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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geschichte Eventuell wurde das Wrack der UB-85 (1. Weltkrieg) gefunden


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Proteus
20-10-2016, 14:15
UB-85, ein kaiserliches WK1 U-Boot, welches angeblich von einem Seemonster angegriffen worden war, wurde möglicherweise bei Unterwasser-Vermessungsarbeiten für ein Unterseekabel wiedergefunden.

Laut der Story war UB-85 wohl von einem britischen Patrouillenboot aufgegriffen und beschossen worden und hat seltsamerweise keine Gegenwehr geleistet oder versucht abzutauchen, sondern sich sofort ergeben.
Der Kapitän erzählte bei seiner Gefangennahme die Story daß das U-Boot bei Überwasserfahrt zum AUfladen der Batterien von einem riesigen Seemonster mit großen Augen, weißen Zähnen und einem knochigen Schädel angegriffen worden sei, welches (bevor es mit Gewehrschüssen vertrieben werden konnte) den Bug des U-Bootes so sehr beschädigte, daß es nicht mehr tauchen konnte.
Da das U-Boot durch den Beschuß versank konnte man nicht kkären in wieweit die Story er Wahrheit entspricht.

Ob man gewillt ist Taucher hinabzuschicken welche anhand der Teilenummern überprüfen könnten ob es tatsächlich UB-85 ist (und nicht das im gleichen Seegebiet gesunkene Schwesternschiff UB-82) und ob sich am Bug von Seemonstern verursachte Kampfspuren finden, ist noch nicht heklärt

http://edition.cnn.com/2016/10/19/europe/german-sunken-u-boat-scotland/index.html
http://www.scottishenergynews.com/scottish-power-subsea-cable-laying-team-discovers-another-german-ww1-submarine-wreck/

Little_Ally
20-10-2016, 14:28
[QUOTE=Proteus;45302930]UB-85, ein kaiserliches WK1 U-Boot, welches angeblich von einem Seemonster angegriffen worden war, wurde möglicherweise bei Unterwasser-Vermessungsarbeiten für ein Unterseekabel wiedergefunden.

Laut der Story war UB-85 wohl von einem britischen Patrouillenboot aufgegriffen und beschossen worden und hat seltsamerweise keine Gegenwehr geleistet oder versucht abzutauchen, sondern sich sofort ergeben.
Der Kapitän erzählte bei seiner Gefangennahme die Story daß das U-Boot bei Überwasserfahrt zum AUfladen der Batterien von einem riesigen Seemonster mit großen Augen, weißen Zähnen und einem knochigen Schädel angegriffen worden sei, welches (bevor es mit Gewehrschüssen vertrieben werden konnte) den Bug des U-Bootes so sehr beschädigte, daß es nicht mehr tauchen konnte.
Da das U-Boot durch den Beschuß versank konnte man nicht kkären in wieweit die Story er Wahrheit entspricht.

Ob man gewillt ist Taucher hinabzuschicken welche anhand der Teilenummern überprüfen könnten ob es tatsächlich UB-85 ist (und nicht das im gleichen Seegebiet gesunkene Schwesternschiff UB-82) und ob sich am Bug von Seemonstern verursachte Kampfspuren finden, ist noch nicht heklärt

http://edition.cnn.com/2016/10/19/europe/german-sunken-u-boat-scotland/index.html
http://www.scottishenergynews.com/scottish-power-subsea-cable-laying-team-discovers-another-german-ww1-submarine-wreck/[/QUOTE]


Ich will eine Expedition und eine BBC-Doku über die letzte Fahrt der UB-85! :trippel:

[QUOTE]...Der Historiker Wilhelm Knöß vom Deutschen Marinemuseum in Wilhelmshaven bestätigte, dass es sich theoretisch um UB-85 handeln könnte. Das U-Boot sei Berichten zufolge von einer britischen Granate getroffen worden. Der Kapitän habe daraufhin kapituliert. Von einem Seemonster wusste Knöß indes nichts. ...[/QUOTE]

Quelle (http://www.n-tv.de/panorama/Briten-finden-angeblich-UB-85-article18892866.html)

Der gute Mann sollte sich mal informieren. :D

Little_Ally
20-10-2016, 15:04
So, da mich das Thema echt interessiert, hab ich uns einen Thread eröffnet. :D

fraktal
20-10-2016, 16:34
[QUOTE=Little_Ally;45302968]Ich will eine Expedition und eine BBC-Doku über die letzte Fahrt der UB-85! :trippel:

[/QUOTE]

Yeah! Seeungeheuer, da steh ich ja total drauf! :)

Emotions
20-10-2016, 17:36
Deutsche Wertarbeit, sieht auf dem Sonarbild nach 100 Jahren noch gut aus :D

Auch beeindruckendes Sonarbild, man erkennt ja wo die Schäden sind...

Saurus
20-10-2016, 21:58
Auf jeden Fall handelt es sich hier um die U-Boot-Klasse III zu der auch das Boot SM UB 85 gehörte.

Die Länge dieses U-Boot-Typs beträgt 55,3 m und stimmt somit "überein" mit dem Wrack, dass 56 m lang ist.

Hier ein "Vergleich" von einem Modell UB III und dem Wrack:

http://i64.tinypic.com/11779g5.jpg
Urheber: Achim Koerver - eigenes Werk

http://i64.tinypic.com/avlxmg.jpg
Quelle: CNN

Weitere Infos von Wiki

Proteus
20-10-2016, 22:03
Irgendwie erheblich schlanker als die Modelle vom 2. WK (wie Typ VII und IX)

Labersack
20-10-2016, 23:44
Ob das Seemonster da noch lauert? :eek:

Oder ob der Kapitän damals eher http://mainzelsmile.ioff.de/party/marc3.gif

Saurus
21-10-2016, 02:59
[QUOTE=Labersack;45305283]Ob das Seemonster da noch lauert? :eek:

Oder ob der Kapitän damals eher http://mainzelsmile.ioff.de/party/marc3.gif[/QUOTE]

Und ob es da noch lauert, denn bei der Verlegung des Seekabels wurde nicht nur das Wrack des U-Bootes entdeckt, sondern auch ein furchteinflößendes Monster :fürcht:, dass in der Nähes des Bootes auf der Jagd nach Beute war. Es könnte sich hier um ein Nachkommen des Ungeheuers von 1918 handeln.

Hier das jetzt veröffentlichte Foto:

http://i65.tinypic.com/9urihs.jpg
Quelle: http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2009/02695/index.shtml

Und hier ist der Riesenkalmar auf Beutejagd:

http://i67.tinypic.com/3f0wi.jpg

Little_Ally
21-10-2016, 08:19
[QUOTE=Labersack;45305283]Ob das Seemonster da noch lauert? :eek:

Oder ob der Kapitän damals eher http://mainzelsmile.ioff.de/party/marc3.gif[/QUOTE]

Hat nicht seine Mannschaft die Geschichte auch bestätigt? :nixweiss: :D

Nun ja, irgendwas musste er ja sagen, sie haben sich ja anscheinend kampflos ergeben. (Was durchaus vernünftig war. :ja:)

Mir war bis zu der Meldung gar nicht klar, dass es im 1. Weltkrieg schon so große U-Boote mit so großer Besatzung war. :o 56 Meter lang und 34 Mann Besatzung. Das hätte ich nie gedacht. Ich hatte für die Zeit immer nur so Mini-U-Boote vor Augen und lag damit offenbar völlig daneben.

Ich hoffe ja sehr, sie können das Wrack nun ordentlich erforschen.:ja::trippel:

Und vielleicht findet sich ja auch noch ein Nachfahre des Seeungeheuers? Ich tippe ja eher auf Riesenoktopus als auf einen Hai. :D

fraktal
21-10-2016, 08:51
Wenn ihr mal was wirklich gruseliges lesen wollt:

http://www.n-tv.de/wissen/Gigant-soll-Weissen-Hai-verspeist-haben-article13117876.html

Habe damals die Doku gesehen. Tatsächlich rätselhaft, die Sache.

Ob das mit dem "mutierten Hai" plausibel ist?

Emotions
21-10-2016, 11:09
Bis vor 100 Jahren war die Antarktis unerforscht, obwohl man soviele Videos von Tauchsonden sieht sind die Meere auch noch relativ unerforscht. Man hat ja auch immer wieder Lebewesen gefunden die man lange als ausgestorben betrachtet hat (Quastenflosser), theoretisch könnten da noch grössere Ur-Haie rumschwimmen? Aber den Stahl-Druckkörper eines Ubotes dürften sie nicht durchbeissen können, vielleicht mit viel Speed einbeulen, könnte auch ein Wal schaffen der schnell unterwegs ist.

Saurus
21-10-2016, 22:52
[QUOTE=Little_Ally;45305561]

...

Und vielleicht findet sich ja auch noch ein Nachfahre des Seeungeheuers? Ich tippe ja eher auf Riesenoktopus als auf einen Hai... :D[/QUOTE]

...oder auf ein Riesenkalmar (Riesentintenfisch), denn die Lieblingsspeise der Kalmare sind bekanntlich U-Boote wie das Greenpeace-Team bei einer Erkundungstour mit ihrem U-Boot durch das Beringsmeer erfahren hat. Das Boot wurde nämlich plötzlich von einem Riesenkalmar heftig attackiert. Das folgende Bild dokumentiert eindrucksvoll diese Attacke:

http://i67.tinypic.com/33tibnp.jpg

Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/video-veroeffentlicht-riesenkrake-attackiert-greenpeace-u-boot_id_4199400.html

Zitat aus der Quelle: Der gigantische Tintenfisch taucht aus der Tiefe des Meeres auf und ist alles andere als gut gelaunt. Das Ungetüm schwimmt wütend auf das Boot zu und versprüht dabei eine Menge schwarzer Tinte. Einmal in Fahrt gekommen, setzt der Kalmar auch seine mächtigen Tentakel ein. :fürcht:

Proteus
21-10-2016, 23:13
Riesenkalmare sind ja schon seit der Zeit der Segelschiffe traditionell als Seeungeheuer bekannt. :ja:

Nur passt der knöcherner Schädel und die im Mondlicht glitzernden Zähne die der Kapitän der UB-85 angeblich gesehen haben will absolut nicht auf einen Kalmar (oder sonstigen Mollusken)

Emotions
22-10-2016, 00:53
[QUOTE=Labersack;45305283]

Oder ob der Kapitän damals eher http://mainzelsmile.ioff.de/party/marc3.gif[/QUOTE]

Die Frage liegt auch auf der Hand ...

Saurus
24-10-2016, 19:53
Das angeblich für die Havarie verantwortliche Seemonster kann jetzt wohl mit dem Seemannsgarn geschnürrt ins Reich der Legenden "versenkt" werden.

Die UB-85 versenkte sich möglicherweise selbst ist die Meinung des Historikers und Meeresarchäologen Dr. McCarthy, der dabei half, das Wrack zu identifizieren.

[QUOTE]Die wilden Geschichten des Kapitänleutnants Krech zur angeblichen Ursache der Havarie verweist Dr. McCarthy im Interview mit der BBC jedoch ins Reich der Legenden: "Das wahre Seeungeheuer war dieses U-Boot, das versuchte, Schiffe zu versenken."

Laut McCarthy wurde UB SM-85 möglicherweise nachts im aufgetauchten Zustand von einem Patrouillenschiff entdeckt, als es gerade seine Batterien aufladen wollte: "Sie versuchten eine Nottauchung. Doch während das Wasser in den Rumpf drückte, hatten sie keine Möglichkeit, die angesammelte Druckluft loszuwerden, so dass sie das U-Boot zurück an die Oberfläche bringen mussten und dann keine andere Möglichkeit mehr sahen, als sich zu ergeben." Wilde Geschichten und Verschwörungstheorien, so McCarthy, seien durch die strikte Geheimhaltung im ersten U-Boot-Krieg und durch die Neigung von Seeleuten, an langen, betrunkenen Abenden Seemannsgarn zu spinnen, zustandegekommen.[/QUOTE]

Dazu der passende Kommentar der Zeitschrift "chip":

Seemänner - Die Barden des Meeres

"Seeungeheuer" war wahrscheinlich eine prima Möglichkeit für den deutschen Kapitänleutnant, die Verantwortung für den Untergang von SB-85 von sich zu schieben und nicht zugeben zu müssen, dass sein Boot im Hafen lauerte, um Handelsschiffe und Transporter per Torpedoabschuss zu versenken. Und "Sein horniger Schädel, die glitzernden Zähne im Mondlicht" klingt wenigstens nicht so lahm wie "Haben uns beim Akkuladen selbst versenkt."


Quelle: http://www.chip.de/news/Glitzernde-Zaehne-im-Mondlicht-Was-hat-dieses-deutsche-U-Boot-versenkt_101943081.html

Little_Ally
24-10-2016, 19:59
Nun ja, wir haben dem Kapitän ja alle nicht ernsthaft geglaubt.:D Aber dieser McCarthy hätte uns jetzt ja nicht so deutlich ins Gesicht sagen müssen, dass es kein Seemonster war. :schmoll:

:D

Orbitoz
24-10-2016, 21:28
Die Seemonster-Legende war ja wirklich originell :D

Um so angebliche oder tatsächliche Selbstversenkungen (oder auch gelungene Kaperungen) von U-Booten ranken sich ja immer mal wieder Legenden - u.A. im Zusammenhang von mindestens zwei U-Booten während dem 2. Weltkrieg und den Enigma-Codebüchern an Bord, die von den Briten erfolgreich erbeutet werden konnten. Es waren dann auch diese, welche die Legende einer "erfolgreichen" Selbstversenkung" aufrecht erhielten - und die aufgenommene U-Boot Besatzung das auch glaubte. In einem Fall war das auch plausibel.

Einmal ging die gerettete U-Boot Besatzung davon aus, dass ihr Boot, nachdem sie es zur Selbstversenkung vorbereitet hatten und dann von Bord gingen und von den Briten aufgefischt wurden, tatsächlich sinkt und nicht mehr erreichbar ist. Die Briten erkannten aber schnell, dass das nicht der Fall war, schickten die gerettete Besetzung schnell unter Deck des Zerstörers, inspizierten das nur halb untergegangene U-Boot und nahmen es in Schlepp. Um die ganze "Operation Ultra" nicht zu gefährden, wurde die Meldung einer erfolgreichen Selbstversenkung verbreitet.

Da bis lange nach dem Krieg die "Ultra"-Akten unter Verschluss waren, hielt sich diese Legende und fand teilweise auch Eingang in Standardwerke zum 2. Weltkrieg.