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Premiere0815
05-09-2016, 01:04
In dem Dilemma stecken alle 3 "Linken" Parteien. Zusammen wären sie saustark, aber es geht halt nicht.

tanguy
05-09-2016, 01:07
[QUOTE=Manitu;45151521]Jo und ich erkläre weiter :p:D

Die linke steckt in einem Dilemma.viele ihrer Wähler und Mitglieder sind mal von der SPD und den grünen gekommen aus Protest.nun versuchen Teile der linke auf Teufel komm raus mit diesen zwei Parteien zu koalieren, die sich im Grunde nicht geändert haben. Wie wird das diese Wähler wohl gefallen, wenn die linke so dehnbar wird um diesen zwei Parteien zu gefallen. Das system lässt es nicht zu, das eine revolutionäre linke mit einer Wagenknecht an der spitze irgendwas verändert, dazu braucht es Unterstützung anderer parteien, die aber weit und breit nicht in Sicht sind.[/QUOTE]

Die Linke hat schlicht und einfach das Problem, dass viele Staatsfeinde und verkappte Rechte sich bei dieser Partei als Protestler eingefunden hatten. Diese Klientel hat nun was besseres.
Das ist imho (zu 90 %) alles.


EDIT: Damit man mich nicht falsch versteht: Damit meine ich NICHT die Linke an sich oder deren Politiker. Sondern einen (großen) Teil ihrer ehemaligen Wähler.

Yatagan
05-09-2016, 01:37
[quote=Manitu;45151521]Jo und ich erkläre weiter :p:D

Die linke steckt in einem Dilemma.viele ihrer Wähler und Mitglieder sind mal von der SPD und den grünen gekommen aus Protest.nun versuchen Teile der linke auf Teufel komm raus mit diesen zwei Parteien zu koalieren, die sich im Grunde nicht geändert haben. Wie wird das diese Wähler wohl gefallen, wenn die linke so dehnbar wird um diesen zwei Parteien zu gefallen. Das system lässt es nicht zu, das eine revolutionäre linke mit einer Wagenknecht an der spitze irgendwas verändert, dazu braucht es Unterstützung anderer parteien, die aber weit und breit nicht in Sicht sind.[/quote]

Kinderlyse. Süß. :wub:

Zinga
05-09-2016, 02:30
Ich freu mich schon auf die Berlin-Wahl.

Die AfD hat ihren Zenit erreicht.

Da hilft auch nicht das Photoshop-Klonen.
AfD-Fail: Photoshop-Gruppenfoto wird zur Lachnummer - chip.de (http://www.chip.de/news/AfD-Fuckup-auf-Facebook-Photoshop-Gruppenfoto-wird-zur-Lachnummer_99039596.html/?utm_campaign=tw_main&utm_medium=social&utm_source=twitter)

https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-0/p235x350/13775992_1168997649823820_5027315851304966814_n.jpg?oh=d8ebc885c3 19a52b268f5f2dd8d7582a&oe=5837EF32

Robert1965
05-09-2016, 06:04
[QUOTE=Premiere0815;45151432]Die DKP gibt es noch? Ich dachte, die sind beide in den Osten gegangen?
Freier Horizont. :wub: Da bin auch für. Ich mag keine Hochhäuser. :undwech:

4,8, wie erwartet. Ob das die Briefwähler noch retten können? :nixweiss:[/QUOTE]

Die DKP tritt auch in zwei Wochen in Berlin an:
DKP-Landesliste für Berlin (http://www.wahlen-berlin.de/wahlen/BE2016/Wahlvorschlaege/AH_LL12.pdf)

Robert1965
05-09-2016, 06:06
4,8 für die GRÜNEN. Sehr erfreulich.
Hoffentlich ändert sich das nicht noch durch die Briefwahl

Robert1965
05-09-2016, 06:54
Zur Berlin-Wahl:

Die künftige Regierungsmehrheit steht (den Umfragen zufolge) schon seit längerer Zeit fest: da es für eine Zweierkoalition (egal in welcher Kombination) keine Mehrheit gibt, wird Berlin künftig von einer Dreierkoalition (SPD/GRÜNE/Partei "Die Linke") regiert.

Die SPD wird ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei Berlin-Wahlen (1995 - 23,6 Prozent) vielleicht noch unterbieten, doch da die SPD weiterhin wählerstärkste Partei bleibt, wird man dies als "Sieg" präsentieren. (1963 - unter Willy Brandt als Regierendem Bürgermeister - hatte die SPD über 60 Prozent).

Der CDU droht eine Katastrophe (deutlich unter 20 Prozent).

Die GRÜNEN werden ihr bisher bestes Berliner Wahlergebnis bekommen.

Die PDL wird nach ihrem Rekordtief von 2011 (die Quittung für zehn Jahre als pflegeleichter Koalitionspartner Wowereits: der Stimmenanteil der Partei hatte sich nach zwei Wahlen im Vergleich zu 2001 nahezu halbiert) wieder zulegen.

Interessant wird, ob die FDP (2011 - 1,8 Prozent) wieder reinkommt (Umfragewerte der letzten Wochen schwanken zwischen 4 und 5 Prozent).


Hier ein Überblick zu den verschiedenen Umfragen:
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm

Robert1965
05-09-2016, 07:04
Überblick zu den Wählerwanderungen bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern:
klick hier (http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2016-09-04-LT-DE-MV/analyse-wanderung.shtml)

Delphi
05-09-2016, 07:49
[QUOTE=flash;45148933]kann mal der Petry bitte jemand Nachhilfe in Mathe geben?

Letztes Mal hatte die SPD 35,6 bei 51% Wahlbeteiligung
dieses Mal hatte die SPD 30,4 bei 61% Wahlbeteiligung

2011: 35,6x0,51= 18,156% aller Wähler
2016: 30,4x0,61= 18,544% aller Wähler

Oder anders ausgedrückt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Wähler hat die SPD zugelegt. Und die Petry schwafelt was von Wählerwanderung von ALLEN Parteien zur AfD..... :newwer:[/QUOTE]

Die Aussage von Petry ist richtig. Auch die SPD hat per Saldo Stimmen an die AfD verloren. Die SPD konnte auf der anderen Seite frühere Nichtwähler mobilisieren und gewann Stimmen von Grünen- und Linken-Wählern.

http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2016-09-04-LT-DE-MV/charts/analyse-wanderung/chart_8951546.png

http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2016-09-04-LT-DE-MV/charts/analyse-wanderung/chart_8951540.png

Zimmer101
05-09-2016, 08:03
^^ trotzdem eigentlich eine Binsenweisheit. Bei der letzten Wahl war die AFD ja noch garnicht angetreten. Da liegt es ja irgendwo nahe, dass von allen Parteien her eine Wählerwanderung stattfand....

gruss... :)

Delphi
05-09-2016, 08:17
[QUOTE=Zimmer101;45151703]^^ trotzdem eigentlich eine Binsenweisheit. Bei der letzten Wahl war die AFD ja noch garnicht angetreten. Da liegt es ja irgendwo nahe, dass von allen Parteien her eine Wählerwanderung stattfand....

gruss... :)[/QUOTE]

Das stimmt. Aber Petry benötigt - anders als Flash behauptet - wegen ihrer Aussage keine Nachhilfe in Mathe. ;)

renes
05-09-2016, 08:57
[QUOTE=Robert1965;45151612]4,8 für die GRÜNEN. Sehr erfreulich.
[/QUOTE]

finde ich auch :d:

Robert1965
05-09-2016, 09:12
[QUOTE=Zimmer101;45151703]^^ trotzdem eigentlich eine Binsenweisheit. Bei der letzten Wahl war die AFD ja noch garnicht angetreten. Da liegt es ja irgendwo nahe, dass von allen Parteien her eine Wählerwanderung stattfand....

gruss... :)[/QUOTE]

Rein theoretisch könnte eine neue Partei ihre Stimmen auch von bisherigen Nichtwählern und bisherigen Wählern aller Parteien mit Ausnahme der SPD bekommen.

RAPtile
05-09-2016, 09:38
[QUOTE=El Coco Loco;45148955]Die haben nicht verloren weil es dem Land so schlecht mit etlichen Arbeitslosen geht sondern weil man ihnen Angst vor Terroristen und bösen grapschenden Ausländern machte die ja mehr Begrüßungsgeld bekommen als sie selbst 1989.[/QUOTE]

:D

Und weil Mutti Merkel so pöhse ist und die nichtmal eisern bebest, hat man erstmal Bundesinteressen gewählt. Läuft :zahn:

Aber hey! Da wurden ja immerhin über 6000 Flüchtlinge aufgenommen. 2% Quote. Das ist schonmal eine Übersättigung der Bevölkerung. :d:

Serge
05-09-2016, 11:41
Die Grünen haben sich selbst kanibalisiert indem viele die SPD gewählt haben. Aber gut, wenn ihnen ein SPD-Ministerpräsident wichtiger ist als ihre eigene Existenz dann soll es halt so sein. Nur schade dass dann grüne Themen völlig untergehen, die SPD ist leider eine konservative Partei die mit der Umwelt nicht allzu viel am Hut hat, siehe Kohlekraftwerke.

Serge
05-09-2016, 11:43
[QUOTE=RAPtile;45151854]
Aber hey! Da wurden ja immerhin über 6000 Flüchtlinge aufgenommen. 2% Quote. Das ist schonmal eine Übersättigung der Bevölkerung. :d:[/QUOTE]

Eine Frage der Gewohnheit. Es sollen halt nicht noch mehr werden.

Im Ruhrgebiet möchte man bestimmt auch nicht, dass der Ausländeranteil noch weiter steigt. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Zimmer101
05-09-2016, 11:45
[QUOTE=Robert1965;45151808]Rein theoretisch könnte eine neue Partei ihre Stimmen auch von bisherigen Nichtwählern und bisherigen Wählern aller Parteien mit Ausnahme der SPD bekommen.[/QUOTE]

^^ Theoretisch ja. Aber praktisch wird das so nicht vorkommen... ;-)

Sie wird auch 'in nennenswerter Zahl' gemeint haben. Aber dass mindestens (!) ein, zwei Wähler auch von der SPD zur AFD wechseln, das ist / war ja anzunehmen....

gruss... :)

Lilith79
05-09-2016, 12:01
[QUOTE=Serge;45152160]Die Grünen haben sich selbst kanibalisiert indem viele die SPD gewählt haben. Aber gut, wenn ihnen ein SPD-Ministerpräsident wichtiger ist als ihre eigene Existenz dann soll es halt so sein. Nur schade dass dann grüne Themen völlig untergehen, die SPD ist leider eine konservative Partei die mit der Umwelt nicht allzu viel am Hut hat, siehe Kohlekraftwerke.[/QUOTE]

Naja, ich glaub nicht dass da ein paar Prozent Grüne in Meck Pomm nen Unterschied machen (können).
Und ist Umweltschutz im Meck Pomm so ein dringliches Thema?

Ich glaube wenn ich in Meck Pomm gewählt hätte, wäre es mir jetzt auch wichtiger gewesen die SPD zu stärken mit einer Stimme. Die Grünen habe da im Osten auf dem Land halt ein ähnliches Standing wie die Linke in Ländern wie BaWü, da sehe ich das schwierig an über die Einfluss auf die Landespolitik zu nehmen.

Ich finde das Wahlergebnis jedenfalls weitaus weniger schlimm als erwartet. Den letzten Umfragen zu Folge und den Erwartungen nahc, hätte man da ja 25% für die AfD erwarten müssen ;) (ich glaub auch dass da in Wirklichkeit ein paar AfD ler ein kleines bisschen enttäuscht sind, die echt geglaubt haben sie könnten stärkste Kraft werden)
Um die 20% finde ich für den Aufwand den die da mit ihren NPD/AfD Kombi PLakaten und Land zupflastern betrieben haben jetzt gar nicht soooo viel.

Wenn man die abzieht die 4 Jahre vorher NDP gewählt haben (also echte Nazis) , dann wählen da also ungefähr prozentual die gleiche Anzahl Leute AfD aus Protest oder wahrer Begeisterung wie in BaWü. Das finde ich eigentlich eher ein gutes Zeichen, dass die AfD da mit ihrem Gehetze auch nicht mehr Wähler mobilisieren kann wie im Westen (und deutlich weniger als in Pforzheim :undwech: ).

Die SPD hat natürlich auch verloren, aber ich finde die kann mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden sein, denn sie hat es geschafft mehr Leute zu mobilisieren als vor ein paar Wochen erwartet werden konnte.

Und dass die Linke verliert wundert mich gar nicht. Die hatten eh schon immer nen großen Anteil Protestwähler meiner Meinung nach, die sind per Definition halt flüchtig.

JackB
05-09-2016, 12:09
[QUOTE=Lilith79;45152216]
Wenn man die abzieht die 4 Jahre vorher NDP gewählt haben (also echte Nazis) , dann wählen da also ungefähr prozentual die gleiche Anzahl Leute AfD aus Protest oder wahrer Begeisterung wie in BaWü. [/QUOTE]

Woher weißt du, dass alle diejenigen, die 4 Jahre vorher NPD gewählt haben, "echte Nazis" sind?

Es könnte doch sein, dass ein Teil davon Protestwähler waren, die damals NPD gewählt haben, weil sie das als einzige Möglichkeit gesehen haben, die etablierten Parteien zu ärgern.

peterprochow
05-09-2016, 12:14
[QUOTE=RAPtile;45151854]:D

Und weil Mutti Merkel so pöhse ist und die nichtmal eisern bebest, hat man erstmal Bundesinteressen gewählt. Läuft :zahn:

Aber hey! Da wurden ja immerhin über 6000 Flüchtlinge aufgenommen. 2% Quote. Das ist schonmal eine Übersättigung der Bevölkerung. :d:[/QUOTE]


Warum ist dieses Schnulzargument immer wieder zu hören? :kopfkratz
Was für eine nutzlose Perspektive: Wenn A X nicht mag, dann hat A wegen 2X gefälligst die Fre..e zu halten, wenn bei B 10X vorliegen. Aha.


Von nach außen gezeigter Liebe und Toleranz gegenüber anderen Kulturen bei gleichzeitig latent erkennbarer Feindseligkeit gegenüber bestimmten deutschen Kulturen will ich lieber erst gar nicht reden. Wen interessiert schon sowas Langweiliges wie konsistentes Verhalten.

mk431
05-09-2016, 12:16
Die Grünen werden in 2 Wochen in Berlin schon ein ganz anderes Ergebnis einfahren. Dort liegen sie in den Umfragen bei 17 bis 20%.

Miezekratz
05-09-2016, 12:18
gute Wahl gestern in MeckPom, alle waren wie immer Gewinner. Das man die Grünen vor die Türen des Parlaments gesetzt hat, war eigentlich das Beste an der ganzen Veranstaltung, die sind mittlerweile so unnötig wie ein Kropf.

ansonsten gilt, weiter so, wir schaffen DAS


772413030151888896

:D

Lilith79
05-09-2016, 12:24
[QUOTE=peterprochow;45152260]
Von nach außen gezeigter Liebe und Toleranz gegenüber anderen Kulturen bei gleichzeitig latent erkennbarer Feindseligkeit gegenüber bestimmten deutschen Kulturen will ich lieber erst gar nicht reden. Wen interessiert schon sowas Langweiliges wie konsistentes Verhalten.[/QUOTE]

Moment, sind AfD Wähler jetzt ein schützenswerte Deutsche Subkultur? :zahn:
Ich dachte die sind "das Volk"? :kopfkratz

Naja, bei all dem Gejammer über Diskriminierung entdeckt die AfD dann vielleicht doch irgendwann noch den Minderheitenschutz und fügt ihn ins Parteiprogramm ein ;)

Und ich persönlich liebe oder toleriere keine Kultur mehr als irgendne andere.
Ich toleriere gezwungenermaßen Deppen aller Art, egal aus welcher Kultur. Ich MAG aber nur vernünftige Menschen. Alle anderen toleriere ich und finde sie aber gleichzeitig doof. Das find ich eigentlich schon recht konsistent.

Robert1965
05-09-2016, 12:38
[QUOTE=mk431;45152264]Die Grünen werden in 2 Wochen in Berlin schon ein ganz anderes Ergebnis einfahren. Dort liegen sie in den Umfragen bei 17 bis 20%.[/QUOTE]

Bei dem Trend der Umfragen (abwärts für die SPD) hatte ich schon befürchtet, die GRÜNEN würden wählerstärkste Partei : dann müßte ich SPD wählen. Doch die Umfragen deuten ja darauf hin, dass Müller (SPD) Chef des Senats bleibt.

Eine Dreierkoalition SPD/GRÜNE/PDL ist immer noch besser als eine Zweierkoalition SPD/GRÜNE (oder gar GRÜNE/SPD).

Schlechter als der jetzige SPD/CDU-Senat wird die Dreierkoalition auch nicht.

peterprochow
05-09-2016, 12:41
[QUOTE=Lilith79;45152302]Moment, sind AfD Wähler jetzt ein schützenswerte Deutsche Subkultur? :zahn:
Ich dachte die sind "das Volk"? :kopfkratz

Naja, bei all dem Gejammer über Diskriminierung entdeckt die AfD dann vielleicht doch irgendwann noch den Minderheitenschutz und fügt ihn ins Parteiprogramm ein ;)

Und ich persönlich liebe oder toleriere keine Kultur mehr als irgendne andere.
Ich toleriere gezwungenermaßen Deppen aller Art, egal aus welcher Kultur. Ich MAG aber nur vernünftige Menschen. Alle anderen toleriere ich und finde sie aber gleichzeitig doof. Das find ich eigentlich schon recht konsistent.[/QUOTE]


1. Bin nicht sicher, ob du dich bzgl. inkonsistentem Verhalten angesprochen gefühlt hast.
Warst du nicht.

2. Es wäre tatsächlich interessant, mal zu quantifizieren, wer wie oft und wie viel über
Diskriminierung jammert. Interessantes Ergebnis garantiert. Hilft uns das weiter? Auch nicht.

3. Die Tatsache, dass du unter meinen "bestimmten deutschen Kulturen" die AfD verstanden hast,
hat mich jetzt doch offenen Mundes sprachlos gemacht. :o (<--Illustration). Vor allem aufgrund der
nachlesbaren Entstehungsgeschichte des Postings. :nixweiss:
Erklärt dann aber, wenn ich's mir so genau überlege, zumindest Punkt 1. :idee:

Predni
05-09-2016, 12:55
Die Medien sind irgendwie auch alle ka doof :zahn:

Überall liest man nur "Klatsche für Merkel" "Wie lange wird Sie das noch aushalten" "Merkels Desaster"

Da denk ich mir nur WTF :maso: Die CDU verliert nur 4% zu 2011, die SPD 5%, die Linke holt das schlechteste Ergebnis in Ostdeutschland seit 25 jahren aber alle reden von einer Muttiklatsche :kopfkratz

Hier wird doch wieder vollkommen das Bild verzerrt. Eigentlich müssten die Schlagzeilen doch heute so lauten:

"Klatsche für alle etablierte Parteien"
"Wie lange hält das die Politik noch aus"
"Das Desaster der etablierten Parteien"

oder nicht? Aber alle ballern nur auf Mutti ein :dada::dada:

Ich finde das voll krank wie hier Mittels Medien im Prinzip ein Wahlergebnis verfälscht wird um Stimmung zu machen aber gut solche Schlagzeilen verkaufen sich halt besser als die eigentliche Wahrheit.....

Lilith79
05-09-2016, 13:06
[QUOTE=peterprochow;45152368]
3. Die Tatsache, dass du unter meinen "bestimmten deutschen Kulturen" die AfD verstanden hast,
hat mich jetzt doch offenen Mundes sprachlos gemacht. :o (<--Illustration). Vor allem aufgrund der
nachlesbaren Entstehungsgeschichte des Postings. :nixweiss:[/QUOTE]


Naja, ganz ehrlich ich hab keine Ahnung was man sich unter "bestimmte Deutsche Kulturen" vorstellen sollte? :confused:

Bayern, Sachsen, Ostfriesen, Schwaben, usw?

Da seh ich aber auch keine Trends, dass sich da irgendwelche Deutsche Kulturen besser oder schlimmer verhalten als andere.

Das kommt halt immer auf die Perspektive an. Der Bayer diskriminiert halt historisch am Liebsten den Preußen, der Schwabe den Bayern oder den Badenzer, der Badenzer den Schwabe, der Berliner den Schwaben, der Wessi den Ossi, der Ossi den Wessi, wenns um Sprache geht alle den Schwaben UND den Sachsen, ...da seh ich aber auch keine große Anzeichen, dass da eine Gruppe schlimmer oder betroffener wäre als andere. Außer dass es halt Gruppen gibt, die interessieren wenig, die kriegen auch wenig ab. Und ein Feindbild braucht man ja eh immer, notfalls sinds die Holländer mit ihren Wohnwägen, die diskriminiert der Schwabe auch besonders gerne.

Django78
05-09-2016, 13:08
wenn der Bayer hingegen Ausländer diskriminiert, dann nimmt er nicht die Holländer, sonder traditionell die Österreicher...

Lilith79
05-09-2016, 13:09
[QUOTE=JackB;45152246]Woher weißt du, dass alle diejenigen, die 4 Jahre vorher NPD gewählt haben, "echte Nazis" sind?

Es könnte doch sein, dass ein Teil davon Protestwähler waren, die damals NPD gewählt haben, weil sie das als einzige Möglichkeit gesehen haben, die etablierten Parteien zu ärgern.[/QUOTE]

Naja, kann natürlich auch sein. Ich hätte aber schon vermutet, dass man auch in MeckPomm eine Partei wie die NPD nicht mal so schnell aus Protest wählt.
Hier sind NPD Wähler in der Regel schon eher Überzeugte...aber wenn das so sein sollte, ist das ja auch kein schlechtes Zeichen, dann gibts halt ein paar mehr Protestwähler, aber dafür ein paar weniger echte Nazis, damit kann man doch auch gut leben.

ManOfTomorrow
05-09-2016, 13:11
[QUOTE=Predni;45152429]Die Medien sind irgendwie auch alle ka doof :zahn:

Überall liest man nur "Klatsche für Merkel" "Wie lange wird Sie das noch aushalten" "Merkels Desaster"

Da denk ich mir nur WTF :maso: Die CDU verliert nur 4% zu 2011, die SPD 5%, die Linke holt das schlechteste Ergebnis in Ostdeutschland seit 25 jahren aber alle reden von einer Muttiklatsche :kopfkratz

Hier wird doch wieder vollkommen das Bild verzerrt. Eigentlich müssten die Schlagzeilen doch heute so lauten:

"Klatsche für alle etablierte Parteien"
"Wie lange hält das die Politik noch aus"
"Das Desaster der etablierten Parteien"

oder nicht? Aber alle ballern nur auf Mutti ein :dada::dada:

Ich finde das voll krank wie hier Mittels Medien im Prinzip ein Wahlergebnis verfälscht wird um Stimmung zu machen aber gut solche Schlagzeilen verkaufen sich halt besser als die eigentliche Wahrheit.....[/QUOTE]
Die CDU hat bei der Bundestagswahl 2013 in MV 42,5% geholt - es ist also durchaus ein "kleiner" Absturz. :zahn:

Lilith79
05-09-2016, 13:15
Was mich ja kürzlich irritiert hat, ich las dass die CDU bzw. die Bundeskanzlerin auf ihre niedrigste Zustimmung seit vor 5 Jahren gesunken ist...

Daraus schließe ich, dass Angela Merkel unter ihren Anhängern und den Bundesbürgern im allgemeinen vor 5 Jahren auch schonmal genauso "beliebt" war wie jetzt grad.

Was hat die CDU dann eigentlich gemacht, damit dann vor 3 Jahren 41% die CDU gewählt haben? :schäm:

peterprochow
05-09-2016, 13:17
[QUOTE=Lilith79;45152479]
Da seh ich aber auch keine Trends, dass sich da irgendwelche Deutsche Kulturen besser oder schlimmer verhalten als andere.[/QUOTE]

Dann teilen wir diese Meinung. :) :d:


[QUOTE=Django78;45152493]wenn der Bayer hingegen Ausländer diskriminiert, dann nimmt er nicht die Holländer, sonder traditionell die Österreicher...[/QUOTE]

Und was ist dann mit "die Saupreiß, die damischen"? Also quasi den Norddeutschen? Also quasi z.B. Leuten aus Frankfurt/Main? :D

Django78
05-09-2016, 13:19
[QUOTE=peterprochow;45152522]
Und was ist dann mit "die Saupreiß, die damischen"? Also quasi den Norddeutschen? Also quasi z.B. Leuten aus Frankfurt/Main? :D[/QUOTE]

Das sind ja irgendwie Deutsche, also Leute, denen wir erlauben in unserem erweiterten Hoheitsgebiet zu leben :D

Predni
05-09-2016, 13:19
[QUOTE=ManOfTomorrow;45152507]Die CDU hat bei der Bundestagswahl 2013 in MV 42,5% geholt - es ist also durchaus ein "kleiner" Absturz. :zahn:[/QUOTE]

Nunja aber 2011 holte man eben auch nur 23% (bei der gleichen Wahl wie jetzt)

JackB
05-09-2016, 13:23
[QUOTE=Zimmer101;45151703]^^ trotzdem eigentlich eine Binsenweisheit. Bei der letzten Wahl war die AFD ja noch garnicht angetreten. Da liegt es ja irgendwo nahe, dass von allen Parteien her eine Wählerwanderung stattfand....

gruss... :)[/QUOTE]

Wenn ich mich recht erinnere, erfolgte Petrys Feststellung in Erwiderung auf die Aussage, dass ein Teil der AfD-Stimmen von früheren NPD-Wählern stammte. Das verstand Petry als Abqualifizierung der AfD-Wählerschaft. Deshalb verwies sie darauf, dass weit mehr der AfD-Wähler frühere Wähler anderer Parteien waren als welche der NPD, darunter auch solche der SPD. In dem Zusammenhang spielte es gar keine Rolle, dass die SPD durch die Gewinnung bisheriger Nichtwähler und Grünen-Wähler insgesamt an Stimmen zugelegt hatte, es ging um die in Frage gestellte "Qualität" der AfD-Wähler. Die kann soo schlecht ja nicht sein, wenn viele davon vor vier Jahren noch SPD, CDU und Grün gewählt hatten.

Lilith79
05-09-2016, 13:24
[QUOTE=peterprochow;45152522]Dann teilen wir diese Meinung. :) :d:




Und was ist dann mit "die Saupreiß, die damischen"? Also quasi den Norddeutschen? Also quasi z.B. Leuten aus Frankfurt/Main? :D[/QUOTE]

Da sind die Bayern und die Schwaben sich ja übrigens mal einig, alles ab Frankfurt ist Norden und liegt quasi direkt am Meer. Rechts "Saupreißen", Links "Fischköppe" ;)

Na, Spaß beiseite, ich hab Dich wohl falsch verstanden. Gebe Dir recht, dass jegliche Art von *ernstgemeintem* Abwerten deutscher Landstriche und Kulturen nicht in Ordnung ist (und mein Punkt ist ja grad, ich sehe keine Anzeichen, dass in Meck Pomm signifikant mehr Leute AfD wählen als in anderen Bundesländern, von dem her finde ich es auch daneben wenn man immer grad auf dem Bundesland besonders rumhackt, das grad zuletzt AfD gewählt hat). Ich denke der Anteil der AfD Wähler liegt grad in Deutschland je nach Region zwischen 10% und 25% , wobei ich einen gewissen Trend dazu sehe, dass ländliche Regionen und eben strukturschwache Regionen ggfs. noch konservative Regionen etwas mehr Afd wählen, das hat aber nix mit Ost vs. West oder sonstwas zu tun).

Vorurteile sind meiner meinung nach ziemlich normal. Genauso wie dass man über andere auch mal "herzieht". Was nicht ok ist, wenn das mit ernstgemeinten Ressentiments verbunden ist oder wenn Politiker bestimmte Gruppen zur Meinungsmache oder im Wahlkampf instrumentalisiert.

Django78
05-09-2016, 13:27
:tsts: alles ab Aschaffenburg und selbst da gibt es politische Strömungen, die sagen, daß eigentlich schon Franken irgendwie nicht so ganz bayrisch ist - und allenfalls als Vasallenstaat gelten kann :D

cassy30
05-09-2016, 13:33
[QUOTE=Django78;45152570]:tsts: alles ab Aschaffenburg und selbst da gibt es politische Strömungen, die sagen, daß eigentlich schon Franken irgendwie nicht so ganz bayrisch ist - und allenfalls als Vasallenstaat gelten kann :D[/QUOTE]

ha! wenn wir uns von den oberbayern sagen lassen müssen, wir wären keine bayern, dann können wir uns auch gleich abspalten. :schmoll:
also von a'burg bis nürnberg "großfranken" :feile:

Django78
05-09-2016, 13:35
je suis Niederbayer :newwer:

JackB
05-09-2016, 13:37
[QUOTE=ManOfTomorrow;45152507]Die CDU hat bei der Bundestagswahl 2013 in MV 42,5% geholt - es ist also durchaus ein "kleiner" Absturz. :zahn:[/QUOTE]

Natürlich ist es eine herbe Niederlage, hat bei der CDU auch niemand bestritten.
Trotzdem erscheint es etwas willkürlich, wo bei den einzelnen Parteien die Latte gelegt wird, an der man den Erfolg misst: Bei der CDU die Bundestagswahl, bei der sie ein außergewöhnlich gutes Ergebnis hatte, bei der SPD ihr Tiefpunkt bei den Meinungsumfragen Anfang des Jahres.

Sinnvoll erscheint es, die vorherige Landtagswahl als Maßstab zu nehmen (außer, da hätte es irgendwelche Sondereffekte gegeben, die das Ergebnis stark beeinflusst haben).

Und gemessen daran war die CDU keineswegs die große Verliererin.
Zwar hat sie absolut die größte Anzahl an Wählern an die AfD abgegeben. Konnte aber (nach der AfD) auch die größte Anzahl an bisherigen Nichtwählern mobilisieren, und konnte sogar der SPD und den Grünen Wähler abnehmen.
In Prozentpunkten hat sie weniger verloren als die SPD und die Linke, und etwa gleich viel wie die Grünen. Insofern kann man es schon als verzerrte Darstellung empfinden, wenn in der Berichterstattung vor allem die CDU als Wahlverliererin erscheint, und die SPD gar als Gewinnerin bezeichnet wird.

reddevil
05-09-2016, 13:38
[QUOTE=Django78;45152597]je suis Niederbayer :newwer:[/QUOTE]

ob er aber über oberammergau
oder aber über unterammergau
oder aber überhaupt net kimmt -
des is net gwiß! :nixweiss:

jahaa ich kenn auch was. guggste gell? :D

Django78
05-09-2016, 13:39
[QUOTE=reddevil;45152608]ob er aber über oberammergau
oder aber über unterammergau
oder aber überhaupt net kimmt -
des is net gwiß! :nixweiss:

jahaa ich kenn auch was. guggste gell? :D[/QUOTE]

na do schau i owa :eek:

:trink:

Lilith79
05-09-2016, 13:40
Was ich übrigens bei der Medienberichterstattung skurril finde, dauernd komm ich an dem Satz vorbei: "sogar Selbständige wählen die AfD" :kopfkratz

Was soll da bitte das "sogar" ?
In meiner Branche gibts ja überdurchschnittlich viele Selbständige und das sind ja immer so Ultraliberale, die bei Gewerkschaften und Frauenquote Spontan-Pickel kriegen und finden, dass der Sozialstaat eh dringend mal abgeschafft gehört.

Dass die die AfD wählen macht ja nun wirklich Sinn.

Üfli
05-09-2016, 13:41
[QUOTE=Manitu;45151521]Das system lässt es nicht zu, das eine revolutionäre linke mit einer Wagenknecht an der spitze irgendwas verändert, dazu braucht es Unterstützung anderer parteien, die aber weit und breit nicht in Sicht sind.[/QUOTE]Ein tröstlicher Gedanke...

cassy30
05-09-2016, 13:47
[QUOTE=Lilith79;45152616]Was ich übrigens bei der Medienberichterstattung skurril finde, dauernd komm ich an dem Satz vorbei: "sogar Selbständige wählen die AfD" :kopfkratz

Was soll da bitte das "sogar" ?
[/QUOTE]

ich schätze, das liegt daran, dass man afd-sympathisanten imm allgemeinen gerne als geistig minderbemittelt darstellt.
und bei selbständigen geht man davon aus, dass ihre kerze etwas heller strahlen müsste - da sie ja den sprung in die selbständigkeit geschafft haben.

was natürlich quatsch ist.
tausende nagel- und sonnenstudios sind beweis genug...:zahn:

Üfli
05-09-2016, 13:52
Komisch, es scheinen hier unterschiedliche Atlanten im Gebrauch zu sein. Wenn ich in meine nordfriesische Ausgabe schaue, dann sehe ich südlich von Hamburg den Balkan und südlich Frankfurt beginnt dann Afrika. :smoke:

Django78
05-09-2016, 13:54
ich muß weiter rauf ziehen - ich mag die Balkanküche nämlich lieber als die afrikanische :D

Lilith79
05-09-2016, 13:57
[QUOTE=cassy30;45152638]ich schätze, das liegt daran, dass man afd-sympathisanten imm allgemeinen gerne als geistig minderbemittelt darstellt.
und bei selbständigen geht man davon aus, dass ihre kerze etwas heller strahlen müsste - da sie ja den sprung in die selbständigkeit geschafft haben.

was natürlich quatsch ist.
tausende nagel- und sonnenstudios sind beweis genug...:zahn:[/QUOTE]

Naja, ich dachte jetzt aber schon eher an wirtschaftlich erfolgreiche Selbständige in meiner Branche :zahn:

Für die ist AfD wählen ja wirtschaftspolitisch durchaus eine sinnvolle Option.

Für "ich mach mich mal als Hundefriseur/Tierkommunikator/Kosmetikerin selbständig" Selbständigen ist eine FDP oder AfD Wahl natürlich schon eher wieder ein bisschen Russisch Roulette, falls man bedingt durch Selbstüberschätzung den Sozialstaat dann doch mal wieder gebrauchen könnte.

alonzo
05-09-2016, 14:26
[QUOTE=Üfli;45152660]Komisch, es scheinen hier unterschiedliche Atlanten im Gebrauch zu sein. Wenn ich in meine nordfriesische Ausgabe schaue, dann sehe ich südlich von Hamburg den Balkan und südlich Frankfurt beginnt dann Afrika. :smoke:[/QUOTE]

ich sag ja es kommt immer auf den standpunkt an. hier in süddeutschland assoziiert man friesland mit walrossen, eisschollen, eisbären, rentieren und eine sich von rohem fisch ernährende indigene bevölkerung.

cassy30
05-09-2016, 14:42
[QUOTE=Üfli;45152660]Komisch, es scheinen hier unterschiedliche Atlanten im Gebrauch zu sein. Wenn ich in meine nordfriesische Ausgabe schaue, dann sehe ich südlich von Hamburg den Balkan und südlich Frankfurt beginnt dann Afrika. :smoke:[/QUOTE]

das hieße dann für die perle am untermain nordafrika. damit bin ich nicht einverstanden! :zeter:
hier gibt's zwar ein afrika-festival, aber ansonsten sehr viel mehr balkan.
superlecker, dieser balkan, kann ich nur sagen. :Popcorn:

JackB
05-09-2016, 14:45
[QUOTE=Lilith79;45152677]Naja, ich dachte jetzt aber schon eher an wirtschaftlich erfolgreiche Selbständige in meiner Branche :zahn:

Für die ist AfD wählen ja wirtschaftspolitisch durchaus eine sinnvolle Option.

Für "ich mach mich mal als Hundefriseur/Tierkommunikator/Kosmetikerin selbständig" Selbständigen ist eine FDP oder AfD Wahl natürlich schon eher wieder ein bisschen Russisch Roulette, falls man bedingt durch Selbstüberschätzung den Sozialstaat dann doch mal wieder gebrauchen könnte.[/QUOTE]

Das kann man alles so oder so sehen.

Wenn am davon ausgeht, dass Selbständige an einem großen Angebot an Arbeitskräften interessiert sind, und "Flüchtlinge" oder Zuwanderung allgemein das Angebot an Arbeitskräften erhöht, sollten Selbständige besser nicht AfD wählen. Denn die will ja Zuwanderung begrenzen.

Arbeitnehmer, die die Konkurrenz durch andere Arbeitsuchende fürchten, dagegen schon.

Dass die AfD den Sozialstaat abschaffen will, ist mir übrigens bisher entgangen. Ist es nicht eher der Zuzug in die Sozialsystem, den sie begrenzen möchte?

Manitu
05-09-2016, 14:45
[QUOTE=JackB;45152602]Natürlich ist es eine herbe Niederlage, hat bei der CDU auch niemand bestritten.
Trotzdem erscheint es etwas willkürlich, wo bei den einzelnen Parteien die Latte gelegt wird, an der man den Erfolg misst: Bei der CDU die Bundestagswahl, bei der sie ein außergewöhnlich gutes Ergebnis hatte, bei der SPD ihr Tiefpunkt bei den Meinungsumfragen Anfang des Jahres.

Sinnvoll erscheint es, die vorherige Landtagswahl als Maßstab zu nehmen (außer, da hätte es irgendwelche Sondereffekte gegeben, die das Ergebnis stark beeinflusst haben).

Und gemessen daran war die CDU keineswegs die große Verliererin.
Zwar hat sie absolut die größte Anzahl an Wählern an die AfD abgegeben. Konnte aber (nach der AfD) auch die größte Anzahl an bisherigen Nichtwählern mobilisieren, und konnte sogar der SPD und den Grünen Wähler abnehmen.
In Prozentpunkten hat sie weniger verloren als die SPD und die Linke, und etwa gleich viel wie die Grünen. Insofern kann man es schon als verzerrte Darstellung empfinden, wenn in der Berichterstattung vor allem die CDU als Wahlverliererin erscheint, und die SPD gar als Gewinnerin bezeichnet wird.[/QUOTE]

das wird ja auch nur aufgespielt, weil die CDU erstmals hinter der AFD landete.

cassy30
05-09-2016, 14:47
hat sich eigentlich jemand die pressekonferenz von frau merkel aus dem land des lächelns angeschaut?

zu mvp ist sie doch recht kurz ausgefallen. "wir hätte dann zeit für drei fragen"

im großen und ganzen ist sie nicht der meinung, sie hätte fehler gemacht, man müsse es den leuten nur besser erklären.

also ein kommunikatives problem.
oder hab ich sie schon wieder falsch verstanden? :kopfkratz

Dennis|Natascha
05-09-2016, 14:50
[QUOTE=ManOfTomorrow;45152507]Die CDU hat bei der Bundestagswahl 2013 in MV 42,5% geholt - es ist also durchaus ein "kleiner" Absturz. :zahn:[/QUOTE]


Die Bundes- und Landtagsergebnisse sind oftmals sehr sehr anders.

2013 haben wir in Hessen beides gleichzeitig gewählt und da waren die Ergebnisse auch 1-2% schwankend.

Selbst die Grünen haben 2013 nur 11% in Bawü für den Bundestag geholt.

Lilith79
05-09-2016, 14:55
[QUOTE=JackB;45152860]Das kann man alles so oder so sehen.

Wenn am davon ausgeht, dass Selbständige an einem großen Angebot an Arbeitskräften interessiert sind, und "Flüchtlinge" oder Zuwanderung allgemein das Angebot an Arbeitskräften erhöht, sollten Selbständige besser nicht AfD wählen. Denn die will ja Zuwanderung begrenzen.

Arbeitnehmer, die die Konkurrenz durch andere Arbeitsuchende fürchten, dagegen schon.

Dass die AfD den Sozialstaat abschaffen will, ist mir übrigens bisher entgangen. Ist es nicht eher der Zuzug in die Sozialsystem, den sie begrenzen möchte?[/QUOTE]

Naja, Arbeitslosenversicherung privatisieren sehe ich schon sehr "Sozialstaat"-mindernd und ich sehe halt generelle eine Mischung, die Reiche und Wirtschaft stärker macht und sowieso schon Schwache weiter benachteiligt:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article153335239/Alternative-fuer-Reiche-Wo-die-AfD-sparen-will.html

Die Politik geht ja eh schon die ganze Zeit in diese Richtung und die AfD will das ja eher forcieren als dagegen zu wirken.

Für den typischen FDP Wähler ist das natürlich durchaus attraktiv, wobei dem auch klar sein dürfte, dass diese Wirtschafts- und Sozial-Politik genauso wenig wählerisch mehrheitsfähig ist wie die der FDP.
Natürlich wählt ein Großteil der AfD Protest-Wähler die AfD nicht DESWEGEN. Es ist Vielen wohl entweder grade egal oder gar nicht bewusst. Aber für einen Anteil der Selbständigen ist das natürlich durchaus attraktiv. Die wähl(t)en ja auch FDP bewusst.

Anscha
05-09-2016, 15:03
Also wenn ich meine sozialen Netzwerke betrachte, dann geht die Aggressivität doch deutlich von den AFD-Gegnern aus. AFD-Wähler werden da als blöd, mit wenig Bildung etc. dargestellt.

Dieses Bashing hat die letzten Monate nichts gebracht und wird es auch nicht. Vielleicht verschweigt man, wen man wählt, aber seine Meinung ändert man nicht.

Meine Meinung: Die AFD hat ihren Zenit noch nicht erreicht und wenn die CDU sich ihrer konservativen Themen nicht besinnt, wird sich die AFD sogar etablieren.

Loxagon
05-09-2016, 15:03
2 Gute Dinge hatte die Wahl immerhin: CDU runter, Grüne raus!

Orbitoz
05-09-2016, 15:09
[QUOTE=Loxagon;45152951]2 Gute Dinge hatte die Wahl immerhin: CDU runter, Grüne raus![/QUOTE]Was ist daran so gut?

Robert1965
05-09-2016, 15:10
[QUOTE=Loxagon;45152951]2 Gute Dinge hatte die Wahl immerhin: CDU runter, Grüne raus![/QUOTE]

:d:

Dass die NPD draussen ist, könnte man noch hinzufügen.

Orbitoz
05-09-2016, 15:11
[QUOTE=Anscha;45152949]Meine Meinung: Die AFD hat ihren Zenit noch nicht erreicht und wenn die CDU sich ihrer konservativen Themen nicht besinnt, wird sich die AFD sogar etablieren.[/QUOTE]Auch wenn die AfD bundesweit irgendwann vielleicht mal +/-30% erreicht, eine "Mehrheit", die "für das Volk" sprechen könnte, ist das noch lange nicht.

*Blue*
05-09-2016, 15:13
[QUOTE=Anscha;45152949]Also wenn ich meine sozialen Netzwerke betrachte, dann geht die Aggressivität doch deutlich von den AFD-Gegnern aus. AFD-Wähler werden da als blöd, mit wenig Bildung etc. dargestellt.

Dieses Bashing hat die letzten Monate nichts gebracht und wird es auch nicht. Vielleicht verschweigt man, wen man wählt, aber seine Meinung ändert man nicht.

Meine Meinung: Die AFD hat ihren Zenit noch nicht erreicht und wenn die CDU sich ihrer konservativen Themen nicht besinnt, wird sich die AFD sogar etablieren.[/QUOTE]


das denke ich auch.

da Merkel die CDU dermaßen weit nach links verschoben hat, damit ja keiner mehr die SPD wählt - muss sie sich nicht wundern, dass konservative Menschen sich da nicht mehr wiederfinden.

entweder tritt die CSU bald bundesweit an oder überläßt das Wählerpotential eben der AfD.

Loxagon
05-09-2016, 15:16
War die denn mal drin?
Dann ist es natürlich umso besser.

Aber ... leider hat Merkel NICHTS kapiert und will wie immer weitermachen. :mauer:

*Blue*
05-09-2016, 15:16
schräg, bekenklich - ich find grad nicht das richtige Wort - ist ja auch, dass die nun im LT sitzenden Parteien gerade mal von 45 % der Wahlberechtigten gewählt wurden

dh 55 % der Wahlberechtigten sind gar nicht im LT vertreten - gewollt (nichtwähler - selbst schuld ) oder ungewollt (5 % - Hürde).

wirklich vertreten tut da gar niemand "das Volk"

Orbitoz
05-09-2016, 15:16
[QUOTE=Blu3;45152995]da Merkel die CDU dermaßen weit nach links verschoben hat, damit ja keiner mehr die SPD wählt - muss sie sich nicht wundern, dass konservative Menschen sich da nicht mehr wiederfinden.[/QUOTE]Dass keiner mehr die SPD wählt (bei 30+x in M-V), ist doch schon etwas übertrieben, findest du nicht?

Orbitoz
05-09-2016, 15:24
[QUOTE=Blu3;45153007]schräg, bekenklich - ich find grad nicht das richtige Wort - ist ja auch, dass die nun im LT sitzenden Parteien gerade mal von 45 % der Wahlberechtigten gewählt wurden

dh 65 % der Wahlberechtigten sind gar nicht im LT vertreten - gewollt (nichtwähler - selbst schuld ) oder ungewollt (5 % - Hürde).

wirklich vertreten tut da gar niemand "das Volk"[/QUOTE]Tsja, das gehört nun mal zum Wesen einer Demokratie. Einen "Wahlzwang" gibt es nicht.

In der Schweiz gab es einige Kantone, die eine minimale "Sondersteuer" (CHF 5.- pro Wahl/Abstimmung) erhoben haben bei denjenigen die nicht an die Urnen gingen. Begründung: "Verwaltungskosten".

Das hat das Bundesgericht nach einigen Klagen als nicht verfassungsmässig qualifiziert. Die Wahlfreiheit - und damit auch die Freiheit, eben nicht zur Wahl zu gehen, ist Elementar in einer Demokratie.

Dennis|Natascha
05-09-2016, 15:34
Auf https://www.youtube.com/user/phoenix/videos findet man viele Interviews und PKs zur Wahl von den Parteien.

Robert1965
05-09-2016, 15:38
[QUOTE=Blu3;45153007]schräg, bekenklich - ich find grad nicht das richtige Wort - ist ja auch, dass die nun im LT sitzenden Parteien gerade mal von 45 % der Wahlberechtigten gewählt wurden

dh 65 % der Wahlberechtigten sind gar nicht im LT vertreten - gewollt (nichtwähler - selbst schuld ) oder ungewollt (5 % - Hürde).

wirklich vertreten tut da gar niemand "das Volk"[/QUOTE]


Die Wahlbeteiligung an Landtagswahlen ist traditinonell niedriger als bei Bundestagswahlen.

Wer nicht zur Abstimmung geht, braucht sich nicht über das Ergebnis zu beklagen.

Lilith79
05-09-2016, 15:44
[QUOTE=Orbitoz;45153045]Tsja, das gehört nun mal zum Wesen einer Demokratie. Einen "Wahlzwang" gibt es nicht.

In der Schweiz gab es einige Kantone, die eine minimale "Sondersteuer" (CHF 5.- pro Wahl/Abstimmung) erhoben haben bei denjenigen die nicht an die Urnen gingen. Begründung: "Verwaltungskosten".

Das hat das Bundesgericht nach einigen Klagen als nicht verfassungsmässig qualifiziert. Die Wahlfreiheit - und damit auch die Freiheit, eben nicht zur Wahl zu gehen, ist Elementar in einer Demokratie.[/QUOTE]

In Australien gibts Wahlpflicht, da würden sich bestimmt aber wieder viele Deutsche in ihrer bürgerlichen Freiheit eingeschränkt fühlen :zahn:

Wobei man da natürlich auch nur ne kleine Geldstrafe zahlen muss, aber es scheint trotzdem zu einer sehr hohen Wahlbeteiligung zu führen.

Aber ich glaub irgendwie nicht, dass die Australier mit ihren Politiker rundum zufrieden sind und komische Probleme haben die da auch (bei einem 2 Parteiensystem mit einem Sitz Mehrheit, hat man halt ein Problem wenn da mal 3 Leute zu früh nach Hause gehen :rotfl: ). :

http://www.bbc.com/news/world-australia-37241888

Ansonsten weiß ich echt nicht was manche Menschen sich von einer Demokratie erwarten?
Es kann doch nie eine Partei "das Volk" repräsentieren, weil es eben nicht "das Volk" gibt, das eine einheitliche Mehrheitsmeinung vertritt. Menschen haben ganz unterschiedliche Meinungen, deswegen gibt es unterschiedliche Gruppen die unterschiedliche Parteien wählen und da hat halt jeder dann das "Pech", dass nur 10 oder 20 oder 30 % der anderen "Volks"mitglieder die gleiche Partei wählen. Da kann man doch nicht erwarten, dass dann die Regierung alles so macht, wie man sich selber das vorstellt, nur weil 30% andere auch noch die gleiche Partei gewählt haben. 70% finden das dann halt trotzdem doof und versuchen ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Was man doof findet. Oder sie machen Kompromisse und wursteln sich eine Kompromisspolitik zusammen, was man dann aber auch wieder doof findet.
Manche scheinen sich unter Politikern schon so ne Art Mischung zwischen "Wünsch Dir was" und Mary Poppins vorzustellen :kopfkratz

Orbitoz
05-09-2016, 15:52
[QUOTE=Loxagon;45153006]Aber ... leider hat Merkel NICHTS kapiert und will wie immer weitermachen. :mauer:[/QUOTE]Will sie das? Spätestens seit dem Türkei-Deal sollte doch klar sein, dass die Regierung Merkel (und somit die CDU) von der angeprangerten "Willkommenskultur" abgekehrt ist.

Gegen die de facto-Schliessungen der sog. "Balkanroute" hatte sie ja nichts. Griechenland und Italien schmoren nach wie vor in ihrem eigenen Saft - ganz nach dem Gusto der populistischen Lautsprecher von AfD und CDU/CSU-Rechtsaussen. "Dublin läuft!"

Dass ausgerechnet eine nicht nur menschliche, sondern eine damals auch(!) realpolitisch wichtige Reaktion der Kanzlerin 2015 nach wie vor um die Ohren gehauen wird (von der sie längst Abstand genommen hat), finde ich etwas befremdlich.

Ausser "Grenzen dicht!"-Geschrei kommt ja nichts von Seiten der AfD. Na gut, dann halt wieder "Grenzen dicht" - und die "Deutschland AG" wieder installieren; also wieder grosse Industriebeteiligungen von Banken zum Anschaffungswert ohne Abschreibungen zulassen. Das war's dann aber mit den tollen Exporterfolgen. Damit würde sich Deutschland ziemlich schnell und effektiv aus dem Weltmarkt katapultieren.

Der Wahlkampf in M-V war hauptsächlich ein "stellvertreter-Wahlkampf" der von bundespolitischen Themen dominiert wurde, mit M-V aber nichts zu tun hatte. Eine klare SPD/CDU-Mehrheit hat das erkannt und entsprechend gewählt. Eine grosse, bisherige "Nicht-Wählerschaft" liess sich hauptsächlich von der AfD mobilisieren - und diese trompetete ihr Mantra "Merkel muss weg!". Ein Mantra, das ja jetzt auch hier und in anderen Foren/Talkbacks ständig wiederholt wird.

Delphi
05-09-2016, 16:01
[QUOTE=Orbitoz;45153161]Na gut, dann halt wieder "Grenzen dicht" - und die "Deutschland AG" wieder installieren; also wieder grosse Industriebeteiligungen von Banken zum Anschaffungswert ohne Abschreibungen zulassen. Das war's dann aber mit den tollen Exporterfolgen. Damit würde sich Deutschland ziemlich schnell und effektiv aus dem Weltmarkt katapultieren.[/QUOTE]
Der Gedankensprung von der Flüchtlingspolitik zur früheren Vernetzung der Banken, Versicherungen und Industriebetriebe in der "Deutschland AG" bis hin zur Exportwirtschaft ist wirklich bemerkenswert, ergibt aber leider überhaupt keinen Sinn.

Lilith79
05-09-2016, 16:04
[QUOTE=Orbitoz;45153161]Will sie das? Spätestens seit dem Türkei-Deal sollte doch klar sein, dass die Regierung Merkel (und somit die CDU) von der angeprangerten "Willkommenskultur" abgekehrt ist.[/QUOTE]

Ich hab den Eindruck für manche Leute kann Angela Merkel ja sagen und tun was sie will, ihr wird immer vorgeworfen werden, dass sie nichts ändert und nicht verstanden hat. Ich glaub die leben grade für ihre "Mutti ist an allem Schuld" Haltung.

Ich glaub manche werden noch "Merkel muss weg!" skandieren, wenn wir schon 3 Jahre nen anderen Bundeskanzler haben ;)

Ich frag mich ja wie das mit der AfD laufen würde im Wahlkampf, wenn Angela Merkel wirklich nicht als Kandidatin antreten würde. Weil im Moment ist Merkel Bashing neben Flüchtlings-Bashing ja DIE Wahlkampftaktik. Aber wenn Merkel gar nicht antreten würde, dann müsste die AfD Stimmung gegen "alle anderen" machen ohne ein konkretes Feindbild zu haben, dass man einfach hassen kann. Oder sie müsste Stimmung gegen einen Kandidaten machen, der noch gar nichts vermasselt hat. Wäre interessant.

*Blue*
05-09-2016, 16:12
[QUOTE=Lilith79;45153200]Ich hab den Eindruck für manche Leute kann Angela Merkel ja sagen und tun was sie will, ihr wird immer vorgeworfen werden, dass sie nichts ändert und nicht verstanden hat. Ich glaub die leben grade für ihre "Mutti ist an allem Schuld" Haltung.

Ich glaub manche werden noch "Merkel muss weg!" skandieren, wenn wir schon 3 Jahre nen anderen Bundeskanzler haben ;)

Ich frag mich ja wie das mit der AfD laufen würde im Wahlkampf, wenn Angela Merkel wirklich nicht als Kandidatin antreten würde. Weil im Moment ist Merkel Bashing neben Flüchtlings-Bashing ja DIE Wahlkampftaktik. Aber wenn Merkel gar nicht antreten würde, dann müsste die AfD Stimmung gegen "alle anderen" machen ohne ein konkretes Feindbild zu haben, dass man einfach hassen kann. Oder sie müsste Stimmung gegen einen Kandidaten machen, der noch gar nichts vermasselt hat. Wäre interessant.[/QUOTE]

interessanter und wichtiger Punkt - der ziemlich ins Schwarze trifft.

Merkel wird mErachtens aus der "sie ist schuld"-nummer nicht mehr rauskommen. genau wie du schreibst.
und damit schadete sie der Partei nachhaltig, wenn die wieder zur Wahl antritt.
wenn sie genau das nicht erkennt - tja, dann sollten viele CDU-bt-abgeordnete so langsam anfangen sich nach neuen Jobs ab Okt. 2017 umzuschauen.

JackB
05-09-2016, 16:22
[QUOTE=Lilith79;45153200]

Ich frag mich ja wie das mit der AfD laufen würde im Wahlkampf, wenn Angela Merkel wirklich nicht als Kandidatin antreten würde. Weil im Moment ist Merkel Bashing neben Flüchtlings-Bashing ja DIE Wahlkampftaktik. Aber wenn Merkel gar nicht antreten würde, dann müsste die AfD Stimmung gegen "alle anderen" machen ohne ein konkretes Feindbild zu haben, dass man einfach hassen kann. Oder sie müsste Stimmung gegen einen Kandidaten machen, der noch gar nichts vermasselt hat. Wäre interessant.[/QUOTE]

Naja, ein Wahlkampf orientiert sich immer mehr oder weniger am Wettbewerber. Sollte Merkel nicht antreten, wird die CDU wahrscheinlich keinen völlig unbeleckten Kandidaten ins Rennen schicken.
Sollte es jemand sein, der Merkels Politik gestützt hat, wird die AfD argumentieren, dass sich mit dem Austausch der Person nichts ändern würde. Sollte es jemand anderes sein, dann kennt den kein Mensch, und die AfD kann sich auf andere Gegner konzentrieren.

Orbitoz
05-09-2016, 16:26
[QUOTE=Lilith79;45153125]In Australien gibts Wahlpflicht, da würden sich bestimmt aber wieder viele Deutsche in ihrer bürgerlichen Freiheit eingeschränkt fühlen :zahn:

Wobei man da natürlich auch nur ne kleine Geldstrafe zahlen muss, aber es scheint trotzdem zu einer sehr hohen Wahlbeteiligung zu führen.

Aber ich glaub irgendwie nicht, dass die Australier mit ihren Politiker rundum zufrieden sind und komische Probleme haben die da auch (bei einem 2 Parteiensystem mit einem Sitz Mehrheit, hat man halt ein Problem wenn da mal 3 Leute zu früh nach Hause gehen :rotfl: ). :

http://www.bbc.com/news/world-australia-37241888[/QUOTE]Das ist ja genau die Krux: Stell' dir mal vor, das aktuelle Bundesparlament würde eine kostenbewehrte(!) Wahlpflicht beschliessen. Aus welcher Ecke würde wohl der grösste Protest kommen? ;)

[QUOTE]
Ansonsten weiß ich echt nicht was manche Menschen sich von einer Demokratie erwarten?
Es kann doch nie eine Partei "das Volk" repräsentieren, weil es eben nicht "das Volk" gibt, das eine einheitliche Mehrheitsmeinung vertritt. Menschen haben ganz unterschiedliche Meinungen, deswegen gibt es unterschiedliche Gruppen die unterschiedliche Parteien wählen und da hat halt jeder dann das "Pech", dass nur 10 oder 20 oder 30 % der anderen "Volks"mitglieder die gleiche Partei wählen. Da kann man doch nicht erwarten, dass dann die Regierung alles so macht, wie man sich selber das vorstellt, nur weil 30% andere auch noch die gleiche Partei gewählt haben. 70% finden das dann halt trotzdem doof und versuchen ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Was man doof findet. Oder sie machen Kompromisse und wursteln sich eine Kompromisspolitik zusammen, was man dann aber auch wieder doof findet.
Manche scheinen sich unter Politikern schon so ne Art Mischung zwischen "Wünsch Dir was" und Mary Poppins vorzustellen :kopfkraz [/QUOTE]Kompromisse machen und sich "durchwursteln" (finde ich ein etwas zu negativ konnotierter Begriff) gehört IMHO zum Wesen der Demokratie. Das funktioniert auch in Deutschland sehr gut. Die Checks & Balances sind vorhanden - auch in einer repräsentativen Demokratie wie in Deutschland es der Fall ist.

In der Schweiz gibt es z.B. regelmässig die sog. "von Wattenwyl-Gespräche". Dort treffen sich die Regierung und die Parteivertreter hinter verschlossenen Türen und besprechen bzw. legen ihre Positionen dar. Das ist wichtig zum Finden von Kompromissen. Was dabei manchmal rauskommt, hat oft wenig mit dem in Deutschland eher gewohnten (und erwarteten) "mit klarer Kante" zu tun (das kommt hierzulande sowieso eher schlecht an).

Wenn aber eine Partei, auch wenn sie noch so erfolgreich ist, für sich beansprucht "für das Volk" zu reden, dann werden solche informellen Gespräche schwierig und haben das Potential, das politische Klima nachhaltig zu belasten. In der Schweiz (und auch in Österreich und Frankreich) begann dieser Prozess bereits in den 90er-Jahren. Deutschland scheint nun gerade dies in zu erleben. Etwas, was nach dem Eigenverständnis gar nicht möglich sein dürfte. Nämlich, dass sich neben den traditionellen Parteien eine neue etabliert. Eine, rechts von der CSU.

Das kann durchaus zu einem neuen "Dauerzustand" werden. Versuche, mit entsprechend anbiedernden Statements diese Wählerschichten zur "Umkehr" zu bewegen, dürften im Sande verlaufen. Die AfD ist da - so unbequem sie nun mal ist. Sie verzeichnet vielleicht gerade dort grosse Erfolge, wo es Menschen gibt, die sich tatsächlich abgehängt fühlen (oder sind). Da bringt es nichts, die populistischen Parolen zu übernehmen, solange man selber nichts konkretes vorweisen kann. Aber solange die "Schwarze Null" von Schäuble und dem Hype um den "Exportweltmeister" bleibt, dürfte sich nichts gross ändern. Investitionen dümpeln vor sich hin.

Orbitoz
05-09-2016, 16:32
[QUOTE=Delphi;45153189]Der Gedankensprung von der Flüchtlingspolitik zur früheren Vernetzung der Banken, Versicherungen und Industriebetriebe in der "Deutschland AG" bis hin zur Exportwirtschaft ist wirklich bemerkenswert, ergibt aber leider überhaupt keinen Sinn.[/QUOTE]Der kam, weil jemand das, also die "erfolgreiche Deutschland AG" jemand ein paar Seiten vorher erwähnte - und wie ich das aufgefasst habe, so meinte, dass es damals, mit dem Prinzip "Deutschland AG" besser ging. Das sehe ich anders. Weil gerade diese national-zentrierte Sicht Deutschland den Exportboom gar nicht ermöglicht hätte.

Kann sein, dass ich die Intention des Beitrage beim Schnelllesen aber falsch verstanden habe. Sorry.

Voltaire
05-09-2016, 16:34
[QUOTE=Orbitoz;45153161]Will sie das? Spätestens seit dem Türkei-Deal sollte doch klar sein, dass die Regierung Merkel (und somit die CDU) von der angeprangerten "Willkommenskultur" abgekehrt ist.

Gegen die de facto-Schliessungen der sog. "Balkanroute" hatte sie ja nichts. Griechenland und Italien schmoren nach wie vor in ihrem eigenen Saft - ganz nach dem Gusto der populistischen Lautsprecher von AfD und CDU/CSU-Rechtsaussen. "Dublin läuft!"

Dass ausgerechnet eine nicht nur menschliche, sondern eine damals auch(!) realpolitisch wichtige Reaktion der Kanzlerin 2015 nach wie vor um die Ohren gehauen wird (von der sie längst Abstand genommen hat), finde ich etwas befremdlich.[/QUOTE]Darüber habe ich gestern bei einem Interview mit dem Laschet nachgedacht.
Der Journalist hat dauernd penetrant gefragt, was sie denn nun in der Flüchtlingspolitik besser machen werden (um es den Rechten recht zu machen) und der Laschet hatte keine Antwort.

Klar, denn abgesehen davon, dass es in MV nun mal kaum Flüchtlinge gibt, unterscheidet sich die aktuelle Regierungspolitik ja kaum noch von den "Forderungen" der Rechten.

Mir ging so durch den Kopf: "Wenn ich ein Knöllchen wegen Falschparkens kriege, kann ich das nächste Mal besser aufpassen.
Die CDU kriegt aber das Knöllchen immer noch, obwohl sie eigentlich längst nicht mehr im Parkverbot steht."
Was sollste da dann "besser" machen?

Lidius
05-09-2016, 16:34
[QUOTE=JackB;45153248]Naja, ein Wahlkampf orientiert sich immer mehr oder weniger am Wettbewerber. Sollte Merkel nicht antreten, wird die CDU wahrscheinlich keinen völlig unbeleckten Kandidaten ins Rennen schicken.
Sollte es jemand sein, der Merkels Politik gestützt hat, wird die AfD argumentieren, dass sich mit dem Austausch der Person nichts ändern würde. Sollte es jemand anderes sein, dann kennt den kein Mensch, und die AfD kann sich auf andere Gegner konzentrieren.[/QUOTE]

Bliebe eigentlich nur, dass ein CSU-Kandidat für die Union antritt (Wäre ja nicht der Erste). Der könnte sich durchaus von der Merkelpolitik absetzten. Da gäbe es allerdings kaum Auswahl.

Ausm Stand würde nur Seehofer da in Frage kommen. Aber der würde wohl nicht wollen (und die CDU würde ihn wohl auch nicht wollen). Er will ja 2018 aufhören und nicht mehr zur Landtagswahl antreten (Kurve bekommen um On-Topic zu bleiben :D )

Robert1965
05-09-2016, 16:45
Seehofer hätte ein Glaubwürdigkeitsproblem : er kann nicht so tun, als hätte die CSU nicht seit 2005 der Bundesregierung angehört. Seehofer grantelt immer mal wieder - und dabei ist es auch geblieben.

Lilith79
05-09-2016, 16:45
Stoiber wär doch toll :p
Man stelle sich die Reden vor :clap:

Können Stoiber und Seehofer eigentlich Englisch? :bitte:

Orbitoz
05-09-2016, 16:53
[QUOTE=Robert1965;45153332]Seehofer hätte ein Glaubwürdigkeitsproblem : er kann nicht so tun, als hätte die CSU nicht seit 2005 der Bundesregierung angehört. Seehofer grantelt immer mal wieder - und dabei ist es auch geblieben.[/QUOTE]Die Vorstellung dass die CSU bundesweit antreten könnte und einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellt, geistert doch bei einigen der Fraktion "Juhu! Endlich mal der linksrotgrünversifften Sippe eins auszuwischen!" schon länger herum.

Realistisch für 2017 ist das aber kaum.


Ich habe übrigens noch immer keine Antwort auf meine Frage, weshalb es gut sein soll, dass die Grüne Partei die 5%-Hürde verpasst hat.

Plumpaquatsch
05-09-2016, 17:16
[QUOTE=Lilith79;45153334]Stoiber wär doch toll :p
Man stelle sich die Reden vor :clap:

Können Stoiber und Seehofer eigentlich Englisch? :bitte:[/QUOTE]

Klar, aber natürlich nicht so gut wie Öttinger

Wunderbar
05-09-2016, 17:20
[QUOTE=Lilith79;45153334]Stoiber wär doch toll :p
Man stelle sich die Reden vor :clap:

Können Stoiber und Seehofer eigentlich Englisch? :bitte:[/QUOTE]

Ich möchte weder Stoiber noch Seehofer als Kanzler, aber wieso sollen sie kein Englisch können? Stoiber hat Abitur, Seehofer Mittlere Reife. Da kam auch seinerzeit in Bayern nicht am Englischunterricht vorbei. Und für anspruchsvollerere Gespräche gibt es Dolmetscher.

KT zu Guttenberg hat übrigens sein Abitur am selben Gymnasium wie Stoiber gemacht. Gutes Beispiel dafür, dass ein guter Rhetoriker nicht automatisch ein seriöser Politiker sein muss. Schröder fiele mir in dieser Kategorie auch noch ein :floet:

Lilith79
05-09-2016, 17:25
[QUOTE=Orbitoz;45153358]Die Vorstellung dass die CSU bundesweit antreten könnte und einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellt, geistert doch bei einigen der Fraktion "Juhu! Endlich mal der linksrotgrünversifften Sippe eins auszuwischen!" schon länger herum.
[/QUOTE]

Der CSU geistert das ja sicher schon Jahrzehnte im Kopf rum. Sie trauen sich aber halt doch nie, wahrscheinlich weil sie halt doch zweifeln, dass sie bundesweit genug gewählt werden. Aber ich weiß nicht warum das irgendwelchen Linken was ausmachen sollte :confused: Aber ich weiß auch nicht wer diese ominöse "linksgrünversiffte Sippe", die da in den Köpfen mancher Leute offenbar rumschwirrt sein soll. Und ich würde schon hoffen, dass WENN die CSU alleine antritt, dann wirklich weil sie Politik machen wollen und nicht um irgendjemanden was auszuwischen (dafür haben wir ja schon die AfD ;) ). Mir wäre ein CSU Alleingang völlig egal. Es hätte sicher auch Vorteile. Ich hab nichts gegen die CSU oder Horst Seehofer. Wenn die CDU / CSU sich nicht mehr auf eine gemeinsame inhaltliche Politik einigen kann, weil man sich in manchen Fragen auseinander entwickelt hat, wäre eine Trennung in 2 Parteien sicher besser, sonst sind ja alle Wähler von den ständigen Streitereien genervt und wählen stattdessen die AfD. Ich sehe halt das Problem darin, dass die CSU keine Bundespartei ist und man das auch nicht dadurch wird, dass man sagt "So jetzt sind wir das".

hans
05-09-2016, 17:29
Grün zu verlieren, weil sie den einen oder anderen Quatsch machen, wäre in der Tat bedauerlich.
Ich verstehe die Kritik an Grün,
doch die Art und Weise sollte doch erkannt und abgeschmettert werden, nämlich sich zerlegen zu lassen, indem die höhere soziale Schicht sich transatlantisch-global, und die unterlegene aber antiwestlich orientiert. Wo ist nun das europäische und deutsche Element? Das ist echt eine typisch europäische Blödheit, die mit Grün gar nix zu tun hat, sondern jemand spielt Klavier auf der wohlbekannten Mentalität, die Andere heut viel klarer sehen als man selbst. Weil genau die Mentalität wurde teilweise mit allen Mitteln eingepredigt.

[QUOTE=Blu3;45152995]das denke ich auch.

da Merkel die CDU dermaßen weit nach links verschoben hat, damit ja keiner mehr die SPD wählt - muss sie sich nicht wundern, dass konservative Menschen sich da nicht mehr wiederfinden.

entweder tritt die CSU bald bundesweit an oder überläßt das Wählerpotential eben der AfD.[/QUOTE]

Jein also das Phänomen beginnt doch längst, wo die alte links-rechts Polarisierung nur mehr eine Spielkarte und ein Tool ist, aber die Notwendigkeiten und die Befindlichkeiten bzw was man zu glauben müssen glaubt, immer weiter und debilisierender auseinander klaffen.

Es gibt viele Aspekte typisch europäischen Konservativentums, die nicht anders aufrechtzuerhalten sind, als dass sie überwandern zu Le Pen, Strache, und AfD, und sich dann im Schmollwinkel der Eigenbrötlerei verschanzen.
Ich bin sehr wohl für regionalen Subjektivismus. Aber wenn dieser sich mit über komplexen Welterklärungsversuchen verheiratet, und dann von Machtinteressen ganz anderer Natur unterwandert wird, dann wird es Zoff und Verfall geben.

Die Konservativen zerlegen sich genauso auf der sozialen und auch intellektuellen Achse. Und da ist das Versagen vorprogrammiert, weil denen Jose Rizal als Kritiker viel zu peinlich ist, um das eigene Problem zu studieren. Den haben sie schon damals als Linksterroristen hingestellt und erschossen. (Der spanische koloniale Absolutismus halt, dessen Arroganz dann ziemlich direkt in den Faschismus führte.)
Weil Rizal genau die soziale Spaltung - und deren Verklausulierung und falsche Rechtfertigung in Form von "Identität" - analysiert und als Ursache des Verfalls nachgewiesen hatte. *)

Es ist dadurch eher unklar, wie jetzt mit der offiziellen Abspaltung vom Konservativismus in Form der Rechtsparteien umgegangen wird. Denn genau diese Klientel haben die Konservativen nicht auf das notwendige Denken in der von ihnen aufgebauten harten globalen Wettbewerbswelt vorbereitet. Wie verblendet sind die?
Ein offener oder versteckter Identitätsdünkel, der sogar im eigenen Lager nicht abgeschafft wird, und zum kompletten Energieverlust auf menschlicher Ebene führt. Was mach ich dann mit den ganzen Produktionsmitteln? Immer mehr davon steht in China rum, bis es von der dortigen Maschine aufgefressen wird.

Die Erklärung stimmt einfach nicht.
Die Kritik an Merkel ist nicht deshalb berechtigt, weil sie vlt mit irgendwelchen Illuminati packelt, sondern weil sie ein System weiter geschleppt hat, das den Bürger noch viel zu wenig in Entscheidungen und tieferes Verstehen der Geschehnisse einbezieht.
Von daher kommt es, dass diese depperten Beschuldigungsorgien von wegen russischer Infowar verdirbt die Köpfe der westlichen Bürger, auch noch ins Deutsche übersetzt und eingepredigt werden müssen, um das Chaos und die Spaltung zum Exzess zu treiben.

*) Nach rizalistischer Erklärung gibt es unter den Konservativen wie unter den Grünen "Weissere" und "Farbige" (also auf gut Deutsch: "Nigger" trotz weisser Hautfarbe), was sich in Form der Privilegien und des Umganges untereinander äussert. Dazu gehört besonders auch die in Österreich besonders schlimme Titelsucht. Der Herr wasissernichtalles, und die Frau Gutundschön. Grad hör ich, wie ein mir persönlich gut bekannter ÖVP-Ler, der REformen vorschlug, die am lokalen Parteichef scheiterten, komplett raus geekelt wurde. Weil er einfach nicht das Privileg besass, Tacheles zu reden. F*ck u ÖVP.

Wunderbar
05-09-2016, 17:40
[QUOTE=Lilith79;45153451]Der CSU geistert das ja sicher schon Jahrzehnte im Kopf rum. Sie trauen sich aber halt doch nie, wahrscheinlich weil sie halt doch zweifeln, dass sie bundesweit genug gewählt werden. Aber ich weiß nicht warum das irgendwelchen Linken was ausmachen sollte :confused: Aber ich weiß auch nicht wer diese ominöse "linksgrünversiffte Sippe", die da in den Köpfen mancher Leute offenbar rumschwirrt sein soll. Und ich würde schon hoffen, dass WENN die CSU alleine antritt, dann wirklich weil sie Politik machen wollen und nicht um irgendjemanden was auszuwischen (dafür haben wir ja schon die AfD ;) ). Mir wäre ein CSU Alleingang völlig egal. Es hätte sicher auch Vorteile. Ich hab nichts gegen die CSU oder Horst Seehofer. Wenn die CDU / CSU sich nicht mehr auf eine gemeinsame inhaltliche Politik einigen kann, weil man sich in manchen Fragen auseinander entwickelt hat, wäre eine Trennung in 2 Parteien sicher besser, sonst sind ja alle Wähler von den ständigen Streitereien genervt und wählen stattdessen die AfD. Ich sehe halt das Problem darin, dass die CSU keine Bundespartei ist und man das auch nicht dadurch wird, dass man sagt "So jetzt sind wir das".[/QUOTE]

Ich persönlich würde mir wünschen, dass der historisch bedingte bayrische Sonderweg CSU abgeschafft wird und die CSU mit der CDU offiziell fusioniert und sie ihre Streitereien parteiintern klären.
Für uns in Bayern ist es ohnehin albern bei einer Bundestagswahl. Wir können die CDU nicht wählen, müssen also CSU wählen, wenn wir die CDU wählen wollen :helga:
Und es würde endlich zumindest EIN Aspekt wegfallen, auf dem übertraditionsbewusste Bayern oder Deutsche aus dem Rest des Bundesgebietes pseudowitzig herumreiten könnten :floet:

Lilith79
05-09-2016, 17:44
[QUOTE=Wunderbar;45153484]Ich persönlich würde mir wünschen, dass der historisch bedingte bayrische Sonderweg CSU abgeschafft wird und die CSU mit der CDU offiziell fusioniert und sie ihre Streitereien parteiintern klären.
Für uns in Bayern ist es ohnehin albern bei einer Bundestagswahl. Wir können die CDU nicht wählen, müssen also CSU wählen, wenn wir die CDU wählen wollen :helga:
Und es würde endlich zumindest EIN Aspekt wegfallen, auf dem übertraditionsbewusste Bayern oder Deutsche aus dem Rest des Bundesgebietes pseudowitzig herumreiten könnten :floet:[/QUOTE]

Da würd aber schon was fehlen :zahn:
Das CDU/CSU Konstrukt ist halt schon immer bescheuert.

Aber ich denke, dass die da seit Jahrzehnten nichts dran ändern, weil beide Parteien Angst haben, dass sie am Ende schlechter dastehen als vorher. Von dem her ist das jetzt grade schon interessant, weil jetzt stehen sie ohne jemals was geändert zu haben trotzdem schlecht da.

robin1
05-09-2016, 17:54
[QUOTE=cassy30;45152876]hat sich eigentlich jemand die pressekonferenz von frau merkel aus dem land des lächelns angeschaut?

zu mvp ist sie doch recht kurz ausgefallen. "wir hätte dann zeit für drei fragen"

im großen und ganzen ist sie nicht der meinung, sie hätte fehler gemacht, man müsse es den leuten nur besser erklären.

also ein kommunikatives problem.
oder hab ich sie schon wieder falsch verstanden? :kopfkratz[/QUOTE]

das war wieder ganz schlimm... zuerst diese pressekonferenz mit schäuble, bei der ich wirklich keinen einzigen satz wirklich verstanden habe (also inhaltlich). dann hat mich zusätzlich auch noch die großaufnahme ihrer hände samt der abgeknabberten nägel verstört... :fürcht::fürcht:

und die MVP "konferenz" kann man ja kaum als solche bezeichnen... waren das überhaupt 3 fragen, die gestellt wurden? zumindest waren es ziemlich belanglose...

"Wenn Merkel Vertrauen zurückgewinnen will, reichen 3-Minuten-Statements nicht aus"

http://www.focus.de/politik/deutschland/nach-der-wahl-in-mecklenburg-vorpommern-wenn-merkel-vertrauen-zurueckgewinnen-will-reichen-drei-minuten-statements-nicht-aus_id_5898266.html

Plumpaquatsch
05-09-2016, 17:55
Meuthen hat heute gesagt, dass die Oppositionsrolle nicht von Dauer sein soll und die AfD in Zukunft mitregieren will.
"Wir wollen langfristig in diesem Land regieren."
Angesichts der Erfolgsserie der AfD "wird man irgendwann an dieser Partei nicht mehr vorbeikommen", sagte Meuthen.

Da bin ich mal gespannt wer der erste Koalitionspartner wird.

BlackGirl
05-09-2016, 17:56
[QUOTE=Loxagon;45153006]War die denn mal drin?
Dann ist es natürlich umso besser.

Aber ... leider hat Merkel NICHTS kapiert und will wie immer weitermachen. :mauer:[/QUOTE]

Upsi, merken da die Protestwähler anscheinend, daß ihre Strategie nicht aufgeht?

Dennis|Natascha
05-09-2016, 17:56
[QUOTE=Plumpaquatsch;45153515]Meuthen hat heute gesagt, dass die Oppositionsrolle nicht von Dauer sein soll und die AfD in Zukunft mitregieren will.
"Wir wollen langfristig in diesem Land regieren."
Angesichts der Erfolgsserie der AfD "wird man irgendwann an dieser Partei nicht mehr vorbeikommen", sagte Meuthen.

Da bin ich mal gespannt wer der erste Koalitionspartner wird.[/QUOTE]

CDU

cassy30
05-09-2016, 18:00
[QUOTE=Wunderbar;45153484]Ich persönlich würde mir wünschen, dass der historisch bedingte bayrische Sonderweg CSU abgeschafft wird und die CSU mit der CDU offiziell fusioniert und sie ihre Streitereien parteiintern klären.
Für uns in Bayern ist es ohnehin albern bei einer Bundestagswahl. Wir können die CDU nicht wählen, müssen also CSU wählen, wenn wir die CDU wählen wollen :helga:
Und es würde endlich zumindest EIN Aspekt wegfallen, auf dem übertraditionsbewusste Bayern oder Deutsche aus dem Rest des Bundesgebietes pseudowitzig herumreiten könnten :floet:[/QUOTE]

im gegenteil

[QUOTE]Große Zustimmung für bundesweit wählbare CSU

Fast die Hälfte der befragten Wahlberechtigten (45 Prozent) gab nach den am Sonntag in Hamburg veröffentlichten Zahlen an, sie fände eine bundesweite Wählbarkeit der Christsozialen "gut". 40 Prozent fänden dies "nicht gut". Unter Unionsanhängern betragen die Werte 49 Prozent für und 43 Prozent gegen die deutschlandweite Wählbarkeit.[/QUOTE]
http://www.welt.de/politik/deutschland/article155142590/Grosse-Zustimmung-fuer-bundesweit-waehlbare-CSU.html

meine bayrischen freunde (ja, unterfranken gehört auch zu bayern :engel:) würden sofort csu wählen, hätten die nicht die cdu im schlepptau.
ich würde sie auch liebend-gerne wählen, aber leider wohne ich ein paar kilometer weiter.

übrigens hat ein bißchen tradition noch keinem geschadet.
und der fremdenverkehr lebt davon.

*Blue*
05-09-2016, 18:00
wenn sie sich langfristig etablieren, wird man mit ihnen gemeinsam regieren, wenn es nicht anders zur Mehrheit reicht - und vll verschwinden sie anschließend wieder, weil komplett entzaubert.

hat sich bei den Grünen keiner vorstellen können

hat sich bei der PDS/Linken keiner vorstellen können.

Robert1965
05-09-2016, 18:02
bei der PDS hatte die "Schmuddelkind"-Phase 8 Jahre gedauert:

1990 Umbenennung der SED in PDS
1998 erste SPD-PDS-Koalition auf Landesebene (Mecklenburg-Vorpommern)

robin1
05-09-2016, 18:02
[QUOTE=Orbitoz;45152989]Auch wenn die AfD bundesweit irgendwann vielleicht mal +/-30% erreicht, eine "Mehrheit", die "für das Volk" sprechen könnte, ist das noch lange nicht.[/QUOTE]

diese denkweise wird aber komischerweise immer nur in zusammenhang mit der AFD angewandt... wenn man gabriel gestern und heute gehört hat, dann könnte man meinen, die SPD und "der erwin" hätten bei der wahl nur ganz knapp die 100% marke verfehlt :kater:

hat man schon damals in den legendären flüchtlingsthread die CDU politik kritisiert, dann hieß es immer "die sind nunmal gewählt, also muß man die politik aktzeptieren, die die machen..." da ist es dann egal, das die auch mit 41,5% keine "mehrheit" sind, die "für das volk" sprechen könnte...

*Blue*
05-09-2016, 18:08
[QUOTE=Robert1965;45153540]bei der PDS hatte die "Schmuddelkind"-Phase 8 Jahre gedauert:

1990 Umbenennung der SED in PDS
1998 erste SPD-PDS-Koalition auf Landesebene (Mecklenburg-Vorpommern)[/QUOTE]


wow - hatte gar nicht mehr im Kopf, dass das SO schnell ging :ko:

da warten die Grünen mit 15 Jahren Schmuddelecke ja echt Spätzünder.


und was ein Eklat es dann trotzdem noch war, als Joschka mit Turnschuhen zur Vereidigung kam :rotfl:
sorry - OT :schäm:

Robert1965
05-09-2016, 18:10
[QUOTE=Lilith79;45153334]Stoiber wär doch toll :p
Man stelle sich die Reden vor :clap:

Können Stoiber und Seehofer eigentlich Englisch? :bitte:[/QUOTE]

Als Genscher Außenminister wurde, konnte er nur zwei Sprachen : Hochdeutsch und Sächsisch. Trotzdem wurde er ein guter Außenminister

Experte
05-09-2016, 18:15
[QUOTE=Plumpaquatsch;45153515]Meuthen hat heute gesagt, dass die Oppositionsrolle nicht von Dauer sein soll und die AfD in Zukunft mitregieren will.
"Wir wollen langfristig in diesem Land regieren."
Angesichts der Erfolgsserie der AfD "wird man irgendwann an dieser Partei nicht mehr vorbeikommen", sagte Meuthen.

Da bin ich mal gespannt wer der erste Koalitionspartner wird.[/QUOTE]

Das beste was die etablierten Parteien machen können: Die AfD einbinden, statt sie auszugrenzen.

Wunderbar
05-09-2016, 18:28
[QUOTE=cassy30;45153534]im gegenteil


http://www.welt.de/politik/deutschland/article155142590/Grosse-Zustimmung-fuer-bundesweit-waehlbare-CSU.html

meine bayrischen freunde (ja, unterfranken gehört auch zu bayern :engel:) würden sofort csu wählen, hätten die nicht die cdu im schlepptau.
ich würde sie auch liebend-gerne wählen, aber leider wohne ich ein paar kilometer weiter.

übrigens hat ein bißchen tradition noch keinem geschadet.
und der fremdenverkehr lebt davon.[/QUOTE]
Ja, Unterfranken gehört zu Bayern, und dass du dahinter diesen setzt: :engel: das ist genau das, was mich in der Diskussion um bundesdeutsche Politik nervt (nicht von dir jetzt! ) Die fränkischen Regierungsbezirke gehören zum Bundesland Bayern, und diese Frotzeleien und Sticheleien, Bemerkungen dass die Franken gerne unabhängig wären von Bayern, oder Bayern aus D austreten wollen würde, das ödet mich im Rahmen einer ernsthaften Diskussion an. Ernsthaft will das keine Mehrheit, das ist einfach nur Witzelei.
Nur leider bringt das immer wieder einer an, beruft sich noch auf eine alberne Umfrage.
Bitte gerne in der Lounge darüber plaudern, bin ich gerne dabei beim Herumalbern, auch gerne im Dialekt ;)

Und Tradition finde ich ganz wichtig! Da rennst du bei mir offene Türen ein :) Ich finde es auch ganz wichtig, dass regionale Dialekte, Traditionen gepflegt werden. Ich muss mal suchen, ich hatte sogar mal einen Thread in der Lounge eröffnet zum bayrischen Reinheitsgebot, oder zu Dialekten, oder irre ich mich und wollte das nur?

Das ist aber doch ganz unabhängig von der Frage CSU/CDU und hat meiner Meinung auch nichts mit Bundespolitik zu tun.
Wie läuft das in Baden-Württemberg, in Niedersachsen usw., die keine Trennung von CDU und Landespartei der CDU haben? Ein Landesverband kann doch genauso mitbestimmen, in der angemessenen Gewichtung.

Orbitoz
05-09-2016, 18:29
[QUOTE=robin1;45153544]diese denkweise wird aber komischerweise immer nur in zusammenhang mit der AFD angewandt... wenn man gabriel gestern und heute gehört hat, dann könnte man meinen, die SPD und "der erwin" hätten bei der wahl nur ganz knapp die 100% marke verfehlt :kater:

hat man schon damals in den legendären flüchtlingsthread die CDU politik kritisiert, dann hieß es immer "die sind nunmal gewählt, also muß man die politik aktzeptieren, die die machen..." da ist es dann egal, das die auch mit 41,5% keine "mehrheit" sind, die "für das volk" sprechen könnte...[/QUOTE]Ich wollte eigentlich weniger die "Prozenthuberei" thematisieren. Vielmehr das, was gewisse AfD-Vertreter gerne mit Verweis auf die Schweiz propagieren - nämlich mehr Bürgerbeteiligung mit verweis auf die Schweiz.

So einfach wie sich die AfD das vorstellt, ist das aber nicht. Das "Volk", auf das sich die AfD (wie auch die SVP) immer gerne bezieht, stimmt eben nicht immer in ihrem Sinne ab. Letztendlich ist es bei Volksabstimmungen immer eine Frage der Mobilisierung - also wer wen wie und weshalb an die Urne bringt. Allzu eindimensional fokussierte Volksabstimmungen ("Flüchtlinge, Ausländer") fallen u.U. genau so durch wie genuin "linke" Anliegen wie das bedingungslose Grundeinkommen. Andere Parteien und Interessensverbände würden auch Abstimmungen an die Urne bringen können, die nicht im Sinn der AfD-Klientel sind - und würden vielleicht auch angenommen werden.

Ballack23
05-09-2016, 18:37
[QUOTE=Blu3;45153569]wow - hatte gar nicht mehr im Kopf, dass das SO schnell ging :ko:[/QUOTE]

Es ging sogar noch schneller: schon 1994 wurde eine SPD-Grüne-Minderheitsregierung von der PDS in Sachsen-Anhalt "toleriert".