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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Baltikum


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Kiliani
18-05-2004, 18:43
Nachdem heute in der Lounge die Frage nach dem Baltikum aufgekommen ist, wäre es vielleicht mal an der Zeit, einen Thread über auch diese Länder aufzumachen.

Selber war ich (leider) noch nie dort, aber seit ich Werner Bergengrüns "Tod in Reval" gelesen habe, interessiere ich mich dafür.

Tod in Reval u.a. (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3716023248/softwaresuche/028-2172272-4849355)

wickie01
18-05-2004, 18:57
www.google.de

Wolter von Plettenberg ist erst 14, als für ihn eine lebenslange Mission beginnt: Anno 1464 zieht er von der Burg Meyerich bei Soest ins ferne Livland, um dort die Reihen der Kreuzritter zu verstärken, die seit dem 13. Jahrhundert mit dem Segen des Papstes weit im Osten für die Ausbreitung des Christentums kämpfen. In der deutschen Adelswelt galt es als vornehm, einen Sohn an die Front der Frommen zu schicken. Allein der Plettenberg-Clan stellte neun Ordensmänner. Mit 31 wird Wolter "Schaffer" - Finanzverwalter im Schloss von Riga. Mit 39 wird er Landmarschall - oberster Befehlshaber des Deutschen Ordens in Livland, das in etwa die Gebiete des heutigen Lettland und Estland umfasste. Litauen entwickelte sich unabhängig davon zu einem Großreich, das sich schließlich 1569 mit Polen vereinigt.

Im Jahr 1501 führt von Plettenberg am Fluss Serica mit 4000 Reitern und 2000 Landsknechten einen spektakulären Präventivschlag gegen ein 40 000 Mann starkes russisches Heer. 1502 erlangt der Spross eines westfälischen Adelsgeschlechts Feldherrnruhm, als er die Russen am Smolina-See erneut besiegt.

In Tallinn und Riga wurde bis 1885 Deutsch gesprochen
Livland, das zuvor ständig russischen Angriffen ausgesetzt war, erblüht in der Periode des Friedens. Sie währt, bis Zar Iwan der Schreckliche den Livländischen Krieg entfacht. Danach beherrscht Russland die Ostsee-Provinzen zwar jahrhundertelang, doch die baltendeutsche Oberschicht bleibt im Lande - Kaufleute, Ritter, Geistliche. In den Hansestädten Tallinn (Reval) und Riga wurde bis 1885 Deutsch gesprochen. Johann Gottfried Herder predigte im Dom von Riga.

Kiliani
18-05-2004, 18:57
Mal kurz was zu Bergengrüns Buch:


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Rezensionen

Kurzbeschreibung

Kuriose Geschichten aus einer alten Stadt. Die berühmte Sammlung des großen baltischen Erzählers.

Erstmals 1939 erschienen, erreicht der große Stilist Werner Bergengruen in diesen Geschichten die Höhe seiner Erzählkunst.

Die alte Stadt: Das ist das heutige Tallinn, als es noch Reval war, die kaiserlich-russische Stadt. Wie überall im alten Baltikum blühten auch hier Fabulierfreude und anekdotisches Erzählen. Da sind Karl Eugenius Herzog von Croy, dessen branntweingesättigter Körper seine Gläubiger um fast zweihundert Jahre überdauert, die verrückte Oberleutnantswitwe, die 'Totenvorreitersche', die in ihrem zitronengelben Spenzer immer an der Spitze eines jeden Trauerzugs mitläuft, oder Doktor Barg, der Hypochonder, der testamentarisch die Einrichtung einer Herberge für Scheintote verfügt.


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Kiliani
14-06-2004, 11:28
http://www.unesco.org/baltics/images/tallin~4.jpg


Hier ein Blick auf die Altstadt von Tallinn. :wink: