint es nur in der Erzählung zu geben. Nimmt ihr das ernst, wenn euch das jemand erzählt, oder denkt ihr mittlerweile wie ich meistens tue, daß es auf die Sichtweise ankommt und meistens relativ ist? Jemand der sich unfair behandelt fühlt, merkt es vielleicht gar nicht, wenn er jemand anderen genauso behandelt? Setzen wir bei uns immer andere Maßstäbe an und können wir als Menschen gar nicht wirklich objektiv sein oder/und verdrängen wir das Negative in und an uns einfach in dem Sinne, daß es nicht existiert, wenn wir nicht davon reden?

tapi
27-05-2009, 21:01
Meiner Meinung nach nutzt Jeder mal aus und Jeder wird mal ausgenutzt. So hat Jeder Anlass zu sagen, er werde ausgenutzt. Die Wenigsten sagen allerdings auch, dass sie selbst ausnutzen.

Und es gibt natürlich auch Verschiebungen im Gleichgewicht - Manche nutzen mehr aus als ausgenutzt zu werden, Manche werden mehr ausgenutzt, als sie selbst ausnutzen.

:nixweiss:

Kaan
27-05-2009, 21:06
[QUOTE=tapi;22030889]Meiner Meinung nach nutzt Jeder mal aus und Jeder wird mal ausgenutzt. So hat Jeder Anlass zu sagen, er werde ausgenutzt. Die Wenigsten sagen allerdings auch, dass sie selbst ausnutzen.
Und es gibt natürlich auch Verschiebungen im Gleichgewicht - Manche nutzen mehr aus als ausgenutzt zu werden, Manche werden mehr ausgenutzt, als sie selbst ausnutzen.
:nixweiss:[/QUOTE]
Du bist immer so herrlich ehrlich, zumindest bei dem was ich so von dir lese.
Ich denke auch, daß es so ist, wie du es sagst.

Lady Lily
27-05-2009, 21:06
Meine schlechten Erfahrungen habe ich selbst zu verantworten.
Was niemanden entschuldigt, aber mir die Hoffnung gibt weiterhin vertrauensvoll sein zu können. :D

Revolvermann
27-05-2009, 21:14
ich glaube ich habe noch nie jemanden ausgenutzt!
entäuscht leider ja, mehr als einmal, aber wirklich niemals mit boshafter absicht.

ich selbst wurde dieser tage auch belogen und ausgenutzt (besser gesagt benutzt) und es hat mich sehr gewurmt.
ich habe in den menschen welcher mich "benutzt" hat ca. 26 stunden meiner kostbaren zeit investiert um dann hinter her doof dazustehen.

das schlimmste darann: da dieser AR*** ein sehr guter bekannter von meiner oma ist (lacht nicht!) kann ich ihm hinterher noch nicht mal sagen was für ein AR*** er ist :mad:

aus respekt vor meiner oma!

Ice Tiger 80
27-05-2009, 21:22
tja, ich wurde leider auch jetzt gerade erst so richtig schön verarscht von einer blöden f*tze. dadurch hab ich jetzt 3 menschen auf einmal verloren, sie (okay da ist es bei weitem nicht schade drum), einen wo ich mir denk "schade, echt schade" und einen wo es mir verdammt weh tut. aber ich muss mir da schon auch ne teilschuld eingestehen...

ich glaub niemand kann sich davon frei sprechen jemand anderen schon mal verletzt zu haben, irgendwie glaubt man fast das gehört zum leben :nixweiss:

Revolvermann
27-05-2009, 21:33
[QUOTE=Ice Tiger 80;22031421]tja, ich wurde leider auch jetzt gerade erst so richtig schön verarscht von einer blöden f*tze. dadurch hab ich jetzt 3 menschen auf einmal verloren, sie (okay da ist es bei weitem nicht schade drum), einen wo ich mir denk "schade, echt schade" und einen wo es mir verdammt weh tut. aber ich muss mir da schon auch ne teilschuld eingestehen...

ich glaub niemand kann sich davon frei sprechen jemand anderen schon mal verletzt zu haben, irgendwie glaubt man fast das gehört zum leben :nixweiss:[/QUOTE]

gangbang?
liest sich irgendwie so...

Ice Tiger 80
27-05-2009, 21:35
:lol: nö, nur ne tusse der ich vertraut hab

Kaan
27-05-2009, 21:36
[QUOTE=Revolvermann;22031613]gangbang?
liest sich irgendwie so...[/QUOTE]
rotfl, aber interessiert hat es mich auch, worum es da ging.

Ice Tiger 80
27-05-2009, 21:37
was ihr so von mir denkt :suspekt: mich gibts nur allein :schmoll:

Revolvermann
27-05-2009, 21:39
[QUOTE=Ice Tiger 80;22031645]:lol: nö, nur ne tusse der ich vertraut hab[/QUOTE]

regel nr.1 "Vertraue NIEMALS einer Frau!"

Kaan
27-05-2009, 21:45
Regel Nr.2 : Suche dir deine Freunde immer ganz genau aus.

zundra
27-05-2009, 21:50
[quote=Revolvermann;22031744]regel nr.1 "Vertraue NIEMALS einer Frau!"[/quote]
:rotfl:
Ice Tiger wird das noch lernen in seinem jungen Leben. :D

Revolvermann
27-05-2009, 21:52
[QUOTE=zundra;22032010]:rotfl:
Ice Tiger wird das noch lernen in seinem jungen Leben. :D[/QUOTE]

schatz, ich weiß das Ice Tiger eine SIE ist :kuss:

nur weil ich frauen nicht traue, darf ich ihnen doch ratschläge geben, oder?

zundra
27-05-2009, 21:52
Achso, das klang irgendwie nicht so. :D

Revolvermann
27-05-2009, 21:56
[QUOTE=zundra;22032073]Achso, das klang irgendwie nicht so. :D[/QUOTE]

da ich frauen grundsätzlich sehr gerne hab, geb ich ihnen gerne auch tipps um besser durchs leben zu kommen :)

zundra
27-05-2009, 22:00
Es klang, als würdest du sie für einen Mann halten.


Du treibst einen Keil zwischen Ice Tiger und ihre Schwestern? :zahn: Du willst sie isolieren, um sie besser zu kontrollieren, gib es zu.

Ice Tiger 80
27-05-2009, 22:00
ja danke für die tipps. ;) ich hab daraus gelernt, glaubt mir. hab schon gesagt, frauen hatten es eigentlich schon immer schwerer bei mir, jetzt noch viel mehr. frauen sind leider oft intrigant und stutenbissig. ich werd jetzt erstmal wieder meine mauer aufbauen...


@ zundra

:rotfl:

zundra
27-05-2009, 22:03
:crap: Ice Tiger, Ice Tiger. Das klingt, als willst du die Haramis von morgen werden.

Revolvermann
27-05-2009, 22:05
[QUOTE=zundra;22032236]Es klang, als würdest du sie für einen Mann halten.

[/QUOTE]

kein MANN würde sich "Ice Tiger 80" nennen.

Ice Tiger 80
27-05-2009, 22:06
:lol: ne keine angst, ich bin nur im moment verletzt. so verletzt das es mir körperlich scheiße geht (vom psychischen mal abgesehen) und ich muss jetzt einfach in eine schutzhaltung gehen.

Revolvermann
27-05-2009, 22:07
[QUOTE=zundra;22032316]:crap: Ice Tiger, Ice Tiger. Das klingt, als willst du die Haramis von morgen werden.[/QUOTE]

Haramis wird man nicht, Haramis ist man!

Danicat
28-05-2009, 08:27
[QUOTE=Kaan;22030716]

Wenn jeder nur ausgenutzt (nicht immer, aber mindestens einmal diese Erfahrung gemacht hat), wo sind denn die Verursacher, also die Ausnutzer, Lügner etc.? Diese Menschen scheint es nur in der Erzählung zu geben. Nimmt ihr das ernst, wenn euch das jemand erzählt, oder denkt ihr mittlerweile wie ich meistens tue, daß es auf die Sichtweise ankommt und meistens relativ ist? Jemand der sich unfair behandelt fühlt, merkt es vielleicht gar nicht, wenn er jemand anderen genauso behandelt? Setzen wir bei uns immer andere Maßstäbe an und können wir als Menschen gar nicht wirklich objektiv sein oder/und verdrängen wir das Negative in und an uns einfach in dem Sinne, daß es nicht existiert, wenn wir nicht davon reden?[/QUOTE]

Also... ich glaube schon, dass es so ist, dass viele ausgenutzt werden, ABER es nicht merken oder nicht merken wollen, dass sie teilweise selbst genau so reagieren usw.
Allerdings glaube ich, dass es noch viel mehr Leute gibt, die absichtlich betrügen und ausnützen und es halt nicht zugeben, aber sofort einen auf armes Mäuschen machen, wenn sie selbst mal betrogen werden ...

Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich einmal einen sehr lieben, netten und wirklich ordentlichen (also mit Verantwortungsgefühl und allem drum und dran) Jungen betrogen hab. Ich war 16 und hab alles noch nicht so eng gesehen. Hinterher tat es mir furchtbar leid, wirklich und ich habe es total bereuht und mir geschworen, es nie wieder zu tun. Hab ich bisher auch nicht mehr getan und werde ich auch nicht mehr tun. Allerdings wurde ich 1 Jahr später von meinem ersten Freund, meiner ersten großen Liebe betrogen. Natürlich war ich verletzt, sauer, traurig und dachte ich bin der Ärmste Mensch der Welt. Nach ein bisschen Abstand von dem Ganzen sehe ich es eher als Strafe von Gott.

Ich sage immer: "Es kommt alles im Leben einmal wieder retour.." und so war es in diesem Fall wohl auch.

Also ich denke, jeder nutzt aus, wird ausgenützt, jeder lügt oder enttäuscht mal ... that's life, jeder muss damit Erfahrungen machen und daraus lernen ... (oder eben auch nicht :zahn:)

Elaine
28-05-2009, 08:44
[QUOTE=Kaan;22031882]Regel Nr.2 : Suche dir deine Freunde immer ganz genau aus.[/QUOTE]

sollte man denken, ja.

Könnte ich von mir nicht sagen. Bei mir hab ich mit jemanden eine gemeinsame Welle, dann bin ich auch nicht enttäuscht worden, was immer man jetzt darunter verstehen will. Das kann auch ganz am Anfang so sein. Ich hab allerdings ein recht gutes Gefühl für merkwürdige Zwischentöne und manchen begegne ich selber von Anfang an distanzierter als anderen, was nicht bedeutet, dass es diejenigen schlecht meinen. Aber es gibt Leute, da ist man vom ersten Moment an eine Herz und eine Seele und nein - da bin ich noch nicht enttäuscht worden und die sind eigentlich nicht ausgesucht.

Die zweite Frage: was ist denn nun eine Enttäuschung? Eigentlich ist es ja ein Geraderücken des eigenen Bildes mit der Realität. Wie jemand handelt, so ist er, nicht welches Bild man von jemanden hat. Klar legen bestimmte Worte und andere Handlungen ein gewisses Bild nahe, aber ab wann verlässt man sich blind darauf und wie lange ist man selber für Anpassungen offen?
Wenn man es, wie ich z.B. ohne Anpassungszeit macht, muss man immer damit rechnen, dass sich jemand anders verhält. Ich könnte das dem anderen doch nur schlecht zur Last legen, oder?
Es ist das eigene Interesse, das befriedigt werden will, wir wollen was unbedingt vertraulich erzählen (weil wir selber uns mitteilen müssen) und wollen nicht sehen, dass die-/oder derjenige eine Plaudertasche vor dem Herrn ist/sein könnte. Wir sind verliebt und wollen nicht sehen, dass der oder diejenige andere paar Zeichen gesetzt hat, von dem wir auf eine bestimmte Art schließen können, die uns Sorgen machen würde. Für uns hat dann das eine nichts mit dem anderen zu tun und uns überrascht eine Handlung, die wir falsch finden. Das könnte erklären, warum wir selber nicht das Gefühl haben, jemanden enttäuscht zu haben, wobei das doch wirklich auch sehr wahrscheinlich ist. Wir durchschauen die Wertesysteme der anderen nicht immer und wir wissen nicht, welche Rolle und in welcher Ausprägung Integrität und Loyalität überhaupt vermittelt und gelebt wurde oder ob es für denjenigen immer nur Gutmenschenideale sind. Genauso wissen wir nicht, ob uns da andere überlegen sind und wie konsequent das jemand handhabt. Können wir das selber einschätzen bei uns? Wir denken ja, aber da uns innere Vergleiche fehlen müssen, wir sind ja nur wir, ist das wenig wahrscheinlich. Wir tun, was wir können und halten das für fehlerfrei.
Die andern sicher auch.

Blunty
28-05-2009, 08:52
Natürlich hört man mehr von den enttäuschten, ausgenutzten, angelogenen Leuten, weil die halt darüber reden wollen, um sich den Frust von der Seele zu reden, zu schreiben.

Wer schreibt oder sagt schon freiwillig gerne, dass er einen anderen Menschen ausgenutzt oder angelogen hat?

rosita
28-05-2009, 08:54
Verrat ist das schlimmste, was man einem Menschen antun kann. Das bricht einem das Herz und man fragt sich, wenn 20 Jahre Freundschaft nix mehr zählen, was soll da noch kommen? :crap:

Name:K3
28-05-2009, 09:01
[quote=Revolvermann;22031744]regel nr.1 "Vertraue NIEMALS einer Frau!"[/quote]

so ganz verallgemeinern würde ich es zwar nicht, aber grundsätzlich vertraue ich männern auch eher als frauen. das hat sich allerdings seit meiner ioffzeit so herauskristalisiert.

Ulysses
28-05-2009, 09:06
[QUOTE=Name:K3;22036632]so ganz verallgemeinern würde ich es zwar nicht, aber grundsätzlich vertraue ich männern auch eher als frauen. das hat sich allerdings seit meiner ioffzeit so herauskristalisiert.[/QUOTE]

:o

Claudia
28-05-2009, 09:10
[QUOTE=ElisabethNa;22036583]Natürlich hört man mehr von den enttäuschten, ausgenutzten, angelogenen Leuten, weil die halt darüber reden wollen, um sich den Frust von der Seele zu reden, zu schreiben.

Wer schreibt oder sagt schon freiwillig gerne, dass er einen anderen Menschen ausgenutzt oder angelogen hat?[/QUOTE]

Die mit einem Rest von Anstand und Gewissen jedenfalls nicht - aber dann gibt es ja noch die Brecher, die sich auch noch damit brüsten, wie clever sie andere ausgenutzt haben...

Haramis
28-05-2009, 09:38
[QUOTE=ElisabethNa;22036583]Natürlich hört man mehr von den enttäuschten, ausgenutzten, angelogenen Leuten, weil die halt darüber reden wollen, um sich den Frust von der Seele zu reden, zu schreiben.

Wer schreibt oder sagt schon freiwillig gerne, dass er einen anderen Menschen ausgenutzt oder angelogen hat?[/QUOTE]
Klar.

Müsste man erstmal wissen, wann ausnutzen anfängt. Dann wenn sie der andere beschwert? Wenn man jedes Jahr auf die kostenlosen Dienste der Freundin zurückgreift um sich die Einkommensteuererklärung erstellen kann (weil diese das gut kann, gerne macht, beruflich macht, wasauchimmer) ist das Ausnutzen oder ein Freundschaftsdienst?

tapi
28-05-2009, 09:59
[QUOTE=Haramis;22036924]Klar.

Müsste man erstmal wissen, wann ausnutzen anfängt. Dann wenn sie der andere beschwert? Wenn man jedes Jahr auf die kostenlosen Dienste der Freundin zurückgreift um sich die Einkommensteuererklärung erstellen kann (weil diese das gut kann, gerne macht, beruflich macht, wasauchimmer) ist das Ausnutzen oder ein Freundschaftsdienst?[/QUOTE]

Ausnutzen ist für mich im Grunde genommen alles, bei dem ich Menschen unter Verwendung ihrer Eigenschaften benutze, um mir einen Vorteil zu verschaffen (schwer zu erklären). Darunter fällt auch dein Beispiel. Und dazu gehört für mich z.B. auch, die Gutmütigkeit einer Kollegin auszunutzen, um ihr lästige Arbeiten unterzuschieben, an Charaktereigenschaften Anderer zu appellieren, um sie dazu zu bringen, etwas für mich zu tun, letztlich nutzen schon Kinder ihre Eltern aus, indem sie ihre Liebe dazu ausnutzen, etwas erlaubt zu bekommen. Andersherum wird natürlich auch ein Schuh daraus.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das alle das liebe Leben lang tun und dass so - ein Stück weit - auch einfach die Welt funktioniert. Aber es gibt da dann natürlich eine weite Spanne, die sich unter Anderem über Qualität und Quantität definiert. Im Kleinen und Kleinsten muss Ausnutzen ja nicht gleich Schaden verursachen. Schlimm ist es meiner Meinung nach, wenn sich das Gleichgewicht von Ausnutzen und Ausgenutztwerden massiv verschiebt oder wenn es in einer menschlichen Konstellation zum Dauerzustand wird oder wenn dem Ausgenutzten dadurch ein Schaden entsteht.

Haramis
28-05-2009, 10:22
[QUOTE=tapi;22037134]Schlimm ist es meiner Meinung nach, wenn sich das Gleichgewicht von Ausnutzen und Ausgenutztwerden massiv verschiebt oder wenn es in einer menschlichen Konstellation zum Dauerzustand wird oder wenn dem Ausgenutzten dadurch ein Schaden entsteht.[/QUOTE]

Eher wenn sich der Ausgenutzte bewusst ist/wird, dass er ausgenutzt wird.
Zum Beispiel:
Kinder von der Oma betreuen lassen.
Solange die Oma das toll findet, gerne macht, ihren Lebensinhalt darin sieht, glücklich ist ist das doch okay.
Wenn die Oma nun aber im Grunde genommen keine Lust hat dauernd die Enkel zu betreuen dies aber macht bzw. nichts sagt weil sie Angst hat die Zuneigung ihrer Kinder zu verlieren ist das Ausgenutztwerden.
Die Kinder müssen nicht unbedingt wissen, dass sie nicht will.

Kaan
28-05-2009, 11:08
[QUOTE=ElisabethNa;22036583]Natürlich hört man mehr von den enttäuschten, ausgenutzten, angelogenen Leuten, weil die halt darüber reden wollen, um sich den Frust von der Seele zu reden, zu schreiben.
Wer schreibt oder sagt schon freiwillig gerne, dass er einen anderen Menschen ausgenutzt oder angelogen hat?[/QUOTE]
Nein, es geht darum, daß man den Ball dann beim "jammern" ein bisschen flach hält, weil man selber vielleicht nicht perfekt ist, sonst hört es sich jedenfalls für mich oft unglaubwürdig an.

Pinsel
28-05-2009, 15:35
[QUOTE=Name:K3;22036632]so ganz verallgemeinern würde ich es zwar nicht, aber grundsätzlich vertraue ich männern auch eher als frauen. das hat sich allerdings seit meiner ioffzeit so herauskristalisiert.[/QUOTE]

das IOFF hat Einfluss auf dein echtes Leben? :o

Name:K3
28-05-2009, 17:22
[quote=Pinsel;22040591]das IOFF hat Einfluss auf dein echtes Leben? :o[/quote]

natürlich hat das verhalten von usern auch einfluss auf meine weltsicht. was ist daran so ungewöhnlich?
hier läßt sich menschliches verhalten sogar noch viel klarer sehen ;)

Tina67
30-05-2009, 00:33
interessantes thema, kaan. ich finde, es gehören immer 2 dazu. und ich reagiere im allgemeinen sehr allergisch auf menschen, die wegen so etwas rumjammern bzw ihr wohlergehen von dem verhalten anderer abhängig machen. wenn mich jemand ausnutzen kann, ist es ebenso meine "schuld" wie die des anderen. wenn einem so etwas öfter (oder wie bei einigen angeblich andauernd) passiert, muß man auch einfach mal sein eigenes selbst hinterfragen.

ich selbst nutze andere menschen z.b. in berufllicher hinsicht aus, d.h. daß ich kontakte pflege an denen mir nicht viel liegt, die mir aber nützlich sind/irgendwann mal sein können. ich denke, daß das relativ gängig ist u mir ist bewusst, daß das auch welche umgekehrt mit mir machen.

Pithlit
30-05-2009, 00:46
[QUOTE=Kaan;22030716]Setzen wir bei uns immer andere Maßstäbe an und können wir als Menschen gar nicht wirklich objektiv sein oder/und verdrängen wir das Negative in und an uns einfach in dem Sinne, daß es nicht existiert, wenn wir nicht davon reden?[/QUOTE]

In den Meisten der Fälle steht doch vor der Behauptung, man wäre ausgenutzt worden, eine emotionale Enttäuschung. Und eben die verleitet oft stark dazu, sich selbst als Opfer zu sehen. Die Wenigsten suchen die Gründe vorerst bei sich selbst.

Pümmilein
30-05-2009, 10:16
Ich definiere ausgenutzt an einem schönen Beispiel:


Eine Freundin/Freund hat Liebeskummer und heult sich tagelang/wochenlang am Telefon/Zuhause/Cafe/Internet/Disco etc. bei einem
aus und man gibt bereitwillig die Schulter zum anlehnen. Das Telefon klingelt sogar nachts und man hört sich das Gejaule wieder an und tröstet zum 10.000 mal.
Soweit so gut........:floet:

ABER jetzt dreht der Spieß sich um und man braucht genau diese Freunde weil man selbige Situation hat UND was passiert die haben natürlich keine Zeit, sind gestresst, auf Arbeit, im Urlaub, Handy aus, niemand Zuhause...wollen zurückrufen und nichts passiert. Pah....
Wenn aber genau dieses Freunden just 3 Wochen später in denen man selbst in seinem Kummer ignoriert wurde, wieder einen Beziehungsabsturz erleben stehen die auf einmal vor der Tür und haben Zeit ohne Ende um einen vollzuschwafeln...

NICHT mehr mit MIR !!!!!!!!!!! :zeter:

Southside
02-06-2009, 10:28
[QUOTE=Kaan;22030716]Ob man will oder nicht, hört man regelmässig in Foren oder realem Leben, daß irgendwelche Menschen von anderen enttäuscht, ausgenutzt, angelogen usw. wurden.
Ja früher vertraute ich den Menschen schnell, aber nach meinen Erfahrungen, versuche ich dagegen anzugehen, vertraue niemandem mehr so wirklich.
oder:
Meine Freundschaft wurde meistens nur ausgenutzt, so musste ich irgendwann die Notbremse ziehen, denn so geht es ja nicht. oder:
Ich wurde so oft betrogen

Wenn jeder nur ausgenutzt (nicht immer, aber mindestens einmal diese Erfahrung gemacht hat), wo sind denn die Verursacher, also die Ausnutzer, Lügner etc.? Diese Menschen scheint es nur in der Erzählung zu geben. Nimmt ihr das ernst, wenn euch das jemand erzählt, oder denkt ihr mittlerweile wie ich meistens tue, daß es auf die Sichtweise ankommt und meistens relativ ist? Jemand der sich unfair behandelt fühlt, merkt es vielleicht gar nicht, wenn er jemand anderen genauso behandelt? Setzen wir bei uns immer andere Maßstäbe an und können wir als Menschen gar nicht wirklich objektiv sein oder/und verdrängen wir das Negative in und an uns einfach in dem Sinne, daß es nicht existiert, wenn wir nicht davon reden?[/QUOTE]


Ja, ich glaube, dass es auf die Sichtweise ankommt.
Aber etwas anders, als Du schreibst:

Manche erinnern sich mit Vorliebe an das Schlechte ("Ich wurde ausgenuzt"),
andere an das Gute ("Wir hatten eine gute Zeit, die ist jetzt eben vorbei").


Letztere kommen gar nicht dazu, sich selbst zu bemitleiden :nixweiss:

Name:K3
02-06-2009, 13:06
[quote=Tina67;22066130]interessantes thema, kaan. ich finde, es gehören immer 2 dazu. [/quote]

eine der gefährlichsten thesen.

RAPtile
02-06-2009, 13:14
[QUOTE=Pümmi;22067830]Ich definiere ausgenutzt an einem schönen Beispiel:


Eine Freundin/Freund hat Liebeskummer und heult sich tagelang/wochenlang am Telefon/Zuhause/Cafe/Internet/Disco etc. bei einem
aus und man gibt bereitwillig die Schulter zum anlehnen. Das Telefon klingelt sogar nachts und man hört sich das Gejaule wieder an und tröstet zum 10.000 mal.
Soweit so gut........:floet:

ABER jetzt dreht der Spieß sich um und man braucht genau diese Freunde weil man selbige Situation hat UND was passiert die haben natürlich keine Zeit, sind gestresst, auf Arbeit, im Urlaub, Handy aus, niemand Zuhause...wollen zurückrufen und nichts passiert. Pah....
Wenn aber genau dieses Freunden just 3 Wochen später in denen man selbst in seinem Kummer ignoriert wurde, wieder einen Beziehungsabsturz erleben stehen die auf einmal vor der Tür und haben Zeit ohne Ende um einen vollzuschwafeln...

NICHT mehr mit MIR !!!!!!!!!!! :zeter:[/QUOTE]


Ne?

Was machst du denn? Auch nicht mehr helfen, statt ansprechen, dass du das ja mal scheiße findest?

Oder sprichst du es an?

Ne, sowas hatte ich noch nie - hab ja Freunde/innen keinen Sonnenseitenmitläufer.

RAPtile
02-06-2009, 13:16
[QUOTE=Name:K3;22114819]eine der gefährlichsten thesen.[/QUOTE]

Wieso das? Einen der "ausnutzt" (extra in Anführungszeichen) und einen der "sich ausnutzen lässt" und mangelnde Kommunikation zwischen den beiden ;)

Name:K3
02-06-2009, 13:24
[quote=RAPtile;22114926]Wieso das? Einen der "ausnutzt" (extra in Anführungszeichen) und einen der "sich ausnutzen lässt" und mangelnde Kommunikation zwischen den beiden ;)[/quote]

dann wende das mal auf jedes opfer-täter-beispiel an. also auf jedes.
ohne ausnahme.

dann weiß man, dass das ein spruch ist, der täter im grunde von ihrer verantwortung befreien soll und opfern automatisch immer einen mitschuld gibt.

natürlich gibt es die beispiele, wo es zutrifft. aber das ist nicht die regel, dass zwei immer dazu gehören.

ein hamrloses beispiel wäre auch z.b.:
wenn ein älteres ehepaar einfach die tür aufmacht, weil es geklingelt hat, es aber überfallen und ausgeraubt wird. wäre deren schuld ihr "nichts-böses-ahnend" gewesen?
ich sehe da keine mitschuld.

Zaadi
02-06-2009, 13:27
Lang ist's her... Da hat mir eine Perle bei der Trennung vorgeworfen ich würde sie ja nur ausnutzen... Ich hab lang überlegt wann und wo das gewesen sein soll und kam nicht drauf.
Fakt war das ich damals weder Auto noch Führerschein hatte, wenn wir was unternommen haben ist sie also gefahren und ich habe fast immer alles bezahlt oder zum Monatsende wurde schonmal getrennt bezahlt. Sie war sehr häufig zum Essen bei mir, von mir gekocht und bezahlt. Sie hat nichts für mich machen müssen, also kein kochen, putzen oder so. Wenn jemand ausgenutzt wurde war ich das, aber nicht Sie :vogel:

RAPtile
02-06-2009, 13:55
[QUOTE=Name:K3;22115008]dann wende das mal auf jedes opfer-täter-beispiel an. also auf jedes.
ohne ausnahme.

dann weiß man, dass das ein spruch ist, der täter im grunde von ihrer verantwortung befreien soll und opfern automatisch immer einen mitschuld gibt.

natürlich gibt es die beispiele, wo es zutrifft. aber das ist nicht die regel, dass zwei immer dazu gehören.

ein hamrloses beispiel wäre auch z.b.:
wenn ein älteres ehepaar einfach die tür aufmacht, weil es geklingelt hat, es aber überfallen und ausgeraubt wird. wäre deren schuld ihr "nichts-böses-ahnend" gewesen?
ich sehe da keine mitschuld.[/QUOTE]

Nennen sie ein klassisches Beispiel für ausgenutzt werden!

Antwort: Überfall!!!

YAY!

Zu einer interaktion zweier Individuen gehören nunmal 2...

Ob das Verhalten von Person X das Verhalten von Person Y kausal beeiflusst ist dabei natürlich NICHT immer gegeben.

Person X könnte vorsätzlich und WILL enttäuschen/ausnutzen. Das ist jedoch in den seltensten Fällen der Fall. Zumindest wenn es um Freundschaft geht, was ja hier das Thema ist.

Vielmehr ist es ein kommunikatives Vakuum in dem sich beide befinden.

"Der und der kotzt mich wegen XY sooo an" - das weiß jeder - außer der um den es geht....

Wieso? Na weils leichter ist sich bei anderen Luft zu machen als die Person X darauf anzusprechen - ganz einfach....

Snowwhiteme
02-06-2009, 14:13
Was ist aber, wenn Du ausgenutzt wirst, es aber gar nicht wissen kannst, weil die ausnutzende Person Dich belügt?

Bin ich dann mit schuld, weil ich auf mehrere hieb- und stichfeste Lügen hereingefallen bin, von einem Menschen, dem ich voll vertraut habe. Darf man also grundsätzlich niemandem vertrauen? Das wäre ja schon sehr traurig.

Ich bin zwar natürlich vorsichtiger geworden, aber ich lasse mir von einem A******* nicht mein Vertrauen in die Ehrlichkeit anderer Menschen nehmen.

RAPtile
02-06-2009, 14:22
[QUOTE=Snowwhiteme;22115520]Was ist aber, wenn Du ausgenutzt wirst, es aber gar nicht wissen kannst, weil die ausnutzende Person Dich belügt?

Bin ich dann mit schuld, weil ich auf mehrere hieb- und stichfeste Lügen hereingefallen bin, von einem Menschen, dem ich voll vertraut habe. Darf man also grundsätzlich niemandem vertrauen? Das wäre ja schon sehr traurig.

Ich bin zwar natürlich vorsichtiger geworden, aber ich lasse mir von einem A******* nicht mein Vertrauen in die Ehrlichkeit anderer Menschen nehmen.[/QUOTE]

Schrieb ich doch - passiert und ist selten, wenn es um Freundschaft geht.

Kriegt man aber über "Ansprechen was einen stört" etc. pp oft raus. (Wird dann nämlcih ganz schnell dem anderen zu anstrengend....)

Wieso sollte man deshalb niemanden vertrauen? Gibts nichtsmehr dazwischen?
Schwarz - Weiß - sonst gibts nix?

Komische Weltordnung....

Elaine
02-06-2009, 14:36
[QUOTE=RAPtile;22115629]Schrieb ich doch - passiert und ist selten, wenn es um Freundschaft geht.

Kriegt man aber über "Ansprechen was einen stört" etc. pp oft raus. (Wird dann nämlcih ganz schnell dem anderen zu anstrengend....)

Wieso sollte man deshalb niemanden vertrauen? Gibts nichtsmehr dazwischen?
Schwarz - Weiß - sonst gibts nix?

Komische Weltordnung....[/QUOTE]

ich finde das überhaupt den einzigen Weg, den man gehen kann. Und zwar in dem Moment, wo es einen stört, eigentlich ist das ja auch ein Zeichen von Vertrauen. Kann sein, jemand anders betrachtet das als Gegenleistung für was, woran man gar nicht denkt und fühlt sich völlig quitt oder auch selber großzügig.

Snowwhiteme
02-06-2009, 14:37
[QUOTE=RAPtile;22115629]Schrieb ich doch - passiert und ist selten, wenn es um Freundschaft geht.

Kriegt man aber über "Ansprechen was einen stört" etc. pp oft raus. (Wird dann nämlcih ganz schnell dem anderen zu anstrengend....)

Wieso sollte man deshalb niemanden vertrauen? Gibts nichtsmehr dazwischen?
Schwarz - Weiß - sonst gibts nix?

Komische Weltordnung....[/QUOTE]

Nee, so war das nicht gemeint. Die Person ist ein notorischer Lügner, da kam über Jahre hinweg keiner drauf. ;)

Elaine
02-06-2009, 14:44
wie geht sowas? Sich ausnutzen lassen, wenn weil jemand lügt? Mir fallen jetzt paar Beispiele ein, wo das kurzfristig durchaus sein kann :klatten: aber sonst? Kannst du mir mal ein allgemeines Beispiel nennen?

Snowwhiteme
02-06-2009, 14:52
Du schenkst jemandem Geld, weil er dir einen plausiblen Grund dafür nennt, der aber frei erfunden ist.

Orane
02-06-2009, 17:15
[QUOTE=Snowwhiteme;22115520]Was ist aber, wenn Du ausgenutzt wirst, es aber gar nicht wissen kannst, weil die ausnutzende Person Dich belügt?
[/QUOTE]

Dann spielt es einfach noch keine Rolle für dich, dass du ausgenutzt wirst. Du weißt es ja nicht. Es wird erst für dich als ausnutzen relevant, wenn du es festgestellt hast.
Ausnutzen ist vielleicht eh ein Gefühl, dass sich erst nach etwas einstellt. Nach einem Ereignis, nach einem bestimmten Verhalten, nach einer Entdeckung, etc.

Snowwhiteme
02-06-2009, 17:36
[QUOTE=Orane;22117811]Dann spielt es einfach noch keine Rolle für dich, dass du ausgenutzt wirst. Du weißt es ja nicht. Es wird erst für dich als ausnutzen relevant, wenn du es festgestellt hast.
Ausnutzen ist vielleicht eh ein Gefühl, dass sich erst nach etwas einstellt. Nach einem Ereignis, nach einem bestimmten Verhalten, nach einer Entdeckung, etc.[/QUOTE]

Sehr gut erklärt :anbet: So sehe ich das auch.