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Zimmer101
04-05-2016, 21:07
[QUOTE=Grizu;44723004].... Von Reagan hätte ja auch im Traum niemand erwartet, dass er den kalten Krieg beendet.[/QUOTE]

^^ denke, das ging auch eher von russischer Seite (Gorbatschow) aus.... ;-)

gruss... :)

Premiere0815
04-05-2016, 21:11
[quote=Zimmer101;44723038]^^ denke, das ging auch eher von russischer Seite (Gorbatschow) aus.... ;-)

gruss... :)[/quote]

Wollte Reagan nicht erst (im Scherz) die Roten bombardieren? :)

Den Osten totrüsten, bis er nicht mehr kann. Das waren Zeiten. :fürcht:

Proteus
04-05-2016, 21:16
[QUOTE=Zimmer101;44723038]^^ denke, das ging auch eher von russischer Seite (Gorbatschow) aus.... ;-)

gruss... :)[/QUOTE]

:ja:

Von Gorbatschow und den Umständen (den internen Problemen in der UDSSR)

Experte
04-05-2016, 21:17
[QUOTE=Premiere0815;44723056]Den Osten totrüsten, bis er nicht mehr kann. Das waren Zeiten. :fürcht:[/QUOTE]

Hat doch geklappt. :nixweiss:

Robert1965
04-05-2016, 21:29
[QUOTE=Atinuviel;44722894]
...
Sowohl den Irak als auch Libyen hat sie selbst als Fehler bezeichnet.
...
[/QUOTE]

Clintons Handeln in Libyen hat gezeigt, dass sie aus Irak keine Lehren gezogen hat. Den Irak-Krieg hat sie nur aus Opportunismus nachträglich als "Fehler" bezeichnet.

Nach dem selben Muster hatte sie sich als Außenministerin für TPP eingesetzt, als Präsidentschaftsbewerberin hat sie sich dagegen ausgesprochen, um Sanders den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Grizu
04-05-2016, 21:30
[QUOTE=Zimmer101;44723038]^^ denke, das ging auch eher von russischer Seite (Gorbatschow) aus.... ;-)[/QUOTE]

Es hatte natürlich mehrere Ursachen. Aber Reagan war schon aktiv beteiligt.

Er wusste, dass die Sowjetunion schwerer an ihren Militärausgaben zu knabbern hatten als die USA. Das Wettrüsten, das er massiv vorantrieb, sollte nicht nur militärisch abschrecken. Er wollte die Russen praktisch in den Ruin rüsten. Im Nachhinein betrachtet hat diese Strategie offenbar funktioniert.

yippieh
04-05-2016, 21:40
[QUOTE=Ryan;44722803]Hillary ist die letzte Hoffnung für jene, die eine Fortführung amerikanistisch-imperialisticher Unterwerfungspolitik, TTIP und weitere Abschaffung bürgerlicher Freiheiten wollen. Sie wird darin ein Vorbild für Europa sein, dem bin ich gewiss.[/QUOTE]

Ja so ist das. Und ? Der Wunsch nach Freiheit und Sicherheit, beides heutzutage unmöglich jedem Recht zu machen. Welche Gefahr erzeugt mehr Schiss ? Wobei immer weitere Freiheitseinschränkung natürlich auch keine wirkliche Sicherheit bringt.
Wird Donald Punkt 1 + 3 überhaupt anders angehen ?

Ist komplette TTIP Ablehnung, ohne bisher genau zu wissen über was am Ende abgestimmt wird, mit eventueller Möglichkeit Volksentscheid bei Wissen, dass Verhandlungen immer folgerichtig erstmal im Geheimen abliefen rational ? Hätte nichts gegen deren Lebensmittel bei Kennzeichnung. Die bekannten Filme/Dokus zu den spezialisierten Anwaltskanzleien mit Geschäftsfeld "Verklaqen von Staaten" allein hat/würde mich auch immer Anti machen, Firmen brauchen aber auch Rechtssicherheit. Rest aktuell Mischung aus "geheim gleich schlecht", "elitär", "Unbehagen"...
Leben geht womöglich auch mit TTIP weiter.

Back in Time: Krieg war Dreck, inkl aller Beteiligten, Lügen, Gewinner. Aber...fand Saddam damals auch Scheisse :zahn::undwech: Oder die Taliban und aktuell alle islamistischen Glaubenskrieger. Was tun...Karawanen Kuscheltiere abgehackte, radioaktiv verseuchte Köpfe abwerfen ? #selfiewar

sirius
04-05-2016, 22:51
[QUOTE=Ryan;44722803]Hillary ist die letzte Hoffnung für jene, die eine Fortführung amerikanistisch-imperialisticher Unterwerfungspolitik, TTIP und weitere Abschaffung bürgerlicher Freiheiten wollen. Sie wird darin ein Vorbild für Europa sein, dem bin ich gewiss.[/QUOTE]
Wer Trump gegenüber Hillary favorisiert, der kann eigentlich nur selbst ein Rassist sein.

Ryan
04-05-2016, 23:08
[quote=sirius;44723611]Wer Trump gegenüber Hillary favorisiert, der kann eigentlich nur selbst ein Rassist sein.[/quote]


Kühn, so etwas über Außenstehende zu sagen. Trump will keine Interventionspolitik, keine gepflegte Feindschaft mit Russland und keine Freihandelszone und das ist das, was für mich am Ende als Nicht-Amerikaner relevant ist. Ob er es nicht trotzdem anders macht, hängt von der Macht seiner Einflüsterer ab und ob er sich noch kaufen lässt. Hillary ist jedenfalls schon gekauft und verkauft selbst die Leute mal wieder für blöd.

Robert1965
04-05-2016, 23:36
[QUOTE=sirius;44723611]Wer Trump gegenüber Hillary favorisiert, der kann eigentlich nur selbst ein Rassist sein.[/QUOTE]

Retourkutsche nach dem selben Schema von Unterstellungen : Wer Hillary gegenüber Trump favorisiert, der kann eigentlich nur selbst ein Kriegstreiber sein:hammer:

Ryan
04-05-2016, 23:37
[quote=Robert1965;44723798]Retourkutsche nach dem selben Schema von Unterstellungen : Wer Hillary gegenüber Trump favorisiert, der kann eigentlich nur selbst ein Kriegstreiber sein:hammer:[/quote]


Oder ein Wall Street Fuzzi, der ihr für 20 minuten geheimnistuerischen Palawer ein 4-faches Jahressalär eines Durchschnittsamis zahlt.

Robert1965
04-05-2016, 23:43
[QUOTE=Grizu;44723141]Es hatte natürlich mehrere Ursachen. Aber Reagan war schon aktiv beteiligt.

Er wusste, dass die Sowjetunion schwerer an ihren Militärausgaben zu knabbern hatten als die USA. Das Wettrüsten, das er massiv vorantrieb, sollte nicht nur militärisch abschrecken. Er wollte die Russen praktisch in den Ruin rüsten. Im Nachhinein betrachtet hat diese Strategie offenbar funktioniert.[/QUOTE]


Reagans Pentagon-Chef Caspar Weinberger 1981:

"Wir müssen sicherstellen, daß dieses sowjetische Imperium, wenn es denn aufgrund seiner eigenen Widersprüche zusammenbricht, das mit einem Winseln tut und nicht mit einem großen Knall. "
Klick hier (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14333723.html)

So ist es dann auch gekommen

Ryan
04-05-2016, 23:49
[quote=Robert1965;44723820]Reagans Pentagon-Chef Caspar Weinberger 1981:

"Wir müssen sicherstellen, daß dieses sowjetische Imperium, wenn es denn aufgrund seiner eigenen Widersprüche zusammenbricht, das mit einem Winseln tut und nicht mit einem großen Knall. "
Klick hier (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14333723.html)

So ist es dann auch gekommen[/quote]


Wer wird das mal über das US-amerikanische Imperium sagen?

polenpaule
05-05-2016, 02:14
[QUOTE=sirius;44723611]Wer Trump gegenüber Hillary favorisiert, der kann eigentlich nur selbst ein Rassist sein.[/QUOTE]

billig ! wie schon einige hier schrieben, wir hier in Europa sollten hauptsächlich an der Außenpolitik des US-Präsidenten interessiert sein, und die wäre, stand jetzt, bei Trump wesentlich besser aufgehoben als bei Hillary

Atinuviel
05-05-2016, 03:26
Mir ist sowohl völlig schleierhaft, wie man Trumps Außenpolitik tatsächlich für besser oder weniger gefährlich halten kann, als auch wie man ernsthaft glauben kann, es hätte keinen Einfluss auf Europa, wenn Trump mit seiner Wirtschaftspolitik die USA in den Abgrund steuert. Warum ist einer, der ernsthaft behauptet er werde "noch viel schlimmeres" als Waterboarding zurückbringen und der plant die Familien von Terroristen abzuschlachten, nicht weniger als ein brutales Kriegsverbrechen, besser als Clinton? Nach zurückhaltender Außenpolitik klingt das nicht.

Besonders verwirrend ist es, das von jemandem zu hören, der auf der letzten Seite noch behauptet hat, die zunehmende Bedrohung durch Terrorismus (die zumindest in Europa überhaupt nicht zunehmend ist), schränke unsere bürgerlichen Freiheiten ein. Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Trumps Familienmassaker- und Folterpläne die Terroristen der Welt alsbald mit dem Westen versöhnen werden. Von seiner Alle-Muslime-sind-jetzt-unter-Generalverdacht-Rhetorik ganz zu schweigen. Und wenn man sich ansieht mit welchen korrupten Irren Trump sich schon jetzt umgibt (Paul Manafort, schlimmer als er werden Menschen nicht), dann wirkt Clinton dagegen wie ein Engel.

Dann ist da natürlich noch die Sache mit dem Klimawandel, die Welt kann sich keinen US-Präsidenten mehr leisten, der in dieser Richtung rein gar nichts unternimmt und schlimmstenfalls sogar Obamas Reformversuche rückgängig macht und durch Einfluss auf die Judikative (Supreme-Court-Besetzung) jahrelang blockiert.

caesar
05-05-2016, 07:24
Na also, Trump vs. Clinton. Auch wenn Sanders noch nicht aufgeben will und irgendwie hofft, noch die die Superdelegierten umzustimmen.

Es wird interessant, ob Trump die volle Unterstützung der Reps hat oder doch viele ihn nicht wählen oder gar Clinton.

Trump wird auf jeden Fall die blue collar-Wählerschicht ansprechen, und versprechen die Jobs zurückzubringen.

Clinton muss auch die Sanders-Anhänger von sich überzeugen und ebenso die jungen Wähler bis 34.

Auf jeden Fall wird die Wirtschaft die Hauptrolle spielen. It's the economy, stupid.

Allerdings werden die USA es bereuen, einen trade-war auszulösen. Denn darunter werden die USA selber hauptsächlich leiden, denn die Waren werden sich verteuern, wenn die nicht mehr die billigen Massenimporte der Chinesen kommen.

Schlussendlich bringt der Freihandel insgesamt mehr Wohlstand als Protektionismus. Wenn die USA China mit massiven Zöllen belegen, werden diese nachziehen und ebenfalls Strafzölle erheben.

Wenn Trump tatsächlich die Grenze für Muslime sperren will, ist die Frage wie. Gibt es Ausnahmen für reiche Muslime? für amerikanische Muslime? Gibt es Ausnahmen für verbündete Staaten?

Es ist schon merkwürdig, ein Einreiseverbot für Muslime zu fordern, wenn man mit Saudi-Arabien und den Golfstaaten einen wichtigen Partner im Nahen Osten hat, der dem Islam angehört.

caesar
05-05-2016, 07:27
[QUOTE=Atinuviel;44724172]
Dann ist da natürlich noch die Sache mit dem Klimawandel, die Welt kann sich keinen US-Präsidenten mehr leisten, der in dieser Richtung rein gar nichts unternimmt und schlimmstenfalls sogar Obamas Reformversuche rückgängig macht und durch Einfluss auf die Judikative (Supreme-Court-Besetzung) jahrelang blockiert.[/QUOTE]

Derzeit steht es 4:4.

Der nächste Supreme cort-judge wird entweder die Mehrheit für die konservative oder liberale Frakton festlegen.

Wenn man davon ausgeht, dass der Senat bis zum Ende der Amtszeit von Obama nichts in der Sache tun wird, wird es auf den nächsten Präsidenten ankommen.

sirius
05-05-2016, 09:13
[QUOTE=Ryan;44723701]Kühn, so etwas über Außenstehende zu sagen. [/QUOTE]
Trump-Befürworter stehen doch so auf mangelnde political correctness. Also nennen wir doch mal die Dinge beim Namen. Wenn jemand den Rassismus eines Trump so tolerieren kann, dass er sich irgendwie zusammenspinnt Clinton sei schlimmer, der empfindet ganz offenbar all diese Aussagen von Trump als nicht so dramatisch. Nach dem Motto "och naja, der will halt Millionen Muslime wegen ihres Glaubens aussperren, was solls, der rückt Mexikaner in die Nähe einer Gruppe wilder Vergewaltiger, who cares, Clinton hat doch damals für den Irak-Krieg gestimmt und is doch gekauft und das ist schlimmer. Clinton lässt sich von der Wall Street bezahlen, das ist doch schlimmer als alle Muslime auszusperren". Wer das so gewichtet, ja, dem unterstelle ich zumindest die Akzeptanz von Rassismus. Denn für alle anderen ist so jemand völlig unwählbar und ein No-Go, Ende der Diskussionen. Da gibt es kein Abwägen.

Achja: Wer meint, Trump sei besser für eine stabile Sicherheitslage in Europa, der sollte sich vielleicht mal dessen Aussagen zur NATO durchlesen. Es ist schön und gut, wenn man Amerikas Einmischung überall als Weltpolizei kritisiert. Wenn sich Amerika aber aus allem rauszieht, was sie nicht unmittelbar betrifft, wenn sie sich aus der NATO verabschiedet, weil sie zu teuer ist, dann ist die Wirkung auf Europa unabsehbar.
[QUOTE]Allerdings sind Trumps isolationistische Schlüsse gefährlich und dazu angetan, die Weltordnung nachhaltig zu erschüttern. Den Globus einfach nur sich selbst zu überlassen, weil Amerika die Kosten der Supermachtrolle nicht mehr tragen will, gefährdet den freien Welthandel, von dem der Westen genauso abhängt wie die meisten anderen Nationen in der Welt.

Es öffnet weitere Räume für aggressiv ausgreifende Mächte wie China, Iran und Russland. Und Trumps Empfehlungen an Japan und Südkorea würden das System der atomaren Rüstungskontrolle zum Einsturz bringen und einen nuklearen Rüstungswettlauf auslösen. Japan gilt ohnehin als atomares Schwellenland, das über das Know-how zum Bau einer Bombe verfügt.

Südkorea hat im Jahr 2004 ein geheimes Atomprogramm gegenüber der IAEA offengelegt, und die Bevölkerung ist mehrheitlich schon jetzt der Meinung, dass das Land angesichts der Bedrohung aus Nordkorea über eigene Atombomben verfügen sollte.

Einladung an den russischen Revanchismus

Und auf dem alten Kontinent möchte man sich lieber nicht vorstellen, was Putin noch alles mit Europa anstellen würde, wenn ein Präsident Trump die amerikanische militärische Überlegenheit und seine Abschreckungsmacht nicht mehr zur Ausbalancierung des europäischen Machtgleichgewichts einsetzen würde. Es wäre eine Einladung an den russischen Revanchismus, zurückzuholen, was nach dem Fall des Sowjetimperiums verloren gegangen ist.

Die europäische Selbsterzählung ignoriert gerne, wie wichtig Amerika für Europas Sicherheit ist und für die Aufrechterhaltung der europäischen Ordnung. Das birgt die Gefahr, zu unterschätzen, welche Bedrohung von einer Trump-Präsidentschaft für Europa ausgehen könnte.[/QUOTE]

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article153860608/So-gefaehrlich-waere-ein-Praesident-Trump-fuer-Europa.html

Aromatice
05-05-2016, 09:27
Wenn schon, dann lieber Trump (er hat die Haare schön) als Hillary Clinton welche verantwortlich ist für Saringas-Geheimoperation und den Tod Tausender Syrer.

Experte
05-05-2016, 09:36
Im unwahrscheinlichen Fall, daß Trump gewählt wird, wird er sich schon mäßigen. Für mich ist Trump ein amerikanischer Dieter Bohlen. Er hat ja selbst lange eine Casting-Show gemacht und weiß, wie man mit provokanten Äußerungen das öffentliche Interesse auf sich zieht. Das Prinzip hat er auf die Politik übertragen.

Ich denke, in den nächsten Monaten wird er sich deutlich präsidialer verhalten, schon um die Partei hinter sich zu bringen. Und sollte er wirklich Präsident werden, wird ihm der Widerstand des Kongresses schon manche krude Idee austreiben.

Robert1965
05-05-2016, 09:44
Mir kommt er vor, wie eine Mischung aus Dieter Bohlen und Alfred Tetzlaff (ein Tetzlaff, der Milliardär ist und beschliesst, Bundeskanzler werden zu wollen). Dass so ein Typ Präsidentschaftskandidat werden kann, hat sich das Establishment beider Parteien selbst zuzuschreiben.

gnuss
05-05-2016, 10:01
Ob Trump so isolationistisch wäre was militärische Interventionen angeht, wie er sagt, müsste sich bei seiner Präsidentschaft auch erst zeigen. Naja für Russland und die Palästinenser wäre er wahrscheinlich der bessere Präsident als Hillary, wobei ich da halt auch nicht die Hand ins Feuer legen würde. Nach 8 Jahren Trump gebe es sicher immernoch keinen palästinensischen Staat und teilweise müssten die Palästinenser ja auch auf Israel zugehen verglichen zu den heutigen Positionen und dem Terror der Hamas. Wenn er sagt, dass die Europäer sich um die Ukrainer kümmern sollen, läuft das dann vielleicht auch auf eine EU-Armee raus, während der Wirtschaftskrieg gegen China von der Trump-Administration in die Wege geleitet wird.

Was die Mexikaner angeht, würde ich mir für diejenigen, die in Mexiko leben wünschen, dass sie auch mal einen Kandidaten der nicht zum politischen Establishment gehört zum Präsidenten wählen, wenn man schaut was das mexikanische politische Establishment geleistet hat die letzten jahre, auch wenn das sicher auch wieder im Chaos enden würde. Denke auch nicht, dass das keine gute Entwicklung für keines der beiden Länder sein kann, wenn in den nächsten 15 Jahren nochmal 20 Mio Mexikaner immigrieren sollten, wegen Arbeitslosigkeit auf dem Land, dem Drogenkrieg etc. Aber die Mauer würde ja im Endeffekt eh nicht kommen, weil sie nicht praktikabel wäre. Dass die Latinos eine höhere Geburtenrate haben als andere ethnische Gruppen in den USA wäre mir als weißer US-Amerikaner egal, aber sehen viele Trump Wähler sicher anders.

Im Endeffekt kann ich mir aber sowieso nicht vorstellen, wie Trump das hier gewinnen auf irgendwie gewinnen kann. Er wird sicherlich bible belt Staaten gewinnen, die immer an die GOP gehen. Bei den Frauen, Schwarzen und Latinos wird er doch aber jetzt schon nichts mehr sagen oder planen können, was das Ruder noch irgendwie rumreisst nach diesem Wahlkampf. Sehe nicht, wie er ohne diese Gruppen irgendeinen Swing State gewinnen kann. Wird doch der langweiligste Wahlabend seit Reagan.
Aber naja vielleicht sehe ich das ja falsch und er recht, dass die Neuwähler die er anlockt, die riesigen Schlappen bei den anderen Wählergruppen ausgleichen, auch wenn ich nicht sehe wie diese Arithmetik funktionieren soll oder genug Schwarzen wird die Stimmabgabe wieder erschwert von den jeweiligen Gouverneuren. Als US-Amerikaner würde ich wahrscheinlich nicht hingehen zur Wahl, aber noch eher hoffen, dass es Hillary macht, wegen den sozialen Sprengstoff, den Trump als Präsident für die US-Gesellschaft hätte, auch wenn die Mauer halt nicht wirklich kommen würde und ich Hillary nicht glaube, dass das mit der Justizreform und der Eindämmung der Polizeigewalt gegen die Schwarzen so optimal verlaufen wird, wie sie verspricht. Weltpolitisch wird der West-Ost-Konflikt nach 8 Jahren Hillary zwischen USA--EU und Russland-China auf der anderen Seite sicher wieder an den Kalten Krieg erinnern.

Zimmer101
05-05-2016, 10:06
[QUOTE=Experte;44724363]...... Ich denke, in den nächsten Monaten wird er sich deutlich präsidialer verhalten, schon um die Partei hinter sich zu bringen. Und sollte er wirklich Präsident werden, wird ihm der Widerstand des Kongresses schon manche krude Idee austreiben.[/QUOTE]

^^ das bleibt halt Spekulation. Und darauf würde ich nicht bauen....

Genauso vorstellbar ist es, das er sich dann endlich so richtig ausleben kann / will. Das macht seine Präsidentschaftskandidatur ja grad' aus, dass er halt so garnicht in irgendwelche (Partei-)Strukturen eingebunden ist....

gruss... :)

reddevil
05-05-2016, 10:07
[QUOTE=Experte;44724363]Im unwahrscheinlichen Fall, daß Trump gewählt wird, wird er sich schon mäßigen. Für mich ist Trump ein amerikanischer Dieter Bohlen. Er hat ja selbst lange eine Casting-Show gemacht und weiß, wie man mit provokanten Äußerungen das öffentliche Interesse auf sich zieht. Das Prinzip hat er auf die Politik übertragen.

Ich denke, in den nächsten Monaten wird er sich deutlich präsidialer verhalten, schon um die Partei hinter sich zu bringen. Und sollte er wirklich Präsident werden, wird ihm der Widerstand des Kongresses schon manche krude Idee austreiben.[/QUOTE]

:d:

Manitu
05-05-2016, 10:27
[QUOTE=Experte;44724363]Im unwahrscheinlichen Fall, daß Trump gewählt wird, wird er sich schon mäßigen. Für mich ist Trump ein amerikanischer Dieter Bohlen. Er hat ja selbst lange eine Casting-Show gemacht und weiß, wie man mit provokanten Äußerungen das öffentliche Interesse auf sich zieht. Das Prinzip hat er auf die Politik übertragen.

Ich denke, in den nächsten Monaten wird er sich deutlich präsidialer verhalten, schon um die Partei hinter sich zu bringen. Und sollte er wirklich Präsident werden, wird ihm der Widerstand des Kongresses schon manche krude Idee austreiben.[/QUOTE]

er wäre ja nicht der erste Präsident, der nur im Wahlkampf große töne spuckt und sich populistisch inszeniert.
manche tun ja auch so, als wäre der amerikanische Präsident ein Diktator.;)

gnuss
05-05-2016, 10:32
[QUOTE=sirius;44724327]
Achja: Wer meint, Trump sei besser für eine stabile Sicherheitslage in Europa, der sollte sich vielleicht mal dessen Aussagen zur NATO durchlesen. Es ist schön und gut, wenn man Amerikas Einmischung überall als Weltpolizei kritisiert. Wenn sich Amerika aber aus allem rauszieht, was sie nicht unmittelbar betrifft, wenn sie sich aus der NATO verabschiedet, weil sie zu teuer ist, dann ist die Wirkung auf Europa unabsehbar.


http://www.welt.de/debatte/kommentare/article153860608/So-gefaehrlich-waere-ein-Praesident-Trump-fuer-Europa.html[/QUOTE]

den freien Welthandel gefährden ja Obama/Clinton, wenn sie sagen UK müsste sich nach Brexit hinten anstellen und würde keinen bilateralen Handelsvertrag mit den USA bekommen, während die Brexit Leute bilaterale Handelsverträge mit dem ganzen Commonwealth anstreben.

Wenn Le Pen Präsidentin werden sollte, hat das wohl auch seine Gründe darin, dass die Franzosen unzufrieden sind über die EU-Wirtschaftspolitik. Der Hauprgrund wäre sicher nicht wirtschaftlich, sondern rassismus, terror, fehler der politik, wie frankreich als einwanderungsland seit den 60ern organisiert wurde. aber wirtschaftliche gründe gebe es sicher auch, wobei sich hier dann sicher die geister scheiden würden und viele wirtschaftsliberale köpfe dann sagen, die franzosen sind einfach zu blöd zu erkennen, dass die rente mit 67 und die reformen heutzutage unabdingbar seien und wegen dem sozialstaat, der heutzutage nicht mehr machbar wäre, wäre frankreich in dieser bredouille.

denke aber nicht, dass le pen gewinnen wird.

Zimmer101
05-05-2016, 10:35
[QUOTE=Manitu;44724480]...... manche tun ja auch so, als wäre der amerikanische Präsident ein Diktator.;)[/QUOTE]

^^ ist er nicht. Worauf ich hinaus will ist, dass er keinem Rechenschaft schuldig ist. Er ist halt nicht eingebunden in die (republikanische) Partei....

gruss... :)

Premiere0815
05-05-2016, 10:50
Einen Choleriker in das System einbinden, ihn einrahmen, ihn mäßigen, das hat in der Geschichte ja schon immer prima geklappt.

reddevil
05-05-2016, 12:55
[QUOTE=Premiere0815;44724539]Einen Choleriker in das System einbinden, ihn einrahmen, ihn mäßigen, das hat in der Geschichte ja schon immer prima geklappt.[/QUOTE]

https://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law :freu::freu: :freu:

Sungawakan
05-05-2016, 14:46
Endlich mal wieder ein Deutsch-Amerikaner als Präsident.

reddevil
05-05-2016, 14:49
[QUOTE=Sungawakan;44724957]Endlich mal wieder ein Deutsch-Amerikaner als Präsident.[/QUOTE]

Gabs schonmal einen? :nixweiss:

Sungawakan
05-05-2016, 14:51
Ja, Eisenhower, Hoover, Obama (wenn auch nur zum Teil)

Experte
05-05-2016, 18:26
[QUOTE=Sungawakan;44724966]Ja, Eisenhower, Hoover, Obama (wenn auch nur zum Teil)[/QUOTE]

Nixon auch teilweise.

Fritz Karl
05-05-2016, 23:07
Donald Trump zum Cinco de Mayo.
Er ist einfach ein Entertainer. :rotfl: :lol:
728297587418247168

Geisterkatze
05-05-2016, 23:16
[QUOTE=Fritz Karl;44726644]Donald Trump zum Cinco de Mayo.
Er ist einfach ein Entertainer. :rotfl: :lol:
...[/QUOTE]
Genau, und nicht ein Politiker.

reddevil
05-05-2016, 23:42
[QUOTE=Geisterkatze;44726666]Genau, und nicht ein Politiker.[/QUOTE]

war reagan auch nicht. :nixweiss:

kruse2570
06-05-2016, 00:57
[QUOTE=reddevil;44726733]war reagan auch nicht. :nixweiss:[/QUOTE]
Ich meine, der war vorher Senator oder Gouverneur oder sowas, wie Arnie.

Dennis|Natascha
06-05-2016, 01:12
[QUOTE=kruse2570;44726832]Ich meine, der war vorher Senator oder Gouverneur oder sowas, wie Arnie.[/QUOTE]
Jopp, der war wie Schwarzenegger Gouverneur von Kailifornien. 67-75

Robert1965
06-05-2016, 06:31
Peter Wehner (http://rightweb.irc-online.org/profile/wehner_peter/) ("Commentary"):

The GOP’s Catastrophic Choice (http://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/campaigns-elections/the-gops-catastrophic-choice-trump/)


Ray McGovern ("antiwar.com") zur "e-mail-Affäre"
A Need To Clear Up Clinton Questions (http://original.antiwar.com/mcgovern/2016/05/05/need-clear-clinton-questions/)

Mobbing Bert
06-05-2016, 06:35
[QUOTE=Fritz Karl;44726644]Donald Trump zum Cinco de Mayo.
Er ist einfach ein Entertainer. :rotfl: :lol:
728297587418247168[/QUOTE]

Hätz is Trump. :d:

caesar
06-05-2016, 07:44
Da muss Trump doch noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, Paul Ryan will ihn noch nicht offen unterstützen. Immerhin ist Ryan der Speaker of the house und der drittmächtigste Mann des Staates.

Einzelne Kongressmitglieder reden gar von einer unabhängigen Kanditatur.

caesar
06-05-2016, 07:51
[QUOTE=Sungawakan;44724966]Ja, Eisenhower, Hoover, Obama (wenn auch nur zum Teil)[/QUOTE]

Eisenhower = Eisenhauser / hoover = huber / millhous = millhausen

Aus den Namen lässt sich durchaus einiges ableiten, wenn Namen amerikanisiert wurden.

in wikipedia steht aber, dass hoover von schweizerischen ahnen abstammt.

Sungawakan
06-05-2016, 08:26
[QUOTE=caesar;44726980]Eisenhower = Eisenhauser / hoover = huber / millhous = millhausen

Aus den Namen lässt sich durchaus einiges ableiten, wenn Namen amerikanisiert wurden.

in wikipedia steht aber, dass hoover von schweizerischen ahnen abstammt.[/QUOTE]

In der englischsprachigen steht, dass er sowohl deutscher als auch schweizerischer Herkunft ist.

Robert1965
06-05-2016, 09:04
[QUOTE=reddevil;44726733]war reagan auch nicht. :nixweiss:[/QUOTE]

Reagan war zwei Amtsperioden Gouverneur von Kalifornien (und galt in diesem Amt als sehr erfolgreich)

Ein Nicht-Politiker im Präsidentenamt war Eisenhower (er schied Ende Mai 1952 aus der Armee aus, um sich für das Präsidentenamt zu bewerben). Ihm hatten sowohl Demokraten als auch Republikaner die Kandidatur angeboten, weil sie seine Popularität zum Stimmenfang nutzen wollten

Robert1965
06-05-2016, 09:30
[QUOTE=caesar;44726967]Da muss Trump doch noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, Paul Ryan will ihn noch nicht offen unterstützen. Immerhin ist Ryan der Speaker of the house und der drittmächtigste Mann des Staates.

Einzelne Kongressmitglieder reden gar von einer unabhängigen Kanditatur.[/QUOTE]

Viele republikanische Politiker werden Trump "unterstützen, wie der Strick den Gehängten" (Lenin) : sie werden pro forma ihre Unterstützung für Trmp erklären und auf seine Niederlage hoffen. Das hatte es auch 1972 bei den Demokraten gegeben. Damals war der Antikriegskandidat George McGovern gegen den Willen des Parteiestablishments nominiert worden. Große Teile des Parteiestablishments beschränkten sich danach auf nominelle Unterstützung für McGovern, taten ansonsten im Wahlkampf nichts und nahmen die Niederlage McGoverns gegen Nixon (der einen Erdrutschsieg errang) billigend in Kauf.

caesar
06-05-2016, 10:31
[QUOTE=Robert1965;44727146]Viele republikanische Politiker werden Trump "unterstützen, wie der Strick den Gehängten" (Lenin) : sie werden pro forma ihre Unterstützung für Trmp erklären und auf seine Niederlage hoffen. Das hatte es auch 1972 bei den Demokraten gegeben. Damals war der Antikriegskandidat George McGovern gegen den Willen des Parteiestablishments nominiert worden. Große Teile des Parteiestablishments beschränkten sich danach auf nominelle Unterstützung für McGovern, taten ansonsten im Wahlkampf nichts und nahmen die Niederlage McGoverns gegen Nixon (der einen Erdrutschsieg errang) billigend in Kauf.[/QUOTE]

So wie man hört, wollen weder Bush 41, Bush 43 oder Romney an der Convention anwesend sein.

Das kann man durchaus als einen Art Protest intepretieren.

Das wäre so, als ob Al Gore, Bill Clinton oder Obama nicht an der demokratischen Convention anwesend sein würden.

Robert1965
06-05-2016, 17:17
William Kristol (Chefredakteur "Weekly Standard") sucht einen "unabhängigen Republikaner", der bereit wäre, gegen Trump und Clinton zu kandidieren
Neither Clinton Nor Trump (http://www.weeklystandard.com/neither-clinton-nor-trump/article/2002274)

Elliott Abrams (gehörte zu den außenpolitischen Beratern von Cruz) hofft, dass die Republikanische Partei nach einer Niederlage Trumps zurückerobert werden kann und denkt bereits an 2020
When You Can't Stand Your Candidate - A story of 1972 (http://www.weeklystandard.com/article/2002283)

[QUOTE]Next time, in 2020, we'll have had 12 years of Obama and Clinton, Hillary will be in her mid-seventies, Trump will be gone, and a new generation of Republican leaders like Rubio and Cruz and Ryan and Cotton and Haley and Sasse will still be in their forties.[/QUOTE]

Experte
07-05-2016, 06:05
Jeb Bush und Lindsey Graham wollen Trump nicht unterstützen.

Robert1965
07-05-2016, 06:45
[QUOTE=Experte;44730910]Jeb Bush und Lindsey Graham wollen Trump nicht unterstützen.[/QUOTE]

Romney auch nicht.

Mal sehen, wie sich McCain äußert

caesar
07-05-2016, 07:42
Graham hat sogar angekündigt, Trump NICHT zu wählen. Das ist aber ja nicht weiter überraschend, da sich Graham schon im 2015 ziemlich deutlich geäussert hat.

Dabei ist es eine Todsünde, den eigenen Kandiaten nicht der Konkurenz vorzuziehen.

Es stellt sich die Frage, wie umfrangreich dieser Boykott ist. Unter Umständen ist das ein Freiticket für HRC (wenn sie nicht durch die E-Mail-Afärre diskreditiert wird).

Robert1965
07-05-2016, 07:50
Es könnte aber auch dem Image von Trump als "Rebell" gegen das Establishment zugute kommen.

caesar
07-05-2016, 08:34
Bestimmte Wähler werden sich dadurch nur bestätigt sehen.

Tatsache ist, dass Trump über gewisse Anzahl loyaler Anhänger verfügt, und diese Wähler werden bleiben ob nun mit oder ohne Trump.

Premiere0815
07-05-2016, 10:29
Oh Mann, ich befürchte, da wird noch viel Dreck geworfen werden.

Manitu
07-05-2016, 10:35
die sollen den Wählerwillen akzeptieren, alles andere schadet der Partei ja noch mehr.

Robert1965
07-05-2016, 15:39
Bei "The Hill" eine Liste prominenter Republikaner, die erklärt haben, einen republikanischen Kandidaten Trump nicht unterstützen zu wollen.

Klick hier (http://thehill.com/blogs/ballot-box/presidential-races/278141-republicans-who-vow-to-never-back-trump)

Ryan
07-05-2016, 18:24
Der Cook Political Report hat nach Trumps Quasi-Nominierung eine Bewertung des Electoral College vorgenommen:

http://cookpolitical.com/story/9583

11 Bundesstaaten tendieren stärker zu den Demokraten als zuvor, insbesondere kommen North Carolina, Arizona und Georgia ins Spiel als mögliche Battlegroundstates.

Der 2. Congressional District von Nebraska (Omaha), den schon Obama gewonnen hat, dürfte auch ein - wenn auch mini - Battleground werden.

Lediglich der 2. Congressional District von Maine schwankt von Solide auf Wahrscheinlich DEM.


Damit stünde Hillary Clinton schon ohne Battlegroundstaaten bei 304 Wahlmännern, dazu noch mögliche 44 Battleground-Stimmen aus NC, OH, IA, NE-2 und NH, und bei einem Blowout kann sie noch die 27 Stimmen aus AZ und GE kassieren. In Summe 377 Wahlmänner.

reddevil
08-05-2016, 20:03
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/donald-trump-entdeckt-im-us-wahlkampf-die-sozial-schwachen-a-1091315.html

:lol:

Robert1965
08-05-2016, 20:08
Dem republikanischen Credo in der Wirtschaftspolitik entspricht dies nicht unbedingt...

Trump Open to Raising Taxes, Minimum Wage (http://www.weeklystandard.com/trump-open-to-raising-taxes-minimum-wage/article/2002308)

Sollte Trump merken, dass er damit bei der republikanischen Basis nicht gut ankommt, dann hätte er sicher keine Probleme, morgen das Gegenteil zu verkünden

Fritz Karl
08-05-2016, 20:31
[QUOTE=Robert1965;44736725]Dem republikanischen Credo in der Wirtschaftspolitik entspricht dies nicht unbedingt...

Trump Open to Raising Taxes, Minimum Wage (http://www.weeklystandard.com/trump-open-to-raising-taxes-minimum-wage/article/2002308)

Sollte Trump merken, dass er damit bei der republikanischen Basis nicht gut ankommt, dann hätte er sicher keine Probleme, morgen das Gegenteil zu verkünden[/QUOTE]
Bin mir relativ sicher, dass die Mehrheit der republikanischen Wähler für Trumps Vorschläge ist.
Die tax raises sollen ja auch nur für die Reichen sein.
Und auch nur die reichen establishment Republikaner drehen jetzt durch und schreien "Hillary Clinton", da sie ökonomisch eh eine moderate Republikanerin ist.

dryope
08-05-2016, 21:01
[QUOTE=Fritz Karl;44736822]Bin mir relativ sicher, dass die Mehrheit der republikanischen Wähler für Trumps Vorschläge ist.
Die tax raises sollen ja auch nur für die Reichen sein.
Und auch nur die reichen establishment Republikaner drehen jetzt durch und schreien "Hillary Clinton", da sie ökonomisch eh eine moderate Republikanerin ist.[/QUOTE]

Wobei die Steuern für Reiche will Clinton auch erhöhen. Sofern Trump die Steuern also nicht plötzlich für alle Einkommensschichten im Sanders-Ausmaße erhöhen möchte, nehmen die beiden sich da nicht viel. Genaueres kann man natürlich noch nicht sagen, da Trump ja bis vor wenigen Stunden noch die Steuern für alle inklusive der Superreichen senken wollte.

Denke das Problem, dass die traditionelle Republikaner-Klientel der Bestverdiener hier hat, ist Trumps Unberechenbarkeit/Unlenkbarkeit. Mit Hillary und Bill haben sie da schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese Leute Spenden ja auch ständig unanständige Summen für sämtliche Wahlkämpfe, daher scheint es eher um den sicheren Einfluß als um ein paar Zehntausender mehr oder weniger in Steuern im Jahr zu gehen. Da zahl ich doch als 1%er gerne x Flocken mehr im Jahr, wenn ich auf der anderen Seite sicher bin, dass ich den nächsten milliardenschweren Rüstungsauftrag erhalte.

Fritz Karl
08-05-2016, 21:16
[QUOTE=dryope;44736919]Wobei die Steuern für Reiche will Clinton auch erhöhen. Sofern Trump die Steuern also nicht plötzlich für alle Einkommensschichten im Sanders-Ausmaße erhöhen möchte, nehmen die beiden sich da nicht viel. Genaueres kann man natürlich noch nicht sagen, da Trump ja bis vor wenigen Stunden noch die Steuern für alle inklusive der Superreichen senken wollte.
[/QUOTE]
Wüsste nicht dass Sanders für Einkommen unter $250.000 Steuern erhöhen will.
[QUOTE=dryope;44736919]
Denke das Problem, dass die traditionelle Republikaner-Klientel der Bestverdiener hier hat, ist Trumps Unberechenbarkeit/Unlenkbarkeit. Mit Hillary und Bill haben sie da schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese Leute Spenden ja auch ständig unanständige Summen für sämtliche Wahlkämpfe, daher scheint es eher um den sicheren Einfluß als um ein paar Zehntausender mehr oder weniger in Steuern im Jahr zu gehen. Da zahl ich doch als 1%er gerne x Flocken mehr im Jahr, wenn ich auf der anderen Seite sicher bin, dass ich den nächsten milliardenschweren Rüstungsauftrag erhalte.[/QUOTE]
Da stimme ich zu.
Die Clintons haben für die Reichen immer geliefert.

Atinuviel
08-05-2016, 21:17
Clinton steht in praktisch allen Belangen abgesehen von Außenpolitik links von Obama, und das nicht erst seit gestern, sie ökonomisch als moderate Republikanerin zu bezeichnen ist nicht mal nah dran. Übrigens haben Sanders und Clinton während ihrer zwei gemeinsamen Jahre im Senat in 93% der Fälle identisch abgestimmt. Hillary Clinton Was Liberal. Hillary Clinton Is Liberal. (http://fivethirtyeight.com/datalab/hillary-clinton-was-liberal-hillary-clinton-is-liberal/)


Hillary Clinton On The Issues: (http://www.ontheissues.org/hillary_clinton.htm)

http://www.ontheissues.org/images/s080_010.gif

78% "social score" und 5% "economic score"

Bernie Sanders On The Issues: (http://www.ontheissues.org/Bernie_Sanders.htm)

http://www.ontheissues.org/images/s100_010.gif

98% "social score" und 5% "economic score"

[QUOTE]A low score (below 40%) means the candidate believes that a good society is best achieved by the government redistributing wealth. The candidate believes that government's purpose is to decide which programs are good for society, and how much should be spent on each program.[/QUOTE]

Sanders und Clinton sind sich also ziemlich nah.

Atinuviel
08-05-2016, 21:28
[QUOTE=Fritz Karl;44736963]Wüsste nicht dass Sanders für Einkommen unter $250.000 Steuern erhöhen will.[/QUOTE]
Doch, will er, wenn auch nur marginal. Einer Umfrage zufolge sind die meisten seiner Wähler übrigens nicht bereit (http://www.vox.com/policy-and-politics/2016/4/14/11421744/bernie-sanders-tax-revolution), die Summen zu bezahlen, die sie bezahlen müssten, sollte er seine Pläne realisieren.

dryope
08-05-2016, 21:45
[QUOTE=Fritz Karl;44736963]Wüsste nicht dass Sanders für Einkommen unter $250.000 Steuern erhöhen will.[/QUOTE]

Doch will er definitiv. Sogar recht deutlich und für sehr kleine Einkommen weit, weit, weit unter 250k. Weit unter 50k. Er erklärt das auch ganz gut damit, dass er mit dem erhöhten Steueraufkommen ja eine allgemeine Krankenversicherung und freie Hochschulausbildung finanzieren will, dass also viele Haushalte trotzdem am Ende nicht wesentlich schlechter gestellt sein werden, aber die Steuern will er für alle Einkommensschichten erhöhen.

Edit: Ich glaub du sprichst von der Einkommenssteuer allein. Die will er bis zu einem Single-Einkommen von 75k (glaub ich, keine Garantie) wirklich nicht erhöhen (Clinton auch nicht). Er hat aber eine Reihe von weiteren an die Einkommenssteuer gekoppelten flat taxes für alle, die er zusätzlich einführen möchte, um seine Pläne finanzieren zu könnne. Das ganze soll bei eine jährlichen Wirtschaftswachstum von 5% aufgehen. Meines Erachtens (und das mein ich anerkennend) macht er da auch überhaupt kein Geheimnis draus.

sirius
08-05-2016, 22:44
Schaden werden Trump diese Aussagen natürlich nicht, weil seine Anhänger ihn sowieso immer wählen werden. Der konnte bisher sagen und tun was er will und das wird auch weiter so sein. Freifahrtschein, ihm läuft niemand weg.

Aber diese Aussagen sind wirklich so dermaßen plump, dass man nur noch drüber lachen kann.:D Es war klar, dass er nun versuchen muss, auch Wähler aus der Mitte oder sogar links dazu zu gewinnen. Anders hat er keine Chance. Dass er aber paar Tage nach seiner sicheren Nominierung so offensichtlich damit anfängt, das ist schon der Knaller. Unglaubwürdiger geht es nicht mehr, aber es steht zu befürchten, dass auch darauf genug Amerikaner hereinfallen. :zahn:

gnuss
09-05-2016, 04:45
[QUOTE=Atinuviel;44736968]Clinton steht in praktisch allen Belangen abgesehen von Außenpolitik links von Obama[/QUOTE]

Hatte Michelle Alexander im Februar in The Nation anders dargestellt
http://www.thenation.com/article/hillary-clinton-does-not-deserve-black-peoples-votes/
wobei Obama freilich jetzt nicht das Vergleichskriterium war in dem Artikel und selten erwähnt wird.

Robert1965
09-05-2016, 06:51
HRC redet in der Wirtschaftspolitik links, um Sanders den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ihr Gatte hatte die Demokratische Partei zur Partei des Freihandels und Deregulierung gemacht. Sie selbst hatte sich als Außenmininisterin für TPP eingesetzt, als Wahlkämpferin ist sie dagegen. HRC bekommt für Redeauftritte Honorare in astronomischer Höhe von Goldman Sachs und der Deutschen Bank - sicher nicht, weil Goldman Sachs oder die Deutsche Bank eine Abkehr von Freihandel und Deregulierung erwarten

Robert1965
09-05-2016, 07:05
[QUOTE=sirius;44737308]Schaden werden Trump diese Aussagen natürlich nicht, weil seine Anhänger ihn sowieso immer wählen werden. Der konnte bisher sagen und tun was er will und das wird auch weiter so sein.
..

[/QUOTE]

Seine Anhänger ja. Doch ein nicht geringer Teil der republikanischen Wählerschaft ist "Anti-Trump".
HRC wird, wenn sie erst einmal nominiert ist, um Mitte-Rechts-Wähler werben, und Trump könnte hier eine Vorlage geliefert haben

caesar
09-05-2016, 08:36
Ob Trump das Etablishment überzeugen kann, wenn er Vorschläge macht, die ein Demokrat machen würde, ist doch eine Frage.

In gewissen Fragen ist zwischen Sanders und Trump kein grosser Unterschied.

Zwischen dem Programm von Ryan und Trump liegen Welten. v.a weiss man nicht, wie nun eine Trump-Politik aussehen würde. Mit dem traditionellen Konservatismus der USA hat das jedenfalls wenig zu tun.

Robert1965
09-05-2016, 08:42
[QUOTE=caesar;44737833]
...
In gewissen Fragen ist zwischen Sanders und Trump kein grosser Unterschied.
...
[/QUOTE]

Beide treten für eine protektionistische Wirtschaftspolitik ein. Dies hat beiden in den industriell geprägten Staaten des Nordens viele Wählerstimmen eingebracht.

Atinuviel
09-05-2016, 12:09
[QUOTE=Robert1965;44737713]HRC redet in der Wirtschaftspolitik links, um Sanders den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ihr Gatte hatte die Demokratische Partei zur Partei des Freihandels und Deregulierung gemacht. Sie selbst hatte sich als Außenmininisterin für TPP eingesetzt, als Wahlkämpferin ist sie dagegen. HRC bekommt für Redeauftritte Honorare in astronomischer Höhe von Goldman Sachs und der Deutschen Bank - sicher nicht, weil Goldman Sachs oder die Deutsche Bank eine Abkehr von Freihandel und Deregulierung erwarten[/QUOTE]
Gibt keinerlei Anzeichen dafür, schon lange vor Sanders finden sich Statements in der Richtung und ein dazu passendes Abstimmungsverhalten. Musste bei der letzten Debatte in New York sehr lachen, als Sanders einfach ganz direkt gefragt wurde, ob er denn ein Beispiel dafür nennen könne, wann Clinton aufgrund einer großen Geldspende ihr Abstimmungsverhalten dementsprechend angepasst habe. Er konnte natürlich nicht und laberte ein paar Minuten um die Frage herum. Finde ich schon extrem peinlich für jemanden, der so sehr darauf rumreitet, dass Clinton ja ach so gekauft sei. Clinton ist immer weiter nach links gerutscht über die letzten Jahre, das ist einfach so. Sie war auch schon immer links von ihrem Ehemann, eine Menge Leute scheinen die beiden zu verwechseln.

Meinst du solche abscheulichen Reden (https://www.youtube.com/watch?v=0lKlJ3Ed4fQ) in denen sie doch glatt über die Stärkung von Frauen und ihre Bedeutung für eine funktionierende Wirtschaft spricht? Ja, die sind schon sehr abstoßend! Was glauben die Leute eigentlich was sie bei diesen Reden tut, sich grinsend die Hände reiben und den Banken versprechen alles zu tun um ihren Profit zu maximieren? Oh bitte...

Dem oben verlinkten Text möchte ich einen deutlich besseren, differenzierteren Text von Politico entgegnen: Why Black Voters Don't Feel the Bern (http://www.politico.com/magazine/story/2016/03/why-black-voters-dont-feel-the-bern-213707).

Fritz Karl
09-05-2016, 16:20
[QUOTE=dryope;44737077]Doch will er definitiv. Sogar recht deutlich und für sehr kleine Einkommen weit, weit, weit unter 250k. Weit unter 50k.
Er erklärt das auch ganz gut damit, dass er mit dem erhöhten Steueraufkommen ja eine allgemeine Krankenversicherung und freie Hochschulausbildung finanzieren will, dass also viele Haushalte trotzdem am Ende nicht wesentlich schlechter gestellt sein werden, aber die Steuern will er für alle Einkommensschichten erhöhen.
[/QUOTE]
Nein, unterhalb von $250.000 sind keine Einkommenssteuererhöhungen vorgesehen.
https://berniesanders.com/issues/how-bernie-pays-for-his-proposals/
[QUOTE=dryope;44737077]
Edit: Ich glaub du sprichst von der Einkommenssteuer allein. Die will er bis zu einem Single-Einkommen von 75k (glaub ich, keine Garantie) wirklich nicht erhöhen (Clinton auch nicht). Er hat aber eine Reihe von weiteren an die Einkommenssteuer gekoppelten flat taxes für alle, die er zusätzlich einführen möchte, um seine Pläne finanzieren zu könnne. Das ganze soll bei eine jährlichen Wirtschaftswachstum von 5% aufgehen. Meines Erachtens (und das mein ich anerkennend) macht er da auch überhaupt kein Geheimnis draus.[/QUOTE]
Keine Reihe, sondern genau 2.
0.2% für bezahlte Krankheitstage und Mutterschaftsurlaub.
2.2% für Single-Payer Krankenversicherung, die jedem Haushalt deutlich Geld einsparen würde, da die Kosten für private Krankenversicherungen und Kosten für Medikamente wegfallen würden.

Das erstere kann man als Steuererhöhung durchgehen lassen, es gibt aber im Gegenzug eine massive Leistung dafür.
Letzteres ist nicht wirklich eine Steuererhöhung, eher ein Einsparungsplan.

Und Du hast Recht, Clinton ist gegen beides und versucht damit ("unter mir keine Steuererhöhungen") ihre Wähler an der Nase herumzuführen.

dryope
09-05-2016, 16:23
[QUOTE=Fritz Karl;44738990]Nein, unterhalb von $250.000 sind keine Einkommenssteuererhöhungen vorgesehen.
https://berniesanders.com/issues/how-bernie-pays-for-his-proposals/

Keine Reihe, sondern genau 2.
0.2% für bezahlte Krankheitstage und Mutterschaftsurlaub.
2.2% für Single-Payer Krankenversicherung, die jedem Haushalt deutlich Geld einsparen würde, da die Kosten für private Krankenversicherungen und Kosten für Medikamente wegfallen würden.

Das erstere kann man als Steuererhöhung durchgehen lassen, es gibt aber im Gegenzug eine massive Leistung dafür.
Letzteres ist nicht wirklich eine Steuererhöhung, eher ein Einsparungsplan.

Und Du hast Recht, Clinton ist gegen beides und versucht damit ("unter mir keine Steuererhöhungen") ihre Wähler an der Nase herumzuführen.[/QUOTE]

Trotzdem ist deine Aussage, er wolle die Steuern unter 250 k Einkommen erhöhen, komplett falsch. Er will die Steuern um nach deinen Zahlen um 2,4% erhöhen. Das er das Geld dann verbrennen will, hat ja niemand behauptet.

Fritz Karl
09-05-2016, 17:04
[QUOTE=Atinuviel;44738283]Gibt keinerlei Anzeichen dafür, schon lange vor Sanders finden sich Statements in der Richtung und ein dazu passendes Abstimmungsverhalten. Musste bei der letzten Debatte in New York sehr lachen, als Sanders einfach ganz direkt gefragt wurde, ob er denn ein Beispiel dafür nennen könne, wann Clinton aufgrund einer großen Geldspende ihr Abstimmungsverhalten dementsprechend angepasst habe. Er konnte natürlich nicht und laberte ein paar Minuten um die Frage herum. Finde ich schon extrem peinlich für jemanden, der so sehr darauf rumreitet, dass Clinton ja ach so gekauft sei.
[/QUOTE]
Ja, war schwach von Sanders. Dabei wäre es so einfach. Hat er dann auch 2 Tage später angesprochen:
QRwLlbNAMVI
oder hier:
PV_PLCC6jeI
oder hier:
http://www.ibtimes.com/political-capital/oil-companies-donated-clinton-foundation-while-lobbying-state-department-2348832
[QUOTE=Atinuviel;44738283]
Clinton ist immer weiter nach links gerutscht über die letzten Jahre, das ist einfach so. Sie war auch schon immer links von ihrem Ehemann, eine Menge Leute scheinen die beiden zu verwechseln.
[/QUOTE]
Lol. Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten wollen, dass die großen Geldspender jeden Republikaner beeinflussen, aber die Demokraten nicht.
Nach links gerutscht ist sie auch erst, nachdem eine Sache von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wurde und eine gegenteilige Meinung einen ihrer Wahlkämpfe negativ beeinflusst hätte.
Ich wüsste auch nicht in welcher Entscheidung sie ihrem Ehemann je widersprochen hat. Ganz im Gegenteil, sie hat alle Pläne öffentlich unterstützt.
[QUOTE=Atinuviel;44738283]
Meinst du solche abscheulichen Reden (https://www.youtube.com/watch?v=0lKlJ3Ed4fQ) in denen sie doch glatt über die Stärkung von Frauen und ihre Bedeutung für eine funktionierende Wirtschaft spricht? Ja, die sind schon sehr abstoßend! Was glauben die Leute eigentlich was sie bei diesen Reden tut, sich grinsend die Hände reiben und den Banken versprechen alles zu tun um ihren Profit zu maximieren? Oh bitte...[/QUOTE]
Du fällst auch auf jeden billigen Trick der Clintons rein.
Das war keine der Reden für die sie $225.000 in die eigene Tasche steckte.
Wenn das so wäre, dann wäre es schon seltsam warum sie niemals auf diese Rede verwies, wenn sie nach den Transscripts gefragt wird. Das Thema wäre längst erledigt.
http://www.politico.com/story/2016/02/clinton-speeches-218969
[QUOTE]“It was pretty glowing about us,” one person who watched the event said. “It’s so far from what she sounds like as a candidate now. It was like a rah-rah speech. She sounded more like a Goldman Sachs managing director.”
...
The person who saw Clinton’s Arizona remarks to Goldman said they thought there was no chance the campaign would ever release them. “It would bury her against Sanders,” this person said. “It really makes her look like an ally of the firm.”
[/QUOTE]

Fritz Karl
09-05-2016, 17:17
[QUOTE=dryope;44739004]Trotzdem ist deine Aussage, er wolle die Steuern unter 250 k Einkommen erhöhen, komplett falsch. Er will die Steuern um nach deinen Zahlen um 2,4% erhöhen. Das er das Geld dann verbrennen will, hat ja niemand behauptet.[/QUOTE]
Obamacare ist eine Pflichtversicherung. Wenn es für Dich nicht als eine Art Steuer durchgeht, dann ok.
Du hast von deutlichen Steuererhöhungen gesprochen ... naja ....

Atinuviel
09-05-2016, 17:19
[QUOTE]Lol. Du wirst doch nicht ernsthaft behaupten wollen, dass die großen Geldspender jeden Republikaner beeinflussen, aber die Demokraten nicht.[/QUOTE]
Habe ich ja auch nie behauptet, keine Ahnung wo du das her hast. Nur hat hier ja niemand auf meine Links zu On The Issues oder FiveThirtyEight reagiert, die ziemlich deutlich zeigen wie Clinton tatsächlich steht und wie sie abgestimmt hat. Nämlich (sehr) weit links. Das ist das einzige was am Ende zählt.

Edit: Den Politico-Text kenne ich und finde ich extrem nichtssagend und wenig vertrauenswürdig. De facto äußern sich da mehrere anonyme Personen, die nicht genannt werden wollen, dahingehend, dass sie ganz furchtbare Dinge gesagt haben soll. Seriöser werden Quellen nicht.

Delphi
09-05-2016, 17:26
[QUOTE=Fritz Karl;44739114]Nach links gerutscht ist sie auch erst, nachdem eine Sache von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wurde und eine gegenteilige Meinung einen ihrer Wahlkämpfe negativ beeinflusst hätte.[/QUOTE]

Clinton hat sich im Wahlkampf 2008 für eine Krankenversicherungspflicht ("individual mandate") ausgesprochen, die Obama damals noch ablehnte. In diesem Punkt stand sie im Wahlkampf links von Obama und besonders populär war ihre Position nicht.

Atinuviel
09-05-2016, 17:33
Sehe auch kein Problem darin zunehmend in eine Richtung zu rutschen. Dass das häufiger mit der Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung korreliert ist jetzt auch nicht gerade überraschend. Vor 10 Jahren war ich auch noch lange nicht so links wie heute.

Robert1965
09-05-2016, 20:05
McCain fürchtet wohl um seinen Senatssitz, falls ein großer Teil der republikanischen Wähler bei der Wahl im November zu Hause bleibt: er will Trump bei der Wahl unterstützen, falls sich Trump für seine Pöbelei gegen McCain entschuldigt.

'He could be a capable leader': John McCain will back Donald Trump IF he apologizes for 'captured' prisoners of war comment
Klick hier (http://www.dailymail.co.uk/news/article-3580922/He-capable-leader-John-McCain-Donald-Trump-apologizes-captured-prisoners-war-comment.html#ixzz48BPP3dCD)

Robert1965
10-05-2016, 02:41
Der Kasino-Milliardär Sheldon Adelson (einer der Großspender der Republikanischen Partei) hat sich in der vergangenen Woche für Donald Trump ausgesprochen.

Sheldon Adelson Says He Will Support Donald Trump (http://www.nytimes.com/politics/first-draft/2016/05/05/sheldon-adelson-says-he-will-support-donald-trump/)

Robert1965
10-05-2016, 07:03
Derek Davison & Jim Lobe ("lobelog.com"):
Neoconservatism and the Trump Effect (http://lobelog.com/neoconservatism-and-the-trump-effect/)

Ivan Eland ("antiwar.com")
The World Through Trump’s Eyes (http://original.antiwar.com/eland/2016/05/09/world-trumps-eyes/)

Ryan
10-05-2016, 19:57
Tragische Umfragewerte für Hillary:

New Hampshire (Dartmouth):

1. Keine Antwort 37 | Sanders 49
2. Hillary 34 | Trump 28
3. Trump 29 | Keine Antwort 23

Obama 2008: +10
Obama 2012: +5

Ohio (Quinnipiac)

1. Trump 43 | Sanders 43
2. Clinton 39 | Trump 41

Obama 2008: +5
Obama 2012: +3

Pennsylvania (Quinnipiac)

1. Clinton 43 | Sanders 47
2. Trump 42 | Trump 41


Obama 2008: +10
Obama 2012: +5

Atinuviel
10-05-2016, 21:01
Nate Silver hat dazu in einer Reihe von Tweets schon fast alles gesagt was es zu sagen gibt.

https://twitter.com/NateSilver538/status/730039673465274369
Außerdem: Quinnipac ist ziemlich scheiße, Clinton wurde von denen konstant unterschätzt. Soweit ich weiß wurden auch 2 bis 4% weniger Nicht-Weiße befragt als 2012, was ein ziemlicher Witz ist, da es eigentlich 1-2% mehr sein müssten (in absoluten Zahlen). Kannst also davon ausgehen, dass die Umfragen Clinton eher unterschätzen. NBC/WSJ/Marist, PPP und CNN/ORC sehen Clinton in Ohio, Pennsylvania und Florida deutlich vorn. Quinnipac fällt, mal wieder, aus dem Rahmen.

Gibt übrigens auch "tragische" Umfragen in eher roten bis tiefroten Staaten, in Mississippi war Clinton kürzlich bis auf vier Punkte an Trump ran, in Georgia einen Punkt. Ordentliche Chance, dass die Map dieses Jahr etwas durcheinandergewirbelt wird.

Atinuviel
10-05-2016, 21:19
Übrigens auch aus der Quinnipiac-Umfrage:

https://pbs.twimg.com/media/CiG6lnyUgAAqyAr.jpg:large

Ryan
10-05-2016, 21:21
Quinnipiac hat einen guten Ruf

Atinuviel
10-05-2016, 21:45
Nicht wirklich. Relativ konservativ, tendenziell die Republikaner überschätzend. Sieht man ja jetzt auch daran, dass es eigentlich nur bei denen so knapp aussieht. Haben bisher auch als einzige einen Trump-Sieg in Ohio.

Robert1965
10-05-2016, 22:05
Bis Anfang November kann noch viel passieren und sowohl bei HRC als auch bei Trump gibt es jede Menge Unsicherheitsfaktoren (beide Bewerber sind sehr unbeliebt; bei Trump ist kaum abzuschätzen, wie viele bisherige Nichtwähler er mobilisieren kann und wie viele Mitte-Rechts-Wähler er abstößt). Deshalb gebe ich nicht viel auf jetzige Umfragewerte.

sirius
10-05-2016, 23:20
Mich würde absolut nicht wundern, wenn sich diese Umfragewerte in den nächsten Tagen auch bei anderen Meinungsforschern bestätigen würden. Trump hat bereits im April eine Explosion zum Positiven in den Polls gehabt, aus dem Nichts, niemand weiß warum. Hat sich in den Wahlen dann auch genauso bestätigt. Offenbar ist Trump jederzeit in der Lage, ohne erkennbaren Grund 10 oder 15% zuzulegen.

Die Vergleiche mit Sanders sind natürlich völlig uninteressant. Sanders und wie beliebt er ist interessiert niemanden mehr.

Atinuviel
11-05-2016, 01:11
Naja, einige sind der Meinung (http://fivethirtyeight.com/features/trumps-system-is-rigged-argument-is-working/), dass Trumps Argument, das System/Establishment arbeite gegen ihn und habe sich quasi gegen ihn verschworen, was er besonders nach Colorado (?), wo bei den Republikanern ja gar keine Vorwahl abgehalten wurde und alle Delegierten an Cruz gingen, stark forciert hat, funktioniert. Dann kam noch die alberne "Allianz" zwischen Kasich und Cruz zu einem denkbar ungeeigneten Zeitpunkt, was sein Argument stark untermauert hat. Tatsächlich ist das Argument aber totaler Blödsinn, in der Praxis (http://fivethirtyeight.com/features/trumps-right-that-the-gop-primary-is-unfair-it-favors-him/) profitiert Trump wie kein anderer von den uneinheitlichen Regeln der GOP-Vorwahlen.

Hinzu kommt jetzt auch noch, dass Trump die Nominierung in der Tasche hat und von allen als "presumptive nominee" bezeichnet wird, Erfahrungen aus den letzten Wahlen zeigen, dass sowas häufig mit einem Sprung in den Umfragewerten einhergeht. Clinton hat im Grunde zwar auch schon gewonnen, Sanders betreibt aber noch immer Realitätsverweigerung und zieht die Vorwahlen in die Länge. Wenn Clinton beim Parteitag dann als Siegerin hervorgeht und Sanders sich hinter sie stellt (wovon man ausgehen kann, er hat schon mehrfach gesagt er werde alles in seiner Macht stehende tun um Trump zu verhindern), dann kann man einen solchen Sprung wohl auch von Clinton erwarten.

Robert1965
11-05-2016, 07:04
Trumps Wendung in der Steuerpolitik macht HRC Schwierigkeiten

Noah Rothman ("Commentary"):
Trump Paralyzed Hillary’s Campaign (http://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/campaigns-elections/trump-paralyzed-hilarys-campaign/)
[QUOTE]In fact, as Team Clinton was revealing its intention to attack Trump for his proposal to ease the tax burden on the rich, the news cycle was already dominated by Trump’s decision to buck Republican orthodoxy on taxes in an interview with NBC’s Chuck Todd.[/QUOTE]

Robert1965
11-05-2016, 07:38
Sanders siegt in West Virginia.:d:

Mich freut's, auch wenn der Kampf um die Nominierung für ihn nicht mehr zu gewinnen ist.

caesar
11-05-2016, 08:04
HRC hat die Wähler verärgert, weil sie angekündigt hat, die Kohleindustrie in West Virgina zu schliessen.

Da dies ein wichtiger Arbeitgeber ist in West Virgina, fand man das natürlich nicht positiv.

Morgens ist das grosse Treffen zwischen Trump und den Reps im Kongress. An sich müssen beide eine Einigung anstreben. Trump benötigt den Aparrat der Reps für die gerneral election, die Reps im Kongress wollen ihre Mehrheit weiterhin behalten. Ein offener Krieg kann sich keine Fraktion leisten.

ManOfTomorrow
11-05-2016, 08:07
Bei den Demokraten ist doch nur noch spannend, ob Hillary Sanders als Vize nominieren wird. :zahn:
Wobei man das wohl ausschließen kann ... sie dürfte sich für einen jüngeren (männlichen) Vize-Kandidaten mit Migrationshintergrund entscheiden. ;)

caesar
11-05-2016, 08:19
61% für Trump in Nebraska, 76% in West Virginia.

Da sind doch noch einige Proteststimmen abgegeben worden, denn Cruz und Kasich können immer noch gewählt werden. :zahn:

Robert1965
11-05-2016, 09:51
[QUOTE=caesar;44745874]
...

Morgens ist das grosse Treffen zwischen Trump und den Reps im Kongress. An sich müssen beide eine Einigung anstreben. Trump benötigt den Aparrat der Reps für die gerneral election, die Reps im Kongress wollen ihre Mehrheit weiterhin behalten. Ein offener Krieg kann sich keine Fraktion leisten.[/QUOTE]

McCain wird sicher mit den Zähnen knirschen, doch da es im November um seine eigene Wiederwahl in den Senat geht, wird er sich fügen

Atinuviel
11-05-2016, 12:35
Nebraska hat bei den Demokraten übrigens noch eine symbolische, nicht-bindende Primary abgehalten. Clinton hat die 53 zu 47 gewonnen, den bindenden Caucus Anfang März hat hingegen Sanders 57 zu 42 gewonnen. Klick. (http://hosted.ap.org/dynamic/files/elections/2016/by_state/NE_Page_0510.html?SITE=AP&SECTION=POLITICS)

Ryan
11-05-2016, 20:31
Demokraten belügen sich selbst, wenn sie meinen sie stünden vor einem Erdrutschsieg gegen Trump.

Die republikanischen Vorwahlen hatten durchwegs Rekordwahlbeteiligung, die demokratischen Vorwahlen hatten teilweise viel weniger Wähler als 2008. Und selbst in Nebraska und W. Virginia wo Trump bereits außer Konkurrenz angetreten ist, gab es Rekordbeteiligung. Trump fehlen auch nicht mehr viele Stimmen auf den Allzeitrekord an Vorwahlstmmen für einen republikanischen Kandidaten und er hat McCain und Romney hierbei schon lange überholt.

Plumpaquatsch
11-05-2016, 20:41
Wenn er McCain und Romney überholt hat ist das ja kein gutes Zeichen ;)

Ryan
11-05-2016, 20:47
McCain 2008 und Romney 2012 hatten weniger Wähler als er bereits hat und die Vorwahlen gehen noch weiter.

sirius
11-05-2016, 21:21
[QUOTE=Ryan;44747939]
Die republikanischen Vorwahlen hatten durchwegs Rekordwahlbeteiligung, die demokratischen Vorwahlen hatten teilweise viel weniger Wähler als 2008. Und selbst in Nebraska und W. Virginia wo Trump bereits außer Konkurrenz angetreten ist, gab es Rekordbeteiligung. Trump fehlen auch nicht mehr viele Stimmen auf den Allzeitrekord an Vorwahlstmmen für einen republikanischen Kandidaten und er hat McCain und Romney hierbei schon lange überholt.[/QUOTE]

Nur soviel: Clinton hat bisher 12,5 Millionen Votes bei den Vorwahlen, Trump 10.9 Millionen. Sie hat also mehr Wähler dazu gebracht, für sie zu stimmen, auch in absoluten Zahlen.
Ich weiß wirklich nicht, was Du Dir da immer mit Deiner Wahlbeteiligung einzureden versuchst. Einige Anti-Trump-Republikaner werden im November zu Hause bleiben, umgekehrt war die Motivation vieler Demokraten, in den Primaries wählen zu gehen, viel geringer als sie es im November sein wird. Der ganze Vergleich ist hanebüchen.