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golfern
03-01-2011, 21:39
[QUOTE=Granini;30126351]ich hab grad erst reingeschalten.. wer war Tim nochmal? :helga:[/QUOTE]

Der moppelige Ex-Knacki! Vater war wohl krank und Tod des anderen Elternteiles gehöre nicht in die Öffentlichkeit....kann man sich ja denken! :(

Niederrheiner
03-01-2011, 21:40
[QUOTE=Granini;30126351]ich hab grad erst reingeschalten.. wer war Tim nochmal? :helga:[/QUOTE]

Der Küchen-Menowin.

vergas
03-01-2011, 21:41
[QUOTE=Niederrheiner;30126367]Hm, ok, hatte in Erinnerung, dass Jasmina (nach dem Bewerbungstag) eine der Zuverlässigeren und Fleißigeren war.[/QUOTE]

Nee, das waren eigentlich nur die beiden Köche - der Knacki und der reiche Bube und die Ältere mit der Klatsche

kleinbrina
03-01-2011, 21:43
[QUOTE=Niederrheiner;30126270]

Nina: "Warum ist der Kopf schon ab?"

Chefkoch: "Der wird ohne Kopf gekocht."

Nina: "Auch geangelt?"


Für mich einer der Sätze der ganzen Staffel. Sensationell![/QUOTE]

Das hat Jennifer gefragt, man hat es NIna gerade nur in die Schuhe geschoben.

Granini
03-01-2011, 21:43
[QUOTE=golfern;30126373]Der moppelige Ex-Knacki! Vater war wohl krank und Tod des anderen Elternteiles gehöre nicht in die Öffentlichkeit....kann man sich ja denken! :([/QUOTE]


Ach der, der älter aussah als alle anderen(oder es auch war)? Groß und mobsig? Dann weiß ich wohl wer.. der arme

Niederrheiner
03-01-2011, 21:47
[QUOTE=kleinbrina;30126435]Das hat Jennifer gefragt, man hat es NIna gerade nur in die Schuhe geschoben.[/QUOTE]

Echt? Hab ich auch anders in Erinnerung.
Dachte, Nina hätte das gefragt.

golfern
03-01-2011, 21:49
Wie war das noch mit Can? Kochen ist für ihn wie purer Sex? :teufel:

Uuund Can auch raus! :clap:

Granini
03-01-2011, 21:50
Kann ich mir aber auch vorstellen, dass denen immer unter die Nase gerieben wird, dass sie ersätzlich sind und nicht gebraucht werden. Und ICH hätte dann auch keinen Bock mehr :helga:

vergas
03-01-2011, 21:51
Holla die Waldfee, die Ausfallrate ist aber beachtlich.

Emma Erdnuss
03-01-2011, 21:51
"Dann habt dicke Eier und kommt in mein Gesicht!"

:albernkicher: :D

Marmelada
03-01-2011, 21:51
[QUOTE=Granini;30126564]Kann ich mir aber auch vorstellen, dass denen immer unter die Nase gerieben wird, dass sie ersätzlich sind und nicht gebraucht werden. Und ICH hätte dann auch keinen Bock mehr :helga:[/QUOTE]

Jeder Auszubildende ist zu ersetzen. Das einzusehen ist nur realistisch.

Charlize
03-01-2011, 21:52
Can hat das Ding von Anfang an nicht so ernst genommen. Statt ihnen zu sagen wie ersetzlich sie sind, hätte man ihnen doch auch sagen müssen was für eine Chance sie sich hier vertun oder vertan haben. Gibt Leute die würden sich alle 10 Finger nach so einer Möglichkeit abschlecken!

Niederrheiner
03-01-2011, 21:52
Ich glaube auch, dass es mit den Chefköchen da keinen Deut einfacher ist, auszukommen als mit den Azubis/Praktikanten.

Granini
03-01-2011, 21:52
[QUOTE=Marmelada;30126596]Jeder Auszubildende ist zu ersetzen. Das einzusehen ist nur realistisch.[/QUOTE]


Klar ist jeder Azubi zu ersetzen aber wenn man das immer aufs Brot geschmiert bekommt, dann muss man auch mit trotzigen Reaktionen rechnen. Grad bei den Kiddis da

vergas
03-01-2011, 21:54
[QUOTE=Granini;30126564]Kann ich mir aber auch vorstellen, dass denen immer unter die Nase gerieben wird, dass sie ersätzlich sind und nicht gebraucht werden. Und ICH hätte dann auch keinen Bock mehr :helga:[/QUOTE]

Ich glaube nicht, dass das so einfach ist. Sozialisierung schön und gut, aber die haben verdammt viel Support bekommen und irgendwann muss das auch mal Früchte tragen. In der "normalen" Wirtschaft wären die spätestens nach vier Wochen achtkantig geflohen.

bedefort
03-01-2011, 21:54
[QUOTE=Granini;30126622]Klar ist jeder Azubi zu ersetzen aber wenn man das immer aufs Brot geschmiert bekommt, dann muss man auch mit trotzigen Reaktionen rechnen. Grad bei den Kiddis da[/QUOTE]


Bei der Unzuverläßigkeit, die die da an den Tag legen, wären die woanders längst ersetzt worden!!

Charlize
03-01-2011, 21:57
[QUOTE=bedefort;30126656]Bei der Unzuverläßigkeit, die die da an den Tag legen, wären die woanders längst ersetzt worden!![/QUOTE]

Sehr richtig, denn Aktionen wie "Heute komm ich nicht" und "Morgen hab ich keine Lust drauf" regen doch gerade dazu an das die Chefs auch mal hart durchgreifen müssen.

bbmasteralex
03-01-2011, 21:57
Wie alt ist Marco? 20?
Und dann Privatinsolvenz? Wie schafft man das frag ich mich.

golfern
03-01-2011, 21:57
[QUOTE=Granini;30126622]Klar ist jeder Azubi zu ersetzen aber wenn man das immer aufs Brot geschmiert bekommt, dann muss man auch mit trotzigen Reaktionen rechnen. Grad bei den Kiddis da[/QUOTE]

Das stimmt schon, nur wussten die im Sommer schon, dass es diese Sendung geben wird und sie hätten nur mal ein halbes Jahr durchziehen müssen, wenigstens um nicht in der heutigen Sendung niedergemacht zu werden. Aber manche sind unfähig und arbeitsscheu! :nixweiss:

Granini
03-01-2011, 21:58
[QUOTE=bedefort;30126656]Bei der Unzuverläßigkeit, die die da an den Tag legen, wären die woanders längst ersetzt worden!![/QUOTE]


Jaahaa. Natöörlich!
trotzdem glaube ich nicht, dass beim Rach alles rosatuffig in der Küche ist und es da bei weitem nicht immer so ist wie es in der Glotze aussieht.

Marmelada
03-01-2011, 21:59
[QUOTE=Granini;30126714]Jaahaa. Natöörlich!
trotzdem glaube ich nicht, dass beim Rach alles rosatuffig in der Küche ist und es da bei weitem nicht immer so ist wie es in der Glotze aussieht.[/QUOTE]

In der Küche ist es nirgends rosatuffig. Im Gegenteil. Da muss man eine Menge aushalten. Der Umgangston ist in aller Regel ziemlich rauh.

Niederrheiner
03-01-2011, 22:00
Also ich würde mich als zuverlässig bezeichnen und glaube auch nicht, dass ich als Arbeitnehmer besonders schwierig wäre (studiere noch), aber mit den Chefköchen da würd ich unter Garantie auch nicht zurechtkommen.

Arroganter und unsympathischer geht's echt kaum.

kleinbrina
03-01-2011, 22:00
Angelika nervt mich jetzt schon wieder....

"Dann sind Sie von meinen Kollegen enttäuscht, aber nicht von mir."

Blöde kuh, hauptsache andere wieder reinreiten.

Emma Erdnuss
03-01-2011, 22:00
Haha, die Fischsuppenstreberin stösst mal eben direkt die Kollegen unter den Bus. Mit sowas arbeitet man doch gerne zusammen :wub:

Charlize
03-01-2011, 22:03
Zuerst der Dolch von hinten "Dann sind sie von meinen Kollegen enttäuscht, aber nicht von mir" und dann "Ich will hier nicht weg, ich fühl mich so wohl". Strange

vergas
03-01-2011, 22:05
[QUOTE=Granini;30126714]Jaahaa. Natöörlich!
trotzdem glaube ich nicht, dass beim Rach alles rosatuffig in der Küche ist und es da bei weitem nicht immer so ist wie es in der Glotze aussieht.[/QUOTE]

Gastronomie ist niemals rosatuffig, sondern knallharte Abläufe, die ineinander greifen müssen, sonst hast du Chaos.

In der Küche herrscht auch gerne mal ein rauher Ton, während des laufenden Betriebes ist keine Zeit für Diskussionsrunden mit Malventee.

Martali
03-01-2011, 22:06
Hallo zusammen, bin eine Neue :wink:
Gibts überhaupt was Positives zu vermelden? Alles schlampt, nur Fischsuppe ätzt, das kann es doch wohl nicht gewesen sein?? :(

cicero
03-01-2011, 22:07
hab erst ziemlich spät eingeschaltet. kann bitte mal jemand berichten, was mit der jungen mutter ist (die mit der zweifarbigen frisur)? ist rach mit ihr zufrieden oder ist sie auch schon wieder weg?

golfern
03-01-2011, 22:08
Selbst wenn es "Sprücheklopfer"-Can zu hart war vom Umgangston her oder was auch immer, dann hab ich die Eier und komm zum Rach ins Gesicht und sage es ihm! :zahn: Aber im Ernst, dann kündige ich und mache nicht ewig blau! :tsts:

ferrailleuse
03-01-2011, 22:09
Musste unbedingt die "Geissens" gucken :helga:

Könnte mir bitte jemand sagen, wer rausgeworfen wurde :D

Charlize
03-01-2011, 22:11
Wenn mir was nicht passt, dann sag ich das generell und renn nicht einfach feig davon, aber manche Leute treten ihre Chancen auch noch mit Füßen!

vergas
03-01-2011, 22:11
[QUOTE=ferrailleuse;30126950]Musste unbedingt die "Geissens" gucken :helga:

Könnte mir bitte jemand sagen, wer rausgeworfen wurde :D[/QUOTE]

Frag lieber, wer noch dabei ist. Die Antwort würde kürzer ausfallen :zahn:

Engelchen 1947
03-01-2011, 22:12
[QUOTE=Martali;30126887]Hallo zusammen, bin eine Neue :wink:
Gibts überhaupt was Positives zu vermelden? Alles schlampt, nur Fischsuppe ätzt, das kann es doch wohl nicht gewesen sein?? :([/QUOTE]
Hallo Rotbäckchen,wo treibst du dich rum ?

Niederrheiner
03-01-2011, 22:13
[QUOTE=ferrailleuse;30126950]
Könnte mir bitte jemand sagen, wer rausgeworfen wurde :D[/QUOTE]

Hab gerade ein bisschen den Überblick verloren.

Can raus, Nourdinne raus, Jasmina raus.

Johnny fast raus.

Nina auf der Kippe, Marco auf der Kippe.

Was vergessen oder falsch?

Birkel
03-01-2011, 22:13
[QUOTE=ferrailleuse;30126950]Musste unbedingt die "Geissens" gucken :helga:

Könnte mir bitte jemand sagen, wer rausgeworfen wurde :D[/QUOTE]
JAU, ICH.:(

Charlize
03-01-2011, 22:15
Gut gemacht Rena

Granini
03-01-2011, 22:15
[QUOTE=Marmelada;30126734]In der Küche ist es nirgends rosatuffig. Im Gegenteil. Da muss man eine Menge aushalten. Der Umgangston ist in aller Regel ziemlich rauh.[/QUOTE]
[QUOTE=vergas;30126868]Gastronomie ist niemals rosatuffig, sondern knallharte Abläufe, die ineinander greifen müssen, sonst hast du Chaos.

In der Küche herrscht auch gerne mal ein rauher Ton, während des laufenden Betriebes ist keine Zeit für Diskussionsrunden mit Malventee.[/QUOTE]


Ja, man kann es auch absichtlich falsch verstehen :rolleyes:

ferrailleuse
03-01-2011, 22:16
[QUOTE=vergas;30126989]Frag lieber, wer noch dabei ist. Die Antwort würde kürzer ausfallen :zahn:[/QUOTE]

:rotfl: :rotfl:


[QUOTE=Niederrheiner;30127020]Hab gerade ein bisschen den Überblick verloren.

Can raus, Nourdinne raus, Jasmina raus.

Johnny fast raus.

Nina auf der Kippe, Marco auf der Kippe.

Was vergessen oder falsch?[/QUOTE]

Danke sehr :bussi:


[QUOTE=Birkel;30127023]JAU, ICH.:([/QUOTE]

Dass Du aus jeder Kneipe rausfliegst, ist eh klar :bussi:

Martali
03-01-2011, 22:23
[QUOTE=Engelchen 1947;30127013]Hallo Rotbäckchen,wo treibst du dich rum ?[/QUOTE]
Hast du vergessen, dass ich in der Anstalt mal einen Fred zu dieser Sendung eröffnet hatte? Meine einzige Eigeneröffnung! Und ich wurde schmählich allein gelassen :heul:

Vollkornbrot
03-01-2011, 22:40
Was wir aus dieser Sendung gelernt haben: eine Resozialisierung ist möglich, aber nur bei denen, die nicht davon ausgehen, noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben: Übergewichtige und Ü40.
Anscheinend haben beide Gruppen schon gemerkt, dass sie jede Chance ergreifen müssen. Die junge Hartz4-Klientel dagegen scheint wohl noch davon auszugehen, dass noch ein paar Jahre Party angesagt ist bevor man sich dem Ernst des Lebens zuwenden kann - um dann festzustellen, dass es dafür zu spät ist.

Insofern: bitte so eine Sendung noch mal, aber ohne Sonnenstudio-Junggedöns, das sowieso keinen Bock hat.

Vor allem für Rena und Angelika freue ich mich, und wenn Angelika einfach besser als der ganze Rest war und das auch ausspricht, so what? Wo ist dann das Problem?

Sally
03-01-2011, 22:44
[QUOTE=Niederrheiner;30126270]Ausgerechnet Jasmina weg?[/QUOTE]das hat mich ehrlich gesagt auch gewundert, sie hatte ich nicht auf dem plan.
mich hätte ja schon interessiert was genau rach mit "fehltritten" meinte.


das rena es geschafft hat freut mich.
sie wirkte um einiges selbstbewusster als vorher.

Lu777
03-01-2011, 22:56
[QUOTE=kleinbrina;30126752]Angelika nervt mich jetzt schon wieder....

"Dann sind Sie von meinen Kollegen enttäuscht, aber nicht von mir."

Blöde kuh, hauptsache andere wieder reinreiten.[/QUOTE]



Na wenn sie doch aber nur solche Deppen als Kollegen hat...!? Ich kann sie verstehen...!!!!:d:

Engelchen 1947
03-01-2011, 22:56
[QUOTE=Martali;30127221]Hast du vergessen, dass ich in der Anstalt mal einen Fred zu dieser Sendung eröffnet hatte? Meine einzige Eigeneröffnung! Und ich wurde schmählich allein gelassen :heul:[/QUOTE]
Ich weiß :knuddel:

dicke76
03-01-2011, 23:25
rach hatte beim rtl-jahresrückblick gesagt, dass sie eine person wegen "drogenmissbrauchs" entlassen mussten.
da bis eben nur jasmina wirklich rausgeflogen ist, war sie diese person wohl...

golfern
04-01-2011, 00:06
[QUOTE=dicke76;30128156]rach hatte beim rtl-jahresrückblick gesagt, dass sie eine person wegen "drogenmissbrauchs" entlassen mussten.
da bis eben nur jasmina wirklich rausgeflogen ist, war sie diese person wohl...[/QUOTE]

Da tippe ich aber eher auf Can, der laut Sendungs-Kommentator mit der Teilnahme an dem Projekt "weg wollte von Drogengeschäften" und laut Rach etwas mit seinem Anwalt zu klären hätte!

solution
04-01-2011, 00:27
Für mich wirkten die Chefküche VOR der Kamera schon leicht überfordert mit dem Personal und ich mir sehr gut vorstellen das ohne die Kameras so mancher von den Jugendlichen mit sehr persönlichen & beleidigenden Sprüchen konfrontiert wurden die über das Ziel hinaus gehen...

Das sind Jungendliche die mit den normalen sozialen Strukturen wie Pünktlichkeit & Zuvelässigkeit überfordert waren, denen ständig damit zu kommen das sie a) ersetzbar sind und b)ewig dankbar sein müssen überhaupt eine Chance zu erhalten ist Kontraproduktiv, da bewirkt man nur Trotzreaktionen von Halbwüchsigen die ähnlich denen von Kleinkindern sind wo man genau weiss das man das Gegenteil sagen muss um sein Ziel zu erreichen.

Aus der Ferne behaupte ich mal wenn Rach präzenter für die Jugendlichen gewesen wäre, dann hätte er mit seinem Zuspruch mehr erreicht und viel weniger Abgänge gehabt wie Sie nun vorhanden sind. Für mich ist am Weggang der Mehrzahl nicht nur doch zu grossem Teil die Chefkoche schuld die mit den Jugendlichen schlichtweg den falschen Ton angeschlagen haben.

Rotschlumpf
04-01-2011, 02:19
Das Can und Noureddine raufliegen, war mir von Beginn an klar. Darauf hätte ich sogar gewettet. Noureddine nimmt nichts ernst, macht lieber Party, dazu unzuverlässig und faul. Can ist ein aalglatter Dampfplauderer der "voll krassen" Sorte, wie er im Buche steht.

Das Johnny und Marco noch dabei sind, wundert mich. Denke aber nicht, daß die noch lange durchhalten. Beide sind meiner Meinung nach nicht ausbildungsfähig. Die mit den zwei Haarfarben (Name fällt mir gerade nicht ein) scheint eher keine große Lust mehr zu haben und schiebt ihr Kind vor.

Janinas Abgang hat mich überrascht, die machte als eine der wenigen einen zuverlässigen Eindruck. Dafür hat Rena positiv überrascht.

Das Tim das meistert, dachte ich mir. Bei Angelika war ich mir nicht ganz sicher, tendenz eher ja.

Italiangirl
04-01-2011, 03:03
Au weia, die Ausfallquote war ja doch recht hoch... :o Schade, dass Can und Nourddine ihre Chancen nicht genutzt haben - aber 40 Fehltage und diese ganze Unzuverlässigkeit in den paar Monaten sind schon sehr haarsträubend! :hair: Mit solchen Leuten kann man dann nix anfangen. :q:

Freut mich aber für Rena (hätte ich nicht erwartet, dass sie das schafft), Tim und Angelika. :d: Angelika immer mit ihrer hochgeklappten Kochmütze, sieht irgendwie lustig aus... :rotfl: :lol:

Und Marco in der Privatinsolvenz? :suspekt: Wie schafft man das denn, in DEM Alter? :ko: :hair:

[QUOTE=Frosch17;30125976]"An welchem Fluss liegt die Stadt Frankfurt am Main?" :rotauge:[/QUOTE]

:rotfl:

[QUOTE=Niederrheiner;30126270]Ausgerechnet Jasmina weg?

Die war doch eigentlich am Ende eine der Besten, oder habe ich das falsch in Erinnerung?



Nina: "Warum ist der Kopf schon ab?"

Chefkoch: "Der wird ohne Kopf gekocht."

Nina: "Auch geangelt?"


Für mich einer der Sätze der ganzen Staffel. Sensationell![/QUOTE]

:lol::lol::lol:



Nächste Woche kommen wieder neue Rach-Restauranttester-Folgen... :clap: :freu:

joy1968
04-01-2011, 04:17
[QUOTE=solution;30128755]...

Das sind Jungendliche die mit den normalen sozialen Strukturen wie Pünktlichkeit & Zuvelässigkeit überfordert waren, denen ständig damit zu kommen das sie a) ersetzbar sind und b)ewig dankbar sein müssen überhaupt eine Chance zu erhalten ist Kontraproduktiv, da bewirkt man nur Trotzreaktionen von Halbwüchsigen die ähnlich denen von Kleinkindern sind wo man genau weiss das man das Gegenteil sagen muss um sein Ziel zu erreichen.

[/QUOTE]

unreal fände ich es, einem jugendlichen arbeitslosen, der null einsatz zeigt, klar zu machen, er wäre nicht ersetzbar. und ja, dankbarkeit würde ich da auch erwarten, denn sie hatten ihre chance, die ihnen andere sicherlich nicht gegeben hätten.
man sollte sich in dem alter schon bewusst sein, dass man nicht mehr im kindergarten ist und einfach losplärren kann, wenn einem was nicht passt, sondern die arschbacken zusammenkneifen muss, wenn man was an seiner situation ändern will. einige wollten es nicht. selber schuld.
wenn man bedenkt, dass dort schulabbrecher waren: hallo, wo bekommen sie denn so eine chance? rach war doch noch sehr nachsichtig, jeder chef in einem realem betrieb hätte, bis auf zwei leute, jeden anderen nach wenigen wochen geschmissen. zu recht.
ersetzbar ist jeder und eben das sollte jedem bewusst werden. man kann probieren, sich unersetzbar zu machen (siehe die 45 jährige, deren name mir nicht einfällt), aber dann muss man sich schon einsetzen und das geht sicherlich nicht, wenn man ständig fehlt, null motivation hat.
erwachsensein wollen sie alle, was das feiern, saufen usw angeht. aber bloß nicht die andere seite des erwachsenseins erleben. nämlich für ihr leben verantwortlich sein. und dazugehört nun mal auch das arbeiten.

Engelchen 1947
04-01-2011, 04:49
[QUOTE=joy1968;30129232]unreal fände ich es, einem jugendlichen arbeitslosen, der null einsatz zeigt, klar zu machen, er wäre nicht ersetzbar. und ja, dankbarkeit würde ich da auch erwarten, denn sie hatten ihre chance, die ihnen andere sicherlich nicht gegeben hätten.
man sollte sich in dem alter schon bewusst sein, dass man nicht mehr im kindergarten ist und einfach losplärren kann, wenn einem was nicht passt, sondern die arschbacken zusammenkneifen muss, wenn man was an seiner situation ändern will. einige wollten es nicht. selber schuld.
wenn man bedenkt, dass dort schulabbrecher waren: hallo, wo bekommen sie denn so eine chance? rach war doch noch sehr nachsichtig, jeder chef in einem realem betrieb hätte, bis auf zwei leute, jeden anderen nach wenigen wochen geschmissen. zu recht.
ersetzbar ist jeder und eben das sollte jedem bewusst werden. man kann probieren, sich unersetzbar zu machen (siehe die 45 jährige, deren name mir nicht einfällt), aber dann muss man sich schon einsetzen und das geht sicherlich nicht, wenn man ständig fehlt, null motivation hat.
erwachsensein wollen sie alle, was das feiern, saufen usw angeht. aber bloß nicht die andere seite des erwachsenseins erleben. nämlich für ihr leben verantwortlich sein. und dazugehört nun mal auch das arbeiten.[/QUOTE]

:clap:Bravo :clap:

standing ovation :anbet:

zivchen
04-01-2011, 07:12
[QUOTE=joy1968;30129232]unreal fände ich es, einem jugendlichen arbeitslosen, der null einsatz zeigt, klar zu machen, er wäre nicht ersetzbar. und ja, dankbarkeit würde ich da auch erwarten, denn sie hatten ihre chance, die ihnen andere sicherlich nicht gegeben hätten.
man sollte sich in dem alter schon bewusst sein, dass man nicht mehr im kindergarten ist und einfach losplärren kann, wenn einem was nicht passt, sondern die arschbacken zusammenkneifen muss, wenn man was an seiner situation ändern will. einige wollten es nicht. selber schuld.
wenn man bedenkt, dass dort schulabbrecher waren: hallo, wo bekommen sie denn so eine chance? rach war doch noch sehr nachsichtig, jeder chef in einem realem betrieb hätte, bis auf zwei leute, jeden anderen nach wenigen wochen geschmissen. zu recht.
ersetzbar ist jeder und eben das sollte jedem bewusst werden. man kann probieren, sich unersetzbar zu machen (siehe die 45 jährige, deren name mir nicht einfällt), aber dann muss man sich schon einsetzen und das geht sicherlich nicht, wenn man ständig fehlt, null motivation hat.
erwachsensein wollen sie alle, was das feiern, saufen usw angeht. aber bloß nicht die andere seite des erwachsenseins erleben. nämlich für ihr leben verantwortlich sein. und dazugehört nun mal auch das arbeiten.[/QUOTE]

:d:

kann man so unterschreiben
ich würde "dankbarkeit" in der form erwarten, dass diese chance gewürdigt und deshalb einsatz gezeigt wird
und einsatz heißt dort in erster linie mal pünktlichkeit und zuverlässigkeit

die chefs dort mögen arrogant und genervt rübergekommen sein - aber wer wäre nicht genervt, wenn er in so nem laden nie weiß, welcher von den leuten heute wirklich zur arbeit erscheint und wie mal wieder die arbeit komplett umverteilt werden muss
und das tag für tag - es wurde gesagt, dass die chefs seit 7 monaten ohne freien tag gerbeitet haben
das muss man sich mal reinziehen - kein wunder, dass die keine lust hatten, die jungs und mädels zu pampern
so wie der eine sagte, warens mittags ca. 250 essen, die raus mussten - das muss man sich mal vorstellen, mit der mannschaft

in einem normalen betrieb wär das gar nicht machbar - da hätten nur tim, rena und angelika die ersten paar tage überlebt

Niederrheiner
04-01-2011, 07:28
[QUOTE=golfern;30126373]Der moppelige Ex-Knacki! Vater war wohl krank und Tod des anderen Elternteiles gehöre nicht in die Öffentlichkeit....kann man sich ja denken! :([/QUOTE]

Nämlich?

Selbstmord? Drogen? Mord innerhalb der Familie?

Oder was meinst du jetzt?

Gilmore
04-01-2011, 07:46
[QUOTE=zivchen;30129322]:d:

kann man so unterschreiben
ich würde "dankbarkeit" in der form erwarten, dass diese chance gewürdigt und deshalb einsatz gezeigt wird
und einsatz heißt dort in erster linie mal pünktlichkeit und zuverlässigkeit

die chefs dort mögen arrogant und genervt rübergekommen sein - aber wer wäre nicht genervt, wenn er in so nem laden nie weiß, welcher von den leuten heute wirklich zur arbeit erscheint und wie mal wieder die arbeit komplett umverteilt werden muss
und das tag für tag - es wurde gesagt, dass die chefs seit 7 monaten ohne freien tag gerbeitet haben
das muss man sich mal reinziehen - kein wunder, dass die keine lust hatten, die jungs und mädels zu pampern
so wie der eine sagte, warens mittags ca. 250 essen, die raus mussten - das muss man sich mal vorstellen, mit der mannschaft

in einem normalen betrieb wär das gar nicht machbar - da hätten nur tim, rena und angelika die ersten paar tage überlebt[/QUOTE]

Und was das für eine Chance ist. Mit einer Ausbildung in einer Rach-Küche öffnen sich einem danach doch alle Türen (ausser, man hat sich vorher im TV so dargestellt :crap:). Ich kann die Chefs auch verstehen. Personal ist heute überall knapp, da hinterlässt jeder, der nicht zur Arbeit erscheint, sofort eine große Lücke, die man nur mit entsprechendem Aufwand schließen kann. Und wenn sich das über Monate hinzieht, dann verlässt einen schon mal die Geduld. :nixweiss:

vaya.con.dios
04-01-2011, 09:24
guten morgen.
ich bin ja auch der meinung, dass man die jungs und mädels mit der strechlimo zu hause hätte abholen können, ihnen erstmal ein käffchen servieren und fragen, ob sie denn bereit sind, heute ein bisschen zu arbeiten. skandal, dass das nicht gemacht wurde.

nee, mal ehrlich, ich arbeite auch in einem job, für den man keine qualifikation ausser zuverlässigkeit und einsatzbereitschaft braucht. ich bin aber 60, will nicht auf der couch sitzen, dummes tv gucken und renne wie ein hase und habe großen spass bei der arbeit. eine woche dienst, eine woche frei.

wenn die lieben kolleginnen sich mal wieder krank melden, wird versucht, die, die ihre freiwoche haben, zum dienst zu überreden. hab ich selbst so oft gemacht, aber mittlerweile hab ich auch keinen bock mehr, für die damen deren job zu machen. besonders krankheitsbedrohlich sind die zeiten um feiertage herum. man fragt sich, warum solche leute nicht fliegen, zumal es immer dieselben sind.

Orangefeeling
04-01-2011, 09:32
[QUOTE=Engelchen 1947;30129238]:clap:Bravo :clap:

standing ovation :anbet:[/QUOTE]


Hennilein....konntest du nicht schlafen?? :confused:

Sally
04-01-2011, 10:47
[QUOTE=vaya.con.dios;30129649]
ich bin ja auch der meinung, dass man die jungs und mädels mit der strechlimo zu hause hätte abholen können, ihnen erstmal ein käffchen servieren und fragen, ob sie denn bereit sind, heute ein bisschen zu arbeiten. skandal, dass das nicht gemacht wurde.
[/QUOTE] :D

Miami Twice
04-01-2011, 10:53
Folge eben nachgeguckt - Rena :d::d: schade das es so viele Ausdfälle gibt, aber damit war irgendwie auch zu rechnen. :nixweiss:

cicero
04-01-2011, 10:54
[QUOTE=solution;30128755]Für mich wirkten die Chefküche VOR der Kamera schon leicht überfordert mit dem Personal und ich mir sehr gut vorstellen das ohne die Kameras so mancher von den Jugendlichen mit sehr persönlichen & beleidigenden Sprüchen konfrontiert wurden die über das Ziel hinaus gehen...

Das sind Jungendliche die mit den normalen sozialen Strukturen wie Pünktlichkeit & Zuvelässigkeit überfordert waren, denen ständig damit zu kommen das sie a) ersetzbar sind und b)ewig dankbar sein müssen überhaupt eine Chance zu erhalten ist Kontraproduktiv, da bewirkt man nur Trotzreaktionen von Halbwüchsigen die ähnlich denen von Kleinkindern sind wo man genau weiss das man das Gegenteil sagen muss um sein Ziel zu erreichen.

Aus der Ferne behaupte ich mal wenn Rach präzenter für die Jugendlichen gewesen wäre, dann hätte er mit seinem Zuspruch mehr erreicht und viel weniger Abgänge gehabt wie Sie nun vorhanden sind. Für mich ist am Weggang der Mehrzahl nicht nur doch zu grossem Teil die Chefkoche schuld die mit den Jugendlichen schlichtweg den falschen Ton angeschlagen haben.[/QUOTE]

:d:

solution
04-01-2011, 11:06
[QUOTE=joy1968;30129232]unreal fände ich es, einem jugendlichen arbeitslosen, der null einsatz zeigt, klar zu machen, er wäre nicht ersetzbar. und ja, dankbarkeit würde ich da auch erwarten, denn sie hatten ihre chance, die ihnen andere sicherlich nicht gegeben hätten.
man sollte sich in dem alter schon bewusst sein, dass man nicht mehr im kindergarten ist und einfach losplärren kann, wenn einem was nicht passt, sondern die arschbacken zusammenkneifen muss, wenn man was an seiner situation ändern will. einige wollten es nicht. selber schuld.
wenn man bedenkt, dass dort schulabbrecher waren: hallo, wo bekommen sie denn so eine chance? rach war doch noch sehr nachsichtig, jeder chef in einem realem betrieb hätte, bis auf zwei leute, jeden anderen nach wenigen wochen geschmissen. zu recht.
ersetzbar ist jeder und eben das sollte jedem bewusst werden. man kann probieren, sich unersetzbar zu machen (siehe die 45 jährige, deren name mir nicht einfällt), aber dann muss man sich schon einsetzen und das geht sicherlich nicht, wenn man ständig fehlt, null motivation hat.
erwachsensein wollen sie alle, was das feiern, saufen usw angeht. aber bloß nicht die andere seite des erwachsenseins erleben. nämlich für ihr leben verantwortlich sein. und dazugehört nun mal auch das arbeiten.[/QUOTE]

Die Betonung lag auf "ständig", natürlich ist JEDER im Arbeitsleben ersetzbar, mancher etwas schneller bei dem anderen eben etwas langfristiger je nach Aufgabenbereich.

Bei solchen Sozializierungsprojekten ist es wichtig sich bewusst zu sein, das man in erster Linie Therapeut & Motivator ist und erst danach ein wirtschaftlich orientierter Ausbildungsbetrieb. Imho ist es da wichtig den Jugendlichen die Chance ins Bewusstsein zu rufen die Sie erhalten und nicht das Sie ersetzbar sind bzw. dankbar sein sollten überhaupt dort arbeiten zu dürfen. DAS haben Sie in Ihrem Leben oft genug gehört, oftmals sogar in den eigenen Familien, das ist imho der falsche Ansatzpunkt und gerade Rach hat es in den ersten Folgen vorgemacht das es auch mit ernsthaften Gesprächen inkl. Konsequenzennennung jedoch auch die UNGLAUBLICHE Chance der Jugendlichen erwähnt hat. Beispielsweise würde ich als Küchenchef bei der Mutter von dem Kind die Möglichkeit geben, einmal innhalb der Woche eine Pause von mind. 1,5 Stunden zu geben um Ihr Kind zu sehen dafür aber die anderen verbleibenden Tagen 15 Minuten länger bleibt beispielsweise. DAS kann ein Küchenchef mittelfristig locker einplanen und erst DANN wenn das auch schief geht beispielweise dem Mädchen sagen: "... wir sind dir hier, hier und hier entgegengekommen nun bist du dran es mit Pünklichkeit, Engagement und Leistung zu beweisen das es Richtig war, dir diese Chance zu geben..." - nur mal so ein Ansatz um diese Jugendliche zu motivieren. Klar ist Sie lustlos, aber gerade in einem solchen Resozializierungsprojekt ist es enorm wichtig die Jugendlichen zu motivieren und Sie so Stück für Stück an die normalen sozialen Umgangsformen zu TRAINIEREN.

Aus der Ferne ist es schwer da eine Ferndiagnose zu stellen in einem 45-Minütigen Beitrag der zudem auf Quotensteigerung zusammengeschnitten ist... NUR mir haben die Küchenchefs einen leicht überforderten und demotivierten Eindruck gemacht mit DIESEN Jugendlichen zu arbeiten. Das diese sehr sehr schwierig sind, das hat man ja von Beginn an gewusst. Doch wer weiss was innerhalb dieser 7 (?) Monate alles geschehen ist das diese Küchenchefs nun so demotiviert sind. Das gilt es auch zu berücksichtigen, war eben mein erster oberflächlicher Eindruck von dem gestigen Zusammenschnitt...

bluemoon123
04-01-2011, 11:25
[QUOTE=solution;30130191]Die Betonung lag auf "ständig", natürlich ist JEDER im Arbeitsleben ersetzbar, mancher etwas schneller bei dem anderen eben etwas langfristiger je nach Aufgabenbereich. [/QUOTE]

Naja, das "ständig" würde ich nicht auf die Goldwaage legen. Ob die das wirklich "ständig" gesagt bekommen, oder ob das eben jemand ein oder zwei mal gesagt hat, wissen wir ja nicht. Aus ein oder zweimal wird bei Jugendlichen gern mal ein "immer" und "ständig". ;)

Was den Rest deines Postings angeht, so gebe ich dir Recht. Allerdings ist man dann meiner Meinung nach das Projekt ein bisschen falsch angegangen. Denn entweder man hat einen Koch als Chef oder einen Sozialarbeiter. Beides in einer Person wird sich schwer finden zu lassen. Wenn die sowas weiterhin auch ohne Fernsehen durchziehen wollen, dann müssen sie meiner Meinung nach auch einen Sozialarbeiter mit anstellen, der sich dann um die alltäglichen Problemchen kümmert und als Schaltstelle zwischen den Jugendlichen und den Chefs fungiert.
Siehe z.B. das Beispiel von Marco mit der Schuldnerberatung. Dass der sich da vor seinen Chefs schämt und das denen nicht auf die Nase bindet, kann ich sogar ein bisschen nachvollziehen. Da fehlt halt dann ein anderer Ansprechpartner im Betrieb, der ihm dann dabei hilft z.B. nen halben Tag frei zu bekommen. Oder auch das Beispiel mit Nina und dem Kind. Den Lösungsvorschlag, den du schon gebracht hast, find ich gut. Aber da brauchts halt im Betrieb jemanden, der erstens das Vertrauen der Jugendlichen hat, damit sie ihre Probleme auch ansprechen können, und der zweitens dann auch auf so praktische Lösungen kommt und sich dann entsprechend bei den Chefs einsetzt.

Voltaire
04-01-2011, 11:50
Naja, bei aller Sozialromantik ist so ein Restaurant trotzdem keine staatliche Wellnesseinrichtung, sondern ein Wirtschaftsbetrieb.
Wenn man den Damen und Herren Auszubildenden noch einen persönlichen Sozialarbeiter und 300 Tage Sonderurlaub stellt, wird der Laden in Kürze den Weg der Weinhexe gehen.
Und dann stehen auch Leute wie Tim und Angelika wieder auf der Straße.

Selbstbewusstsein ist wohl das, an was es den "Ausscheidern" am wenigsten mangelt. Nina dagegen, die ja beruflich wohl motiviert ist, hat Rach ja anscheindend seine Schulter angeboten (wenn was ist, komm ich ins Tafelhaus).
Übrigens zu Angelikas Reaktion. So wie ich das gesehen habe, hat sie einfach Rachs Veräppelung "ich bin sehr enttäuscht!" erkannt und mitgespielt "aber sicher nicht von mir!". Das war aus meiner Sicht keine Arroganz, sondern Spontanität.

per sempre
04-01-2011, 11:50
Ich hab da zusammengerechnet etwa 2,5 Folgen von gesehen und mich jetzt grade mal durchgeklickt wer nun schlussendlich von den Kandidaten übrig geblieben ist - und oh Wunder oh Wunder, es sind am Ende Diejenigen geblieben/geworden, bei denen man es realistischerweise auch von vernherein hätte annehmen können.

Für die Übrigen gilt: Selbst schuld.

Die Möglichkeit als C-Ausbildungskandidat Praktikum + Ausbildung in einem Top-Lokal zu machen ist die Chance ihres Lebens gewesen.

Und da muss man dann nicht noch eine und noch eine und noch eine... Chance in Form von Gesprächen, Sonderregelungen und und und hinterherschieben.
(am Ende wäre nämlich auch genau das kontraproduktiv für die Kandidaten selbst und das gesamte Umfeld gewesen)

Edit: Der Fall mit der kleinen Mama ist zugegebener maßen sicher grenzwertig.

ruru
04-01-2011, 12:04
Die Phase "wir gewöhnen euch wieder an ein geregeltes Leben und nehmen euch an die Hand" hatten alle doch schon während des Praktikums. Da konnte jeder mit seinen Sorgen ankommen und wer nur den Ansatz von gutem Willen zeigte, dem hat der Rach goldene Brücken gebaut. Aber danach fing eben das richtige Arbeiten an und gerade in einer Ausbildung wird erwartet, dass man Einsatz zeigt, sowohl im Betrieb als auch in der Schule.

Und gerade in der Gastronomie ist der Ton hinter den Kulissen halt etwas rauer. In einer Küche kann man nicht erst lange diskutieren, da geht es halt zack-zack.

Ich hab nur sehr begrenzt Verständnis für die Abbrecher, besonders wenn man bedenkt, dass es wohl gerade auch im Bereich Berufsschule Probleme gab.

bluemoon123
04-01-2011, 12:10
[QUOTE=Voltaire;30130440]Naja, bei aller Sozialromantik ist so ein Restaurant trotzdem keine staatliche Wellnesseinrichtung, sondern ein Wirtschaftsbetrieb.
Wenn man den Damen und Herren Auszubildenden noch einen persönlichen Sozialarbeiter und 300 Tage Sonderurlaub stellt, wird der Laden in Kürze den Weg der Weinhexe gehen.
Und dann stehen auch Leute wie Tim und Angelika wieder auf der Straße.
[/QUOTE]

Naja, aber wenn man so weiter macht wie jetzt und ewig Fehlzeiten duldet, ist das auch nicht grade wirtschaftlich.

Und es geht ja nicht um ständigen Sonderurlaub, sondern darum, dass den Kids gezeigt wird, dass man wenn man Probleme anspricht, auch Lösungen dafür finden kann. Denn ich denke, dass das das Hauptproblem ist. Die Jugendlichen trauen sich bei den Chefs nicht zu sagen was Sache ist und dann wird halt einfach daheim gebliegen und blau gemacht.
Wenn jetzt z.B. mal ein Termin bei der Schuldnerberatung oder beim Anwalt oder sonstwo ansteht, dann muss es halt möglich sein, das dort anzusprechen. Und dann kann man sagen, gut wenn du morgen 2 Stunden später kommst, dann arbeitest du das halt übermorgen wieder rein. Aber zumindest kann dann eine ordentliche Planung stattfinden, wenn man weiss, dass jemand nicht kommt.

Leider sind halt die Kids dort nicht so schlau, dass sie von selbst drauf kommen dass nur sprechenden Menschen geholfen werden kann. Eine Vertrauensperson im Betrieb fände ich deshalb keine unnütze Ausgabe!
Vor allem nicht, wenn man sich auf die Fahnen schreibt, dass man ein besonders sozial eingestellter Betrieb ist, in dem man chancenlosen Jugendlichen eine Chance gibt. Die Jugendlichen sind ja nicht von Geburt an chancenlos, sondern das hat bei jedem einen Grund warum die so sind wie sie sind. Und wenn man die von heute auf morgen umkrempeln könnte, dann wären sie auch in normalen Betrieben nicht mehr chanchenlos. ;)

vaya.con.dios
04-01-2011, 12:19
voltaire
per sempre
ruru - dreimal :d:

im übrigen werden die mitarbeiter ja auch entlohnt. und deshalb kann ein restaurant nur auf gewinnbasis arbeiten. keine gäste - keine einnahmen - kein geld. so einfach ist das.

dies leuten zu vermitteln, die ihr leben auf kosten anderer, bzw. staatlicher leistungen, bestritten haben, ist wohl die größte schwierigkeit.

für psychogedöns gibt es einrichtungen, die auf non-profit-basis arbeiten.

freie wirtschaft geht eben anders.

solution
04-01-2011, 12:22
[QUOTE=bluemoon123;30130577]Naja, aber wenn man so weiter macht wie jetzt und ewig Fehlzeiten duldet, ist das auch nicht grade wirtschaftlich.

Und es geht ja nicht um ständigen Sonderurlaub, sondern darum, dass den Kids gezeigt wird, dass man wenn man Probleme anspricht, auch Lösungen dafür finden kann. Denn ich denke, dass das das Hauptproblem ist. Die Jugendlichen trauen sich bei den Chefs nicht zu sagen was Sache ist und dann wird halt einfach daheim gebliegen und blau gemacht.
Wenn jetzt z.B. mal ein Termin bei der Schuldnerberatung oder beim Anwalt oder sonstwo ansteht, dann muss es halt möglich sein, das dort anzusprechen. Und dann kann man sagen, gut wenn du morgen 2 Stunden später kommst, dann arbeitest du das halt übermorgen wieder rein. Aber zumindest kann dann eine ordentliche Planung stattfinden, wenn man weiss, dass jemand nicht kommt.

Leider sind halt die Kids dort nicht so schlau, dass sie von selbst drauf kommen dass nur sprechenden Menschen geholfen werden kann. Eine Vertrauensperson im Betrieb fände ich deshalb keine unnütze Ausgabe!
Vor allem nicht, wenn man sich auf die Fahnen schreibt, dass man ein besonders sozial eingestellter Betrieb ist, in dem man chancenlosen Jugendlichen eine Chance gibt. Die Jugendlichen sind ja nicht von Geburt an chancenlos, sondern das hat bei jedem einen Grund warum die so sind wie sie sind. Und wenn man die von heute auf morgen umkrempeln könnte, dann wären sie auch in normalen Betrieben nicht mehr chanchenlos. ;)[/QUOTE]

:d:

Den wichtigsten Aspekt finde ich das die Jugendliche das Gefühl haben mit Ihren Chefs arbeitsrelevante Probleme besprechen zu können und nicht wie sooft schon zuvor in Ihrem Leben wieder Ihr Heil in der Flucht zu suchen... und man benötigt ja keinen Sozialarbeiter der täglich im Ausbildungsbetrieb erscheint sondern man kann ja beispielsweise mit einer Behörde einen Streetworker als "Zwischenpuffer" benennen wo die Jugendliche jederzeit anrufen können damit er Ihnen hilft die Probleme an Ihre Chefs heranzutragen. Gerade bei Can hat man gestern im TV gesehen das er sich nicht stellen kann sondern vor solchen Konfrontationen flüchtet.

Selbstverständlich, wenn die Jugendliche all diese Möglichkeiten nicht annehmen und fernbleiben, unpünktlich sind oder sonstige Arbeitsrichtlinien missachten dann müssen Sie aus dem laufenden Betrieb entfernt werden und dennoch imho nicht ganz auf sich allein gelassen werden. Ein Sozialarbeiter sollte weiterhin für Sie in Reichweite sein...

per sempre
04-01-2011, 12:29
und die Verantwortung wird immer immer weiter gereicht... erst die Eltern, dann die Lehrer, Ausbilder, Chef, Sozialarbeiter, Polizei... Eigenverantwortung endet bei manchen anscheinend echt nach dem Schuhe zu machen

solution
04-01-2011, 12:30
[QUOTE=vaya.con.dios;30130628]voltaire
per sempre
ruru - dreimal :d:

im übrigen werden die mitarbeiter ja auch entlohnt. und deshalb kann ein restaurant nur auf gewinnbasis arbeiten. keine gäste - keine einnahmen - kein geld. so einfach ist das.

dies leuten zu vermitteln, die ihr leben auf kosten anderer, bzw. staatlicher leistungen, bestritten haben, ist wohl die größte schwierigkeit.

für psychogedöns gibt es einrichtungen, die auf non-profit-basis arbeiten.

freie wirtschaft geht eben anders.[/QUOTE]

Die Ursprungsidee und die Aufgabe des Restaurantes scheinen dir nicht bekannt zu sein, anders kann ich mir dieses Post nicht erklären... es gibt sehr wohl einen Unterschied zwischen einem Betrieb der sozialschwachen Jungendlichen eine Chance geben möchte und den Start-Up fast ausschliesslich mit solchen begleitet und einem Start-Up-Unternehmen das sich von Beginn an erfahrene Fachkräfte leistet.

Ein solches Restraurantkonzept kann nicht mit einem rein wirtschaftlich orientierten Unternehmen verglichen werden. Die Unternehmensphilosophie ist bei diesem Konzept sozialschwache Jugendliche in das Arbeitsleben heranzuführen, zu integrieren und eventuell sogar später Unternehmer hervorzubringen die wiederum Arbeitsplätze schaffen. Da müssen natürlich die Kosten refinanziert werden doch die Gewinnmaixierung ist dabei sekundär! Und gerade bei diesem TV-Konzept einschliesslich dem marketintechnischem Nutzen ist zumindest im ersten Jahr eine kostendeckende Restaurantführung nicht wirklich ein Problem... ganz im Gegenteil durch die Auslastung sind die Küchenchefs sehr angespannt und für Probleme der Jugendliche sicherlich nicht so zugänglich als wenn da etwas Auslastung vorhanden wäre was imho immer noch zur kostendeckenden Restaurantführung reichen würde.

Voltaire
04-01-2011, 12:37
[QUOTE=solution;30130701]es gibt sehr wohl einen Unterschied zwischen einem Betrieb der sozialschwachen Jungendlichen eine Chance geben möchte und den Start-Up fast ausschliesslich mit solchen begleitet und einem Start-Up-Unternehmen das sich von Beginn an erfahrene Fachkräfte leistet.[/QUOTE]Du sagst selber: "sozialschwachen Jugendlichen eine Chance geben".
Unter "Chance geben" verstehe ich das Eröffnen einer Chance, das Bauen einer goldenen Brücke dahin und das gelegentliche Nachschieben bei Durchhängern.

Drübertragen gehört m.E. nicht dazu.
Das ist weder dem Brückenbauer zumutbar, noch wirklich zielführend.

per sempre
04-01-2011, 12:58
[QUOTE=solution;30130701]es gibt sehr wohl einen Unterschied zwischen einem Betrieb der sozialschwachen Jungendlichen eine Chance geben möchte und den Start-Up fast ausschliesslich mit solchen begleitet und einem Start-Up-Unternehmen das sich von Beginn an erfahrene Fachkräfte leistet.[/QUOTE]
Richtig – und von der Tatsache, dass dieser Betrieb nicht nach normalen Maßstäben und Kriterien aufgebaut worden ist, haben die Kandidaten von der ersten Minute an am meisten profitiert.

[QUOTE=solution;30130701]
Die Ursprungsidee und die Aufgabe des Restaurantes scheinen dir nicht bekannt zu sein...[/QUOTE]
Und Du scheinst dir nicht über die(gewollt oder ungewollt) Vorbildfunktion dieser Sendung im Klaren zu sein.
Wie vermittelst Du denn dem durchschnittlichen Ausbildungssuchenden, dass da ein paar Birnen die x-te Chance bekommen und er selbst sich viele viel (echte) Mühe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gibt, aber wahrscheinlich nicht mal in die Nähe eines Rach-Betriebs kommt?

„Brücke bauen und anschubsen ja, drüber tragen nein“ – wie „Voltaire“ bereits schrieb.
Denn das ist mittel- und langfristig immer kontraproduktiv für alle Beteiligten.

Italiangirl
04-01-2011, 13:26
Gute Beiträge hier. :d:

[QUOTE=joy1968;30129232]unreal fände ich es, einem jugendlichen arbeitslosen, der null einsatz zeigt, klar zu machen, er wäre nicht ersetzbar. und ja, dankbarkeit würde ich da auch erwarten, denn sie hatten ihre chance, die ihnen andere sicherlich nicht gegeben hätten.
man sollte sich in dem alter schon bewusst sein, dass man nicht mehr im kindergarten ist und einfach losplärren kann, wenn einem was nicht passt, sondern die arschbacken zusammenkneifen muss, wenn man was an seiner situation ändern will. einige wollten es nicht. selber schuld.
wenn man bedenkt, dass dort schulabbrecher waren: hallo, wo bekommen sie denn so eine chance? rach war doch noch sehr nachsichtig, jeder chef in einem realem betrieb hätte, bis auf zwei leute, jeden anderen nach wenigen wochen geschmissen. zu recht.
ersetzbar ist jeder und eben das sollte jedem bewusst werden. man kann probieren, sich unersetzbar zu machen (siehe die 45 jährige, deren name mir nicht einfällt), aber dann muss man sich schon einsetzen und das geht sicherlich nicht, wenn man ständig fehlt, null motivation hat.
erwachsensein wollen sie alle, was das feiern, saufen usw angeht. aber bloß nicht die andere seite des erwachsenseins erleben. nämlich für ihr leben verantwortlich sein. und dazugehört nun mal auch das arbeiten.[/QUOTE]

:d: Guter Beitrag, sehe ich genauso. :ja:

Ich kann die Chefs schon verstehen, gerade wenn es immer die gleichen Pappenheimer sind, die nicht zur Arbeit erscheinen und kurzfristig immer umdisponiert werden muss - das ist schon nervig auf Dauer...

Irgendwie zeigt es wieder, dass man wohl manche Leute gar nicht mehr resozialisieren kann - für den kurzen Moment mag das wohl funktionieren (bei Can dachte man ja auch kurzzeitig, er schafft es), aber wenn dann "die Leinen losgelassen" werden, Rach nicht mehr ständig hinter ihnen steht und sie motiviert, und die Kandidaten dann auf eigenen Füßen stehen müssen, fallen diese schnell in ihre alten, dekadenten Verhaltensmuster zurück... Schade!

vaya.con.dios
04-01-2011, 13:28
egal wie man es dreht und wendet.
potentielle firmen, die dieses konzept vielleicht übernehmen wollen würden, werden sich die sache noch ein paar mal überlegen.
dahingehend haben diese "probanden" anderen jugendlichen in der gleichen situation einen bärendienst erwiesen.

man kann nicht nur nehmen, man muss nunmal auch geben.

so sieht es doch aus wie:

machen wir nicht, hat eh keinen sinn, den stress tun wir uns nicht an - vor allem, wo es sicher genug lehrstellen-sucher gibt, die sich in der tat ausbilden lassen wollen, um danach ein selbstbestimmtes leben führen wollen.

ilam
04-01-2011, 14:48
Wer mich immer noch am meisten ärgert, sind die Eltern von der Reina. Das Mädel ist über ihre Grenzen gegangen (nicht durchgehend aber immer wieder), bekommt am Ende die Chance, sich weiter zu beweisen und was machen die Eltern? Sie maulen am Telefon rum, dass sie ja immer noch keine Ausbildung hat.

Hochachtung, dass sie trotzdem nicht hingeschmissen hat - jetzt hat es sich ja gelohnt (schöne Grüße an die Mutter an dieser Stelle).

Italiangirl
04-01-2011, 14:54
http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2011/01/04/rtl-restauranttester-christian-rach/restaurantschule-abrechnung-wiedersehen-slowman.html

Voltaire
04-01-2011, 15:04
Vielleicht ist ja die richtige Konsequenz aus dem Ganzen, möglichst bald eine neue Staffel zu starten um die frei gewordenen Stellen zu besetzen und Konkurrenzdruck zu erzeugen, damit auch jedem plastisch klar wird, dass er ersetzbar ist, weil der "Nachwuchs" von hinten drückt.
Das gibt dem Rach die Möglichkeit, strenger aus zu sieben, den beiden Chefs, mit einer dickeren Personaldecke zu planen, der "Urbelegschaft", Verantwortung zu übernehmen (Tim?) und dem Nachwuchs das Gelernte zu vermitteln und dem Restaurant, weiter Fernsehkameras im Haus zu haben.

Wendy24
04-01-2011, 16:29
Hallo

wenn ich den Langmut ansehe, mit dem bei einigen Azubis da "40 Fehltage seit September" bis dato noch hingenommen wurden - mit offensichtlich fadenscheinigen Begründungen..... Geh ich davon aus: Drehtermin so Mitte Dezember - dann sind das 40 Fehltage in 2,5 Monaten...... tut mir leid - in KEINEM Unternehmen kommt man damit durch.

Und wenn die Chefköche sagen, daß man eigentlich nie weiß, wer von den eingeteilten wirklich auftaucht und deswegen 2 zusätzliche "richtige" Köche eingestellt werden mußten, um die anfallende Arbeit zu erledigen und einen zuverlässigen Ablauf im Restaurant zu sichern - dann versteh ich, daß da phasenweise der Ton mehr als scharf wird.

Die Gäste (wenn ich hör - mittags allein für den "schnellen Teller" 120-240 Leute - und einige bestellen sicher auch was anderes) werden wenig Verständnis dafür haben, wenn das Essen heute, morgen oder eben gar nicht käme....

Und die Köche sind Köche - keine Sozialromantiker, Psychologen.

In einer größeren Küche ist einfach kein Platz für Halbherzigkeiten - da muß man sich auf Mitarbeiter verlassen können - denn die Arbeit muß gemacht werden - man disponiert da personalmäßig nicht so, daß jeder Posten doppelt besetzt ist. Kommt jemand also nicht, bleibt die Arbeit an jemand anders zusätzlich hängen. Wenn die anderen dann schon mit dem normalen Pensum übefordert sind - bleibts an den Köchen hängen.

Die Arbeiten da lassen sich einfach nicht auf "na ja - dann machen wir das morgen" verschieben....

Und die Grundtugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit sind nunmal enorm wichtig - ich weiß, daß bei dem Bildungswerk bei mir "über die Straße" das auch eines der größten Probleme der Ausbilder ist - daß es daran schon hapert.

Einige in dem Projekt haben es halt kapiert, daß dieses Projekt ihre Chance auf einen Platz im normalen Arbeitsleben ist und etliche denken, daß der warme Regen auch ohne Arbeit auf sie fallen wird.

Allein dieses abhauen beim erwischtwerden von Can oder das "die Tür nicht öffnen" ist einfach frech und sowas von feige und sich dem Leben einfach nicht stellen. Deswegen wird es bei denen auch bei der 3. 4. 5. und zwölfdrillionsten Chance nicht klappen.

Mein Azubi darf sich durchaus auch mal ne Standpauke anhören, wenn der Bemerkungstext im Berufsschulzeugnis nicht in Ordnung ist. Denn für "schlechtes" oder "unangemessenes" Benehmen gibts keine Ausrede - das hat weder was mit Klugheit noch mit Fleiß zu tun.... (Fleiß erwarte ich auch - aber ne schlechte Note ist da noch eher hinnehmbar....)

Wendy

vergas
04-01-2011, 17:40
[QUOTE=solution;30130191]
Bei solchen Sozializierungsprojekten ist es wichtig sich bewusst zu sein, das man in erster Linie Therapeut & Motivator ist und erst danach ein wirtschaftlich orientierter Ausbildungsbetrieb.[/QUOTE]

Sorry, aber das kann sich kein privates Unternehmen erlauben.

[QUOTE]Imho ist es da wichtig den Jugendlichen die Chance ins Bewusstsein zu rufen die Sie erhalten und nicht das Sie ersetzbar sind bzw. dankbar sein sollten überhaupt dort arbeiten zu dürfen. DAS haben Sie in Ihrem Leben oft genug gehört, oftmals sogar in den eigenen Familien, [/QUOTE]

Wie oft ist ihnen das denn, gerade in der Praktikumsphase, die ja nun auch nicht kurz war, ins Bewusstsein gerufen worden? Gerade dort hat man doch immens darauf Rücksicht genommen, dass die ganz normalen Grundtugenden (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, etc.) fehlen und ihnen eine Chance nach der anderen gegeben.

[QUOTE]Beispielsweise würde ich als Küchenchef bei der Mutter von dem Kind die Möglichkeit geben, einmal innhalb der Woche eine Pause von mind. 1,5 Stunden zu geben um Ihr Kind zu sehen dafür aber die anderen verbleibenden Tagen 15 Minuten länger bleibt beispielsweise. DAS kann ein Küchenchef mittelfristig locker einplanen und erst DANN wenn das auch schief geht beispielweise dem Mädchen sagen: "... wir sind dir hier, hier und hier entgegengekommen nun bist du dran es mit Pünklichkeit, Engagement und Leistung zu beweisen das es Richtig war, dir diese Chance zu geben..." - nur mal so ein Ansatz um diese Jugendliche zu motivieren. Klar ist Sie lustlos, aber gerade in einem solchen Resozializierungsprojekt ist es enorm wichtig die Jugendlichen zu motivieren und Sie so Stück für Stück an die normalen sozialen Umgangsformen zu TRAINIEREN.[/QUOTE]

Da hätte ich als Arbeitgeber keine Lust drauf gehabt. Gerade diese Extra-Würste sind doch der Grund, warum ledige Mütter mit kleinen Kindern so ungern eingestellt werden. Außerdem, jeder normal arbeitende Mensch sieht doch sein Kind auch nur vor und nach der Arbeit. Warum kommen die denn damit klar? Eigentlich wäre es Ninas Sache gewesen in VORLEISTUNG zu treten und erstmal eine Zeit ganz normal zu arbeiten, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

Die haben alle miteinander ein Super-Praktikum bekommen, wo unendlich viel Rücksicht auf sie genommen wurde. Aber irgendwann muss es doch auch mal gut sein. Die Gäste im Restaurant interessiert es letztendlich nicht, wie es hinter den Kulissen aussieht. Die wollen, gerade wenn es um den Mittagstisch geht, zügig ihr Essen haben Und wenn die Herren und Damen Problemkinder dazu nicht in der Lage o. besser gesagt, nicht willens sind, dann müssen es eben andere machen.

isseswah
04-01-2011, 17:57
[QUOTE=solution;30130191]Die Betonung lag auf "ständig", natürlich ist JEDER im Arbeitsleben ersetzbar, mancher etwas schneller bei dem anderen eben etwas langfristiger je nach Aufgabenbereich.

Bei solchen Sozializierungsprojekten ist es wichtig sich bewusst zu sein, das man in erster Linie Therapeut & Motivator ist und erst danach ein wirtschaftlich orientierter Ausbildungsbetrieb. Imho ist es da wichtig den Jugendlichen die Chance ins Bewusstsein zu rufen die Sie erhalten und nicht das Sie ersetzbar sind bzw. dankbar sein sollten überhaupt dort arbeiten zu dürfen. DAS haben Sie in Ihrem Leben oft genug gehört, oftmals sogar in den eigenen Familien, das ist imho der falsche Ansatzpunkt und gerade Rach hat es in den ersten Folgen vorgemacht das es auch mit ernsthaften Gesprächen inkl. Konsequenzennennung jedoch auch die UNGLAUBLICHE Chance der Jugendlichen erwähnt hat. Beispielsweise würde ich als Küchenchef bei der Mutter von dem Kind die Möglichkeit geben, einmal innhalb der Woche eine Pause von mind. 1,5 Stunden zu geben um Ihr Kind zu sehen dafür aber die anderen verbleibenden Tagen 15 Minuten länger bleibt beispielsweise. DAS kann ein Küchenchef mittelfristig locker einplanen und erst DANN wenn das auch schief geht beispielweise dem Mädchen sagen: "... wir sind dir hier, hier und hier entgegengekommen nun bist du dran es mit Pünklichkeit, Engagement und Leistung zu beweisen das es Richtig war, dir diese Chance zu geben..." - nur mal so ein Ansatz um diese Jugendliche zu motivieren. Klar ist Sie lustlos, aber gerade in einem solchen Resozializierungsprojekt ist es enorm wichtig die Jugendlichen zu motivieren und Sie so Stück für Stück an die normalen sozialen Umgangsformen zu TRAINIEREN.

Aus der Ferne ist es schwer da eine Ferndiagnose zu stellen in einem 45-Minütigen Beitrag der zudem auf Quotensteigerung zusammengeschnitten ist... NUR mir haben die Küchenchefs einen leicht überforderten und demotivierten Eindruck gemacht mit DIESEN Jugendlichen zu arbeiten. Das diese sehr sehr schwierig sind, das hat man ja von Beginn an gewusst. Doch wer weiss was innerhalb dieser 7 (?) Monate alles geschehen ist das diese Küchenchefs nun so demotiviert sind. Das gilt es auch zu berücksichtigen, war eben mein erster oberflächlicher Eindruck von dem gestigen Zusammenschnitt...[/QUOTE]


Naja, ich könnte mir schon vorstellen, das es ganz schön entnervend sein kann, auf einmal alleine dazustehen, mit den Jugendlichen und einem Restaurant, das plötzlich boomt! Muß eine dermaßen undankbare Aufgabe sein, das Projekt, das sie sicherlich nicht aus eigenem Antrieb auf den Weg gebracht haben, letztendlich ausführen zu müssen und Rach steht im Mittelpunkt und ist im Alltag nicht zu sehen. Dann der Druck, das die Erwartung an das Essen auch sehr groß ist und immer perfekt sein muß. Keinen Tag frei??? Da frage ich mich, wo Rach da war und seiner Fürsorgepflicht nachgekommen ist, für menschliche Arbeitsbedingungen für seine angestellten Köche zu sorgen. Heißt, für Aushilfen etc. zu sorgen... Je mehr ich drüber nachdenke, desto :mauer:

Justine
04-01-2011, 18:07
(Hatte diesen Thread nicht gesehen, verschiebe darum hierhin)
Was man gegen Rach und sein Projekt haben kann, erschließt sich mir nicht ganz. Was aber den schlechten Service in Restaurants angeht, dazu könnte ich einiges sagen. Wir - eine Gruppe von max. 10 Weibsen - trifft sich monatlich 1x in einem Restaurant und sind gern im Nebenraum, um ungestört zu sein. Der Wirt, der es vor kurzen übernommen hat, nachdem x Pächter pleite gegangen sind, verlangt für 2 Stunden Aufenthalt plus Verzehr 25 Euro. Heute waren wir zu fünft, also pro Person 5 Euro. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zum Service: Der Kellner kann kaum deutsch, kommt aus Osteuropa (wie der Wirt), die heutige Zweitkraft anscheinend gar nix, alle Bestellungen (Getränke und Kuchen von der Theke) wurden falsch ausgeführt, kein Bon stimmte.
Ok, wir, charmante Weibsen, versuchen ihm einiges zu erklären, MECKERN NICHT! Aber z.B. bitten wir darum, den Teebeutel, ob schwarz oder Kräuter, ERST in die Tasse zu tun und dann das heiße Wasser draufzugießen (Es kam lauwarm mit kompliziert verschlossenem Beutel daneben, Kosten übrigens 2,40).
Nein, ginge nicht, wäre immer so. Er holt Erstkellner dazu. Ich: Aber heute können Sie uns doch mal diesen WUNSCH erfüllen? Nein, ginge nicht, basta.
Tja, nun ratet mal, ob wir dort noch oft hingehen...

Herero
04-01-2011, 19:23
[QUOTE=Italiangirl;30131032]Ich kann die Chefs schon verstehen, gerade wenn es immer die gleichen Pappenheimer sind, die nicht zur Arbeit erscheinen und kurzfristig immer umdisponiert werden muss - das ist schon nervig auf Dauer...[/QUOTE]
Das mit den vielen Fehlzeiten ist mir unverständlich. So geht das natürlich nicht. Könnte aber dennoch sein, dass die beiden Küchenchefs beim großen Rach weiter aufsteigen wollen und darum sicherheitshalber ihre Untergebenen mal ordentlich knechten anstatt auch Zuspruch zu geben.

vergas
04-01-2011, 20:09
[QUOTE=Herero;30134139]Könnte aber dennoch sein, dass die beiden Küchenchefs beim großen Rach weiter aufsteigen wollen und darum sicherheitshalber ihre Untergebenen mal ordentlich knechten anstatt auch Zuspruch zu geben.[/QUOTE]

Die Gesellschaft ist schuld :zahn:

zai-feh
04-01-2011, 20:36
[QUOTE=solution;30130701]Die Ursprungsidee und die Aufgabe des Restaurantes scheinen dir nicht bekannt zu sein, anders kann ich mir dieses Post nicht erklären... es gibt sehr wohl einen Unterschied zwischen einem Betrieb der sozialschwachen Jungendlichen eine Chance geben möchte und den Start-Up fast ausschliesslich mit solchen begleitet und einem Start-Up-Unternehmen das sich von Beginn an erfahrene Fachkräfte leistet.

Ein solches Restraurantkonzept kann nicht mit einem rein wirtschaftlich orientierten Unternehmen verglichen werden. Die Unternehmensphilosophie ist bei diesem Konzept sozialschwache Jugendliche in das Arbeitsleben heranzuführen, zu integrieren und eventuell sogar später Unternehmer hervorzubringen die wiederum Arbeitsplätze schaffen. Da müssen natürlich die Kosten refinanziert werden doch die Gewinnmaixierung ist dabei sekundär! Und gerade bei diesem TV-Konzept einschliesslich dem marketintechnischem Nutzen ist zumindest im ersten Jahr eine kostendeckende Restaurantführung nicht wirklich ein Problem... ganz im Gegenteil durch die Auslastung sind die Küchenchefs sehr angespannt und für Probleme der Jugendliche sicherlich nicht so zugänglich als wenn da etwas Auslastung vorhanden wäre was imho immer noch zur kostendeckenden Restaurantführung reichen würde.[/QUOTE]
Meiner Erinnerung nach wollte Rach keineswegs einen Sozialkindergarten für gescheiterte Jugendliche eröffnen, sondern zeigen, dass man den Jugendlichen einfach die Chance geben muss, damit sie zeigen können, dass sie was können.
Und das ist halt zu 75% gescheitert - oder zu immerhin 25% geglückt.
Wobei Angelika wohl wirklich nur auf eine Chance gewartet hat und dann (wenn auch manchmal etwas unbeholfen) losgelaufen ist und Tim ebenso. Überrascht - also freudig überrascht - hat mich Rena.

Italiangirl
05-01-2011, 01:46
[QUOTE=Voltaire;30131818]Vielleicht ist ja die richtige Konsequenz aus dem Ganzen, möglichst bald eine neue Staffel zu starten um die frei gewordenen Stellen zu besetzen und Konkurrenzdruck zu erzeugen, damit auch jedem plastisch klar wird, dass er ersetzbar ist, weil der "Nachwuchs" von hinten drückt.
Das gibt dem Rach die Möglichkeit, strenger aus zu sieben, den beiden Chefs, mit einer dickeren Personaldecke zu planen, der "Urbelegschaft", Verantwortung zu übernehmen (Tim?) und dem Nachwuchs das Gelernte zu vermitteln und dem Restaurant, weiter Fernsehkameras im Haus zu haben.[/QUOTE]

Gute Idee! :d:

Ballack23
05-01-2011, 02:21
[QUOTE=Italiangirl;30131032]Gute Beiträge hier. :d:[/QUOTE]

Ja, ansprechendes Niveau hier. Ihr solltet echt mehr Beiträge im IOFF schreiben. :)

-

Die zwei Chefköche sind vielleicht selbst noch zu grün hinter den Ohren bzgl. Mitarbeiterführung, vor allem wenn die Küche nur aus "Problemfällen" besteht, ohne über entsprechende Sanktionsmittel im beruflichen Alltag zu verfügen. Die beiden Köche machten auch immer den Eindruck, als wenn es ihnen unangenehm und nicht so recht wäre, vor der Kamera zu reden. Generell reden, erklären und bemuttern schien ihnen nicht so zu liegen. :nixweiss:

Das Restaurant-TV-Konzept hat dann auch wenig mit freier und nichtfreier Wirtschaft zu tun; auch in einer nichtfreien Wirtschaft muss am Ende des Tages die Arbeitsleistung im Durchschnitt stimmen, sonst würde die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes verhungern. Ich bevorzuge die freie Gesellschaft, ohne Zwang. Dafür ist ein Preis zu zahlen: Ich kenne viele Menschen, bei denen es erst (aus den unterschiedlichsten Gründen) in den 20er Klick gemacht hat und die ihre vorherigen Fehler des Nichtstuns oder andere Fehler bereuen. Die Sendung hat für mich erneut gezeigt, dass ein einzelner Betrieb nicht beliebig viele "Problemfälle" problemlos in den Arbeitsmarkt und ins Erwachsenenalter integrieren kann; höchstens 10 bis 20%. Weitergehende individuelle oder politische Forderungen sind realitätsfern.

bluemoon123
05-01-2011, 07:25
[QUOTE=zai-feh;30135418]Überrascht - also freudig überrascht - hat mich Rena.[/QUOTE]

Rena war ja auch nicht wirklich ein "chancenloser Fall", wie die anderen. Übergewicht alleine macht einen nicht chancenlos. Auch wenn RTL das uns die ganze Staffel lang weiss machen wollte. Dann dürfte ja kein Übergewichtiger einen Job haben.

Rena hat einfach jemanden gebraucht, der ihr in den Hintern tritt und der an sie glaubt.

Es wurde bei ihr im Einspieler ja kurz gezeigt, dass sie nicht mehr zu Hause wohnte, sondern ihre eigene Wohnung hatte. In dem Alter bedeutet das, dass zu Hause einiges los war, bzw. es halt da nicht mehr geklappt hat. Und auch wenn man alleine wohnt, dann bedeutet es noch lange nicht, dass man schon so erwachsen ist, dass man alles alleine auf die Reihe bekommt. Wenn die Eltern da nicht bei der Jobsuche mithelfen bzw. motivieren, dann klappt das halt nicht.
Ich hatte in meiner Familie auch so einen Fall. Meine Fast-Schwägerin hat auch nach der Schule keine Ausbildung bekommen und war lange arbeitslos bevor sie meinen Bruder kennen gelernt hat. Als sie dann mit meinem Bruder zusammen gekommen ist, und so ein bisschen in unsere Familie integriert wurde, hat das mit der Ausbildungssuche plötzlich geklappt. Einfach nur, weil jemand da war, der ihr mal hier und da einen Tipp gegeben hat (sei es welche Firma sie anschreiben kann, oder mal das Bewerbungsschreiben gelesen und korrigiert) und an ihr interessiert war.

So ähnlich könnte es bei Rena auch gewesen sein. Alleine die Tatsache, dass es plötzlich Leute gibt, die an ihr interessiert sind und an sie glauben hat ihr schon einen Aufschwung gegeben. Und schon während der Sendung war sie ja eine derjenigen, die sich am meisten reingehängt hat (auch wenn RTL sie anders verkaufen wollte). Deshalb versteh ich auch heute noch die Entscheidung mit der Praktikumsverlängerung nicht. Aber das war sicher nur ein dramaturgischer Akt, der im Drehbuch stand ("die Dicke muss sich erst noch beweisen"). :nixweiss:

vaya.con.dios
05-01-2011, 09:46
@herero
das mit dem aufsteigen und sich liebkindmachen bei rach verstehe ich jetzt nicht so wirklich. die leiten doch schon ein gutgehendes restaurant und das tafelhaus ist geschichte. wer sich mit so "motivierten" (nicht)mitarbeitern bei einem brummenden betrieb rumschlägt, ohne den kochlöffel zu schmeissen, hat sich in meinen augen bereits genug profiliert.

aber egal, kleine anekdote am rand:

meine tochter hat sich in der berufsschule einen absatz abgebrochen, in ihrem ausbildungsbetrieb angerufen, dass sie etwas später zur arbeit kommt, weil sie schnell noch zu hause die schuhe wechseln wollte. der chef war trotzdem skeptisch, ob sie nicht vielleicht nur ein bisschen blau machen wollte.

aber 40 fehltage in 3 monaten sollen verständnis wecken. :zeter:

für rena freuts mich übrigens auch sehr, denn ich glaube, die hatte sich selbst schon abgeschrieben und tatsächlich bewiesen, dass sie die ausbildung will!
angelika ist aufgrund ihres alters schlau genug gewesen zu begreifen, dass sie ihre letzte chance vor augen hat, die sie dann auch kräftig genutzt hat. pferdchen hin oder her, sie hat nachgedacht. was man von den meisten nicht sagen kann. die müssen das denken erstmal lernen. aber leider halte ich den zug für abgefahren für die jungs.

hinzu kommt, dass sie durch ihre tv-präsenz und die damit verbundenen aktionen jetzt auch noch für andere ausbilder "verbrannt" sind.

aber auch da war bestimmt wieder der cutter schuld :floet:

ingrid1966
05-01-2011, 13:45
[QUOTE=vergas;30132949]
Da hätte ich als Arbeitgeber keine Lust drauf gehabt. Gerade diese Extra-Würste sind doch der Grund, warum ledige Mütter mit kleinen Kindern so ungern eingestellt werden. Außerdem, jeder normal arbeitende Mensch sieht doch sein Kind auch nur vor und nach der Arbeit. Warum kommen die denn damit klar? Eigentlich wäre es Ninas Sache gewesen in VORLEISTUNG zu treten und erstmal eine Zeit ganz normal zu arbeiten, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

[/QUOTE]

Wir reden doch hier von einem Restaurant, mit unterschiedlichen Öffnungs/Arbeitszeiten, Arbeiten an Wochenenden, auch nachts usw. usw. Solange es für solche ledigen Mütter keine Möglichkeit gibt von Behördenseite aus ihre Kinder dauerhaft nach ihren Arbeitszeiten ausgerichtet unterzubringen, haben Mütter nun einmal Probleme. Es stellt sich ja auch für viele Mütter die Frage, lohnt es sich dann tatsächlich finanziell einen Babysitter zu holen und/oder Tagesmutter, und in so einem Fall noch zusätzlich den Kindergarten zu zahlen (nur tagsüber offen) bzw. wann sehe ich das Kind, wann nicht.

Das ist keine Ausbildung in einem Betrieb, die lediglich von morgens bis abends, möglichst Samstag und Sonntag frei beinhaltet, sondern ein Restaurant hat, wenn man Pech hat 7 Tage in der Woche auf und das von morgens bis in die Nacht hinein.

Von daher kann ich die junge Mutter auch verstehen.

Wendy24
05-01-2011, 16:14
Hallo

wer immer hier davon spricht, daß so ein Projekt nunmal eine soziale Komponente habe und man deshalb eben nicht mit normalem Maß messen dürfe, ein paar Denkansätze:

Das sind ganz normale "leistungsfähige" (also nicht körperlich behinderte) Menschen - und die sollten in diesem Projekt in ein NORMALES Arbeitsleben geführt werden - nicht in einen Spielplatz für Unwillige.

Auch Projekte mit sozialem Träger müssen letztlich zumindest mit Zuschüssen und ohne Gewinnanspruch sich selbst tragen - daß das selbst mit gutem motivierten Personal oft leider nicht klappt, weil Kosten und Ertrag nicht in einem marktfähigen Verhältnis zueinander stehen, zeigen leider zwei beispiele hier vor Ort - und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Beide Lokale haben sowohl was Speisen als auch was Service und Mitarbeiter angeht hervorragendes geboten:

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Cafe-Sowieso-schliesst-am-Samstag-_arid,2105015_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

Das Konzept war hier: Behinderte und Nicht-Behinderte arbeiten gemeinsam

und hier

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Riesige-Verluste-in-fuenf-Jahren-_arid,2325632_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

Vorwiegend engagiert sich der Verein mit Hilfe verschiedenster Maßnahme für Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei ist es uns wichtig, dass die Jugendlichen unter realen Arbeitsbedingungen beschäftigt werden und nicht in behüteten Werkstätten. Die Methode nach der wir vorgehen, erfordert Geduld, zeigt aber seit Jahren überdurchschnittliche Ergebnisse. Jährlich finden zwischen 70 und 80 Prozent unserer Teilnehmer anschließend einen Arbeitsplatz.

Das Emelka hatte bis zu 12 Azubis....

Die Samthandschuhe nutzen einfach nichts, wenn mit solchen Teilnehmern möglicherweise das Gesamtprojekt gefährdet ist. Die Teilnehmer sollen schließlich für ein normales Arbeitsverhältnis tauglich gemacht werden, nicht eine Kuschelkiste für ihre Gewohnheiten finden.

Die Projekte müssen sich einfach auch tragen, sonst gibt es solche Projekte einfach nicht mehr. Auch engagierte Institutionen müssen irgendwann zuverlässige Leistungen abverlangen - erstmal vielleicht nur 50 %, dann 60 %, bis irgendwann 100 % geleistet werden. Aber nicht: 20 %, 10 %, gar kein Prozent..... bis sich einbürgert, daß ja auch gar nicht kommen keine Konsequenzen hat... Und was für Sanktionen kann der Betrieb denn aussprechen? Wenn gutes Zureden nicht hilft?

Wendy

vergas
05-01-2011, 18:39
[QUOTE=ingrid1966;30140758]Wir reden doch hier von einem Restaurant, mit unterschiedlichen Öffnungs/Arbeitszeiten, Arbeiten an Wochenenden, auch nachts usw. usw. Solange es für solche ledigen Mütter keine Möglichkeit gibt von Behördenseite aus ihre Kinder dauerhaft nach ihren Arbeitszeiten ausgerichtet unterzubringen, haben Mütter nun einmal Probleme. Es stellt sich ja auch für viele Mütter die Frage, lohnt es sich dann tatsächlich finanziell einen Babysitter zu holen und/oder Tagesmutter, und in so einem Fall noch zusätzlich den Kindergarten zu zahlen (nur tagsüber offen) bzw. wann sehe ich das Kind, wann nicht.

Das ist keine Ausbildung in einem Betrieb, die lediglich von morgens bis abends, möglichst Samstag und Sonntag frei beinhaltet, sondern ein Restaurant hat, wenn man Pech hat 7 Tage in der Woche auf und das von morgens bis in die Nacht hinein.

Von daher kann ich die junge Mutter auch verstehen.[/QUOTE]

Nein. Ein Restaurant hat idR feste Öffnungszeiten und die sind auch gesetzlich geregelt. Der Bar-Bereich kann abweichen, aber Nina war doch im Service tätig. Und, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hatte sie noch die Eltern im Hintergrund, die sich um das Kind gekümmert haben, wenn sie nicht da war.

Ein Punkt stimmt allerdings, es kann dir in Stoßzeiten passieren, dass du nur einen freien Tag in der Woche hast. Allerdings kann man diese Guttage ja auch wieder nutzen, wenn weniger zu tun ist.

Abgesehen davon, waren doch all diese Umstände keine großartige Überraschung. Dass man in der Gastronomie unregelmäßige Arbeitszeiten haben kann, weiß man doch vorher. Aber gerade wenn man die Verantwortung für ein Kind hat, hätte man doch die 2 Jahre durchhalten MÜSSEN. Egal was sie danach beruflich gemacht hätte, eine abgeschlossene Ausbildung kommt immer gut an.

Felicitas
05-01-2011, 18:45
[QUOTE=Ballack23;30138562]Ja, ansprechendes Niveau hier. Ihr solltet echt mehr Beiträge im IOFF schreiben. :)

-

Die zwei Chefköche sind vielleicht selbst noch zu grün hinter den Ohren bzgl. Mitarbeiterführung, vor allem wenn die Küche nur aus "Problemfällen" besteht, ohne über entsprechende Sanktionsmittel im beruflichen Alltag zu verfügen. Die beiden Köche machten auch immer den Eindruck, als wenn es ihnen unangenehm und nicht so recht wäre, vor der Kamera zu reden. Generell reden, erklären und bemuttern schien ihnen nicht so zu liegen. :nixweiss:[/quote]



Für die Betreuung solcher Fälle braucht man Sozialpädagogen an der Seite und nicht nur Köche. Mein letzter Job war es, solchen - intern Flachzangen genannte - regelmäßige Arbeit schmackhaft zu machen, zu Pünktlichkeit zu überreden und diverse normale Verhaltensgrundsätze beizubringen. Danke, nach der 1. Truppe hatte ich keine Lust mehr, solch unnütze und wenig erfolgreiche Arbeit zu machen. Freiwillig und gern bin ich seitdem Hausfrau!:zeter:

vaya.con.dios
06-01-2011, 08:00
[QUOTE=vergas;30143236]

Ein Punkt stimmt allerdings, es kann dir in Stoßzeiten passieren, dass du nur einen freien Tag in der Woche hast. Allerdings kann man diese Guttage ja auch wieder nutzen, wenn weniger zu tun ist.[/QUOTE]

und genau hier ist es eine besondere sauerei (sorry) wenn die eingeteilten kräfte es vorziehen, nicht zu erscheinen. das geht zu lasten der mitarbeiter, die ihren poppes eben doch aus dem bett hieven und zur arbeit gehen. die dürfen dann die arbeit der anderen mit leisten.

eigentlich ein wunder, dass die fleissigen nicht schon geschmissen haben.

solidarität = böses fremdwort

solution
06-01-2011, 09:37
Ich glaube hier liegen grundsätzlich unterschiedliche Ansichten darüber vor, was die Aufgaben einer Führungskraft im Umgang mit seinen Mitarbeitern betrifft... eine gute Führungskraft motiviert seine Mitarbeiter und demotiviert Sie nicht mit dem Versuch Ängste zu schüren! Es gibt viele Studien darüber welche Steigerung der Effektivität ein positives Arbeitsumfeld etc.pp. erreichen kann...

Die Küchenchefs wussten von Beginn an welche Jugendlichen Sie sich da ins Boot holen und da kann man am Ende nicht einfach sagen das die Jugendlichen versagt haben sondern man sollte differenzierter an die Sache ran gehen. Die erste Frage sollte da lauten "... warum habe ich meine Mitarbeiter nicht mehr erreicht... warum kamen Sie mit Ihren Problemen nicht zu mir sondern blieben einfach der Arbeit fern...", das mal ganz Allgemein zu den Küchenchefs.

Es gibt nämlich nicht nur Rechte als Arbeitgeber/Führungskraft sondern auch Pflichten und für eine gute Führungskraft sind die Probleme seiner wichtigsten Mitarbeiter die deren Arbeitsleistung betreffen auch seine Probleme... natürlich bis zu einem bestimmten Punkt dann ist eben eine Trennung unvermeidlich. In diesem Fall braucht man da wirklich eine Kamera, einen Rach um zu der Entscheidung zu kommen das man einzelne Mitarbeiter kündigt?

vergas
06-01-2011, 12:01
[QUOTE=solution;30150178]Ich glaube hier liegen grundsätzlich unterschiedliche Ansichten darüber vor, was die Aufgaben einer Führungskraft im Umgang mit seinen Mitarbeitern betrifft... eine gute Führungskraft motiviert seine Mitarbeiter und demotiviert Sie nicht mit dem Versuch Ängste zu schüren! Es gibt viele Studien darüber welche Steigerung der Effektivität ein positives Arbeitsumfeld etc.pp. erreichen kann...[/QUOTE]

Tut mir leid, aber von den vorherigen Folgen (Praktikum) her glaube ich nicht, dass die Ausbilder/Küchenchefs gleich vom ersten Tag an da rein gepoltert kamen "ihr bringt es nicht, ihr seid jederzeit ersetzbar", etc pp). Ich kann mir aber hingegen sehr gut vorstellen, dass diese Jugendlichen ein völlig überschätztes Selbstbild haben und damit JEDE Kritik, egal ob fachlich oder personenbezogen (Pünktlichkeit, Disziplin) quasi als Majestätsbeleidigung auffassen. Und dass das irgendwann sowohl die Vorgesetzten als auch die Kollegen, die diese miserable Arbeitsleistung mit auffangen müssen, extrem frustriert kann ich nachvollziehen.

Kann es sein, dass diese Jugendlichen gedacht haben, dass sie mit dem Erhalt des Ausbildungsplatzes schon ihr Ziel erreicht hatten und ihnen gar nicht richtig klar war, dass die eigentliche Arbeit danach erst anfängt. Übrigens idealerweise nicht nur für die zwei bis drei Jahre der Ausbildung, sondern ein Leben lang.

Es ist leider gesetzlich nicht erlaubt, aber am effektivsten wäre es wohl gewesen, wenn sie sich jede Krankmeldung von einem Amtsarzt hätten bestätigen lassen müssen und jeder "Krankheitstag", der nicht auf diesem Wege bestätigt worden wär, hätte nicht gegolten und wäre nicht bezahlt worden. Dann hätten sie vielleicht endlich mal den Zusammenhang zwischen Leistung und Verdienst kapiert.

[QUOTE]Die Küchenchefs wussten von Beginn an welche Jugendlichen Sie sich da ins Boot holen und da kann man am Ende nicht einfach sagen das die Jugendlichen versagt haben sondern man sollte differenzierter an die Sache ran gehen. Die erste Frage sollte da lauten "... warum habe ich meine Mitarbeiter nicht mehr erreicht... warum kamen Sie mit Ihren Problemen nicht zu mir sondern blieben einfach der Arbeit fern...", das mal ganz Allgemein zu den Küchenchefs.[/QUOTE]

Ganz ehrlich, ich kann es nicht mehr hören. Das waren doch keine Kleinkinder mehr, sondern alles Jugendliche, die aufgrund ihrer mangelnden Qualifikationen schon mehrere schlechte Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt gemacht haben. Die wussten, dass das mehr oder weniger ihre letzte Chance war. Und für die Lösung meiner Probleme, bin ich verantwortlich, nicht mein Arbeitgeber.

[QUOTE]Es gibt nämlich nicht nur Rechte als Arbeitgeber/Führungskraft sondern auch Pflichten und für eine gute Führungskraft sind die Probleme seiner wichtigsten Mitarbeiter die deren Arbeitsleistung betreffen auch seine Probleme... natürlich bis zu einem bestimmten Punkt dann ist eben eine Trennung unvermeidlich. In diesem Fall braucht man da wirklich eine Kamera, einen Rach um zu der Entscheidung zu kommen das man einzelne Mitarbeiter kündigt?[/QUOTE]

Es gibt aber vor allem auch Pflichten des Arbeitnehmers. An dieser Erkenntnis scheint es aber eklatant zu mangeln.

per sempre
06-01-2011, 12:57
oh man, wenn ich solche Verquerungen immer höre/lese...

der durchschnittliche Auszubildende hat vor allem erst einmal eine Bringschuld gegenüber seinem Arbeitgeber - und nicht andersherum.

der durchschnittliche Azubi verursacht vor allem erst mal Kosten und zusätzliche Arbeit, und muss sich den Respekt, die Wertschätzung und eventuelle Freiheiten bei Kollegen und Vorgesetzten erst einmal verdienen.

genau diese Verdrehung(das der Arbeitgeber dem Azubi gegenüber eine Bringschuld hätte) ist unter anderem für das verquere (Welt-)bild verantwortlich, welches heute ganz ganz viele Jugendliche/junge Menschen/Auszubildende haben und an den Tag legen.

zai-feh
06-01-2011, 14:38
[QUOTE=solution;30150178]Ich glaube hier liegen grundsätzlich unterschiedliche Ansichten darüber vor, was die Aufgaben einer Führungskraft im Umgang mit seinen Mitarbeitern betrifft... eine gute Führungskraft motiviert seine Mitarbeiter und demotiviert Sie nicht mit dem Versuch Ängste zu schüren! Es gibt viele Studien darüber welche Steigerung der Effektivität ein positives Arbeitsumfeld etc.pp. erreichen kann...

Die Küchenchefs wussten von Beginn an welche Jugendlichen Sie sich da ins Boot holen und da kann man am Ende nicht einfach sagen das die Jugendlichen versagt haben sondern man sollte differenzierter an die Sache ran gehen. Die erste Frage sollte da lauten "... warum habe ich meine Mitarbeiter nicht mehr erreicht... warum kamen Sie mit Ihren Problemen nicht zu mir sondern blieben einfach der Arbeit fern...", das mal ganz Allgemein zu den Küchenchefs.

Es gibt nämlich nicht nur Rechte als Arbeitgeber/Führungskraft sondern auch Pflichten und für eine gute Führungskraft sind die Probleme seiner wichtigsten Mitarbeiter die deren Arbeitsleistung betreffen auch seine Probleme... natürlich bis zu einem bestimmten Punkt dann ist eben eine Trennung unvermeidlich. In diesem Fall braucht man da wirklich eine Kamera, einen Rach um zu der Entscheidung zu kommen das man einzelne Mitarbeiter kündigt?[/QUOTE]
*räusper* :rotfl:

Wenn ich das lese, dann frage ich mich: Wann hast Du das letzte Mal einen Jugendlichen (oder auch Erwachsenen) dieser Art lebend gesehen? Und ich meine jetzt nicht vom Auto aus beim Vorbeifahren an der Bushaltestelle

zai-feh
06-01-2011, 14:41
[QUOTE=per sempre;30151480]oh man, wenn ich solche Verquerungen immer höre/lese...

der durchschnittliche Auszubildende hat vor allem erst einmal eine Bringschuld gegenüber seinem Arbeitgeber - und nicht andersherum.

der durchschnittliche Azubi verursacht vor allem erst mal Kosten und zusätzliche Arbeit, und muss sich den Respekt, die Wertschätzung und eventuelle Freiheiten bei Kollegen und Vorgesetzten erst einmal verdienen.

genau diese Verdrehung(das der Arbeitgeber dem Azubi gegenüber eine Bringschuld hätte) ist unter anderem für das verquere (Welt-)bild verantwortlich, welches heute ganz ganz viele Jugendliche/junge Menschen/Auszubildende haben und an den Tag legen.[/QUOTE]
Dies ist wiederum eine Idealisierung der Arbeitgebersicht.
Sehr häufig sind Azubis binnen kürzester Zeit eine billige Arbeitskraft - vor allem im Handwerk. In vielen Fällen ist die "Einarbeitungszeit" eines Azubis nicht länger als die irgendeines anderen neuen Mitarbeiters.

per sempre
06-01-2011, 15:18
absolut nicht(Idealisierung)

als Auszubildender bist Du schon mal 1,5 Tage gar nicht im Betrieb, weil Berufsschule
dann können und dürfen Azubis viele Arbeiten lange Zeit ganz einfach nicht erledigen, sondern müssen über Monate und teils Jahre herangeführt werden
dazu gibts recht strikte Vorschriften was Arbeitszeiten und Urlaub anbelangt

das ist auch alles vollkommen in Ordnung, bedeutet aber auf der anderen Seite eben auch, dass Auszubildende Monate und teils Jahre vom Rest der Fa. mitgeschleppt werden müssen(Ausnahmen bestätigen die Regel - und das z. B. viele Friseure ihre Azubis als vollwertige Kräfte ausbeuten ist nun mal kein Argument, sondern ein Missstand).

ich war ein Jahr lang stellv. Azubi-Beauftragter in einer Konzern-Niederlassung in Dortmund - knapp 30 m/w Auszubildende und wir hatten da alles - angefangen von Tätlichkeiten, Diebstahl, Beleidigungen, Drogenkonsum... von regelmäßigen Fehlzeiten und vor allem den (schulischen) "Leistungen" ganz zu schweigen.

Und genau die Peoplez erzählen Dir dann, was sie vom Ausbilder erwarten. :zahn:

isseswah
06-01-2011, 17:02
[QUOTE=per sempre;30151480]oh man, wenn ich solche Verquerungen immer höre/lese...

der durchschnittliche Auszubildende hat vor allem erst einmal eine Bringschuld gegenüber seinem Arbeitgeber - und nicht andersherum.

der durchschnittliche Azubi verursacht vor allem erst mal Kosten und zusätzliche Arbeit, und muss sich den Respekt, die Wertschätzung und eventuelle Freiheiten bei Kollegen und Vorgesetzten erst einmal verdienen.

genau diese Verdrehung(das der Arbeitgeber dem Azubi gegenüber eine Bringschuld hätte) ist unter anderem für das verquere (Welt-)bild verantwortlich, welches heute ganz ganz viele Jugendliche/junge Menschen/Auszubildende haben und an den Tag legen.[/QUOTE]

... :d: Warum woll gerade jetzt die Wehrpflicht ausgesetzt wird.. ??? Komm nicht umhin, mir da so meine Gedanken zu machen... es sind doch auch "diese Jugendliche" , die vorher eingezogen wurden, oder ist das zu weit hergeholt :kopfkratz

zai-feh
06-01-2011, 17:46
[QUOTE=per sempre;30152464]absolut nicht(Idealisierung)

als Auszubildender bist Du schon mal 1,5 Tage gar nicht im Betrieb, weil Berufsschule
dann können und dürfen Azubis viele Arbeiten lange Zeit ganz einfach nicht erledigen, sondern müssen über Monate und teils Jahre herangeführt werden
dazu gibts recht strikte Vorschriften was Arbeitszeiten und Urlaub anbelangt

das ist auch alles vollkommen in Ordnung, bedeutet aber auf der anderen Seite eben auch, dass Auszubildende Monate und teils Jahre vom Rest der Fa. mitgeschleppt werden müssen(Ausnahmen bestätigen die Regel - und das z. B. viele Friseure ihre Azubis als vollwertige Kräfte ausbeuten ist nun mal kein Argument, sondern ein Missstand).

ich war ein Jahr lang stellv. Azubi-Beauftragter in einer Konzern-Niederlassung in Dortmund - knapp 30 m/w Auszubildende und wir hatten da alles - angefangen von Tätlichkeiten, Diebstahl, Beleidigungen, Drogenkonsum... von regelmäßigen Fehlzeiten und vor allem den (schulischen) "Leistungen" ganz zu schweigen.

Und genau die Peoplez erzählen Dir dann, was sie vom Ausbilder erwarten. :zahn:[/QUOTE]
Ich nahm schon fast an, dass Du von einem Konzern redest.
In mittelständischen oder gar Kleinbetrieben sieht das ganz anders aus.
Ich habe vor 25 Jahren eine Lehre gemacht und mache eine weitere seit 6 Monaten - jeweils in einem Betrieb mit unter 10 Angestellten.
Mit der Abwesenheit zur Berufsschule in der Schulzeit hast Du natürlich recht - ansonsten hatte und habe ich in beiden Fällen zügig "zu funktionieren".
Damals wie heute gab und gibt es bereits in den ersten Monaten Tage bis Wochen, in denen ich ganz alleine arbeite und produktive Arbeit abzuliefern habe. Fertig - und ich bin kein Einzelfall. Im Gegenteil. Die Bedingungen unter denen ich derzeit lerne sind im Gegensatz zu meinen Kollege und Kolleginnen in meiner Berufschulklasse noch gut. Es gibt häufig genug den Meister, der nach wenigen Monaten sich anderen Sachen widmet und dann noch den Lehrling, der die gesamte Produktivarbeit macht - solange er nicht in der Schule/Urlaub etc. ist und sonst keine weiteren Mitarbeiter für diesen Bereich.

Wobei nun mein Sohn in einem Betrieb lernt - Mittelstand - in der er zwar gefordert aber eben auch sehr gefördert wird. In dem SEIN Wohl vorgeht. Also wo er sogar darauf hingewiesen wird, dass er wenn er unkonzentriert oder krank ist bestimmte Aufgaben nicht durchführen DARF, weil die Verletzungsgefahr erhöht ist. (Funktioniert natürlich immer nur, wenn auch der Azubi bereit ist, sich seinerseits nach seinen Möglichkeiten einzusetzen) In dem Betrieb, in dem ich arbeite interessiert das Wohlbefinden der Mitarbeiter bestenfalls irgendwo ziemlich weit hinten - wie in den meisten Handwerksbetrieben. Da geht es fast immer um funktionieren.

Wie gesagt: Verwaltungsberufe und/oder Ausbildungen in Konzernen laufen da definitiv anders. Habe 20 Jahre in Sitzberufen und davon 10 Jahre in einem Konzern gearbeitet - ist aber mit Kleinbetrieben nicht vergleichbar.

ingrid1966
06-01-2011, 19:38
[QUOTE=vergas;30143236]

Ein Punkt stimmt allerdings, es kann dir in Stoßzeiten passieren, dass du nur einen freien Tag in der Woche hast. Allerdings kann man diese Guttage ja auch wieder nutzen, wenn weniger zu tun ist.
[/QUOTE]

Ich habe mal selber ausbilden müssen und von daher weiß ich z.B. und das hat mich schon jahrelang aufgeregt, kaum waren die Azubis in der Berufsschule wurden sie "perfekt" über ihre Rechte aufgeklärt, aber nicht über ihre Pflichten. Wir hatten schon Praktikantinnen gehabt, die waren super, bei den nächsten haben wir uns gefragt, was wollen die bei uns.

Im alten Büro hatten wir mal einen Fall, wo eine Azubine gegen ihre Kündigung vorgehen wollte. Erst hatte ich Mitleid mit ihr, aber als ich dann den Bericht dieses Büros gelesen hatte, "wir hatten uns dazu entschlossen, nach langen Jahren wieder Azubis einzustellen, die eine war ständig krank, ging nicht zur Berufsschule, die andere war auch nicht da und um die Person, um die es ging, hatte nichts besseres zu tun, als sich krankzumelden als sie freitags arbeiten sollte mit einem angeblichen kaputten Fuss, dann aber der Chef dummerweise am Bahnhof vorbeigefahren ist und sie dann mit Koffer und quietschfidel gesehen wurde und sie dann auch noch die "Frechheit" besaß zu sagen, ihr Arzt in Hannover habe sie nach ihrem Heimatort überwiesen, wegen eines angeblich kaputten Fußes", und sie mich dann auch noch fragte, das geht ja wohl gar nicht, bin ich "durchgedreht". Sie bekam von mir eine "Standpauke", das es auch so etwas gibt, wie ich verlasse mich auf jemanden, daß er kommt und nicht und wenn nicht soll ich sagen, ja danke schön, dass Du krank bist?

Ok, sie hatte das Wochenende Zeit und dann den Aufhebungsvertrag unterschrieben. ;)

Ich hatte mich dermaßen aufgeregt, das mal gesagt habe, also demnächst, weil meine Oma wohnt an in Alzey, wenn ich hier also eine Erkältung habe, sorge ich dafür, dass ich von Hannover nach Alzey fahren kann, weil da ist ja meine Familie. :anbet:

Oder eine Auszubildende von uns damals, die ja so etwas von krank war wegen Kreislauf, ich wohnte im vierten Stock ohne Aufzug, ankam mit einer Kippe im Mund, mir die AU gab und gib die mal am Montag ab. Wenn da nicht ne andere Azubi bei mir zuhause gewesen wäre, hätte ich das Teil nie im Leben abgegeben. Ist ja dann auch so etwas von wichtig, durch halb Deutschland zu kurven mit dem Auto (und nö logischerweise ist sie ja nicht gefahren, war ja nur ihr Auto :zeter:), um Blumen zu gießen, obwohl man selbst nach eigener Aussage ein gutes Verhältnis zu den Vermietern, die im selben Haus lebten, hatte.

Und wenn ich mir dann auch noch Rasterlocken machen lasse am Wochenende, dann bemerke, ich vertrag das Zeugs nicht, so dusselig bin, versuche die Knoten mit Wasser herauszutrennen, ich montags zum Friseur renne, müssen natürlich sämtliche Personen im Büro anfangen Verständnis dafür zu zeigen, das man dann sage und schreibe 5 Tage krankgeschrieben wird (!!!), weil die Haare dann kurz waren und man einen "pschischen Schaden" erlitten hat. Geht es noch?

Oder meine Azubine die meinte, sich donnerstagsmittags nach der Berufsschule krankmelden zu müssen, mir aber am Freitag erzählt hat, ja also am Donnerstag war ich dann in der Disco, da hab ich nur gemeint, pass mal gut auf, was Du hier loslässt. Nö, ihre Kreistlaufbeschwerden waren dann von der Berufsschule bis hin, ich geh zur Disco verschwunden. Wer es glaubt, bitte.

Der Betrieb, der damals Gegner war, schrieb klipp und klar, das waren die letzten Auszubildenden, mein Chef und ich haben, nachdem wir den alten Betrieb verlassen haben, gesagt, nie aber auch nie wieder eine Auszubildende.

Ich habe mich schon vor Jahren bei einem Lehrer, wo wir Praktikantinnen hatten, ausgelassen, weil ich meinte, es kann echt nicht sein, dass so etwas wie Höflichkeit, Pünktlichkeit, Einsatzbereitschaft, mal selber nachdenken, Eigenständigkeit usw. nicht mehr vorhanden ist. Hätte ich das so getan, wie einige Azubis und Praktikantinnen wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Und die letzten, die wir hatten waren die Krönung. Bekamen noch nicht einmal ein "Guten Morgen" über die Lippen, Einsatzbereitschaft gleich null, die Frage, wann können wir nach Hause lag ganz weit vorne, und wollten am Ende des Praktikums, von der Schule gefördert "ein gutes Zeugnis" haben, weil es geht ja auch in ihre Noten. Naja, das war das erste Mal, dass wir uns dazu entschlossen hatten, die Wahrheit zu sagen und es gab einen Zusatz zu dem Ding, was ausgefüllt werden mußte. Die haben vielleicht geschaut :D als sie merkten, oh am letzten Freitag waren wir mal ganz lieb und nett, und dann waren die anderen Tage vorher vergessen :teufel: :p

Das haben aber auch nur die gedacht.

Aber, ich muss auch sagen, das können nicht nur Azubine, nein, das konnte eine von der damaligen LVA geförderte Person, die am Tresen war, genauso gut, die war ständig 6 Wochen krank, kam für ein/zwei Wochen, um dann wiederum 6 Wochen krank zu sein, aber natürlich mit unterschiedlichen Krankheiten, damit es nicht so auffällt. Sich aber dann noch beschweren, wenn mit der Zeit, die Leute stocksauer werden bzw. die Leute im Büro. Nö klar, ist alles völlig normal.

Und als diese Person mir dann noch erzählte, sie hätte Probleme mit dem Sohn wegen des Aufstehens und zur Schule gehen, habe ich zu ihr gemeint, mach das Fenster auf (wir hatten Winter !!), nimm die Bettdecke mit, wat meinste, wie schnell der aus dem Bett ist bzw. ein nasser Waschlappen geht auch. Was kam, och mein "armer Sohn" bemerkt doch, das es in meiner Ehe nicht klappt und ich kann ihm das nicht antun.

Wie soll dieser Sohn bitte irgendwann mal im Leben kapieren, das so etwas wie "ich muss Aufstehen, damit ich pünktlich ankomme" verstehen?

So wie ich das verstanden habe, haben sehr viele gefehlt bzw. kamen gar nicht oder zu spät. Wenn also Nina dann das ganze ausfüllen musste oder sollte, weil so ein Betrieb muss ja weitergehen, gerade im Service, kann ich schon verstehen, wenn sie irgendwann keine Lust mehr hat und überlegt, ob sie aufhören soll. Immerhin hat sie zu Rach gesagt, sie überlegt aufzuhören und als sie Dinge ansprach er ihr gesagt hat, rede mit Deinen Chefs, damit es eine Lösung geben kann.

Also scheint sie ja so schlecht nicht gewesen zu sein, aber sie hat - vollkommen zurecht - auch Sehnsucht nach ihrem Kind, insbesondere wenn es dann vielleicht auch noch darauf hinausläuft, das ich Tage, die ich eingeplant habe, nicht mit meinem Kind verbringen kann und/oder länger arbeiten bzw. früher kommen muss und/oder vielleicht sogar einen Urlaub verschieben muss, weil es zu wenige Leute sind.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn ich arbeiten gehe und merke, der andere Part kommt entweder ständig zu spät, ich laufe Gefahr, das ich meine freie Zeit nicht bekomme und/oder Gefahr laufe, den Urlaub verschieben zu müssen, und gerade in so einem kleinen Betrieb kann ich nicht sagen, geht mir sonst irgendwo vorbei, werde ich unzufrieden.

Und ich meine auch, das Nina eigentlich in Berlin gelebt hat, aber dieses Projekt in Hamburg war, ergo muss man in dem Moment auch leider die Zugfahrten mit berücksichtigen. Da kann ich nicht auf die "Schnelle" sagen, ey ich fahre nach Hause, weil abends bin ich müde, morgens komme ich müde in den Betrieb.

Ok, es kommt meine soziale Ader wieder durch, aber wenn so eine gut ist und ihren Job sonst macht, muss ich als Chef versuchen, ne Lösung zu finden. Erbringt die ihre Leistung nicht, wenn sie da ist, würde ich auch sagen, raus mit ihr.

Und das ist auch die Kompetenz von Vorgesetzten, nicht nur schimpfen und meckern, sondern versuchen zu reden und wenn man dann merkt, mann wird verars..t, dann kann ich immer noch hart sein.