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Lilith79
18-08-2016, 15:58
[QUOTE=cassy30;45091570]ich hab's, ehrlich gesagt, noch nicht genau gelesen - bin noch nicht lange zu hause und schon wieder auf dem sprung. ich lese heute abend nach. :)[/QUOTE]

Danke :)

[QUOTE=cassy30;45091570]
es gab schon etliche berichte über bedrohungen und mißhandlungen von frauen, andersgläubigen und anderen minderheiten wie z.b. ganz speziell homosexuelle innerhalb von flüchtlingsheimen.
hab ich schon mehrmals eingestellt, interessiert aber keinen so wirklich. [/quote]

Wenn ich so was lese, dann werde ich tatsächlich besorgt, aber nicht um mich, sondern um Minderheiten, Andersgläubige und Homosexuelle Flüchtlinge innerhalb von Flüchtlingsheimen.
Eine Minderheiten ist im Prinzip erstmal jeder. Ein Moslem ist eine andersgläubige Minderheit in Deutschland. 2 Christliche Flüchtlinge in einem Flüchtlingsheim mit ansonsten 200 Muslimen sind eine schutzbedürftige Gruppe innerhalb Deutschlands und innerhalb dieses Flüchtlingsheim.

Und das erhöht bei mir sehr stark das Bedürfnis Parteien zu wählen, die den Schutz und die Rechte von Minderheiten und Schutzbedürfnis sehr sehr wichtig nehmen und das durch Worte, Taten und ihr Wahlprogramm zum Ausdruck bringen.

Es erhöht bei mir auch den Wunsch die Initiative zur Erweiterung von Artikel 3 des Grundgesetzes stäreker zu unterstützen:
http://www.artikeldrei.de/argumente/gleichbehandlungsgrundsatz/der-erweiterte-art-3-gg-soll-kuenftig-heissen/
(die es übrigens seit 2009 gibt und die übrigens führend von der CDU ebenfalls seit 2009 blockiert wird, die meisten CDUler finden das nämlich unnötig...dass sich zu dieser Situation ausgerechnet von Seiten der AfD eine Verbesserung ergibt, halte ich für komplett ausgeschlossen)

Und das erhöht bei mir den Wunsch von Politikern regiert zu werden die nicht selbst gegen irgendwelche Minderheiten Stimmung machen.

Wenn es in einer sehr diversen Gesellschafte (die wir de-facto einfach schon lange sind, selbst wenn man ab jetzt sofort nie mehr einen einzigen neuen Ausländer ins Land lassen würde, dann wären wir das trotzdem) sehr viele verschiedene Gesellschaftsgruppen und Minderheiten gibt, dann finde ich einen Fokus auf Minderheitenschutz eben um so wichtiger. Egal für wen. Es ist ja glaub auch bei vielen Menschen so eine Vorstellung in den Köpfen verankert, dass man Minderheiten primär vor Mehrheiten schützen muss und außerdem, dass Minderheiten irgendwie so ne homogene Gruppe sind, die alle gleich ticken, aber das hat ja mit der Realität nix zu tun. Grad Homosexuelle bzw. heutzutage in erweiteter Form GLBT?????? (da gibts glaub inzwischen noch 25 andere Buchstaben :D ) sind da ein gutes Beispiel, das ist so eine heterogene Gruppe. Im Prinzip hat man da erstmal nix mit nem anderen Menschen gemeinsam außer dass der zufällig auch als irgendeine "Minderheit im Bezug auf sexuelle Identität" gilt.
Und diese ganzen Mensche sind natürlich auch keineswegs automatisch besonders tolerant. Ich war vor 20 Jahren 1x auf nem kleinen CSD und bin fast wahnsinnig geworden. Schwule Männer vor einem die frauenfeindliche Sprüche ablassen , burschikose Lesben, die über feminine Lesben lästern. Während man ja übrigens grade für Toleranz auf der Strasse demonstriert. Wobei ich den Eindruck habe, das ist inzwischen schon (ein bisschen?) besser geworden mit der Toleranz innerhalb der "Community", es wird aber inzwischen sicher auch schon wieder erschwert, dass von außen so viele neue Gruppen dazu gezählt werden.
Und so wird das in jeder "Minderheit" aussehen, was halt dazu führt, dass man Minderheiten vor allem schützen muss, auch vor anderen Minderheiten.

[QUOTE]
warum denkst du, die leute ändern sich, wenn sie irgendwann in eine wohnung umziehen?
[/QUOTE]

Die Vorurteile in den Köpfen der Menschen ändern sich natürlich nicht, aber ich denke schon dass die Gewaltbereitschaft sinkt, wenn man nicht zusammengepfercht mit lauter anderen in einem Flüchtlingsheim wohnen muss. Und ob mein neuer Nachbar homophob ist, das seh ich dem eh nicht am Namen oder an der Religion an, das kann nämlich JEDER sein. Wenn ich Pech hab zieht Beatrice von Storch neben mir ein :hair: ;)
Ich weiß auch heute nicht wieviele meiner Nachbarn homophob sind. Ich wohne auf dem Dorf wo traditionell auch eher konservativ gewählt wird. Nazis hats hier auch (übrigens auch nen schwulen Alt-Nazi :rolleyes: ).

Ich wohne übrigens auch seit einem Jahr schräg gegenüber von einem kleinen Flüchtlingsheim. Das hat seit einem Jahr ausgesprochen wenig Auswirkungen auf mein Leben und die positiven und negativen halten sich da absolut die Waage.
Leid tun mir die Leute da trotzdem, die hocken da seit nem Jahr fest, in so ner Turnhalle, da fragt man sich auch in was und wie die sich eigentlich integrieren sollen. Trotzdem haben sie es sicher besser als irgendwelche Flüchtlinge die in überfüllten Großstadt-Flüchtlingsheimen in Brennpunkten wohnen müssen. Und ich denke langfristig gesehen, haben sie auch bessere Chancen auf Integration als Flüchtlinge in vielen Großstädten, es geht bloß viel zu langsam alles. Deswegen sehe ich Frau Merkels Flüchtlingspolitik auch sehr sehr kritisch, sie ist einfach extrem unfair gegenüber so ziemlich jedem den man sich nur vorstellen kann.

Miezekratz
18-08-2016, 16:22
[QUOTE=Mausophon;45091436]Genau. Aufm Sofa chillen, Chips fressen, das Köpfchen schonen, sich keine Gedanken machen, sich nicht zu dem äußern, was man will und sich einfach darauf verlassen, dass andere dafür sorgen, dass Bier und Burger in gewohnter Quantität fließen.
Und dann jammern, dass die "etablierten Parteien" einem nicht recht machen und Protestwähler spielen.[/QUOTE]

du hast ja eine tolle Meinung von den Schweizern:hair:

sich in Deutschland für etwas zu engagieren, das nicht den politischen VORGABEN entspricht, ruft heutzutage Kahane, Maaß etc. auf die Bildfläche, im besten Fall hat man einen Pflasterstein in der Scheibe. Demos...braunes Pack, Volksabstimmung...ihr seid zu dumm, Gesprächsrunden...aber nicht mit denen.
Die Politik verweist auf "Wahlen", in Denen man seine Meinung kund tuen kann. Und was macht man, wenn für einen mittlerweile alles unwählbar wird, dagegen Protestieren, mit einem Kreuz auf dem Schein, eine andere Möglichkeit gibt es in Deutschland nicht.

Und weil hier immer mantramäßig auf der Argumentationsl:rolleyes:sigkeit der AfD Wähler rumgeritten wird, vieleicht erklären mir einmal die User aus der roten,linken und grünen Ecke hier, warum irgendjemand diese Parteien wählen soll, was da so tolles im Programm steht was letztendlich auch umgesetzt wurde, etwas was mich überzeugt??? (aber ich ahne schon...)

Miezekratz
18-08-2016, 16:35
[QUOTE=Lilith79;45091702].. 2 Christliche Flüchtlinge in einem Flüchtlingsheim mit ansonsten 200 Muslimen sind eine schutzbedürftige Gruppe innerhalb Deutschlands und innerhalb dieses Flüchtlingsheim...

[/QUOTE]

könntest du mir das einmal etwas näher erklären, wieso sind Christliche Flüchtlinge gegenüber Muslimen perse schutzbedürftig, was möchstet du damit implizieren??? Wird hier davon ausgegangen, das muslimische Flüchtlinge eine Gefahr für christliche Flüchtlinge darstellen....eine Verallgemeinerung???...Rassismus???
Und wenn dem so wäre, wieso dann nur für Flüchtlinge, und nur in Flüchtlingsheimen. Stellen dann nicht auch 200 Muslime auf der Domplatte eine Gefahr für zwei Christen am Hauptbahnhof dar, sind die dann nicht auch eine schutzbedürftige Gruppe???
Der offizielle Sprech unserer Regierung ist jedenfalls ein Anderer!!!

Mausophon
18-08-2016, 18:30
[QUOTE=Miezekratz;45091802]du hast ja eine tolle Meinung von den Schweizern:hair:[/QUOTE]

Was für Schweizer? Was hat meine Antwort auf Marks Wunsch, sich aus allem herauszuhalten, mit Schweizern zu tun?

[QUOTE=Miezekratz;45091802]sich in Deutschland für etwas zu engagieren, das nicht den politischen VORGABEN entspricht, ruft heutzutage Kahane, Maaß etc. auf die Bildfläche, im besten Fall hat man einen Pflasterstein in der Scheibe. Demos...braunes Pack, Volksabstimmung...ihr seid zu dumm, Gesprächsrunden...aber nicht mit denen.
Die Politik verweist auf "Wahlen", in Denen man seine Meinung kund tuen kann. Und was macht man, wenn für einen mittlerweile alles unwählbar wird, dagegen Protestieren, mit einem Kreuz auf dem Schein, eine andere Möglichkeit gibt es in Deutschland nicht.[/QUOTE]

Sich in Deutschland für etwas zu engagieren, das nicht den Sonderinteressen bestimmter Bevölkerungsteile entspricht, ruft heutzutage Frau Kepetry, Herrn Gauland etc. auf die Bildfläche.
Oder man hat einen Brandsatz im Flüchtlingsheim, Demos...rotgrün versiffte Republik, sich aus allem raushalten wollen statt sich'ne Meinung zu bilden, Brexit, Gesprächsrunden, aber keiner geht auf Fragen ein.

Seti wann sind Demonstrationen, die Möglichkeit, Bürgerinitiativen und Parteien zu gründen und das Recht der freien Meinungsäußerung abgeschafft?

[QUOTE=Miezekratz;45091802]Und weil hier immer mantramäßig auf der Argumentationsl:rolleyes:sigkeit der AfD Wähler rumgeritten wird, vieleicht erklären mir einmal die User aus der roten,linken und grünen Ecke hier, warum irgendjemand diese Parteien wählen soll, was da so tolles im Programm steht was letztendlich auch umgesetzt wurde, etwas was mich überzeugt??? (aber ich ahne schon...)[/QUOTE]

Natürlich ahnst du, dass sich hier keiner an eine Fleißaufgabe, die den Umfang einer mittleren Enzyklopädie hätte, machen wird. Zumal die Antworten, je stichhaltiger sie sind, die AfD-Freunde um so weniger interessieren werden.
Mach dir doch mal die Mühe, konkrete Fragen zu stellen. Sicher werden dir hier einige gern darauf antworten, warum die Punkte X oder Y unterstützen. Lilith z.B. hat in ihrem Posting 3389 einige Aspekte sehr konkret angesprochen und gefragt, warum diese von AfD-Wählern unterstützt werden. Antworten sind ausgeblieben. Da kannst du noch so sehr mit den Augen rollen.

krümelmonster
18-08-2016, 18:35
Mal so ganz blöde gefragt, was hat das bitte grade mit den aktuell anstehenden Landtagswahlen zu tun? :suspekt:

Mausophon
18-08-2016, 18:36
[QUOTE=Miezekratz;45091879]könntest du mir das einmal etwas näher erklären, wieso sind Christliche Flüchtlinge gegenüber Muslimen perse schutzbedürftig, was möchstet du damit implizieren??? Wird hier davon ausgegangen, das muslimische Flüchtlinge eine Gefahr für christliche Flüchtlinge darstellen....eine Verallgemeinerung???...Rassismus???
Und wenn dem so wäre, wieso dann nur für Flüchtlinge, und nur in Flüchtlingsheimen. Stellen dann nicht auch 200 Muslime auf der Domplatte eine Gefahr für zwei Christen am Hauptbahnhof dar, sind die dann nicht auch eine schutzbedürftige Gruppe???
Der offizielle Sprech unserer Regierung ist jedenfalls ein Anderer!!![/QUOTE]

Ich finde die Antwort bereits in Liliths Posting, auf das du Bezug nimmst.
Sie beschreibt ihre Erfahrung, nach der größere Gruppen, selbst wenn sie selbst Minderheiten angehören, dazu neigen, kleinere Gruppen zu unterdrücken. Sie beschreibt dies als allgemein menschliche Eigenschaft, keinesfalls als Kennzeichen bestimmter Gruppen.
Ich bin sicher, Lilith kann das selbst am besten erklären und wird das auch tun.

Warum findest du eigentlich, da du ja fragst und Antworten erwartest ohne über dich selbst mit den Augen zu rollen, dass Argumentationslosigkeit AfD- aber nicht Menschenrecht ist?

Mausophon
18-08-2016, 18:39
[QUOTE=krümelmonster;45092373]Mal so ganz blöde gefragt, was hat das bitte grade mit den aktuell anstehenden Landtagswahlen zu tun? :suspekt:[/QUOTE]

Sowohl die sog etablierten Parteien als auch die AfD stellen sich zur Wahl und es wird das Für und Wider erwogen, sie oder eine jeweils andere Partei zu wählen?

Experte
18-08-2016, 18:56
[QUOTE=cassy30;45091595]schön, wenn er/sie es anders gemeint hat/te, tut's mir leid.
ich hab's so verstanden und ich glaube auch nicht, dass ich damit total falsch liege.

afd-wähler/sympathiesanten werden im allgemeinen gerne in die plattenbau/hartz-ecke gestellt.
nicht die hellsten kerzen auf der torte und mit der bierflasche den ganzen tag vor der glotze.

ich finde, man muss da endlich umdenken und sich daran gewöhnen, dass es sich um die mitte der gesellschaft handelt.[/QUOTE]


Doch, du liegtst damit falsch. Was ich geschrieben habe, war genauso gemeint. Die AfD verkauft sich, ursprünglich geprägt durch Lucke und heute vor allem mit Meuthen als Aushängeschild, programmatisch als wirtschaftsliberale Partei.

Ich glaube aber, daß längst nicht alle AfD-Wähler einen solchen Kurs auch mittragen. Das heißt aber im Gegenzug nicht, daß das alles Hartz-IV-Empfänger sind.

Premiere0815
18-08-2016, 19:12
[QUOTE=Anscha;45090603]Ach ich bin Lehrerin und in meinem Kollegium wächst die Unzufriedenheit bei einigen Kollegen, wie auch mir. Ich arbeite in Hamburg und die Zustände sind teilweise kaum noch zu ertragen... Mehr werde ich nicht ins Detail gehen, denn man wird eh in eine bestimmte Ecke dann gedrängt.

Ich wäre mir also nicht so sicher, dass AFD-Wähler nur die "Dummen" oder die "Rechten" sind. Und auch wenn es nur Protestwähler sind... Aus den letzten Landtagswahlen wurde nichts gelernt.

Das Problem ist, dass die CDU so sehr nach links gewandert ist, dass rechts von der Mitte eine Leere entstanden ist. Angela Merkel und ihre Politik machen derzeit für mich die CDU unwählbar... So....[/QUOTE]

Die Frau von SPD-Stegner ist auch Lehrerin, und der erzählt in jeder Tag und Nachtshow, wie toll es an den Schulen läuft. Alles prima. :ja:

Ich hoffe, die SPD bekommt in beiden Ländern so richtig einen auf den Sack. :sumo:

Weil man in Berlin einfach mal weg muss, und der Regierende einfach so blass, farblos und lustlos ist, der immer alle Fehler auf die anderen schieben will, da war ja Wowi noch besser.

Zum Spitzenkandidaten in MV fällt mir nix ein, so wie 35 Prozent aller Deutschen kenne ich den überhaupt nicht. Will ich auch nicht. :schleich:

Anscha
18-08-2016, 20:53
Ja, an den Schulen ist es ganz himmlich. :S

In Berlin zum Beispiel herrscht inzwischen so massiver Lehrermangel, dass jeder Hans und Franz inzwischen unterrichten darf. Das wird sich alles erst in ein paar Jahren rächen.

Claudia
18-08-2016, 21:24
Wenn die Frau von Stegner in einer schleswig-holsteinischen Dorfschule unterrichtet, sind da mit Sicherheit andere Zustände als in HH oder B.

ManOfTomorrow
18-08-2016, 21:37
Neue Umfrage für Mecklenburg-Vorpommern (Infratest-Dimap):
[quote]SPD 26, CDU 23, AfD 19, LINKE 16, Grüne 6, FDP 3, NPD 3, Sonstige 4[/quote]

Felizitas
18-08-2016, 21:51
[QUOTE=ManOfTomorrow;45090522]Die Erklärung dafür, dass man in der Hauptstadt CDU oder SPD wählt, würde ich aber auch zu gerne mal hören. :rotfl: :lol:
[/QUOTE]
Ich auch. Aber da kommt nicht viel.

[QUOTE=Anscha;45090603]
Ich wäre mir also nicht so sicher, dass AFD-Wähler nur die "Dummen" oder die "Rechten" sind. Und auch wenn es nur Protestwähler sind... Aus den letzten Landtagswahlen wurde nichts gelernt.

Das Problem ist, dass die CDU so sehr nach links gewandert ist, dass rechts von der Mitte eine Leere entstanden ist. Angela Merkel und ihre Politik machen derzeit für mich die CDU unwählbar... So....
[/QUOTE]
:d:
Also die AfD-Wähler in meinem Umfeld sind weder dumm noch rechts.

Zinga
18-08-2016, 22:01
Die Umfragen zur Landtagswahl in Berlin versprechen einen spannenden Wahlabend.
Punktet Herr Henkel (CDU) mit seinen Forderungen Burkaverbot und dem Entzug der doppelten Staatsbürgerschaft. Oder ist es der populistische Versuch der AfD hinterherzuhecheln. Heute Abend beraten die Unions-Innenminister über die innere Sicherheit. (Handelsblatt). (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/angela-merkel-versichert-der-staat-tut-alles-menschenmoegliche-im-anti-terrorkampf/14426294.html) De Maizière lehnt das Burkaverbot ab. Herr Maas steht zur doppelten Staatsbürgerschaft. Den Streit kann Henkel nicht gewinnen. Egal, es ist Wahlkampf. Hauptsache, man hat mal darüber gesprochen. Ein weiterer Pluspunkt ist Herr Henkels Familiensinn. Das ist so sympathisch und lieb. Die Berliner CDU kämpft mit Papa Henkel und Sohn (BZ.de). (http://www.bz-berlin.de/berlin/die-berliner-cdu-kaempft-mit-papa-henkel-und-sohn) Das Kernthema "Innere Sicherheit" unter dem Motto "Der Feind steht links", hat er mit dem unsinnigen und nicht gerechtfertigen Polizeieinsatz in der Rigaer Str. auch schon abgearbeitet.

Dagegen präsentiert sich Herr Müller zurückhaltend, fast unscheinbar auf den Wahlplakaten. Aber immerhin mit der klaren Ansage, die große Koalition nicht mehr fortsetzen zu wollen. Andererseits wäre, glaubt man den Umfragen, die Fortsetzung der GroKo auch nicht möglich. Was bleibt, Rot-Grün bzw. Rot-Grün-Rot? Diese Zukunft verdanken wir der AfD.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Berliner Bürger ist die Wahl der Bezirksverordnetenversammlungen. In den Bezirken wird konkrete Sachpolitik gemacht. Wenn, wie die Umfragen vorhersagen, auch hier AfD'ler verantwortlich Posten übernehmen, wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Bisher hat noch kein AfD'ler mit sinnvoller Politikarbeit in Kommunen oder auf Länderebene geglänzt.

[QUOTE=Miezekratz;45091802]...
Und weil hier immer mantramäßig auf der Argumentationsl:rolleyes:sigkeit der AfD Wähler rumgeritten wird, vieleicht erklären mir einmal die User aus der roten,linken und grünen Ecke hier, warum irgendjemand diese Parteien wählen soll, was da so tolles im Programm steht was letztendlich auch umgesetzt wurde, etwas was mich überzeugt??? (aber ich ahne schon...)[/QUOTE]

Es gibt vieles was in Programmen stand und auch umgesetzt wurde. Ob es Dich oder einen AfD-Freund überzeugt ist eine ganz andere Frage. Bei aller Kritik an sozialer Ungleichheit, Kritik zum Gesundheitssystem und Problemen in vielen weiteren Lebensbereichen, zum Beispiel preiswerter Wohnraum. Sollten wir nicht vergessen. Im internationalen Vergleich geht es uns sehr gut! Die absurden Untergangsszenarien von NPD, AfD und den neuen Rechten sind in keiner Weise substantiell zu begründen.

Im Gegensatz zur AfD stehen die, wie die AfD sie nennt, etablierten Parteien auf dem Boden des Grundgesetzes und halten den Schutz der Minderheiten für eine Verpflichtung. Die Attacken der AfD auf unsere liberale Gesellschaft sind unerträglich und zeigen, die wollen ein anderes Deutschland. Da wird offen das Grundgesetz attackiert. Wenn AfD-Politiker meinen das Recht auf Religionsfreiheit sei kein "Super-Grundrecht".

Für Berlin und meine Wahlentscheidung hat der Wahl-O-Mat (http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/229190/wahl-o-mat-berlin-2016) mich bestätigt. Die AfD, NPD standen wie von mir erwartet ganz unten. Piraten, Grün und Linke waren oben platziert.

Zurück auf die Frage, warum ich wähle, was ich wähle. Es gibt vom Tagesspiegel einen Bezirk-O-Mat zur Berlin-Wahl 2016 (http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirk-o-mat-fuer-berlin-zehn-kreuzchen-fuer-eine-gute-entscheidung/13980092.html). Auch hier steht nach meinen Angaben zu den Themen die AfD auf dem letzten Platz hinter FDP und CDU.

Auf dem dritten Platz von oben die PDW, Partei der Wähler. Kannte ich nicht, suchte und las ..
Berliner Morgenpost: "19-Jähriger will mit Partei der Wähler ins Abgeordnetenhaus" (http://www.morgenpost.de/berlin/article207119505/19-Jaehriger-will-mit-Partei-der-Waehler-ins-Abgeordnetenhaus.html)

Anscha
18-08-2016, 22:08
Eben dieser Wahlomat empfiehlt mir AFD und danach CDU. :D

Zinga
18-08-2016, 22:17
[QUOTE=Anscha;45093284]Ja, an den Schulen ist es ganz himmlich. :S

In Berlin zum Beispiel herrscht inzwischen so massiver Lehrermangel, dass jeder Hans und Franz inzwischen unterrichten darf. Das wird sich alles erst in ein paar Jahren rächen.[/QUOTE]
:achso:Unsinn!
Oder hast Du eine Quelle für diese These?

Zinga
18-08-2016, 22:19
[QUOTE=Felizitas;45093663]..
Also die AfD-Wähler in meinem Umfeld sind weder dumm noch rechts.[/QUOTE]
Dummheit zeichnet sich meist durch die Unfähigkeit aus sich selbst einzuordnen.

Dennis|Natascha
18-08-2016, 23:45
[QUOTE=Premiere0815;45092564]Die Frau von SPD-Stegner ist auch Lehrerin, und der erzählt in jeder Tag und Nachtshow, wie toll es an den Schulen läuft. Alles prima. :ja:

Ich hoffe, die SPD bekommt in beiden Ländern so richtig einen auf den Sack. :sumo:

Weil man in Berlin einfach mal weg muss, und der Regierende einfach so blass, farblos und lustlos ist, der immer alle Fehler auf die anderen schieben will, da war ja Wowi noch besser.

Zum Spitzenkandidaten in MV fällt mir nix ein, so wie 35 Prozent aller Deutschen kenne ich den überhaupt nicht. Will ich auch nicht. :schleich:[/QUOTE]

Ich glaube der Bekanntheitsgrad von Sellering bundesweit ist unter 65%.

Miss Rotstift
18-08-2016, 23:51
[QUOTE=Anscha;45093284]Ja, an den Schulen ist es ganz himmlich. :S

In Berlin zum Beispiel herrscht inzwischen so massiver Lehrermangel, dass jeder Hans und Franz inzwischen unterrichten darf. Das wird sich alles erst in ein paar Jahren rächen.[/QUOTE]

Das stimmt nicht. Sonst hätte letztes Jahr eine Freundin mit ganz "frischem" Master (Lehramt Englisch und Deutsch) nicht jobmäßig nach Brandenburg ausweichen müssen.
Also Lehrermangel stimmt schon, aber dass deshalb sonstwer eingestellt wird nicht. Man stellt lieber auch niemanden ein.

Dennis|Natascha
19-08-2016, 00:39
Die Wahlbörse sieht momentan folgende Zahlen für Meck-Pomm und Berlin

Meck-Pomm
SPD 24,82
AfD 22,01
CDU 20,36
Linke 15,82
Grüne 5,65
NPD 3,62
FDP 3,57
Sonstige 4,15

Berlin

SPD 21,39
Grüne 18,42
CDU 17,31
Afd 16,56
Linke 14,47
FDP 4,62
Piraten 2,09
Sonstige 5,14

peterprochow
19-08-2016, 00:56
[QUOTE=Anscha;45090603]
Ich wäre mir also nicht so sicher, dass AFD-Wähler nur die "Dummen" oder die "Rechten" sind. Und auch wenn es nur Protestwähler sind... Aus den letzten Landtagswahlen wurde nichts gelernt.[/QUOTE]
[QUOTE=Felizitas;45093663]
Also die AfD-Wähler in meinem Umfeld sind weder dumm noch rechts.[/QUOTE]


Vielleicht gewinnt die AfD zukünftig noch einige unerwartete Wähler hinzu: ;)

Wertebild vieler Flüchtlinge ähnelt dem von AfD-Anhängern (http://www.sueddeutsche.de/politik/studie-ueber-asylbewerber-das-wertebild-vieler-fluechtlinge-aehnelt-dem-von-afd-anhaengern-1.3122555)

dragon030
19-08-2016, 01:28
AfD fordert OSZE-Wahlbeobachter (http://mobil.n-tv.de/politik/AfD-fordert-OSZE-Wahlbeobachter-article18453036.html)


Jetzt drehen die komplett hohl ... man tut ja geradezu so, als ob nur und außschließlich AfD-Plakate verschönert werden. Einbildung ist halt auch ne Bildung, bei manchen die Einzige. Dabei sind auch die Wahlhelfer der AfD nicht gerade Kinder von Traurigkeit.

Hier bei uns in Thüringen dauert das bei Wahlen normalerweise keine Woche und dann sind die Plakate verschönert, dabei vollkommen unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Oder sie verschwinden ganz ...

Zinga
19-08-2016, 02:40
[QUOTE=cassy30;45091393]...
übrigens wäre ich als homosexueller mann oder lesbische frau weniger wegen der afd besorgt, sondern eher wegen der massiven zuwanderung von zu einem großteil äußerst radikalen, fundamentalistischen muslimen, in deren heimatländern homosexualität unter strafe steht und die so gar kein verständnis dafür aufbringen.[/QUOTE]
:achso:
Du bist aber keine homosexuelle Frau bzw. Mann.
Sondern ein Wiederkäuer der plumpen fremdenfeindlichen Anti-Islam-Propaganda der AfD. Die unreflektiert den AfD-Schwachsinn verbreitet, ein Großteil der Flüchtlinge (von Dir fälschlicherweise Zuwanderer genannt), wären äußerst radikale und fundamentalistische Muslime.

Homosexuelle müssen sich ernsthaft Sorgen machen, was droht, wenn die AfD den politischen Diskurs beeinflußt und am Ende gar uns ihre Vorstellungen in Form von Gesetzen überstülpt.
Nach all den Jahren, in denen mit kleinen Schritten die Liberalisierung der Gesellschaft erkämpft wurde. Die Gleichberechtigung der Frauen ist noch nicht verwirklicht, findet aber eine breite Zustimmung in der Gesellschaft. Homosexuelle werden nicht mehr kriminalisiert und homosexuelle Paare werden gesellschaftlich und rechtlich akzeptiert. Aber noch immer verwehrt man homosexuellen Paaren die Rechte, die heterosexuelle Paare haben. Dennoch sind wir auf einem Guten, und schwer erkämpften Weg. Und nun kommt eine Reconquista der Antiliberalen, rückwärtsgewandten, rassistischen, völkischen und nationalen Spießbürger um die Ecke, die vorher in allen möglichen rechten Gruppierungen hausten und jetzt unter dem Dach der AfD eine Heimat gefunden haben. Die sich übrigens selbst alle spinnefeind sind, weil jeder sein eigenes Süppchen kochen möchte. Aber sich im Erfolgsrausch von Wahlerfolgen und Umfragen und dank dubioser Finanzierung gemeinsam auf die Jagd machen, was alle eint. Die Fremden, die Minderheiten, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das schlechte Wetter. An allem ist übrigens Frau Merkel schuld.

Und im Berliner Wahlkampf spielt die AfD eine Minderheit, die Schwulen, gegen die andere Minderheit, die Moslem aus. In Wirklichkeit interessiert sich die AfD für keine dieser Minderheiten.

[QUOTE]„Mein Partner und ich legen keinen Wert auf die Bekanntschaft mit muslimischen Einwanderern, für die unsere Liebe Todsünde ist“, steht auf dem Plakat, das zwei Männer zeigt, die offensichtlich ein Paar darstellen sollen.
..
Dass die selbsternannte Alternative für Deutschland auf dem Rücken gleichgeschlechtlicher Paare Stimmung gegen Moslems macht, ist so widerlich wie perfide, denn weder die eine Minderheit, noch die andere liegen der AfD in irgendeiner Weise am politischen Herzen.[/QUOTE]
Berliner Zeitung - Kommentar: "Die AfD spielt Schwule und Muslime gegeneinander aus"
(http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kommentar-die-afd-spielt-schwule-und-muslime-gegeneinander-aus-24438548)

Beleidigungen, Pöbeleien und Gewalt gegenüber Homosexuellen ist in Berlin alltäglich. Von der alltäglichen Diskriminierung, die es auch in der angeblich so offenen und toleranten Hauptstadt gibt, sollte man auch reden. Geschätzt rennen da immer noch 20 Prozent geistige Hinterwäldler durch die Hauptstadt.Einige sind durchaus auch Akademiker und Besserverdiener. Ca. 10 Prozent haben jetzt in der AfD eine politische Heimat gefunden.
Für was die AfD steht interessiert nicht. Hauptsache dagegen!

Aber zurück zur These, Flüchtlinge, Moslems, jetzt hat der Homo aber Angst.
[QUOTE]Werden vermehrt Homosexuelle Opfer von arabischstämmigen Männern? Wohl eher nicht. Auch wenn der Berliner Kurier schrieb: "Szenen, die man sonst nur aus dem arabischen Raum kennt. Jetzt ist dieser Albtraum in Berlin."
...
Die meisten homophoben Gewalttäter sind jedoch – unabhängig davon, ob sie rechtsextrem denken, einen Migrationshintergrund haben oder einer extremistischen Religion angehören – junge, eher ungebildete und insgesamt gewaltaffine Männer.[/QUOTE]
zeit.de - Schwule werden dort attackiert, wo sie sich wohlfühlen (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/homosexuell-gewalt-berlin)

EDIT
Zum Ende noch, der inzwischen bestätigte Zwischenruf:
AfD-Politiker: Homosexuelle ins Gefängnis stecken
(http://www.sueddeutsche.de/politik/sachsen-anhalt-afd-politiker-homosexuelle-ins-gefaengnis-stecken-1.3019169)

Maja
19-08-2016, 03:23
ich habe eben schon wie ne wilde gesucht, aber ich finde irgendwie keine umfragen zu werten in niedersachsen. wir wählen doch auch.:( habt ihr nen tipp, wo ich etwas finden könnte?

Berghuhn
19-08-2016, 07:45
Hier wird immer davon gesprochen, dass Menschen die AfD nur aus Protest wählen können. Freunde aus Berlin haben mir einen Screenshot von ihrem Wahl-O-Mat Ergebnis gemailt:

Sie kommen auf über 90 % Zustimmung für die AfD - SPD und Grüne lagen bei ihnen bei unter 15 %. Ach ja... Akademiker...

Lilith79
19-08-2016, 07:56
[QUOTE=Mausophon;45092389]Ich finde die Antwort bereits in Liliths Posting, auf das du Bezug nimmst.
Sie beschreibt ihre Erfahrung, nach der größere Gruppen, selbst wenn sie selbst Minderheiten angehören, dazu neigen, kleinere Gruppen zu unterdrücken. Sie beschreibt dies als allgemein menschliche Eigenschaft, keinesfalls als Kennzeichen bestimmter Gruppen.
Ich bin sicher, Lilith kann das selbst am besten erklären und wird das auch tun.
[/QUOTE]

Exakt, danke ;)

2 Muslimische Flüchtlinge in einer Gruppe von 200 Christlichen Flüchtlingen wären ebenfalls übrigens eine Minderheit.

ManOfTomorrow
19-08-2016, 08:02
[QUOTE=Maja;45094544]ich habe eben schon wie ne wilde gesucht, aber ich finde irgendwie keine umfragen zu werten in niedersachsen. wir wählen doch auch.:( habt ihr nen tipp, wo ich etwas finden könnte?[/QUOTE]
Bei einer Kommunalwahl machen landesweite Umfragen/Ergebnisse nicht unbedingt Sinn, weil viele Kleinparteien in manchen Kommunen überhaupt nicht zur Wahl stehen. Da hat man ja teilweise die tolle Auswahl zwischen CDU, SPD, Grünen und einer Wählergemeinschaft. :zahn:

Lilith79
19-08-2016, 08:11
[QUOTE=Zinga;45094444]:achso:
Du bist aber keine homosexuelle Frau bzw. Mann.
Sondern ein Wiederkäuer der plumpen fremdenfeindlichen Anti-Islam-Propaganda der AfD. Die unreflektiert den AfD-Schwachsinn verbreitet, ein Großteil der Flüchtlinge (von Dir fälschlicherweise Zuwanderer genannt), wären äußerst radikale und fundamentalistische Muslime.

Homosexuelle müssen sich ernsthaft Sorgen machen, was droht, wenn die AfD den politischen Diskurs beeinflußt und am Ende gar uns ihre Vorstellungen in Form von Gesetzen überstülpt.
Nach all den Jahren, in denen mit kleinen Schritten die Liberalisierung der Gesellschaft erkämpft wurde. Die Gleichberechtigung der Frauen ist noch nicht verwirklicht, findet aber eine breite Zustimmung in der Gesellschaft. Homosexuelle werden nicht mehr kriminalisiert und homosexuelle Paare werden gesellschaftlich und rechtlich akzeptiert. Aber noch immer verwehrt man homosexuellen Paaren die Rechte, die heterosexuelle Paare haben. Dennoch sind wir auf einem Guten, und schwer erkämpften Weg. Und nun kommt eine Reconquista der Antiliberalen, rückwärtsgewandten, rassistischen, völkischen und nationalen Spießbürger um die Ecke, die vorher in allen möglichen rechten Gruppierungen hausten und jetzt unter dem Dach der AfD eine Heimat gefunden haben. Die sich übrigens selbst alle spinnefeind sind, weil jeder sein eigenes Süppchen kochen möchte. Aber sich im Erfolgsrausch von Wahlerfolgen und Umfragen und dank dubioser Finanzierung gemeinsam auf die Jagd machen, was alle eint. Die Fremden, die Minderheiten, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das schlechte Wetter. An allem ist übrigens Frau Merkel schuld.

Und im Berliner Wahlkampf spielt die AfD eine Minderheit, die Schwulen, gegen die andere Minderheit, die Moslem aus. In Wirklichkeit interessiert sich die AfD für keine dieser Minderheiten.


Berliner Zeitung - Kommentar: "Die AfD spielt Schwule und Muslime gegeneinander aus"
(http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kommentar-die-afd-spielt-schwule-und-muslime-gegeneinander-aus-24438548)

Beleidigungen, Pöbeleien und Gewalt gegenüber Homosexuellen ist in Berlin alltäglich. Von der alltäglichen Diskriminierung, die es auch in der angeblich so offenen und toleranten Hauptstadt gibt, sollte man auch reden. Geschätzt rennen da immer noch 20 Prozent geistige Hinterwäldler durch die Hauptstadt.Einige sind durchaus auch Akademiker und Besserverdiener. Ca. 10 Prozent haben jetzt in der AfD eine politische Heimat gefunden.
Für was die AfD steht interessiert nicht. Hauptsache dagegen!

Aber zurück zur These, Flüchtlinge, Moslems, jetzt hat der Homo aber Angst.

zeit.de - Schwule werden dort attackiert, wo sie sich wohlfühlen (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-02/homosexuell-gewalt-berlin)

EDIT
Zum Ende noch, der inzwischen bestätigte Zwischenruf:
AfD-Politiker: Homosexuelle ins Gefängnis stecken
(http://www.sueddeutsche.de/politik/sachsen-anhalt-afd-politiker-homosexuelle-ins-gefaengnis-stecken-1.3019169)[/QUOTE]

Ja, das sind die anderen (nicht inhaltlichen Gründe), warum man als Homosexueller meiner Meinung nach ganz sicher nicht die AfD wählen sollte. Die für mich übrigens noch viel wichtiger sind als die anderen, weil ich die Wahlkampftaktiken der AfD (nicht nur im Bezug auf dieses Thema, aber dort ganz speziell) moralisch verwerflich, unanständig, widerlich und Deutschlands nicht würdig finde.

@Anscha: wenn Du die AfD wählst, weil Du 90% Übereinstimmung mit denen hast, dann bist Du aber kein Protestwähler und brauchst Dich von der Frage warum Leute die AfD rein aus Protest wählen auch nicht angesprochen fühlen. Da ist die Wahl ja dann auch nachvollziehbarer. Dass es Leute gibt, die die Meinungen der AfD teilen ist ja nun nicht verwunderlich, sonst gäbe es die AfD Politiker an sich ja auch nicht. Das sind dann aber keine Protestwähler, sondern Kernwähler.

Aber bei mir persönlich ist übrigens der Wahlomat ein Anhaltspunkt, aber ich wähle sicherlich nicht automatisch die Partei, wo ich da die meisten Übereinstimmungen habe. Bei mir waren bei der letzten Landtagswahl auf Platz 1 die "Tierschutzpartei" :zahn: (gut die hatte ich nur aus Jux mit reingenommen) . Platz 2 die Linke (hat mich verwundert). Auf Platz 3 dann glaub SPD und Platz 4 Grüne. CDU wie gesagt Allerletzte.
Ich hab keinen aus der Top 3 gewählt.
Beim Berliner Wahlomat den ich mal aus Interesse auch gemacht hab, war die SPD dahingegend z.B. deutlich vor der Linken, ein deutlich abweichendes Ergebnis zu BaWü.

Für mich ist eine Wahlentscheidung eine Entscheidung aus vielen Faktoren:

1. Übereinstimmung mit dem Wahlprogramm muss vorhanden sein
2. Links- oder Rechtsextrem oder übermäßig populistisch --> fliegen raus
3. Partei zeigt deutliche Anzeichen, dass viele Politiker darin das Grundgesetz und die Verfassung selber nicht respektieren --> fliegt raus
4. Mini-Splitterpartei mit Inselthema --> fliegen raus
5. Was für Leute hocken da in der Partei, sind nur ein kleiner Anteil bekloppt oder offensichtlich korrupt oder kriminell (trifft auf alle Parteien zu)oder die Mehrheit
6. Gibt es einzelne Politiker die ich WIRKLICH gut finde, auch wenn ich die Partei sonst eher nicht wählen würde
7. Qualität der Arbeit der letzten Jahre
8. normale gesellschaftliche Umgangsformen sind in großen Teilen der Partei im Normalfall vorhanden

Das spielt alles mit rein. Die AfD fällt bei mir z.B. wegen 2. , 3. , 6. , 7. und 8. raus
Die Tierschutzpartei wegen 4. alleine

dragon030
19-08-2016, 08:15
[QUOTE=Maja;45094544]ich habe eben schon wie ne wilde gesucht, aber ich finde irgendwie keine umfragen zu werten in niedersachsen. wir wählen doch auch.:( habt ihr nen tipp, wo ich etwas finden könnte?[/QUOTE]


Könnte daran liegen, dass es in Niedersachsen "nur" Kommunalwahlen sind, keine Landtagswahlen. ;)

Miezekratz
19-08-2016, 11:13
[QUOTE=Mausophon;45092349]

....Natürlich ahnst du, dass sich hier keiner an eine Fleißaufgabe, die den Umfang einer mittleren Enzyklopädie hätte, machen wird. Zumal die Antworten, je stichhaltiger sie sind, die AfD-Freunde um so weniger interessieren werden.

[/QUOTE]

das ist also deine Antwort auf meine Bitte, User X möchte doch bitte mal sein Wahlverhalten erklären:D (was ja hier penetrant von vermeintlichen AfD-Groupies eingefordert wird)
keine Enzyklopädie, einfach vier, fünf Bulletpoints Die überzeugen.

danke, du bestätigst nur meine Zweifel

Lilith79
19-08-2016, 11:17
[QUOTE=Miezekratz;45095101]das ist also deine Antwort auf meine Bitte, User X möchte doch bitte mal sein Wahlverhalten erklären:D (was ja hier penetrant von vermeintlichen AfD-Groupies eingefordert wird)
keine Enzyklopädie, einfach vier, fünf Bulletpoints Die überzeugen.
[/QUOTE]

Wen hast du denn gefragt, der nicht geantwortet hat?

Miezekratz
19-08-2016, 11:27
[QUOTE=Zinga;45094444]:achso:

...Und nun kommt eine Reconquista der Antiliberalen, rückwärtsgewandten, rassistischen, völkischen und nationalen Spießbürger um die Ecke, die vorher in allen möglichen rechten Gruppierungen hausten und jetzt unter dem Dach der AfD eine Heimat gefunden haben. Die sich übrigens selbst alle spinnefeind sind, weil jeder sein eigenes Süppchen kochen möchte. Aber sich im Erfolgsrausch von Wahlerfolgen und Umfragen und dank dubioser Finanzierung gemeinsam auf die Jagd machen, was alle eint. Die Fremden, die Minderheiten, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das schlechte Wetter. An allem ist übrigens Frau Merkel schuld.

[/QUOTE]

auweia, und ich dachte hate-speech gibts nur von rechts nach links

redglori
19-08-2016, 11:48
[QUOTE=Miezekratz;45095140]auweia, und ich dachte hate-speech gibts nur von rechts nach links[/QUOTE]

Ich würde es eher als eine Art Moralsplaining sehen.

[QUOTE]„Das, was geschieht, wenn ein sich als moralisch (richtig) einstufendes Subjekt herablassend mit jemandem (vor allem einem vom eigenen Standpunkt abweichenden Subjekt) über einen Themenbereich spricht, in dem es nur unvollständige Kenntnisse hat. Dabei nimmt es fälschlicherweise an, es wisse mehr über ein Thema als die Person, mit der es spricht.“
[/QUOTE]
http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/moralsplaining-die-vorherrschaft-des-moralischen-populismus/

Und dies in einer aggressiven Art vorgetragen (geschrieben) führt natürlich dazu, dass man es mal grob überfliegt, aber nicht wirklich liest.

My Bodden
19-08-2016, 11:55
[QUOTE=Dennis|Natascha;45094084]Ich glaube der Bekanntheitsgrad von Sellering bundesweit ist unter 65%.[/QUOTE]

Auch in MV hält sich sein Bekanntheitsgrad in Grenzen . Alle 4 Jahre mal 3 Wochen vor der Wahl durchs Land zu tingeln und ein paar Rosen zu verschenken ist auch nicht der große Bringer.

Miezekratz
19-08-2016, 12:46
[QUOTE=Zinga;45093735]


Im Gegensatz zur AfD stehen die, wie die AfD sie nennt, etablierten Parteien auf dem Boden des Grundgesetzes und halten den Schutz der Minderheiten für eine Verpflichtung. Die Attacken der AfD auf unsere liberale Gesellschaft sind unerträglich und zeigen, die wollen ein anderes Deutschland. Da wird offen das Grundgesetz attackiert. Wenn AfD-Politiker meinen das Recht auf Religionsfreiheit sei kein "Super-Grundrecht".

Für Berlin und meine Wahlentscheidung hat der Wahl-O-Mat (http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/229190/wahl-o-mat-berlin-2016) mich bestätigt. Die AfD, NPD standen wie von mir erwartet ganz unten. Piraten, Grün und Linke waren oben platziert.

Zurück auf die Frage, warum ich wähle, was ich wähle. Es gibt vom Tagesspiegel einen Bezirk-O-Mat zur Berlin-Wahl 2016 (http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirk-o-mat-fuer-berlin-zehn-kreuzchen-fuer-eine-gute-entscheidung/13980092.html). Auch hier steht nach meinen Angaben zu den Themen die AfD auf dem letzten Platz hinter FDP und CDU.

Auf dem dritten Platz von oben die PDW, Partei der Wähler. Kannte ich nicht, suchte und las ..
Berliner Morgenpost: "19-Jähriger will mit Partei der Wähler ins Abgeordnetenhaus" (http://www.morgenpost.de/berlin/article207119505/19-Jaehriger-will-mit-Partei-der-Waehler-ins-Abgeordnetenhaus.html)[/QUOTE]

auch eine Antwort auf meine Frage, danke

zum Boden des Grundgesetztes, auf dem alle "Etablierten" stehen, du kannst gerne einmal googeln, wieviel Gesetze der "Etablierten" vom BGH kassiert wurden, weil sie eben nicht auf diesem Boden standen.

ein anderes Deutschland will doch mehr oder weniger jede Partei, "Deutschland wird sich verändern" wird doch seit Monaten von so ziemlich jeder Partei phrasiert, die Grünen mit dem bedrohlich wirkenden Zusatz "drastisch". Vieleicht wollen ja viele besorgte Bürger eben nicht, das sich Deutschland "drastisch" verändert:nixweiss:

und zu deiner Wahlfindung, der Wahl-O-Mat also:D. Na gut, wenn man es einfach mag, kann man das schon machen. Wenn man einmal so querliest was der Wahl-O-Mat so Einigen hier empfiehlt, gibt es vieleicht noch ein böses Erwachen für die "Etablierten"
Da dein Platz eins, die Piraten, doch nur eine kleine lokale politische Randnotiz sind, und ich unwissend war, habe ich einmal bischen gegoogelt. Wenig Staat, bischen mehr Anarchie, Geld für Alle und ganz wichtig, freies WLan (macht das auch satt), Na gut, wer es mag, mein Fall wäre es nicht.

Aber was mir in diesem Zusammenhang doch aufgefallen ist, du bist doch eigentlich die/derjenige, welche/r ständig die Zustände innerhalb der AfD anprangert, und die Abgeordneten wegen ihrer schlechten Parlamentsarbeit aus der Ferne versucht zu maßregeln.

Anfänger nach einem Dreivierteljahr (http://www.tagesspiegel.de/berlin/piraten-im-abgeordnetenhaus-anfaenger-nach-einem-dreivierteljahr/6819568.html)

[QUOTE]Die Parlamentsarbeit der Piraten bleibt nicht nur quantitativ, sondern auch inhaltlich weit hinter dem zurück, was Grüne und Linke an Oppositionsarbeit leisten. Ein Dreivierteljahr nach der Abgeordnetenhauswahl können sich die Piraten auch nicht mehr damit entschuldigen, dass sie als Anfänger im politischen Geschäft die üblichen Anlaufschwierigkeiten haben.[/QUOTE]

oder

Immer mehr Piraten gehen von Bord (http://www.deutschlandfunk.de/berlin-immer-mehr-piraten-gehen-von-bord.1769.de.html?dram:article_id=347657)


[QUOTE] Nach innerparteilichen Streitigkeiten und jeder Menge Parteiaustritten ist von dem einstigen Hype nicht mehr viel übrig.[/QUOTE]

ich finde schon, was dem einen Recht ist, kann dem anderen nur billig sein;)

o.T. im gerade erschienen Bildungsmonitor belegt Berlin einen abgeschlagenen letzten Platz, was ja eigentlich auch egal ist, solange man sexy bleibt! Vieleicht kann man das einmal in seine Wahlentscheidung mit einfliessen lassen;)

Dennis|Natascha
19-08-2016, 12:47
[QUOTE=Maja;45094544]ich habe eben schon wie ne wilde gesucht, aber ich finde irgendwie keine umfragen zu werten in niedersachsen. wir wählen doch auch.:( habt ihr nen tipp, wo ich etwas finden könnte?[/QUOTE] Zu Kommunalwahlen gibt es das nicht.

Ich kann jetzt nur von Hessen sprechen.

Bei mir gab es für den Gemeinderat nur 3 Parteien zur Wahl (SPD, CDU, Grüne) und beim Kreistag dann 11.

Das ist immer unterschiedlich.

Informier dich einfach im Netz wer bei dir zu Wahl steht und ob kommulieren und panaschieren erlaubt ist.

Miezekratz
19-08-2016, 12:58
[QUOTE=My Bodden;45095191]Auch in MV hält sich sein Bekanntheitsgrad in Grenzen . Alle 4 Jahre mal 3 Wochen vor der Wahl durchs Land zu tingeln und ein paar Rosen zu verschenken ist auch nicht der große Bringer.[/QUOTE]

scheint doch zu funktionieren, und man hat zur Zeit allen Grund die Korken knallen zu lassen

SPD gelingt Wende in Mecklenburg-Vorpommern (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_78738422/spd-gelingt-wende-vor-landtagswahl-in-mecklenburg-vorpommern.html)

[QUOTE]In einer Erhebung von Infratest dimap, die der NDR, die "Ostsee-Zeitung", die "SVZ" und der "Nordkurier" in Auftrag gegeben hatten, kommen die Sozialdemokraten auf 26 Prozent [/QUOTE]

na wenn das kein Grund zu feiern ist, zur Erinnerung, sie kommen von 36% in 2011

Dennis|Natascha
19-08-2016, 13:04
http://www.sueddeutsche.de/politik/prantls-politik-wahlen-in-mcpomm-1.3127374

Prantl hat auch eine Analyse gestartet.

mark49
19-08-2016, 13:40
[QUOTE=Zinga;45093735]Für Berlin und meine Wahlentscheidung hat der Wahl-O-Mat (http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/229190/wahl-o-mat-berlin-2016) mich bestätigt. Die AfD, NPD standen wie von mir erwartet ganz unten. Piraten, Grün und Linke waren oben platziert.[/QUOTE]

Geh wählen! Der Witz in einer Demokratie ist, dass jeder das wählt, was im gefällt, und am Ende wird ausgezählt. Die Mehrheit entscheidet in einer Demokratie und Wahlen zu verlieren "is part of the game". Die anderen zu kritisieren, weil sie vermeindlich falsch abstimmen, beweist - so leid mir das auch tut - fehlendes Demokratieverständnis!

In der Bundesrepublik Deutschland könnte die NPD die absolute Mehrheit haben, hat sie aber nicht. Das zeigt sehr deutlich, dass irgendwas richtig läuft. Man muss der Bevölkerung auch mal vertrauen.

Die AfD ist noch lange nicht gewählt. Selbst wenn sie mit 15-20% in den Bundestag einzieht, wird sie niemals Regierungsverantwortung bekommen. Sollte sie jedoch die absolute Mehrheit bekommen, dann zeigt das letztlich auch nur, dass es nicht so weitergehen kann, wie bisher. In diesem Fall muss sich etwas ändern, insoweit wäre auch das in Ordnung. Demokratien sind selbstregulierende Systeme.

Lilith79
19-08-2016, 14:13
Natürlich soll jeder das wählen was er will. Das ist ja Sinn der Sache.

Ich finde es aber auch legitim zu sagen "ich würde Partei XY niemals wählen weil..." oder "Ich finde XY unwählbar weil". Man kann auch sagen "ich finde es falsch von Dir Partei XY zu wählen, weil" wenn man direkt mit jemandem spricht"

Warum auch nicht, das ist durch die Gesetze zur Meinungsfreiheit in Deutschland definitiv abgedeckt. Derjenige muss sein Verhalten deswegen ja nicht ändern. Er kann ja auch mit Gegenargumenten antworten.

Allerdings finde ich eine Diskussion über Sachfragen auch immer sinniger, aber bei einer Diskussion über Wahlen wird man denke ich automatisch immer schnell bei Parteien und Wahlverhalten landen.

Ich bin überzeugt, die meisten AfD Wähler finden es auch falsch die Grünen zu wählen und sagen mir das auch gerne ungefragt, ich wähl die aber trotzdem wenn ich das will.

Wo es für mich aufhört ist bei unsachlichen Beschimpfungen, Bedrohungen und eben Äußerungen die nicht durch die Meinungsfreiheit abgedeckt sind, das ist aber so egal worüber man grade diskutiert. Hier herrscht ja ein solider Umgangston, in den sozialen Netzwerken leider sehr oft nicht :crap:

Ich sehe in Deutschland wie in vielen anderen Ländern eine Zeit kommen, wo es eben keine klare Mehrheit mehr gibt, sondern viele Parteien mit ähnlichen Prozentwerten. Das wird weithin als "schwierig" angesehen, aber ich denke es bietet ja auch Chancen. Und selbst wenn es nur Nachteile bedeutet in der Praxis: wir haben es ja dann so gewollt und verdienen die Ergebnisse davon.

Mausophon
19-08-2016, 14:36
[QUOTE=Miezekratz;45095101]das ist also deine Antwort auf meine Bitte, User X möchte doch bitte mal sein Wahlverhalten erklären:D (was ja hier penetrant von vermeintlichen AfD-Groupies eingefordert wird)
keine Enzyklopädie, einfach vier, fünf Bulletpoints Die überzeugen.

danke, du bestätigst nur meine Zweifel[/QUOTE]

Liebe Mieze, das sind hohle Kampfparolen. Meine Antwort auf dein Posting kann jeder nachlesen. Weder hast du in diesem Posting einen konkreten User angesprochen noch hast du meine Antwort so zitiert, dass ihr Sinngehalt deutlich wird.
Ich hatte dich ja ausdrücklich darum gebeten, deine Frage auf einige Kernpunkte zu beschränken und nicht eine Enzyklopädie abzufordern.

Die Antwort auf die eigentliche Frage, die die Freunde der AfD standhaft verweigern, fällt mir als Beispiel für Anderswähler indes ganz leicht.
Wäre morgen Kommunalwahl, dann würde ich mich für eine bestimmte Partei entscheiden.
Mir sind das Auseinanderdriften von Arm und Reich, die Verteilung von Mitteln, auch im Rahmen der Stadtplanung, die Wohnraumknappheit, insbesondere die faktische Unmöglichkeit, zu Konditionen, die durch die Sozialleistungsträger getragen werden, überhaupt noch eine Wohnung in der Stadt zu finden und der soziale Wohnungsbau besonders wichtig. Dazu kommen viele weitere Themen im Bereich "Soziales", bspw. der Umgang von Jobcentern und Sozialämtern mit den Leistungsberechtigten. Da mir dieser Bereich besonders wichtig ist, habe ich mich in einen Informationsverteiler der betreffenden Partei aufnehmen lassen, die diesen Teil ihrer Arbeit betrifft und weiß daher recht genau, was in der letzten Zeit dort gelaufen ist und welche Positionen vertreten werden.
Dazu kommt die Umweltpolitik, insbesondere der Kampf gegen ein bestimmtes Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet.
Andere Themen, die kommunalpolitisch von Bedeutung sind, wie etwa Schulen oder auch Multikulti-Festivals interessieren mich nicht so. Das geht bei mir zum einem Ohr rein und zum anderen raus.

mark49
19-08-2016, 14:39
Das Problem bei den GRÜNEN ist, dass nicht unbedingt grüne Politik machen. Das ist ein Label, genau wie "christlich" oder "sozial" oder ähnliches. Die GRÜNEN machten mit bei Hartz-IV, Kosovo-Krieg u.ä.

Sobald Politiker - nicht die Partei - ob angekommen sind, tun sie das, was von ihnen erwartet wird: Sie segnen europäische bzw. amerikanische Vorgaben zur deutschen Politik ab. Deswegen ändert sich auch nie etwas, egal wer gerade die Wahl gewonnen hat.

Mausophon
19-08-2016, 14:42
[QUOTE=Miezekratz;45095319]
...
zum Boden des Grundgesetztes, auf dem alle "Etablierten" stehen, du kannst gerne einmal googeln, wieviel Gesetze der "Etablierten" vom BGH kassiert wurden, weil sie eben nicht auf diesem Boden standen.
...
[/QUOTE]

Würdest du uns bitte verraten, wie man das googelt?
Wenn man allerdings von den Kompetenzen des BGH ausgeht, ist die Antwort eindeutig: 0.

mark49
19-08-2016, 14:42
Der BGH kassiert keine Gesetze. Sowas macht das Bundesverfassungsgericht.

Robert1965
19-08-2016, 14:45
[QUOTE=mark49;45095635]Das Problem bei den GRÜNEN ist, dass nicht unbedingt grüne Politik machen. Das ist ein Label, genau wie "christlich" oder "sozial" oder ähnliches. Die GRÜNEN machten mit bei Hartz-IV, Kosovo-Krieg u.ä.

Sobald Politiker - nicht die Partei - ob angekommen sind, tun sie das, was von ihnen erwartet wird: Sie segnen europäische bzw. amerikanische Vorgaben zur deutschen Politik ab. Deswegen ändert sich auch nie etwas, egal wer gerade die Wahl gewonnen hat.[/QUOTE]



Zumindest machen die GRÜNEN seit dem NATO-Überfall auf Jugoslawien oliv-grüne Politik. Auf die einstige Ökopax-Partei als grünes Bataillon der NATO ist seit Joseph Martin ("Joschka") Fischer Verlaß

Miezekratz
19-08-2016, 14:48
[QUOTE=Mausophon;45095643]Würdest du uns bitte verraten, wie man das googelt?
Wenn man allerdings von den Kompetenzen des BGH ausgeht, ist die Antwort eindeutig: 0.[/QUOTE]

[QUOTE=mark49;45095646]Der BGH kassiert keine Gesetze. Sowas macht das Bundesverfassungsgericht.[/QUOTE]

:blush: erwischt

Anscha
19-08-2016, 14:51
[QUOTE=Zinga;45093819]:achso:Unsinn!
Oder hast Du eine Quelle für diese These?[/QUOTE]

[QUOTE=Miss Rotstift;45094089]Das stimmt nicht. Sonst hätte letztes Jahr eine Freundin mit ganz "frischem" Master (Lehramt Englisch und Deutsch) nicht jobmäßig nach Brandenburg ausweichen müssen.
Also Lehrermangel stimmt schon, aber dass deshalb sonstwer eingestellt wird nicht. Man stellt lieber auch niemanden ein.[/QUOTE]

Das kommt dann natürlich auch noch auf die Fächer an. Nach Brandenburg weicht man übrigens gerne aus, ich sage nur Verbeamtung.

Ich habe dafür keine Zahlen bin aber recht aktiv bei www.lehrerforen.de und dort berichten viele Berliner Lehrer, auch sehr in der Gewerkschaft engagierte Kollegen berichten dies.

Hier ein Beispiel-Thread, den ich auf die schnell gegoogelt habe.

http://www.lehrerforen.de/index.php?thread/42194-hilfe-ich-gehe-an-die-grundschule/&postID=384037&highlight=Berlin%2Bvertretung#post384037

"Mein Schulleiter war letztens wieder auf einem "Lehrer-Casting" (das mittlerweile ja eher Schulleiter-Casting heißen müsste, weil sich alle um die wenigen halbwegs qualifizierten Bewerber reißen), da gab es auch einem Opernsänger im Angebot, der "mal was anderes" machen wollte. Auch der ist genommen worden....

Also insofern habe ich keinerlei Zweifel an der Autenzität der Anfrage (ich glaube diesbezüglich mittlerweile echt alles). Klassenstufe und Fächer sind vielleicht noch nicht bekannt??? "

"Unglaublich ist das ganze leider gar nicht. In Berlin darf auch jeder Vertretungsunterricht machen, der laut genug "hier" schreit: Studenten, pensionierte Lehrer, Eltern....
"


LG Anja

Mausophon
19-08-2016, 15:01
Im Bereich "Vertretungslehrer" gibt's allerhand, das ist länderabhägig.
Ich kenne nur die Regelungen für NRW. Da ist der Seiteneinstieg möglich,
Um in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren in einzelnen Schulformen und für bestimmte Unterrichtsfächer die Unterrichtsversorgung sicherzustellen, werden auch Personen eingestellt, die nicht die klassische Lehrerausbildung absolviert haben.
https://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Seiteneinstieg/index.html

aber an enge Voraussetzungen geknüpft (erst seit 2009).
https://www.schulministerium.nrw.de/docs/LehrkraftNRW/Anerkennungsverfahren/SeiteneinstiegBeruf/index.html

Miezekratz
19-08-2016, 15:04
[QUOTE=Mausophon;45095624]Liebe Mieze, das sind hohle Kampfparolen. Meine Antwort auf dein Posting kann jeder nachlesen. Weder hast du in diesem Posting einen konkreten User angesprochen noch hast du meine Antwort so zitiert, dass ihr Sinngehalt deutlich wird.
Ich hatte dich ja ausdrücklich darum gebeten, deine Frage auf einige Kernpunkte zu beschränken und nicht eine Enzyklopädie abzufordern.

Die Antwort auf die eigentliche Frage, die die Freunde der AfD standhaft verweigern, fällt mir als Beispiel für Anderswähler indes ganz leicht.
Wäre morgen Kommunalwahl, dann würde ich mich für eine bestimmte Partei entscheiden.
Mir sind das Auseinanderdriften von Arm und Reich, die Verteilung von Mitteln, auch im Rahmen der Stadtplanung, die Wohnraumknappheit, insbesondere die faktische Unmöglichkeit, zu Konditionen, die durch die Sozialleistungsträger getragen werden, überhaupt noch eine Wohnung in der Stadt zu finden und der soziale Wohnungsbau besonders wichtig. Dazu kommen viele weitere Themen im Bereich "Soziales", bspw. der Umgang von Jobcentern und Sozialämtern mit den Leistungsberechtigten. Da mir dieser Bereich besonders wichtig ist, habe ich mich in einen Informationsverteiler der betreffenden Partei aufnehmen lassen, die diesen Teil ihrer Arbeit betrifft und weiß daher recht genau, was in der letzten Zeit dort gelaufen ist und welche Positionen vertreten werden.
Dazu kommt die Umweltpolitik, insbesondere der Kampf gegen ein bestimmtes Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet.
Andere Themen, die kommunalpolitisch von Bedeutung sind, wie etwa Schulen oder auch Multikulti-Festivals interessieren mich nicht so. Das geht bei mir zum einem Ohr rein und zum anderen raus.[/QUOTE]

eine ganz schöne Bandbreite, was du da von der Partei deiner Wahl erwartest. Schöne Wahlprogramme mit Hirngespinsten sind schnell geschrieben, nach der Wahl ist man sauer, wenn der Wähler einem beim Wort nehmen will:D
Es gibt in Deutschland keine Wohnraumknappheit, im Gegenteil. Und der soziale Wohnungsbau..., man kann nach den idiotischen deutschen Standards heute keinen Neubau errichten, der sich nicht durch minimal 8 Euro/qm kalt refinanziert. Vieleicht gibt es nicht zuwenig Sozialwohnungen, sondern einfach zu Viele die auf Sozialleistungsträger angewiesen sind

Delphi
19-08-2016, 15:06
[QUOTE=Mausophon;45095624]Liebe Mieze, das sind hohle Kampfparolen. Meine Antwort auf dein Posting kann jeder nachlesen. Weder hast du in diesem Posting einen konkreten User angesprochen noch hast du meine Antwort so zitiert, dass ihr Sinngehalt deutlich wird.
Ich hatte dich ja ausdrücklich darum gebeten, deine Frage auf einige Kernpunkte zu beschränken und nicht eine Enzyklopädie abzufordern.

Die Antwort auf die eigentliche Frage, die die Freunde der AfD standhaft verweigern, fällt mir als Beispiel für Anderswähler indes ganz leicht.
Wäre morgen Kommunalwahl, dann würde ich mich für eine bestimmte Partei entscheiden.
Mir sind das Auseinanderdriften von Arm und Reich, die Verteilung von Mitteln, auch im Rahmen der Stadtplanung, die Wohnraumknappheit, insbesondere die faktische Unmöglichkeit, zu Konditionen, die durch die Sozialleistungsträger getragen werden, überhaupt noch eine Wohnung in der Stadt zu finden und der soziale Wohnungsbau besonders wichtig. Dazu kommen viele weitere Themen im Bereich "Soziales", bspw. der Umgang von Jobcentern und Sozialämtern mit den Leistungsberechtigten. Da mir dieser Bereich besonders wichtig ist, habe ich mich in einen Informationsverteiler der betreffenden Partei aufnehmen lassen, die diesen Teil ihrer Arbeit betrifft und weiß daher recht genau, was in der letzten Zeit dort gelaufen ist und welche Positionen vertreten werden.
Dazu kommt die Umweltpolitik, insbesondere der Kampf gegen ein bestimmtes Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet.
Andere Themen, die kommunalpolitisch von Bedeutung sind, wie etwa Schulen oder auch Multikulti-Festivals interessieren mich nicht so. Das geht bei mir zum einem Ohr rein und zum anderen raus.[/QUOTE]

Linke Wähler haben den Luxus, zwischen mehreren linken Parteien auswählen zu können, während das Angebot für Wähler, die nicht links orientiert sind, eher überschaubar ist. Für unsereins ist es häufig eine Wahl zwischen Pest und Cholera, was vermutlich auch erklärt, weshalb die CDU trotz ihrer ausgesprochen suboptimalen Politik bei den Umfragen und Wahlen noch vergleichsweise solide abschneidet.

peterprochow
19-08-2016, 15:18
[QUOTE=mark49;45095433]Geh wählen! Der Witz in einer Demokratie ist, dass jeder das wählt, was im gefällt, und am Ende wird ausgezählt. Die Mehrheit entscheidet in einer Demokratie und Wahlen zu verlieren "is part of the game". Die anderen zu kritisieren, weil sie vermeindlich falsch abstimmen, beweist - so leid mir das auch tut - fehlendes Demokratieverständnis!

In der Bundesrepublik Deutschland könnte die NPD die absolute Mehrheit haben, hat sie aber nicht. Das zeigt sehr deutlich, dass irgendwas richtig läuft. Man muss der Bevölkerung auch mal vertrauen.

Die AfD ist noch lange nicht gewählt. Selbst wenn sie mit 15-20% in den Bundestag einzieht, wird sie niemals Regierungsverantwortung bekommen. Sollte sie jedoch die absolute Mehrheit bekommen, dann zeigt das letztlich auch nur, dass es nicht so weitergehen kann, wie bisher. In diesem Fall muss sich etwas ändern, insoweit wäre auch das in Ordnung. Demokratien sind selbstregulierende Systeme.[/QUOTE]

:d:

Ein sehr schöner, vernünftiger Beitrag unter wohltuendem Verzicht auf das vielerorts so präsente unerträgliche egozentrische Moralisierungsgehabe.

Nach meinem persönlichen Demokratieverständnis sollte sich Moralisieren ohnehin auf die technische Gewährleistung demokratischer Funktionsfähigkeit beschränken. Also auf die Sicherstellung, dass Grenzen der Demokratie nicht überwunden werden, selbige nicht als System hinterfragt wird. Da darf man dann auch gern mit dem erhobenen Zeigefinger kommen, ohne sich zu blamieren.

Mausophon
19-08-2016, 15:48
[QUOTE=Delphi;45095739][/SPOILER]

Linke Wähler haben den Luxus, zwischen mehreren linken Parteien auswählen zu können, während das Angebot für Wähler, die nicht links orientiert sind, eher überschaubar ist. Für unsereins ist es häufig eine Wahl zwischen Pest und Cholera, was vermutlich auch erklärt, weshalb die CDU trotz ihrer ausgesprochen suboptimalen Politik bei den Umfragen und Wahlen noch vergleichsweise solide abschneidet.[/QUOTE]

Sehe ich nicht so, weil die Einordnung in "links" und "rechts" viel zu grob ist und sich längst verwischt hat. Nicht umsonst ist es in jüngerer Zeit häufiger vorgekommen, dass die in deinen Augen verrmutlich als "links" geltenden Grünen den Positionen der CDU näher standen als allen anderen. SPD und Linke hingegen, für dich wahrscheinlich auch beide "links", funktionieren gar nicht zusammen.
Letztlich kommt man kaum drumrum, sich die Inhalte anzusehen, zu gewichten und eine Entscheidung zu treffe, ob man mit dem jeweiligen Gesamtpaket leben kann oder nicht.

Ich wüsste jedenfalls nicht, wie ich anders eine Wahlentscheidung treffen sollte. Es gibt Themenbereiche, die sind für mich weniger entscheidend, wie z.B. die bereits erwähnte Schulpolitik. Ich bin weder Schülerin noch Lehrerin noch Mutter und einfach nicht nah genug am Thema dran, um mir eine Meinung darüber zu bilden, ob z.B. Gesamtschulen jetzt gut sind oder nicht. Das kann aber doch nicht für das ganze Wahlprogramm der von mir gewählten Partei gelten. Bei den Themen, die mir wichtig sind, informiere ich mich, ob die Partei meine Interessen vertritt. Wenn das in einem oder mehreren Bereichen nicht der Fall ist, muss ich überlegen, ob ein oder mehrere andere Themenblöcke mir so wichtig sind, dass ich sie stärker gewichte und die Partei trotzdem wähle bzw, ob es eine bessere Partei für mich gibt. Und diese Position kann ich dann vertreten und darüber kann ich dann Auskunft geben.
Mich gruselt's angesichts der Erfahrung, dass es nun eine Partei mit großer Wählerschar gibt, die sich anscheinend so intensiv davor drückt, irgendeinen Grund für ihre Entscheidung zu benennen, außer den, dass sie jemandem damit wehtun möchten.

koarla
19-08-2016, 17:32
[QUOTE=Mausophon;45095883]...Mich gruselt's angesichts der Erfahrung, dass es nun eine Partei mit großer Wählerschar gibt, die sich anscheinend so intensiv davor drückt, irgendeinen Grund für ihre Entscheidung zu benennen, außer den, dass sie jemandem damit wehtun möchten.[/QUOTE]

Mein Gott, ihr nervt aber. Ich finde die AfD gut, weil ich ihr am ehesten zutraue, die Kultur und den Wohlstand in Deutschland zu bewahren. Inzwischen hat die Partei ein Grundsatzprogramm, das ich insgesamt gut finde. Darüber zu diskutieren wäre an hier OT.
Im Übrigen ist es eine Frechheit, daß diese demokratische Partei von interessierter Seite ständig diskreditiert wird. Und auch hier wollt ihr doch nur diskutieren um hinterher zu kommen "da, er hat Autobahn gesagt".

Anscha
19-08-2016, 17:38
@Mausophon:

Das ist ja das Traurige. In Berlin werden keine Lehrer eingestellt, oder es gibt keine Qualifizierten (da in Berlin keine Verbeamtung => weniger Interessenten). Daher werden massiv Vertretungskräfte eingestellt oder eben wen man so kriegt...

@koarla:

Das ist echt faszinierend. Das Schmuddelkind wird evtl. in MVP mit 20% einziehen. Das ist jeder Fünfte Wähler. Und da tut man noch immer so, als wenn das alles verirrte dumme Schäfchen sind.

Delphi
19-08-2016, 17:46
[QUOTE=Mausophon;45095883]Sehe ich nicht so, weil die Einordnung in "links" und "rechts" viel zu grob ist und sich längst verwischt hat. Nicht umsonst ist es in jüngerer Zeit häufiger vorgekommen, dass die in deinen Augen verrmutlich als "links" geltenden Grünen den Positionen der CDU näher standen als allen anderen. SPD und Linke hingegen, für dich wahrscheinlich auch beide "links", funktionieren gar nicht zusammen.
Letztlich kommt man kaum drumrum, sich die Inhalte anzusehen, zu gewichten und eine Entscheidung zu treffe, ob man mit dem jeweiligen Gesamtpaket leben kann oder nicht.[/QUOTE]
Ich behaupte ja nicht, dass die SPD, die Grünen, die Linke und die Piraten völlig austauschbar sind, sondern lediglich, dass sie alle im linken Spektrum angesiedelt sind.

[QUOTE]Mich gruselt's angesichts der Erfahrung, dass es nun eine Partei mit großer Wählerschar gibt, die sich anscheinend so intensiv davor drückt, irgendeinen Grund für ihre Entscheidung zu benennen, außer den, dass sie jemandem damit wehtun möchten.[/QUOTE]
Das Konzept einer Protestpartei ist ja nicht wirklich neu. Es geht nicht darum, jemandem weh zu tun, sondern einen Kurswechsel in der Politik herbeizuführen. Und das funktioniert auch aus der Opposition heraus. Beispielsweise betont die CDU aus Angst vor Stimmenverlusten nun wieder stärker das Thema Innere Sicherheit.

Lilith79
19-08-2016, 18:40
[QUOTE=mark49;45095635]Das Problem bei den GRÜNEN ist, dass nicht unbedingt grüne Politik machen. Das ist ein Label, genau wie "christlich" oder "sozial" oder ähnliches. Die GRÜNEN machten mit bei Hartz-IV, Kosovo-Krieg u.ä.

Sobald Politiker - nicht die Partei - ob angekommen sind, tun sie das, was von ihnen erwartet wird: Sie segnen europäische bzw. amerikanische Vorgaben zur deutschen Politik ab. Deswegen ändert sich auch nie etwas, egal wer gerade die Wahl gewonnen hat.[/QUOTE]

Naja, aber das wollen ja auch nicht alle. In den Internetforen treiben sich natürlich überdurchschnittlich viele Leute rum, die eine Revolution wollen oder die Welt verändern oder sonst was, aber im realen Leben treffe ich solche Leute eigentlich nie.

Ich will auch keine große Veränderung. Ich will das Deutschland ungefähr genauso wie jetzt (wir sind eines der reichsten Länder auf der Welt) und dass die Altparteien an den aktuellen Problemen arbeiten. Mehr Menschlichkeit, mehr Dialog, weniger genörgel, weniger angst, mehr Optimismus,kein wilder Aktionismus, aber gesunder Pragmatismus und realismus. Ich erwarte keine Wunder und auch nicht, dass alle Wahlversprechen umgesetzt werden, weil das gar nicht immer möglich ist.

Und das was Du an den Grünen hier als "Problem" bezeichnest, das ist für viele Grünen Wähler ja kein Problem. Die sind ja auch nicht alle linke Weltverbesserung oder Claudia Roth Fans, das ist ja auch nur so ein Klischee.
Die Grünen haben 2016 in Baden-Württemberg (mit Flüchtlingskrise in vollem Gange) 31% eingefahren, ein Rekordergebnis ever, in einem konservativen Bundesland das traditionell CDU-Land ist. Der Gap zwischen den früheren Grünen Ergebnissen in Baden-Württemberg, der um die 20% liegen dürfte, das sind doch nicht Leute, die die "Klischee"-Fundamental-Grünen von früher haben wollen, das sind bürgerliche Leute aus der Mitte, die den Winfried genau deswegen haben wollen, WEIL er ein bürgerlicher Realpolitiker ist.

In meiner unmittelbaren Familie haben alle die Grünen gewählt, mein Vater der Zeit seines Lebens nur CDU gewählt hat, meine Mutter die immer nur SPD gewählt hat und ich die meistens SPD gewählt hat. Mein persönlicher Wunsch für die Grünen wäre, dass der Kretschmann die Partei bundesweit so beeinflussen kann, dass sie eine moderate Mittelstandspartei wird, weil ich genau solche Parteien wählen wird. Egal was die Grünen früher mal waren. Wer das haben will, muss dann halt ne neue Partei gründen.

Mausophon
19-08-2016, 19:35
[QUOTE=koarla;45096174]Mein Gott, ihr nervt aber. Ich finde die AfD gut, weil ich ihr am ehesten zutraue, die Kultur und den Wohlstand in Deutschland zu bewahren. Inzwischen hat die Partei ein Grundsatzprogramm, das ich insgesamt gut finde. Darüber zu diskutieren wäre an hier OT.
Im Übrigen ist es eine Frechheit, daß diese demokratische Partei von interessierter Seite ständig diskreditiert wird. Und auch hier wollt ihr doch nur diskutieren um hinterher zu kommen "da, er hat Autobahn gesagt".[/QUOTE]

Ich nehme mal an, dass du der deutsche Sprache mächtig bist.
"Diskreditieren" bedeutet etwas ganz anderes, als Inhalte eines Parteiprogramms aufzuzeigen und nachzufragen, warum du/ihr diese unterstützt und mit welcher Begründung. Derlei kritische Nachfragen sind Teil des demokratischen Prozesses. Das ist ganz normal in unserem Lande, gehört, auch im öffentlichen Gespräch, zur politischen Kultur und ist vielen von uns noch aus den Zeiten des Schwarzweißfernsehers bekannt, vor dem Omi und Opi sich über Wehner und Strauß aufregten.
Solche Fragen nach Begründungen sind keine "Frechheit" und erst recht keine Schädigung des Rufes. Das ist nämlich die Bedeutung von "diskreditieren".
Kritische Nachfragen mit derlei Anwürfen abwürgen zu wollen, ist nicht nur beleidigend, es ist zutiefst undemokratisch.

Lilith79
19-08-2016, 19:51
Und an der afd wird halt im Moment viel kritisiert weil es viel zu kritisieren gibt. Punkt. Und es ist halt auch so dass die afd eine provokanten Kommunikationsstil hat. Absichtlich und bewusst. Und eine provokante Rhetorik. Das das viel Gegenwind in gleichem Stil hervorruft, das wundert doch wohl jetzt keinen?

Und es ist auch einfach ein Fakt dass in den sozialen Netzwerken viele Fanatiker unterwegs sind , die tatsächlich rechtsradikal sind und jeden anpöbeln und teilweise sogar bedrohen der die afd kritisiert, auch wenn es sachlich ist. Und DIESE Menschen jagen allen halbwegs normalen Menschen die ich kenne eine Heidenangst ein. Dass das für die normalen afd Wähler doof ist damit assoziiert zu werden verstehe ich voll und ganz. Aber die dürfen das dann halt meiner Meinung nach auch nicht verharmlosen oder dulden.

Ich finde die CDU übrigens auch unwählbar, schon immer. Ebenso die linke.sag ich auch. Aber ich werde wenn ich das sagen nie beschimpft und mit allen linken Wählern und CDU Wählern die ich kenne kann ich super diskutieren. Ich find auch Angela Merkels Flüchtlingspolitik untragbar und unterirdisch und auch dass sage ich problemlos überall ohne dabei in eine 'rechte ecke' gestellt zu werden. Und ich möchte sehr gerne mit allen afd Wählern ganz normal diskutieren.

koarla
19-08-2016, 19:57
Das Diskreditieren war genauso gemeint, wie du das übersetzt hast. Und es findet systematisch statt. Von interessierten Kreisen - Parteien, Medien. Das bewerte ich als Frechheit. Diskussionen waren damit nicht gemeint.

Lilith79
19-08-2016, 20:12
Und warum schreibst Du dann "Und auch hier wollt ihr doch nur diskutieren um hinterher zu kommen "da, er hat Autobahn gesagt"." ?

Wer genau ist damit jetzt gemeint?

Maja
19-08-2016, 20:14
[QUOTE=ManOfTomorrow;45094733]Bei einer Kommunalwahl machen landesweite Umfragen/Ergebnisse nicht unbedingt Sinn, weil viele Kleinparteien in manchen Kommunen überhaupt nicht zur Wahl stehen. Da hat man ja teilweise die tolle Auswahl zwischen CDU, SPD, Grünen und einer Wählergemeinschaft. :zahn:[/QUOTE]

danke dir für die aufklärung. und ich dachte echt, wir wählen auch die landesregierung.:achso: zumindest brauche ich jetzt nicht mehr suchen.:D

Anscha
19-08-2016, 20:36
@Lilith:

Naja die Grünen in BW haben ja eher die Person gewählt, und die ist ja eher ein sehr untypischer Grüner. ;)

Du als anscheinend Grünen-Wähler findest die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel untragbar? Aber wahrscheinlich in eine andere Richtung als ich. ;) Oder vertrittst du nicht die Meinung von Roth und Co. dass man alle aufnehmen muss, die kommen wollen?

LG Anja

Lilith79
19-08-2016, 21:06
[QUOTE=Anscha;45097129]@Lilith:

Naja die Grünen in BW haben ja eher die Person gewählt, und die ist ja eher ein sehr untypischer Grüner. ;)

Du als anscheinend Grünen-Wähler findest die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel untragbar? Aber wahrscheinlich in eine andere Richtung als ich. ;) Oder vertrittst du nicht die Meinung von Roth und Co. dass man alle aufnehmen muss, die kommen wollen?
[/QUOTE]

Nein, die Meinung vertrete ich nicht. Man kann nicht immer jeden aufnehmen, man muss auch mal pragmatisch sein, weil sonst alle irgendwann erst recht leiden. Und grade die die WIRKLICH Hilfe brauchen, echte Kriegsflüchtlinge oder Leute, die in "nicht sicheren Herkunftsländern" wohnen und wirklich verfolgt werden, die sind diejenigen die dann keine Hilfe mehr kriegen können, wenn Länder aus Hilfslosigkeit diese Länder dann zu "sicheren Herkunftsländern" erklären oder wenn unkontrolliert alle ins Land gelassen werden, egal wer und woher. Und man muss schon Ayslanträge auch mal abarbeiten können :rolleyes:
Menschlichkeit heißt auch, dass man weiß man was machbar ist und was nicht. Sonst ist man irgendwann das Equivalent von so einer verrückten Animal Horderin, die das ganze Haus voller verhungerter leidender Tiere hat und sich für ne Tierschützerin hält.

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass unsre Meinungen zur Flüchtlingspolitik sich groß unterscheiden, eigentlich kritisieren alle Leute die ich kenne, da ungefähr das gleiche, egal ob die rechts oder links sind (Sarah Wagenknecht ist da ja auch sehr rechtspopulistisch ;) ).

Ich finde die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel seit letztem Jahr untragbar, weil sie auf mich den Eindruck macht als hätte Angela Merkel sie von Claudia Roth :zahn:

Im Prinzip fasst dieser Artikel meine Meinung ganz gut zusammen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=32190

Meine Hauptkritikpunkte:
- Naiv und unverantwortlich
- unfair gegenüber den anderen EU-Ländern (es ist auch total bigott, selber offene Grenzen zu propagieren und dann den anderen Ländern an den EU-Außengrenzen oder entlang von Routen die Drecksarbeit zu überlassen die Grenzen zu zu machen oder Tote aus dem Meer zu fischen)
- unfair gegenüber den Ländern
- unfair gegenüber Flüchtlingshelfern
- unfair gegenüber den Bürgern, die überfordert und nicht mitgenommen werden
- unfair gegenüber den Flüchtlingen die sich falsche Hoffnungen machen und die sich integrieren sollen, obwohl sie auf ein feindseliges Umfeld treffen

Bezüglich der Grünen, ignorieren wir mal die Weltfremden Parteimitglieder, ich hab keine Ahnung ob die Grünen eine Flüchtlingspolitik auf die Beine stellen können die Besser ist. Das kommt darauf an was sie sich da für die kommende Bundestagswahl überlegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Özdemir und ein Kretschmann sich da aktuell nicht hinstellen wollen und eine offene Willkommenskultur propagieren...ist halt die Frage ob sie sich durchsetzen können. Wenn sie da Ernst genommen werden, dürfen sie halt nicht Claudia Roth ranlassen. Zumindest ist eine schlechtere Flüchtlingspolitik als die von Frau Merkel im letzten Jahr kaum denkbar :D

In Bezug auf Integrationspolitik traue ich den Grünen aber tatsächlich mehr zu als der CDU. Und ich denke auch, dass wir beide da z.B. komplett unkompatible Meinungen haben, wie man das am Besten machen sollte, ich denke da haben liberale und konservative Menschen schon oft sehr unterschiedliche Ansichten...aber ich finde die CDU und die SPD haben da in der Vergangenheit immer schon versagt.

Übrigens zeigt das Beispiel von Claudia Roth ja gut, dass man als Wähler jeder Partei immer mit den schlechtesten Auswüchsen davon assoziiert ist. Vernünftige AfD Wähler können nix dafür dass es Beatrice von Storch gibt. Genauso wenig können vernünftige Grünen Wähler was dafür dass es Claudia Roth gibt. Aber vorwerfen lassen muss man sich diese Leute halt immer ;)
Und ich denke auch dass solche Leute für solche Parteien ein Problem sind, weil die halt immer die Aufmerksamkeit kriegen, grad von Leuten die sich wenig mit den Parteien beschäftigen.

Und ich bin auch kein typischer Grünen wähler, hab die glaub in meinem Leben einmal auf Bundesebene gewählt. Und jetzt einmal auf Landesebene. Aber wenn die erfolgreicher werden wollen, brauchen sie halt mehr "untypische Grünen Wähler".

Ich finde das ist übrigens auch so ein unsägliches Vorurteil, dass linke Menschen, alle naive "Gutmenschen" oder Linksextreme sind...das ist genau so eine Blödsinn wie dass alle rechten Menschen rechtsradikale Nazis sind. Grüne sind nicht alle linksversiffte homosexuelle Kiffer mit Palästinensertuch und nem Brandbeschleuniger für Autos und Afd-Wähler sind nicht alle Nazis mit nem Brandbeschleuniger für Flüchtlingsheime. Also wenn ich glauben würde dass 20-25 % der Mecklenburger Nazis sind, DANN hätte ich wirklich Angst ;) Ich find's wirklich frustrierend, dass so wenig miteinander geredet wird, dass die Leute lauter so dämliche Vorurteile haben.
Linke und Rechte sehen in meinen Augen die gleichen Probleme, sie haben bloß unterschiedliche Vorstellungen wie man diese Probleme löst.
Bloß LinksEXTREME und RechtsEXTREME, die haben gar keine Lösungen und sind auch nicht daran interessiert.

Anscha
19-08-2016, 22:18
Naja die Meinung zu den Flüchtlingen teilen wir schon mal. Aber dann kommt das berühmte "Aber was dann?"

Was soll denn gemacht werden, wenn es immer mehr werden, so wie im Herbst und Winter letztes Jahr? Ich habe dazu eine unpopuläre Meinung und halte es wie Österreich.

Signale wie Angela Merkel sie gesendet hat, waren fatal. Die Signale aus Österreich und Mazedonien klar. Nicht problemlos, aber sie dämmten meiner Meinung ach den Strom, auch wenn das keiner zugeben möchte von den regierenden Politikern.

Und dann wieder "Aber was dann?" Dann werden wieder Bilder von Kindern vor den Zäunen gezeigt...

Ich habe selbst keine Lösung...

koarla
19-08-2016, 22:42
Sehr guter Post, Lilith. Auch dem Artikel auf den Nachdenkseiten kann ich zustimmen. Darin wird aber eine Komponente vergessen: Die Gefahr durch die Islamisierung. Wenn es so weitergeht, sind die Muslime bald in der Mehrheit in Deutschland und die werden dann die Politik bestimmen. Ich fürchte hier Schlimmes für meine Kinder und unterstütze daher die Positionen der AfD.
Du setzt auf die Grünen. Aber die Multikultipolitik war schon zu lange beherrschend. Die Deutschen sind sehr tolerant und man hat das halt mitgetragen, weil auch die Medien immer mehr in diese Richtung gingen. Man muß aber auch mal an die Zukunft des Landes denken.

Anscha
19-08-2016, 22:55
Diese übertriebene Toleranz stört mich auch sehr. In keinem anderen Einwanderungsland wird das so sehr übertrieben.

Nicht die Gäste passen sich an, nein wir müssen uns anpassen.

So gibt es in Hamburger Schulen kein, gar kein Schweinefleisch mehr. Warum? Ich war vor kurzem Schwimmen. Wir aßen im Imbiss, da regte sich ein muslimischer Mann sehr aggressiv darüber auf warum es die Spaghetti Bolognese nur mit Schwein gibt.

Hier in Hamburg gibt es Schwimmzeiten für muslimische Frauen, in den Zeiten werden alle Fenster verhangen...

Inzwischen wird getrennter Sport- und Schwimmunterricht gefordert, in der Grundschule...!

Ich finde man kann es auch übertreiben.


Und nur als Nachtrag. Ich habe viele muslimische Schüler in meinen Klassen und ich mag sie alle sehr. ;)

Lilith79
19-08-2016, 22:58
Der Anteil der Muslime in Deutschland liegt nach aktuellen Schätzungen meines Wissens bei 2,5 - 5,5 %.

Da müssen schon ne ganze Menge Leute kommen bevor die was anderes sind als ne kleine Minderheit.

Da hab ich echt mehr Angst vor einer AfD-isierung Deutschlands.

Ich schätze da sind sogar wir LGBT??????? Menschen vermutlich deutlich in der Überzahl (zumindest wenn man Bisexuelle mitzählt bin ich mir da sogar 100% sicher).

Ansonsten, ich bin konfessionsloser Atheist und lebe schon 37 Jahre in einem Staat der theoretisch eine Trennung von Staat und Kirche hat und praktisch nach meinem Empfinden irgendwie nicht wirklich und in dem immer noch Mehrheit der Menschen einer Christlichen Kirche angehören. Ich bin immer noch nicht Christianisiert ;)

Lilith79
19-08-2016, 23:09
[QUOTE=Anscha;45098061]Diese übertriebene Toleranz stört mich auch sehr. In keinem anderen Einwanderungsland wird das so sehr übertrieben.

Nicht die Gäste passen sich an, nein wir müssen uns anpassen.

So gibt es in Hamburger Schulen kein, gar kein Schweinefleisch mehr. Warum? Ich war vor kurzem Schwimmen. Wir aßen im Imbiss, da regte sich ein muslimischer Mann sehr aggressiv darüber auf warum es die Spaghetti Bolognese nur mit Schwein gibt.

Hier in Hamburg gibt es Schwimmzeiten für muslimische Frauen, in den Zeiten werden alle Fenster verhangen...

Inzwischen wird getrennter Sport- und Schwimmunterricht gefordert, in der Grundschule...!

Ich finde man kann es auch übertreiben.
[/QUOTE]


Das find ich auch übertrieben, aber ganz ehrlich da sind nicht die Muslime dran Schuld, sondern wir Deutschen. Vielleicht liegt das auch an Frau Merkel? Sie will gefühlt bei keinem anecken.
Deswegen ist sie vermutlich offiziell auch nicht gegen die "echte" Homo-Ehe, weil es ihren politischen Überzeugungen entspricht oder aus irgendwelchen sonstigen Gründen, die sie nennen kann, sondern wegen "Bauchgefühl". Vermutlich meint sie das klingt irgendwie gefühlvoller und netter (?!). :rotfl: Ich finde es unendlich beleidigend, da mit ihrem Bauchgefühl um die Ecke zu kommen.

Und ich bin mir sicher, neulich ein Interview gelesen zu haben mit Herrn Kretschmann und Herrn Özdemir, in dem die solchen Blödsinn auch abgelehnt haben.

Wobei ich auch dafür bin, dass das Essen an Schulen und in Kantinen gesünder sein sollte und dazu auch gehört generell mehr vegetarische Gerichte und Essen höherer Qualität anzubieten, aber da eben in Form von Alternativen.

Allerdings finde ich es ist das gute Recht eines Menschen sich in einem Imbiss aufzuregen, weil es nur Spaghetti mit Schweinefleisch gibt. Ich bin mir sicher das fällt unter freie Meinungsäußerung.
Das heißt bloß nicht, dass das irgendwas bewirkt.
Ich reg mich in gutbürgerlichen schwäbischen Restaurants auch immer etwas genervt auf, dass es da als einzig halbwegs leichte Alternative immer den "Fitness-Salat mit Putenstreifen" gibt und sonst nicht. Allerdings nicht lautstark. das ist aber eine Typfrage.

peterprochow
19-08-2016, 23:22
[QUOTE=Lilith79;45098086]Der Anteil der Muslime in Deutschland liegt nach aktuellen Schätzungen meines Wissens bei 2,5 - 5,5 %.[/QUOTE]


Laut einer Erhebung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge lag er im Jahre 2009 bei etwa 5 %.

Gesamtzahl der Muslime in Deutschland (http://remid.de/info_zahlen/islam/)

Lilith79
19-08-2016, 23:28
[QUOTE=Anscha;45097802]Naja die Meinung zu den Flüchtlingen teilen wir schon mal. Aber dann kommt das berühmte "Aber was dann?"

Was soll denn gemacht werden, wenn es immer mehr werden, so wie im Herbst und Winter letztes Jahr? Ich habe dazu eine unpopuläre Meinung und halte es wie Österreich.

Signale wie Angela Merkel sie gesendet hat, waren fatal. Die Signale aus Österreich und Mazedonien klar. Nicht problemlos, aber sie dämmten meiner Meinung ach den Strom, auch wenn das keiner zugeben möchte von den regierenden Politikern.

Und dann wieder "Aber was dann?" Dann werden wieder Bilder von Kindern vor den Zäunen gezeigt...

Ich habe selbst keine Lösung...[/QUOTE]

Ich hab da auch keine Lösung, aber ich sehe das im Moment nicht so dringlich.

Ich denke schon, dass Obergrenzen eine zumindest vorübergehende Notwendigkeit sein können und ich denke die wird es dann auch geben, wenn sie gebraucht werden, auch ohne AfD.

Ich denke das Problem unkontrollierter Flüchtlingsströme wird jetzt für lange Zeit erst mal das Problem der Länder sein, die an den Stellen liegen wo die zuerst ankommen, d.h. das Kackproblem haben erst mal die anderen.

Die AfD hat aus meiner Sicht auch keine Lösungen (entweder sie haben welche auf die eh jede andere Partei auch kommen wird oder welche die nicht umsetzbar sind). Aber Frau Petry kann ja mal ein paar konkrete Inseln nennen, dann erklären wer die Leute da in Empfang nimmt und verwaltet und warum derjenige oder diejenigen die sie da nennt, das tun wollen sollte.

Worauf ich inhaltlich den Hauptaugenmerk sehen würde:
- Schlepper und deren Machenschaften bekämpfen
- Den Leuten in Fluchtländern ganz klar sagen, was sie erwartet, damit sie keine unrealistische Erwartungen und Hoffnung haben
- mehr Leute für die Bearbeitung der aktuell vorhandenen Asylprobleme und dafür sorgen dass der Asyl- und Abschiebeprozess beschleunigt wird
- Und wenn möglcih dafür sorgen dass die EU Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, aber in der EU bleiben wollen und die Benefits abgreifen, trotzdem Flüchtlinge aufnehmen müssen, weil es aus meiner Sicht nicht sein kann, dass man selber die Personenfreizügigkeit nutzt und Geld von Nettozahlern kriegt, aber sich auf den Standpunkt stellt "nee, aber Flüchtlinge will ich nicht".

"Fluchtursachen bekämpfen" natürlich auch, das klingt auch so gut, aber das will ja in Wirklichkeit eh keiner machen, immer diese nervige Ursachenbekämpfung, wenn man doch an Symptomen rumdoktorn kann.

kruse2570
19-08-2016, 23:47
[QUOTE=koarla;45097979]Wenn es so weitergeht, sind die Muslime bald in der Mehrheit in Deutschland und die werden dann die Politik bestimmen.[/QUOTE]

:vogel: :lol:

Lilith79
19-08-2016, 23:48
Übrigens finde ich es faszinierend, dass in Deutschland immer alles was an Integration falsch läuft auf die Grüne Multi-Kulti Politik geschoben wird.

Die Grünen waren noch nie ansatzweise mehrheitlich in irgendeiner Regierung und auch in der Opposition eher immer klein.

Was die als Oppositionspartei und in ein paar Jahren rot/grün alleine alles beeinflusst und auf die Beine gestellt habe, Wahnsinn...da sollte ich die vielleicht doch öfter wählen, weil das sind ja offenbar mal echte Macher!

Da bin ich ja ganz verwundert, dass es in Baden-Württemberg überhaupt noch Schweinefleisch gibt, jetzt wo die hier echt ernsthaft mitregieren! ;)

Ganz ernsthaft, ich hab keine Ahnung was konservative óder Nicht-Grünen-Wähler im allgemein sich unter "Grüner Multi-Kulti Politik" vorstellen, weil alles was von den vernünftigeren Grünen zum Thema Integration gesagt wird, klingt für mich meistens sehr integrativ und sinnig.

Es hat auch nichts mit Offenheit oder Toleranz zu tun wenn man Schweinefleisch in Kantinen vom Speiseplan streicht, weil eine religiöse Gruppe das nicht isst. Das ist nicht tolerant, das ist merkwürdig und sinnlos :suspekt: Tolerant wäre: der Betreiber tischt auf was derjenige der das entscheidet will und die Schüler akzeptieren das zwangsweise, weil sie keine andere Wahl haben und essen irgendwas davon oder auch nicht. Die Toleranz besteht dann darin, dass jedem egal ist was der andere isst.

Mausophon
19-08-2016, 23:57
Da muss man als Wählerchen sehr aufpassen, ganz besonders im Ländle! Ehe man sich's versieht, ist in der Kantine das Schwein abgeschafft, und dann haben wir den Salat!

Dennis|Natascha
20-08-2016, 00:00
Steht Beatrix von Storch eigentlich auf der Kandidatenliste für das Abgeordtnetenhaus oder will sie lieber 2017 in den Bundestag?

Lilith79
20-08-2016, 00:15
[QUOTE=Mausophon;45098461]Da muss man als Wählerchen sehr aufpassen, ganz besonders im Ländle! Ehe man sich's versieht, ist in der Kantine das Schwein abgeschafft, und dann haben wir den Salat![/QUOTE]

Psssst, In der Kantine eines führenden Automobilherstellers kann man in der Praxis wirklich kein Schweinefleisch mehr essen, weil die Schlange an den SchniPoSa und Currywurst mit Pommes Tagen ist immer so lang, da ist man verhungert bis man an der Ausgabe ist. Und das obwohl es die beiden Gerichte immer sogar doppelt an 2 Stationen gibt.

So weit ist es leider schon gekommen :hair:

Ich persönlich hoffe auf mehr billige Inder die mir die Arbeit wegnehmen, weil die sind fast immer Vegetarier, die stehen da nicht an!

peterprochow
20-08-2016, 00:16
[QUOTE=Mausophon;45098461]Da muss man als Wählerchen sehr aufpassen, ganz besonders im Ländle! Ehe man sich's versieht, ist in der Kantine das Schwein abgeschafft, und dann haben wir den Salat![/QUOTE]


Wenn schon, dann bitteschön auch bundesweit einheitlich! :motz:
Wäre doch ungerecht, wenn der hessische Kantinenbesucher wieder mal Schwein hat, während der vor seinem Teller sitzende Schwabe vor lauter Tomaten auf vor den Augen nur noch die Radieschen von unten betrachten kann.

Mausophon
20-08-2016, 00:28
Deswegen sage ich ja: "Watch out, BaWü!" Dort haben sie doch diesen Cem. Der wohnt nunmal nicht in Hessen.

Zinga
20-08-2016, 01:09
[QUOTE=Dennis|Natascha;45098470]Steht Beatrix von Storch eigentlich auf der Kandidatenliste für das Abgeordtnetenhaus oder will sie lieber 2017 in den Bundestag?[/QUOTE]
Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, Mitglied des europäischen Parlaments, Lobbyistin und Politikunternehmerin geht doch nicht freiwillig in das linksgrüne versiffte Berliner Abgeordnetenhaus.
(Die Bezahlung ist auch nicht so dolle. Ich habe mal gelesen die Berliner Abgeordneten wären die am schlechtesten bezahlten Landtagsabgeordneten.)

Der Spitzenkandidat der Berliner AfD ist der Landesvorsitzende Georg Pazderski, Berufsoffizier im Ruhestand .

Ob Frau von Storch ihre berufliche Zukunft im Bundestag sieht, weiß ich nicht. Finanziell steht ein Europaabgeordneter besser da. Um den lukrativen Job des Fraktionsvorsitzenden der AFD im Bundestag, bzw. wer als Spitzenkandidat antritt streiten sich die Bundessprecher Herr Meuthen und Frau Petry. Im Hintergrund lauern Herr Höcke und Herr Gauland auf ihre Gelegenheit sich ganz vorne zu positionieren. In dem Rennen spielt Frau von Storch wohl keine Rolle.

Sie gehörte übrigens nicht zu den Gründern der Berliner AfD. Sie wurde einige Wochen später Parteimtglied und bekam dennoch bzw. erstaunlicherweise den Listenplatz 2 auf der Berliner Landesliste für die Bundestagswahl 2013. Für die Europawahl 2014 wurde sie auf den 4. Listenplatz gewählt. Ihr umfangreiches Netzwerk an Vereinen dürft ein Punkt sein, warum sie sich so gut platzieren konnte. Es gab aber auch Stimmen, sie habe sich eingekauft. In den ersten Monaten brauchte die AfD jeden Euro.

Dennis|Natascha
20-08-2016, 01:17
[QUOTE=Zinga;45098749]Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, Mitglied des europäischen Parlaments, Lobbyistin und Politikunternehmerin geht doch nicht freiwillig in das linksgrüne versiffte Berliner Abgeordnetenhaus.
(Die Bezahlung ist auch nicht so dolle. Ich habe mal gelesen die Berliner Abgeordneten wären die am schlechtesten bezahlten Landtagsabgeordneten.)

Der Spitzenkandidat der Berliner AfD ist der Landesvorsitzende Georg Pazderski, Berufsoffizier im Ruhestand .

Ob Frau von Storch ihre berufliche Zukunft im Bundestag sieht, weiß ich nicht. Finanziell steht ein Europaabgeordneter besser da. Um den lukrativen Job des Fraktionsvorsitzenden der AFD im Bundestag, bzw. wer als Spitzenkandidat antritt streitet sich die Parteiführung Herr Meuthen und Frau Petry. Im Hintergrund lauern Herr Höcke und Herr Gauland auf ihre Gelegenheit sich ganz vorne zu positionieren. In dem Rennen spielt Frau von Storch wohl keine Rolle.

Sie gehörte übrigens nicht zu den Gründern der Berliner AfD. Sie wurde einige Wochen später Parteimitglied und bekam dennoch bzw. erstaunlicherweise den Listenplatz 2 auf der Berliner Landesliste für die Bundestagswahl 2013. Für die Europawahl 2014 wurde sie auf den 4. Listenplatz gewählt. Ihr umfangreiches Netzwerk an Vereinen dürft ein Punkt sein, warum sie sich so gut platzieren konnte. Es gab aber auch Stimmen, sie habe sich eingekauft. In den ersten Monaten brauchte die AfD jeden Euro.[/QUOTE]

Ja, habe mittlerweile nachgeguckt. Sie ist keine Listenkandidatin. Mandat als Europaabgeordnete geht ja auch noch bis 2019.

Lilith79
20-08-2016, 09:50
[QUOTE=Mausophon;45098649]Deswegen sage ich ja: "Watch out, BaWü!" Dort haben sie doch diesen Cem. Der wohnt nunmal nicht in Hessen.[/QUOTE]

Ich mag den Cem ja :schäm:

Ich finde den auch gut integriert :p Er findet Deutsche Erdowahn Fans und AKP Anhänger, die sich daneben benehmen, nämlich auch nicht gut, genau wie ich. Ich finde er ist ein guter Spitzenkandidat für die Grünen.

Entschuldigung jedenfalls für die Albernheit von gestern abend.

Von wem kommen denn solche Sache wie "Kein Schweinefleisch in einer Hamburger Schule" ? Das interessiert mich wirklich. Also irgendjemand fordert das ja (fordern kann ja jeder erst mal was er will) und irgendjemand muss dann ja aber entscheiden dass man das auch tatsächlich macht. Wer ist das denn?! :suspekt: Und warum? Das waren vermutlich nicht die Schill-Partei und Ole von Beust? Die wollten doch Zucht und Ordnung und so?

Ich sehe von außen irgendwie ein Hauptproblem in der Integration von Muslimen in Schulen, dass die deutsche Politik mit lauter komischen Muslim-Verbänden zweifelhafter Intention zusammenarbeitet in Bezug auf die sie sehr naiv sind und von denen sie von meinem Eindruck her, irgendwie auch gar keine Ahnung zu haben scheinen. Aber da sehe ich wiederum auch nicht die Grünen in der negativen Vorreiterrolle. In den Grünen sitzen meines Wissens auch keine AKP nahen Kopftuch-Aktivistinnen.

Ich sehe halt überall ständig Menschen (vor allem in der Politik), die Muslime integrieren wollen aber über deren Kopf hinweg reden und gar keine Ahnung von diesen Menschen haben.

Ich hab ja eine Bekannte in den USA, die Muslim ist, übrigens aus eigener Entscheidung Kopftuch trägt und die für eine Interfaith-Organisation arbeitet und sich für Frauenrechte innerhalb der muslimischen gläubigen Community engagiert. Die hat richtig viel Ahnung von allem möglichen, vor allem von Religionen aller Art. und ich krieg halt mit was sie tut und was ihre ganzen Freunde aus ihrer Community so denken, weil mich das auch echt interessiert, weil man sehr viel lernt.

Und ich krieg viel von ihrer Arbeit mit und grad ist ja die Burkini Debatte groß wegen Frankreich und so.

Für diese Menschen erweckt alles was wir tun, den Eindruck, dass sie zusätzlich zu ihrem Kampf für mehr Gleichberechtigung innerhalb der muslimischen Community (und die kämpfen da nicht dafür ihr Kopftuch auszuziehen, wobei sie die Meinung vertreten, dass das jede Frau selbst entscheiden können soll was sie anzieht, sondern dafür in Moscheen nicht getrennt sitzen zu müssen oder dafür bei Konferenzen öfter als Sprecher eingeladen zu werden) immer auch noch gegen Nicht-Muslime-Feministinnen und Regierungen und Politiker ankämpfen müssen, die ihnen ebenfalls ständig vorschreiben wollen ob sie unterdrückt sind und wie und was sie anzuziehen haben. Und dass mit aller Macht versucht wird, sie am Schwimmen zu hindern, egal wie und wo (siehe Burkini Debatte).
Das Einzige dass die muslimischen Frauen die ich kenne NOCH doofer finden als muslimische Männer, die sind klein halten wollen, sind übrigens Leute wie Alice Schwarzer oder Femen Aktivistinnen :zahn:

Und so was führt halt nicht zu Integrationswille, sondern zu Frust und Genervtheit und dazu dass man sich abgelehnt fühlt und dann zu Trotzreaktionen (selbst wenn ich bisher noch nie einen Burkini angezogen habe, dann kauf ich mir jetzt einen!). Was ich selbst total gut nachvollziehen kann. Wenn ich das Landtagswahl-Parteiprogramm von der AfD Wahl zum Thema Leitkultur und all das darüber was Rot/Grün alles falsch macht lese fühle ich mich selbst als Deutsche kulturell davon auch abgelehnt und völlig unverstanden. Und das führt nicht zu Integrationswille oder zu einem "Wir Gefühl", dass führt zu ganz ganz tiefen Gräben und Widerstand. Ich glaube die AfD hat ein großes Potential alle eher Liberalen aus dem Dornröschenschlaf aufzuwecken und wieder laut werden zu lassen, das sehe ich ja an mir selber. Und ich glaube sie wird viele "Neo-Punks" generieren, die aus Solidarität halt keine Palästinensertücher mehr tragen sondern Burkinis und Co.
Meine österreichische Freundin (wählt ÖVP) hat mich vor ein paar Monaten gefragt, warum sie jetzt eigentlich in Österreich zwischen aus ihrer Sicht ganz links (Pest) und ganz rechts (Cholera) wählen muss (ich glaub sie hat sich für Wahlzettel ungültig machen entschieden), ich denke das ist genau dieser Effekt. Statt verwässerter Mitte erstarken dann halt die Gegenpole.

Dennis|Natascha
20-08-2016, 10:10
Österreich hat genau das gleiche Problem wie Deutschland.

Regiert eine große Kolaition wachsen die Ränder.

Guck dir mal das Ergebnis 2009 nach Merkels erster Groko an.

Da waren die Randparteien auch relativ stark und die Volksparteien schwach.

Wir können nur hoffen das es auf Landes und Bundesebene immer weniger GroKos geben wird.

Anscha
20-08-2016, 10:24
Das wollen die Hamburger Politiker, weil der der Anteil der Muslime in Hamburg schon recht groß ist. Auch wenn die offiziellen Zahlen der Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund nicht so hoch sind, darf man nicht vergessen, dass Menschen mit Migrationshintergrund nur die sind, deren Eltern im Ausland geboren wurden. In Hamburg gibt es aber massenweise nicht gut integrierte Kinder, die bereits in dritter Generation in Deutschland leben. Mit Sprachproblemen (ünbrigens sowohl in der Heimatsprache, als auch in Deutsch) und allem was dazu gehört.

Man hat Angst vor der Nazikeule und deswegen ist es eben doch ein Problem wenn jemand aggressiv nach Bolognese ohne Schwein schreit. Dann wird nämlich betroffen geguckt und sich entschuldigt. Nehmen wir mal an ein Vegetarier hätte da so rumkrakelt, da wäre die Reaktion ganz anders gewesen und das, genau das ist das Problem.

Wir haben an meiner Schule eine zum Islam konvertierte deutsche Familie. Der Vater gibt keiner weiblichen Person mehr die Hand. Keiner sagt was dagegen, keiner will Theater wie es kürzlich in einer Hamburger Privatschule durch die Presse ging. Ich war nicht betroffen, aber ich hätte das nicht akzepiert. Und dann komm sie eben wieder die Keule... und man muss sich verteidigen.

Übrigens gesünderes Essen in den Schulen, da bin ich als zweifache Mutter sehr dafür. Das hat aber nicht zwangsläufig mit der Abschaffung von Schweinefleisch zu tun.

LG Anja

Premiere0815
20-08-2016, 12:27
In den Villengegenden, da, wo es wehtut, da wo es stinkt ;) und unsere politische und wirtschaftliche Elite wohnt, da werden es weniger sein, in den Idyllen Duisburg-Marxloh und Ruhrort, im Paradies Gelsenkirchen oder dem Eiland der Zufriedenheit Berlin-Neukölln sind es vielleicht doch einige wenige mehr.

Mieze Schindler
20-08-2016, 12:31
[QUOTE=Anscha;45098061]

So gibt es in Hamburger Schulen kein, gar kein Schweinefleisch mehr. Warum? Ich war vor kurzem Schwimmen. Wir aßen im Imbiss, da regte sich ein muslimischer Mann sehr aggressiv darüber auf warum es die Spaghetti Bolognese nur mit Schwein gibt.

[/QUOTE]

Nein, nein, es lag nicht an dem aggressiven Mann im Schwimmbad. Die Entscheidung haben laut Abendblatt (http://www.abendblatt.de/ratgeber/gesundheit/article207142067/Die-Wahrheit-ueber-Schweinefleisch-in-Schule-und-Kita.html) die Caterer selbst getroffen; sie liefern das, was möglichst viele essen und vertragen - das ist rein pragmatisch, nichts Politisches. Und zwar schon seit den 80er Jahren.

Glaub auch nicht, dass Deine AfD Zulieferer zwingen könnte, Schweinefleisch zu verkaufen oder Schulen, Schweinefleisch abzunehmen. Geschweige denn Schüler, Schweinfleisch zu essen.

Das ist mein subjektives Empfinden: Der Protest, der in der Protestwahl ausgedrückt wird, ist häufig auch eine diffuse Unzufriedenheit mit Dingen, die von der Politik nur bedingt oder gar nicht beeinflusst werden können. (Schon gar nicht, wenn immer mehr aus reinem Protest wählen - so dass keine richtigen Mehrheiten mehr zustande kommen).

Flavia16
20-08-2016, 13:16
[QUOTE=kruse2570;45098374]:vogel: :lol:[/QUOTE]

Du hast offensichtlich keine Kinder. In Kindergärten und Grundschulen ist sogar hier auf dem Land der Anteil der muslimischen Kinder schon bei 25-60%. Die Geburtenrate ist in Familien mit muslimischem Hintergrund weitaus höher als die durchschnittliche Geburtenrate in Deutschland.

Man muss kein Mathegenie sein, um zu erkennen, wie sich das Verhältnis Muslime/Nicht-Muslime in Deutschland in den nächsten Generationen entwickeln und verändern wird. Wie man das bewertet, musst du schon jedem selbst überlassen.

Mieze Schindler
20-08-2016, 13:36
[QUOTE=Flavia16;45099571]Du hast offensichtlich keine Kinder. In Kindergärten und Grundschulen ist sogar hier auf dem Land der Anteil der muslimischen Kinder schon bei 25-60%. Die Geburtenrate ist in Familien mit muslimischem Hintergrund weitaus höher als die durchschnittliche Geburtenrate in Deutschland.

[/QUOTE]

Da ist ein wahrer Kern dran - aber 60% im ländlichen Raum - das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Wo hast Du die Zahl denn her? Beim Googlen finde ich für die kommende Generation dies:

[QUOTE]In Deutschland werden im Jahr 2050 nur noch rund 70 Millionen Einwohner leben. Jeder zehnte Bürger wird dann muslimischen Glaubens sein, also sieben Millionen deutsche Muslime. [/QUOTE]

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article142756110/Muslime-Die-Gewinner-des-demografischen-Wandels.html

Flavia16
20-08-2016, 13:43
[QUOTE=Mieze Schindler;45099625]Da ist ein wahrer Kern dran - aber 60% im ländlichen Raum - das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Wo hast Du die Zahl denn her? Beim Googlen finde ich für die kommende Generation dies:



Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article142756110/Muslime-Die-Gewinner-des-demografischen-Wandels.html[/QUOTE]

Persönliches Erleben. Wir haben eine große türkische Gemeinde hier im Ort. Da sind 4-8 Kinder pro Familie eher die Regel als die Ausnahme.

Delphi
20-08-2016, 13:51
[QUOTE=Mieze Schindler;45099476]Das ist mein subjektives Empfinden: Der Protest, der in der Protestwahl ausgedrückt wird, ist häufig auch eine diffuse Unzufriedenheit mit Dingen, die von der Politik nur bedingt oder gar nicht beeinflusst werden können. (Schon gar nicht, wenn immer mehr aus reinem Protest wählen - so dass keine richtigen Mehrheiten mehr zustande kommen).[/QUOTE]

Themen wie das Angebot von Schweinefleisch in Kantinen halte ich auch für nebensächlich. Es gibt eine wachsende Zahl von Menschen ohne Migrationshintergrund, die sich aus welchen Gründen auch immer laktosefrei, glutenfrei und vegan ernähren möchten. In der Hinsicht sind Moslems vergleichsweise unproblematisch. Auch ein (eingeschränktes) Burkaverbot halte ich letztlich für Symbolpolitik.

Meine Unzufriedenheit bezieht sich zum Beispiel darauf, dass das Asylrecht in vielen Fällen de facto zum Einwanderungsrecht geworden ist. Laut einer jüngst veröffentlichten Studie wollen 70 Prozent der Flüchtlinge für immer in Deutschland bleiben. Der Anteil ist bemerkenswert hoch, wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung derzeit den Familiennachzug blockiert. Nach den Erfahrungen in der Vergangenheit werden die meisten von ihnen in Deutschland bleiben dürfen. In der offiziellen Terminologie sind es die "Fachkräfte von übermorgen". Ich kann aber nicht erkennen, welchen Nutzen unsere Gesellschaft aus dieser Form der Zuwanderung ziehen soll. Vor allem geringqualifizierte Menschen mit aus meiner Sicht reaktionärem Weltbild stellen keine Bereicherung dar. Ich habe den Eindruck, dass viele Linke die Möglichkeiten des Staates, diese Menschen mit Hilfe von Integrationsmaßnahmen in unsere Gesellschaft einzugliedern, überschätzen. In einigen Jahren werden wir darüber diskutieren können, warum bei etlichen Syrern die Integration leider gescheitert ist. Parallel dazu erleben wir eine Armutszuwanderung aus Südosteuropa im Rahmen der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit. Auch Paul Krugman, der weltweit bekannteste linke Ökonom, hält die Arbeitnehmerfreizügigkeit zwischen Staaten mit extrem ungleichem Wohlstandsniveau für sehr problematisch. Auch in diesem Bereich hat die Politik die Weichen meines Erachtens nicht richtig gestellt.

kruse2570
20-08-2016, 14:02
[QUOTE=Flavia16;45099571]Du hast offensichtlich keine Kinder. In Kindergärten und Grundschulen ist sogar hier auf dem Land der Anteil der muslimischen Kinder schon bei 25-60%. Die Geburtenrate ist in Familien mit muslimischem Hintergrund weitaus höher als die durchschnittliche Geburtenrate in Deutschland.

Man muss kein Mathegenie sein, um zu erkennen, wie sich das Verhältnis Muslime/Nicht-Muslime in Deutschland in den nächsten Generationen entwickeln und verändern wird. Wie man das bewertet, musst du schon jedem selbst überlassen.[/QUOTE]

Man muss auch kein Mathegenie sein, um den Unterschied zwischen 10 % (2050) und "die Mehrheit" zu erkennen.

Mieze Schindler
20-08-2016, 14:06
[QUOTE=Flavia16;45099644]Persönliches Erleben. Wir haben eine große türkische Gemeinde hier im Ort. Da sind 4-8 Kinder pro Familie eher die Regel als die Ausnahme.[/QUOTE]

Alles klar, danke; dann gilt es also nur für Deinen Ort. Oder Deinen Blickwinkel; das vermute ich eher. Für das Land bleibt die Anzahl der Muslime bei 10% in der nächsten Generation. (Die durchschnittliche Anzahl der Kinder ist in den Trendberechnungen natürlich einbezogen.)

Statistisch kann es sich bei Deinem Ort nur um einen Einzelfall handeln. Der seltsamerweise nicht von der Statistik erfasst wird. Die spricht von 16% muslimischer Schüler, die in Großstädten deutlich stärker repräsentiert sind. Ganz vorn liegt Dortmund mit 25%.

Ich finde das auch viel. Finde die Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Aber falsche Zahlen sind nicht hilfreich.

FreddyDeluxe
20-08-2016, 14:08
[QUOTE=Flavia16;45099644]Persönliches Erleben. Wir haben eine große türkische Gemeinde hier im Ort. Da sind 4-8 Kinder pro Familie eher die Regel als die Ausnahme.[/QUOTE]

Persönliches Erleben. Genau.

Leider von 2010, aber sicherlich noch aktuell:

[QUOTE]Ja, es stimmt, Migrantinnen bekommen mehr Kinder als Deutsche. Der Unterschied ist allerdings nicht dramatisch. Die Geburtenrate ausländischer Frauen lag im Jahr 2006 bei 1,6; bei deutschen Frauen ergab sich ein Wert von bei 1,3.[/QUOTE]

[QUOTE]Außerdem zeigte sich, dass Migrantinnen von Jahr zu Jahr weniger Kinder bekommen. Am Ende der siebziger Jahre lag die Geburtenrate der Migrantinnen noch bei 2,5 Kindern pro Frau. Doch seither ist sie immer weiter gefallen.[/QUOTE]

[QUOTE]Nadja Milewski von der Universität Rostock hat zum Beispiel herausgefunden, dass Migrantinnen der zweiten Generation sich beim Kinderkriegen schon deutlich von ihren Eltern unterscheiden. Sie bekommen wesentlich später und deutlich seltener Nachwuchs. "Das Fertilitätsverhalten in der zweiten Generation von Migranten ähnelt mehr dem der Deutschen als dem der Elterngeneration", lautet Milewskis Bilanz.[/QUOTE]

http://www.sueddeutsche.de/politik/geburtenrate-unter-migranten-die-kopftuch-legende-1.1041228

Premiere0815
20-08-2016, 14:09
Es gibt auch keine Ghettos, und es wird auch keine geben. Neusprachlich sagt man: Es gibt Stadtteile, in denen sich die Probleme addieren. :wub:

Und das hat mit Politik nichts zu tun, schon gar nicht mit dem ALG2 oder der Politik von Rot-Grün zu tun, das fällt alles so vom Himmel.

http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/hannelore-kraft-politiker-sind-keine-roboter-aid-1.6201176?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=daily&utm_content=topnewsletter-dinslaken

NRW wählt ja erst 2017, aber ich hoffe Frau Kraft wird krachend abgewählt. Sehr schade, die CDU in NRW ist leider so gefährlich wie die Deutschen Schwimmer bei Olympia. :(

Mieze Schindler
20-08-2016, 14:11
[QUOTE=Delphi;45099665]

Auch in diesem Bereich hat die Politik die Weichen meines Erachtens nicht richtig gestellt.[/QUOTE]

Sehe ich auch so.

koarla
20-08-2016, 14:20
[QUOTE=FreddyDeluxe;45099721]Persönliches Erleben. Genau.

Leider von 2010, aber sicherlich noch aktuell:







http://www.sueddeutsche.de/politik/geburtenrate-unter-migranten-die-kopftuch-legende-1.1041228[/QUOTE]

Moment mal. Wie ist denn die Geburtenrate von Muslimen in Deutschland? Darüber gibt es offenbar keinerlei Zahlen, nur persönliches Erleben. Also, vergeßt doch diese Pseudo-Statistiken von SZ und Co.

redglori
20-08-2016, 14:27
[QUOTE=Mieze Schindler;45099625]
Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article142756110/Muslime-Die-Gewinner-des-demografischen-Wandels.html[/QUOTE]
vom 23.06.15
Die dort zugrunde gelegten Zahlen sind inzwischen Makulatur.

Flavia16
20-08-2016, 14:27
Mit Statistiken ist das so eine Sache.:D Ich halte obige jedenfalls für nicht sehr überzeugend. Sicherlich gibt es ländliche Gebiete mit anderen Zahlen. Oder aber städtische, die noch extremer sind.

Aber eigentlich ist das hier OT. Deshalb :undwech:

kruse2570
20-08-2016, 14:38
[QUOTE=redglori;45099832]vom 23.06.15
Die dort zugrunde gelegten Zahlen sind inzwischen Makulatur.[/QUOTE]

Die angekommenen Flüchtlinge seit Juni 2015 haben wohl andere Probleme, als sich karnickelartig zu vermehren.

Mausophon
20-08-2016, 14:43
Rettet das Schnitzel!
Wenn ihr mich fragt, steht der Hauptverdächtige, der hinter der Antischnitzelverschwörung steckt, fest.
Wer wollte stickum einen Veggieday einführen und hat einen türkischen Migrationshintergrund? Das ist doch kein Zufall!

Makulatur sind diese Zahlen zu muslimischen Geburtenraten, genau! Aber für unsere Behauptung nennen wir keine Quelle. Das weiß man halt (Man muss sich ja nur mal die Flüchtlingsströme vor Augen halten. Sind zwar fast alles Männer, aber was soll's).

Wenn wir also die Zahlen doch erst einmal zugrunde legen müssen, aber trotzdem die Erfahrung machen, dass in vielen Schulklassen weit mehr als 5 - 10 % muslimische Schüler sitzen, muss das wohl damit zusammenhängen, dass sie in bestimmten Städten, Stadtvierteln und Schulen stark gehäuft auftreten. Sollte man sich nicht eher mal über die Gründe Gedanken machen?
Jetzt kann man sagen, dass hat nichts mit Landes- oder Kommunalwahlen zu tun. Sehe ich aber nicht so. Gerade die Städte und ihre Bürger müssen sich über Wohnungsbaupolitik, soziale Durchmischung, Gentrifizierung und Ghettoisierung Gedanken machen. Wenn nicht sie, wer dann?

Dr.Murder
20-08-2016, 15:00
Wenn die Eltern wollen, dass ihre Kids Schweinefleisch essen, dann sollen sie ihnen selber (zum Beispiel am Wochenende) was kochen.
Meine Güte, als wenn wir keine anderen Sorgen hätten!

Bei uns in der Grundschule wird je ein vegetarisches Gericht und eins mit Fleisch oder Fisch angeboten.
Huhn, Pute, Rind - Schwein hat noch niemals ein Kind vermisst.
Wenn man die fragt, könnte es eh jeden Tag Pommes und Nudeln mit Soße geben :D. Explizit nach Schweinefleisch fragt keines der Kinder.

Das Angebot legt bei und der Caterer fest, für den ist es tatsächlich einfacher für die Schulen und Kindergärten kein Schwein anzubieten.
Das macht er btw. schon lange vor der Flüchtlingskrise so.

Premiere0815
20-08-2016, 15:12
Einfach mal 2 oder 3 Klassenfahrten auf dem Schlachthof verlegen, dann sinkt das Interesse an Schweinefleisch schon mal merklich. ;)