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Robert1965
09-08-2016, 12:27
[QUOTE=HobbyChinese;45054135]Für mich spricht das eher für als gegen Trump. :zahn: Gerade, wenn man sich mal anschaut, wer diesen offenen Brief alles unterzeichnet hat. Die Jungs sind nicht gerade unschuldig an der Destabilisierung Europas.


http://www.tagesschau.de/ausland/us-wahl/trump-republikaner-109.html

Trump also "gefährlichster Präsident" aber einen schönen Posten in der Regierung Bush gehabt. Das ist echt der gespielte Witz.[/QUOTE]

Für mich spricht die Unterzeichnerliste auch nicht unbedingt gegen Trump

Einen vergleichbaren Offenen Brief (http://warontherocks.com/2016/03/open-letter-on-donald-trump-from-gop-national-security-leaders/) gab es bereits im März (von 121 Unterzeichnern - einige davon auch im jetzigen Brief)

Einigen der Unterzeichner der Briefe (unter ihnen gute Bekannte aus den Netzwerken der US-Falken - Right Web Profiles - Individuals (http://rightweb.irc-online.org/category/individuals/?orderby=post_title&order=ASC)) dürfte Trump zu wenig "falkenhaft" sein


Noch ein Kommentar (von politischen Außenseitern) zum gestrigen "Offenen Brief":
The national security state and the US elections (http://www.wsws.org/en/articles/2016/08/09/pers-a09.html)

Robert1965
09-08-2016, 13:11
Daniel R. DePetris ("The National Interest") zur Kandidatur von Evan McMullin:
Evan McMullin, #NeverTrump's Pointless Desperation Candidate (http://nationalinterest.org/feature/evan-mcmullin-nevertrumps-pointless-desperation-candidate-17281)

Fhqwhgads
09-08-2016, 13:16
http://www.wptv.com/news/state/orlando-shooters-father-attends-hillary-clinton-rally-in-kissimmee

Frosch17
09-08-2016, 13:31
[QUOTE=Fhqwhgads;45054416]http://www.wptv.com/news/state/orlando-shooters-father-attends-hillary-clinton-rally-in-kissimmee[/QUOTE]

Was findest Du an der Meldung so wichtig, dass wir uns das ansehen sollen?

hans
09-08-2016, 13:50
ok der vater des mörders bekennt sich zur usa und zeigt sich bei den demokraten.
hillary betont das integrative motiv und dass jeder bürger willkommen ist, der sich an das gesetz hält.

innenpolitisch finde ich sie gut.
die rache mit dem trump und die selbstdekonstruktion der reps sehe ich als natürliche konsequenz, dass die amerikanischen massen zu wenig scharf und realistisch auf die aussenpolitik schauen, und sich alles von medien und politikern vorbeten lassen.
und dass symbolische und moralische argumente viel zu dominierend sind bis zu ihrer völligen korrumpierung (chinesische krawatte, gehts noch? es geht um die entscheidung über kriegstote in syrien und ukraine etc.!!), während materielle argumente unterm tisch oder ohne vernunft in die irre gehen.
trump scheint den cold war aus materieller vernunft abzulehnen. auch wenn er sich sonst als narr benimmt.

Igge6
09-08-2016, 13:56
Klar ist die Krawatte eigentlich albern.

Genauso albern wie die Aussage eines Trump "Ich hole alle Jobs wieder in die USA".

Und genau diese Aussage wird damit auf die Schippe genommen.

Der Kreis ist geschlossen... ;)

hans
09-08-2016, 14:13
nicht alle kreise sind zu schliessen und nicht alle geworfenen stöckchen sind zu schnappen.

mir gehts ums prinzip, dass das denken der menschen in richtung falscher stellenwerte und wirkungsloser rangordnungen geprägt wird, und das finde ich im 3.jahrtausend arm.

damit ist nur ein bruhaha aber keine materielle wirkung erzielbar. man bleibt sklave von dem, der moralgewäsch in materielle aktion umzusetzen das privileg besitzt.

ganz einfach:
warum soll der sprachwitz dominieren? ich halts für depperei.
statt dessen soll hillary zeigen, wie sie die arbeitsplätze im lande behält, statt dass ihr camp lächerlichkeiten über die garderobe für eine würdige taktik hält.
denn erlisch, wer von den politikerInnen ist so durch und durch mit aufrichtigkeit ideologisiert, dass er einen nationalistischen check über die eigene garderobekammer befiehlt?
weiss denn ein einziger von denen mehr über sein outfit als den markennamen? das machen doch butler, berater, oder die ehefrau! :D
hat hillary eine rigorose beschaffungsordnung, wo ihre persönliche mode eingekauft wird?
auf einmal ist das ein issue. reuter macht sich komplett lächerlich und beweist intellektuelle hurerei im eigenen stall. :ko:
am ehesten noch bei den grünen glaubwürdig, auch wenns bei denen ebenfalls bigotterie gibt.

Igge6
09-08-2016, 14:30
Hähhhh?

Das ist ja mal eine seltsame Argumentation.

Der Onkel Drumpf schlägt die Populismus Bongos. Aber seine Gegner dürfen nicht die einfachste Art der Entgegnung wählen, weil er nichtmal seine eigenen "Regeln" einhält? Nein, sie müssen zu diesem Thema eine 150-seitige Ausarbeitung machen, wie sie die Arbeitsplätze im Land halten.

Dann kommt der nächste Trommelwirbel, und wieder muss der Gegner sachlich argumentieren, auf dämlich-ideologisierte Provo Masche.

Was kommt beim "einfachen Mann" an?

Drumpf ist auf unserer Seite. Die Anderen benutzen "Eliten-Jargon", den wir nicht verstehen...

Oder glaubst Du die Krawatten Entgegnung ist für die Bildungs-Elite? ;)

hans
09-08-2016, 14:37
igge, der scheiss kam als ungerufenes Reuters feature auf facebook rein! das muss werbegeld gekostet haben.
sie benützen nur die bestehenden geistigen verhältnisse, statt sie weiterzuentwickeln. drum werden sie von den trumps verarscht, mit erfolg.
wenn reuters statt seiten von intellektueller grösse einfach nen link auf das demokratische wahlprogramm punkt 4711 "arbeitsplätze" verbreitet, und dazu schreibt "das halten wir Dems von trumps chinesischer krawatte" dann haben sie was gutes getan. einfach nur auf dem narrenlevel zu bleiben und sich von trump runterziehen zu lassen wird ihnen keinen ruhm einbringen. das ist auch nicht gut für den journalismus.
es geht doch wirklich auch simpel gebaut, was sinnvolles zu machen.

was trump macht ist verarsche und cabaret, und mit dem tonfall biedert er sich an. jeder schnallt das.
hillary hingegen unterschätzt die intellektuelle reife ihres publikums. das ist praktisch wie im uralt-sozialismus, 1917.

Igge6
09-08-2016, 14:45
Und Du glaubst wirklich, dass die Zielgruppe von "Uga, Arbeitplätze zurückholen... Uga..." und "Toll, und die eigene Krawatte kommt aus China..." Das Wahlprogramm lesen würde? :suspekt:

Egal Welches... ;)

hans
09-08-2016, 14:47
die verfassung haben sie auch gelesen und können sie auswendig und kennen ihre rechte.
die kieze wo nicht mal das funktioniert, haben wahlstatistisch derweil vermutlich untergeordnete bedeutung, weil die sind wahrscheinlich zu besoffen um das wahllokal zu finden.

das programm sollte halt so simpel zusammen gefasst sein, dass man es versteht und einfordern kann. ansonsten ist eh jede partei für arsch und friedrich.

Frosch17
09-08-2016, 14:47
[QUOTE=hans;45054552]statt dessen soll hillary zeigen, wie sie die arbeitsplätze im lande behält, statt dass ihr camp lächerlichkeiten über die garderobe für eine würdige taktik hält.
denn erlisch, wer von den politikerInnen ist so durch und durch mit aufrichtigkeit ideologisiert, dass er einen nationalistischen check über die eigene garderobekammer befiehlt?
weiss denn ein einziger von denen mehr über sein outfit als den markennamen? das machen doch butler, berater, oder die ehefrau! :D
hat hillary eine rigorose beschaffungsordnung, wo ihre persönliche mode eingekauft wird?
auf einmal ist das ein issue. reuter macht sich komplett lächerlich und beweist intellektuelle hurerei im eigenen stall. :ko:[/QUOTE]

Das mit den chinesischen Krawatten hast Du irgendwie überhaupt nicht gerafft. Es geht nicht um irgendwelche Modefragen, es geht um das Modelabel von Trump:
The Donald hat nämlich auch sein eigenes Modelabel, die «Donald J. Trump Collection». Unter dieser Marke werden Anzüge, Krawatten und Oberhemden verkauft.
http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/41104/der-trumpstil/

Und weiter unten:
Sowohl der ehemalige mexikanische Präsident Fox wie auch der frühere republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio haben Trump dafür kritisiert, dass es Krawatten einer Kollektion «Made in China» seien.

Trump will Strafzölle erheben, um die Firmen im Inland zu halten. Da ist der Hinweis, dass seine eigenen Firmen derzeit überwiegend im Ausland produzieren, schon irgendwie naheliegend.

hans
09-08-2016, 14:57
frosch ok danke,
die kritik an trumps outsourcendem firmenimperium finde ich viel zu indirekt und zaghaft, und unernst und harmlos.
ist sie denn ernst gemeint? wer hat eine perspektive, das geschäft anders zu betreiben?
man hat was lustiges gesagt, um auf einen grotesken widerspruch hinzuweisen, aber es ist eher ein resignierender humor der tante jolesch sorte.
ein gegenangriff ist das nicht, obwohl die dems einen solchen nötig hätten. warum wohl würden die dems solche strafzölle ablehnen?
und dafür gab sich reuters her und wurde geld in die hand genommen? das ist keine gute musik.

Igge6
09-08-2016, 15:24
Nun verstehe ich nichts mehr... :nixweiss:

Jetzt ist das zu indirekt und zu zaghaft???

Ich weiss nicht, ob Du die Debatten verfolgst. Natürlich ist das ein albernes Niveau, aber auf dem Niveau ist offenbar ein nicht zu unterschätzender Teil der potentiellen Wähler. Wenn Du da lange "Die Firmen von Trump machen das und das und das... (20 Seiten)" von Dir gibst, dann liest das kein Mensch. Ist das gut? Ne, sicher nicht. Aber es ist so, denn sonst wäre Trump mit dem ganzen Rumgepöbel nicht mal in die Nähe der jetzigen Situation gekommen...

hans
09-08-2016, 15:45
ich meine die sind zu unwirksam und verzetteln sich aus intellektueller eitelkeit "wir haben den besseren schmäh".

ich halts für ein missverständnis von wegen der 20 seiten elaborate. das ist nicht notwendig. vieles was hier sachlich und wichtig ist, kann sehr kurz und klar gesagt werden, wenn man denn überhaupt die bescheidenheit dazu besitzt.

und weil sie sie nicht haben, hat das publikum die entsprechende intellektuelle viktimisierung bzw den bildungstrotz und fatalismus der "bildungsfernen schichten".

http://www.rappler.com/views/imho/109333-smart-shaming
dieser artikel hat das problem sehr schön beschrieben.

Igge6
09-08-2016, 15:55
Geht für mich komplett am Thema vorbei. :nixweiss:

Damit ist mein Ausflug hierher aber auch erstmal wieder beendet. :wink:

cobrita
09-08-2016, 16:13
War das hier schon? Eine sehr angesehene und beliebte Senatorin hat sich ebenfalls von Trump distanziert.

http://www.politicususa.com/2016/08/08/sen-susan-collins-cost-trump-electoral-vote-refusing-support.html?utm_source=fark&utm_medium=referral&utm_campaign=im

(Wobei ich mich frage, wieso die alle jetzt erst auf die Idee kommen...)

Robert1965
09-08-2016, 16:15
Aus "The National Interest" : ein Anti-Clinton- und ein Anti-Trump-Kommentar

Robert W.Merry:
Hillary Clinton? Never. Stale ideas, with a whiff of scandal (http://nationalinterest.org/feature/hillary-clinton-never-17285)

Dov S. Zakheim:
Donald J. Trump? Never. Does he have any real ideas about international security other than those he reads from his teleprompter? (http://nationalinterest.org/feature/donald-j-trump-never-17284)

Robert1965
09-08-2016, 16:30
Aus der aktuellen NBC-Umfrage (http://de.scribd.com/document/320563066/NBC-News-SurveyMonkey-Toplines-and-Methodology-8-1-8-7?secret_password=BxkheMUaWcYcVi2PCIq0) (für die Woche vom 1. bis 7. August, heute veröffentlicht)

If the 2016 presidential election were being held today among the following candidates for whom would you vote?
Donald Trump : 38 Prozent
Hillary Clinton: 44 Prozent
Gary Johnson (Libertarian Party): 10 Prozent
Jill Stein (Green Party): 4 Prozent

Do you have a favorable or unfavorable impression of Hillary Clinton?
-Strongly unfavorable
44 Prozent

Do you have a favorable or unfavorable impression of Donald Trump?
-Strongly unfavorable
52 Prozent

hans
09-08-2016, 18:10
vernünftige ansage von susan collins!
das rätsel ist warum die konservativen kritiker alle so spät ernst machen. sind die so langsam, wurden die derart überrumpelt?
oder gefällt da einigen, dass hillary eine falken-drecksarbeit marke bush für sie erledigen wird?

Ryan
09-08-2016, 18:31
Die Wahlnacht 2016 könnte kurz werden, wenn das Electoral College so aussieht:

http://www.msnbc.com/rachel-maddow/watch/historic-loss-for-trump-possible-in-utah-740485699671

AmyFarrahFowler
09-08-2016, 19:17
Ausnahmsweise was von Charles Krauthammer womit man uebereinstimmen kann:

“This is beyond narcissism,” he said. “I used to think Trump was an 11-year-old, an undeveloped schoolyard bully. I was off by about 10 years. His needs are more primitive, an infantile hunger for approval and praise, a craving that can never be satisfied.”

And Krauthammer was just getting started, saying “Trump lives for the adoration.”

“He doesn’t even try to hide it, boasting incessantly about his crowds, his standing ovations, his TV ratings, his poll numbers, his primary victories,” he said. “The latter are most prized because they offer empirical evidence of how loved and admired he is.”

http://www.bizpacreview.com/2016/08/07/beyond-narcisissm-dr-charles-krauthammer-gives-insulting-diagnosis-donald-trump-375734#ixzz4Gr8eZXjO

AmyFarrahFowler
09-08-2016, 19:46
Some of the speculation is based on observations from legitimate medical professionals. For example, Jeffrey Flier, the former dean of Harvard Medical School who remains a professor there, tweeted over the weekend that Trump "defines" narcissistic personality disorder.

Follow
Jeffrey Flier @jflier
Narcissistic personality disorder. Trump doesn't just have it, he defines it.

In June, the Atlantic published a 9,000-word story about Trump's mental health by Dan P. McAdams, a professor of psychology and the director of the Foley Center for the Study of Lives at Northwestern University.

"Across his lifetime, Donald Trump has exhibited a trait profile that you would not expect of a U.S. president: sky-high extroversion combined with off-the-chart low agreeableness," McAdams wrote.

https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2016/08/03/the-latest-media-obsession-could-there-be-something-neurologically-wrong-with-donald-trump/


At 70, Mr. Trump is 12 years older than I am. As I watched his career soar in the 1980s and the inordinate amount of press attention he attracted, I was struck by two things: His list of real estate accomplishments were minuscule compared with those of more successful New York developers who garnered far less publicity, and he lied a lot. He made up the prices he was getting for his condominiums, the value of bids he had turned down for various properties and his prospects for luring corporate tenants to his buildings.

And, of course, he lied about his wealth.

http://www.nytimes.com/2016/08/07/opinion/sunday/trump-the-bad-bad-businessman.html?smid=nytcore-ipad-share&smprod=nytcore-ipad&_r=0

Robert1965
09-08-2016, 20:04
Hier die Erklärung von Susan Collins

GOP senator Susan Collins: Why I cannot support Trump (http://www.washingtonpost.com/opinions/gop-senator-why-i-cannot-support-trump/2016/08/08/821095be-5d7e-11e6-9d2f-b1a3564181a1_story.html?postshare=2461470705015393&tid=ss_tw)

hans
09-08-2016, 20:55
dem krauthammer scheint es egal zu sein, dass es eine wahre inflation an stigmatisierenden versuchen des "psychologisierens" gibt. gegen jeden, der sich nicht an die politische korrektheit und das lagerdenken hält, und besonders aus seiner ecke.
hauptsache er liest gern seine eigenen artikel.
den leuten ists aber wurscht, weil die sind das längst gewöhnt.

dass der trump angeblich spinnt und spieglein an der wand super eitel ist, ist keine erklärung oder entschuldigung für den zustand der politik, dass sie keine vertrauenswürdigen kandidatInnen mehr hoch bringt.
es erklärt auch nicht, warum das wahlvolk amüsiert mit spielt.

ManOfTomorrow
09-08-2016, 22:08
[QUOTE=Robert1965;45054406]Daniel R. DePetris ("The National Interest") zur Kandidatur von Evan McMullin:
Evan McMullin, #NeverTrump's Pointless Desperation Candidate (http://nationalinterest.org/feature/evan-mcmullin-nevertrumps-pointless-desperation-candidate-17281)[/QUOTE]
Jep, ziemlich sinnfrei, dass man jetzt (weniger als 3 Monate vor der Wahl) einen praktisch vollkommen unbekannten Alternativ-Kandidaten ins Rennen schickt. :nein:
Mal sehen, in wie vielen Bundesstaaten er überhaupt auf dem Wahlzettel stehen wird ... :rolleyes:

Proteus
09-08-2016, 22:38
[QUOTE=hans;45056532]...

dass der trump angeblich spinnt und spieglein an der wand super eitel ist, ist keine erklärung oder entschuldigung für den zustand der politik, dass sie keine vertrauenswürdigen kandidatInnen mehr hoch bringt.
es erklärt auch nicht, warum das wahlvolk amüsiert mit spielt.[/QUOTE]

Ich denke mal, weil es bei dem US-Wahlkampf in vielen Kreisen der Bevölkerung schon lange nicht mehr wirklich um die Präsentation realistischer Wahlprogramme geht.
Mehr um den Entertainmentfaktor des jeweiligen Kandidaten (den kann man Trump nicht absprechen) und darum, der jeweiligen Zuhörerschaft der Wahlkmapfveranstaltung das Gefühl zu vermitteln "derist einer von uns" (was Trump ja offenbar zumindest bei den Mitgliedern der Republikaner im genügenden Maße gelungen ist)
Und natürlich um die Schmierenkampagnen gegen andere Kandidaten

1Live
09-08-2016, 22:55
[QUOTE]Donald Trump hat in einer Rede nahegelegt, jemand müsse auf Hillary Clinton schießen. Seine Worte waren offenbar bewusst zweideutig gewählt, die Empörung in den sozialen Medien ist groß.[/QUOTE]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-fabuliert-ueber-schuesse-auf-hillary-clinton-a-1106905.html

Was ein Ehrenmann, aber wahrscheinlich war es wieder "witzig" gemeint oder er ist nur der auf der Maus ausgerutscht.

ManOfTomorrow
09-08-2016, 23:01
[QUOTE=1Live;45057495]http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-fabuliert-ueber-schuesse-auf-hillary-clinton-a-1106905.html

Was ein Ehrenmann, aber wahrscheinlich war es wieder "witzig" gemeint oder er ist nur der auf der Maus ausgerutscht.[/QUOTE]
Gäääääääääääääääääähn ... das ist allerhöchstens eine äußerst vage Andeutung. :gähn:

Igge6
10-08-2016, 00:42
Ich war mir sicher, dass wir das Schlimmste noch nicht erreicht hatten... Dass es so schnell so widerwertig und pervers werden koennte haette ich nicht geglaubt... :kater::fürcht::kater:

Wer das noch entschuldigt oder verharmlost, der hat wirklich nichts begriffen. :q::q::q:

sirius
10-08-2016, 01:42
Der Mann ist gemeingefährlich. Ich weiß gar nicht, wieviele Beweise die amerikanische Bevölkerung noch braucht und wie überhaupt jemand in Erwägung ziehen kann, den zu wählen. Alleine dass der überhaupt so weit gekommen ist, ist jetzt bereits eine Schande für Amerika.

Plumpaquatsch
10-08-2016, 02:52
Wenn Trumps Fantasie wahr werden würde, wäre dann Sanders der Gegenkandidat?
Und wie würde das Duell ausgehen?

AmyFarrahFowler
10-08-2016, 02:53
[QUOTE=sirius;45057996]Der Mann ist gemeingefährlich. Ich weiß gar nicht, wieviele Beweise die amerikanische Bevölkerung noch braucht und wie überhaupt jemand in Erwägung ziehen kann, den zu wählen. Alleine dass der überhaupt so weit gekommen ist, ist jetzt bereits eine Schande für Amerika.[/QUOTE]

:d:
so true

Orbitoz
10-08-2016, 08:13
[QUOTE=ManOfTomorrow;45057530]Gäääääääääääääääääähn ... das ist allerhöchstens eine äußerst vage Andeutung. :gähn:[/QUOTE]Vage Andeutung?

[QUOTE]“If she gets to pick her judges, nothing you can do, folks,” Trump said with a shrug at a rally here after accusing Clinton of wanting to strip Americans of their gun rights. He paused, then softly offered a postscript: “Although the Second Amendment people, maybe there is, I don’t know.” (The Washington Post (https://www.washingtonpost.com/politics/from-trumps-controversial-words-a-pattern-outrage-headlines-and-then-denial/2016/08/09/4feadec0-5e71-11e6-8e45-477372e89d78_story.html?hpid=hp_hp-top-table-main_trump9p%3Ahomepage%2Fstory))[/QUOTE]

Der Mann schafft es, mit solchen Zündeleien die Schlagzeilen zu dominieren. Einige jubeln ihm dabei zu, andere schütteln den Kopf, wiederum andere relativieren sofort: "war sicher nicht so gemeint!". Wie war es dann sonst gemeint?

Dass der US-Wahlkampf mit vergleichsweisen harten Bandagen ausgefochten wird, ist nichts Neues. Aber was Trump da mittlerweile abliefert, ist unter aller Sau - und brandgefährlich. Irritierend finde ich, dass es offenbar auch hier Leute gibt, die bereit sind, dem Typen die Stange zu halten und das mit einer Reihe von klassischem "whataboutism" ("Clinton hat aber auch! Clinton ist auch nicht besser!") "begründen".

Orbitoz
10-08-2016, 08:26
[QUOTE=sirius;45057996]Der Mann ist gemeingefährlich. Ich weiß gar nicht, wieviele Beweise die amerikanische Bevölkerung noch braucht und wie überhaupt jemand in Erwägung ziehen kann, den zu wählen. Alleine dass der überhaupt so weit gekommen ist, ist jetzt bereits eine Schande für Amerika.[/QUOTE]Meine Rede. Vielleicht dämmert es ja mittlerweile dem einen oder anderem GOP-Wähler, wie brandgefährlich dieser Trump auch für die eigene Partei ist. Mit seinen Parolen bedient er eine laute (und zuweilen militante) Minderheit der Unzufriedenen - und bleibt so, quasi zum Nulltarif - konstant in den Schlagzeilen. Clever? Vielleicht. Aber was ist, wenn sich irgendein Idiot tatsächlich berufen/ermutigt fühlt, ein Anschlag auf HRC (oder auf jemanden aus ihrer Entourage) auszuüben, sich dabei auf Trump und den zweiten Verfassungszusatz beruft?

Wenn in der GOP noch ein letzter Funken von Würde vorhanden ist, dann sollen sie sich schleunigst von diesem "Kandidaten" trennen. Ich dachte, dass nach Bush jr. (plus Chenney, Rice, Wolfowitz und Rumsfeld) der Niveau-Limbo nicht mehr weiter gehen kann - aber ich habe mich getäuscht.

reddevil
10-08-2016, 08:27
Trump :ko: Der schaffts echt noch das ich für Hillary bin :rolleyes:

Orbitoz
10-08-2016, 08:47
[QUOTE=reddevil;45058320]Trump :ko: Der schaffts echt noch das ich für Hillary bin :rolleyes:[/QUOTE]Och, das war doch "nur" eine "äusserst vage Andeutung" ;) FHQSquad-Dingsbums und seine Sekundanten werden uns sicher noch darüber aufklären, wie das gemeint war und uns mit sachlich fundierten Analysen, bequellt abseits der üblichen Lügenpresse, beglücken (vornehmlich irgendwelche Blogs, YT-Clips, FB-Postings und das unbestechliche, immer wahre und objektive RT/Ruptly) :d:

Und ich weiss auch schon, wie ungefähr die Argumentation ausfallen wird:

- Clinton tötete Menschen (Drohnenkrieg!), Trump nicht
- Clinton steht für das "Establishment" (Trump nicht?)
- Clinton ist verlogen (während Trump eine Quelle der Wahrheit ist)
- Clinton ist Machtbesessen und Überehrgeizig (Trump ist natürlich die Selbstlosigkeit in Person)
- Clinton kann nicht mit E-Mails umgehen (halt typisch Frau und Technik)
- Trump hat nichts gegen Ausländer, aaaaber...
- Trump muss man zuhören, weil er unangenehme(!) Wahrheiten(!!) ausspricht
- Trump kann als Manager ein Land besser führen als ein Politiker (hat aber sicher nichts mit neokonservativem Gedöns am Hut, neinnein, natürlich nicht...)
- Trump ist kein Rassist (Beweise! Her damit!)
- Trump ist gar nicht so schlimm...
- ...Clinton aber schon!
- ...

Igge6
10-08-2016, 08:53
[QUOTE=reddevil;45058320]Trump :ko: Der schaffts echt noch das ich für Hillary bin :rolleyes:[/QUOTE]

Das musst Du gar nicht. Genau wie der Grossteil der Amerikaner das nicht muss.

"NO TRUMP" reicht vollkommen. ;)

reddevil
10-08-2016, 09:31
[QUOTE=Igge6;45058357]Das musst Du gar nicht. Genau wie der Grossteil der Amerikaner das nicht muss.

"NO TRUMP" reicht vollkommen. ;)[/QUOTE]

hm. meinste? :kopfkratz

Orbitoz
10-08-2016, 09:40
[QUOTE=Igge6;45058357]Das musst Du gar nicht. Genau wie der Grossteil der Amerikaner das nicht muss.

"NO TRUMP" reicht vollkommen. ;)[/QUOTE]

- "Ich wähle Trump, weil er sowieso nicht gewählt wird. So aus Protest gegen die da Oben halt"
- "Ich bin für Trump, weil er als Amerikaner endlich mal etwas gegen die Anti-Russische Stimmung macht (für welche ja Clinton in persona steht!)"
- "Ich finde es Scheisse, dass nur über Trumps Frisur gewitzelt wird. Dass HRC nicht zu ihrer beschi.... Brille steht und das nicht thematisiert wird, sagt doch alles"
- "Ich bin für Trump, weil er alles anders und besser machen wird"
- "Trump ist der neue Kennedy!"
- "Es kann gar nicht schlimmer werden mit Trump als es schon ist"
- "Trump ist das kleinere Übel"
- "Trump wird von allen(!) immer(!!) missverstanden und falsch zitiert"
- "Trump ist gar nicht so blöd wie er tut; Clinton ist viel blöder"
- "Ich wähle Trump, weil er mein Basketball-Team unterstützt. Seine politischen Dinge sind mir egal"
- "Bei Trump besteht die Hoffnung, dass er McVeigh posthum begnadigt"
- "Trump steht zu seinem Reichtum. Clinton nicht"
- "Trump mag Hamburger. Ich auch. Ich hasse Veganer. Er auch!"
- "Die Töchter von Trump sehen besser aus als die kleine Clinton-Brillenschlange"
- "Gibt es einen Trump-Tower? Ja! Gibt es einen Clinton-Tower? Nein. Und das ist gut so, letzterer gehörte in die Luft gesprengt"
- "Clinton hat nicht auf meine Postkarte reagiert. Die ist sowas von arrogant."
- "Eine Frau im Oval-Office? Geht gar nicht!"
- "Die hat doch sicher gekifft!"
- "Ich war nie für Bill, aber der tut mir jetzt schon leid"
- "Hat die Clinton keinen richtigen Modeberater?"
- "Die gibt zu viel Geld aus für ihre Klamotten; alles in Europa gekauft!"
- "Trump hat schon eine Yacht. Bei der Clinton müssen wir Steuerzahler das bezahlen!"

(Ausschnitte, zugegebenermassen willkürlich zusammengestellt, aus ein paar pro-Trump-Foren)

Robert1965
10-08-2016, 09:43
Vom 4. bis 7. August fand der Parteitag der Green Party statt : Jill Stein ist jetzt offiziell Präsidentschaftsbewerberin

http://www.inquisitr.com/3391857/jill-stein-5-positions-green-party-candidate-believes-do-you-agree-with-third-party-candidates-views/

Igge6
10-08-2016, 09:45
@Orbitoz: Und das sagt mir jetzt genau was? :kopfkratz

Robert1965
10-08-2016, 09:48
Manchmal wird Gary Johnson sogar in der deutschen Presse bemerkt

"Trierischer Volksfreund":
US-Wahlkampf: Gary Johnson der unabhängige Präsidentschaftskandidat (http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themen/ausland/Ausland-US-Wahlkampf-Gary-Johnson-der-unabhaengige-Praesidentschaftskandidat;art529903,4515672)

Orbitoz
10-08-2016, 10:05
[QUOTE=Igge6;45058473]@Orbitoz: Und das sagt mir jetzt genau was? :kopfkratz[/QUOTE]Och, ich habe nur auf ein paar pro-Trump-Seiten in den Tiefen des Netzes grad etwas Zeit vertrödelt (und sozusagen im Trüben gefischt).

Eigentlich warte ich ja nur darauf, bis uns die pro-Trumpisten und anti-Clintonisten endlich erklären, weshalb Trump alles was er sagt, nicht so meint und weshalb man Clinton nicht wählen sollte ;)

Die Hoffnung auf einen unabhängigen Kandidaten (bzw. Kandidatin) wie Jill Stein oder Gary Johnson ist m.E. illusorisch - ebenso wie der no-name-ex-CIA-Typ der Republikaner. Wenn schon, dann müsste die GOP ein politisches Schwergewicht aus ihren eigenen Reihen nachnominieren. Das scheint aber mittlerweile auch nicht mehr allzu realistisch zu sein. Die Rep-Kandidaten für den Senat/Kongress konzentrieren und positionieren sich offenbar abseits von Trump - betreiben also mehr oder weniger offen eine Art Schadensbegrenzung um nicht ganz unterzugehen.

Igge6
10-08-2016, 10:10
O.K. war nur nicht sicher, warum Du mich zitiert hattest dafür. :D

Orbitoz
10-08-2016, 10:15
[QUOTE=Igge6;45058532]O.K. war nur nicht sicher, warum Du mich zitiert hattest dafür. :D[/QUOTE]Ich brauchte eigentlich nur eine Art "Aufhänger" - sorry dass ich ausgerechnet Dein Posting dazu missbraucht habe. Ich hätte wohl besser eines von Robert1965, dem erklärten Anti-Clintonisten (und "USA.Ist.Böse"-Protagonisten), genommen.

ManOfTomorrow
10-08-2016, 10:25
[QUOTE=Orbitoz;45058318]Wenn in der GOP noch ein letzter Funken von Würde vorhanden ist, dann sollen sie sich schleunigst von diesem "Kandidaten" trennen.[/QUOTE]
Die GOP soll sich von dem Kandidaten trennen? Du bist ein Scherzkeks ... die GOP-Convention hat ihn gerade vor 2 Wochen nominiert. :zahn:

Seid doch froh, dass Trump sich entlarvt ... das erhöht die Chancen für Hillary, die Wahl trotz desolater Beliebtheit zu gewinnen.
Trump hat es natürlich andererseits einfach, sich zu rechtfertigen: die Establishment-Mainstream-Medien haben sich gegen ihn verschworen.

Orbitoz
10-08-2016, 11:16
[QUOTE=ManOfTomorrow;45058570]Die GOP soll sich von dem Kandidaten trennen? Du bist ein Scherzkeks ... die GOP-Convention hat ihn gerade vor 2 Wochen nominiert. :zahn:[/QUOTE]So "scherzkeksig" ist das IMHO nicht. Gab es in der Vergangenheit nicht mal das "Phänomen" der sog. "Dixiecrats" und später der "American Independent Party", welche kurzfristig, eigene, ursprünglich den Demokraten angehörige Kandidaten aufstellten (Thurmond oder Wallace z.B.) - unabhängig des Entscheides einer Convention und somit in Konkurrenz zu ihrer "eigenen" Partei standen? So ungewöhnlich finde ich das jedenfalls nicht. Das US-amerikanische Parteisystem ist IMHO nicht vergleichbar mit demjenigen, wie wir es uns gewohnt sind. So starr und unflexibel dieses "Zweiparteiensystem" aus unserer Optik vielleicht wirkt, ist es nicht.

Es ist doch zur Zeit nicht von der Hand zu weisen, dass die Reps im Wahljahr 2016 vor einer veritablen Zerreissprobe stehen. Klassische Rep-Wahlstaaten wie Georgia stehen auf der Kippe, ohne dass Clinton dort gross Wahlkampf betreibt. Von Einigkeit ist auch nach der Rep-Convention keine Spur zu sehen - eher Widerwilligkeit von einigen Rep-Gouverneuren und Abgeordneten, sich dem "Trump-Train" anzuschliessen. Trump (und seine Anhänger) wittern darin eine Art "Verschwörung". Damit bereitet er das Feld für eine Art "Dolchstosslegende" im Fall einer Niederlage bereits jetzt vor.

Trump schart eine Minderheit, die allerdings sehr laut ist, hinter sich. Er inszeniert sich als eine Art "Robin Hood", "Rächer der 'Unzufriedenen'". Das ist er aber nicht (siehe sein "Wirtschaftsprogramm") - er hat nur ein "Programm": Steuerentlastung der paar oberen 10'000. "Ausländer" (bzw. was er dafür hält) "raus". "America will rule the world" (und wer nicht mitspielt, soll bezahlen oder den Zorn zu spüren bekommen). Das sind ja sehr tolle Aussichten, nicht? Passt aber prima ins Bild bzw. der Sehnsucht einiger - auch in Europa - nach einem "starken Mann", einem "Macher" (weil: die Politik ist ja eh unfähig, korrupt und was weiss ich nicht alles).

Direkte Frage an Dich: Wo siehst Du in Trumps Äusserung betreffend dem 2nd Amendment eine "vage Äusserung"? Inwiefern lässt sich das - mal ganz ohne "whataboutism" (="Clinton hat aber auch...!") erklären?

Robert1965
10-08-2016, 12:15
Die GOP soll sich vom Kandidaten trennen? Der Kandidat ist für Madame Clinton ein Gottesgeschenk

ManOfTomorrow
10-08-2016, 12:41
[QUOTE=Orbitoz;45058691]Direkte Frage an Dich: Wo siehst Du in Trumps Äusserung betreffend dem 2nd Amendment eine "vage Äusserung"? Inwiefern lässt sich das - mal ganz ohne "whataboutism" (="Clinton hat aber auch...!") erklären?[/QUOTE]
Liegt doch auf der Hand, wie man es genauso verstehen kann ...

[quote][...] The campaign says he was referencing gun-rights voter mobilization, but the remark was widely interpreted as a joke about using guns against his Democratic rival. [...]

http://www.politico.com/story/2016/08/trump-clinton-second-amendment-judges-guns-226833[/quote]

[QUOTE=Orbitoz;45058691]So "scherzkeksig" ist das IMHO nicht. Gab es in der Vergangenheit nicht mal das "Phänomen" der sog. "Dixiecrats" und später der "American Independent Party", welche kurzfristig, eigene, ursprünglich den Demokraten angehörige Kandidaten aufstellten (Thurmond oder Wallace z.B.) - unabhängig des Entscheides einer Convention und somit in Konkurrenz zu ihrer "eigenen" Partei standen?[/QUOTE]
Weniger als 3 Monate vor der Wahl sollte die GOP also einen weiteren Kandidaten aus dem Hut zaubern? Es ist in vielen Staaten überhaupt nicht mehr möglich noch auf die Wahlzettel zu kommen, war schon im Zusammenhang mit McMullin zu lesen ...

Robert1965
10-08-2016, 12:45
Robert W. Merry ("The National Interest") zur Kandidatur von Gary Johnson:
Is Gary Johnson This Election’s Next Crazy Plot Twist? 2016 might not be done being wild—and history shows he has a chance (http://nationalinterest.org/feature/gary-johnson-elections-next-crazy-plot-twist-17280)

eine ziemlich ungewöhnliche politische Mischung, die hier beschrieben wird.

[QUOTE]He describes himself as liberal on social issues and conservative on economic matters—and opposed to America’s obsessive foreign-policy adventurism of the past twenty years. This may not be the precise combination of issue positions favored by most Americans, but there are elements in his message that should play favorably with significant segments of the electorate.
...
For liberal Democrats, he offers relatively open borders, an expansive abortion policy, laissez faire attitudes on gay marriage and other social issues, support for the Equal Rights Amendment, acceptance of global warming, legalization of marijuana, a discomfort with the death penalty, and a sympathy for the Black Lives Matter movement. For traditional Republicans he offers free trade, low taxes, smaller government, curbs on the regulatory state, support for school choice and vouchers, and opposition to gun control. His objection to American foreign policy interventionism into the affairs of other nations could appeal to elements of both parties, as could his abhorrence of "crony capitalism" and other governmental activities that favor elites over ordinary Americans.
...
[/QUOTE]

hans
10-08-2016, 13:31
Johnson hört sich gut an, aber wahrscheinlich wird nur jemand gewählt, der über längere Zeit langsam der Öffentlichkeit schmackhaft und seriös gemacht wurde, oder der sich selbst entsprechend dominant präsentiert hat.

Orbitoz
10-08-2016, 13:31
[QUOTE=Robert1965;45058904]Robert W. Merry ("The National Interest") zur Kandidatur von Gary Johnson:
Is Gary Johnson This Election’s Next Crazy Plot Twist? 2016 might not be done being wild—and history shows he has a chance (http://nationalinterest.org/feature/gary-johnson-elections-next-crazy-plot-twist-17280)

eine ziemlich ungewöhnliche politische Mischung, die hier beschrieben wird.[/QUOTE]Vergiss diesen Gary Johnson. Eine Alternative könnte er vielleicht sein, aber eben: too late, no profile.

Die Ausmarchung wird zwischen Trump und Clinton stattfinden - allfällige Sprengkandidaten hin oder her - und die wird ziemlich sicher pro Clinton ausfallen. Es sei denn, die Reps reissen das Ruder noch herum um nicht in eine totale Katastrophe hineingezogen werden.

User wie MoT sehen das etwas anders. Vielleicht kann er mal erklären, weshalb ein Trump eine valable Alternative sein soll - und Du, Robert1965, kannst vielleicht nochmal darlegen, wieso man Clinton nicht wählen soll.

Miezekratz
10-08-2016, 13:33
[QUOTE=Orbitoz;45058353]Och, das war doch "nur" eine "äusserst vage Andeutung" ;) FHQSquad-Dingsbums und seine Sekundanten werden uns sicher noch darüber aufklären, wie das gemeint war und uns mit sachlich fundierten Analysen, bequellt abseits der üblichen Lügenpresse, beglücken (vornehmlich irgendwelche Blogs, YT-Clips, FB-Postings und das unbestechliche, immer wahre und objektive RT/Ruptly) :d:

Und ich weiss auch schon, wie ungefähr die Argumentation ausfallen wird:

- Clinton tötete Menschen (Drohnenkrieg!), Trump nicht
- Clinton steht für das "Establishment" (Trump nicht?)
- Clinton ist verlogen (während Trump eine Quelle der Wahrheit ist)
- Clinton ist Machtbesessen und Überehrgeizig (Trump ist natürlich die Selbstlosigkeit in Person)
- Clinton kann nicht mit E-Mails umgehen (halt typisch Frau und Technik)
- Trump hat nichts gegen Ausländer, aaaaber...
- Trump muss man zuhören, weil er unangenehme(!) Wahrheiten(!!) ausspricht
- Trump kann als Manager ein Land besser führen als ein Politiker (hat aber sicher nichts mit neokonservativem Gedöns am Hut, neinnein, natürlich nicht...)
- Trump ist kein Rassist (Beweise! Her damit!)
- Trump ist gar nicht so schlimm...
- ...Clinton aber schon!
[/QUOTE]

[QUOTE=Orbitoz;45058460]- "Ich wähle Trump, weil er sowieso nicht gewählt wird. So aus Protest gegen die da Oben halt"
- "Ich bin für Trump, weil er als Amerikaner endlich mal etwas gegen die Anti-Russische Stimmung macht (für welche ja Clinton in persona steht!)"
- "Ich finde es Scheisse, dass nur über Trumps Frisur gewitzelt wird. Dass HRC nicht zu ihrer beschi.... Brille steht und das nicht thematisiert wird, sagt doch alles"
- "Ich bin für Trump, weil er alles anders und besser machen wird"
- "Trump ist der neue Kennedy!"
- "Es kann gar nicht schlimmer werden mit Trump als es schon ist"
- "Trump ist das kleinere Übel"
- "Trump wird von allen(!) immer(!!) missverstanden und falsch zitiert"
- "Trump ist gar nicht so blöd wie er tut; Clinton ist viel blöder"
- "Ich wähle Trump, weil er mein Basketball-Team unterstützt. Seine politischen Dinge sind mir egal"
- "Bei Trump besteht die Hoffnung, dass er McVeigh posthum begnadigt"
- "Trump steht zu seinem Reichtum. Clinton nicht"
- "Trump mag Hamburger. Ich auch. Ich hasse Veganer. Er auch!"
- "Die Töchter von Trump sehen besser aus als die kleine Clinton-Brillenschlange"
- "Gibt es einen Trump-Tower? Ja! Gibt es einen Clinton-Tower? Nein. Und das ist gut so, letzterer gehörte in die Luft gesprengt"
- "Clinton hat nicht auf meine Postkarte reagiert. Die ist sowas von arrogant."
- "Eine Frau im Oval-Office? Geht gar nicht!"
- "Die hat doch sicher gekifft!"
- "Ich war nie für Bill, aber der tut mir jetzt schon leid"
- "Hat die Clinton keinen richtigen Modeberater?"
- "Die gibt zu viel Geld aus für ihre Klamotten; alles in Europa gekauft!"
- "Trump hat schon eine Yacht. Bei der Clinton müssen wir Steuerzahler das bezahlen!"

(Ausschnitte, zugegebenermassen willkürlich zusammengestellt, aus ein paar pro-Trump-Foren)[/QUOTE]

meine Güte:rolleyes:

Proteus
10-08-2016, 13:49
[QUOTE=Orbitoz;45058460]...
- "Bei Trump besteht die Hoffnung, dass er McVeigh posthum begnadigt"
...[/QUOTE]

Was für Menschen wollen daß ein Terrorist, der ein Hochhaus sprengte und dabei fast 200 Menschen tötete und mehrere hundert verletzte, posthum begnadigt wird? :ko:

Orbitoz
10-08-2016, 13:51
[QUOTE=hans;45059000]Johnson hört sich gut an, aber wahrscheinlich wird nur jemand gewählt, der über längere Zeit langsam der Öffentlichkeit schmackhaft und seriös gemacht wurde, oder der sich selbst entsprechend dominant präsentiert hat.[/QUOTE]Übliches Wahlkampfgeklimper und medial aufgebauscht - vornehmlich von einigen europäischen Medien um den Schein zu wahren, dass es sich bei Wahlen in den USA um ähnlich gestrickte Abläufe wie in Europa dreht. Dem ist aber nicht so.

Diese zuweilen sehr eurozentrische Sicht, die Welt erklären und interpretieren zu wollen - nicht selten mit unverhohlenem erhobenen, drohendem Zeigefinger ("so muss man das machen!"), führte nicht selten in katastrophale politische Sackgassen. Es wäre vielleicht angebracht, dass die hiesigen Medien das Wahl- und Demokratiesystem der USA etwas besser und umfassender beleuchten würden als dass sie auf jeden Scheiss den Trump vom Stapel lässt anspringen.

Trump ist NICHT die USA. Er spricht NICHT für DIE Amerikaner. Trump ist ein Demagoge und Populist. Er erntet, was die Tea-Party-Bewegung gesät hat (und das ist ein ziemlich brauner Acker). Bedauerlich finde ich, dass Parteien und Bewegungen mit ähnlichen Parolen auch in Europa Zuspruch finden - auch in Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Orbitoz
10-08-2016, 13:58
[QUOTE=Proteus;45059054]Was für Menschen wollen daß ein Terrorist, der ein Hochhaus sprengte und dabei fast 200 Menschen tötete und mehrere hundert verletzte, posthum begnadigt wird? :ko:[/QUOTE]Ich habe das ganz bewusst nicht verlinkt. Die Statements sind aber relativ leicht im Netz zu finden.

Und frag das mal die Verharmloser ("vage Äusserung") hier. Frag auch, weshalb sie diesen Trump unterstützen. Ich habe bislang keine schlüssige Antwort bekommen. Nur "whataboutism" - "Clinton hat aber auch!" und so. Alles Lügenpresse was einem nicht in den Kram passt?

Voltaire
10-08-2016, 13:58
[QUOTE=Orbitoz;45059059]Trump ist NICHT die USA. Er spricht NICHT für DIE Amerikaner. [/QUOTE]Der erste Satz wird so bleiben, beim zweiten kann man sich nicht sicher sein.

Orbitoz
10-08-2016, 14:04
[QUOTE=Miezekratz;45059006]meine Güte:rolleyes:[/QUOTE]Nicht zufrieden? Kritik? Was stört dich denn?

Orbitoz
10-08-2016, 14:09
[QUOTE=Voltaire;45059082]Der erste Satz wird so bleiben, beim zweiten kann man sich nicht sicher sein.[/QUOTE]Mmmmh... ich hätte ja gerne mal ein, zwei sachliche Statements von der pro-Trump-Fraktion hier. Aber da scheint nichts Substantielles zu kommen.

Ausser das übliche "der/die ist Schuld!"-Gebashe, "deshalb muss(!) man so wählen" - und irgendwelche vomhörensagen-ichmeinjanur-meinenachbarinsagt-"Argumente".

Miezekratz
10-08-2016, 14:14
[QUOTE=Orbitoz;45059059]
Trump ist NICHT die USA. Er spricht NICHT für DIE Amerikaner. [/QUOTE]

eine Aussage, die weltweit auf jeden Präsidenten/Staatsoberhaupt zutrifft, in der Vergangenheit sowie auch in der Zukunft.

Experte
10-08-2016, 14:17
Das Kalkül bei Gary Johnson ist, erst mal 15% in den Umfragen zu erreichen, um in die TV-Debatten zu kommen. Dann würde er einem breiteren Publikum bekannt. Dann hofft man, vielleicht den einen oder anderen Staat gewinnen zu können und zu verhindern, daß Trump oder Clinton die Mehrheit im Electoral College gewinnt. Somit würde die Wahl ins Repräsentatenhaus verlagert.

Ist natürlich alles äußerst unwahrscheinlich, aber zumindest eine interessante Vorstellung. :)

ManOfTomorrow
10-08-2016, 14:17
[QUOTE=Orbitoz;45059002]Vergiss diesen Gary Johnson. Eine Alternative könnte er vielleicht sein, aber eben: too late, no profile.

Die Ausmarchung wird zwischen Trump und Clinton stattfinden - allfällige Sprengkandidaten hin oder her - und die wird ziemlich sicher pro Clinton ausfallen. Es sei denn, die Reps reissen das Ruder noch herum um nicht in eine totale Katastrophe hineingezogen werden.

User wie MoT sehen das etwas anders. Vielleicht kann er mal erklären, weshalb ein Trump eine valable Alternative sein soll - und Du, Robert1965, kannst vielleicht nochmal darlegen, wieso man Clinton nicht wählen soll.[/QUOTE]
Trump ist ebenso unwählbar wie Frau Clinton. Nirgendwo habe ich behauptet, dass er eine "valable Alternative" ist.

[QUOTE=Orbitoz;45059081]Und frag das mal die Verharmloser ("vage Äusserung") hier. Frag auch, weshalb sie diesen Trump unterstützen. Ich habe bislang keine schlüssige Antwort bekommen. Nur "whataboutism" - "Clinton hat aber auch!" und so. Alles Lügenpresse was einem nicht in den Kram passt?[/QUOTE]
Die Aussage von Trump ist definitiv vage, das sieht auch die Presse so. Dass man sie zu seinen Ungunsten interpretiert, liegt wohl an seinen bisherigen Aussagen im Wahlkampf.

Robert1965
10-08-2016, 15:41
[QUOTE=Orbitoz;45059002]
...

User wie MoT sehen das etwas anders. Vielleicht kann er mal erklären, weshalb ein Trump eine valable Alternative sein soll - und Du, Robert1965, kannst vielleicht nochmal darlegen, wieso man Clinton nicht wählen soll.[/QUOTE]

Könnte ich, aber tue ich nicht:wink:

- Ich habe oft gesagt, warum ich die bewährte Kriegstreiberin Clinton (seit dem Kosovo-Krieg) für ein Übel halte und habe keine Lust mich endlos zu wiederholen. Es ist nicht meine Absicht Clinton-Fans zu bekehren. Wer mehr wissen will : nach "Diana Johnstone" und ihrem Buchtitel "Chaos-Königin" im Netz schauen.

- Ich gehöre nicht zu den "man", die den US-Präsidenten wählen.

Proteus
10-08-2016, 15:57
[QUOTE=Orbitoz;45059081]Ich habe das ganz bewusst nicht verlinkt. Die Statements sind aber relativ leicht im Netz zu finden.

Und frag das mal die Verharmloser ("vage Äusserung") hier. Frag auch, weshalb sie diesen Trump unterstützen. Ich habe bislang keine schlüssige Antwort bekommen. Nur "whataboutism" - "Clinton hat aber auch!" und so. Alles Lügenpresse was einem nicht in den Kram passt?[/QUOTE]

Trump ist ja schon mit ner Menge an unterirdischen Sachen aufgefallen ... aber an eine Aussage von ihm daß er Schritte unternehmen wolle, McVeigh freisprechen zu lassen, kann ich mich nicht erinnern.

Insofern könnte ich dazu nur den fraglichen Supporter selbst fragen, i.e. warum er auf die wahnwitzige Idee komme daß McVeigh freigesprochen werden solle .... und warum er annimmt daß die Hoffnung besteht, daß Trump das nach seiner Wahl machen werde.


Trump selber (oder irgendeinen seiner Supporter im Forum, oder anderswo) kann ich schlecht dafür verantwortlich machen daß er auch solche Nutcases anzieht
(ganz ungeachtet dessen daß ich Trump schon für seine anderen Aussagen, nicht zuletzt bezüglich der 2nd Amendment guys, für unwählbar halte ... aber das muss jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen ;) )

Orbitoz
10-08-2016, 16:41
[QUOTE=Robert1965;45059377]Könnte ich, aber tue ich nicht:wink:

- Ich habe oft gesagt, warum ich die bewährte Kriegstreiberin Clinton (seit dem Kosovo-Krieg) für ein Übel halte und habe keine Lust mich endlos zu wiederholen. Es ist nicht meine Absicht Clinton-Fans zu bekehren. Wer mehr wissen will : nach "Diana Johnstone" und ihrem Buchtitel "Chaos-Königin" im Netz schauen.

- Ich gehöre nicht zu den "man", die den US-Präsidenten wählen.[/QUOTE]Naja, ausgerechnet Diana Johnstone als "Kronzeugin" zu bemühen... dazu braucht es schon etwas Chuzpe:

[QUOTE]Quellen werden schon gar nicht bemüht, abgesehen von Rückgriffen auf bereits erschienene Biografien oder einige Veröffentlichungen aus der Feder Ms. Clintons. Stattdessen geißelt Diana Johnstone auf 243 Seiten ausschweifend die "Kriegspolitik" der USA seit Anfang der Neunzigerjahre, seit dem Ende des Kalten Krieges. Die Katastrophe in Libyen und die wachsende Gefahr eines Krieges mit Russland hätten sie alarmiert, ein Buch zu schreiben – mit der These, die Bürgerkriege dieser Welt seien von Washington angezettelt oder befeuert worden, genauer vom "militärisch-industriellen Komplex", und das allein aus höchst eigenen wirtschaftlichen Interessen. Wer sich denen nicht unterordne, werde attackiert und im Zweifel zerstört. (Böse, böser, Hillary. Deutschlandradio (http://www.deutschlandradiokultur.de/diana-johnstone-die-chaos-koenigin-boese-boeser-hillary.1270.de.html?dram:article_id=351431))[/QUOTE]

HRC als DIE Kriegstreiberin hinzustellen, folgt einer ähnlichen "Strategie", mit der Obama und sein Kabinett diskreditiert werden soll. Nämlich einer ziemlich simplen Chiffre: USA = imperial = kapitalistisch = böse. Aber, ist dem wirklich so?

Kann es nicht sein, dass gerade in Europa bei der Wahl von Obama 2008 gerade in Europa völlig überhöhte Erwartungen gestellt wurden, die kein US-Präsident je erfüllen konnte? Die Enttäuschung war insbesondere in Deutschland (und Europa) sehr gross, nachdem sich Obama und sein Kabinett eben nicht als die grossen, aussenpolitischen Erneuerer herausgestellt haben. Was man hier kaum zur Kenntnis nahm, war, dass die Obama-Administration einen ganzen Strauss von Trümmern der Bush-Administration übernehmen mussten (Afghanistan, Irak, Finanzkrise).

Obama hat sehr früh klar gemacht, dass sein Fokus nicht Prioritär in Europa/Atlantik liegen würden. Damit hat er eine desolate, aussenpolitisch nicht immer Handlungsfähige EU auf dem kalten Fuss erwischt. Das war vermutlich keine Absicht, aber wie die EU darauf reagierte, war ähnlich einem aufgescheuchten Hühnerstall - nur ohne Fuchs. Null Konzept. Aber viel Wahlkampf und Europa-Interne Probleme die nicht selten innenpolitisch und wahlkampftaktisch instrumentalisiert wurden (Euro, Griechenland...). Das war Washington mehr oder weniger egal, Obama hatte mit der Reform der Krankenversicherung und anderen innenpolitischen Auseinandersetzungen anderes zu tun als sich um die Sorgen und Nöte in Europa zu kümmern. Aber genau daraus wird ihm - und HRC - nun ein Strickt gedreht: Die USA vernachlässigen Europa, wollen mittels TTIP ihren Einfluss verstärken, gelten als "Kriegstreiber", etc. pp. - allen voran: Hillary Rodham Clinton.

Was ist davon wirklich wahr? Und was hat HRC damit zu tun? TTIP ist ein Angebot zum freien Handel. Das derartige Verhandlungen nicht öffentlich geführt werden, war bis anhin eigentlich Usanz - und es besteht auch kein Automatismus, dass wenn solche Abkommen "pfannenfertig" sind, die 1:1, quasi undemokratisch über die Köpfe hinweg umgesetzt werden. Es ist vor allem eine sehr laute Öffentlichkeit in Deutschland, die sich gegen TTIP stemmt - aber offenbar nichts dagegen hat, wenn es um ähnliche, für Deutschland um ein Vielfaches vorteilhaftere Freihandelsabkommen mit Staaten in Afrika geht. Da duckt man sich, parteiübergreifend, gerne mal weg. Was interessieren schon Fakten, wenn Emotionen viel besser zu bedienen sind.

Mit HRC hat das Alles nichts zu tun. Aber ziemlich viel mit nieder- und oberschwelligen Aversionen gegenüber den USA - und - ich lehne da mich jetzt weit aus dem Fenster raus - gerade in den Neuen Bundesländern eher ausgeprägter Kritik "am Westen", den USA sowieso und als Synonym dazu Hillary Rodham Clinton.

Sie mag nicht die grosse Sympathieträgerin sein wie seinerzeit Obama - gerade in Deutschland damals - stilisiert wurde. Aber sie dürfte wohl die bessere Präsidentin sein als eine "unguided missile" wie Trump. Nicht nur für die USA, sondern auch für die Welt.

Delphi
10-08-2016, 17:14
Es ist ziemlich offensichtlich, dass Trump die Wahl im November verlieren wird. Insofern ist es müßig, sich an seinen Aussagen festzubeißen. Es stellt sich eher die Frage, warum so viele weiße Männer ohne College-Abschluss für Trump stimmen und was die Republikaner und die Demokraten tun können, um diese Klientel besser einzubinden.

Igge6
10-08-2016, 17:22
[QUOTE=Delphi;45059699]Es ist ziemlich offensichtlich, dass Trump die Wahl im November verlieren wird. Insofern ist es müßig, sich an seinen Aussagen festzubeißen. Es stellt sich eher die Frage, warum so viele weiße Männer ohne College-Abschluss für Trump stimmen und was die Republikaner und die Demokraten tun können, um diese Klientel besser einzubinden.[/QUOTE]

Es bleibt so lange muessig, bis (In-den-Wolken-beheimatetes-Wesen-an-das-ich-nicht-glaube bewahre) sich ein Vollidiot findet, der sich berufen fühlt sich an den Aussagen zum "2nd amendment" ein Beispiel zu nehmen, und jemandem (egal ob HRC oder sonst Jemandem) das Licht auspustet.

Dann wird es eher mistig, statt muessig... :kater:

Miezekratz
10-08-2016, 17:31
[QUOTE=Orbitoz;45059557]



Kann es nicht sein, dass gerade in Europa bei der Wahl von Obama 2008 gerade in Europa völlig überhöhte Erwartungen gestellt wurden, die kein US-Präsident je erfüllen konnte?





und - ich lehne da mich jetzt weit aus dem Fenster raus - gerade in den Neuen Bundesländern eher ausgeprägter Kritik "am Westen", den USA sowieso und als Synonym dazu Hillary Rodham Clinton.

[/QUOTE]

Obama hat diese Erwartungen doch selbst befeuert, yes we can:D, er war m.M. nach der grösste Dampfplauderer im Oval-Office der jüngeren US-Geschichte. Auf der Habenseite seiner Präsidentschaft steht eine fette Null, nicht mehr und nicht weniger. Man wird sich in der Geschichte eher an seine im Taxi singende Gattin erinnern, als an ihn und seine Taten.

und zu zweiteren, lass es einfach irgenwann einmal(das rauslehnen), du hast keine Ahnung, und albern ist es obendrein!

Robert1965
10-08-2016, 17:39
Paul Ryan hat gestern die republikanische Vorwahl für den Sitz im Repräsentantenhaus gewonnen.
http://edition.cnn.com/2016/08/09/politics/paul-ryan-paul-nehlen-wisconsin-primary-results/

McCain (republikanische Vorwahl in Arizona für den Sitz im Senat) ist am 30. August an der Reihe
http://www.newsmax.com/Newsfront/john-mccain-republican-arizona-lead/2016/08/05/id/742277/

Robert1965
10-08-2016, 17:48
"Weekly Standard"-Chef William Kristol mal wieder (unfreiwillig) als Witzbold : er hat sich (nachdem er Ende Mai/Anfang Juni mit dem unbekannten David French kein Glück gehabt hatte) jetzt für den unbekannten Evan McMullin als Alternative ausgesprochen

https://twitter.com/BillKristol/status/763381678299570176

Experte
10-08-2016, 18:38
Republican Congressman Says He's Voting For Gary Johnson!

UbyPwfHdYmI

:d:

AmyFarrahFowler
10-08-2016, 18:58
[QUOTE=Orbitoz;45059081]Ich habe das ganz bewusst nicht verlinkt. Die Statements sind aber relativ leicht im Netz zu finden.

Und frag das mal die Verharmloser ("vage Äusserung") hier. Frag auch, weshalb sie diesen Trump unterstützen. Ich habe bislang keine schlüssige Antwort bekommen. Nur "whataboutism" - "Clinton hat aber auch!" und so. Alles Lügenpresse was einem nicht in den Kram passt?[/QUOTE]

Donald J. Drumpf weiss wahrscheinlich nicht mal, wer T. McVeigh ist, so doll ist es ja um seine Allgemeinbildung nicht bestellt.

AmyFarrahFowler
10-08-2016, 19:14
[QUOTE=Miezekratz;45059792]Obama hat diese Erwartungen doch selbst befeuert, yes we can:D, er war m.M. nach der grösste Dampfplauderer im Oval-Office der jüngeren US-Geschichte. Auf der Habenseite seiner Präsidentschaft steht eine fette Null, nicht mehr und nicht weniger. Man wird sich in der Geschichte eher an seine im Taxi singende Gattin erinnern, als an ihn und seine Taten.

und zu zweiteren, lass es einfach irgenwann einmal(das rauslehnen), du hast keine Ahnung, und albern ist es obendrein![/QUOTE]

Wow, just wow.
Soviel zum Thema " Du hast keine Ahnung" .
:mauer:

Mehr zu Trump:
http://billmoyers.com/story/making-donald-trump-told-journalistic-nemesis/

freddimaus
10-08-2016, 19:21
[QUOTE=Miezekratz;45059792]Obama hat diese Erwartungen doch selbst befeuert, yes we can:D, er war m.M. nach der grösste Dampfplauderer im Oval-Office der jüngeren US-Geschichte. Auf der Habenseite seiner Präsidentschaft steht eine fette Null, nicht mehr und nicht weniger. Man wird sich in der Geschichte eher an seine im Taxi singende Gattin erinnern, als an ihn und seine Taten.

und zu zweiteren, lass es einfach irgenwann einmal(das rauslehnen), du hast keine Ahnung, und albern ist es obendrein![/QUOTE]

:rotfl:

Athena
11-08-2016, 01:12
[quote=Delphi;45059699]Es ist ziemlich offensichtlich, dass Trump die Wahl im November verlieren wird. Insofern ist es müßig, sich an seinen Aussagen festzubeißen. Es stellt sich eher die Frage, warum so viele weiße Männer ohne College-Abschluss für Trump stimmen und was die Republikaner und die Demokraten tun können, um diese Klientel besser einzubinden.[/quote]

Das glaube ich nicht...ist zu früh das zu beurteilen.

Robert1965
11-08-2016, 07:23
Jonathan S. Tobin ("Commentary") hält die Zukunft der Republikanischen Partei nach einer Niederlage im November für ungewiß:
Will Trumpism Survive After Trump? (http://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/campaigns-elections/2134976-will-trumpism-survive-after-trump/)

[QUOTE]
...
With Trump now looking more and more like someone who will lead it to a disaster that may cost the GOP its congressional majorities, the question that Republicans need to be asking themselves now is how to begin salvaging what can be saved even before they are faced with the task of digging out the rubble after November. But in order to answer that, they must understand that Trumpism may well survive and perhaps flourish even if its Dear Leader goes down to defeat.

The emergence of a strong faction within the GOP fold that not only embraces Trump’s brand of isolationism, protectionism, and nativism won’t go away no matter what happens this fall. The decision of much of the Tea Party base of the party to embrace a candidate who combines extreme views on immigration and trade while simultaneously advocating big government liberalism when it comes to spending rightly puzzles conservatives.
...
The GOP may sober up after a Trump debacle—made even more likely by his latest outrage in which he seemed to joke about violence directed at Hillary Clinton—but don’t count on it. If it is to resume being the party of Reagan, it will require more than just a Clinton win. It will need a resurgence of support for conservative principles as well as some soul-searching on the part of those Republicans leaders who failed to unite to stop Trump before he sank their party. It isn’t too soon to begin the long and bitter fight to reclaim the GOP for conservatism. Unfortunately, that’s a battle whose outcome can’t be taken for granted.
[/QUOTE]

reddevil
11-08-2016, 11:23
Neuer Tag, neuer Spruch :D

http://www.heute.de/zweifelhafter-waffen-spruch-im-us-wahlkampf-clinton-warnt-vor-trump-44759842.html :Popcorn:

ManOfTomorrow
11-08-2016, 11:48
Nicht gänzlich unwahr, die zögerliche Syrien-Politik von Obama spielte dem IS mindestens stark in die Hände.

Und Skandal: Donald Trump nannte Obama bei seinem kompletten Namen! :mad: :motz: :zahn:

cobrita
11-08-2016, 12:12
Wenn man diese Aussagen bei einer Waffenmesse anhört, versteht man, wieso Trump so weit kommen konnte. :(

http://www.spiegel.de/video/donald-trump-waffenbesitzer-fuerchten-hillary-clinton-video-1696101.html

Die ticken doch nicht mehr richtig!

mark49
11-08-2016, 12:31
Die ganzen Waffen wurden gekauft, als Trump noch nicht Präsident war. Es steht nunmal im 2nd Amendment, dass Amerikaner Waffen besitzen dürfen, um damit Widerstand gegen eine Diktatur leisten zu können.

Das Verbot des Waffenbesitzes in Deutschland geht auf eine Regelung im Versailler Vertrag zurück. Es basiert nicht auf Gedanken zur öffentlichen Sicherheit, sondern es sollte z.B. die Besetzung des Rheinlandes abgesichert werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Waffengesetz_(Deutschland)#Entwicklung

Das Vernunftargument, das gerne herangeführt wird, um Waffen zu verbieten, war traditionell nie der politische Beweggrund. Es ging immer nur um die Absicherung des Staates gegen Aufstände. Das zeigt übrigens auch sehr schön die Verschärfung des Waffenrechts in RAF-Zeiten.

Igge6
11-08-2016, 12:41
Zum Glück ist er es auch jetzt noch nicht... :D

Proteus
11-08-2016, 12:54
[QUOTE=cobrita;45062847]Wenn man diese Aussagen bei einer Waffenmesse anhört, versteht man, wieso Trump so weit kommen konnte. :(

http://www.spiegel.de/video/donald-trump-waffenbesitzer-fuerchten-hillary-clinton-video-1696101.html

Die ticken doch nicht mehr richtig![/QUOTE]

Irgendwie scheinen für die interviewten Damen und Herren Aluhüte (https://de.wikipedia.org/wiki/Aluhut) die passende Kopfbedeckung zu sein ;)

fraktal
11-08-2016, 14:35
Ha, über dumme und waffengeile Amis ablästern kommt doch immer wieder gut. Kostet nix und bringt Spaß und Zustimmung.

Immerhin gab es in den USA noch keine Diktatur.
Wenn man die Möglichkeit einer Diktatur für die eigene Gesellschaft vollkommen und für immer ausschließt muss man selbstverständlich nicht weiterdenken.

Nur Nachrichten über die Türkei darf man dann nicht ansehen.

Im Übrigen, falls man sich für die Thematik wirklich mehr als auf populistischem Niveau interessiert, dann ist es durchaus erhellend in die USA-Waffensache mal etwas tiefer einzusteigen. So einfach und vor allem einheitlich wie die Qualitätsmedien hierzulande berichten ist das nämlich nicht.
Schon alleine die Übersetzungsfehler in dem verlinkten Beitrag sind für "Fehler" zu manipulativ.

hans
11-08-2016, 15:04
[QUOTE=cobrita;45062847]Wenn man diese Aussagen bei einer Waffenmesse anhört, versteht man, wieso Trump so weit kommen konnte. :(

http://www.spiegel.de/video/donald-trump-waffenbesitzer-fuerchten-hillary-clinton-video-1696101.html

Die ticken doch nicht mehr richtig![/QUOTE]

Das habe ich längst akzeptiert. Das ist das Gründungsparadigma der Vereinigten Staaten, und ohne das massive libertäre Element absolut nicht vorstellbar.
Jemand wie Trump muss genau diese Leute fürchten, wenn er übermütig wird.
Ich bin zugleich strikt dagegen, dass jemand glaubt, was für die Amerikaner gilt, müsse im Geringsten für die Europäer gelten.

Es ist aber sehr lehrreich, welch kritische Einstellung eine breite Masse der Bürger gegen die "Obrigkeit" hat. Das macht auch über viele Umwege den amerikanischen Erfolg aus.

Nur heute im digitalen Zeitalter ist das Problem der Geschwindigkeiten aufgetaucht. Die Herrschaftsmaschine hat ihr Tempo durch besseren Zugang zur Hochleistungs-IT und Big Data stark erhöht, sodass es schon zu viele Möglichkeiten gibt, kritischen Bürgern zuvor zu kommen. Was die nicht checken, ist dass sie nicht bloss Gewehre, sondern auch hervorragende Computer und freien, unzensierten Netzzugang brauchen.
Daher werden Korrekturvorgänge langsamer, und Entgleisungen (wie der Interventionismus) schneller.

Also intensivste Warnung:
Eine USA ohne das Selbstbewusstsein und die Unerschrockenheit der Waffenbesitzer wäre ein losgelassener Höllenhund aufgrund der Niedertracht einiger Eliten, die dann nichts mehr zu fürchten hätten, was ihren Interessen im Wege stünde, und alles was entgegen stünde wäre im Ausland, und das Ausland wäre noch viel mehr der Feind, den man völlig kontrollieren muss.

hans
11-08-2016, 15:16
[QUOTE=reddevil;45062699]Neuer Tag, neuer Spruch :D

http://www.heute.de/zweifelhafter-waffen-spruch-im-us-wahlkampf-clinton-warnt-vor-trump-44759842.html :Popcorn:[/QUOTE]

Ja ne,
einerseits ist das, was der Trump da erzählt, in zugespitzter und für ihn zurecht geschnitzter Form, ziemlich nahe der Weltsicht der Eurasisten, Panafrikaner, und antikolonialen Südamerikaner.
Karma is a Bitch. Jetzt kommt es auf einmal auf im Lager der Konservativen, und wird von sehr Vielen sogar akzeptiert, grade dort wo der Konservativismus noch nicht völlig korrumpiert ist.

Und andererseits funktionieren da einige der Argumente, obwohl rein sachlich viel unrichtig ist, weil nämlich die Aussenpolitik der demokratischen Präsidenten sehr weit weg von links, sozial, etc. ist.
Mittlerweile haben auch schon viele US Bürger den Eindruck, dass all diese humanitären Begründungen eher verlogen und bigott sind, wenn sie sich die Nebeneffekte anschauen.

Proteus
11-08-2016, 15:24
[QUOTE=fraktal;45063319]Ha, über dumme und waffengeile Amis ablästern kommt doch immer wieder gut. Kostet nix und bringt Spaß und Zustimmung.

Immerhin gab es in den USA noch keine Diktatur.
Wenn man die Möglichkeit einer Diktatur für die eigene Gesellschaft vollkommen und für immer ausschließt muss man selbstverständlich nicht weiterdenken.

Nur Nachrichten über die Türkei darf man dann nicht ansehen.

Im Übrigen, falls man sich für die Thematik wirklich mehr als auf populistischem Niveau interessiert, dann ist es durchaus erhellend in die USA-Waffensache mal etwas tiefer einzusteigen. So einfach und vor allem einheitlich wie die Qualitätsmedien hierzulande berichten ist das nämlich nicht.
Schon alleine die Übersetzungsfehler in dem verlinkten Beitrag sind für "Fehler" zu manipulativ.[/QUOTE]

Gegen die amerikanische Armee mit ihren Panzern, Jets und Drohnen, werden die ganzen Waffen recht wirkungslos sein, sollte es tatsächlich mal zu einer Diktatur kommen ;)

Dazu kommt noch daß das 2nd Amendment nicht so ganz klar ist wer nun eigentlich Waffen besitzen darf ... wirklich jeder Amerikaner, oder doch nur Mitglieder geordneter Bürgermilizen

hans
11-08-2016, 15:24
[QUOTE=Proteus;45062992]Irgendwie scheinen für die interviewten Damen und Herren Aluhüte (https://de.wikipedia.org/wiki/Aluhut) die passende Kopfbedeckung zu sein ;)[/QUOTE]
Ist eher eine gewisse Bequemlichkeit, in der sie sich eingerichtet haben, eine altmodisch gewordene Ecke des libertären Konservativismus, und worin bisher zu wenig heraus gefordert wurden, um sich weiterzuentwickeln.
Dann halten sich auch religiöse und sonstige Narrative, die irgendwann irgendwie als Ersatz sachlichen Wissens funktioniert haben.
Das geht langsam, aber Jugend und geistige Mobilität durch digital age haben auch in dieser Ecke einigen Einfluss, wenn auch mit seltsamen Umwegen und Roundtrips.

hans
11-08-2016, 15:28
[QUOTE=Proteus;45063469]Gegen die amerikanische Armee mit ihren Panzern, Jets und Drohnen, werden die ganzen Waffen recht wirkkungslos sein, sollte es tatsächlich mal zu einer Diktatur kommen ;)

Dazu kommt noch daß das 2nd Amendment nicht so ganz klar ist wer nun eigentlich Waffen besitzen darf ... wirklich jeder Amerikaner, oder doch nur Mitglieder geordneter Bürgermilizen[/QUOTE]
Das ist zwar die kurzfristige Überlegung, aber in Wirklichkeit liefe es darauf hinaus, dass das amerikanische Volk zerstört wird, und hunderttausend Privilegierte über ein Heer von Kampf- und Arbeitsrobotern (fliegend rennend schwimmend) herrschen, die auf der ganzen Welt zugange sind.

Ob das wirklich funktionabel und nachhaltig sein kann, oder von denen so gesehen würde, ist eher fragwürdig.

Zimmer101
12-08-2016, 01:15
^^ verbringe ja auch viel Zeit damit, im IOFF (und ähnlichen Seiten) abzuhängen. Aber das kann irgendwo nicht angehen, dass so ein Entwurf zu einer konkreten Bedrohung wird....

Es spricht der Substanz Hohn, welche die amerikanische Gesellschaft immernoch (nach wie vor) inne hat....

gruss... :)

mark49
12-08-2016, 07:21
So Leute, was hat der böse Donald über Nacht wieder alles angestellt? Gleich mal die News checken...

reddevil
12-08-2016, 07:22
[QUOTE=mark49;45066796]So Leute, was hat der böse Donald über Nacht wieder alles angestellt? Gleich mal die News checken...[/QUOTE]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-was-er-im-fall-einer-wahlniederlage-machen-wuerde-a-1107304.html :D

ManOfTomorrow
12-08-2016, 08:37
[QUOTE=mark49;45066796]So Leute, was hat der böse Donald über Nacht wieder alles angestellt? Gleich mal die News checken...[/QUOTE]
Also Hillary will jedenfalls "gut bezahlte Jobs, Steuervereinfachungen für kleine Betriebe und öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung" - paradiesisch! :D

Es fehlen nur noch Weltfrieden und Freibier für alle. ;)

Robert1965
12-08-2016, 08:54
Erst mal gibt es im nächsten Jahr den Friedensnobelpreis für Clinton. Im übernächsten Jahr kann für den Weltfrieden gebombt werden.

TinaK.
12-08-2016, 08:54
Jedes mal wenn ich Trump reden hör kommt es mir vor als erlebe ich das Experiment "die Welle" live. Ubrigens erinnert mich Trump immer etwas an Gauland: hab ich so nicht gesagt, hab ich so nicht gemeint, war nur ein Scherz, wurde falsch verstanden..... Ach und Lügenpresse.Ansonsten viel bla bla, gefährliches halbwissen, Hetze und schuld sind am Ende immer die anderen.
:rolleyes:

cos
12-08-2016, 09:05
...alles derartig unerfreulich, was dieses Mal bei Denen abläuft, zum Brechen.
Bäh.
Übel.

ManOfTomorrow
12-08-2016, 09:34
Diverse US-Medien wollen an die Scheidungsunterlagen von Trump anno 1990 herankommen um herauszufinden, ob er von seiner Ex-Frau des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde.

[quote]News organizations are requesting that the New York Supreme Court unseal records from Donald Trump’s 1990 divorce with Ivana Trump in an effort to determine whether the Republican nominee was accused of sexual assault by his ex-wife. [...]

http://www.politico.com/story/2016/08/outlets-seek-to-unseal-trumps-1990-divorce-records-226942[/quote]

sirius
12-08-2016, 11:03
[QUOTE]"Look, all I do is tell the truth. I'm a truth teller. All I do is tell the truth," Trump told CNBC News.[/QUOTE]

Hat mark ihn schon wieder für seine Rhetorik abgefeiert? :D

Proteus
12-08-2016, 11:11
[QUOTE=ManOfTomorrow;45067022]Diverse US-Medien wollen an die Scheidungsunterlagen von Trump anno 1990 herankommen um herauszufinden, ob er von seiner Ex-Frau des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde.[/QUOTE]

Würden die Medien das gerne?
Ist denn auch ne Chance da, daß die Gerichte das auch machen werden?

Ich mag mich da zwar irren, aber Scheidungsprozesse klingen für mich nach rein privatrechtlichen Angelegenheiten, in welchen auch in den USA die Gerichte nicht einfach (ohne Einverständnis der beiden Beteiligten) irgendwelchen Reportern Einsicht in die Akten gewähren dürfen ... auch dann nicht wenn einer der Beteiligten prominent oder gar Präsidentschaftskandidat ist.

hans
12-08-2016, 14:34
[QUOTE=TinaK.;45066951]Jedes mal wenn ich Trump reden hör kommt es mir vor als erlebe ich das Experiment "die Welle" live. Ubrigens erinnert mich Trump immer etwas an Gauland: hab ich so nicht gesagt, hab ich so nicht gemeint, war nur ein Scherz, wurde falsch verstanden..... Ach und Lügenpresse.Ansonsten viel bla bla, gefährliches halbwissen, Hetze und schuld sind am Ende immer die anderen.
:rolleyes:[/QUOTE]

Die Verbindungen im Hintergrund sind für uns nicht so klar, aber Insider in den USA müssten eigentlich im klaren sein, wenn da eine faschistische Maschine im Anlaufen wäre.

Ich halte ihn eher für einen reaktionären Onkel, der bisher hauptsächlich seine Geschäfte und seinen Clan im Kopf hatte, bar jeder tieferen Ideologie, und im Alter sein Ego und Eitelkeit noch vervielfacht.
Für die Art "Führer" fehlt mir die ideologische Radikalisierung. Ich halte das Ganze für Gepöbel mit wenig ernsthafter Struktur. Reaktionär kann man durchaus vom Instinkt her sein.
Und wer im Rücken von hinten schubsen will, das klappt auch nicht so gut, weil um da mitzumachen, müsste er intensivste Verpflichtungen eingehen, und weiters zu gigantischen Risiken bereit, die ein Geschäftsmann niemals unternimmt.
Der deutsche Führer war wohl der schlechteste Geschäftsmann Europas. Der wollte Maler werden und hat auch das nicht auf die Reihe gekriegt. Der kam aus keinem Business. Ohne das begeisterte Team im Hintergrund war der gar nix.
In kurz, die Ideologisierung kommt von den Tea Parties etc. aber nicht von einem Trump. Der wird nicht das Biotop platt machen, von dem er lebt.