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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wird die Menschheit überleben?


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Saurus
27-10-2016, 21:58
[QUOTE=Proteus;45311144]Das Nächste ist im Orbit von Proxima Centauri ...ein wunderschöner Planet in der Goldilocks-Zone welcher nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich über Wasser verfügt und nur wenig größeralos die Erde ist ;)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Proxima-Centauri-Erdnaechster-Planet-ausserhalb-des-Sonnensystems-entdeckt-3304696.html


@Venus-Luftschiffe:
Mindestens als Feriendomizil und Forschungsstationen (Venus ist immerhin ein interessanter Planet) dürften solche Luftschiffe gut geeignet sein (als Mittel um den Fortbestand der Menschheit zu sichern eher weniger ... besonders falls die Sonne tatsächlich ihre Strahlung schon innerhalb der nächsten 1 Milliarde Jahre verstärkt)[/QUOTE]

...ein wunderschöner Planet...schön wär's, aber wenn Goldlöckchen und die drei Bären dort ihre Heimat haben, dann muss es ein wunderschöner Planet sein. :D

@Venus-Luftschiffe: als vielleicht "naheliegendere" Idee für das "Überleben der Menschheit", wenn auch nur für die "Auserwählten" wären noch größere Raumstationen als die bisherige ISS.

So z.B. hypothetische Weltraumkolonien als künstliche Welten, wie sie vom Physiker Gerard K. O’Neill vorgeschlagen wurden.

[QUOTE]Die Vorstellungen bezüglich der Größe dieser Stationen waren in Studien gigantisch, angefangen bei einem Entwurf mit einer Bernal-Sphäre für 10.000 Bewohner, der Island One, bis hin zu einem Zylinder von 30 km Länge und 6,5 km Durchmesser für Millionen von Menschen, auf denen Island Three aufbaute. Die Kolonien sollten ihren Bewohnern eine dauerhafte Heimat bieten. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass in der großzügigen Konstruktion neben landwirtschaftlichen Nutzflächen auch Parks, Seen und Häuser eingeplant waren.

Die Kolonien sollten riesige Fensterflächen besitzen, durch die dann mit Hilfe ebenso großer Spiegel das Sonnenlicht in das Innere der Kugel oder des Zylinders gelenkt werden würde. Damit ein dauerhaftes Leben im Weltall überhaupt möglich ist, muss eine künstliche Gravitation geschaffen werden. Diese sollte durch Rotation jeder Kolonie erreicht werden. Ein Mantel aus Mondgestein sollte zudem den notwendigen Schutz vor der im Weltraum gefährlichen Sonnenstrahlung gewährleisten.[/QUOTE]

http://i63.tinypic.com/2je4v2v.jpg
NASA-Illustration zweier O'Neill-Zylinder
Urheber: Rick Guidice NASA Ames Research Center

Quelle mit mehr Info dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/O%E2%80%99Neill-Kolonien

Ideen aus dem Genre der Science Fiction oder "irgendwann" machbar? :nixweiss:

hans
27-10-2016, 23:59
http://derstandard.at/2000046541524/Zahl-der-Wirbeltiere-seit-1970-um-drei-Fuenftel-gesunken?ref=article
überlegenswerter kontext..

Saurus
28-10-2016, 19:10
Dazu passt ja die ganz aktuelle Meldung im "Focus Online" vom 28.10.2016:

Riesiges Naturschutzgebiet um den Südpol

http://i63.tinypic.com/2z9k601.jpg
Bild: dpa
In der Antarktis soll das größte Meeresschutzgebiet der Erde entstehen

[QUOTE]
In einem historischen Deal haben sich 24 Staaten und die Europäische Union auf eine riesige Meeresschutzzone in der Antarktis geeinigt. Der Durchbruch kam am Freitag nach jahrelangen Verhandlungen und gegen den anfänglichen Widerstand von Russland beim Treffen der Kommission für die Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR) in Hobart auf Tasmanien.

Das Gebiet im Rossmeer ist mit 1,55 Millionen Quadratkilometern gut vier mal so groß wie Deutschland. Dort ist damit mindestens für die nächsten 35 Jahre das kommerzielle Fischen verboten.
[/QUOTE]

Eine gute Nachricht: http://www.focus.de/wissen/natur/meeresschutzzone-in-der-antarktis-am-suedpol-entsteht-riesiges-naturschutzgebiet_id_6128383.html
:clap:

Uncle Ti
29-10-2016, 13:59
Alibipolitik.
Es wird nicht überwacht werden, ob sich jeder daran hält.
Bei Verstößen wird es wie üblich keine oder lächerliche Strafen geben.
Bei dem was dort über Jahrzehnte verklappt wurde gibt es eh nicht mehr viel zu schützen.
Viel wichtiger wäre das man endlich das Plastik-Problem in Angriff nimmt:
http://plastomeer.lydiaetzel.de/img/modul5/Plastic_Islands_1024x768.jpg
Aber wenn der kleine Michel klatscht, dann haben sie ihr Ziel ja erreicht.

Saurus
30-10-2016, 00:12
[QUOTE=Uncle Ti;45330545]Alibipolitik.
Es wird nicht überwacht werden, ob sich jeder daran hält.
Bei Verstößen wird es wie üblich keine oder lächerliche Strafen geben.
Bei dem was dort über Jahrzehnte verklappt wurde gibt es eh nicht mehr viel zu schützen.
Viel wichtiger wäre das man endlich das Plastik-Problem in Angriff nimmt:
http://plastomeer.lydiaetzel.de/img/modul5/Plastic_Islands_1024x768.jpg
Aber wenn der kleine Michel klatscht, dann haben sie ihr Ziel ja erreicht.[/QUOTE]

Als Alibipolitik würde ich das nun nicht gerade bezeichnen (klingt so "abwertend"), denn mit diesem internationalen Abkommen ist zumindest ein kleiner Schritt in die richtige "Richtung" gemacht worden. Es ist immerhin die erste Schutzzone dieser Art in internationalen Gewässern.

Das Rossmeer ist eines der letzten fast noch intakten Ökosysteme in den Ozeanen der Erde. Nun bekommt ein Teil davon endlich Schutz. Höchste Zeit, das Rossmeer besser kennenzulernen:

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-10/antarktis-rossmeer-schutz-abkommen/komplettansicht

Vor Plastikmüll in den Meeren schützt das Abkommen natürlich nicht. Aber ich sehe das sehr wichtige Plastikproblem im Kontext zum umfassenden Schutz der Meere, deren Ökosysteme weltweit immer stärker belastet werden (Überfischung, Plastikmüll, Abwässer, Chemikalien, Gifte, Verklappung von Abfällen aller Art usw.)

Der Pastikmüll bedroht nicht nur die Lebewesen im Meer, sondern auch die Menschen und die Vogelwelt... hier mal zwei schockierende Bilder dazu:

http://i64.tinypic.com/2150rxy.jpg
Müllteppich im Meer - Foto: William Roddriguez-Schepis/Marine Photobank

http://i66.tinypic.com/23ht3lv.jpg
Immer häufiger findet man Kunststoffteile im Magen von Seevögeln. © Claire Fackler, NOAA / Marine Photobank

Plastic Ocean - Plastikinseln im Meer

https://reset.org/knowledge/plastic-ocean-plastikinseln-im-meer

:fürcht:

*Blue*
22-11-2016, 11:39
gestern Abend kam mal wieder eine Sendung zu einem fiktiven Apokalypsen-Szenario.

mal wieder war es der Einschlag aus dem All - weil es den halt vor 65 Mio Jahren schon mal gab

Aussage:
so ein Jahr lang überleben wenige Menschen in Bunkern - dann wird es wieder hell und man fängt eben wie im Mittelalter ohne Technik mit dem Wiederaufbau an.


Was da immer völlig außer Acht gelassen wird, sind unsere netten AKWs.
wenn sich um die keiner kümmert (selbst wenn keines direkt bei einem Einschlag getroffen würde) - gibt es doch eine Kernschmelze nach der anderen - und da ist dann weltweit mErachtens gar nix mehr für Menschen bewohnbar, wenn alle AKWs eine Kernschmelze hatten.
um diese verhindern braucht es ja Personal, Strom, Infrastruktur. Also alles das, was es lt. diesen Szenarien erstmal über Jahre nicht mehr geben wird.

fraktal
22-11-2016, 11:54
[QUOTE=Blu3;45399522]gestern Abend kam mal wieder eine Sendung zu einem fiktiven Apokalypsen-Szenario.

mal wieder war es der Einschlag aus dem All - weil es den halt vor 65 Mio Jahren schon mal gab

Aussage:
so ein Jahr lang überleben wenige Menschen in Bunkern - dann wird es wieder hell und man fängt eben wie im Mittelalter ohne Technik mit dem Wiederaufbau an.


Was da immer völlig außer Acht gelassen wird, sind unsere netten AKWs.
wenn sich um die keiner kümmert (selbst wenn keines direkt bei einem Einschlag getroffen würde) - gibt es doch eine Kernschmelze nach der anderen - und da ist dann weltweit mErachtens gar nix mehr für Menschen bewohnbar, wenn alle AKWs eine Kernschmelze hatten.
um diese verhindern braucht es ja Personal, Strom, Infrastruktur. Also alles das, was es lt. diesen Szenarien erstmal über Jahre nicht mehr geben wird.[/QUOTE]


Auch eine Vielzahl von Tschernobyls macht die Erde nicht unbewohnbar für Menschen.
Es gibt mehr Mutationen, Krebs, Strahlenkrankheit.
Dabei scheint die Strahlung an sich nicht das Hauptproblem zu sein, sondern Radioaktiver Staub, der in den Körper gelangen kann.
Trotzdem Kein Weltuntergang. Vor allem kein "Extinction Level Event"

Die Gegend um Tschrnobyl ist mittlerweile ein Naturparadies geworden, weil sich dort fast keine Menschen aufhalten.

Strahlungskatastrophen hat es durch Gamma Ray Bursts oder Sonneneruptionen vermutlich schon öfter gegeben.

Selbst "natürliche Reaktoren" hats in der Natur lange vor uns gegeben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo


Die Widerstandsfähigkeit der DNA gegenüber Strahlung ist eine Evolutionäre Reaktion genau darauf.

*Blue*
22-11-2016, 11:58
ich kenn mich nicht genug aus -

aber wenn ich mir vorstelle, es kommt in allen Reaktoren weltweit zu einer Kernschmelze, weil keiner mehr da ist, der auf die Dinger aufpasst -
kann man dann trotzdem irgendwo überleben ?
Der verseuchte Staub wird ja überall auf der Erde runterkommen.


dass das Leben weiter geht ist mir klar - Insekten werden das irgendwie wegstecken und ich weiss Tests bei Würmern ergaben mal, dass sie nach 2 oder 3 Generationen schon prima auf irgendeinem chemieverseuchtem Gebiet leben können.
Aber der Mensch ?


das mit den Würmern war hochinteressant - weil die Forscher auch total erstaunt waren.
das war irgendein völlig verseuchtes Industriegelände.
und dann haben sie festgestellt, dass es dort sehr viele Würmer gibt. Es waren "andere" Würmer als sonst überall.
es haben ja nur die mit einem bestimmten Gen-"Defekt" überlebt - und sich dann weitervermehrt. die "gesunden" sind alle gestorben. nach ein paar Jahren gab es dort halt nur noch die Würmer mit dem Gendefekt.

auch in USA bei diesem Vulkan - müßte jetzt nach dem Namen suchen - bei dessen Ausbruch ein See komplett mit Lava-Asche überspült wurde und gekippt ist- ist nun nach 30 Jahren ein Naturparadies. Viel viel schneller als von allen Wissenschaftlern erwartet, hat sich die Natur wieder erholt.
es gab wieder massig Fische in dem See - was sich keiner so recht erklären konnte.

dieser Anpassungsprozess ist mir also nicht unbekannt.
aber bei einm weltweiten Fallout - da seh ich für den Menschen doch recht schwarz.

Little_Ally
22-11-2016, 12:03
[QUOTE=Blu3;45399562]ich kenn mich nicht genug aus -

aber wenn ich mir vorstelle, es kommt in allen Reaktoren weltweit zu einer Kernschmelze, weil keiner mehr da ist, der auf die Dinger aufpasst -
kann man dann trotzdem irgendwo überleben ?
Der verseuchte Staub wird ja überall auf der Erde runterkommen.[/QUOTE]

Das wird in der nächsten Staffel von "The 100" geklärt. :zahn:


Ganz ernsthaft: Keine Ahnung, ob die Reaktoren sich selbstständig runterfahren können. Ich denke, es ist wahrscheintlich, dass es ohne Wartung der Reaktoren mit der Zeit zu umfachreicherer radioaktiver Verseuchung der jeweiligen Umgebung kommt. :nixweiss:

*Blue*
22-11-2016, 12:08
[QUOTE=Little_Ally;45399569]Das wird in der nächsten Staffel von "The 100" geklärt. :zahn:


Ganz ernsthaft: Keine Ahnung, ob die Reaktoren sich selbstständig runterfahren können. Ich denke, es ist wahrscheintlich, dass es ohne Wartung der Reaktoren mit der Zeit zu umfachreicherer radioaktiver Verseuchung der jeweiligen Umgebung kommt. :nixweiss:[/QUOTE]



in meiner Überlegung sind alle Reaktoren runtergefahren - alle Brennstäbe ausgeräumt im Kühlbecken.
So ein Meteorit kommt ja nicht urplötzlich, sondern mit Vorlaufzeit - also einer der Größe wie vor 65 Mio Jahren :D

aber der radioaktive Müll - den haben wir ja trotzdem für die nächsten tausende von Jahren an der Backe. :crap:

fraktal
22-11-2016, 14:05
Wie gesagt, ich möchte das nicht beschönigen, aber Übertreibungen sind auch nicht hilfreich.

Der schlimmste Fall ist wohl Tschernobyl, quasi ein Atomvulkan der Tagelang Material der übelsten Sorte aussstieß.
Trotzdem ist die "Todeszone", in der wirkklich massiv gestorben wurde, eher klein.
Heute, viele Jahre später lebt und kreucht und fleucht es dort ohne Unterlass.

Selbst Zehntausend Tschernobyls wären nicht das ende des Leben, und auch nicht das Ende der Menschheit.

Wenn hingegen etwas mit der Atmosphäre geschieht, z.B. ein massiver Strahlungsausbruch aus dem Weltraum, in näüchster Nähe, das könnte übel sein.
Scheint aber bisher noch nicht passiert zu sein.

Ansonsten hat das Leben schon weitaus heftigeres erlebt als das was wir in unseren paar Jahrtausenden berichten konnten.

Was das Leben angeht bin ich sehr optimistisch, es findet immer einen Weg (Ian Malcom)

tommy77
29-12-2016, 23:59
[QUOTE=Blu3;45399522]gestern Abend kam mal wieder eine Sendung zu einem fiktiven Apokalypsen-Szenario.

mal wieder war es der Einschlag aus dem All - weil es den halt vor 65 Mio Jahren schon mal gab

Aussage:
so ein Jahr lang überleben wenige Menschen in Bunkern - dann wird es wieder hell und man fängt eben wie im Mittelalter ohne Technik mit dem Wiederaufbau an.


Was da immer völlig außer Acht gelassen wird, sind unsere netten AKWs.
wenn sich um die keiner kümmert (selbst wenn keines direkt bei einem Einschlag getroffen würde) - gibt es doch eine Kernschmelze nach der anderen - und da ist dann weltweit mErachtens gar nix mehr für Menschen bewohnbar, wenn alle AKWs eine Kernschmelze hatten.
um diese verhindern braucht es ja Personal, Strom, Infrastruktur. Also alles das, was es lt. diesen Szenarien erstmal über Jahre nicht mehr geben wird.[/QUOTE]

Wenn so ein Einschlag wie in Mexiko sich wiederholen würde wären die AKWs erstmal das kleinste Problem. 80% der Menschheit müßten sterben. 40-60% sofort, der Rest innerhalb der nächsten 24 Monate. Bei einem Einschlag komplett im Ozean, die Welle wollen Sie nicht sehen. Außer Sie sitzen in einem Flugzeug in 9000 Meter Höhe.

peterprochow
15-05-2017, 06:30
[QUOTE=zerobrain;45316435]
Vielleicht wäre die Frage besser gestellt in der Art: "Wird die Menschheit lange genug existieren, um die verschandelte Welt zu verlassen und eine neue zu verschandeln?"[/QUOTE]

Ich hoffe doch nicht. ;)
Anderen Schlechtes und seinen Mitmenschen die Pest an den Hals zu wünschen,
ist moralisch ziemlich uncool.

Ich wünsche anderen Welten nicht "die Menschheit".



Legale Beseitigung - Ausnahmegenehmigung für die Tötung geschützter Vögel zur Errichtung von Windparks (https://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/vogeltoetung-fuer-windparks-genehmigt_a_31,2,3464812308.html)

Illegale Beseitigung - Greifvögel verschwinden im Umfeld geplanter Windkraftanlagen (http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/leben/detail/-/specific/Gezielt-beseitigt-Polizei-ermittelt-nach-TA-Bericht-ueber-getoetete-Greifvoegel-643837587)

[QUOTE]Vogelschützer und Ermittler hätten in den bekannten Fällen zumeist keine Reste mehr von den Horsten – so heißen die Greifvogelnester – gefunden. Selbst die Kotablagerungen, die üblicherweise rund um den Nistplatz liegen, seien gründlich beseitigt worden, erklärt der Kriminalkommissar.
[...]
Für Michael Träder sieht es nach den bisherigen Ermittlungen aber so aus, als würde mit Absicht alles akribisch beseitigt, was auf die vermissten Bewohner hindeutet.[/QUOTE]