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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schonfrist


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Bela Lugosi
21-10-2003, 11:59
Wieviel Seiten Schonfrist hat bei euch ein Buch?

Bei mir entscheidet es sich auf den ersten 50 Seiten, ob ich weiterlese oder nicht. Ist es bis dahin nicht halbwegs interessant geworden, lege ich es weg und rühre es garantiert nicht mahr an.

Kommentar: ... und wieder ein schöner Buchrücken fürs Regal!

Es soll jedoch auch Leute geben, die sich durch jedes Buch quälen, dass sie einmal begonnen haben. Mein Beileid!

minerva
21-10-2003, 12:06
Bei mir sind es auch ungefähr 50 Seiten...
Manche Bücher lese ich allerdings trotzdem weiter, Krimis zum Beispiel, ich will dann irgendwie doch wissen, wie es ausgeht, auch wenn ich unzufrieden bin :dada: dabei sollte gerade ein Krimi schon auf den ersten 50 Seiten eine vernünftige Exposition aufweisen können.

Ich würde allerdings nicht nie sagen. Ich habe auch "Herr der Ringe" nach ca. 50 Seiten entnervt zur Seite gelegt, daran werde ich mich nochmal irgendwann versuchen :ja:

reddevil
21-10-2003, 12:09
Herr der Ringe musst du unbedingt länger lesen, erst im alten Wald wirds interessant, für viele sogar erst dannach, aber bombadil ist halt meine Lieblingsfigur. ;)

minerva
21-10-2003, 12:13
Ja ja :rolleyes: ich finde aber, ein wirklich gutes Buch darf es sich gerne mal leisten, schon vorher interessant zu werden ;)

reddevil
21-10-2003, 12:17
[QUOTE]Original geschrieben von minerva
Ja ja :rolleyes: ich finde aber, ein wirklich gutes Buch darf es sich gerne mal leisten, schon vorher interessant zu werden ;) [/QUOTE]

ich war beim ersten lesen von HDR ja auch schon kurz davor aufzugeben :D wenn ich nicht gewusst hätte, dass es der vater aller fantasy ist. ;)

minerva
21-10-2003, 12:19
Jau, mich persönlich schreckt Fantasy mehr ab - und diese qua-religiöse Verehrung der Hobbit-Jünger auch :D

Nun aber genug off topic, sonst haut fumbler mich :eek:

aliena
21-10-2003, 12:22
Lustig, an HDR mußte ich bei dem Titel auch denken.
Normalerweise setzt bei mir das Ende Schonfrist sogar schon ein bißchen früher ein, 50 Seiten allerhöchstens.
Bei HDR bin ich froh, daß ich es bis auf Seite 51 geschafft habe, denn danach hab ich dann Tag und Nacht gelesen.

Zikade
21-10-2003, 12:31
Eher weniger als 50 Seiten. Die Story darf ruhig schon mal schleppend beginnen (auch wenn ich mich frage, ob das denn wirklich nötig ist), aber einiges, was ich nicht mag, ist ja schon vorher zu abzusehen. Etwa Perspektivwechsel innerhalb einer Szene. Das mag ich überhaupt nicht, und da muss der Plot schon ganz stark sein, um das auszugleichen. Wenn aber erst mal sämtliche Protagonisten vorgestellt werden, mitsamt ihrer Vergangenheit, ohne dass sich die Handlung irgendwie vorwärtsbewegt, da fliegt das Buch ganz schnell in die Ecke.

Was ich ganz schrecklich finde: Wenn man erst mal eine Namensliste der handelnden Personen vorgelegt bekommt. Soll ich das auswendig lernen, oder was? Heißt das, dass der Text selbst nicht imstande ist, mir diesen Überblick zu verschaffen, sodass ich da nachschlagen kann?

aliena
21-10-2003, 12:40
So eine Namensliste finde ich aber schon recht praktisch.
Zwar nicht als Ersatz für die Vorstellung der Protagonisten, aber als Gedächtnisstütze, wenn mehr als zwei Personen mitspielen.
Vielleicht nicht vorne, aber hinten auf jeden Fall.

minerva
21-10-2003, 12:56
[QUOTE]Original geschrieben von tloen
So eine Namensliste finde ich aber schon recht praktisch.
Zwar nicht als Ersatz für die Vorstellung der Protagonisten, aber als Gedächtnisstütze, wenn mehr als zwei Personen mitspielen.
Vielleicht nicht vorne, aber hinten auf jeden Fall. [/QUOTE]

:d: geht mir ähnlich...
in meiner Ausgabe von "Der Name der Rose" lag so eine Namensliste auf einem Extrazettel bei und ich habe die als sehr gute Gedächtnisstütze empfunden :)

aliena
21-10-2003, 13:03
Wohl ein Eco-Phänomen... ;)
Bei meinem "Das Foucaultsche Pendel" war auch so ein Zettel dabei, wo alle Rosenkrieger, Tempelritter und ähnliche Geheimbünde namentlich erwähnt wurden.

Dennoch ist das Buch bei mir in der Ecke gelandet, Schonfrist überschritten, frei zum Abschuß, auch wenn ich so bis Seite 60 kam, und das gleich zweimal.
Aber ich hab selbst das Hörspiel nicht geschafft.
:ko:

Bela Lugosi
21-10-2003, 13:43
Naja, Hörspiel bzw. Hörbuch ist was anderes.

Das kann höchstens auf das Niveau "beim Autofahren nebenbei"-Anhören absinken.

Beispiel dafür: Alle Krimis von Donna Leon
Fazit: Krimis, die so dahinplätschern wie ein tropfender Wasserhahn. Ideal für Stop-and-Go.
Beispiel Dagegen: Die Behandlung von Mo Hayder (gelesen von Dietmar Bär)
Fazit: Zu spannend, erhöhte Unfallgefahr

aliena
21-10-2003, 13:50
Ich höre ja unheimlich gerne Hörspiele beim Autofahren auf längeren Strecken.

Solche, die ich vorher schon als Buch gelesen habe, besonders gerne, weil man sich da nicht zu sehr drauf konzentrieren muß und noch gescheit fahren kann.
Aber auch neue Bücher sind ganz nett, solange man eine Rückspul-Funktion am Autoradio hat, für den Fall, daß man mal bremsen muß, oder so... ;)

Hörbücher haben es bisher jedenfalls erst zwei geschafft, nicht von mir zuende gehört zu werden, und das will schon was heißen, denn Lesen tut man ja aktiv, Hören im Auto nur passiv.

Das war eben Eco mit dem Pendel wegen leicht paranoider Anflüge meinerseits, und Karl Marx, "Das kommunistische Manifest", wegen akuter Langeweile.

Die Schonfrist war da sehr unterschiedlich.
Marx flog bereits nach fünf Minuten raus, Eco hab ich immerhin die erste CD geschafft...

Bela Lugosi
21-10-2003, 13:54
Der Medicus von Saragossa - plätscher, plätscher,...
Die Korrekturen - Im Universtätsbetrieb gestrandete Persönlichkeiten und zerrüttete Familien kenne ich genug, das brauch ich nicht als Hörbuch