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  1. #31
    bayrischer Dichter Avatar von Voltaire
    Ort: München
    Für alle, die Bedenken vor einem Umstieg auf Linux haben:

    Ich habe den Büro-PC meines Vaters (in Computerdingen Pflegestufe III) vor ein paar Jahren von XP auf Linux (zunächst Ubuntu und dann Mint mit Cinnamon*)) umgestellt und seitdem ist die Anzahl seiner Rückfragen um 99% zurückgegangen.
    Er findet die Bedienung anscheinend intuitiv genug, dass ich mich nach 2-3 Tagen nicht mehr darum gekümmert habe und mich erst beim Umstieg auf Mint (weil ich eben auch dieses Windows 8 Problem des völlig veränderten Bedienkonzepts unter Unity vermeiden wollte) wieder intensiver mit seinem Rechner auseinander gesetzt habe.

    (Fast?) alle Linux-Distributionen kann man per "Live-DVD" auf dem Rechner booten und beliebig oft und lange ausprobieren, ohne dass sie eine Spur auf der Festplatte hinterlassen.
    Ist von DVD zwar ziemlich langsam, aber man kann sich schon einen guten Eindruck holen, ob man sich damit anfreunden kann und will.
    Erst, wenn man ausdrücklich die Installation startet, wandert das System auf die Festplatte und Änderungen werden gespeichert.
    Dabei bleibt mit der richtigen Anleitung das alte Windows fürs eigene Sicherheitsgefühl erhalten.

    Und: Was die Bedienungsgewohnheiten und Gedankengänge angeht, ist LinuxMint mit Cinnamon (und m.W. Kubuntu, Xubuntu und Lubuntu*) ) dem alten XP wesentlich näher als Windows 8.


    *) Bei Linux sind der Unterbau und die Benutzeroberfläche nicht zwangsweise miteinander verschweißt.
    Cinnamon, KDE, Gnome, Xfce, LXDE, Unity, ... sind Benutzeroberflächen, die man nach seinem ganz persönlichen Geschmack aussuchen kann.
    Wenn man dann ein Lubuntu nimmt, hat man nach dem Booten einfach das sehr populäre Basis-Ubuntu mit fertig installierter LXDE-Oberfläche und so weiter.
    Ubuntu hat schon vor dem Erscheinen von Windows 8 seine Brot-und-Butter-Version auf Unity umgestellt, was eine gewisse Ähnlichkeit mit dessen Bedienungkonzept hat.
    Das kam aber ebenso wie Windows 8 bei großen Teilen der PC-Gemeinde nicht an, was die (Weiter-)Entwicklung von Alternativen stark befördert hat.
    Man bekommt eben bei Linux nix nach der friss-Vogel-oder-stirb-Methode vorgesetzt, sondern kann meistens mündig zwischen vielen Alternativen wählen.
    Da die Firma hinter Ubuntu Cinnamon nicht unterstützt, hat ein Franzose eine "Kopie" von Ubuntu angefertigt, LinuxMint genannt und unter anderem Cinnamon dafür entwickelt.
    Rein technisch, könnte LinuxMint mit Cinnamon also auch Cubuntu heißen.
    Geändert von Voltaire (29-01-2014 um 11:07 Uhr)
    "Ihre Meinung ist mir widerlich..." François Marie Arouet genannt Voltaire (1694-1778)
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    Ich distanziere mich vollumfänglich von jeglicher Handlung oder Äußerung der bayrischen Landesregierung.

  2. #32
    Ich benutze gerne das für langsame Rechner ausgelegte Lubuntu, das auf 3D-Effekte und Farbverläufe verzichtet. Die Anordnung der Symbole und des Start-Menus sind aber wie Windows XP, so dass man sich als Umsteiger schnell zurecht findet. Die Performance ist auf modernen PCs schon toll, dafür sieht es auch sehr schlicht aus.
    Lubuntu gibt es auch über die Ubuntu-Homepage , es lassen sich auch alle Desktop-unabhängigen Programme installieren.

  3. #33
    bayrischer Dichter Avatar von Voltaire
    Ort: München
    Zitat Zitat von Labersack Beitrag anzeigen
    ...Lubuntu, ...
    Die Anordnung der Symbole und des Start-Menus sind aber wie Windows XP, so dass man sich als Umsteiger schnell zurecht findet.
    Habs in meinem Posting ergänzt und kurz den Grund für die verschiedenen Varianten erklärt.

    Also nochmal die Bitte an alle XP-Umsteiger:
    Bevor ihr blind was neues kauft, nehmt Euch doch die Zeit und probiert einfach mal mit Hilfe von 2, 3 verschiedenen Live-DVDs kostenlos aus, was Euch abseits von Microsoft sonst noch begeistern könnte.
    Eigentlich solls mir ja egal sein, was andere tun, aber es tut mir halt immer in der Seele weh.
    Da kaufen sich Leute für Geld Sicherheitsprobleme, für die sie dann gegen noch mehr Geld Lösung im Abo angeboten bekommen.
    Gerade wenn man wegen des Betriebssystems auch noch neue Hardware kaufen müsste, ist der Vorteil doch sofort spürbar.

    Wo Linux wirklich nach wie vor schwach ist, ist der Spielebereich. Aber ich denke, wer XP verwendet, ist jetzt eh nicht gerade ein Spielefreak.
    Für fast alle anderen Heim- und Büroanwendungen überwiegen die Vorteile (Kosten, Performance, Sicherheit, Transparenz, Einfachkeit des Software-"Zukaufs", keine Viren oder Trojaner) ganz klar.
    Linux ist kein besseres Windows, sondern es ist ganz anders entstanden und daher an vielen Stellen besser.
    Geändert von Voltaire (29-01-2014 um 14:59 Uhr)
    "Ihre Meinung ist mir widerlich..." François Marie Arouet genannt Voltaire (1694-1778)
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    Ich distanziere mich vollumfänglich von jeglicher Handlung oder Äußerung der bayrischen Landesregierung.

  4. #34
    nein danke, hatte mal n netbook mit linux, da kam ich nich mit klar
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    <-click

  5. #35
    Linux ist nicht gleich Linux. Es gibt x verschiedene Linux Distributionen.

  6. #36
    Sind die so unterschiedlich? Das wäre ja auch nicht gut (für die, die sich von Windows verabschieden wollen)

  7. #37
    Wie Voltaire schon schrieb, kann man doch vorher alles ausprobieren mit einer Live CD oder in einer Virtualbox bzw VMWare.
    Außerdem gibt es x Listen mit Übersichten von unterschiedlichen Linux Distributionen z.B.
    http://distrowatch.com/dwres.php?res...or&language=DE
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_v...Distributionen
    http://pc.de/software/top-linux-distributionen-4023
    Geändert von BBMauli (30-01-2014 um 00:24 Uhr)

  8. #38
    bayrischer Dichter Avatar von Voltaire
    Ort: München
    Zitat Zitat von Meine Wenigkeit Beitrag anzeigen
    Sind die so unterschiedlich? Das wäre ja auch nicht gut (für die, die sich von Windows verabschieden wollen)
    Ist zwar ein Windows-Thread, aber nachdem ich das Thema angefangen habe, erklär ich das gerne mit den Unterschieden.

    Das, was man auf einer Installations(=Live)-DVD vorfindet, kann man im Wesentlichen in 3 Gruppen einteilen.

    (1) Linux ist der innerste, hardwarenahe Betriebssystemkern, der im Wesentlichen von einer Gruppe um Linus Thorvalds entwickelt wird.

    (2) Dann gibt es einen großen Haufen von Software von tausenden Entwicklern, von dem der Benutzer mal mehr (Office, Graphikprogramm,...), mal weniger (Drucksystem,...) merkt.
    Diesen Haufen stellt jede Distribution (Ubuntu, Fedora, opensuse, ...) selbst zusammen. Wenn ich also ein Fedora installiere, bekomme ich die Grundausstattung, die Fedora für richtig hält und im Zusammenspiel miteinander getestet hat und zusätzlich einen riesigen Pool von ebenfalls getesteter Software zum kostenlosen Dazuladen je nach meinen Wünschen.

    (3) Ein besonders wichtiger Teil der Distribution ist die Benutzeroberfläche, da sich hier ja am meisten entscheidet, ob der Umgang mit dem Rechner Spaß macht oder nervt.
    Manche Distributionen haben sich auf eine festgelegt, bei Ubuntu und Mint dagegen kann man aus einer Vielzahl auswählen. Das sind dann die Buchstaben vor dem Wort Ubuntu.
    Die Unterschiede sind zum Beispiel, ob ich die App-Linsen wie unter Windows 8 oder die klassische Bedienung wie unter XP haben möchte, ob die Menüleisten oben, unten oder an der Seite sind, irre 3D-Effekte oder performanceschonende Schlichtheit, ...
    Das ist übrigens auch der Grund, warum Tipps zwischen Anwendern oft in Textform ausgetauscht werden.
    Da es verschiedene Oberflächen gibt, ist es schwierig zu sagen "Klick mal da links oben und dann 2cm weiter rechts auf den Button, dann wirbelt von links ein Fenster rein, ...".
    "Tipp mal schnell in die Konsole ..." funktioniert immer und viel schneller.
    Also nichts Kriegsentscheidendes, sondern pure Geschmackssache (vermutlich deshalb wird darüber auch soviel debattiert).
    Und man kann sich jederzeit umentscheiden, ohne dass die Daten in Gefahr geraten.


    Will heißen, wenn ich eine Fedora-Distribution nehme, kann ich es so lange umkonfigurieren, bis ich am Ende eine Ubuntu-Distribution habe.
    Aber dann kann ich mir auch die Zeit sparen und gleich die Ubuntu-DVD nehmen.
    Es wird also keiner gezwungen, so zu arbeiten, wie das die Marketingabteilung in Redmond entscheidet, sondern wie man selbst will.


    Darum mein ganz subjektiver, persönlicher(!) Vorschlag: Ladet Euch eine LinuxMint-, eine Ubuntu- und eine L oder Xubuntu-DVD runter, bootet mal davon und beschäftigt Euch mal so nebenbei ein bisschen damit. Das sind die, die m.W. Windows am ähnlichsten sind. Office, Graphik, eMail und Browser sind auf der DVD immer schon drauf. Man muss eigentlich nur das WLAN-Passwort eingeben oder ein Netzwerkkabel einstecken und dann kann man bis auf die Geschwindigkeit schon fast normal arbeiten. Alles was man "verstellt" ist beim nächsten Booten wieder auf Ausgangsposition.
    Für Fragen gibt es 1000 Communities und einen Thread hier.

    Wer danach sagt, das gefällt mir nicht, ich nehm Windows 8, kann es ruhigen Gewissens tun, weil er es dann selbst, mündig entschieden hat.


    Dabei darf man nie die goldene Regel vergessen: "Linux ist nicht Windows!".
    Wer im Porsche sitzt, sollte nicht krampfhaft den Stern im Lenkrad suchen, sondern einfach mal Gas geben.


    Dieses Posting wurde mit einem Firefox auf einem aktuellen LinuxMint mit Cinnamon-Oberfläche und einem farblich auf das Hintergrundbild angepassten Iconset erstellt.
    Geändert von Voltaire (30-01-2014 um 19:17 Uhr)
    "Ihre Meinung ist mir widerlich..." François Marie Arouet genannt Voltaire (1694-1778)
    Bild:
    ausgeblendet

    Ich distanziere mich vollumfänglich von jeglicher Handlung oder Äußerung der bayrischen Landesregierung.

  9. #39
    Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen, Voltaire. Die Nutzer sollten sich ruhig mal etwas mehr trauen und etwas experimentierfreudiger sein. Alte Wege überdenken und neue Wege probieren. Man muss sich doch nicht zwangsläufig an ein vollkommen verhuddeltes Windows 8 gewöhnen (nur deswegen, weil man bislang immer Windows hatte und das kennt), wenn man z. B. auch ein Linux Mint mit Cinnamon-Desktop haben kann.
    Geändert von Will.Hunting (30-01-2014 um 16:59 Uhr)

  10. #40
    Dann kleb' ich da mal ein Prüfsiegel drauf.
    Danke Voltaire

  11. #41
    Das kann ich nur bestätigen. Ich hab jemandem der wirklich kein erfahrener User ist und den PC nur zum Mailen, Surfen und ab und zu Kartenspeilen nutzt mal zu Linux geraten anstaat 90€ in eine Windows Lizenz zu stekcen. Bis jetzt klappt es gut. Nur mit dem Drucker support bin ich nicht zufrieden da dieser nicht mit vollem Funktionsumfang unterstützt wird.

  12. #42

    Ministerium warnt vor Hackerangriffen auf Geldautomaten

    Anfang April stellt Microsoft den Support für sein betagtes Betriebssystem Windows XP ein. Doch eine große Anzahl der deutschen Geldautomaten läuft nach wie vor mit Windows XP und ist ab dem 8. April massiv gefährdet. Die Bundesregierung warnt, die Banken sehen "keinen Anlass zur Sorge".

    Bild:
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  13. #43
    Na stimmt doch?
    Als wenn die Systeme mit Windows7 oder 8 sicherer wären, oder mit XP angreifbarer.
    Wie soll ein Hacker auf das System zugreifen? Wenn einer Zugriff hat, ist dass Betriebssystem dass geringste Problem.

  14. #44
    Zitat Zitat von like Lana Beitrag anzeigen
    Na stimmt doch?
    Als wenn die Systeme mit Windows7 oder 8 sicherer wären, oder mit XP angreifbarer.
    Wie soll ein Hacker auf das System zugreifen? Wenn einer Zugriff hat, ist dass Betriebssystem dass geringste Problem.
    Dachte ich auch mal...
    Die Täter schnitten ein Loch in die Plastikverkleidung des mit Windows XP laufenden Automaten, um einen USB-Stick anschließen zu können. Das Loch verklebten die Ganoven nach getaner Arbeit wieder – und zwar so gut, dass es der Bank Monate lang nicht auffiel. Auf dem Stick befand sich eine Version von Hiren's BootCD, die automatisch gebootet wurde, wenn der Automat neu startet
    http://www.heise.de/security/meldung...n-2074773.html

  15. #45
    zahm, aber direkt Avatar von Eggi I.O.F.F. Team
    Seit heute wird XP-Nutzern das Windows Update mit der Nummer KB2934207 angeboten.
    Wenn ich das so richtig überflogen habe, bewirkt das Herunterladen mit anschließender Installation dieses Updates, daß der Nutzer monatlich auf das Ende des Supports hingewiesen wird.

    Kann ja jeder händeln wie er möchte, ich verzichte aber erstmal bewusst auf diese Installation, zumal ich vorhabe, in absehbarer Zeit Win7 zu kaufen und drüber zu bügeln.

    Hier auch ein Artikel dazu: http://www.heise.de/newsticker/meldu...g-2133816.html


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