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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bargeld in Deutschland bald verboten?


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Experte
02-02-2016, 19:38
Der erste Schritt steht scheinbar bevor:

5000 Euro: Bundesregierung erwägt Obergrenze für Barzahlungen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bargeld-zahlung-bundesregierung-erwaegt-5000-euro-obergrenze-a-1075338.html)

Wie so oft wird der Terrorismus als Deckmantel genutzt, um eine politische Schweinerei durchzuboxen.

So kann man dann zum einen bequem alle Geldströme überwachen und kontrollieren und außerdem noch den Geldwert mittels Negativzinsen viel leichter manipulieren.

alonzo
02-02-2016, 21:21
[QUOTE=Experte;44392386]

5000 Euro: Bundesregierung erwägt Obergrenze für Barzahlungen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bargeld-zahlung-bundesregierung-erwaegt-5000-euro-obergrenze-a-1075338.html)
[/QUOTE]

[QUOTE]Die Welt sei nach den Anschlägen von Paris im November nicht mehr dieselbe wie vorher, heißt es laut "FAZ" zur Begründung im Bundesfinanzministerium. Dort werde argumentiert, dass Bargeld neben Prepaid-Kreditkarten ein wichtiges Vehikel für die Finanzierung von Terroristen sei. [/QUOTE]

folgt man den erklärungen des finanzministeriums könnte man zu dem schluss kommen, dass ein terrorist bislang seine ak 47 für 5000 € mit kassenbeleg in einem deutschen kaufhaus gekauft hat.

da hatte die bundesregierung™ mal wieder den richtigen riecher und der internationale terrorismus wird trockengelegt.

Orbitoz
02-02-2016, 22:31
In Frankreich sind es EUR 3'000, in Italien 999,99.

Die Begründen das aber mit Steuerhinterziehung und Geldwäsche - und nicht mit "Terrorbekämpfung".

http://www.eu-verbraucher.de/de/verbraucherthemen/bezahlen-in-der-eu/bezahlen-im-ausland/hoechstgrenzen-fuer-bargeldzahlungen/

Edelstahl
02-02-2016, 22:34
Geldwäsche, Terrorismus, Schwarzarbeit, Kriminalität... in dem Zusammenhang wurde/wird schon wieder alles ein mal willfährig durch die Presse herumposaunt.
Wahrlich, ich sage Euch, ohne 500er wird die Welt ein besserer Ort werden.

Lächerlich.

tanguy
02-02-2016, 22:37
@experte: Mir erschließt sich nicht, warum eine imho sinnvolle Maßnahme (denke da aber auch eher an Steuern als an Terror) verteufelt wird.
Das GWG ist in den letzten Jahren auch immer strenger geworden, damit auch Barzahlungen endlich besser abzudecken halte ich für sinnvoll.

Disclaimer: Eine Abschaffung des Bargeldes lehne ich ab, sehe diese 5.000 € - Grenze aber nicht als Schritt in diese Richtung.

bughunter
02-02-2016, 22:37
Solange in diesem digitalen Zeitalter so manche Deutsche Bank Tage für Überweisungen braucht, einfach nur lächerlich solche Ideen

Orbitoz
02-02-2016, 22:46
[QUOTE=tanguy;44393477]@experte: Mir erschließt sich nicht, warum eine imho sinnvolle Maßnahme (denke da aber auch eher an Steuern als an Terror) verteufelt wird.
Das GWG ist in den letzten Jahren auch immer strenger geworden, damit auch Barzahlungen endlich besser abzudecken halte ich für sinnvoll.

Disclaimer: Eine Abschaffung des Bargeldes lehne ich ab, sehe diese 5.000 € - Grenze aber nicht als Schritt in diese Richtung.[/QUOTE]

Geldwäscherei und Deutschland... immer mal wieder so eine Sache:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/internationale-kritik-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-geldwaesche/9810322.html

Ich denke, die Massnahme geht auch eher in die Richtung. Deutschland wird schon länger von der OECD angehalten, schärfere Massnahmen zu liefern.

tanguy
02-02-2016, 22:49
[QUOTE=Orbitoz;44393523]Geldwäscherei und Deutschland... immer mal wieder so eine Sache:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/internationale-kritik-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-geldwaesche/9810322.html[/QUOTE]

Da wurde seitdem nochmal nachgebessert, aber es ist noch viel Luft nach oben.

Edelstahl
02-02-2016, 22:49
[QUOTE=Orbitoz;44393523]Geldwäscherei und Deutschland... immer mal wieder so eine Sache:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/internationale-kritik-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-geldwaesche/9810322.html

Ich denke, die Massnahme geht auch eher in die Richtung. Deutschland wird schon länger von der OECD angehalten, schärfere Massnahmen zu liefern.[/QUOTE]

Bist Du nicht Schweizer? ^^

tanguy
02-02-2016, 22:50
[QUOTE=Edelstahl;44393534]Bist Du nicht Schweizer? ^^[/QUOTE]

Und?

Orbitoz
02-02-2016, 22:54
[QUOTE=tanguy;44393539]Und?[/QUOTE]Er meint das vermutlich im Hinblick auf Schwargeldkonti und ich sollte so vielleicht den Ball flach halten.

Nur, hat die Schweiz mittlerweile ein ziemlich griffiges Geldwäschereigesetz u. Meldeverfahren. Jedenfalls kriegen die in Bern nicht jedes Jahr einen OECD-Rüffelbrief.

Btw, zur Geldwäscherei braucht es nicht zwingend ein Schwarzgeldkonto, das geht auch über Auto-Occasionshandel, Spielbanken...

Edelstahl
02-02-2016, 23:01
[QUOTE=Orbitoz;44393556]Er meint das vermutlich im Hinblick auf Schwargeldkonti und ich sollte so vielleicht den Ball flach halten.

Nur, hat die Schweiz mittlerweile ein ziemlich griffiges Geldwäschereigesetz u. Meldeverfahren. Jedenfalls kriegen die in Bern nicht jedes Jahr einen OECD-Rüffelbrief.

Btw, zur Geldwäscherei braucht es nicht zwingend ein Schwarzgeldkonto, das geht auch über Auto-Occasionshandel, Spielbanken...[/QUOTE]

Alles klar. :D

Geldwäsche in nennenswertem Umfang braucht keine "Spielbank".
Da wäscht der Handwerker seine paar Scheine, die er am We zusammengekloppt hat.

Geldwäsche in großem Stil(so groß, dass es der Wirtschaft eines Landes, ggf. sogar der Weltwirtschaft schadet) findet mit Hilfe/Billigung/Duldung von Banken und anderen Institutionen statt.
Begünstigt noch durch den Un-Willen der Regierung(en) wirklich etwas dagegen zu unternehmen.

Orbitoz
02-02-2016, 23:09
[QUOTE=Edelstahl;44393579]Alles klar. :D

Geldwäsche in nennenswertem Umfang braucht keine "Spielbank".
Da wäscht der Handwerker seine paar Scheine, die er am We zusammengekloppt hat.

Geldwäsche in großem Stil(so groß, dass es der Wirtschaft eines Landes, ggf. sogar der Weltwirtschaft schadet) findet mit Hilfe/Billigung/Duldung von Banken und anderen Institutionen statt.
Begünstigt noch durch den Un-Willen der Regierung(en) wirklich etwas dagegen zu unternehmen.[/QUOTE]

Klar trifft das eher die "Kleinen" (wobei die meist so klein nicht sind...) - die frage ist aber eher, wo die Abgrenzung von einer Milliardenzahlung über mehrere Stationen ist und zur eigentlichen Geldwäsche (also Bargeld aus einer nicht versteuerten bzw. kriminellen Quelle in Umlauf zu bringen, also "weiss" zu waschen).

Bsp.: Anwalt von Versicherungskunde X ist beauftragt, eine relativ hohe Lebensversicherung abzuschliessen. Bezahlen will er die komplette Prämie in bar. Drei Verdachtsmomente, von denen auch jeder einzelne ausreicht für eine zwingende Meldung an die Aufsichtsstelle des Bundes "MROS (https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/kriminalitaet/geldwaescherei.html)".

Edelstahl
02-02-2016, 23:30
[QUOTE=Orbitoz;44393621]Klar trifft das eher die "Kleinen" (wobei die meist so klein nicht sind...) - die frage ist aber eher, wo die Abgrenzung von einer Milliardenzahlung über mehrere Stationen ist und zur eigentlichen Geldwäsche (also Bargeld aus einer nicht versteuerten bzw. kriminellen Quelle in Umlauf zu bringen, also "weiss" zu waschen).

Bsp.: Anwalt von Versicherungskunde X ist beauftragt, eine relativ hohe Lebensversicherung abzuschliessen. Bezahlen will er die komplette Prämie in bar. Drei Verdachtsmomente, von denen auch jeder einzelne ausreicht für eine zwingende Meldung an die Aufsichtsstelle des Bundes "MROS (https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/kriminalitaet/geldwaescherei.html)".[/QUOTE]

Das ist gängiger Standard, ja. Aber auch nicht die Dimension die ich meine ---> Schädigung von Volkswirtschaften.

Aber Du hast Recht wenn Du sagst, dass es in den letzten Jahren deutlich schwieriger/unangenehmer geworden ist. Stichwort(in deine Richtung) HSBC.

Edit: Seit dem Ende von Liberty Reserve sieht die Welt eh anders aus. Es gibt aktuell nichts vergleichbares.

Orbitoz
03-02-2016, 00:33
[QUOTE=Edelstahl;44393697]Das ist gängiger Standard, ja. Aber auch nicht die Dimension die ich meine ---> Schädigung von Volkswirtschaften.

Aber Du hast Recht wenn Du sagst, dass es in den letzten Jahren deutlich schwieriger/unangenehmer geworden ist. Stichwort(in deine Richtung) HSBC.

Edit: Seit dem Ende von Liberty Reserve sieht die Welt eh anders aus. Es gibt aktuell nichts vergleichbares.[/QUOTE]

In der Schweiz werden pro Jahr Transaktionsverdachtsfälle im Umfang von ca. CHF 4 bis 5 Mia. gemeldet. Das allein ist noch nicht der Gesamtumfang des gesamtwirtschaftlichen Schadens und es kommt auch nicht bei jedem Fall zu einer Anklage mit Verurteilung. Bei den Fällen die weiter verfolgt werden stellt sich aber nicht selten heraus, dass es noch mehr solche Transaktionen gab und oft international Verwickelt sind (Drogengelder z.B.). Meist ist dann auch das DoJ involviert - und die sind nicht zimperlich, auch wenn es (wie im Fall von Liberty Reserve (https://de.wikipedia.org/wiki/Liberty_Reserve)) um US-Staatsbürger handelt.

Es stimmt aber, dass der gesamtvolkswirtschaftliche Schaden bei Forex/Libor-Manipulationen (HSBC, UBS, Deutsche Bank...) vergleichsweise weitaus grösser ist. Aber die Bussen sind mittlerweile auch empfindlich gestiegen. Die bestraften Buden stecken das nicht mehr so ohne weiteres weg. Aber da haben wir das klassische "too big to fail"-Problem: Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte wohl grösser sein, wenn Banken der Kaliber HSBC, UBS, Deutsche Bank wegen einer Busse den Laden ganz dicht machen müssten als wenn man die Anwaltskanzleiklitsche XY oder irgendeinen dubiosen Internet-Startup à la Bitcoin/Liberty schliesst.

Anderes Beispiel: BP nach der Deepwather-Horizon-Katastrophe. Zwar keine Bank, aber fast jede britische Pensionskasse (aus historischen Gründen vor allem die Beamtenkasse) sind bei BP so stark engagiert, dass dies zu einem riesigen Problem hätte werden können, wenn BP wegen den Milliardenzahlungen in den Ruin gegangen wäre - betroffen gewesen wären nicht "nur" 83'000 BP-Mitarbeiter, sondern Millionen von Rentenbezügern in und ausserhalb GB. Die Rekordstrafe hat man zwar belassen, deren Zahlungsmodalitäten aber so ausgestaltet, dass BP daran nicht kaputtgehen sollte.

Ich schweife ab, sorry :)

hans
03-02-2016, 00:40
http://www.futures.hawaii.edu/publications/half-fried-ideas/J7/tunick.pdf
nach meiner erinnerung in den 90ern geschrieben. experimenteller zukunftsentwurf.
suchrätsel: wo ist das cash?

noch mehr über die zukunft:
http://www.futures.hawaii.edu/publications/education/DatorCampuses2060.pdf
seite 28
http://www.futures.hawaii.edu/publications/economy/Courts1993.pdf
hier gehts um telegrammstil um das vorhandensein der güter bei gleichzeitigem verschwinden der arbeitsplätze, und aufkommen der liquiditätsprobleme.

Experte
03-02-2016, 06:59
[QUOTE=Orbitoz;44393523]Geldwäscherei und Deutschland... immer mal wieder so eine Sache:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/internationale-kritik-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-geldwaesche/9810322.html

Ich denke, die Massnahme geht auch eher in die Richtung. Deutschland wird schon länger von der OECD angehalten, schärfere Massnahmen zu liefern.[/QUOTE]

Diese FATF-Beurteilungen sind der absolute Witz. Da kommt es zu Eifersüchteleien und Retourkutschen, wenn die Maßnahmen der einzelnen Länder beurteilt werden.

Der Aufwand, den deutsche Banken heute schon bezüglich Geldwäscheverhinderung betreiben müssen, spottet jeder Beschreibung.

fraktal
03-02-2016, 09:11
[QUOTE=tanguy;44393477]@experte: Mir erschließt sich nicht, warum eine imho sinnvolle Maßnahme (denke da aber auch eher an Steuern als an Terror) verteufelt wird.
[/QUOTE]

Weil es keine sinnvolle Maßnahme ist, zumindest nicht für die Bürger.

Geld ist die Bezahlung, also der Gegenwert für Deine geleistete Arbeit.
Wie und in welcher Form du darüber verfügst hat niemanden, vor allem nicht den Staat etwas anzugehen.
Jeglicher Versuch von staatlicher Seite darüber mehr und mehr die Kontrolle zu erlangen sollte bekämpft werden.

ManOfTomorrow
03-02-2016, 09:13
Wie wäre es denn vorher mal mit einer sinnvollen Maßnahme, nämlich der Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen? :zahn:

Experte
03-02-2016, 09:18
[QUOTE=fraktal;44394296]Weil es keine sinnvolle Maßnahme ist, zumindest nicht für die Bürger.

Geld ist die Bezahlung, also der Gegenwert für Deine geleistete Arbeit.
Wie und in welcher Form du darüber verfügst hat niemanden, vor allem nicht den Staat etwas anzugehen.
Jeglicher Versuch von staatlicher Seite darüber mehr und mehr die Kontrolle zu erlangen sollte bekämpft werden.[/QUOTE]

So sieht's aus. :d:

GodicsGuru
03-02-2016, 09:36
[QUOTE=fraktal;44394296]Weil es keine sinnvolle Maßnahme ist, zumindest nicht für die Bürger.

Geld ist die Bezahlung, also der Gegenwert für Deine geleistete Arbeit.
[/QUOTE]

Wenn Arbeit mit BARgeld bezahlt wird, dürfte die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber diese Form der Bezahlung wählen um Steuern und Sozialabgaben zu vermeiden. Wenn die Beträge, um die es geht über 5000€ liegen, dann wird aus Wahrscheinlichkeit Gewissheit. Ich halte die angedachte Maßnahme daher für sehr sinnvoll.

[QUOTE=fraktal;44394296]
Wie und in welcher Form du darüber verfügst hat niemanden, vor allem nicht den Staat etwas anzugehen.
Jeglicher Versuch von staatlicher Seite darüber mehr und mehr die Kontrolle zu erlangen sollte bekämpft werden.[/QUOTE]

Da bist du sicher mit Steuerhinterziehern, Geldwäschern und Kriminellen einer Meinung.

blaupause
03-02-2016, 09:39
Ich denke ja, es steht und fällt mit dem Betrag. In Italien nervt das mit den 1000 Euro nämlich sehr.

Gremlin Monster
03-02-2016, 09:44
Zuerst die Verpflichtung, dass jeder Bürger ein Girokonto haben muß und dann die Zahlungsobergrenze , dann die komplette Abschaffung von Bargeld. Es ist so offensichtlich, dass die Regierung nicht mehr das Wohl "ihrer" Bürger im Sinn hat, sondern nur noch totalitäre Kontrolle. Was das für Konsequenzen mit sich bringt, konnte man noch vor Kurzem in Griechenland und Zypern erleben.

Dazu noch der vorgeschobene Grund "Terrorbekämpfung".

fraktal
03-02-2016, 09:46
[QUOTE=GodicsGuru;44394344]Wenn Arbeit mit BARgeld bezahlt wird, dürfte die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber diese Form der Bezahlung wählen um Steuern und Sozialabgaben zu vermeiden. Wenn die Beträge, um die es geht über 5000€ liegen, dann wird aus Wahrscheinlichkeit Gewissheit. Ich halte die angedachte Maßnahme daher für sehr sinnvoll.



Da bist du sicher mit Steuerhinterziehern, Geldwäschern und Kriminellen einer Meinung.[/QUOTE]

Genau, alle die mit Bargeld über 5000 hantieren sind per se Kriminelle. :confused:

Dann muss als erstes Schäuble in den Knast, der hat 100 000 angenommen und weiß nicht mehr was er damit gemacht hat.

Aber im Ernst:

Wenn ich ein gebrauchtes Auto kaufe ist Bargeld eine prima Sache.
Ich mag es auch so ganz gerne, aus verschiedenen Gründen.

Wenn mich das schon verdächtig oder gar (wie Du meinst) schuldig erscheinen lässt, dann stimmt etwas nicht.

Frosch17
03-02-2016, 09:46
[QUOTE=Gremlin Monster;44394363]Zuerst die Verpflichtung, dass jeder Bürger ein Girokonto haben muß [/QUOTE]

Es gibt jetzt ein Recht auf ein Girokonto, aber keine Pflicht. Das ist was völlig anderes.

JackB
03-02-2016, 09:51
[QUOTE=fraktal;44394368]Genau, alle die mit Bargeld über 5000 hantieren sind per se Kriminelle. :confused:

Dann muss als erstes Schäuble in den Knast, der hat 100 000 angenommen und weiß nicht mehr was er damit gemacht hat.

[/QUOTE]

Hast du dafür eine Quelle? Die allgemeine Informationslage ist eine andere:

[QUOTE]Schäuble behauptete, dass er das Geld in einem Briefumschlag von Schreiber in seinem Bonner Büro persönlich empfangen habe. Diesen Umschlag habe er „ungeöffnet und unverändert“ an Brigitte Baumeister weitergeleitet;[/QUOTE]
https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re#Wolfgang_Sch.C3.A4uble

Gremlin Monster
03-02-2016, 09:52
[QUOTE=GodicsGuru;44394344]
Da bist du sicher mit Steuerhinterziehern, Geldwäschern und Kriminellen einer Meinung.[/QUOTE]

Das Geldwäschegesetz deckt doch schon effektiv den Betrag ab 10000 Euro ab und die Steuerhinterziehung, die richtig weh tut, passiert weniger im Geldköfferchen, sondern bei den internationalen Unternehmen, die mit Steuertricks weniger an den Staat bezahlen, als der Schuhladen um die Ecke. Und kriminalisiert werden erst recht die Bürger, die sich für >5001 Euro ein gebrauchtes Auto, Küche, Schmuck o.ä. kaufen wollen und damit auch die alte bewährte Übergabesicherheit "Geld gegen Ware" nutzen wollen. Eine Vorabüberweisung, die man doch schon bei Ebay kennt, öffnet eine weitere Tür des Betrugs.

Gremlin Monster
03-02-2016, 09:54
[QUOTE=Frosch17;44394371]Es gibt jetzt ein Recht auf ein Girokonto, aber keine Pflicht. Das ist was völlig anderes.[/QUOTE]

Bei jeder Überweisung ab 5000 Euro müsste ich ein Konto besitzen. Oder habe ich es falsch verstanden?

JackB
03-02-2016, 10:02
[QUOTE=Gremlin Monster;44394384] Und kriminalisiert werden erst recht die Bürger, die sich für >5001 Euro ein gebrauchtes Auto, Küche, Schmuck o.ä. kaufen wollen und damit auch die alte bewährte Übergabesicherheit "Geld gegen Ware" nutzen wollen. Eine Vorabüberweisung, die man doch schon bei Ebay kennt, öffnet eine weitere Tür des Betrugs.[/QUOTE]

Diese "bewährte Übergabesicherheit" ist eine Illusion.
Angenommen, man kauft ein Auto, zahlt bar.
Am nächsten Tag steht die Polizei vor der Tür, Auto war gestohlen. Tja, Auto weg, Bargeld weg. Pech gehabt. Hätte man das Geld überwiesen, bestünde noch eine Chance, den Hehler über die Bankverbindung aufzuspüren.

Oder aus Sicht der Verkäufers: Man kommt mit dem Auto zum Übergabeort. Übergibt Schlüssel und Papiere, erhält einen Umschlag mit dem vereinbarten Betrag. Um sicher zu gehen, macht man den Umschlag auf und schaut rein. Nur leeres Papier. In dem Moment kriegt man einen Knüppel auf den Kopf und wacht erst ein paar Stunden später wieder auf. Wenn überhaupt. Auto weg, Geld war nie da. Pech gehabt.

JackB
03-02-2016, 10:08
[QUOTE=Gremlin Monster;44394385]Bei jeder Überweisung ab 5000 Euro müsste ich ein Konto besitzen. Oder habe ich es falsch verstanden?[/QUOTE]

Du hast es insofern falsch verstanden, als es noch keine konkreten Regelungen gibt. Nur Überlegungen im Bundesfinanzministerium. Welche Alternativen zu Barzahlungen bleiben, hängt von den konkreten Regelungen ab, von denen noch nichts bekannt ist.

kabe
03-02-2016, 10:13
Die Alternative ist einfach, dass der offizielle Bar-Preis bei maximal 5000 Euro liegt und der Rest eben unversteuert in Bar bezahlt wird. :d:

GodicsGuru
03-02-2016, 10:18
[QUOTE=fraktal;44394368]Genau, alle die mit Bargeld über 5000 hantieren sind per se Kriminelle. :confused:

Dann muss als erstes Schäuble in den Knast, der hat 100 000 angenommen und weiß nicht mehr was er damit gemacht hat.

Aber im Ernst:

Wenn ich ein gebrauchtes Auto kaufe ist Bargeld eine prima Sache.
Ich mag es auch so ganz gerne, aus verschiedenen Gründen.

Wenn mich das schon verdächtig oder gar (wie Du meinst) schuldig erscheinen lässt, dann stimmt etwas nicht.[/QUOTE]

:rolleyes: Ich schrieb davon, dass ARBEIT cash bezahlt wird (und ging damit auf deinen Beitrag ein). Wer Arbeit- oder Auftragnehmer mit Beträgen jenseits der 5000 Euro Grenze bezahlt, den halte ich tatsächlich zunächst mal für verdächtig bis zum Beweis des Gegenteils.

Das für Gebrauchwagenkäufe Bargeschäfte nicht immer ideal sind, hat JackB ja schon treffend dargelegt.

JackB
03-02-2016, 10:19
[QUOTE=kabe;44394438]Die Alternative ist einfach, dass der offizielle Bar-Preis bei maximal 5000 Euro liegt und der Rest eben unversteuert in Bar bezahlt wird. :d:[/QUOTE]

Oder man bringt zum Kauf Zeugen mit (die gegebenenfalls aussagen würden, dass der Verkäufer mehr als den offiziellen Preis verlangt hat) und bezahlt nur den offiziellen Preis.

Gremlin Monster
03-02-2016, 10:21
[QUOTE=JackB;44394425]Du hast es insofern falsch verstanden, als es noch keine konkreten Regelungen gibt. Nur Überlegungen im Bundesfinanzministerium. Welche Alternativen zu Barzahlungen bleiben, hängt von den konkreten Regelungen ab, von denen noch nichts bekannt ist.[/QUOTE]

Och komm. Es kann doch nicht so schwer sein. Es gibt doch schon Erfahrungswerte aus anderen EU-Ländern. Hier mal eine Übersicht, wie hoch die Bargeld-Obergrenze bereits schon ist: http://www.businesstraveller.de/service/bezahlen-im-europaeischen-ausland-so-viel-bargeld-ist-erlaubt/#slide-6

Zumindest lenkt Italien in seiner 999,99 Euro-Obergrenze ein und hebt diese auf 3000,00 Euro an:

[QUOTE]Rom – Italien will die derzeit geltende Grenze für Barzahlungen von 1.000 auf 3.000 Euro anheben. Dies berichtete der italienische Premier Matteo Renzi am Dienstag. Die Maßnahmen ist im Entwurf für das Haushaltsgesetz 2016 enthalten, das die Regierung am Donnerstag vorstellen will.

Die Bargeldgrenze würde viele Touristen abschrecken, sagen Kaufleute-und Hotelierverbände. Die Kampagne gegen das Bargeldlimit wird auch von mehreren Parlamentariern unterstützt. Für Geschäfte und Freiberufler habe die Beschränkung der Bargeldzahlung zu argen Umsatzeinbußen geführt. Dies sieht auch Premier Renzi ein. "Schluss mit Terror. Wen die Möglichkeit hat, bis zu 3.000 Euro bar zu zahlen, soll es tun. Es gibt andere Wege, um die Steuerhinterziehung zu bekämpfen", so Renzi. (APA, 13.10.2015)[/QUOTE]

http://derstandard.at/2000023638105/Italien-will-Bargeld-Grenze-erhoehen

Achja, Italien gibt den Grund für die Bargeld-Obergrenze "Korruption und Schattenwirtschaft" an. Die Gründe werden wohl nachdem ausgesucht, womit sich das Volk gerade am meisten "beschäftigt" ;)

JackB
03-02-2016, 10:27
[QUOTE=Gremlin Monster;44394460]Och komm. Es kann doch nicht so schwer sein. Es gibt doch schon Erfahrungswerte aus anderen EU-Ländern. [/QUOTE]

Es gibt auch Erfahrungswerte aus anderen EU-Ländern, wie mit der PKW-Maut umgegangen wird (Mautstellen auf Autobahn), oder mit "Flüchtlingen" (Grenzen zu).
In Deutschland wird manches anders geregelt. Vielleicht auch die Obergrenze für Bargeldzahlungen.

Frosch17
03-02-2016, 10:38
[QUOTE=Gremlin Monster;44394385]Bei jeder Überweisung ab 5000 Euro müsste ich ein Konto besitzen. Oder habe ich es falsch verstanden?[/QUOTE]

Das müsstest Du. Das hat aber nichts mit dem kürzlich eingeführten Recht auf ein Girokonto zu tun, das Du fälschlicherweise als Girokontopflicht verkaufen wolltest.

mark49
03-02-2016, 10:43
Einen Vorteil hat die Geschichte: Raub, Erpressung und Diebstahl von Bargeld wird auch schwieriger.

Berghuhn
03-02-2016, 11:02
Von mir gerade ein Einwurf zur emotionalen Seite von Bargeld :D

Ich finde es wunderbar mit Bargeld zu bezahlen. So, wie es auch als Kind und Jugendliche toll war, Bargeld für kleinere oder größere Dienste von Eltern oder Nachbarn zu erhalten und wirklich einen haptischen Gegenwert für ein paar Stunden Gartenarbeit etc. zu erhalten. Die Freude darüber war für mich viel größer als die aktuelle monatliche Überweisung meines Arbeitgebers. (Mein Mann holt sich am Monatsanfang übrigens gleich den kompletten Bedarf für den kommenden Monat an Bargeld von der Bank und zahlt ebenfalls gerne bar.)

Von meinen Eltern gelernt - auch der Neuwagen beim Händler wird immer nur mit Bargeld bezahlt. Und es ist toll, vorher mit den ganzen Scheinen herum zu spielen :D:D:D

Wir haben jedenfalls unseren letzten Neuwagen auch komplett in bar bezahlt - das war ein richtig gutes Gefühl.

Oder die Barzahlung unserer Hochzeitsfeier im Hotel :D


Ich will es nicht begründen, für mich gehört Bargeld zum Leben und ich will nicht drauf verzichten - auch nicht auf 1 oder 2 Centstücke.

:undwech:

Experte
03-02-2016, 11:04
Hab letztes Jahr meinen Neuwagen auch bar bezahlt. In der Branche ist das auch durchaus nicht unüblich.

ManOfTomorrow
03-02-2016, 11:08
[QUOTE=Experte;44394570]Hab letztes Jahr meinen Neuwagen auch bar bezahlt. In der Branche ist das auch durchaus nicht unüblich.[/QUOTE]
Wie bitte? Einen Kleinwagen?
Stelle es mir irgendwie etwas riskant vor, mit >25.000 EUR bar herumzulaufen ... :D

Experte
03-02-2016, 11:14
[QUOTE=ManOfTomorrow;44394576]Wie bitte? Einen Kleinwagen?
Stelle es mir irgendwie etwas riskant vor, mit >25.000 EUR bar herumzulaufen ... :D[/QUOTE]

Ich hatte kein Schild um den Hals hängen, welche Summe Bargeld ich dabei habe. ;)

peepe
03-02-2016, 11:16
Ich selbst bevorzuge auch Bargeld.

Eljot
03-02-2016, 11:18
[QUOTE=Berghuhn;44394563]Von meinen Eltern gelernt - auch der Neuwagen beim Händler wird immer nur mit Bargeld bezahlt.

[/QUOTE]

Ich hätte nicht gedacht, dass es sowas noch gibt.:suspekt:

Ich zahle selbst überwiegend mit Karte. Bargeld habe ich fast nie.

Gremlin Monster
03-02-2016, 11:18
[QUOTE=Frosch17;44394502]Das müsstest Du. Das hat aber nichts mit dem kürzlich eingeführten Recht auf ein Girokonto zu tun, das Du fälschlicherweise als Girokontopflicht verkaufen wolltest.[/QUOTE]

Machen wir nun Erbsenzählerrei oder geht es Dir nur darum, wer von uns beiden Recht hat? :rolleyes:

Wenn ich mehr als 5000 Euro überweisen will, gibt es eine Girokontopflicht. Ich kann sonst das Geld nicht überweisen. Ich habe gerade bei meiner Volksbank und auch bei der Sparkasse angerufen. Eine Überweisung, auch unter 5000,00 Euro tätigen die nur noch, wenn ich bei denen ein Konto habe.

So nun kannst Du von mir aus weiter den Begriff "Pflicht" ausklamüsern. Aber ohne mich ;)

JackB
03-02-2016, 11:21
[QUOTE=Experte;44394570]Hab letztes Jahr meinen Neuwagen auch bar bezahlt. In der Branche ist das auch durchaus nicht unüblich.[/QUOTE]

Bei einem Neuwagen, vermutlich in einem seriösen Autohaus gekauft, kann man das auch relativ gefahrlos machen.
Andererseits hat die Methode da auch keinen Vorteil, außer eventuell dem von Berghuhn genannten emotionalen Aspekt. Was hätte dagegen gesprochen, das Geld zu überweisen?
Dass etwas üblich ist, heißt nicht, dass es irgendeinen Sinn hat.

JackB
03-02-2016, 11:32
[QUOTE=Gremlin Monster;44394603]
Wenn ich mehr als 5000 Euro überweisen will, gibt es eine Girokontopflicht. Ich kann sonst das Geld nicht überweisen. Ich habe gerade bei meiner Volksbank und auch bei der Sparkasse angerufen. Eine Überweisung, auch unter 5000,00 Euro tätigen die nur noch, wenn ich bei denen ein Konto habe.

[/QUOTE]

Bedeutet überweisen nicht grundsätzlich "von Konto zu Konto"?
Nicht unbedingt vom Girokonto, kann auch vom Spar- oder Festgeldkonto sein, aber auf irgendeinem Konto muss das Geld doch sein. Das ist doch keine neue Regelung.

Wenn man, ohne ein eigenes Konto zu haben, jemandem Geld "schicken" will, das man bar besitzt, macht man entweder eine Bareinzahlung auf dessen Konto, oder man macht einen Bargeldtransfer, das Geschäftsmodell von Western Union.

Experte
03-02-2016, 11:39
[QUOTE=JackB;44394611]Bei einem Neuwagen, vermutlich in einem seriösen Autohaus gekauft, kann man das auch relativ gefahrlos machen.
Andererseits hat die Methode da auch keinen Vorteil, außer eventuell dem von Berghuhn genannten emotionalen Aspekt. Was hätte dagegen gesprochen, das Geld zu überweisen?
Dass etwas üblich ist, heißt nicht, dass es irgendeinen Sinn hat.[/QUOTE]

So kann man das Geschäft ganz klassisch Zug Um Zug abwickeln, ohne dass ich mehrere Tage in Vorleistung treten muß, oder das Autohaus mir vertrauen muß, daß ich das Geld nachträglich zahle.

Experte
03-02-2016, 11:42
[QUOTE=JackB;44394628]Bedeutet überweisen nicht grundsätzlich "von Konto zu Konto"?
Nicht unbedingt vom Girokonto, kann auch vom Spar- oder Festgeldkonto sein, aber auf irgendeinem Konto muss das Geld doch sein. Das ist doch keine neue Regelung.

Wenn man, ohne ein eigenes Konto zu haben, jemandem Geld "schicken" will, das man bar besitzt, macht man entweder eine Bareinzahlung auf dessen Konto, oder man macht einen Bargeldtransfer, das Geschäftsmodell von Western Union.[/QUOTE]


Es gab, und gibt teilweise noch, das Zahlscheinverfahren, bei dem eine Überweisung bar eingezahlt wird. Hier hat der Gesetzgeber bereits so strenge Identifizierungspflichten eingeführt, daß die meisten Banken das nicht mehr praktizieren.

SilverER
03-02-2016, 11:42
[QUOTE=Berghuhn;44394563]Von mir gerade ein Einwurf zur emotionalen Seite von Bargeld :D

Ich finde es wunderbar mit Bargeld zu bezahlen. So, wie es auch als Kind und Jugendliche toll war, Bargeld für kleinere oder größere Dienste von Eltern oder Nachbarn zu erhalten und wirklich einen haptischen Gegenwert für ein paar Stunden Gartenarbeit etc. zu erhalten. Die Freude darüber war für mich viel größer als die aktuelle monatliche Überweisung meines Arbeitgebers. (Mein Mann holt sich am Monatsanfang übrigens gleich den kompletten Bedarf für den kommenden Monat an Bargeld von der Bank und zahlt ebenfalls gerne bar.)

Von meinen Eltern gelernt - auch der Neuwagen beim Händler wird immer nur mit Bargeld bezahlt. Und es ist toll, vorher mit den ganzen Scheinen herum zu spielen :D:D:D

Wir haben jedenfalls unseren letzten Neuwagen auch komplett in bar bezahlt - das war ein richtig gutes Gefühl.

[/QUOTE]
Bei welchem Händler in welcher Stadt kauft ihr so? Braucht ihr demnächst wieder einen Wagen?

:floet:

Üfli
03-02-2016, 11:56
[QUOTE=JackB;44394628]Bedeutet überweisen nicht grundsätzlich "von Konto zu Konto"?
Nicht unbedingt vom Girokonto, kann auch vom Spar- oder Festgeldkonto sein, aber auf irgendeinem Konto muss das Geld doch sein. Das ist doch keine neue Regelung.[/QUOTE] Quelle? Also von Festgeldkonten, die man für Überweisungen an fremde Konten benutzen kann.

[QUOTE=JackB;44394628]Wenn man, ohne ein eigenes Konto zu haben, jemandem Geld "schicken" will, das man bar besitzt, macht man entweder eine Bareinzahlung auf dessen Konto, oder man macht einen Bargeldtransfer, das Geschäftsmodell von Western Union.[/QUOTE] :rotfl: Ich zitiere Dich mal: [QUOTE]Dass etwas üblich ist, heißt nicht, dass es irgendeinen Sinn hat. [/QUOTE] Western Union... :lol:

JackB
03-02-2016, 11:57
[QUOTE=Experte;44394636]So kann man das Geschäft ganz klassisch Zug Um Zug abwickeln, ohne dass ich mehrere Tage in Vorleistung treten muß, oder das Autohaus mir vertrauen muß, daß ich das Geld nachträglich zahle.[/QUOTE]

Das ist aber doch sehr theoretisch.
Überweisungen dauern heute nicht mehr mehrere Tage, sondern wenige Stunden. Abends online beauftragt, am nächsten Tag ist das Geld auf dem Konto des Empfängers.
Und woher hast du das viele Bargeld? Am gleichen Tag eingenommen? - In vielen Fällen wohl eher von der Bank abgeholt, und da wird es vollends sinnlos.

JackB
03-02-2016, 11:59
[QUOTE=Üfli;44394664]
:rotfl: Ich zitiere Dich mal: Western Union... :lol:[/QUOTE]

Worauf willst du hinaus?

Üfli
03-02-2016, 12:01
[QUOTE=JackB;44394665]Überweisungen dauern heute nicht mehr mehrere Tage, sondern wenige Stunden. Abends online beauftragt, am nächsten Tag ist das Geld auf dem Konto des Empfängers.
[/QUOTE]So sollte es sein. Ist es in der Realität aber meistens nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn Start- und Zielbank nicht identisch sind. Und was ist mit grenzüberschreitenden Zahlungen?

Üfli
03-02-2016, 12:04
[QUOTE=JackB;44394666]Worauf willst du hinaus?[/QUOTE]

Auf eine Antwort von dir welche Festgeldkonten für Überweisungen an fremde Konten genutzt werden können.

Western Union war nur sehr lustig, weil Du ein paar Beiträge vorher noch von Sinnhaftigkeit geschrieben hattest. Es gibt wohl keine Zahlungsweise, die mehr Beschwerden durch Kunden verursacht, als Western Union.

Hinnack
03-02-2016, 12:10
Also beim Gebrauchtwagenkauf finde ich Bargeld schon praktisch.
Ich würde den Kaufpreis nicht vorab an irgendjemanden überweisen, bevor ich das Auto bekomme. Und ich würde beim Verkauf auch nicht das Auto aushändigen, bevor das Geld nicht auf meinem Konto ist.
Man müsste dann ja ständig mit teuren Notaranderkonten sder so arbeiten. Was für ein Irrsinn!

M.vonNeulich
03-02-2016, 12:18
[QUOTE=Hinnack;44394682]Also beim Gebrauchtwagenkauf finde ich Bargeld schon praktisch.
Ich würde den Kaufpreis nicht vorab an irgendjemanden überweisen, bevor ich das Auto bekomme. Und ich würde beim Verkauf auch nicht das Auto aushändigen, bevor das Geld nicht auf meinem Konto ist.
Man müsste dann ja ständig mit teuren Notaranderkonten sder so arbeiten. Was für ein Irrsinn![/QUOTE]

Irrsinn ist Programm in Brüssel und Berlin ...

Wenn es etwas gibt um normale Menschen zu reglementieren - wird es kommen ...

Experte
03-02-2016, 12:30
[QUOTE=JackB;44394665]Das ist aber doch sehr theoretisch.
Überweisungen dauern heute nicht mehr mehrere Tage, sondern wenige Stunden. Abends online beauftragt, am nächsten Tag ist das Geld auf dem Konto des Empfängers.
Und woher hast du das viele Bargeld? Am gleichen Tag eingenommen? - In vielen Fällen wohl eher von der Bank abgeholt, und da wird es vollends sinnlos.[/QUOTE]

Es gibt Cut-Off-zeiten die zu beachten sind. Im übrigen sind Online-Banking-Limite i.d.R. nicht ausreichend, um solche Beträge zu überweisen. Bei beleghafter Überweisung verlängert sich die zulässige Laufzeit um einen Tag.
Dann muß ich mich darauf verlassen, daß man im Autohaus die Kontoumsätze rechtzeitig überprüft, um den Eingang zu bestätigen.

Bei meinem Autohaus war Barzahlung sogar erwünscht.

hans
03-02-2016, 13:18
[QUOTE=Üfli;44394664]Western Union... :lol:[/QUOTE]
und wie!
könnt ich per handy einer befreundeten familie in bangladesh oder aceh 500 euro schicken, beliebig oft, die ihnen der briefträger ins haus bringt.
(läuft unter "remittance service")

hans
03-02-2016, 13:21
[QUOTE=Berghuhn;44394563]Von mir gerade ein Einwurf zur emotionalen Seite von Bargeld :D

Ich finde es wunderbar mit Bargeld zu bezahlen. So, wie es auch als Kind und Jugendliche toll war, Bargeld für kleinere oder größere Dienste von Eltern oder Nachbarn zu erhalten und wirklich einen haptischen Gegenwert für ein paar Stunden Gartenarbeit etc. zu erhalten. Die Freude darüber war für mich viel größer als die aktuelle monatliche Überweisung meines Arbeitgebers. (Mein Mann holt sich am Monatsanfang übrigens gleich den kompletten Bedarf für den kommenden Monat an Bargeld von der Bank und zahlt ebenfalls gerne bar.)

Von meinen Eltern gelernt - auch der Neuwagen beim Händler wird immer nur mit Bargeld bezahlt. Und es ist toll, vorher mit den ganzen Scheinen herum zu spielen :D:D:D

Wir haben jedenfalls unseren letzten Neuwagen auch komplett in bar bezahlt - das war ein richtig gutes Gefühl.

Oder die Barzahlung unserer Hochzeitsfeier im Hotel :D


Ich will es nicht begründen, für mich gehört Bargeld zum Leben und ich will nicht drauf verzichten - auch nicht auf 1 oder 2 Centstücke.

:undwech:[/QUOTE]

ich finde, das muss unbedingt legitim bleiben, und habe grossen respekt vor diesem way of life!

Üfli
03-02-2016, 13:23
[QUOTE=hans;44394823]und wie!
könnt ich per handy einer befreundeten familie in bangladesh oder aceh 500 euro schicken, beliebig oft, die ihnen der briefträger ins haus bringt.
(läuft unter "remittance service")[/QUOTE]

Und völlig umsonst einkaufen! :d: :helga:

JackB
03-02-2016, 13:35
[QUOTE=Experte;44394719]Es gibt Cut-Off-zeiten die zu beachten sind. Im übrigen sind Online-Banking-Limite i.d.R. nicht ausreichend, um solche Beträge zu überweisen. Bei beleghafter Überweisung verlängert sich die zulässige Laufzeit um einen Tag.
Dann muß ich mich darauf verlassen, daß man im Autohaus die Kontoumsätze rechtzeitig überprüft, um den Eingang zu bestätigen.

[/QUOTE]

Dann beachtet man die Cut-Off-Zeiten eben. Oder man überweist zur Sicherheit einen Tag früher. Wo ist das (praktische!) Problem? Der Zinsverlust ist heute vernachlässigbar, und wenn man (als Privatmann) ein Auto kauft, erwirtschaftet man das Geld doch in aller Regel nicht erst am Tag vor der Auslieferung.
Und was Limite betrifft: Die dürften in vielen Fällen bei der Auszahlung von Bargeldbeträgen niedriger angesetzt sein als bei Überweisungen.

Wieso bei deinem Autohaus die Barzahlung erwünscht war, ist ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. (Möglicherweise war man einfach erfreut, den Betrag gleich in voller Höhe zu erhalten, und das Geschäft abschließen zu können. Andere Kunden wollen Ratenzahlung, oder ihr Altfahrzeug in Zahlung geben, oder einen fetten Rabatt ...)

JackB
03-02-2016, 13:44
[QUOTE=Üfli;44394668]So sollte es sein. Ist es in der Realität aber meistens nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn Start- und Zielbank nicht identisch sind. [/QUOTE]

Doch.

[QUOTE=Üfli;44394668] Und was ist mit grenzüberschreitenden Zahlungen?[/QUOTE]

Grenzen sind im Zahlungsverkehr erst dann relevant, wenn es die Außengrenzen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind.
Und ja, dort gelten die gesetzlichen Fristen für die Ausführung von Überweisungen nicht.
Aber ob es eine gute Alternative ist, mit hohen Bargeldbeträgen Reisen in Länder außerhalb des EWR zu unternehmen, um dort Geschäfte zu tätigen :nixweiss:

Wenn herkömmliche Banküberweisungen zu langsam sind, gibt es noch andere Möglichkeiten des bargeldlosen, grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs.

Experte
03-02-2016, 13:44
[QUOTE=JackB;44394879]Dann beachtet man die Cut-Off-Zeiten eben. Oder man überweist zur Sicherheit einen Tag früher. Wo ist das (praktische!) Problem? Der Zinsverlust ist heute vernachlässigbar, und wenn man (als Privatmann) ein Auto kauft, erwirtschaftet man das Geld doch in aller Regel nicht erst am Tag vor der Auslieferung.[/quote]

Dann sind wir wieder an meinem obigen Punkt: ich muß ein paar Tage in Vorleistung treten.

[QUOTE]Und was Limite betrifft: Die dürften in vielen Fällen bei der Auszahlung von Bargeldbeträgen niedriger angesetzt sein als bei Überweisungen.[/QUOTE]

Es gibt kein Limit für Barauszahlungen. Was ich auf dem Konto habe, kann ich auch bar verfügen.

[quote]Wieso bei deinem Autohaus die Barzahlung erwünscht war, ist ohne weitere Informationen nicht nachvollziehbar. (Möglicherweise war man einfach erfreut, den Betrag gleich in voller Höhe zu erhalten, und das Geschäft abschließen zu können. Andere Kunden wollen Ratenzahlung, oder ihr Altfahrzeug in Zahlung geben, oder einen fetten Rabatt ...)[/QUOTE]

Einen ordentlichen Rabatt habe ich bekommen. Der hing allerdings nicht von der Zahlungsart (bar/Scheck/Überweisung) ab.

ManOfTomorrow
03-02-2016, 13:51
[QUOTE=Experte;44394911]Es gibt kein Limit für Barauszahlungen. Was ich auf dem Konto habe, kann ich auch bar verfügen.[/QUOTE]
Ein Millionär kann sich also in irgendeiner Dorf-Volksbank 5.000.000 EUR Cash auszahlen lassen? :zahn: ;)

Orbitoz
03-02-2016, 13:55
[QUOTE=Experte;44394911]Es gibt kein Limit für Barauszahlungen. Was ich auf dem Konto habe, kann ich auch bar verfügen.[/QUOTE]Aber vermutlich (ziemlich sicher) nach Höhe abgestufte Tageslimiten - evtl. kombiniert mit einer zeitlichen Vorankündigung.

JackB
03-02-2016, 13:56
[QUOTE=Experte;44394911]Dann sind wir wieder an meinem obigen Punkt: ich muß ein paar Tage in Vorleistung treten.

[/QUOTE]

Zwei Tage.
Und das nur, wenn du zu bequem bist, dich um die Cut-off-Zeiten zu kümmern und sie einzuhalten.

[QUOTE=Experte;44394911]

Es gibt kein Limit für Barauszahlungen. Was ich auf dem Konto habe, kann ich auch bar verfügen.

[/QUOTE]

Bei mir ist die Barauszahlung am Automaten auf 1000 Euro pro Tag beschränkt. Dagegen kann ich beliebig hohe Überweisungen vornehmen (sofern sie durch Guthaben gedeckt sind).
Das hängt also von der Bank, der Art des Kontos oder auch den individuellen Bedingungen ab. Ich denke, die meisten Banken werden es einem guten Kunden auf Anfrage ermöglichen, einen hohen Betrag von seinem Guthaben zu überweisen, selbst wenn die tägliche Summe "defaultmäßig" gedeckelt sein sollte.

Und auch ein Autohaus wird einem guten Kunden sein neues Auto gegen Kartenzahlung aushändigen. Wieso denn nicht? Für Probefahrten bekommt man ja auch teure Autos ohne Sicherheit ausgehändigt.

Koryphäe
03-02-2016, 14:01
Ich sehe es genauso wie Berghuhn, mit Bargeld zu zahlen ist einfach besser. Man sieht es, spürt es mehr. Es wird nicht umsonst Schuldnern empfohlen, mit Bargeld zu zahlen. Weil der Schuldner mehr Überblick hat. Eine Welt ohne Bargeld ist für mich nicht vorstellbar. Und ja...ein Auto bar zu zahlen, hat was. Definitiv.

Eljot
03-02-2016, 14:12
[QUOTE=Koryphäe;44394960]Eine Welt ohne Bargeld ist für mich nicht vorstellbar. [/QUOTE]


Ich denke trotzdem Bargeld ist bald Geschichte.

JackB
03-02-2016, 14:17
[QUOTE=Hinnack;44394682]Also beim Gebrauchtwagenkauf finde ich Bargeld schon praktisch.
Ich würde den Kaufpreis nicht vorab an irgendjemanden überweisen, bevor ich das Auto bekomme. Und ich würde beim Verkauf auch nicht das Auto aushändigen, bevor das Geld nicht auf meinem Konto ist.
Man müsste dann ja ständig mit teuren Notaranderkonten sder so arbeiten. Was für ein Irrsinn![/QUOTE]

Wenn man mit reisenden Händlern zu tun hat, kann ich das nachvollziehen.
Aber bei Händlern vor Ort, oder bei ortsansässigen Privatleuten, nicht. Mein Sohn hat vor einiger Zeit einen Gebrauchtwagen von einem ortsansässigen Frauenarzt gekauft. Er hat den Frauenarzt in dessen Wohnung aufgesucht, die Probefahrt durchgeführt, in seiner Wohnküche die Kaufverhandlungen geführt und den Vertrag unterschrieben, einen Kaffee getrunken und am Vorabend der vereinbarten Übergabe den Betrag überwiesen. Die Bestätigung der Onlineüberweisung hat er ausgedruckt und mitgebracht.
Der Frauenarzt hätte wohl auch Barzahlung akzeptiert, aber seine Patientinnen behandelt er ja auch auf Rechnung. Was soll das also?

Koryphäe
03-02-2016, 17:00
[QUOTE=Eljot;44394990]Ich denke trotzdem Bargeld ist bald Geschichte.[/QUOTE]

Ich würde ne Wette abschließen wollen, dass das nie Geschichte ist. Auch, weil es gar nicht immer möglich ist. Und dazu noch totaler Schmarrn.

blaupause
03-02-2016, 17:28
[QUOTE=JackB;44394942]Bei mir ist die Barauszahlung am Automaten auf 1000 Euro pro Tag beschränkt. Dagegen kann ich beliebig hohe Überweisungen vornehmen (sofern sie durch Guthaben gedeckt sind).

..


Und auch ein Autohaus wird einem guten Kunden sein neues Auto gegen Kartenzahlung aushändigen. Wieso denn nicht? Für Probefahrten bekommt man ja auch teure Autos ohne Sicherheit ausgehändigt.[/QUOTE]

Ja, am Automaten. Gehst du persönlich hin hast du eigentlich ein Recht auf dein Geld (de facto musst du höhere Summen aber vorbestellen).

Und Auto mit Karte zahlen, da bräuchte man schon recht hohe Deckungssummen.


Ich hab meins auch bar bezahlt, am liebsten haben die Autohäuser aber soweit ich weiß Finanzierungen. Ist ja deren Hauptgeschäft, hab ich mal gehört.
Bestätigter Scheck wäre die andere Alternative, kostet aber Gebühren.

blaupause
03-02-2016, 17:30
[QUOTE=Koryphäe;44395391]Ich würde ne Wette abschließen wollen, dass das nie Geschichte ist. Auch, weil es gar nicht immer möglich ist. Und dazu noch totaler Schmarrn.[/QUOTE]

Ich bin öfter in Kopenhagen, das ist weitgehend bargeldlos da.
Da bezahlt man auch auf dem Wochenmarkt oder in der Kneipe mit EC-Karte.

Ist eigentlich sehr angenehm.

mark49
03-02-2016, 17:35
Eines ist natürlich klar: Ohne Bargeld gibt es keinen "Bankrun" mehr und nichts fürchtet das System so sehr, wie einen Massenansturm von Menschen auf Geldschalter. Elektronisches Geld ist die Vorstufe der Hyperinflation.

M.vonNeulich
03-02-2016, 18:27
[QUOTE=mark49;44395463]Eines ist natürlich klar: Ohne Bargeld gibt es keinen "Bankrun" mehr und nichts fürchtet das System so sehr, wie einen Massenansturm von Menschen auf Geldschalter. Elektronisches Geld ist die Vorstufe der Hyperinflation.[/QUOTE]

Das trifft so sehr ins Schwarze - wie kaum ein Posting in der letzten Zeit !

JackB
03-02-2016, 18:46
[QUOTE=mark49;44395463]Eines ist natürlich klar: Ohne Bargeld gibt es keinen "Bankrun" mehr und nichts fürchtet das System so sehr, wie einen Massenansturm von Menschen auf Geldschalter. Elektronisches Geld ist die Vorstufe der Hyperinflation.[/QUOTE]

Ein "Bankrun" kann auch dadurch stattfinden, dass massenhaft Überweisungsaufträge zugunsten von Konten bei ausländischen Banken erteilt werden.
Die können limitiert werden, so wie auch die Bargeldauszahlung am Bankschalter limitiert werden können. Der Unterschied: Man sieht keine Schlangen in den Bankfilialen oder an den ATMs.

Der Bankrun wird sozusagen von der Straße ins heimischen Wohn- oder Arbeitszimmer verlegt.

pepperanne
03-02-2016, 19:22
[QUOTE=JackB;44395007]Wenn man mit reisenden Händlern zu tun hat, kann ich das nachvollziehen.
Aber bei Händlern vor Ort, oder bei ortsansässigen Privatleuten, nicht. Mein Sohn hat vor einiger Zeit einen Gebrauchtwagen von einem ortsansässigen Frauenarzt gekauft. Er hat den Frauenarzt in dessen Wohnung aufgesucht, die Probefahrt durchgeführt, in seiner Wohnküche die Kaufverhandlungen geführt und den Vertrag unterschrieben, einen Kaffee getrunken und am Vorabend der vereinbarten Übergabe den Betrag überwiesen. Die Bestätigung der Onlineüberweisung hat er ausgedruckt und mitgebracht.
Der Frauenarzt hätte wohl auch Barzahlung akzeptiert, aber seine Patientinnen behandelt er ja auch auf Rechnung. Was soll das also?[/QUOTE]

Gerade was in Gyn-Arztpraxen an Bargeld über den Tisch geht, da kommen im Monat schon ein paar Tausend EURO zusammen. IGEL lebe hoch. Klar werden Rechnungen geschrieben für die normalen Behandlungen, die bei den privaten Krankenversicherungen eingereicht werden, die Beträge werden auch oft per Überweisung reguliert, aber die IGEL Leistungen- da gibt es dann eine Quittung und gut ist. Ich gehe davon aus, dass alle Ärzte ehrlich sind und der Finanzverwaltung auch diese Einnahmen alle brav angeben.

Üfli
03-02-2016, 21:03
[QUOTE=JackB;44394909]Doch.[/QUOTE]Nein. : pingpong:

[QUOTE=JackB;44394909]Grenzen sind im Zahlungsverkehr erst dann relevant, wenn es die Außengrenzen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind.[/QUOTE]Die Praxis widerlegt Dein Aufsagen des theorethischen Ist-Zustands, tut mir leid. Du kannst Dich gerne damit rausreden, dass es ja nicht an der technischen Umsetzung liegt, sondern von Banken anders verschuldet ist, aber unterm Strich reicht der von Dir behauptete Zeitraum bei vielen Überweisungen schlicht nicht aus.


Edit: Gibt es noch eine Quelle zu Deiner Aussage bezüglich der Festgeldkonten? Wenn Du das Thema nicht weiter verfolgen möchtest ist das auch okay, eine dahingehende Rückmeldung wäre aber nett und höflich.

Üfli
03-02-2016, 21:11
Was Limits beim Bargeld abheben angeht. Onlineüberweisungen sind doch ebenfalls durch Tageslimits gedeckelt. Oder habe ich nur ich so eine doofe Sparkasse, dass man nen größeren Betrag über mehrere Tage gestreckt verarbeiten muss? :kopfkratz

Edit: Okay, wieder was gelernt, das vorgegebene Limit könnte ich anpassen. Danke IOFF, das hilft beim nächsten Mal!

Experte
03-02-2016, 21:33
[QUOTE=ManOfTomorrow;44394927]Ein Millionär kann sich also in irgendeiner Dorf-Volksbank 5.000.000 EUR Cash auszahlen lassen? :zahn: ;)[/QUOTE]

[QUOTE=Orbitoz;44394940]Aber vermutlich (ziemlich sicher) nach Höhe abgestufte Tageslimiten - evtl. kombiniert mit einer zeitlichen Vorankündigung.[/QUOTE]

Natürlich sollte man größere Summen vorher anmelden, weil natürlich nicht beliebig hohe Kassenbestände vorgehalten werden. Ein prinzipielles Limit gibt es aber nicht.

Experte
03-02-2016, 21:37
[QUOTE=JackB;44394942]Zwei Tage.
Und das nur, wenn du zu bequem bist, dich um die Cut-off-Zeiten zu kümmern und sie einzuhalten.[/quote]

Was willst du noch diskutieren? Die Barzahlung war sowohl für mich als auch für das Autohaus die einfachste und sicherste Zahlungsmethode.

JackB
04-02-2016, 00:23
[QUOTE=Üfli;44396597]
Die Praxis widerlegt Dein Aufsagen des theorethischen Ist-Zustands, tut mir leid. Du kannst Dich gerne damit rausreden, dass es ja nicht an der technischen Umsetzung liegt, sondern von Banken anders verschuldet ist, aber unterm Strich reicht der von Dir behauptete Zeitraum bei vielen Überweisungen schlicht nicht aus.
[/QUOTE]

Die Ein-Tages-Frist ist nicht der theoretische, sondern der gesetzliche Ist-Zustand:

[QUOTE]Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 675s Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge

(1) Der Zahlungsdienstleister des Zahlers ist verpflichtet sicherzustellen, dass der Zahlungsbetrag spätestens am Ende des auf den Zugangszeitpunkt des Zahlungsauftrags folgenden Geschäftstags beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingeht; bis zum 1. Januar 2012 können ein Zahler und sein Zahlungsdienstleister eine Frist von bis zu drei Geschäftstagen vereinbaren. Für Zahlungsvorgänge innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, die nicht in Euro erfolgen, können ein Zahler und sein Zahlungsdienstleister eine Frist von maximal vier Geschäftstagen vereinbaren. Für in Papierform ausgelöste Zahlungsvorgänge können die Fristen nach Satz 1 um einen weiteren Geschäftstag verlängert werden.

§ 675t Wertstellungsdatum und Verfügbarkeit von Geldbeträgen

(1) Der Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers ist verpflichtet, dem Zahlungsempfänger den Zahlungsbetrag unverzüglich verfügbar zu machen, nachdem er auf dem Konto des Zahlungsdienstleisters eingegangen ist. Sofern der Zahlungsbetrag auf einem Zahlungskonto des Zahlungsempfängers gutgeschrieben werden soll, ist die Gutschrift, auch wenn sie nachträglich erfolgt, so vorzunehmen, dass der Zeitpunkt, den der Zahlungsdienstleister für die Berechnung der Zinsen bei Gutschrift oder Belastung eines Betrags auf einem Zahlungskonto zugrunde legt (Wertstellungsdatum), spätestens der Geschäftstag ist, an dem der Zahlungsbetrag auf dem Konto des Zahlungsdienstleisters des Zahlungsempfängers eingegangen ist. Satz 1 gilt auch dann, wenn der Zahlungsempfänger kein Zahlungskonto unterhält.

[/QUOTE]

Zur Frage nach der Überweisung vom Festgeldkonto:

Im Gabler Wirtschaftslexikon ist eine Überweisung definiert als:
[QUOTE]

Zahlungsinstrument, mit dem ein Kontoinhaber über seine Bank zulasten seines Kontoguthabens bzw. seiner vereinbarten Kreditlinie dem Begünstigten einen bestimmten Betrag auf dessen Konto zur Verfügung stellt
[/QUOTE]
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/ueberweisung.html

Es ist also allgemein von einem "Kontoguthaben" die Rede, ohne Festlegung oder Beschränkung auf Girokonten oder dgl.

xPrinzx
04-02-2016, 00:28
[QUOTE=Experte;44392386]
Wie so oft wird der Terrorismus als Deckmantel genutzt, um eine politische Schweinerei durchzuboxen.
[/QUOTE]

:nixweiss: Leider wahr...

JackB
04-02-2016, 00:29
[QUOTE=Experte;44396886]Die Barzahlung war sowohl für mich als auch für das Autohaus die einfachste und sicherste Zahlungsmethode.[/QUOTE]

Auch unter Berücksichtigung der für dich neuen Information, dass du das Geld auch innerhalb weniger als 24 Stunden mit einem einzigen Zahlungsvorgang hättest überweisen können?
Bisher war es so, als ob du hinsichtlich der Kompliziertheit des Überweisungsvorgangs von falschen Voraussetzungen ausgingst.

tanguy
04-02-2016, 00:37
Experte, nochmal meine Frage:

Vorab: Bargeld abzuschaffen lehne ich vollkommen und von ganzem Herzen und Verstand ab. Das wird auch so bleiben, keine Partei, die das mal fordert, könnte erwarten, dass ich ihr keinen Widerstand leiste.

Die 5.000 €-Grenze sehe ich sachlich nicht als Problem an. Den emotionalen Part verstehe ich total, es ist ein schönes Gefühl, eine sehr hohe Rechnung bar auch den Tisch zu zahlen. Aber ist dieser Part so wichtig, die Grenze total abzulehnen?

JackB
04-02-2016, 00:45
[QUOTE=blaupause;44395445]Ja, am Automaten. Gehst du persönlich hin hast du eigentlich ein Recht auf dein Geld (de facto musst du höhere Summen aber vorbestellen).

[/QUOTE]

Bei einer Onlinebank kann man gar nicht persönlich hingehen. Wohin auch?
Und auch bei einer "klassischen" Bank ist doch der Aufwand, zur Filiale zu gehen, das Geld auszahlen zu lassen, bei größeren Beträgen die Bank besser vorher avisieren, größer als der, einen Online-Auftrag zu erteilen.
Und auch das Autohaus wird das Geld wahrscheinlich nicht im Tresor bunkern, sondern baldmöglichst zur Bank bringen. Möglicherweise zur gleichen, bei der der Kunde es ein paar Stunden zuvor abgehoben hat.

[QUOTE=blaupause;44395445]
Ich hab meins auch bar bezahlt,
[/QUOTE]

Darf ich frage warum? Gab es einen praktischen Grund?

Üfli
04-02-2016, 00:49
[QUOTE=JackB;44397613]Die Ein-Tages-Frist ist nicht der theoretische, sondern der gesetzliche Ist-Zustand:[/QUOTE] Richtig, der gesetzliche Ist-Zustand... ist das der gleiche gesetzliche Ist-Zustand wie in "alle zahlen ihre Steuern"? ;) Und was mache ich nun mit den Fällen, wo es länger als einen Tag dauert? Auf dem Boden stampfen und sagen "Aber der gesetzliche Ist-Zustand..." ;)



[QUOTE=JackB;44397613]Zur Frage nach der Überweisung vom Festgeldkonto:[/QUOTE]Genau. Dazu scheint leider nichts zu kommen. Es ging um die Frage von welchem Festgeldkonto Du nun an ein fremdes Konto überweisen wolltest. Vermutlich hast Du da nur Begriffe durcheinander gebracht, kann aber ja mal passieren.

JackB
04-02-2016, 01:09
[QUOTE=Üfli;44397644]Richtig, der gesetzliche Ist-Zustand... ist das der gleiche gesetzliche Ist-Zustand wie in "alle zahlen ihre Steuern"? ;) Und was mache ich nun mit den Fällen, wo es länger als einen Tag dauert? Auf dem Boden stampfen und sagen "Aber der gesetzliche Ist-Zustand..." ;)

[/QUOTE]

Wenn dein Vertragspartner (deine Bank) seine Vertragspflichten nicht erfüllt, ist er schadensersatzpflichtig.
Natürlich nur, wenn dir aus der Vertragsverletzung Schaden entsteht.

[QUOTE=Üfli;44397644]c
Genau. Dazu scheint leider nichts zu kommen. Es ging um die Frage von welchem Festgeldkonto Du nun an ein fremdes Konto überweisen wolltest. Vermutlich hast Du da nur Begriffe durcheinander gebracht, kann aber ja mal passieren.[/QUOTE]

Nein, es ging um diese Frage von dir:

[QUOTE] Gibt es noch eine Quelle zu Deiner Aussage bezüglich der Festgeldkonten? [/QUOTE]

Und meine "Aussage bezüglich der Festgeldkonten" war diese:

[QUOTE]Bedeutet überweisen nicht grundsätzlich "von Konto zu Konto"?
Nicht unbedingt vom Girokonto, kann auch vom Spar- oder Festgeldkonto sein, aber auf irgendeinem Konto muss das Geld doch sein. Das ist doch keine neue Regelung.[/QUOTE]

Es ging also um die Definition einer Überweisung. Davon, dass ich was von einem Festgeldkonto überweisen wollte, hatte ich nichts geschrieben. Ich habe gar kein Festgeldkonto mehr. Aber der FC Bayern hat eins, und der überweist von dort anscheinend hin und wieder achtstellige Beträge an andere Clubs. Oder reist doch jemand mit einem Geldköfferchen durch die Welt?

Experte
04-02-2016, 06:55
[QUOTE=JackB;44397624]Auch unter Berücksichtigung der für dich neuen Information, dass du das Geld auch innerhalb weniger als 24 Stunden mit einem einzigen Zahlungsvorgang hättest überweisen können?
Bisher war es so, als ob du hinsichtlich der Kompliziertheit des Überweisungsvorgangs von falschen Voraussetzungen ausgingst.[/QUOTE]

Nichts von dem was du hier schreibst sind für mich neue Informationen.

Experte
04-02-2016, 06:59
[QUOTE=tanguy;44397631]Experte, nochmal meine Frage:

Vorab: Bargeld abzuschaffen lehne ich vollkommen und von ganzem Herzen und Verstand ab. Das wird auch so bleiben, keine Partei, die das mal fordert, könnte erwarten, dass ich ihr keinen Widerstand leiste.

Die 5.000 €-Grenze sehe ich sachlich nicht als Problem an. Den emotionalen Part verstehe ich total, es ist ein schönes Gefühl, eine sehr hohe Rechnung bar auch den Tisch zu zahlen. Aber ist dieser Part so wichtig, die Grenze total abzulehnen?[/QUOTE]

Bargeld ist das gesetzliche Zahlungsmittel. Die Grenze ist ein erster (bzw. eigentlich nur ein weiterer) Schritt, Bargeld abzuschaffen oder zumindest weitgehend die Bargeldnutzung einzuschränken. Ziel ist es, immer mehr Kontrolle und Überwachung über sämtliche Zahlungsströme zu erlangen. Das ist mir zuwider.

fraktal
04-02-2016, 07:10
Das vorgebliche Ziel damit kriminelle Aktivitäten zu unterbinden ist lächerlich.
Evtl. behindert es Kleinkriminelle (glaub ich nicht)

Einen Steuerbetrüger wie Hoeness wird sowas nicht jucken.

Es ist einfach eine weitere Einschränkung und Gängelung der Bürger.
Das es gerade unter den Bürgern ettliche gibt die dem zustimmen lässt tief blicken.

Jedem seine Hölle :)

Im Vorzeigeland Schweden ist man da schon weiter, da hat man es wirklich fast geschafft Bargeld abzuschaffen.
Auch dagegen regt sich dort mittlerweile Widerstand.

Für Regierende scheint ein frei handelnder und handlungsfähiger Bürger das Schlimste zu sein was man sich vorstellen kann.

Und nie vergessen: Unser Finanzminister hat seine ganz eigene Geschichte mit einem Koffer voller Bargeld.

https://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs

Da brauchte es einen Holländer um zu fragen, die deutschen hochleistungs Journalisten konnten das nicht.

Koryphäe
04-02-2016, 07:32
[QUOTE=blaupause;44395450]Ich bin öfter in Kopenhagen, das ist weitgehend bargeldlos da.
Da bezahlt man auch auf dem Wochenmarkt oder in der Kneipe mit EC-Karte.

Ist eigentlich sehr angenehm.[/QUOTE]

Ich finde den Gedanken echt gruselig, man muss ja ständig alle Abbuchungen im Kopf haben, damit man weiß, was man noch auf dem Konto hat. Da hole ich lieber Bares, wenn das weg ist, ist es weg und ich habe die Kontrolle darüber.

[QUOTE=Üfli;44396675]Was Limits beim Bargeld abheben angeht. Onlineüberweisungen sind doch ebenfalls durch Tageslimits gedeckelt. Oder habe ich nur ich so eine doofe Sparkasse, dass man nen größeren Betrag über mehrere Tage gestreckt verarbeiten muss? :kopfkratz

Edit: Okay, wieder was gelernt, das vorgegebene Limit könnte ich anpassen. Danke IOFF, das hilft beim nächsten Mal![/QUOTE]

Ich kann am Tag 2500 € überweisen am Tag, aber nur 1000 € am Tag abheben.


[QUOTE=Experte;44396853]Natürlich sollte man größere Summen vorher anmelden, weil natürlich nicht beliebig hohe Kassenbestände vorgehalten werden. Ein prinzipielles Limit gibt es aber nicht.[/QUOTE]

Ich glaube es geht primär gar nicht um Kassenbestände, sondern auch um so Erpressungsgeschichten-dass eben nicht jedermann jederzeit beliebig viel abheben kann.

JackB
04-02-2016, 08:03
[QUOTE=Koryphäe;44397862]Ich finde den Gedanken echt gruselig, man muss ja ständig alle Abbuchungen im Kopf haben, damit man weiß, was man noch auf dem Konto hat. Da hole ich lieber Bares, wenn das weg ist, ist es weg und ich habe die Kontrolle darüber.
[/QUOTE]

Nein, es reicht, den letzten Stand im Kopf zu haben haben.


Beispiel:

Am Anfang hat man 1000 Euro auf dem Konto.
Man kauft etwas für 45 Euro.
Neuer Stand: 955 Euro.
Dann gibt man 2,50 Euro aus.
Neuer Stand: 952,5 Euro.
Nächste Ausgabe: 20 Euro.
Neuer Stand: 932,5 Euro

usw.

Die türkis eingefärbten Zahlen kann man sofort wieder vergessen, man muss sich immer nur eine Zahl merken, um jederzeit die Kontrolle zu haben.

In der Regel muss man sich aber gar nichts merken, weil man den Kontostand (und alle Abbuchungen) jederzeit abfragen kann. Auch von unterwegs, wenn man ein Smartphone besitzt.

JackB
04-02-2016, 08:07
[QUOTE=fraktal;44397825]

Und nie vergessen: Unser Finanzminister hat seine ganz eigene Geschichte mit einem Koffer voller Bargeld.

https://www.youtube.com/watch?v=XaWE8K2nRVs

Da brauchte es einen Holländer um zu fragen, die deutschen hochleistungs Journalisten konnten das nicht.[/QUOTE]

Da brauchst du einen Holländer, um deine Verleundungsgeschichte gegen Herrn Schäuble zu "belegen".
Es gab keinen Koffer. Einen solchen erwähnt in dem Video der Holländer auch gar nicht, und auch das, was er erwähnt, ist Unsinn.

Experte
04-02-2016, 08:09
[QUOTE=Koryphäe;44397862]


Ich kann am Tag 2500 € überweisen am Tag, aber nur 1000 € am Tag abheben.




Ich glaube es geht primär gar nicht um Kassenbestände, sondern auch um so Erpressungsgeschichten-dass eben nicht jedermann jederzeit beliebig viel abheben kann.[/QUOTE]

Ich glaube hier bestehen ein paar grundlegende Missverständnisse. Verfügungslimite bestehen bezüglich Überweisungen und Barverfügungen am Automaten bzw. beim Onlinebanking aus Sicherheitsgründen. Ansonsten gibt es keine Verfügungsbeschränkung, sofern entsprechende Deckung vorhanden ist.

andi86
04-02-2016, 08:19
[QUOTE=Experte;44397804]Bargeld ist das gesetzliche Zahlungsmittel. Die Grenze ist ein erster (bzw. eigentlich nur ein weiterer) Schritt, Bargeld abzuschaffen oder zumindest weitgehend die Bargeldnutzung einzuschränken. Ziel ist es, immer mehr Kontrolle und Überwachung über sämtliche Zahlungsströme zu erlangen. Das ist mir zuwider.[/QUOTE]

:d:

*Blue*
04-02-2016, 08:38
dieses Argument mit dem Terrorismus - das ist sooooo lächerlich.

klar, die ganzen Kriminellen werden sich auch sklavisch dran halten, dann keine größeren Beträge mehr bar zu bezahlen :rotfl:

und wenn jetzt jm kommt mit: ja, aber das so schwarz eingenomme geld können sie in Zukunft doch nie mehr waschen durch die obergrenze - der muss sich klar sein, dass es einen kompletten zweiten geldkreislauf gibt.
es gibt geld, das NIE legal wird - das immer ilegal von einem zum anderen geht - der damit wieder seine ilegalen sachen bezahlt. es wird immer nur ein teil gewaschen.


ich zahl alles -wirklich alles - was irgendwie geht BAR.
es ist mir ein graus, dasss jeder in meiner bank genau sieht, wann ich per Karte wieviel bei Ikea, Aldi, einem Online-Shop usw. bezahlt habe. durch zahlungen ist mein ganzes leben abgebildet - wo ich essen gehe, wo ich einkaufe, wohin ich reise, wann ich wo war -

und genau darum geht es: eine komplette überwachung und wenn irgendwas mal gegen mich vorliegen sollte - nur ein verdacht - kann jahrelang zurück genau verfolgt werden, was ich wann wo gekauft habe - und dadurch wo ich war.

dass irgendjemand das gut heisst - unvorstellbar.

Koryphäe
04-02-2016, 08:41
[QUOTE=JackB;44397908]Nein, es reicht, den letzten Stand im Kopf zu haben haben.


Beispiel:

Am Anfang hat man 1000 Euro auf dem Konto.
Man kauft etwas für 45 Euro.
Neuer Stand: 955 Euro.
Dann gibt man 2,50 Euro aus.
Neuer Stand: 952,5 Euro.
Nächste Ausgabe: 20 Euro.
Neuer Stand: 932,5 Euro

usw.

Die türkis eingefärbten Zahlen kann man sofort wieder vergessen, man muss sich immer nur eine Zahl merken, um jederzeit die Kontrolle zu haben.

In der Regel muss man sich aber gar nichts merken, weil man den Kontostand (und alle Abbuchungen) jederzeit abfragen kann. Auch von unterwegs, wenn man ein Smartphone besitzt.[/QUOTE]

Angenommen, ich habe Summe x auf dem Konto und bin unterwegs, sagen wir in Kopenhagen, gehe in mehrere Geschäfte, Bars etc und gebe hier und da Geld aus, dann muss es natürlich sofort gebucht werden. Damit ich mir nur eine Zahl merken muss. Dann hab ich lauter Zettel in der Jackentasche, auf denen die Abbuchungen stehen. Nervig ohne Ende. Da guck ich lieber in mein Portemonaie, zack und gut. Und ich habe keinen Browser auf meinem Handy-und würde auch nie vom Handy auf mein Konto gucken. Und nun soll ich dann bezwungen werden,so etwas zu besitzen? Ne danke! Die Partei, die das fordern würde, wäre nicht meine.

[QUOTE=Experte;44397922]Ich glaube hier bestehen ein paar grundlegende Missverständnisse. Verfügungslimite bestehen bezüglich Überweisungen und Barverfügungen am Automaten bzw. beim Onlinebanking aus Sicherheitsgründen. Ansonsten gibt es keine Verfügungsbeschränkung, sofern entsprechende Deckung vorhanden ist.[/QUOTE]

Okay, und warum steht bei meiner Bank: Aus Sicherheitsgründen bitten wir sie Abhebungen von mehr als 5000 € 2 Tage vorher anzumelden? Mein Freund kann am Tag 5000 € überweisen.
Ich 2500 €. Kommt es auf die Bank an?

JackB
04-02-2016, 09:05
[QUOTE=Koryphäe;44397995]Angenommen, ich habe Summe x auf dem Konto und bin unterwegs, sagen wir in Kopenhagen, gehe in mehrere Geschäfte, Bars etc und gebe hier und da Geld aus, dann muss es natürlich sofort gebucht werden. Damit ich mir nur eine Zahl merken muss. [/QUOTE]

Nein, das muss nicht gebucht werden. Wenn du Kopfrechnen kannst, kannst du doch selber die letzte Zahlung von deinem Kontostand abziehen und hast dann jeweils den neuesten Stand.
Und ist es denn wirklich wichtig, jederzeit centgenau zu wissen, wieviel man ausgegeben hat? Die größeren Ausgaben kann man leicht im Kopf abziehen. Aber auf die 2,50 Euro, die man zwischendurch für ein Getränk ausgegeben hat, kommt es doch wohl nicht an. Schlimmstenfalls wird das Konto um den Betrag überzogen, wenn man sich darum verrechnet hat.
Kurz. Ich halte das für ein sehr "künstliches" Problem.

[QUOTE=Koryphäe;44397995]
Okay, und warum steht bei meiner Bank: Aus Sicherheitsgründen bitten wir sie Abhebungen von mehr als 5000 € 2 Tage vorher anzumelden? Mein Freund kann am Tag 5000 € überweisen.
Ich 2500 €. Kommt es auf die Bank an?[/QUOTE]

Bei den Sicherheitsgründen geht es auch um die Möglichkeit, dass jemand dein Konto kapern könnte, und in deinem Namen unberechtigt Überweisungen tätigt. Durch die Deckelung wird der mögliche Schaden limitiert.
Die Höhe der Limits hängt nicht nur von der Bank ab, sondern auch vom Kunden. Kunden mit hohen Umsätzen haben in der Regel höhere Limits als Kunden mit niedrigen Umsätzen.

Robert1965
04-02-2016, 09:06
Bargeld müsste man erfinden, wenn es das nicht gäbe (http://www.nachdenkseiten.de/?p=30842#more-30842)

GodicsGuru
04-02-2016, 09:21
[QUOTE=Blu3;44397985]...
und genau darum geht es: eine komplette überwachung und wenn irgendwas mal gegen mich vorliegen sollte - nur ein verdacht - kann jahrelang zurück genau verfolgt werden, was ich wann wo gekauft habe - und dadurch wo ich war.

dass irgendjemand das gut heisst - unvorstellbar.[/QUOTE]

Da spielt wo eher ein bisschen Paranoia mit.
Wenn denn mal wirklich was gegen dich vorliegt, dann können dies Zahlungsspuren dich entweder be- oder entlasten. Was daran unvorstellbar sein soll, müsstest du näher ausführen.