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Atinuviel
11-05-2016, 21:33
Primary Turnout Means Nothing For The General Election (http://fivethirtyeight.com/features/primary-turnout-means-nothing-for-the-general-election/)
[QUOTE]As first written up by PolitiFact, the party that had higher turnout in the primary won the national popular vote three times and lost three times. If you look at the Electoral College, the party that had the higher turnout in the primary won four times. That can hardly be described as predictive.[/QUOTE]

Zimmer101
11-05-2016, 21:41
^^ finde diesen Artikel ja nochmal ganz gelungen (und zusammenfassend)... :-) ...:

http://web.de/magazine/politik/wahlen/us-wahl/us-wahl-2016-republikaner-demokraten-donald-trump-erfolg-31542698

Pia Bungarten (Friedrich-Ebert-Stiftung) scheint mir eine Frau zu sein, die ziemlich klar denkt... :-)

Bei web.de (hab' da mein e-Mail-Fach) stolpere ich ja meistens über solche Artikel (und werde von ihnen gelockt)... ;-) ...: http://web.de/magazine/unterhaltung/lifestyle/models-magischen-makeln-18770602 ... Aber davon nicht gleich abschrecken lassen... ;-)

gruss... :)

Ryan
11-05-2016, 21:50
[quote=sirius;44748121]Nur soviel: Clinton hat bisher 12,5 Millionen Votes bei den Vorwahlen, Trump 10.9 Millionen. Sie hat also mehr Wähler dazu gebracht, für sie zu stimmen, auch in absoluten Zahlen.
Ich weiß wirklich nicht, was Du Dir da immer mit Deiner Wahlbeteiligung einzureden versuchst. Einige Anti-Trump-Republikaner werden im November zu Hause bleiben, umgekehrt war die Motivation vieler Demokraten, in den Primaries wählen zu gehen, viel geringer als sie es im November sein wird. Der ganze Vergleich ist hanebüchen.[/quote]


Bei den Demokraten haben sich die Stimmen auch nur auf zwei Kandidaten verteilt, bei den Republikanern am Anfang noch auf 15. Insofern brauch ich mir nichts einzureden bzw. aber um mich geht es ja nicht sondern um Trump vs. Clinton.

Bei mehr Auswahl an Kandidaten hätte Clinton nicht 12,5 Millionen Stimmen. 2008 bekam sie übrigens 17,8 Millionen und Obama und sie hatten zusammen knapp 36 Millionen Stimmen.
Diese Zahlen sind vollkommen illusorisch.

Und was Trump betrifft, nicht nur dass er nah dran ist den Vorwahlrekord zu knacken, er stößt bei der Basis auf gerade Mal dieselbe Ablehnung wie einst McCain und Romney, das macht 21%.

21% in der demokratischen Basis lehnen auch Hillary ab.

Trump ist beim Establishment unbeliebt, bei den Stammwählern aber nicht unbeliebter als seine Vorgänger und vor allem bringt er nur Wähler.

Ob Hillary so mobilisieren wird können, wie einst Obama bezweifle ich.


Quelle: MSNBC, Rachel Maddow Show (also der republikanischen Propaganda unverdächtig)

Die Demokraten waren 2004 schon siegesgewiss und GWB hat sie am Wahlabend am falschen Fuß erwischt, als man dachte die hohe Wahlbeteiligung spräche für die Demokraten.

Während der enorme Primary Turnout 2008 auch zu einem klaren Wahlsieg geführt hat, wenn auch nicht zu einer Megaumfärbeaktion der Bundesstaaten. Der enorme Primary Turnout ist jetzt nicht gegeben. Selbst demokratische Wäher assoziieren mit Hillary nicht Sympathie, Ehrlichkeit und Authenzität, sondern eher hard skills wie Intelligenz, Erfahrung und Kompetenz.

Die Demokraten können auch nicht darauf setzen, dass Hillary jedenfalls weniger unpopulär bleiben wird als Trump. Trump ist politisch unbeschrieben und kann sich bis zur Wahl noch neu verkaufen. Zu Hillary hat jeder schon eine klare unveränderliche Meinung. Und Hillary kann nicht darauf vertrauen, dass Sanders sie unterstützt und nicht gegen sie antritt.

Robert1965
11-05-2016, 21:56
[QUOTE=Ryan;44748226]
...

21% in der demokratischen Basis lehnen auch Hillary ab.
...
[/QUOTE]

Das mag sein, doch Trump könnte HRC als nützlicher Popanz gute Dienste erweisen. Die Gefahr des "Trumpismus" könnte auch den Teil der demokratischen Basis, der HRC nicht mag, dazu bewegen, für HRC als "kleineres Übel" zu stimmen.

Atinuviel
11-05-2016, 21:57
Seit 1976 gab es sechs Vorwahlen, in denen auch tatsächlich nennenswerte Kandidaten gegeneinander angetreten sind. In drei Fällen hat die Partei mit höherer Wahlbeteiligung gewonnen, in drei Fällen hat sie verloren. Du suchst dir gerade einfach nur die Daten raus die deine Meinung wiedergeben. Natürlich können die Demokraten keinen Erdrutschsieg erwarten, mit der Wahlbeteiligung hat das aber rein gar nichts zu tun.

Ryan
11-05-2016, 21:57
[quote=Robert1965;44748252]Das mag sein, doch Trump könnte HRC als nützlicher Popanz gute Dienste erweisen. Die Gefahr des "Trumpismus" könnte auch den Teil der demokratischen Basis, der HRC nicht mag, dazu bewegen, für HRC als "kleineres Übel" zu stimmen.[/quote]


Eine "lesser of two evils" Wahl ist aber Gift für die Wahlbeteiligung. Obama hat sich erfolgreich als Messias verkauft und die Wahlbeteiligung erklomm lichte Höhen, auch bei den Republikanern, die ihn verhindern wollten.

Robert1965
11-05-2016, 22:01
[QUOTE=Ryan;44748226]
...
Und Hillary kann nicht darauf vertrauen, dass Sanders sie unterstützt und nicht gegen sie antritt.[/QUOTE]

Sanders hat mehrfach erklärt, dass er Hillary Clinton im Falle ihrer Nominierung unterstützen würde. Davon kann er nicht mehr abrücken

Ryan
11-05-2016, 22:04
[quote=Atinuviel;44748258]Seit 1976 gab es sechs Vorwahlen, in denen auch tatsächlich nennenswerte Kandidaten gegeneinander angetreten sind. In drei Fällen hat die Partei mit höherer Wahlbeteiligung gewonnen, in drei Fällen hat sie verloren. Du suchst dir gerade einfach nur die Daten raus die deine Meinung wiedergeben. Natürlich können die Demokraten keinen Erdrutschsieg erwarten, mit der Wahlbeteiligung hat das aber rein gar nichts zu tun.[/quote]


Was für eine Partei gilt, gilt nicht für die andere. Die kann man nicht über ein historisch kurze Zeitreihe über einen Kamm scheren. Vorwahlen waren bei den Demokraten immer beliebt, den Republikanern waren sie wurscht. Auch das wurde schon im liberalen Network TV ausgebreitet. Umso besorgter muss man sein, wenn die Republikaner die Demokraten bei der Vorwahlbeteiligung schlagen.


Democrats fall in love, republicans fall in line.

Atinuviel
11-05-2016, 22:09
Es gibt aber nicht die geringste Korrelation zwischen Wahlbeteiligung in den Vorwahlen und dem Ausgang der landesweiten Wahl... Der Zusammenhang, den du gern sehen würdest, lässt sich einfach nicht herstellen.

Ryan
11-05-2016, 22:10
[quote=Robert1965;44748275]Sanders hat mehrfach erklärt, dass er Hillary Clinton im Falle ihrer Nominierung unterstützen würde. Davon kann er nicht mehr abrücken[/quote]


Er will sein erworbenes politisches Kapital bei der Convention einsetzen und wird nicht zusehen, wie es ihm der DNC dann abzockt. Sanders ist persönlich von Hillary dermaßen enttäuscht, weil deren Attacken so persönlich und "nasty" waren. Wenn sie ihn auf der DNC anschmieren, zeigt er ihnen den Stinkefinger. Hillary ist auch einst wie wild auf Obama losgegangen und war die eigentliche Initiatorin der Birther-Bewegung, indem sie öffentlich ausbreitete, ob ein Kenianer überhaupt Präsident werden dürfe, zudem unterstellte sie ihm Muslim zu sein (also das was ihm jetzt die Republikaner unterstellen, es war HRC's Idee) und warf ihm vor nur mit seiner Hautfarbe auf Stimmenfang zu gehen. Obama nahm es gelassen, aber Sanders hat dieses Temperament nicht. Er ist ganz schön beleidigt von Hillarys "nasty attacks" und hat vor sich seine Unterstützung teuer abkaufen zu lassen.

Ich finde Hillarys Attacken auch immer sehr diffamierend und "viszeral" bei ihrer aufrechten präsidenzialen Fassade.

Robert1965
11-05-2016, 22:14
[QUOTE=Ryan;44748322]
..
Hillary ist auch einst wie wild auf Obama losgegangen und war die eigentliche Initiatorin der Birther-Bewegung, indem sie öffentlich ausbreitete, ob ein Kenianer überhaupt Präsident werden dürfe, zudem unterstellte sie ihm Muslim zu sein (also das was ihm jetzt die Republikaner unterstellen, es war HRC's Idee) und warf ihm vor nur mit seiner Hautfarbe auf Stimmenfang zu gehen.
...
[/QUOTE]

Gibt es Belege dafür, dass HRC dies gegen Obama ins Spiel gebracht hatte?

Ryan
11-05-2016, 22:15
[quote=Atinuviel;44748315]Es gibt aber nicht die geringste Korrelation zwischen Wahlbeteiligung in den Vorwahlen und dem Ausgang der landesweiten Wahl... Der Zusammenhang, den du gern sehen würdest, lässt sich einfach nicht herstellen.[/quote]


Doch gibt es: Demokraten haben über die höhere Vorwahlbeteiligung kein Indiz auf einen Wahlsieg, die Republikaner haben über eine niedrige Vorwahlbeteiligung kein Indiz auf eine Wahlniederlage.



2016 haben die Republikaner die höhere Wahlbeteiligung bei den Primaries.

Atinuviel
11-05-2016, 22:15
[QUOTE=Ryan;44748322] Hillary ist auch einst wie wild auf Obama losgegangen und war die eigentliche Initiatorin der Birther-Bewegung, indem sie öffentlich ausbreitete, ob ein Kenianer überhaupt Präsident werden dürfe [...][/QUOTE]
Quelle: Donald Trump?

Did Hillary Clinton start the Obama birther movement? (http://www.politifact.com/truth-o-meter/statements/2015/sep/23/donald-trump/hillary-clinton-obama-birther-fact-check/)

Spoiler: Nein.

Ryan
11-05-2016, 22:18
[quote=Robert1965;44748341]Gibt es Belege dafür, dass HRC dies gegen Obama ins Spiel gebracht hatte?[/quote]


http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/barackobama/8478044/Birther-row-began-with-Hillary-Clinton.html

[QUOTE]The lie that Barack Obama was not born in the US has been fuelled by fringe Republicans — but supporters of Hillary Clinton, now Mr Obama’s Secretary of State, are largely to blame for starting it.

[/QUOTE]


HRC's abgerichtete Rottweiler - ihre politischen Freunde die ihre Drecksarbeit erledigen -haben das 2008 kursieren lassen.

Atinuviel
11-05-2016, 22:19
[QUOTE=Ryan;44748344]Doch gibt es: Demokraten haben über die höhere Vorwahlbeteiligung kein Indiz auf einen Wahlsieg, die Republikaner haben über eine niedrige Vorwahlbeteiligung kein Indiz auf eine Wahlniederlage.



2016 haben die Republikaner die höhere Wahlbeteiligung bei den Primaries.[/QUOTE]
Das lässt außer Acht, dass die Republikaner bereits 2000 eine höhere Wahlbeteiligung bei den Vorwahlen hatten aber im Popular Vote trotzdem verloren haben (bekanntlich nur da) – in dem Jahr war auch ein Grüner im Rennen, der Gore wohl mehr Stimmen gekostet hat als Bush.

Außerdem lässt es eine andere Korrelation außer Acht, die sich ebenfalls in dem Text findet, den ich verlinkt habe: Je knapper eine Vorwahl, desto höher die Wahlbeteiligung. Wie man der Tabelle entnehmen kann war das Rennen bei den Demokraten immer viel knapper als bei den Republikanern, deshalb war dort die Wahlbeteiligung auch höher. Lies den Text!

Atinuviel
11-05-2016, 22:20
[QUOTE=Ryan;44748364]HRC's abgerichtete Rottweiler - ihre politischen Freunde die ihre Drecksarbeit erledigen -haben das 2008 kursieren lassen.[/QUOTE]
Oh komm schon... Jetzt wirds aber langsam echt lächerlich. Erst war es Clinton und nun ihre abgerichteten Rottweiler. Reiß dich mal zusammen.

Ryan
11-05-2016, 22:22
[quote=Atinuviel;44748373] Lies den Text![/quote]


:dada:

PS: nicht nur ist die Wahlbeteiligung bei den Dems 2016 niedrig, Clintons Vorsprung ist alles andere als knapp. Bastel dir aus der Korrelationstheorie was du willst und blaff wen anderen an.

Atinuviel
11-05-2016, 22:25
Du willst die Daten einfach nicht sehen und dir einen Zusammenhang zusammenphantasieren, der einfach nicht da ist.

Nur in einem einzigen Jahr war das Rennen bei den Demokraten weniger knapp als bei den Republikanern. Welches Jahr? 2000. In welchem Jahr hatten die Republikaner als einziges eine höhere Wahlbeteiligung als die Demokraten? 2000. Sicherlich reiner Zufall.

In welchem Jahr war das Rennen bei den Demokraten ganz besonders knapp? 2008. Ein Prozent trennte Obama und Clinton im Popular Vote. In welchem Jahr war die Wahlbeteiligung bei den Demokraten phänomenal? 2008. Sicherlich ebenfalls Zufall.

Ryan
11-05-2016, 22:30
[quote=Atinuviel;44748378]Oh komm schon... Jetzt wirds aber langsam echt lächerlich. Erst war es Clinton und nun ihre abgerichteten Rottweiler. Reiß dich mal zusammen.[/quote]


Sidney Blumenthal wird dir vom Namen nichts sagen, aber du kannst ihn ja googeln. Einer von Hillarys Rottweilern, der in ihrer 2008er Campaign als Senior Advisor beschäftigt war und den Hillary gerne in ihrem Secretary of the State Kabinett gehabt hatte, was aber von Team Obama vetoiert wurde. Warum? Weil er ein böser Rottweiler war, den Hillary auf ihn losgelassen hat. Obama hat Hillary "vergeben", um ihren Stimmen zu kassieren, aber ihren Rottweiler wollte er nicht. Er muss ein sehr böser Rottweiler gewesen sein, wenn Obama hier keine Vergebung erteilen konnte.

http://www.msnbc.com/rachel-maddow/watch/clinton-on-making-friends-in-the-public-eye-550956099565

Watch the video, reiß dich zusammen und leave me alone.

Ryan
11-05-2016, 22:33
[quote=Atinuviel;44748396]Du willst die Daten einfach nicht sehen und dir einen Zusammenhang zusammenphantasieren, der einfach nicht da ist.

Nur in einem einzigen Jahr war das Rennen bei den Demokraten weniger knapp als bei den Republikanern. Welches Jahr? 2000. In welchem Jahr hatten die Republikaner als einziges eine höhere Wahlbeteiligung als die Demokraten? 2000. Sicherlich reiner Zufall.
[/quote]


Reiner Zufall, dass Al Gore keinen seriösen Gegenspieler hatte. Das war ein lonely run für Gore. Das hatte Hillary ja auch dieses Mal auch gedacht, dass sie keinen hätte, aber falsch gedacht.

Robert1965
11-05-2016, 22:34
Sidney Blumenthal ist tatsächlich nicht irgendwer. Der Name tauchte auch im Zusammenhang mit der "e-mail-Affäre" wieder auf (da ging es um Libyen)

Atinuviel
11-05-2016, 22:41
[QUOTE=Ryan;44748432]Reiner Zufall, dass Al Gore keinen seriösen Gegenspieler hatte. Das war ein lonely run für Gore. Das hatte Hillary ja auch dieses Mal auch gedacht, dass sie keinen hätte, aber falsch gedacht.[/QUOTE]
Was hat das mit meiner Aussage zu tun? Nichts. Rennen war absolut nicht knapp, also ging die Wahlbeteiligung in den Keller. Das ist der Punkt.

Übrigens wird weder in dem Video noch im Telegraph-Artikel Blumenthal mit der Birther-Sache in Verbindung gebracht. Nur irgendwelche Leute, mit denen Clinton nicht wirklich was zu tun hat. Die ganzen Fact-Checker finden keinerlei Anzeichen dafür, dass Clinton selbst jemals irgendetwas in der Richtung gesagt oder jemanden dazu veranlasst hat sowas zu sagen. Aber das sind wahrscheinlich auch alles Rottweiler ...

Ryan
11-05-2016, 22:42
[quote=Robert1965;44748447]Sidney Blumenthal ist tatsächlich nicht irgendwer. Der Name tauchte auch im Zusammenhang mit der "e-mail-Affäre" wieder auf (da ging es um Libyen)[/quote]


Ich würde ihn hinter der "anonymen Email aus dem Umfeld HRC" anno 2008 vermuten, weil Obama ja doch so einen Groll gegen ihn zu hegen schien.

Und seine Libyen Emails wollte ja Hillary verschwinden lassen und als privates Geplänkel abtun, dabei handelt es sich um hochkarätige politische Insider-Informationen. Blumenthal war ja selbst auf persönlichen Beutezug in Libyen. (So ähnlich wie Halliburton-Cheney Connection)

[QUOTE]Clinton's correspondence reveals that Blumenthal regularly sent her intelligence-cable-style updates on Libya that cited anonymous sources who claimed to be close to the country's political elites.
These briefs were prepared (http://abcnews.go.com/Politics/tyler-drumheller-man-hillary-clintons-private-libya-intel/story?id=31834468) by Blumenthal's business partner and former CIA operative Tyler Drumheller, a consultant with plans to take advantage of economic opportunities in a post-war Libya. Both Drumheller and Blumenthal worked with a Libyan company called Osprey, a start-up that hoped to profit off medical and military contracts in the chaos after the war.
Though those contracts may have eventually needed the approval of Clinton's State Department, Blumenthal has repeatedly denied he intended to use his connections to the Secretary of State to further his business interests. Since Libya fractured after the NATO-led intervention in 2011, the lucrative business opportunities didn't materialize, and Osprey never really got off the ground.

[/QUOTE]

Ryan
11-05-2016, 22:47
[quote=Atinuviel;44748480]Was hat das mit meiner Aussage zu tun? Nichts. Rennen war absolut nicht knapp, also ging die Wahlbeteiligung in den Keller. Das ist der Punkt.

Übrigens wird weder in dem Video noch im Telegraph-Artikel Blumenthal mit der Birther-Sache in Verbindung gebracht. Nur irgendwelche Leute, mit denen Clinton nicht wirklich was zu tun hat. Die ganzen Fact-Checker finden keinerlei Anzeichen dafür, dass Clinton selbst jemals irgendetwas in der Richtung gesagt oder jemanden dazu veranlasst hat sowas zu sagen. Aber das sind wahrscheinlich auch alles Rottweiler ...[/quote]


Das sind die Fact Checker in der Tat. Nicht mal die ultraliberale Rachel Maddow nimmt Politifact ernst. Du anscheinend schon. Fact Checking ist nur ein Business Model für selbsternannte Faktenchecker.

http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/salute-the-enduring-terribleness-politifactpunditfact

[QUOTE]Yesterday, I got a note from the folks at Punditfact, an outgrowth of a thing called “Politifact,” which markets itself as a civic-minded fact-checking operation, but it’s not. Fact-checking is a crucially important part of civic discourse and therefore citizenship, so I’ve (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/facts-are-facts-44138563976%20) long (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/for-politifact-two-wrongs-make-a-mostly-right-44140099585) felt (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/politifact-completely-wrong-with-mostly-false-ruling-44138563980) that (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/everything-a-shade-of-gray-for-politifact-44134467907%20) it’s (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/politifact-repeat-offender-against-fact-29266499829%20) a (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/politifact-sullies-fact-checking-again-with-inexplicable-rating-29269059766%20) real (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/politifact-fails-again-destroy-277552195924) shanda (http://www.msnbc.com/rachel-maddow-show/watch/politifact-youre-fired-44134467898) that the outfit that markets itself so aggressively as the brand-name provider of fact-checking, is in fact not doing that at all. We need good fact-checking in this country, but we do not need these guys. As the outfit persists, and indeed metastasizes, I worry that they’re giving a bad name to the whole otherwise-noble enterprise of checking facts.[/QUOTE]


-6viBHfbjrw

Atinuviel
11-05-2016, 22:51
Ah, nun kommen wir der Sache näher. Du MÖCHTEST einfach nur, dass es Blumenthal war, weil dir das so schön zu deiner Meinung passt.

Fassen wir also zusammen: Du hast keinerlei Fakten oder Indizien vorzuweisen, die irgendeines deiner Statements stützen würden, hast aber natürlich trotzdem mit allem Recht, weil Clinton böse ist.

Also das übliche: Alles was mir nicht passt ist eine Verschwörung. Naja, dann hast du Glück, ich lass dich in Ruhe, hat ja keinen Sinn. Wie kann man nur so dermaßen resistent gegen Fakten sein? Politifact zitiert übrigens auch noch viele andere, die ebenfalls keinerlei Verbindung finden konnten. Sicher auch alle gekauft, weil Clinton allmächtig und Verschwörung und so.

Ryan
11-05-2016, 23:01
Also die Diskussion wäre sinnvoller, wenn du ein bisschen eigene Ahnung einbringen würdest anstatt hier unverschämt rumzublaffen basierend auf einer fragwürdigen Fact Checking Seite.

Es gibt einfach Leute, mit denen man nicht diskutieren kann, weil sie einen Beißreflex feat. Kiefersperre kriegen, wenn das Gegenüber nicht die gewünschte eigene Meinung vertritt, die sie dogmatisch vertreten. Der Diskurs führt zu nichts, wenn er nur dem Ego und nicht dem Meinungsaustausch dient.

Atinuviel
11-05-2016, 23:07
Sagt ausgerechnet derjenige, der hier Blumenthal sonstwas vorwirft und als Quelle nichts außer seinen festen Glauben daran vorzuweisen hat. Der Telegraph-Artikel erwähnt ihn nicht mal und in dem MSNBC-Video geht es um etwas völlig anderes. Inwiefern ist das jetzt seriös?

Alles was du vorgebracht ist ein "Ich glaub Blumenthal wars!", das dürfte wohl wesentlich "fragwürdiger" sein.

Ryan
11-05-2016, 23:08
Du hast ja Blumenthal nicht mal selbst gegoogelt, also geh jetzt bitte mit Claudia Roth spielen :hammer:

Ryan
11-05-2016, 23:12
Ich les dann vor dem Schlafengehen noch kurz die unseriöse Washington Post. Etwas Boulevard muss sein am Ende eines harten Tages:

[QUOTE]He worked on Hillary Clinton's 2008 campaign: And when she got the secretary of state job, the ever-loyal Clinton tried to bring him on as her adviser. But she ran into trouble with the Obama administration, which was upset with Blumenthal's attacks on Obama during the primary and nixed the idea.

About his Libya e-mails to Clinton: Blumenthal instead got a job with the philanthropic Clinton Foundation. He also advised business interests in Libya at the time he was e-mailing Clinton, which raised red flags for Republicans investigating Benghazi.[/QUOTE]

https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2015/10/23/so-who-is-sidney-blumenthal/


:sleep:

Atinuviel
11-05-2016, 23:12
Sehr starke Antwort. Hast also keinerlei Gegenargument vorzuweisen. Hätte mich auch gewundert. Ich hasse Claudia Roth.

Edit: Auch in dem Artikel findet sich nichts zum Birther-Movement. Bleibt also dabei, dass du nur deinen festen Glauben daran vorzuweisen hast.

Athena
12-05-2016, 01:00
[quote=Tuvok694;44722540]Trump als US-Präsident, das könnte die größte Bedrohung sein, der dieser Planet jemals gegenüberstand.
Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben wegen politischer Ereignisse Angst.
Die haben Atomwaffen.[/quote]

ein Albtraum...Trump als Präsident :mad:

sirius
12-05-2016, 01:25
Ryan und seine Wahlbeteiligungs- Obsession.:rotfl:

Großartig! Weitermachen!:clap:

ganzblau
12-05-2016, 07:00
War hier schon, dass sich Clinton und Sanders ein Zusammenspannen im Anschluss an die Vorwahlen vorstellen können ... oder wenigstens die Möglichkeit nicht ausschliessen :kopfkratz

http://www.oe24.at/welt/Holt-sich-Hillary-Bernie-als-Vizepraesident/235242239

http://www.20min.ch/ausland/news/story/31763738

Und nein: Ich habe nicht nachgelesen :nein:

caesar
12-05-2016, 08:34
Natürlich ist das so. :zahn:

Die erste Pflicht besteht darin, dass ein Demokrat ins White house kommt und nicht Trump.

Eine "3. Amtszeit" gab es seit Reagan/Bush 41 schliesslich nicht mehr.

Spätestens nach der convention wird man alle Energie in die general election liefern und HRC unterstützen.

Das gleiche gilt auch für die Reps, auch wenn viele dies mit Zähneknirschen tun werden, aber schlussendlich ist die Vorherrschaft der Partei wichtiger und wer derzeit einen Posten in Washington hat, will denn auch nach november haben.

Delphi
12-05-2016, 09:21
[QUOTE=Ryan;44748322]Hillary ist auch einst wie wild auf Obama losgegangen und war die eigentliche Initiatorin der Birther-Bewegung, indem sie öffentlich ausbreitete, ob ein Kenianer überhaupt Präsident werden dürfe, zudem unterstellte sie ihm Muslim zu sein (also das was ihm jetzt die Republikaner unterstellen, es war HRC's Idee) und warf ihm vor nur mit seiner Hautfarbe auf Stimmenfang zu gehen. Obama nahm es gelassen, aber Sanders hat dieses Temperament nicht. Er ist ganz schön beleidigt von Hillarys "nasty attacks" und hat vor sich seine Unterstützung teuer abkaufen zu lassen.

Ich finde Hillarys Attacken auch immer sehr diffamierend und "viszeral" bei ihrer aufrechten präsidenzialen Fassade.[/QUOTE]

Offenbar hat dich das 2008 noch nicht gestört, als du dich genauso vehement für Clinton eingesetzt hast wie du nun gegen sie bist. Selbstverständlich hast du das Recht, deine Meinung zu revidieren, aber deine Stimmungsumschwünge sind nicht immer rein rational erfassbar. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn du deine Meinung hier im Thread veröffentlichst, finde es aber sehr ermüdend, wenn andere Teilnehmer in Unkenntnis der Vorgeschichte ausführlich auf deine Beiträge eingehen.

ManOfTomorrow
12-05-2016, 10:11
Trump windet sich weiterhin, was das Zeugs hält ... :zahn:

Trump: Muslim ban was 'just a suggestion' [politico.com] (http://www.politico.com/story/2016/05/trump-muslim-ban-was-just-a-suggestion-223102)

Atinuviel
12-05-2016, 12:40
Kann das einfach unmöglich alles so stehen lassen.

FactCheck.org: Was Hillary Clinton the Original ‘Birther’? (http://www.factcheck.org/2015/07/was-hillary-clinton-the-original-birther/) (Spoiler: Nein)
Politifact: Did Hillary Clinton start the Obama birther movement? (http://www.politifact.com/truth-o-meter/statements/2015/sep/23/donald-trump/hillary-clinton-obama-birther-fact-check/) (Spoiler: Immer noch nicht)
Washington Post: Republicans are blaming Hillary Clinton for the ‘birther’ movement. That’s wishful thinking. (https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2015/09/23/republicans-are-blaming-hillary-clinton-for-the-birther-movement-thats-wishful-thinking/)

Keinerlei Verbindung zwischen dem Birther-Movement und Clinton oder einem aus ihrem Stab. That’s wishful thinking.

Ryan
12-05-2016, 19:00
[quote=Delphi;44749278]Offenbar hat dich das 2008 noch nicht gestört, als du dich genauso vehement für Clinton eingesetzt hast wie du nun gegen sie bist. Selbstverständlich hast du das Recht, deine Meinung zu revidieren, aber deine Stimmungsumschwünge sind nicht immer rein rational erfassbar. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn du deine Meinung hier im Thread veröffentlichst, finde es aber sehr ermüdend, wenn andere Teilnehmer in Unkenntnis der Vorgeschichte ausführlich auf deine Beiträge eingehen.[/quote]


Ich fand Clinton mal toll, sowie die Grünen und die Kommunisten. Unter einem Stimmungsumschwung versteh ich aber etwas plötzlich eintretenderes als eine andere Meinung nach 8 Jahren.

Ryan
12-05-2016, 19:04
[quote=Atinuviel;44749722]That’s wishful thinking.[/quote]

Wohl genauso wie die Glaubwürdigkeit deiner Faktenchecker-Quellen und die feste Überzeugung, dass die niedrige Vorwahlahlbeteiligung den Demokraten nicht schadet.

Medien sind heutzutage nur Kampagnisierer für die ein oder andere Seite und keine objektiven Quellen. Interessanter ist der Austausch persönlicher Meinungen und Ansichten als das Vortäuschen einer Meinung durch angeblich objektive Quellen.

Atinuviel
12-05-2016, 19:31
Du hast also weiterhin keinerlei Gegenargumente oder den geringsten Beweis für irgendeine deiner Aussagen. Alles andere hätte mich auch gewundert. Ich übersetze das mal: Die Fakten gefallen mir nicht, also müssen sie Teil einer großen Verschwörung sein. Hast wahrscheinlich noch immer keinen der Texte gelesen. Wenn du eine Behauptung aufstellst, dann liegt die Beweislast übrigens auf deiner Seite.

Ob jemand (Blumenthal) etwas getan ist keine Frage von Meinungen sondern eine Frage von Fakten. Es existieren keine Fakten, die eine Beteiliung Blumenthals nahelegen. Stattdessen existieren Fakten, die das Gegenteil tun. Dasselbe gilt für Wahlbeteiligung in den Vorwahlen und ihren Einfluss auf die landesweite Wahl. Keinerlei Fakten, die einen Zusammenhang nahelegen. Stattdessen Fakten, die jede Form von Zusammenhang negieren. Ob sich die Erde um die Sonne dreht ist auch keine Frage von Meinungen, es ist eine Frage von Fakten. Sämtliche Fakten mit dem Verweis auf angeblich mangelnde Glaubwürdigkeit abzutun – ohne dabei selbst Argumente zu liefern, warum die Fakten denn angeblich so falsch sind – ähnelt eher dem Denken von Verschwörungstheoretikern. "Fact Checker finde ich unseriös, also muss alles was sie sagen falsch sein" ist kein legitimes Gegenargument.

Vor ein paar Beiträgen war dir die Washington Post übrigens noch seriös genug, nun ist sie es wohl nicht mehr. :dada:

Ryan
12-05-2016, 19:38
Poste mal was Sinnvolles, anstatt mich dauernd anzumachen. Ich hab heute eh noch was besseres vor ;)

Atinuviel
12-05-2016, 20:05
Also noch immer kein Argument und keine Fakten. Keine weiten Fragen, euer Ehren.

Robert1965
13-05-2016, 21:51
Bemerkenskwerter Artikel von Fred Barnes (stellvertretender Chefredakteur von "Weekly Standard"). Betrachtet der "Weekly Standard" die Suche nach einem "unabhängigen Republikaner" als Präsidentschaftsbewerber gegen Trump und Clinton als gescheitert und sucht er deshalb einen (vorläufigen) Waffenstillstand mit Trump?

Fred Barnes: The Hillary Myth (http://www.weeklystandard.com/the-hillary-myth/article/2002380)

[QUOTE]On November 8, we'll choose between Clinton and Trump. It's not so much that he is better, though he is. But she fails to meet minimal standards a conservative or a Republican should insist on. A vote for Clinton would be wrong. Voting for a third-party candidate or not voting would be half a vote for Hillary. To defeat her and the myth, a vote for Trump is required.[/QUOTE]

Almmalling
13-05-2016, 22:04
731114861451710464

caesar
14-05-2016, 08:44
Eine unabhängige Kanditatur hat nun mal in den USA keine Chance, das weiss jeder.

Es ist besser Trump im white house zu haben als per "3. Amtszeit" HRC.

Trump hat die Primaries klar gewonnen und das ist auch vom Etablishment zu akzeptieren.

Trump kann sich durchaus "Präsidial" verhalten, wenn er will. Das wird er auch, die general election sind eben anders als die Primaries, wo nur 10% der Wahlberechtigten teilnehmen.

Robert1965
15-05-2016, 11:20
[QUOTE=Robert1965;44740947]Der Kasino-Milliardär Sheldon Adelson (einer der Großspender der Republikanischen Partei) hat sich in der vergangenen Woche für Donald Trump ausgesprochen.

Sheldon Adelson Says He Will Support Donald Trump (http://www.nytimes.com/politics/first-draft/2016/05/05/sheldon-adelson-says-he-will-support-donald-trump/)[/QUOTE]

Von Sheldon Adelson gibt es jetzt in der "Washington Post" eine Unterstützungserklärung für Donald Trump
Sheldon Adelson: I endorse Donald Trump for president (http://www.washingtonpost.com/opinions/sheldon-adelson-i-endorse-donald-trump-for-president/2016/05/12/ea89d7f0-17a0-11e6-aa55-670cabef46e0_story.html)

Experte
15-05-2016, 15:07
Report: Anti-Trump Republicans contacted Mark Cuban about third-party bid (http://www.foxnews.com/politics/2016/05/15/report-anti-trump-republicans-contacted-mark-cuban-about-third-party-bid.html?intcmp=hpbt1)

[QUOTE]A group of anti-Donald Trump Republicans is trying to lure Dallas Mavericks owner and billionaire businessman Mark Cuban into the presidential race as a third-party candidate, according to a published report.

Cuban told The Washington Post Saturday that the unnamed Republicans told him that his loud persona combined with his “ability to connect with voters” could make him a winning contender on an independent ticket.[/QUOTE]

:clap:

reddevil
15-05-2016, 15:10
Wird Dirkules dann Vize? :smoke:

ManOfTomorrow
15-05-2016, 17:42
Mark Cuban? Also noch ein big-money-Kandidat? :smoke: :rolleyes:

Zuckerberg kann ja leider aus Altersgründen noch nicht ...

HHIndi
15-05-2016, 21:12
http://edition.cnn.com/2016/05/15/politics/hillary-clinton-bernie-sanders-nevada-convention/index.html

Auf dem Konvent der US-Demokraten des Bundesstaates NEVADA im Paris Hotel, Las Vegas, hat Clinton vor ein paar Stunden die Abstimmung gegen Bernie Sanders mit 1.695 zu 1.662 Stimmen gewonnen. Damit diese Mehrheit von +33 Stimmen auch gesichert war, hat die Leitung des Konvents – die Parteivorsitzende der Demokraten in Nevada Roberta Lange – 64 Delegierten von Bernie das Mandat entzogen. Die Regeln dafür hat Lange auf dem Konvent abstimmen lassen. Die dafür nötige 2/3-Mehrheit erhielt sie nicht, so dass Lange - entgegen der Parteisatzung - entschied, dass dafür eine einfache Mehrheit reichen würde. Natürlich gab es danach tumltartige Proteste auf dem Konvent.

Als dann noch Barbara Boxer – Senatorin aus Kalifornien und „Superdelegierte“ für Clinton – am Pult dazu aufrief, „die Partei nun hinter Clinton zu vereinen“, wurde sie ausgebuht.

Anträge von Bernies Unterstützern wurden nicht mehr akzeptiert: Es wurde einfach das Licht ausgeschaltet und die Tonanlage abgestellt.

Clintons Parteifunktionäre mussten dann unter Polizeischutz das Gebäude verlassen. Bernies Anhänger nahm sich der Sicherheitsdienst des Hotels an: "Verlassen sie das Gebäude. Sie sind hier nicht mehr sicher."

So geht „Demokratie“ (siehe: Bild), wie bereits in ARIZONA und NEW YORK wird die gewünschte Mehrheit einfach mit dem dem Abhalten vom Wählen (ARIZONA), Löschen von registrierten Wählern (NEW YORK) oder mit dem Entzug des Stimmrechts (NEVADA) hergestellt.

Unter dem Hashtag ?#?NVDemConvention? findet Ihr eine Menge Berichte und Videos vom NEVADA-Konvent. In diesen Videos ist dies alles dokumentiert: Video (http://heavy.com/news/2016/05/nevada-democratic-convention-raw-video-videos-full-replay-sanders-delegates-election-fraud-jason-llanes-periscope-youtube/)

Robert1965
15-05-2016, 21:29
Jonathan Swan ("The Hill"):
Where Republican donors stand on Donald Trump (http://thehill.com/homenews/campaign/279890-where-gop-donors-stand-on-trump)

yippieh
16-05-2016, 01:50
Warren: 'I never imagined I would get into a Twitter war' with Trump

During the speech Saturday, the senatGraduierungor also worked in a line from Taylor Swift when giving advice to graduates.

[QUOTE]“As one of the great philosophers of our time has said, ‘Haters going to hate, hate, hate hate, hate,’" she said.
“Knowing who you are helps you, ‘Shake It Off.’"[/QUOTE]

http://thehill.com/blogs/blog-briefing-room/news/279970-warren-i-never-imagined-i-would-get-into-a-twitter-war-with

:d::rotfl:

I like...her to become Vice :helga:

1. Warum hört Sanders nicht auf ? Allein...Druck auf Clinton bez Ausrichtung ? Hat er nicht aufgrund der Superdeligierten, die kolportiert pro Clinton sind, sowieso keine Chance mehr ?

2. Hätte Sanders im direkten Vergleich bei Ummmmfragen (denn überhaupt) eine (bessere/halbwegs realistische) Chance gegen Trump ? Kenn da keine Vergleichszahlen. (solange die 2 Demokraten sich innerparteilich "bekämpfen", verliert Clinton doch wie aktuell zu bestaunen (anscheinend deutlich) ihren Vorsprung auf Trump).

3. Peinliche Frage :D aber trau mich jetzt mal: wusste bis grad nicht, wofür "GOP" als Akro in allen Artikeln genau stand. Gibts nur in bezug auf die Reps und bedeutet "Grand Old Party" ?
Falls ja, würd aktuell wohl "Greedy Old Patriarchs" auch passen :teufel:

thx

zarah
16-05-2016, 04:28
@ yippieh ... Punkt 2:

Sanders hätte nach praktisch allen Umfragen der jüngeren Zeit einen Vorsprung gegenüber Trump. Der durchschnittliche Vorteil zuletzt (Ergebnis aus mehreren Umfragen zwischen 11. April bis 9. Mai) läge lt. RCP bei 13 Prozentpunkten. http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/us/general_election_trump_vs_sanders-5565.html

Der entsprechende Wert für HC vs. Trump (aus Umfragen zwischen 17. April bis 10. Mai) liegt bei 5,7 Prozentpunkten ... ist also deutlich schlechter.
Wobei alle jüngeren Umfragen für Sanders einen zweistelligen Vorteil ergeben, während HC in einem der letzten polls nur 2 Punkte vor Trump läge.
http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/us/general_election_trump_vs_clinton-5491.html

Eine m. E. recht brauchbare Zusammenfassung plus Analyse zum Thema, warum Sanders ggf. sogar bessere Chancen gegen Trump hätte gibts hier
http://www.aljazeera.com/indepth/features/2016/05/polls-sanders-potential-beat-trump-160514170035436.html

Angeführte mögliche Gründe: Sanders kann mehr independents gewinnen, v.a. jene, die gegen das "Establishment" wählen wollen. Er ist / wurde bislang weniger "angepatzt" als HC. Wobei ich vermute, dass Sanders auch deutlich weniger Skelette im Kasten hat als HRC ;)

Ein gewisses Risiko bei Hillarys Kandidatur besteht darin, dass im Zuge des Wahlkampfes gegen Trump ... wenns so richtig schön dreckig wird ... irgendein paar schiache alte Knochen (erneut) ausgegraben werden könnten. Der Trump wäre da sicher nicht zimperlich. Allerdings auch nicht im Umgang mit Sanders .. und zu dem haben wir noch kaum Erfahrungswerte wie gut er sich im Extrem-Schlammschlachten hält.

Trump zum Thema:[QUOTE]"Big wins in West Virginia and Nebraska. Get ready for November — Crooked Hillary, who is looking very bad against Crazy Bernie, will lose!" Trump wrote, using his preferred moniker for Clinton.He continued in a second tweet: "I don't want to hit Crazy Bernie Sanders too hard yet because I love watching what he is doing to Crooked Hillary. His time will come!"[/QUOTE]
http://www.businessinsider.de/donald-trump-bernie-sanders-nickname-2016-5?r=US&IR=T
Wobei "crazy" im Vergleich zu "crook" als Beiwort relativ harmlos scheint und nicht besonders kreativ. Aber dabei bliebe es wohl nicht ...

Anderseits: So verrückt wie die Vorentscheidungen derzeit laufen, weiß man ja noch nicht einmal sicher, wer gegen wen antritt

@ Punkt 3: Hast ja schon selbst beantwortet ... und deine Inerpretation hat was :D Sie selbst sehen sich wohl eher als "Gods own Party"

Robert1965
16-05-2016, 07:40
"U.S. News & World Report": Interview mit Ralph Nader:
Ralph Nader: Trump’s Done Some Good, Clinton’s Winning By ‘Dictatorship’ (http://www.usnews.com/news/articles/2016-05-13/ralph-nader-donald-trump-has-done-some-good-hillary-clintons-winning-by-dictatorship)

caesar
16-05-2016, 09:11
Sanders wurde bisher kaum attackiert.

Trump konzentriert sich auf HRC, HRC hält sich schon für den Sieger und attackiert lieber Trump.

Wie sich die Umfragewerte entwickeln würden, wenn Sanders nun das Hauptziel der Reps wäre, ist offen.

Dass die US-Demokratie teilweise nicht so demokratisch ist, ist doch klar. Mit der richtigen Ziehung von Grenzen oder der bewussten Erschwerung des Wahlrechts (Minorties) versucht man teilweise sehr bewusst, das Ergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

zarah
16-05-2016, 09:22
[QUOTE=yippieh;44769545]Warren: 'I never imagined I would get into a Twitter war' with Trump

During the speech Saturday, the senatGraduierungor also worked in a line from Taylor Swift when giving advice to graduates.



http://thehill.com/blogs/blog-briefing-room/news/279970-warren-i-never-imagined-i-would-get-into-a-twitter-war-with

:d::rotfl:

I like...her to become Vice :helga:

1. Warum hört Sanders nicht auf ? Allein...Druck auf Clinton bez Ausrichtung ? Hat er nicht aufgrund der Superdeligierten, die kolportiert pro Clinton sind, sowieso keine Chance mehr ?

thx[/QUOTE]

Hier ein paar interessante Überlegungen zum Thema ....

http://www.vanityfair.com/news/2016/05/why-bernie-sanders-still-in-race

Ich denk:

1. ... ist "das Handtuch werfen" nicht Bernies Stil (H.hat ja übrigens 2008 ebenfalls erst ganz zum Ende offiziell aufgegeben). Immerhin war in den letzten 32 Jahren nur damals .. 2008 ... der Abstand zwischen den Dem - Kontrahenten geringer, als bei diesen Vorwahlen. Für einen vermeintlichen Außenseiter ein beachtlicher Erfolg. Wenn da nicht die Afro-Amerikaner und die Latinos gewesen wären .. wärs wohl noch knapper geworden.

2. .. hat er von vorherein primär darum gekämpft, seine Vorstellungen von Politik zu präsentieren, einzubringen (die Präsidentschaft schien ihm 2015 noch selbst nicht realistisch) Das ist ihm weit besser gelungen, als so manche gedacht haben. Und ich denke, er will das auch in den restlichen primaries noch durchziehen. Und demonstrieren, dass jede Menge Menschen dafür zu interessieren, zu mobiilisieren sind (die sonst gar nicht oder womöglich gar trump wählen täten).

3. Anders alls H. bei Obama gehts ihm wahrscheinlich weniger um einen einflussreichen Job ... als darum, seine Agenda möglichst "unwiderruflich" ... zumindet was den Wahlkampf anbelangt in das Sem-Programm rein zu kriegen. Ein bisserl dürfte er indirekt sogar Trump beeinflussen.

Wieweit er

4. so kalkuliert, wie in dem Artikel dargelegt ... weiß nicht. Ich bin mir aber sicher, dass er den Dems nicht schaden will oder schaden wird*). Er war bislang weit eher auf Sachdiskussion als auf Schlammschlacht gepolt (anders als etwa Trump bei den Reps ;)). Solche Action von Seiten der HC-Anhänger wie in Nevada (siehe HHIndi) halte ich diesbezüglich für überflüssig und äußerst kontraproduktiv.

*) Ein Kommentator in der Süddeutschen beispielsweise sieht das anders ...
http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-bernie-der-wahlkampfhelfer-1.2989139
Ich tendier eher zu Analyse in Vanity Fair ... :nixweiss:

zarah
16-05-2016, 10:01
[QUOTE=Robert1965;44769626]"U.S. News & World Report": Interview mit Ralph Nader:
Ralph Nader: Trump’s Done Some Good, Clinton’s Winning By ‘Dictatorship’ (http://www.usnews.com/news/articles/2016-05-13/ralph-nader-donald-trump-has-done-some-good-hillary-clintons-winning-by-dictatorship)[/QUOTE]

Mit einigen Teilen der Analyse hat der "Senior" zweifellos Recht:

[QUOTE]The liberal activist says Trump has brought some important issues to the fore.

"He's questioned the trade agreements. He's done some challenging of Wall Street – I don't know how authentic that is. He said he's against the carried interest racket, for hedge funds. He's funded himself and therefore attacked special interest money, which is very important," Nader says. "But he's lowered the level of political debate to unheard-of depths of salacious, slanderous and vacuousness, garnished with massive self-boosterism and repetition."[/QUOTE]

[QUOTE]To date, Clinton has captured 3 million more total votes than Sanders, but Nader argues the results would be different if independents were allowed to participate in each state.

Nonetheless, he says Sanders' candidacy was meaningful because it simultaneously pressured and exposed Clinton.[/QUOTE]

Das Problem des "Establishments" in den USA ist im Grundsätzlichen ein ähnliches wie bei uns in Europa, bzw. in D und Ö: Zunehmend mehr Leut haben den Eindruck, dass über ihre Köpfe hinweg regiert wird ... ohne dass ihre Probleme, Bedürfnisse auch nur gehört, geschweige den berücksichtigt werden. Es ist Zeit, solche Probleme anzusprechen, Strategien zu präsentieren ... oder zumindest zu erläutern, warum konkret das eine oder andere Problem (kurzfristig) nicht angegangen werden kann oder etc. Was immer .. aber völlig ignorieren geht nicht (mehr) ..

Atinuviel
16-05-2016, 15:28
[QUOTE=zarah;44769576]@ yippieh ... Punkt 2:

Sanders hätte nach praktisch allen Umfragen der jüngeren Zeit einen Vorsprung gegenüber Trump. Der durchschnittliche Vorteil zuletzt (Ergebnis aus mehreren Umfragen zwischen 11. April bis 9. Mai) läge lt. RCP bei 13 Prozentpunkten. http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/us/general_election_trump_vs_sanders-5565.html

Der entsprechende Wert für HC vs. Trump (aus Umfragen zwischen 17. April bis 10. Mai) liegt bei 5,7 Prozentpunkten ... ist also deutlich schlechter.
Wobei alle jüngeren Umfragen für Sanders einen zweistelligen Vorteil ergeben, während HC in einem der letzten polls nur 2 Punkte vor Trump läge.
http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/us/general_election_trump_vs_clinton-5491.html[/QUOTE]

Dazu muss man allerdings auch sagen, dass die beiden Umfrageinstitute, die ein besonders knappes Rennen sehen, nicht gerade einen guten Ruf haben.

Rasmussen sah 2012 beispielsweise Romney vor Obama und Gravis nimmt eigentlich niemand mehr ernst, die wurden schon mehrfach des Betrugs beschuldigt, offenbar haben die manche Umfragen schlicht erfunden. In ihrer neuesten Umfrage führt Trump zudem bei Latinos mit 55 zu 45 (nur um insgesamt trotzdem noch zu verlieren, lol) – das glauben die ja wohl selbst nicht. Satte 20-30 Punkte daneben zu liegen ist bei Gravis keine Seltenheit. Oder auch mal 96 Punkte (https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2016/05/02/the-pollster-who-showed-a-candidate-up-29-points-before-he-lost-by-67/). The Worst Poll In America (http://www.slate.com/blogs/weigel/2014/05/21/the_worst_poll_in_america.html).

Sehr schlechte Pollster sind Gravis Marketing, AON, American Research Group (ARG) und Rasmussen. ARG sah z.B. in Maryland Clinton mit 6 Punkten vorne, gewonnen hat sie mit 30 Punkten. Meistens ziemlich gut sind CNN/ORC, Marist, SurveyUSA und NBC/WSJ. FiveThirtyEight’s Pollster Ratings (http://fivethirtyeight.com/interactives/pollster-ratings/) sind zur Orientierung ganz ordentlich.

Busting the Myth of the Closing Hillary-Trump Race (http://bluenationreview.com/busting-the-myth-of-the-closing-hillary-trump-race/). Allzu viel sollte man auf General Election Polls sechs Monate vor der Wahl ohnehin nicht geben.

Robert1965
16-05-2016, 16:33
David Horowitz (http://rightweb.irc-online.org/profile/horowitz_david/) ("FrontPage Magazine") gegen William Kristol und für Trump:

http://www.frontpagemag.com/fpm/262859/bill-kristol-republican-spoiler-renegade-jew-david-horowitz

zarah
16-05-2016, 17:11
[QUOTE=Atinuviel;44770560]
Sehr schlechte Pollster sind Gravis Marketing, AON, American Research Group (ARG) und Rasmussen. ARG sah z.B. in Maryland Clinton mit 6 Punkten vorne, gewonnen hat sie mit 30 Punkten. Meistens ziemlich gut sind CNN/ORC, Marist, SurveyUSA und NBC/WSJ. FiveThirtyEight’s Pollster Ratings (http://fivethirtyeight.com/interactives/pollster-ratings/) sind zur Orientierung ganz ordentlich.

Busting the Myth of the Closing Hillary-Trump Race (http://bluenationreview.com/busting-the-myth-of-the-closing-hillary-trump-race/). Allzu viel sollte man auf General Election Polls sechs Monate vor der Wahl ohnehin nicht geben.[/QUOTE]

Danke für die links ... und ja ... die polls sollte man mit einem Heferl Salz garnieren .. ;)

Robert1965
17-05-2016, 06:52
Stephen M. Walt ("Foreign Policy"):
The Donald vs. the Blob. The foreign-policy establishment is backing Hillary Clinton. And that may not be such a bad thing for Trump. (http://foreignpolicy.com/2016/05/16/the-donald-vs-the-blob-hillary-clinton-election//)

zarah
17-05-2016, 13:36
[QUOTE=Robert1965;44772062]Stephen M. Walt ("Foreign Policy"):
The Donald vs. the Blob. The foreign-policy establishment is backing Hillary Clinton. And that may not be such a bad thing for Trump. (http://foreignpolicy.com/2016/05/16/the-donald-vs-the-blob-hillary-clinton-election//)[/QUOTE]

Ohooh .... aber nicht übel .

[QUOTE]To be clear: I’ve no desire to participate in a vast and risky social science experiment, and I won’t be voting for Trump next November ...[/QUOTE]

Zum (zitierten) ersten Teil vom Schlusssatz: So könnte man es auch sehen. Trump als SOWI-Experiment. Nur : Was ist dann HC ... außenpolitisch? More of the same (oldie self) ?

In anderen Bereichen hielte ich sie ja für gezwungenermaßen lernfähig ..

Apropos: Heute sind ja wieder zwei Dem-Primaries ... hätten irgendwie wichtig sein können. Ob sie es jetzt noch sind ...

Robert1965
17-05-2016, 14:02
[QUOTE=zarah;44772862]Ohooh .... aber nicht übel .



Zum (zitierten) ersten Teil vom Schlusssatz: So könnte man es auch sehen. Trump als SOWI-Experiment. Nur : Was ist dann HC ... außenpolitisch? More of the same (oldie self) ?

In anderen Bereichen hielte ich sie ja für gezwungenermaßen lernfähig ..

[/QUOTE]

"More of the same", aber schlimmer als Obama. Doch vielleicht (ich glaube es nicht, aber man wird ja wohl noch hoffen dürfen) erweist sie sich in der Außenpolitik als lernfähig (wie einst Nixon oder Reagan)

Robert1965
17-05-2016, 19:19
Doug Bandow ("The National Interest"):
Is Donald Trump Good for the Cause of Foreign-Policy Restraint? (http://nationalinterest.org/blog/the-skeptics/donald-trump-good-the-cause-foreign-policy-restraint-16227)

Robert1965
17-05-2016, 19:51
eine neue Seite (mit William Kristol im Hintergrund)


https://twitter.com/BillKristol/status/732599902908362756

http://www.neithertrumpnorhillary.com/


Bisher ist dort nur eine Starseite mit dem Vermerk "coming soon". Man wartet auf einen Kandidaten, der sich für die unangenehme Aufgabe, als "unabhängiger Republikaner" gegen Trump und Clinton anzutreten, zur Verfügung stellt

zarah
17-05-2016, 22:45
[QUOTE=Robert1965;44773779]Doug Bandow ("The National Interest"):
Is Donald Trump Good for the Cause of Foreign-Policy Restraint? (http://nationalinterest.org/blog/the-skeptics/donald-trump-good-the-cause-foreign-policy-restraint-16227)[/QUOTE]

Wenn sich die (von dir) zuletzt zitierten Artikel so durchliest könnte man hoffen, dass auch Trump .. mit allen seinen flaws ... hinsichtlich Außenpolitik einige Reps oder eben auch HC zum Umdenken anregen oder sogar drängen könnte.:nixweiss:

Sanders wäre bezüglich Außenpolitik zwar auch kein hawk, das Thema stand aber im Wahlkampf nur am Rande auf seiner Agenda.

Wiewohl er sich, anders als u .a. von Hillary manchmal insinuiert, damit durchaus beschäftigt, einiges weiß ... und auch eine akzentuierte Meinung hat (ich erinnere mich da etwa an ein Gespräch mit Larry King und zwei, drei ältere Interviews). Aber Druck geht von ihm diesbezüglich eindeutig nicht aus.

Experte
18-05-2016, 06:02
Sanders hat in Oregon gewonnen.

Experte
18-05-2016, 06:13
In Kentucky hat Clinton knapp gewonnen.

zarah
18-05-2016, 12:31
Recht interessant .. unabhängig von der Quelle: Beitrag von einem Sanders-Wähler, einem aus der Bernie-or-Bust crowd. Er erklärt, warum er HC nicht wählen würde ... auch wenn es einen Sieg Trumps bedeuten tät.

http://www.huffingtonpost.com/russ-belville/the-problem-with-hillary-clinton_b_9349590.html

Wie viele es von der Sorte wohl gibt? Das Dem-Establishment bzw. HC, sollte drüber nachdenken. Und sich was einfallen lassen ... außer die BoB crowd runter zu machen. Das ist die schlechteste Strategie von allen.

Sieht man ja auch bei uns, bezügl. FPÖ resp. AfD und Konsorten. Man kann / muss ggf. politische Vertreter bzw. deren Worte entlarven. Wählerbeschimpfungen oder das Heraufbeschwören von vagen Unheilsszenarien bringts nicht.

zarah
18-05-2016, 12:38
[QUOTE=Experte;44775275]In Kentucky hat Clinton knapp gewonnen.[/QUOTE]

Sehr knapp. Mit einem halben Prozentpunkt Vorsprung 4,8 zu 46,3. Ist für sie wohl primär von "psychologischem" Wert ... "Sanders´ Siegesserie unterbrochen".

Ergebnis Oregon: Ca 54,5 zu 45,5 ... vorläufig (75 % ausgezählt).

Ryan
18-05-2016, 19:52
-dY77j6uBHI

Hillary's schönste Lügen Momente zusammengepackt in 13 Minuten:wub:

Robert1965
19-05-2016, 09:37
Trump und Fox News-Moderatorin Megyn Kelly haben sich öffentlich versöhnt. Das könnte darauf hindeuten, dass sich Murdoch mit Trump arrangieren will.

Experte
19-05-2016, 10:23
Gestern hat sich Trump auch mit Kissinger getroffen.

Fritz Karl
19-05-2016, 13:21
Nachdem Trump mit einigen Positionen links der Establishment-Republikaner die Vorwahlen gewonnen hat, scheint er jetzt für die general election nach rechts zu rücken.

Der Typ ergibt manchmal überhaupt keinen Sinn.
In Umfragen gegen Clinton ist er mittlerweile auch gleichauf. Not gegen Elend.

Und das DNC hat der Sanders Kampagne wegen der Nevada-Geschichte (die zum Großteil auf einem falschen Bericht eines einzigen Reporters basiert) mehr oder weniger den Krieg erklärt.
Sanders lässt sich das zum Glück nicht gefallen.
Wie dumm kann sich die Führung der Demokraten denn noch anstellen?
Die schaffen es echt noch Trump zum Präsidenten zu machen.

Atinuviel
19-05-2016, 13:57
Sanders ist momentan Trumps größter Verbündeter. Der Mann, der behauptet er werde alles in seiner Macht stehende tun, um Präsident Trump zu verhindern, hilft ihm jetzt dabei und merkt es nicht mal.

In Nevada wurden zunächst 64 (später dann 58) von Sanders' Delegierten (und wohl auch acht von Clintons Delegierten (https://lasvegassun.com/news/2016/may/14/at-democratic-convention-in-las-vegas-rules-divide/)) abgewiesen, weil sie sich nicht rechtzeitig als Demokraten registriert haben oder mitunter sogar als Demokraten registriert waren und es wieder geändert haben, als so eine Art "Protest" gegen das pöse, pöse Establishment. Was ich hier sehe sind mal wieder Sanders-Supporter, die uralte Regeln nicht verstehen oder bewusst missachten und wenn sie es dann versauen die Schuld auf andere schieben oder sich irgendeine große Verschwörung der Partei herbeiphantasieren. Klick (https://www.ralstonreports.com/blog/sour-grapes-revolution-rocked-paris-hotel), klick (https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2016/05/15/heres-what-happened-at-saturdays-dramatic-nevada-democratic-convention/), klick (https://medium.com/@mamajeanab/the-nevada-state-democratic-convention-c55076db43a#.gghho6o27) und klick (http://www.politifact.com/nevada/statements/2016/may/18/jeff-weaver/allegations-fraud-and-misconduct-nevada-democratic/).

hans
19-05-2016, 14:25
[QUOTE=Robert1965;44770680]David Horowitz (http://rightweb.irc-online.org/profile/horowitz_david/) ("FrontPage Magazine") gegen William Kristol und für Trump:

http://www.frontpagemag.com/fpm/262859/bill-kristol-republican-spoiler-renegade-jew-david-horowitz[/QUOTE]

Ein Freund Europas ist der Horowitz nicht!
Flashback: Legendäre Session - Assange, Horowitz, Zizek (bestimmt noch online)

Fritz Karl
19-05-2016, 16:32
[QUOTE=Atinuviel;44779185]Sanders ist momentan Trumps größter Verbündeter. Der Mann, der behauptet er werde alles in seiner Macht stehende tun, um Präsident Trump zu verhindern, hilft ihm jetzt dabei und merkt es nicht mal.[/QUOTE]
ROFL - Trumps größter Verbündeter war und ist von Beginn an die Clintons und umgekehrt.
Beide Parteien sind dermaßen unbeliebt und für ihre Lügen bekannt, dass der Hauptgrund für beide zu stimmen ist gegen den anderen zu stimmen.
[QUOTE=Atinuviel;44779185]
In Nevada wurden zunächst 64 (später dann 58) von Sanders' Delegierten (und wohl auch acht von Clintons Delegierten (https://lasvegassun.com/news/2016/may/14/at-democratic-convention-in-las-vegas-rules-divide/)) abgewiesen, weil sie sich nicht rechtzeitig als Demokraten registriert haben oder mitunter sogar als Demokraten registriert waren und es wieder geändert haben, als so eine Art "Protest" gegen das pöse, pöse Establishment. Was ich hier sehe sind mal wieder Sanders-Supporter, die uralte Regeln nicht verstehen oder bewusst missachten und wenn sie es dann versauen die Schuld auf andere schieben oder sich irgendeine große Verschwörung der Partei herbeiphantasieren. Klick (https://www.ralstonreports.com/blog/sour-grapes-revolution-rocked-paris-hotel), klick (https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2016/05/15/heres-what-happened-at-saturdays-dramatic-nevada-democratic-convention/), klick (https://medium.com/@mamajeanab/the-nevada-state-democratic-convention-c55076db43a#.gghho6o27) und klick (http://www.politifact.com/nevada/statements/2016/may/18/jeff-weaver/allegations-fraud-and-misconduct-nevada-democratic/).[/QUOTE]
:rotfl: Ralston und WaPo als Quelle gegen Sanders zu verwenden, dann kannst Du auch gleich mit dem Daily Beast kommen. Ratstons Lügengeschichte bzgl. Gewalt und dass alles korrekt ablief wurde mittlerweile entlarvt und er ist auch wieder halbseiden zurückgerudert. WaPo und Politifact haben sich in ihren Beiträgen auf Ralston bezogen. Also kann man auch das in die Tonne kloppen.

Ist immer gut, wenn man Behauptungen mit Videomaterial belegen kann. (Auch wenn Du behaupten wirst, dass TYT eine pro-Sanders Quelle ist, aber Videos lügen nicht.)
435x0dQ5Lzg

sirius
19-05-2016, 17:05
[QUOTE=Atinuviel;44779185]Sanders ist momentan Trumps größter Verbündeter. [/QUOTE]

Sehr richtig. Ich hoffe, Sanders freut sich wenigstens über die Umfragen. Fox sieht mittlerweile auch Trump bei +3, im April noch bei -7.

Trump wird's machen. Dass sich die Stimmung nochmal gegen ihn dreht glaube ich nicht.

Atinuviel
19-05-2016, 18:19
Ich kann aus diesen Videos ehrlich gesagt überhaupt keine Informationen ziehen, ich sehe und höre da nur Chaos bei dem alle wild rumschreien (und das Videos nicht lügen ist 'ne witzige Aussage, Videos lügen ununterbrochen, ohne jetzt implizieren zu wollen, dass das hier der Fall ist, wollts nur mal erwähnen). Letztendlich geht es um die 58 Sanders-Delegierten, die nicht abstimmen durften. Ich sehe hier einfach zwei Seiten, die diametrale Standpunkte vertreten.

Der Anchorman in dem Video geht gar nicht darauf ein, ob die jetzt rechtmäßig nicht abstimmen durften, er impliziert einfach sie wurden unrechtmäßig ferngehalten und das wars. Mir fällt es jedenfalls nicht schwer zu glauben, dass einige Sanders-Delegierte nicht korrekt registriert waren, das traf ja sogar auf ein paar Clinton-Delegierte zu. Sanders ist doch Mr. Independent. Sinngemäß sagt er (etwa ab 9:00): "Kann ich mit Sicherheit sagen, dass die 58 Delegierten die Regeln befolgt und sich bis zur Deadline als Demokraten registriert haben? Nein." Danach fängt er dann an sich in irgendwelchen Theorien zu verstricken, dass Sanders-Delegierte ja schon mehrfach ausgeschlossen worden seien und sich offenbar das ganze System gegen ihn verschworen habe. Nennt er auch nur ein Beispiel? Nein. Man hat also die offiziellen Statements der Partei und ein paar Leute die keine Gegenbeweise liefern können. Finde ich etwas schwach.

Und selbstverständlich ist Sanders momentan Trumps größter Verbündeter oder zumindest einer seiner größten Verbündeten. Trump twittert ja auch schon regelmäßig, dass Sanders' Wähler zu ihm strömen, weil Bernie von den Demokraten ja angeblich so unfair behandelt wird. Mit solchen Kommentaren fischt er nach Sanders' frustrierten Anti-Establishment-Wählern, die merken, dass ihr favorisierter Kandidat die Vorwahl ziemlich deutlich verliert.

Sanders hilft ihm dabei, indem er sich selbst und seinen Wählern in die Tasche lügt, immer wieder behauptet das System arbeite gegen ihn, er könne es aber besiegen (also die Superdelegierten umstimmen), er streckt ein Rennen in die Länge, das Clinton de facto schon vor einer halben Ewigkeit gewonnen hat. Er verwehrt Clinton die Unterstützung einer vereinten Partei und macht es mit seiner immergleichen Rhetorik zunehmend unwahrscheinlicher, dass seine Wähler sich hinter Clinton stellen, obwohl er das doch angeblich so sehr will, um die irre Orange aus dem Weißen Haus fernzuhalten. Clinton sollte sich spätestens seit dem 26. April nur noch auf die General Election konzentrieren, stattdessen spaltet sich die Partei zunehmend. Eine geeinte Partei und offizielle Endorsements von Sanders, Obama und anderen würden Clinton jenen Auftrieb in den Umfragen verschaffen, den Trump kürzlich durch seinen endgültigen Sieg erfahren hat.

Noch vor zwei Wochen hätte ich gesagt, dass sich mindestens 90% der Sanders-Wähler hinter Clinton stellen werden (so wie damals die Clinton-Wähler hinter Obama), inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher – und gebe Sanders, dem Independent im Demokratenkostüm (http://www.salon.com/2016/04/19/bernie_sanders_isnt_a_democrat_and_thats_a_real_problem_when_he_n eeds_democrats_for_his_revolution/), den größten Teil der Schuld daran. Is Sanders Hurting Clinton By Staying In The Race? (http://fivethirtyeight.com/features/is-sanders-hurting-clinton-by-staying-in-the-race/) Ich denke ja, wenn er seinen momentanen Pfad noch bis zur Convention weiter durchzieht. Wie ernst werden seine Wähler seine offizielle Unterstützung noch nehmen, wenn sie so halbherzig und so spät kommt, wie seine derzeitige Wahlkampftaktik und Rhetorik (http://www.nytimes.com/2016/05/19/us/politics/bernie-sanderss-campaign-accuses-head-of-dnc-of-favoritism.html) es vermuten lassen? Wenn es nicht sowieso schon viel zu spät dafür ist. Sanders und seinen Wählern fällt es offenbar sehr schwer einen simplen Fakt zu akzeptieren: Sanders verliert gegen Clinton. Er verliert deutlich, auch ganz ohne irgendeine Verschwörung.

Fritz Karl
19-05-2016, 21:03
[QUOTE=Atinuviel;44779751]Ich kann aus diesen Videos ehrlich gesagt überhaupt keine Informationen ziehen, ich sehe und höre da nur Chaos bei dem alle wild rumschreien (und das Videos nicht lügen ist 'ne witzige Aussage, Videos lügen ununterbrochen, ohne jetzt implizieren zu wollen, dass das hier der Fall ist, wollts nur mal erwähnen). Letztendlich geht es um die 58 Sanders-Delegierten, die nicht abstimmen durften. Ich sehe hier einfach zwei Seiten, die diametrale Standpunkte vertreten.
[/QUOTE]
Nein, darum geht es eben nicht.
Es geht darum, dass durch kurzfristige Regeländerungen, die Frau Nevada Chair durch die mündliche Abstimmung durchgeboxt hat, jegliche Proteste, Überprüfungen, Nachzählungen und andere Anträge bzgl. Plattform u.ä. abgeschmettert wurden.

[QUOTE=Atinuviel;44779751]
Und selbstverständlich ist Sanders momentan Trumps größter Verbündeter oder zumindest einer seiner größten Verbündeten. Trump twittert ja auch schon regelmäßig, dass Sanders' Wähler zu ihm strömen, weil Bernie von den Demokraten ja angeblich so unfair behandelt wird. Mit solchen Kommentaren fischt er nach Sanders' frustrierten Anti-Establishment-Wählern, die merken, dass ihr favorisierter Kandidat die Vorwahl ziemlich deutlich verliert.
[/QUOTE]
Du sprichst von Verschwörungstheorien und sagst, dass Sanders Schuld ist, dass Clinton so schwach in den Umfragen ist. Merkst Du was?
[QUOTE=Atinuviel;44779751]
Sanders hilft ihm dabei, indem er sich selbst und seinen Wählern in die Tasche lügt, immer wieder behauptet das System arbeite gegen ihn, er könne es aber besiegen (also die Superdelegierten umstimmen), er streckt ein Rennen in die Länge, das Clinton de facto schon vor einer halben Ewigkeit gewonnen hat. Er verwehrt Clinton die Unterstützung einer vereinten Partei und macht es mit seiner immergleichen Rhetorik zunehmend unwahrscheinlicher, dass seine Wähler sich hinter Clinton stellen, obwohl er das doch angeblich so sehr will, um die irre Orange aus dem Weißen Haus fernzuhalten. Clinton sollte sich spätestens seit dem 26. April nur noch auf die General Election konzentrieren, stattdessen spaltet sich die Partei zunehmend. Eine geeinte Partei und offizielle Endorsements von Sanders, Obama und anderen würden Clinton jenen Auftrieb in den Umfragen verschaffen, den Trump kürzlich durch seinen endgültigen Sieg erfahren hat.
[/QUOTE]
Erstens hat Clinton noch nicht gewonnen und wird das auch offiziell vor der Convention nicht schaffen.
Und warum sollte Sanders ein verlogenes, korruptes System mit einer Plattform des status-quo unterstützen?
Hast Du schonmal daran gedacht, dass wenn Clinton so schwach ist, dass sie nicht einmal gegen Trump gewinnen kann, es evtl an ihr selbst liegt?
[QUOTE=Atinuviel;44779751]
Noch vor zwei Wochen hätte ich gesagt, dass sich mindestens 90% der Sanders-Wähler hinter Clinton stellen werden (so wie damals die Clinton-Wähler hinter Obama), inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher – und gebe Sanders, dem Independent im Demokratenkostüm (http://www.salon.com/2016/04/19/bernie_sanders_isnt_a_democrat_and_thats_a_real_problem_when_he_n eeds_democrats_for_his_revolution/), den größten Teil der Schuld daran. Is Sanders Hurting Clinton By Staying In The Race? (http://fivethirtyeight.com/features/is-sanders-hurting-clinton-by-staying-in-the-race/) Ich denke ja, wenn er seinen momentanen Pfad noch bis zur Convention weiter durchzieht. Wie ernst werden seine Wähler seine offizielle Unterstützung noch nehmen, wenn sie so halbherzig und so spät kommt, wie seine derzeitige Wahlkampftaktik und Rhetorik (http://www.nytimes.com/2016/05/19/us/politics/bernie-sanderss-campaign-accuses-head-of-dnc-of-favoritism.html) es vermuten lassen? Wenn es nicht sowieso schon viel zu spät dafür ist. Sanders und seinen Wählern fällt es offenbar sehr schwer einen simplen Fakt zu akzeptieren: Sanders verliert gegen Clinton. Er verliert deutlich, auch ganz ohne irgendeine Verschwörung.[/QUOTE]
Aus welchem Grund sollten sich Sanders-Wähler Clinton anschliesse?
Außer der böse böse Trump hat Clinton nämlich wenig Argumente. Und das ist für eine Präsidentschaftskandidaten schon ziemlich wenig.

Robert1965
19-05-2016, 21:12
Trump ist ein nützlicher Popanz für Clinton. Auf diese Weise (und mit Hilfe der Mainstream-Medien) wird sie auch den Teil der demokratischen Wählerschaft an die Urne bekommen, der HRC (aus guten Gründen) nicht leiden kann.

Lustig wird es nach der Krönungsfeier auf dem Parteitag. Dann muß HRC gleichzeitig die Sanders-Wähler bei der Stange halten und Mitte-Rechts-Wähler umwerben.

Atinuviel
19-05-2016, 22:11
[QUOTE]Du sprichst von Verschwörungstheorien und sagst, dass Sanders Schuld ist, dass Clinton so schwach in den Umfragen ist. Merkst Du was?[/QUOTE]
Komm schon, du bist definitiv schlauer als das. Von den Umfragen habe ich überhaupt nie gesprochen. Nun bitte nicht implizieren ich würde Sanders für Trumps steigende Umfragewerte (oder Clintons schwache Werte) verantwortlich machen. Seine Strategie ist es momentan jedoch, ein Rennen in die Länge zu ziehen, dass er nur durch ein Wunder noch gewinnen kann und dabei in Kauf zu nehmen, dass er Clinton eventuell langfristig, also über die Dauer der Vorwahl hinaus, schadet. Dass er dadurch eine Mitschuld an einem scheinbar knapper werdenden Rennen trägt ist keine Verschwörungstheorie sondern ein legitimes Argument, das auch von einigen Analysten vorgebracht wird. FiveThirtyEight und die Times habe ich verlinkt. Bitte nicht übertreiben. Du verdrehst damit was ich sage. Er schadet ihr vor allem deshalb, weil er mit seiner Rhetorik und seiner Wahlkampftaktik seine Wähler davon abhält im November für Clinton zu stimmen, was natürlich Trump hilft. Ich bezweifle, dass sich das jetzt schon in den Umfragen niederschlägt (was sich in den Umfragen zeigt, ist der Effekt von Trumps de facto Gewinn der Nominierung). Das ist der Grund für mich, ihn als Trumps größten Verbündeten zu bezeichnen, nicht die Umfragen, die sechs Monate vor der Wahl ja wenig verlässlich sind. Vielleicht löst sich das aber auch alles in Wohlgefallen auf, selten würde ich so gern falsch liegen wie jetzt.

[QUOTE]Und warum sollte Sanders ein verlogenes, korruptes System mit einer Plattform des status-quo unterstützen?[/QUOTE]
:rolleyes: Das ist so dieses Anti-Establishment-Geblubber. Alle böse, alle korrupt, Welt schlecht, Menschen noch schlechter. Keine Ahnung was ich darauf antworten soll. Möchte eigentlich gar nichts sagen. Unterstützen sollte er das System in Form von Clinton aber vielleicht deshalb, weil er selbst sagte, er werde alles in seiner Macht stehende tun, um Trump zu verhindern. Er mag es vielleicht nicht mögen und du auch nicht, aber Clinton wird die Nominierung gewinnen und sie ist dann seine beste Chance, dieses Versprechen in die Tat umzusetzen. Die republikanische Variante des korrupten Status Quo finde ich auch wesentlich furchteinflößender.

[QUOTE]Hast Du schonmal daran gedacht, dass wenn Clinton so schwach ist, dass sie nicht einmal gegen Trump gewinnen kann, es evtl an ihr selbst liegt?[/QUOTE]
Dass sie "nicht einmal gegen Trump gewinnen kann" ist aber auch eine Übertreibung. Tatsächlich führt sie (http://elections.huffingtonpost.com/pollster/2016-general-election-trump-vs-clinton) die Umfragen noch immer an, letztes Jahr im November (!) war das Rennen sogar knapper als jetzt. Die Rasmussen- und Fox-News-Polls sind insgesamt eher Außenseiter (mit methodischen Schwächen), auch wenn das Rennen natürlich knapper ist als noch vor einem Monat. Eine ganz neue Umfrage, die wohl in der letzten Stunde hinzugefügt wurde, sieht sie mit 5 Punkten vorne.

[QUOTE]Aus welchem Grund sollten sich Sanders-Wähler Clinton anschliesse?[/QUOTE]
Weil Clinton viel, viel, viel, viel näher an sämtlichen Sanders-Standpunkten dran ist als Trump? In 93% der Fälle haben sie während ihrer zwei gemeinsamen Jahre im Senat identisch abgestimmt – und auf OnTheIssues habe ich vor einer Weile verlinkt, die Seite zeigt recht deutlich wie nah Sanders und Clinton sich eigentlich sind.

Trump repräsentiert hingegen das genaue Gegenteil all dessen, wofür Sanders steht. Er hat kürzlich erst seine Liste von potentiellen Supreme-Court-Kandidaten vorgestellt hat, einer konservativer als der andere, homophob und misogyn. Er will Steuern für Reiche senken, den Dodd-Frank-Act rückgängig machen, rein gar nichts gegen den Klimawandel unternehmen, seine Immigrationspolitik könnte von Sanders kaum weiter entfernt sein, er fabuliert davon die Familien von Terroristen zu ermorden und Frauen für Abtreibungen zu bestrafen. Das sind nur eine Handvoll Dinge, die mir ganz spontan einfallen.

Ihn zu wählen, weil er ein Anti-Establishment-Kandidat ist, ist doch völlig irre. Trump steckt bis zum Hals im Establishment, was man ja schon daran sieht, mit wem er sich umgibt (Paul Manafort, man kann den Namen nicht oft genug erwähnen, abstoßender werden Menschen nicht). Sanders als dritter Kandidat ist ein Ticket für Trump ins Weiße Haus und gar nicht zu wählen oder für Trump zu stimmen ebenso. Der "böse, böse Trump" ist ein ziemlich starkes Argument, weil er einfach so unendlich weit von Sanders entfernt ist, während Clinton im Vergleich dazu quasi um die Ecke ist, so sehr ihre Standpunkte in einzelnen Punkten auch differieren mögen.

Robert1965
19-05-2016, 22:41
Am Besten wäre eine Spaltung sowohl der Demokraten als auch der Republikaner (William Kristols Idee einer "unabhängigen republikanischen" Kandidatur ist noch nicht vom Tisch) : dann gäbe es endlich einen echten politischen Wettbewerb. Doch zu einer Sanders-Kandidatur als Unabhängiger wird es nicht kommen : er hat sich mehrmals auf die Unterstützung für HRC im Falle ihrer Nominierung festgelegt. Sanders ist nicht Trump, dem es nicht schadet, dass er innerhalb weniger Monate mehrere unterschiedliche Positionen vertritt.

Atinuviel
19-05-2016, 22:49
Dass Wahlsystem der USA macht es einer dritten Partei leider extrem schwer, aber das wäre wahrlich nicht das Schlechteste. Zwischen den immer weiter nach links rutschenden Demokraten und den immer weiter nach rechts rutschenden Republikanern hat sich in der Mitte eine Lücke aufgetan, die mindestens so groß ist, wie es die zwischen zwischen CSU und NPD war. In einem System wie in Deutschland füllt sich eine solche Lücke in Form der AfD, vielleicht passiert das in den USA auch irgendwann. Ich würde es begrüßen.

Robert1965
20-05-2016, 07:10
Jonathan S. Tobin ("Commentary", neokonservativ):
Is Bernie Sabotaging Hillary? (http://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/campaigns-elections/is-bernie-sanders-sabotaging-hillary-clinton/)

Atinuviel
20-05-2016, 12:03
Laut einer neuen NYT/CBS-Umfrage, in der Clinton Trump übrigens mit sechs Punkten schlägt, würden 72% der Sanders-Wähler für Clinton stimmen. In einer Umfrage aus dem Mai 2008, ebenfalls von NYT/CBS, behaupteten nur 60% der Clinton-Wähler, sie würden für Obama stimmen. Am Ende waren es wohl eher 90%. Vielleicht liege ich also auch einfach nur falsch und alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Was Nate Cohn zur neuen Rasmussen-Umfrage zu sagen hat:
https://twitter.com/Nate_Cohn/status/733432272192430080
Ausgerechnet Trump soll also gegen einen Demokraten mehr als 50% der Nicht-Weißen gewinnen? Wohl eher nicht.

Robert1965
20-05-2016, 12:32
Die Umfragen bei diesem Wahlzyklus hatten bisher den Erkenntniswert von Astrologie

Atinuviel
20-05-2016, 12:43
Nicht wirklich, die Umfragen waren eigentlich größtenteils ziemlich gut und haben fast alle Staaten richtig vorhergesagt (sagt zumindest Nate Silver). Insofern man diejenigen rausfiltert, die jedes mal furchtbar sind (z.B. Rasmussen, Gravis, American Research Group). Falsch lagen die nur, wenn man sich einzelne solcher Polls rauspickt. Insgesamt war dieses Jahr wieder recht akkurat.

Habe ein Weilchen nach dieser Grafik gesucht:

https://pbs.twimg.com/media/ChoMrWbUUAEo-lj.jpg:large

Verschiedene Forecaster und ihre Vorhersagen einzelner Vorwahlen in einer Tabelle. Real Clear Politics – also nur der Durchschnitt aus den dort gesammelten Umfragen – lag im Durchschnitt nur 4,09% daneben. Last Poll Taken ist mit 4,19% nur marginal weniger akkurat. Das Polls-Only-Model von FiveThirtyEight, ganz links in der Tabelle, stellt im Grunde auch nur die Umfragen zusammen und gewichtet sie je nach Alter, mit 3,68% ebenfalls sehr gut. Und weder RealClearPolitics noch FiveThirtyEight filtern Rasmussen, Gravis oder American Research Group raus. Da kann Astrologie einpacken!

caesar
21-05-2016, 07:45
Trump hat sich bei der NRA eingeschleimt.

Das ist schliesslich auch eine den Reps nahestehende Klintel und HRC ist nicht wirklich beliebt bei der NRA.

Da die Demokraten gegenüber den 90-Jahren oder unter Obama noch moderat waren, gibt es doch eine starke Tendenz zu mehr Kontrollen.

Da kann Trump also dankbare Wähler abschöpfen.

caesar
21-05-2016, 08:09
Wer sich über die "Machenschaften" der Clinton Foundation informieren will, kann ja mal "Clinton Cash" oder das Buch, das die Vorlage dafür lieferte, sich einverleiben.

Dass dies von jemanden ist, der denn Reps nahesteht, stellt sich aber die Frage, wie glaubwürdig diese Werke sind.

Auf jeden Fall zeigt es die Unsympathie, die die Reps gg. den Clintons haben.

Tuvok694
21-05-2016, 17:08
[QUOTE=caesar;44786298]Trump hat sich bei der NRA eingeschleimt.
Das ist schliesslich auch eine den Reps nahestehende Klintel und HRC ist nicht wirklich beliebt bei der NRA.
[/QUOTE]

Ich kann die Fernsehberichte darüber kaum ertragen.
Die Menschenfeinde rotten sich zusammen mit dem einen gemeinsamen Ziel noch mehr Tote durch Schusswaffen herbeizuführen. Moralisch mit IS auf genau demselben Niveau.

Und wenn Trump erst mal den Finger auf dem roten Knopf zum Einsatz der Atomwaffen hat, dann kann es demnächst mit diesem Planeten ganz schnell zu Ende sein.

Experte
21-05-2016, 17:11
[QUOTE=Tuvok694;44787294]Die Menschenfeinde rotten sich zusammen mit dem einen gemeinsamen Ziel noch mehr Tote durch Schusswaffen herbeizuführen.[/quote]

Das ist sicher nicht das Ziel der NRA.

[QUOTE]Moralisch mit IS auf genau demselben Niveau.[/QUOTE]

Ganz sicher nicht.

Robert1965
21-05-2016, 17:37
[QUOTE=Tuvok694;44787294]
...
Und wenn Trump erst mal den Finger auf dem roten Knopf zum Einsatz der Atomwaffen hat, dann kann es demnächst mit diesem Planeten ganz schnell zu Ende sein.[/QUOTE]

Dass kann bei HRC (die seit Kosovo für jeden Krieg war) genauso schnell erfolgen. Im Vergleich zum amtierenden Präsidenten Obama wären sowohl HRC als auch "The Donald" zwei größere Übel

Tuvok694
21-05-2016, 18:00
[QUOTE=Experte;44787300]Das ist sicher nicht das Ziel der NRA.[/QUOTE]

Sondern was dann?
Oder glaubst du, dass die Waffen nur als Deko-Objekt angeschafft werden?

Atinuviel
21-05-2016, 18:33
Es ist sicher nicht das "Ziel" der NRA, noch mehr Tote herbeizuführen, es ist aber höchstwahrscheinlich der finale Effekt der von ihnen angestrebten Politik. In etwa so wie es nicht das Ziel der Tabakindustrie ist, Menschen zu töten, ihr fortlaufender Verkauf von Zigaretten aber natürlich trotzdem für ziemlich viele Tote verantwortlich ist.

Tuvok694
21-05-2016, 19:38
Na ja, das ist jetzt ein Spiel mit Worten.
Im Endeffekt sterben Menschen, die bei Abwesenheit von Schusswaffen oder Tabak nicht gestorben wären.
Für mich persönlich reicht das aus, um Organisationen wie die NRA zutiefst zu verachten.

sirius
21-05-2016, 23:42
Von mir aus können sich die Amis demnächst mit noch mehr Waffen gegenseitig abschießen wie sie lustig sind. Ein Land, in dem jemand wie Trump kurz vor der Präsidentschaft steht, hat auch nichts anderes verdient. Trifft dann zwar leider auch immer Unschuldige, aber ist dann halt so. Selbst Schuld, mir völlig Wurst inzwischen. Mir is nur noch wichtig, dass die Welt allgemein und Deutschland speziell das Ganze irgendwie übersteht.

zarah
21-05-2016, 23:55
Falls jemand trotz Schönwetters Zeit und Lust findet

Hier ein spritziges (neues) Interview von Larry King mit Ron Paul .. Querbeet ... speziell ab Teil 2 (i.e. nach der ersten Werbung, die wir hier im link nicht sehen müssen) wirds interessant. LK kann fragen .. und der Ron Paul kann reden ... ;). Obwohl ich politisch mit ihm nur wenig Überschneidungen hätte: Der Mann ist sympathisch. Wird auch kurz auf seinen Sohn Rand Paul eingegangen.

http://www.ora.tv/politicking/2016/5/20/ron-paul-on-why-he-wont-vote-for-trump-or-hillary-0_14ptx61hp4ic

spector
22-05-2016, 00:45
Es ist irgendwie schlimm. Der polternde Scheitelclown oder die kriegstreibende Eiskönigin.

caesar
22-05-2016, 08:43
[QUOTE=Atinuviel;44787527]Es ist sicher nicht das "Ziel" der NRA, noch mehr Tote herbeizuführen, es ist aber höchstwahrscheinlich der finale Effekt der von ihnen angestrebten Politik. In etwa so wie es nicht das Ziel der Tabakindustrie ist, Menschen zu töten, ihr fortlaufender Verkauf von Zigaretten aber natürlich trotzdem für ziemlich viele Tote verantwortlich ist.[/QUOTE]

In den USA gibt es den 2. Verfassungssatz und eine starke Waffenlobby.

Deshalb sind die Verhältnisse auch längerfristig so und selbst HRC könnte, wenn überhaupt, mehr Kontrollen bei Waffenkäufen einführen (wozu auch eine Mehrheit bereit wäre).

Umgekehrt schiessen die Cops schneller, weil sie wissen, dass jeder potenziell eine Waffe haben könnte.

Erst kürzlich hat ein Secret Service Agent einen bewaffneten Mann in der Nähe des white house angeschossen.