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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HIV: Erstmals gibt es Hoffnung auf Heilung


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like Lana
23-02-2016, 02:05
Artikel auf Spon:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/hiv-erstmals-gibt-es-hoffnung-auf-heilung-a-1078380.html
[QUOTE]

Zusammengefasst: Forscher aus Dresden und Hamburg haben eine Enzym-Schere entwickelt, die das Erbgut von HI-Viren aus infizierten Zellen wieder entfernen kann. Bislang waren die Versuche in Zellkulturen und Tierversuchen erfolgreich, Studien mit Patienten stehen noch aus. Sollte die DNA-Schere auch beim Menschen funktionieren, wäre das ein revolutionärer Schritt: die erste Möglichkeit, Menschen von einer HIV-Infektion zu heilen.[/QUOTE]

Studie an Menschen wurde lt. Artikel auch schon bewilligt, man muß nun noch 15 Millionen Euro "einsammeln".

Was man so machen kann heutzutage. :anbet:

Tzerberus
23-02-2016, 08:32
Ich bin voller Hoffnung und doch sehr skeptisch.

Jedes Jahr aufs Neue hört man von irgendeiner Wundertherapie im Kampf gegen das Virus und jedes Jahr aufs Neue hört man alsbald nichts mehr davon. Ich würde mir wirklich sehr wünschen, dass dies diesmal der tatsächliche Durchbruch ist.

Ich als Nicht-Mediziner bin sehr ängstlich, wenn ich Dinge wie diese in dem Bericht lese:
,,Problematisch könnte es werden, wenn sich zwei HI-Proviren nah beieinander im Erbgut eingenistet haben. Dann ist denkbar, dass sie in einem Zug diese beiden - und das dazwischen befindliche menschliche Erbgut - heraustrennt.[...] Frühe Gentherapie-Versuche endeten dramatisch: Behandelte Kinder mit einer schweren Erbkrankheit entwickelten Blutkrebs. Die damals verwendeten Genfähren konnten nahe gelegene Krebs-Förderer im Erbgut aktivieren. Die heute genutzten Genfähren sind anders aufgebaut, sodass dieses Risiko nicht mehr besteht."
Aktuell kann man zumindest im reichen Deutschland so lange AIDS noch nicht ausgebrochen ist, ganz gut mit dem Medikament leben. Die aktuellen Medikamente reduzieren die Viruslast unter die Nachweisgrenze, Kinderkriegen und ungeschützter Verkehr sind somit nach Ansicht der Virologen möglich. Nichtsdestotrotz haben die Medikamente natürlich auf Dauer immer irgendwelche Nebenwirkungen. Ohne wäre selbstverständlich besser, ganz abgesehen davon, dass die Medikamente hammerteuer sind.

Hoffen wir also, dass dies der Durchbruch ist und innerhalb der nächsten Zeit das Produkt marktreif wird.

Aber: Im Bericht steht gar nichts über einen Zeithorizont für marktfähige Medikamente. Mißtrauisch macht mich auch der Satz:
,,Genehmigt sei diese [Studie] schon, allerdings sei man noch im Gespräch mit Investoren, sagt Wissenschaftler Hauber. Etwa 15 Millionen Euro wird die Pilotstudie mit zehn Patienten kosten, sagt er. Allein das Herstellen einer Genfähre, die in menschliche Zellen eingeschleust werden darf, koste vier bis fünf Millionen."

Ich habe Angst, dass Forscher ,,sensationelle" Ergebnisse verkünden, um Forschungsgelder zu gewinnen und nachher gibt es dann doch irgendwelche Probleme. Wenn das Ganze so toll ist, warum wurden dann nicht schon längst von staatlicher Seite oder von Investoren 15 Millionen zur Verfügung gestellt und warum wurde sonst so laut in den Medien danach getrommelt?

Ich hoffe, ich bin einfach zu misstrauisch und ich bete, dass diese Geißel endlich von uns genommen wird.

flittels
23-02-2016, 08:51
Ich habe das auch heute früh im Radio gehört.
Der Erfolg wäre tatsächlich bahnbrechend.
Ich dneke man hört nicht immer viel davon weil es lange getestet werden muss. Der Erfolg wird sich also auch erst in einigen Jahren zeigen.