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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Astronomie Kic 8462852


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Proteus
16-08-2016, 14:46
Tabbys Star bleibt rätselhaft.
(Zur Erinnerung ... das ist der Stern welcher ungeklärte periodische Helligkeitsschwankungen aufweist und bei welchem sogar die Möglichkeit einer Alien-Megastruktur nicht unmöglich erscheint)

Ende des Jahres gab es nach Durchforstung alter Filmplatten schon erste Hinweise darauf, daß neben den periodischen Helligkeitsschwankungen im Laufe eines Jahrhunderts auch eine stetige Helligkeitsabnahme zu verzeichnen ist ... zu dem Zeitpunkt wurde aber noch die Abnahme der Helligkeit durch die lange Lagerung der Platten, sowie mögliche Abweichungen in Teleskkopspiegel/-linsenqualität und -dicke als "natürliche" Erklärung dafür herangezogen.

Nun haben aber neue Messungen gezeigt daß die Helligkeit tatsächlich abnimmt ... innerhalb von 3 Jahren mit 0.3% pro Jahr ... und dann im Jahr 4 plötzlich mit einem rapiden Abfall von 2.5%


http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20487-2016-08-10.html
http://www.skyandtelescope.com/astronomy-news/tabbys-star-weird-star-gets-weirder/

Damit fällt auch die Kometenschwarmhypothese als natürliche Ursache weg und den Astronomen gehen die natürlichen Erklärungen aus.

Möglicherweise sind da tatsächlich Aliens am Werk, welche den Stern nach und nach mit einem Netz an Raumstationen, oder einer Dysonsphäre/-schwarm umgeben :ja:

reddevil
16-08-2016, 15:53
cpt. kirk bitte übernehmen :trippel:

Emotions
16-08-2016, 18:28
Ist es nicht normal das Sterne dunkler werden können? Ich verstehe davon wenig, deshalb die Frage.

Proteus
16-08-2016, 19:07
[QUOTE=Emotions;45083542]Ist es nicht normal das Sterne dunkler werden können? Ich verstehe davon wenig, deshalb die Frage.[/QUOTE]

Es ist jedenfalls nichts was die Astronomen bishern jemals bei einem jungen Hauptreihenstern der Spektralklasse F (wie es KIC 8462852 ist) beobachtet hätten. Und sie haben offenbar auch keine theoretischen Erklärungen dafür, was für stellare Prozesse eine solch rapide Helligkeitsabnahme bei einem Stern verursachen können.

Extrapoliert ist die stetige Helligkeitsabnahme wohl im Bereich von 0.37 mag pro Jahrhundert ... was schon enorm ist (ums mal anschaulicher zu beschreiben, die Sternenhelligkeit (mag) ist ne logarithmische Skalierung ... der hellste sichtbare Stern am Nachthimmel, Sirius, hat etwa -1.5 mag ... die leuchtschwächsten Sterne welche man am Nachthimmel mit bloßem Auge gerade noch erkennen kann, haben etwa +6 mag.
Mit einem Helligkeitsverlust von 0.37 mag pro Jahrhundert würde ein Stern der zur Zeit von Christi Geburt noch so hell wie Sirius war, im 21. Jahrhundert so leuchtschwach sein, daß man ihn mit bloßem Auge nur noch unter optimalen Bedingungen sehen könnte.)

Labersack
16-08-2016, 19:31
Na ja, ist ja ein weiter Weg dahin, da könnte ja irgendwo dazwischen etwas vorbei kommen. Aber das wäre wohl nur ein kurzes Flackern... :kopfkratz

Als "Alien-Megastruktur" wurde ja eine Dyson-Sphäre genannt (nicht der Staubsauger!), vielleicht wird ja auch eine Ringwelt gebaut? :D

Hark
16-08-2016, 23:45
[QUOTE=Proteus;45083700]
Mit einem Helligkeitsverlust von 0.37 mag pro Jahrhundert würde ein Stern der zur Zeit von Christi Geburt noch so hell wie Sirius war, im 21. Jahrhundert so leuchtschwach sein, daß man ihn mit bloßem Auge nur noch unter optimalen Bedingungen sehen könnte.)[/QUOTE]

Wenn wir den Drang und die Technologie hätten intelligentes Leben finden zu wollen, wie würden wir es machen? Wir würden ein "Leuchtturm" bauen und warten bzw. nach anderen "Leuchttürmen" suchen.

Was bräuchten wir dafür? Eine Energiequelle die es erlaubt Muster in alle Richtungen senden zu können, die auch über große Entfernungen als nicht natürlich erkennbar wären. Die Sonne.

Vielleicht wird es ja erst in einigen Jahrzehnten, vielleicht auch Jahrhunderten, spannend wenn man genug Daten gesammelt hat um ebend genau nach langen wiederkehrenden Abfolgen suchen zu können.

Labersack
16-08-2016, 23:54
Das Ding ist 1480 Lichtjahre entfernt, aber es gibt eben auch langfristige Projekte!
https://de.wikipedia.org/wiki/KIC_8462852



Hmm, vielleicht spielt ein Q herum? :D

fraktal
17-08-2016, 08:20
Wirklich interessante Sache!
Sollte dort wirklich eine Zivilisation am Werk sein kann mannur ehrfürchtig staunen.

grauer Sommer
17-08-2016, 12:35
[QUOTE=fraktal;45086244]Wirklich interessante Sache!
Sollte dort wirklich eine Zivilisation am Werk sein kann mannur ehrfürchtig staunen.[/QUOTE]

Und beten das sie auf uns nicht aufmerksam werden.

Emotions
17-08-2016, 14:33
Wäre es nicht sehr schwierig wenn wir versuchen würden die Sonne irgendwie sichtbar abzuschirmen? Da würden wir doch Ressourcenprobleme bekommen?

https://i.imgur.com/6nXyGEl.jpg

Zimmer101
17-08-2016, 14:44
^^ kann man ja den Jupiter ausschlachten... :-)

gruss... :)

Emotions
17-08-2016, 15:01
Wäre aber eine Aufgabe für 10 Generationen, nur um unter Milliarden Sternen am Himmel einen etwas zu verdunkeln. Vielleicht gibts ja anderswo Leben, auf dem Niveau von Hamstern, denen fällt es dann garnicht auf :D

Proteus
17-08-2016, 15:02
[QUOTE=Emotions;45087105]Wäre es nicht sehr schwierig wenn wir versuchen würden die Sonne irgendwie sichtbar abzuschirmen? Da würden wir doch Ressourcenprobleme bekommen?

https://i.imgur.com/6nXyGEl.jpg[/QUOTE]

In unserem Sonnensystem wäre die Konstruktion einer ganzen Dyson-Sphere vermutlich ein unmögliches Unterfangen, da wir wahrscheinlich nicht genug Masse an Material hätten um sowas herzustellen.

Andere Systeme könnten jedoch mehr Masse (an Planeten, Asteroiden etc.) haben. Ebenso könnten andere Zivilisationen in Sonnensystemen mit kleineren Sternen beheimatet sein (was aber definitiv nicht auf KIC 8462852 zutrifft ... der hat einen Radius von fast 1.5 Solar-Radien)

Eine realisierbarere Alternative wäre allerdings ein Dyson-Swarm ... das wäre ein großflächiges Netz aus Satelliten/Raumstationen mit Solarkollektoren die um den Stern kreisen. Wieviel Strahlung die abschirmen könnten würde wiederum auch davon abhängen, wieviel Masse an Material eine Zivilisation zur Verfügung hat und wie eng der Orbit der Stationen um den Stern wäre.

Emotions
17-08-2016, 15:11
Ja, ich denke es wird rechnerisch sehr schwierig, selbst wenn um eine Sonne 30 Planeten kreisen, dann ist deren Masse immer noch klein, weil sie sich eben um die Sonne drehen, wäre deren Masse grösser als die Sonne, dann würde sich ja die Sonne um die Planeten drehen :D

Mit der Nano-Technik könnte man allerdings sehr dünne Schichten herstellen, nur einige Atome dick, vielleicht könnte man die Produktion auch nah am Sonnenorbit stationieren - technisch möglich wäre sicherlich viel, nur die Frage wozu soll man es tun?

Wäre es nicht einfacher "Superlaser" zu bauen (im Orbit, der dann enorme Lichtsignale in alle Richtungen schickt, vielleicht noch mit einer wechselnden Frequenz), müßte doch eher machbar sein, aber ich weiß nicht wie weit man sowas sehen könnte ...

Proteus
17-08-2016, 16:48
[QUOTE=Emotions;45087235]Ja, ich denke es wird rechnerisch sehr schwierig, selbst wenn um eine Sonne 30 Planeten kreisen, dann ist deren Masse immer noch klein, weil sie sich eben um die Sonne drehen, wäre deren Masse grösser als die Sonne, dann würde sich ja die Sonne um die Planeten drehen :D

Mit der Nano-Technik könnte man allerdings sehr dünne Schichten herstellen, nur einige Atome dick, vielleicht könnte man die Produktion auch nah am Sonnenorbit stationieren - technisch möglich wäre sicherlich viel, nur die Frage wozu soll man es tun?

Wäre es nicht einfacher "Superlaser" zu bauen (im Orbit, der dann enorme Lichtsignale in alle Richtungen schickt, vielleicht noch mit einer wechselnden Frequenz), müßte doch eher machbar sein, aber ich weiß nicht wie weit man sowas sehen könnte ...[/QUOTE]

Das inverse square law (das auch für Laser gilt) setzt einem da enge Grenzen.
Das besagt daß die Intensität einer Strahlungsquelle im Quadrat zum Abstand abnimmt (also Beispiel: eine Strahlungsquelle hat bei Abstand 1 die Intensität 100. Bei Abstand 5 hat sie dann nur noch die Intensität 100/25 (=4) und bei Abstand 10 sogar nur noch die Intensität 100/100 (=1))

Dazu kommt dann noch daß die Superlaser mit der massiven Strahlung des Sterns quasi konkurrieren müssten (i.e. ihre Energieabgabe wäre im Vergleich zur Strahlungs-Energieabgabe verschwindend gering und würde im Hintergrundleuichten des Sterns vermutlich untergehen) und sie direkt auf irgendwelche "interessanten" Systeme/Sternregionen zielen müssten wenn sie überhaupt gesehen werden wollen.

Allerdings gehe ich persönlich auch nicht davon aus daß ein Dyson Swarm der Suche nach Aliens dienen würde, sondern eher der Energiegewinnung (i.e. Solarkollektoren welche das Sonnenlicht in nutzbare Energie umwandeln welche dann durch Maser o.ä. an Satelliten im Orbit um den Heimatplaneten gestrahlt werden)

fraktal
17-08-2016, 19:32
[QUOTE=Proteus;45087572]Das inverse square law (das auch für Laser gilt) setzt einem da enge Grenzen.
Das besagt daß die Intensität einer Strahlungsquelle im Quadrat zum Abstand abnimmt (also Beispiel: eine Strahlungsquelle hat bei Abstand 1 die Intensität 100. Bei Abstand 5 hat sie dann nur noch die Intensität 100/25 (=4) und bei Abstand 10 sogar nur noch die Intensität 100/100 (=1))
[/QUOTE]

Jepp, und das könnte der Grund sein, warum wir nichts von anderen Zivilisationen mitbekommen, und warum die uns nicht mitbekommen.
Wobei Licht einer Wellenlänge schonmal eine gute Idee ist.


[QUOTE=Proteus;45087572]
Allerdings gehe ich persönlich auch nicht davon aus daß ein Dyson Swarm der Suche nach Aliens dienen würde, sondern eher der Energiegewinnung (i.e. Solarkollektoren welche das Sonnenlicht in nutzbare Energie umwandeln welche dann durch Maser o.ä. an Satelliten im Orbit um den Heimatplaneten gestrahlt werden)[/QUOTE]

Bei der Größenordnung um die es hier geht sollte man sich eher fragen was "die" dort für Projekte am Start haben. Die Energiemengen um die es hier geht reichen schon um richtig große Brötchen zu backen. Verformung der Raumzeit usw.
Oder sie haben eine gigantische Anzahl von Individuen zu ernähren und zu versorgen. Vielleicht leben sie ja ohne Planeten im Weltraum und ihre Zahl geht in die Billiarden.
Die Phantasien über das was dort vorgehten könnte, dürften viele SF Bücher füllen können.


In Dan Simmons "Hyperion" wird eine Zivilisation von Weltraumbewohnern beschrieben, die in Schwerelosigkeit leben, in riesigen, filigranen Habitatstrukturen die sie in Jahrtausenden immer verästelter um ihre Sonne bauen.
Das was wir beobachten können sieht durchaus nach sowas aus.

fraktal
17-08-2016, 19:34
[QUOTE=graue Haare;45086818]Und beten das sie auf uns nicht aufmerksam werden.[/QUOTE]

Ich denke für die sind wir noch nicht mal Ameisen.
Eher Gras oder Algen.

fraktal
17-08-2016, 19:35
[QUOTE=Emotions;45087235]
Mit der Nano-Technik könnte man allerdings sehr dünne Schichten herstellen, nur einige Atome dick, vielleicht könnte man die Produktion auch nah am Sonnenorbit stationieren - technisch möglich wäre sicherlich viel, nur die Frage wozu soll man es tun?
.[/QUOTE]

Natürlich um Energie von der Sonne zu nutzen.
Das ist ja Dysons ursprüngliche Idee gewesen.

Proteus
18-08-2016, 13:21
Hier noch 2 ergänzende Artikel die ganz gut die SItuation darstellen:
https://www.sciencenews.org/article/tabby%E2%80%99s-star-drama-continues
http://www.albanydailystar.com/science/nobel-awarded-astronomer-has-suspicions-about-alien-megastructure-new-chicago-news-15505.html

Im Gegensatz zur etwas suggestiven Überschrift in Artikel 2, hält Nobelpreisgewinner Schaefer Alien-Megastrukturen aber für eher unwahrscheinlich ... einerseits wegen der fehlenden Infrarotabstrahlung (die man bei Alien-Bauwerken erwarten würde), andererseits weil er es für abwegig hält, daß eine Alien-Zivilisation es schaffen würde, innerhalb nur eines Jahrhunderts einen Stern um 20% zu verdunkeln

reddevil
18-08-2016, 15:29
[QUOTE=Proteus;45091179]Hier noch 2 ergänzende Artikel die ganz gut die SItuation darstellen:
https://www.sciencenews.org/article/tabby%E2%80%99s-star-drama-continues
http://www.albanydailystar.com/science/nobel-awarded-astronomer-has-suspicions-about-alien-megastructure-new-chicago-news-15505.html

Im Gegensatz zur etwas suggestiven Überschrift in Artikel 2, hält Nobelpreisgewinner Schaefer Alien-Megastrukturen aber für eher unwahrscheinlich ... einerseits wegen der fehlenden Infrarotabstrahlung (die man bei Alien-Bauwerken erwarten würde), andererseits weil er es für abwegig hält, daß eine Alien-Zivilisation es schaffen würde, innerhalb nur eines Jahrhunderts einen Stern um 20% zu verdunkeln[/QUOTE]

vielleicht isss auch einfach nur ein defekt in der matrix. :undwech:

fraktal
18-08-2016, 18:01
Verdammt!!!

Ich will unbedingt wissen was da ist!!! ;)

Zimmer101
18-08-2016, 18:43
^^ geht mir auch so... ;-) ... Jetzt nicht unbedingt konkret festgemacht an diesen Fall. Aber es ist noch sehr unbefriedigend, da immer nur irgendwelches 'Sternenflimmern' zu registrieren.... ;-)

Naja, bleibt einem ja nichts anderes übrig, als darauf zu hoffen, dass Leute die sehr viel intelligenter sind als man selbst da Tempo machen... ;-)

gruss... :)

Emotions
19-08-2016, 17:45
Vielleicht war es fusionstechnisch ein "Strohfeuer" unter den Planeten? Ein Holzplanet der nur kurz brannte? :D

SnakeX
20-08-2016, 05:38
also, ich bin ja schon SciFi Fan und würde mich freuen wenn man mal sehen würde, was andere Zivilisationen technisch so auf die Beine stellen, aber ich halte eine Dysonsphäre auf allen Ebenen für Mumpitz.
wer so ein Ding bauen könnte, kann wahrscheinlich mit wesentlich weniger Aufwand einen Planeten terraformen und eine habitable Atmosphäre verpassen. ich halte das im Vergleich zum Bau einer Dysonsphäre für ein Kinderspiel.

fraktal
20-08-2016, 08:51
[QUOTE=SnakeX;45099044]also, ich bin ja schon SciFi Fan und würde mich freuen wenn man mal sehen würde, was andere Zivilisationen technisch so auf die Beine stellen, aber ich halte eine Dysonsphäre auf allen Ebenen für Mumpitz.
wer so ein Ding bauen könnte, kann wahrscheinlich mit wesentlich weniger Aufwand einen Planeten terraformen und eine habitable Atmosphäre verpassen. ich halte das im Vergleich zum Bau einer Dysonsphäre für ein Kinderspiel.[/QUOTE]


Mumpitz würde ich das nicht nennen.
Wenn man effizient sein will ist die Dyson Sphäre sicher die beste Wahl. Darum ging es ja bei der Überlegung: Wie kann ich die Energie meiner Sonne am effektivsten für mich nutzen?

Wenn man die technischen Möglichkeiten hat, warum also nicht?

wobei, wie schon erwähnt, wir hgaben keine Ahnung über die Bewegggründe die eine Zivilisation sowas angehen lässt.
Sehr sehr viele Individueen könnten ein Grund sein.

Oder eben Lebensformen die überhaupt nicht an einen Planeten gebunden sind, die vielleichtmal auf einem entstanden sind, aber seit Millionen von Jahren in künstlichen Strukturen leben.

SnakeX
20-08-2016, 19:00
[QUOTE=fraktal;45099145]
Wenn man effizient sein will ist die Dyson Sphäre sicher die beste Wahl. Darum ging es ja bei der Überlegung: Wie kann ich die Energie meiner Sonne am effektivsten für mich nutzen?
[/QUOTE]

wieso effizient? du musst da auch den Aufwand gegenüberstellen. und vor allem, was willst du mit all der Energie dort, entfernt von einem Heimatplaneten?
wer sowas bauen kann, hat auf einem stabilen Planeten ganz andere Möglichkeiten seinen Energiebedarf zu decken.

zum Leben halte ich diese Dinger zumindest für Lebewesen deren Organsimus ähnlich wie unserer funktioniert, für ungeeignet. du hast keine Atmosphäre und die Sonne wirkt wie ein Attraktor für jedes Staubkorn was in den Anziehungsbereich gerät. das Ding würde schneller zerschossen und durchlöchert als man es aufbauen kann.
schau doch einfach mal die Oberfläche vom Mond an, ohne halbwegs schützende Atmosphäre, was da alles runter kommt.
und die Gravitation des Mondes ist ein Witz gegen die eines Sterns. alles was sich Richtung Sonne bewegt durchschlägt dieses Konstrukt.
wo soll auch all das Material herkommen wenn man eine Spezies ist, die keinen Heimatplaneten hat? aber selbst dann hat so eine Dysonsphäre einen Durchmesser von mindestens 200 Mio km. selbst wenn man da nur "Eierschalen" drumherum konstruiert, benötigte man die Masen von tausenden Erden. wo soll das alles herkommen?
dann hat man immer noch kein Biotop für Pflanzen, Wasser, Gase, die man für den eigenen Stoffwechsel benötigt. usw...

wie gesagt, wir selbst haben schon fast funktionsfähige Fusionskraftwerke. Spezies die Dysonsphären bauen könnten, hätten vermutlich Fusionskraftwerke mit Wirkungsgraden von denen wir nur träumen können.
ich glaube da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn es ist doch so, wer eine Dysonsphäre baut um seine Energieprobleme zu lösen, darf keine Energiepobleme haben, sonst könnte er solch ein Teil nicht bauen, bei dem was du da über hunderte oder tausende Jahre an "Vorschussenergie" leisten muss, bis auch nur das erste Segment stabil und energiebringend dort steht.

ich finde das ja auch interessant, diese Gedankenspiele, aber ich halte diese Dinger aus energiewirtschaftlicher Sicht nicht für plausibel.
gut, wenn man weit ausholt und von kybernetischen Lebensformen ausgeht, denen weder hohe Tempearuten, Strahlung und hohe Gravitation was ausmachen, die außer purer Energie nichts brauchen um zu funktionieren. die keinen klassischen Stoffwechsel besitzen, da könnte man sich vorstellen auf solch einem Konstrukt existieren zu können. aber es bleibt die Verwundbarkeit von diesem Ding und der ständige Beschuss.

und am Ende brauchen sogar sich selbst reproduzierende Nanoroboter Material, um das alles zu verwirklichen, sollte es solche Existenzformen geben.
aber auch da gilt wie oben schon, wenn sie soviel Material haben, lässt es sich auf diesem vermutlich wesentlich effizienter leben als auf einem künstlichen Konstrukt. damit wird der Bedarf an solchem obsolet.

was die sehr sehr vielen Individuen betrifft denke ich mir, wer noch nichtmal das Problem der "Überbevolkerung" gelöst hat, ja wie soll der denn den Horizont für solche Projekte haben? ;)

bleibt am Ende nur nocht das Motiv "weils Spaß" macht. aber wir wissen ja "Borg" haben keinen Spaß :D
die wichtigste Frage am Ende ist dann noch... wer soll das alles bezahlen? :D

like Lana
20-08-2016, 19:35
Die Erklärung ist ganz simpel.

Das sind 1500 Jahre mit Lichtgeschwindigkeit?
Ergo sind die sichtbaren Phönomene dort vor 1500 Jahren passiert?

Die haben etwas gebaut um die Raumzeit beeinflussen zu können.
Damit sind sie in empfindlich weniger Zeit zu uns gestoßen.
Sind ja nun schon länger hier aktiv die Burschen.

So sind die Verursacher/Erbauer diese Phänomens hier, bevor es uns durchs Teleskop aufgefallen ist dass dort was passiert.

Ergo:
Wir brauchen keinen Kontakt aufnehmen. Sie sind schon hier.

fraktal
20-08-2016, 20:01
[QUOTE=like Lana;45101210]
Wir brauchen keinen Kontakt aufnehmen. Sie sind schon hier.[/QUOTE]

Und was sollen die hier wollen?
Ein Planet voller Kreaturen die sich selbst zu einer intelligenten Art erklären, dabei hängt ein großer Teil von ihnen religiösen oder sonstigen Wahnvorstellungen an.
Von aussen betrachtet gibt es kaum etwas das man "intelligent" nennen könnte.
Was sollte die also hierher locken? Proteine?

Zimmer101
20-08-2016, 21:18
^^ Forschergeist... :-)

Ich halte da ganz zu der Zukunftsvision von 'Star Trek'... :-) ... Unsere (momentane) Entwicklung ist ja auch die hin zu einer Wissensgesellschaft....

Würde ich jedenfalls für plausibler halten als etwaiges Interesse an Rohstoffen....

Wobei man natürlich auch abwarten muss, ob 'Wissen' da der (unser) letzter Schluss ist. Vielleicht wird das dann auch wieder durch etwas darauf Aufbauendes abgelöst....

gruss... :)

like Lana
20-08-2016, 21:20
Was die hier wollen?

Na ja, ich meinte meinen Beitrag sicherlich eher spaßig.

Dennoch. Bei unserer Suche nach Leben im All höre/lese ich immerzu, wie wir uns schon über Moleküle oder Getier freuen täten.

Was also sollte eine entwickelte Spezies auf anderen Planeten wollen?


Mal gucken?

fraktal
20-08-2016, 22:00
[QUOTE=like Lana;45101671]Was die hier wollen?

Na ja, ich meinte meinen Beitrag sicherlich eher spaßig.

Dennoch. Bei unserer Suche nach Leben im All höre/lese ich immerzu, wie wir uns schon über Moleküle oder Getier freuen täten.

Was also sollte eine entwickelte Spezies auf anderen Planeten wollen?


Mal gucken?[/QUOTE]

Mag sein, letzendlich gibt es soviele vorstellbare und unvorstellbare Möglichkeiten das man nur spekulieren kann.

Ich will aber immer noch wissen was da ist!!!! ;)

Zimmer101
24-08-2016, 19:33
^^ Eilmeldung, Eilmeldung..!!!... :-) ... Erdähnlicher Planet bei Proxima Centauri entdeckt... :-) ...:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/astronomie-erdaehnlicher-planet-beim-nachbarstern-entdeckt-a-1107405.html

[QUOTE=spon].... Proxima Centauri ist der von uns aus gesehen nächstgelegene Fixstern, ein nur 4,24 Lichtjahre entfernter roter Zwerg. Wie der SPIEGEL erfuhr, haben Astrophysiker entdeckt, dass dieser Nachbarstern von einem bislang unbekannten Planeten umkreist wird.

Der noch namenlose Planet ist mutmaßlich erdähnlich und bewegt sich offenbar in so günstigem Abstand um Proxima Centauri, dass auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser vorkommen könnte - was als wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben gilt. ....[/QUOTE]

Na, ich würde mal sagen, wenn schon unser nächstgelegener Nachbarstern einen erdähnlichen Planeten aufweisen kann. Dann liegt die Vermutung ja nahe, dass unser Universum vor erdähnlichen Planeten nur so wimmelt... :-)

gruss... :)

Proteus
24-08-2016, 19:53
Das ist mal ne tolle Nachricht ... guter Grund um über Sonden ins Alpha/Proxima-Centauri-System nachzudenken :d:

Nebenher sehr interessant, daß selbst ein Dreifachsternensystem erdähnliche Planeten haben kann ... wenngleich es vermutlich der Tatsache geschuldet ist, daß Proxima doch ein gutes Stück von seinen Geschwistern entfernt ist

Nathan
24-08-2016, 21:45
Erdähnlich? :zahn: Scheint ein dehnbarer Begriff zu sein. Der Planet umkreist einen Roten Zwerg der M-Klasse. Da dürften seine Gemeinsamkeiten mit Merkur oder dem Mond viel größer sein.

Proteus
24-08-2016, 22:00
[QUOTE=Nathan;45114366]Erdähnlich? :zahn: Scheint ein dehnbarer Begriff zu sein. Der Planet umkreist einen Roten Zwerg der M-Klasse. Da dürften seine Gemeinsamkeiten mit Merkur oder dem Mond viel größer sein.[/QUOTE]

Naja, zumindest ist er massenmässig im Bereich der Erde, mit 1.3 Erdmassen, und ist in der Goldilocks-Zone.

Ob er tatsächlich Wasser und/oder ne Atmosphäre hat oder nen öder Gesteinsbrocken ist, wird sich natürlich noch zeigen müssen. Das ist die nächste hochspannende Frage :trippel:

Emotions
24-08-2016, 22:47
[QUOTE=Proteus;45113820]

... guter Grund um über Sonden ins Alpha/Proxima-Centauri-System nachzudenken :d:

[/QUOTE]

Wie lange wäre die unterwegs?

Proteus
24-08-2016, 23:20
[QUOTE=Emotions;45114644]Wie lange wäre die unterwegs?[/QUOTE]

Also wenn man von der Geschwindigkeit ausgeht mit der New Horizons und Voyager das Sonnensystem verließen, dann dauerts Ewigkeiten ... die sind gerade mal mit 15-20 km/s unterwegs ... nicht mehr als etwa 0.005% der Lichtgeschwindigkeit

Andererseits gibts ja mittlerweile sehr effiziente (wenngleich schubschwache) Ionenantriebe ...
nehmen wir an, daß wir mit ner großen Sonde mit mehreren RTGs und nem Ionenantrieb mit genug Schubmasse ne Geschwindigkeit von 0.1 c erhalten, dann würden die Sonde wohl 50-70 Jahre brauchen (wenn man Beschleunigungs- und Abbremsphase mit reinrechnet)

Emotions
25-08-2016, 10:00
50 Jahre ist ja eine überschaubare Zeitspanne, junge Leute erleben dann noch die Antwort. Wobei ich nicht weiß in wie weit eine Funkübertragung in so grosser Entfernung überhaupt noch funktioniert...

Proteus
25-08-2016, 13:19
Offenbar gibts sogar ein sehr aktuelles Projekt (von Anfang des Jahres) um die Reise noch schneller zu bewältigen

Breakthrough Starshot (https://en.wikipedia.org/wiki/Breakthrough_Starshot)

Dabei verzichtet man ganz auf einen eigenen Antrieb der Sonde und hat die Sonde statt dessen an einem Lichtsegel hängen, welches von bodengestützten Lasern auf 0.15-0.2 c beschleunigt wird und damit Alpha/Proxima-Centauri in nur 20-30 Jahren erreichen könnte..

Nachteil ist dabei, daß die Nutzlast (i.e. CPU, Energieversorgung, Instrumente, Sende/Empfangseinheit) sehr stark miniaturisiert werden müssten (auf nur wenige Gramm Gewicht) und natürlich, daß man keine Möglichkeit hat, abzubremsen und man insofern darauf angewiesen ist, daß man schon bei der Beschleunigung ganz am Anfang den richtigen Vektor erreicht.

Allerdings muss man dafür auch erst einmal ein paar Durchbrüche in der Forschung erzielen, zum Beispiel in Sachen Miniaturisierung sowie Laser-Kollumination

Emotions
25-08-2016, 17:36
Aber irgendwann ist die Empfangsleistung am Ende, dann geht das Signal der Erde/Sonde im allgemeinen Rauschen verloren. Man hat damit gerechnet die Voyagers noch bis 2020 erreichen zu können, vielleicht bei guten Rahmenbedingungen 5 Jahre mehr, von anderen Sternen bekommen wir von Sonden erstmal keine Bilder.

Ist natürlich trotzdem beeindruckend etwas so weit rauszuschicken...

Proteus
25-08-2016, 18:00
[QUOTE=Emotions;45116327]Aber irgendwann ist die Empfangsleistung am Ende, dann geht das Signal der Erde/Sonde im allgemeinen Rauschen verloren. Man hat damit gerechnet die Voyagers noch bis 2020 erreichen zu können, vielleicht bei guten Rahmenbedingungen 5 Jahre mehr, von anderen Sternen bekommen wir von Sonden erstmal keine Bilder.

Ist natürlich trotzdem beeindruckend etwas so weit rauszuschicken...[/QUOTE]

Wollen sie wohl lösen indem sie zum Rücksenden von Daten mit einem in den Chip integrierten Laser auf das Solarsegel schießen welches damit als große Sendeantenne dient.

Als Empfangsstationen dienen dabei die auf der Welt verteilten Bodenstationen welche Jahrzehnte zuvor mittels ihrer Laser die Chips beschleunigt haben, so daß einerseits das Alignment von Antenne (i.e. des Solarsegels) und Bodenstationen stimmt und andererseits (weil die auf der ganzen Welt verteilt sind) das Netz der Bodenstationen als riesiges Interferometer dient (was ihre Empfangsleistung/Sensitivität um ein Vielfaches erhöht))


http://www.popsci.com/three-questions-for-breakthrough-starshot

Emotions
25-08-2016, 18:04
Kluge Köpfe :idee:

peterprochow
25-08-2016, 19:32
Das akademische Interesse an solchen Vorhaben ist natürlich ohne Zweifel aus sich selbst heraus berechtigt. Allerdings stellt sich die Frage nach dem konkreten Nutzen. Da sich hier alles um die "Erdähnlichkeit" zu drehen scheint, läuft es wohl aufs Ausloten der Eignung für Terraforming / Paraterraforming hinaus? Lohnt sich das angesichts der Tatsache, dass wir beim momentanen Stand der Technik sowas selbst bei näher liegenden Objekten wie Mars und Mond nicht mal ansatzweise umsetzen könnten? Aber gut, man kann heute vielleicht auch schlecht abschätzen, wie unsere Möglichkeiten in 500 Jahren aussehen. Sofern wir dann nicht ganz andere Sorgen haben.

Zimmer101
25-08-2016, 20:59
^^ 'konkreter Nutzen' wird immer unbedeutender... ;-) ... Wir leben halt in einer Überflussgesellschaft. Und auch diese muss Antworten für sich finden... :-)

Und ich denke wir sind inzwischen schon so weit, dass wir sorgsam mit einer sich auftuenden neuen (Um-)Welt umgehen würden. Und da nicht(mehr) wild zu 'terraformen' anfangen....

Zumindest bei einem Projekt, das derart im Fokus unserer menschlichen Möglichkeiten steht... :-)

gruss... :)

Nathan
25-08-2016, 21:32
[QUOTE=Proteus;45114458]Naja, zumindest ist er massenmässig im Bereich der Erde, mit 1.3 Erdmassen, und ist in der Goldilocks-Zone.

Ob er tatsächlich Wasser und/oder ne Atmosphäre hat oder nen öder Gesteinsbrocken ist, wird sich natürlich noch zeigen müssen. Das ist die nächste hochspannende Frage :trippel:[/QUOTE]

Nach bisherigen Erkenntnissen über Sterne dieser Größe müsste der Planet eine gebundene Rotation an Proxima Centauri aufweisen. Zudem ist PC ein Flarestern, d. h. innerhalb weniger Minuten werden so viel Mengen an Energie freigesetzt, dass der Stern seine Leuchtkraft fast verdoppeln kann. Da hält wohl kein Planet in näherer Umgebung seine Atmosphäre oder Wasser in flüssiger Form.

Natürlich bleibt die Entdeckung des Planeten toll und ich bin schon gespannt auf weitere Ergebnisse in dessen Erforschung. Nur gab es derartige Entdeckungen, also Exoplaneten um einen Roten Zwerg, ja schon häufiger. Eine tatsächliche Sensation wäre ein nachgewiesenes "erdähnliches" Magnetfeld eines Planeten um einen sonnenähnlichen Stern. :smoke: :trippel:

peterprochow
25-08-2016, 21:42
[QUOTE=Zimmer101;45117041]^^ 'konkreter Nutzen' wird immer unbedeutender... ;-) ... Wir leben halt in einer Überflussgesellschaft. Und auch diese muss Antworten für sich finden... :-)

Und ich denke wir sind inzwischen schon so weit, dass wir sorgsam mit einer sich auftuenden neuen (Um-)Welt umgehen würden. Und da nicht(mehr) wild zu 'terraformen' anfangen....

Zumindest bei einem Projekt, das derart im Fokus unserer menschlichen Möglichkeiten steht... :-)

gruss... :)[/QUOTE]

Vielleicht kann man das in gewissen Grenzen sogar so optimistisch sehen.
Aber dann wollen die Chinesen mitreden. Danach die Inder. Dann entdeckt man dort
seltene Erden. Und und und...

Ich glaube, wir können nicht wirklich vollständig aus unserer menschlichen Haut heraus. :)

Proteus
26-08-2016, 01:31
Da brauchen wir uns eh keine Sorgen machen ... bis wir in der Lage sind automatisierte Lander auf Proxima b landen zu lassen um die Beschaffenheit der Geosphäre zu analysieren werden sicher nochmal 1-2 Jahrhunderte vergehen ;)

(so ein Lander ist ja nochmal nen bedeutendes Stück schwerer als ein kleiner Chip der Fotos macht ... und erfordert zudem, daß der Lander aktive Flugmanöver im Zielsystem durchführen kann und die KI des Landers genug über das Proxima Centauri System und Proxima b weiß, um selbsttätig den Orbit von Proxima b zu erreichen und landen zu können ohne am Boden zu zerschellen)


Zumal wir bis dahin sicher auch noch mindestens mehrere Sonden dahinschicken wollen, um die Geographie von Proxima b zu studieren ... nehmen wir an es ist tatsächlich ein Klasse M-Planet mit Atmosphäre und Ozeanen, dann wollen wir sicherlich sicherstellen, genug über die Geographie zu wissen, daß der Lander für die Geo-Exploration nicht im Wasser landet ... und der Lander für die Untersuchung der Hydrosphäre nicht an Land

:D

peterprochow
26-08-2016, 10:20
[QUOTE=Proteus;45117628]Da brauchen wir uns eh keine Sorgen machen ... bis wir in der Lage sind automatisierte Lander auf Proxima b landen zu lassen um die Beschaffenheit der Geosphäre zu analysieren werden sicher nochmal 1-2 Jahrhunderte vergehen ;)

(so ein Lander ist ja nochmal nen bedeutendes Stück schwerer als ein kleiner Chip der Fotos macht ... und erfordert zudem, daß der Lander aktive Flugmanöver im Zielsystem durchführen kann und die KI des Landers genug über das Proxima Centauri System und Proxima b weiß, um selbsttätig den Orbit von Proxima b zu erreichen und landen zu können ohne am Boden zu zerschellen)


Zumal wir bis dahin sicher auch noch mindestens mehrere Sonden dahinschicken wollen, um die Geographie von Proxima b zu studieren ... nehmen wir an es ist tatsächlich ein Klasse M-Planet mit Atmosphäre und Ozeanen, dann wollen wir sicherlich sicherstellen, genug über die Geographie zu wissen, daß der Lander für die Geo-Exploration nicht im Wasser landet ... und der Lander für die Untersuchung der Hydrosphäre nicht an Land

:D[/QUOTE]


Eine ähnliche Richtung wollte ich mit meinem ersten Posting einschlagen. Die konkrete Nutzbarmachung solcher Entdeckungen ist angesichts des momentanen technologischen Status quo mehr als nur Zukunftsmusik. Wie dein Post erkennen lässt, kann nicht einmal die Entscheidung über das Ob-überhaupt eines möglichen Nutzens über Nacht getroffen werden.

Trotzdem, und nun gerate ich ein wenig ins Schwärmen, zeigen vielleicht gerade solche Untersuchungen den wahren Forschergeist. Der Baum wird gepflanzt, dessen Früchte man selbst nicht mehr essen wird.

Würdest du einem deiner Vorfahren erzählen, dass du zweimal im Jahr mit einem Hunderte Tonnen schweren und häusergroßen Metallungetüm in einer Höhe von mehreren Kilometern durch die Luft fliegst, dann würde man dich vor 150 Jahren bewundern, vor 300 Jahren auslachen, vor 800 Jahren verbrennen und vor 10000 Jahren als Gott verehren.

SnakeX
28-08-2016, 02:32
[QUOTE=peterprochow;45118040]dann würde man dich vor 150 Jahren bewundern, vor 300 Jahren auslachen, vor 800 Jahren verbrennen und vor 10000 Jahren als Gott verehren.[/QUOTE]

treffende Zusammenfassung und Persiflage, der Varietät des Zeitgeistes :)

Zimmer101
28-08-2016, 22:35
[QUOTE=peterprochow;45118040]Eine ähnliche Richtung wollte ich mit meinem ersten Posting einschlagen. Die konkrete Nutzbarmachung solcher Entdeckungen ist angesichts des momentanen technologischen Status quo mehr als nur Zukunftsmusik. Wie dein Post erkennen lässt, kann nicht einmal die Entscheidung über das Ob-überhaupt eines möglichen Nutzens über Nacht getroffen werden.

Trotzdem, und nun gerate ich ein wenig ins Schwärmen, zeigen vielleicht gerade solche Untersuchungen den wahren Forschergeist. Der Baum wird gepflanzt, dessen Früchte man selbst nicht mehr essen wird.

Würdest du einem deiner Vorfahren erzählen, dass du zweimal im Jahr mit einem Hunderte Tonnen schweren und häusergroßen Metallungetüm in einer Höhe von mehreren Kilometern durch die Luft fliegst, dann würde man dich vor 150 Jahren bewundern, vor 300 Jahren auslachen, vor 800 Jahren verbrennen und vor 10000 Jahren als Gott verehren.[/QUOTE]

^^ am Kölner Dom wurde ja noch über 600 Jahre gebaut... :-) ... Von derart mehrere Genertionen umfassenden Projekten hat man heutzutage ja weitgehend Abstand genommen. Einziges Beispiel das mir da (aktuell) noch einfällt ist die Sagrada Familia in Barcelona. Unsere heutige Gesellschaftsform fordert greifbare (sich rechnende) Ergebnisse ein....

Kein Grund, das nicht nochmal zu ändern... ;-)

gruss... :)

Emotions
30-08-2016, 14:44
Seti (http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entdecken-Signal-von-Sternsystem-HD-164595-article18526331.html) hat ja ein Signal für potenziell ausserirdisch erklärt, die Kollegen zweifeln (http://futurezone.at/science/astronomen-bezweifeln-moegliches-signal-von-ausserirdischen/218.525.459).

Proteus
30-08-2016, 15:22
[QUOTE=Emotions;45130289]Seti (http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entdecken-Signal-von-Sternsystem-HD-164595-article18526331.html) hat ja ein Signal für potenziell ausserirdisch erklärt, die Kollegen zweifeln (http://futurezone.at/science/astronomen-bezweifeln-moegliches-signal-von-ausserirdischen/218.525.459).[/QUOTE]

Wow!

Emotions
30-08-2016, 15:27
[QUOTE=Proteus;45130401]Wow![/QUOTE]

WOW II oder Propagandacoup :nixweiss:

Proteus
30-08-2016, 15:49
[QUOTE=Emotions;45130424]WOW II oder Propagandacoup :nixweiss:[/QUOTE]

In jedem Fall ein guter Grund um sich den Stern auch mit optischen Teleskopen mal näher anzugucken ...
und/oder die Radioteleskope öfter auf ihn zu richten um zu hören was er zu sagen hat :d:

Emotions
30-08-2016, 18:04
Propaganda ist falsch ausgedrückt, falls es leichtfertig verbreitet wurde, dann wäre es PR-trächtig.

Abwarten was da noch kommt...

Proteus
02-09-2016, 11:10
Es hat sich offenbar aussignalt.

Die Russen (als Betreiber des Radioteleskops welches das Signal empfangen hat) haben bekanntgegeben daß das Signal, nach nochmaliger Überprüfung, wohl mit Sicherheit als Signal irdischen Ursprungs klassifiziert werden kann.

https://www.sao.ru/Doc-en/SciNews/2016/Sotnikova/
http://www.seti.org/seti-institute/a-seti-signal

Proteus
26-09-2016, 10:11
Astronom Jason Wright hat doie in Frage kommenden Möglichkeiten für KIC 8462852 mit den jetzzigen Erkenntnissen mal neu bewertet.

Am wahrscheinlichsten erscheint seiner Auffassung nach momentan, eine Materiewolke (oder eine um ein dunkles Objekt (z.B. ein schwarzes Loch) orbitende Materiescheibe) die sich irgendwo zwischen KIC 8462852 und uns befindet. Wobei die Helligkeitsabnahmen durch lokale Dichteveränderungen in der Wolke/Scheibe hervorgerufen werden.

Alien-Megastrukturen sind auch noch im Rennen. Allerdings lassen sich einige Formen davon mittlerweile ausschliessen, beispielsweise ein Dyson-Schwsrm im kugelförmigen Orbit.

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/megastruktur-um-kic8462852-20160924/

Mittlerweile hat man bei einem weiteren Stern starke Helligkeitsschwankungen beobachtet.
EPIC 204278916. Nicht nur ist die Zahl hinter dem Stern ähnlich episch wie bei Tabbys STar, sondern auch die Helligkeitsschwankungen, mit Helligkeitsabnahmen von bis zu 65%.
Allerdings ist der Stern mit einem Alter von gerade mal 11 Millionen Jahren relativ jung. Aus dem Grunde bietet sich hier eine protoplanetare Scheibe als mögliche natürliche Erklärung an.

http://www.news.com.au/technology/science/space/a-second-dyson-sphere-star-epic-204278916-shows-strange-flickering-of-up-to-65-per-cent/news-story/e51b9c2afaaf9045edd3bfbabc23850f

Proteus
10-10-2016, 07:40
Nach weiteren Berechnungen nehmen die Entdecker von Proxima b an, daß der Planet eine Größe zwischen 0.94 und 1.4 Erdenradius hat, daß er höchstwahrscheinlich eine Atmosphäre hat ... und daß die Wahrscheinlichkeit für flüssiges Wasser (entweder in Form von Ozeanen, ähnlich der Erde, oder gar (falls der Radius im oberen angenommenen Bereich liegt) in Form eines riesigen planetenumspannenden Ozeans (man denke an die Heimatwelt der Mon Calamari in Star Wars))

http://phys.org/news/2016-10-planet-star-nearest-sun-oceans.html


Sehr gute Voraussetzung für tatsächliches Leben :d:

fraktal
10-10-2016, 09:48
Klingt gut!

Wir bräuchten endlich ein leistungsstarke Teleskop Array im Weltraum!!

Proteus
23-05-2017, 23:05
Aus aktuellem Anlass schubs ich den Thread mal.
KIC 8462852 hatte zwischen Freitag und Montag wieder einen dramatischen Helligkeitsabfall von ~3%.
Und, falls die Hypothesen eines der Astronomen stimmen (und es äquivalent zu einem anderen Dip in der Vergangenheit ist) es könnte innerhalb der nächsten tage noch ein weiterer dramatischer Helligkeitsabfall folgen.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/KIC-8462852-Mysterioeser-Stern-verdunkelt-sich-wieder-3722431.html
https://www.cnet.com/news/kic-8462852-tabbys-boyajians-star-aliens-seti-star-space/

Proteus
31-03-2018, 19:21
KIC 8462852 verdunkelt sich wieder, mit der stärksten Verdunklung (5-10%) seit dem Ende der Beobachtung durch das Kepler-Teleskop (anno 2011)

https://www.ibtimes.co.in/alien-megastructure-star-has-gone-dark-again-record-dip-brightness-observed-765095?utm_medium=referral&utm_source=idealmedia&utm_campaign=ibtimes.co.in&utm_term=68739&utm_content=2209768
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/mysterioeser-stern-kic-8462852-astronomen-beobachten-staerkste-abdunkelung-seit-kepler20180327/
https://www.sciencealert.com/tabby-s-star-kic-846852-dimming-again-deepest-dip-since-kepler-record