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  1. #151

    lächeln Solide Story: Mord im winterlichen Prag Kaiser Rudolf II. von Habsburg

    Titel: Alchimie einer Mordnacht
    Autor: John Banville alias Benjamin Black

    Details zum Buch:
    Ein spannender und kenntnisreicher Krimi um den exzentrischen Kaiser Rudolf II.
    Christian Stern, unehelicher Sohn des Bischofs von Regensburg, kommt im Winter 1599 nach Prag, um dort sein Glück zu machen. Doch gleich in der ersten Nacht findet er die Leiche eines Mädchens. Christian wird zum Ermittler wider Willen. Winter 1599: Christian Stern, ein ehrgeiziger junger Gelehrter und Alchimist, will am Hof des paranoiden und unberechenbaren Habsburgers Rudolf II Karriere machen. Doch schon in der ersten Nacht findet er die Leiche einer jungen Frau, Magdalena, gerade erst 16 Jahre alt, in einer Gasse gleich neben dem Schloss. Ihr wurde die Kehle durchgeschnitten, sie trägt ein Samtkleid und ein goldenes Medaillon und ist ganz offenbar von edler Herkunft. Christian gerät in Verdacht – und in den Bannkreis skrupelloser Höflinge, die durch finstere Machenschaften versuchen, sich Vorteile zu verschaffen. Bald zieht Christian die Aufmerksamkeit des Kaisers selbst auf sich. Doch mit der kaiserlichen Gunst wächst die Furcht, dass es in diesem Ränkespiel auch um sein eigenes Leben gehen könnte.
    »Das große Lesevergnügen besteht im Heraufbeschwören von Prag als einer Stadt der Maskierung und des Scheins.« The Guardian

    Produktinformation
    Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    Verlag: Kiepenheuer&Witsch (4. Oktober 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3462049194
    ISBN-13: 978-3462049190
    Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 3,2 x 26,6 cm

    Über den Autor und weitere Mitwirkende
    John Banville, geboren 1945 in Wexford, Irland, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen literarischen Autoren. Sein umfangreiches Werk wurde mehrfach, auch international, ausgezeichnet, zuletzt mit dem Franz-Kafka-Literaturpreis, dem Man Booker Prize (für »Die See«) und 2013 mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. John Banville lebt und arbeitet in Dublin und schreibt unter dem Pseudonym Benjamin Black Krimis und Thriller, die neben seinen Romanen ebenfalls bei Kiepenheuer & Witsch erschienen sind. John Banvilles Kriminalgeschichten spielen in der Regel in Irland der 50er Jahre, um den Pathologen und trockenen Alkoholiker Quirke. Laut Banville stellt Dublin aus jener Zeit das perfekte Setting für Kriminalgeschichten: schäbig, neblig – und über allem der dunkle Kohlestaub. Lediglich der Thriller »Der Lemur«, 2008 im Original erschienen, spielt in New York der Gegenwart. Auch Banvilles letzter Krimi-Noir »Die Blonde mit den schwarzen Augen«, das 2015 auf Deutsch veröffentlicht wird, weicht von dieser Regel ab: Es spielt in Kalifornien und der ermittelnde Privatdetektiv ist die berühmte Figur des Schriftstellers Raymond Chandler – Philip Marlowe.
    QUELLE: AMAZON)


    Meine Meinung:
    Von John Banville habe ich zwar bereits mich wesentlich mehr fesselnde Bücher über Kepler und Kopernikus gelesen, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass biographische Aspekte eher in mein Beuteschema fallen als kriminalistische.
    Der Buchtitel spricht für sich, das Coverbild vermittelt eine mich ansprechende und leicht melancholisch anmutende, durch die schwarzen Vögel auch ein wenig gruselige Stimmung.
    Die Mischung zwischen überlieferter Realität und Fiktion ist gelungen; der fiktive Protagonist kam sympathisch rüber.
    Wenn die Geschichte auch einige Längen aufweist, fängt sie doch die zumindest für möglich zu haltende Atmosphäre der damaligen Zeit gut ein, zu der auch der gewählte Stil passt. Der "Fall" wird für mich nachvollziehbar aufgedröselt.
    Ein Nachwort rundete für mich das Geschehen ab.
    Ein Lesebändchen erwies sich als hilfreich.
    Als hilfreich hätte ich auch ein Personenverzeichnis empfunden.

  2. #152

    Daumen hoch Bilder-&faktenreiche,eines gründlicherenLektorats würdigeBiografie über QueenVictoria

    Titel: Queen Victoria - Das kühne Leben einer außergewöhnlichen Frau
    Autorin: Julia Baird

    Buchdetails:

    Inhaltsangabe
    Queen Victoria gilt als prüde, ewig trauernde und zurückgezogene Matrone war sie das wirklich? Mit nur 18 Jahren bestieg sie den Thron. Mit 20 heiratete sie Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, mit dem sie neun Kinder hatte. Sie liebte Sex. Und sie setzte ihre Macht bewusst ein. Sie überschritt konventionelle Grenzen, äußerte klar ihre Meinung und begann nach dem Tod ihres geliebten Albert eine intime Beziehung mit ihrem Diener John Brown. Die Frau, die schon zu Lebzeiten einem ganzen Zeitalter ihren Namen gab, verkörperte selbst gerade nicht die bürgerlichen Traditionen und Konventionen, für die das viktorianische Zeitalter steht.
    Julia Baird schreibt mit großer erzählerischer Kraft die bewegende Geschichte einer Frau, die neben den wichtigen politischen Fragen ihrer Zeit mit vielen durchaus heutigen Probleme konfrontiert war: der Balance zwischen Arbeit und Familie, den Schwierigkeiten der Kindererziehung, Ehekrisen, Verlustängsten und Selbstzweifeln.

    Produktinformation
    Gebundene Ausgabe: 596 Seiten
    Verlag: wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (24. September 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3806237840
    ISBN-13: 978-3806237849
    Originaltitel: Victoria The Queen
    Größe und/oder Gewicht: 16,2 x 5 x 23,6 cm

    Über die Autorin
    Julia Baird ist eine australische Journalistin und Autorin. Die studierte Historikerin wurde 2005 in Sydney promoviert und war dann Fellow am renommierten Shorenstein Center in Harvard. Sie ist Kolumnistin der International New York Times und moderiert die Nachrichtensendung The Drum im australischen Sender ABC TV. Julia Bairds Artikel erscheinen u.a. in The New York Times, The Guardian, The Washington Post, The Sydney Morning Herald, Newsweek und Harper s Bazaar.
    (QUELLE: AMAZON)

    Meine Meinung:
    Julia Baird präsentiert hier eine Biografie auf dem Stand der aktuellsten zugänglichen Forschungsunterlagen mit vielen, darunter auch bisher unveröffentlichten, Bildern. In einem umfangreichen Anhang befindet sich unter anderem ein Nachwort, welchem Interessantes über die Entstehungsgeschichte zu entnehmen ist. Der im vorderen Cover abgedruckter Stammbaum erwies sich nicht nur wegen der sich oft wiederholenden Namen als nützlich, sondern machte gleichzeitig erschütternd deutlich, welche männlichen Personen an der Bluterkrankheit litten und welche weiblichen Überträgerinnen Europas Hochadel infizierten. Bei knapp 600 Seiten und 34.- € hätte ich allerdings auch gern ein Lesebändchen vorgefunden.
    Das Buch hat mich begeistert.
    Allerdings verdienen das Buch und der Käufer ein gründlicheres Lektorat, sowohl was Schreibfehler als auch was historische Fakten angeht, denn es enthält etliche Fehler unterschiedlichster Art.

  3. #153

    Daumen hoch Ein ganz besonderes Buch: Miriam Maertens

    Autorin: Miriam Maertens
    Titel: Verschieben wir es auf morgen - Wie ich dem Tod ein Schnippchen schlug

    Produktinformation:
    Broschiert: 272 Seiten
    Verlag: Ullstein Leben; Auflage: 1. (12. Oktober 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3963660023

    Über die Autorin:
    Miriam Maertens wurde 1970 in eine Theaterfamilie hineingeboren. Seit ihrer Jugend ist sie Schauspielerin, seit 2005 ist sie festes Ensemblemitglied am Züricher Schauspielhaus. Darüber hinaus war sie auch in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen.

    Inhaltsangabe:
    Sie hat sich nie als Kranke gefühlt, wollte nie jemand sein, bei dem man zuerst an die kaputte Lunge denkt. Deshalb beschloss die Schauspielerin Miriam Maertens, einfach so zu leben, als wäre sie gesund.
    Sie will so sein wie alle Kinder, nichts versäumen, überall mitmachen, auch auf Klassenfahrt gehen. Die auffällige Sorge ihrer Mutter versteht sie nicht. Sie fühlt sich körperlich schwach, aber nie krank. Und sie kann sich durchsetzen, weil ihr Bruder mitkommt, der ihr den Rücken abklopft und mit ihr inhaliert. Mit sechzehn bricht sie die Schule ab, weil sie unbedingt ans Theater will – wie ihr Vater und ihre beiden älteren Brüder. Nur wenige wissen, dass Miriam Maertens vor jedem Auftritt und in den Pausen inhaliert, um auf der Bühne nicht atemlos zu sein. Mit Anfang Dreißig wird sie gegen den Rat der Ärzte schwanger. Erst als sie kaum noch Luft bekommt, ist sie bereit, sich auf die Liste für ein Spenderorgan setzen zu lassen. Es erfordert viel Kraft und noch mehr Mut, den eigenen Weg so unbeirrt zu gehen – aber das Leben ist es allemal wert.
    (QUELLE: AMAZON)

    Meine Meinung:
    Ein Gänsehaut-Buch! Ohne Tränendrüsendruck und ohne falsches Pathos,erzählt Miriam Maertens von ihren ersten Lebensjahrzehnten, nachdem bei ihr schon als kleines Mädchen die Lungenkrankheit Mukoviszidose diagnostiziert und von ärztlicher Seite keine hohe Lebenserwartung prophezeit worden waren.
    Soweit irgend möglich versuchte sie, ihr Leiden zu ignorieren und vor allem vor Außenstehenden geheim zu halten.
    Auch in den allerschlimmsten Phasen ließ sie sich nicht unterkriegen. Eine geradezu beispielhafte Unterstützung erhielt sie von ihren Eltern und den beiden älteren Brüdern.
    Da die Familie beruflich stark im Theater-, Film- und TV-Geschehen vertreten ist, erfährt der Leser ganz nebenbei auch zu diesem Themenkreis eine Menge. Viele interessante Fotos ergänzen den Text.

  4. #154

    lächeln Gut: Eschenbach VI.

    Titel:Lenz/Kriminalroman/GebundenesBuch/26.Oktober2018/Der6.Fall v.KommissarEschenbach
    Autor: Michael Theurillat

    Produktinformation
    Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    Verlag: Ullstein Hardcover;
    Auflage: 1. (26. Oktober 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3550081987
    ISBN-13: 978-3550081989
    Größe und/oder Gewicht: 13,8 x 3,5 x 22 cm

    Über den Autor:
    Michael Theurillat, geboren 1961 in Basel, studierte Wirtschaftswissenschaften, Kunstgeschichte und Geschichte und arbeitete jahrelang erfolgreich im Bankgeschäft. Die Romane mit Kommissar Eschenbach sind eine der beliebtesten Krimiserien der Schweiz. 2012 wurde Rütlischwur mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Michael Theurillat lebt mit seiner Familie in der Nähe von Zürich.

    Inhaltsangabe:
    "Michael Theurillat beherrscht die hohe Kunst des Kriminalromans wie kaum ein Zweiter."
    (Berner Zeitung)
    Lenz ist ein großartiger universeller Kriminalroman über das drängendste Thema unserer Zeit: den Terrorismus. Kommissar Eschenbach gerät zwischen die Fronten und kämpft für die Wahrheit in einer Welt aus dubiosen Hintermännern, falschen Fährten und hochgefährlichen Verdächtigungen.
    Als Kommissar Eschenbach aus seiner Auszeit zurückkehrt, ist die Welt eine andere. Tochter Kathrin ist bei ihm ausgezogen, seine Vertretung - die kühle, distanzierte Ivy Köhler - bleibt im Dezernat und sagt ihm den Kampf an. Der größte Schock ist jedoch, dass sein alter Freund und Kollege Ewald Lenz verschwunden ist - und unter Terrorverdacht steht. Lenz soll mit seinem enormen Insiderwissen und seinen technischen Fähigkeiten die Seiten gewechselt haben. Ivy Köhler hat ihn geradezu zum Abschuss freigegeben. Da wird ein Toter in Zürich gefunden, Walter Habicht, 62, soll aus Einsamkeit Selbstmord begangen haben. Doch der Kommissar glaubt nicht daran und beginnt sich mit dem Toten fast obsessiv zu beschäftigen, ist er doch im selben Alter wie er. Als Eschenbach ein rares Goldstück aus der Wohnung des Toten ihn Ivy Köhlers Schreibtisch findet, stellt er sich gegen das Dezernat und ermittelt auf eigene Faust.
    (QUELLE: AMAZON)

    Meine Meinung:
    Mit dem Kriminalroman "Lenz" legt Michael Theurillat bereits den sechsten Band seiner Reihe um den in Zürich ermittelnden Schweizer Kommissar Eschenbach vor. Eine Kenntnis der vorausgegangenen Bücher ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, denn "Lenz" ist in sich abgeschlossen und allein verständlich. Der Buchtitel leitet sich von Ewald Lenz her, dem alten Freund des sympathischen Protagonisten Eschenbach, ab. Der spielt in diesem spannenden Roman eine große Rolle, denn er geriet in den Verdacht, der Terrorszene anzugehören. Und das, wo der arme Kommissar, gerade von seiner mehrmonatigen Auszeit zurückgekehrt, doch ohnehin schon genug private und berufliche Probleme am Hals hat. Auch das Coverbild passt mit den Farben der Schweiz zum hier erzählten Geschehen.
    Die Lektüre hat mich gut unterhalten, denn der anliegende Fall streifte bis zu seiner von mir als nachvollziehbar empfundenen Lösung verschiedene interessante Themenkreise, seien es brandaktuelle wie der andauernde Syrienkonflikt oder seien es erstaunliche wie der authentische Verkauf einer Nobelpreismedaille.
    In einem bemerkenswerten Nachwort nimmt der Autor u. a. zu seiner gelungenen Mischung von Fiktion und Realität Stellung.

  5. #155

    überrascht Guter Roman mit schlimmem Hintergrund: Stern des Nordens

    Titel: Stern des Nordens (Gebundenes Buch – 25. September 2018)
    Autor: D.B. John

    Produktinformation:
    Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    Verlag: Wunderlich;
    Auflage: 1. (25. September 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3805203322
    ISBN-13: 978-3805203326
    Originaltitel: Star of the North
    Übersetzerinnen: Karen Witthuhn und Sabine Längsfeld
    Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4,2 x 20,9 cm

    Über den Autor:
    D.B. John wurde in Wales geboren, hat lange in Süd-Korea gelebt und als einer der wenigen Touristen aus dem Westen Nord-Korea bereist. Gemeinsam mit Hyeonseo Lee veröffentlichte er den New-York-Times-Bestseller "Schwarze Magnolie: Wie ich aus Nordkorea entkam". D.B. John lebt in London.

    Inhaltsangabe:
    Undercover im Land der Lügen. Eine tödliche Mission in Nordkorea, eine junge CIA-Agentin auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester.
    Diese hochwertig ausgestattete Hard Cover Ausgabe mit transparentem Schutzumschlag enthält einen umfangreichen Anhang mit exklusivem Bonusmaterial zu den Themen des Buchs inklusive vierfarbiger Abbildungen.
    Washington DC, 2010: Zwölf Jahre ist es her, dass Jenna Williams' Zwillingsschwester an einem Strand in Südkorea spurlos verschwand. Als die CIA die frischgebackene Agentin auf eine geheime Mission nach Nordkorea schickt, ist sie fest entschlossen, die Wahrheit über ihre Schwester herauszufinden.
    Ein Dorf in der nordkoreanischen Provinz: Bäuerin Moon kämpft ums Überleben. Als sie ein Hilfs-Paket mit Lebensmitteln aus dem Ausland findet, macht sie den Inhalt auf dem Markt zu Geld. Für ihre Furchtlosigkeit wird sie von den anderen Frauen bewundert, von der Polizei argwöhnisch beobachtet. Als eine der Marktfrauen verhaftet wird, entwickelt sich Moon zur Stimme des Widerstands.
    Pjöngjang: Anlässlich einer Beförderung wird die Familiengeschichte des Parteifunktionärs Cho durchleuchtet. Denn Karriere machen darf nur, wer über drei Generationen einen tadellosen Hintergrund nachweisen kann. Was dabei ans Licht kommt, lässt den linientreuen Anhänger Kim Jong-Ils alles in Frage stellen, woran er jemals geglaubt hat. Als Cho die Amerikanerin Jenna Williams kennenlernt, ahnt er nicht, dass sie undercover für die CIA in Einsatz ist. Und welche Ereignisse ihre Begegnung in Gang setzen wird...
    (QUELLE: AMAZON)

    Meine Meinung:
    Die Lektüre von D.B. Johns Thriller "Stern des Nordens" gestaltete sich interessant, unterhaltsam und spannend, und war doch nahezu ständig von einem unguten Gefühl begleitet. Einmal, weil es in manchen Szenen doch sehr brutal zugeht und dies relativ detailliert geschildert wird, außerdem stellte sich fast unablässig im Hinterkopf die Frage, wie dicht das hier erzählte Geschehen wohl an der Realität ist. Liest man die Vita des Autors - wohl ziemlich dicht!
    Erzählt wird in drei - durch Kapitelüberschriften leicht auseinander zu haltenden und jeweils einem der 3 Protagonisten Cho, Jenna und Moon zugeordneten - Handlungssträngen. Mit Jenna konnte ich nicht so recht warm werden, denn sie wirkte auf mich oft wie eine kalte Superfrau.
    Der Buchtitel und das Coverbild passten, vermisst habe ich jedoch leider eine den Weg der Protagonisten veranschaulichende Kartenskizze. Ein Glossar und vor allem das Nachwort verdienen aber eine lobende Erwähnung.

  6. #156

    Cool Gelungenes Prager Krimidebüt: Mann am Grund

    Autorin: Iva Procházková
    Titel: Der Mann am Grund

    Produktinformation:
    Taschenbuch: 260 Seiten
    Verlag: Braumüller Verlag (1. Oktober 2018)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3992002225
    ISBN-13: 978-3992002221
    Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 4 x 20,7 cm

    Über die Autorin:
    Iva Procházková, Jahrgang 1953, vor allem als Kinderbuchautorin bekannt, wurde mit etlichen Literaturpreisen bedacht: u.a. mit dem Österreichischen Jugendbuchpreis, dem Deutschen Kinderliteraturpreis, dem Evangelischen Buchpreis, Luchs des Jahres, dem renommierten tschechischen Magnesia Litera-Preis oder Dem goldenen Band für Jugendliteratur. Ihre Bücher sind bisher in 15 Sprachen erschienen.

    Inhaltsangabe:
    Ein Leichenfund nahe Prag sorgt für Wirbel: Ein für seine sehr speziellen Methoden bekannter Polizist wird, tot in seinem Auto sitzend, auf dem Grund eines Baggersees entdeckt. Die Spuren führen den Prager Hauptkommissar Marián Holina und seinen jungen Kollegen Divi Mrtík unter anderem zu einem Marihuana-Züchterpärchen, einem renommierten Architekten und der Inhaberin einer Sprachschule. Der Kreis der Verdächtigen wird immer größer, das Zweierteam braucht Verstärkung. Die wird ihm nicht nur in Gestalt der für den eher bedächtigen Holina übereifrigen Kommissarin Lída otolová zugeteilt, sondern auch Holinas Geliebte Sabina, pikanterweise die Ehefrau eines seiner Kollegen, wird als Astrologin zu Rate gezogen und erstellt Horoskope. Als im Laufe der Ermittlungen auch noch mehrere Zeugen, die etwas Licht in den Fall hätten bringen können, auf teils spektakuläre Weise ums Leben kommen, wird klar, dass der Mord mit einer Vergangenheit zusammenhängt, in der gleich mehrere der Verdächtigen etwas zu vertuschen haben.

    (QUELLE: AMAZON)

    Meine Meinung:
    Bei der Lektüre des Kriminalromans "Der Mann am Grund - Der erste Fall von Kommissar Holina" merkt man deutlich, dass die tschechisch-deutsche Schriftstellerin Iva Procházková bereits viel Erfahrung in ihrem Metier besitzt, wenn sie auch bisher überwiegend in anderen Genres "unterwegs war". Gleich der Prolog konfrontiert den Leser mit dem schrecklichen Tod eines kleinen Kindes. Jahre später wird die Leiche eines Polizisten in einem Auto am Grund eines Badesees gefunden. (Damit ist der Buchtitel schon einmal erklärt, auch das Coverbild passt, denn im Zuge der Ermittlungen wird mehrmals auf eine Gedankenstütze in Form einer mit Zetteln versehenen Fläche Bezug genommen.) Verschiedene Spuren führen den sympathischen Protagonisten, den Prager Ermittler Marián Holina und seinen jungen Kollegen Diviš Mrštík zu einer Vielzahl von Personen, die alle ausreichend Gründe gehabt hätten, den Mann am Grund zur Hölle zu wünschen. Hier setzt einer meiner wenigen und sachten Kritikpunkte ein: Kommissar Holina, über dessen Privatleben in gut dosiertem Umfang wir auch etwas erfahren, gerät mir einen Ticken zu sehr auf die astrologische Schiene. Die Auflösung des Falles ist plausibel, die Geschichte in sich abgeschlossen, obwohl sie den Auftakt einer Serie darstellt. Etwas mehr tschechisches Flair hätte sein dürfen, aber auch so fand ich es interessant, beispielsweise einige Andeutungen über die Beziehungen zwischen Tschechen, Slowaken, Österreichern und Ungarn zu lesen.

  7. #157

    Nachricht Teilweise spannend und trotzdem enttäuschend: Über den Olof Palme-Mord

    Autor: Jan Stocklassa
    Titel: Stieg Larssons Erbe

    Inhaltsangabe:
    Am 28. Februar 1986 wird der schwedische Premierminister Olof Palme in Stockholm auf offener Straße erschossen. Der künftige Autor der Millennium-Trilogie, Stieg Larsson, zu diesem Zeitpunkt noch Illustrator bei der antifaschistischen Zeitung Expo, beginnt intensive Recherchen zu dem Attentat aufzunehmen, das bis heute unaufgeklärt ist. Seine Ermittlungen setzt er über Jahre hinweg fort – bis zu seinem frühen Tod im Jahr 2004. Erst 2014 stößt der Journalist und Dokumentarfilmer Jan Stocklassa auf das persönliche Archiv von Larsson. Er erhält Zugang zu dem Nachlass und entdeckt in zwanzig Pappkartons die privaten Ermittlungen Larssons zum Mordfall Olof Palme. In seinem Buch erzählt Stocklassa die bislang unbekannten Recherchen des Bestsellerautors als eine faszinierende True Crime-Story.- Akribisch setzt Jan Stocklassa die Puzzleteile aus Larssons Archiv zusammen, folgt dessen Spuren zu möglichen Tätern und lässt die Leser an den oft lebensgefährlichen Ermittlungen Larssons teilhaben. Dabei enthüllt Stocklassa nicht nur unbekannte Fakten und liefert neue Verdächtige im Mordfall Palme, sondern taucht auch tief ein in die Welt Stieg Larssons, dessen Recherchen im wahren Leben frappierende Ähnlichkeiten mit seinen berühmten Millennium-Romanen aufweisen: Stieg Larsson selbst war Mikael Blomkvist, der Held seiner Romane, und der ungeklärte Mordfall Palme seine große Mission. In dieser packenden True-Crime-Story heißt der Detektiv Stieg Larsson.

    Über den Autor:
    Jan Stocklassa ist ein renommierter, schwedischer Journalist und Autor. Er arbeitet als Dokumentarfilmer und war als Herausgeber des Magazins Metro in der Tschechischen Republik tätig. Gemeinsam mit den Journalisten von SVT enthüllte er unter anderem die kontroverse Geschichte hinter Schwedens Verkauf von Kampfflugzeugen in den Mittleren Osten: eine preisgekrönte Reportage.

    Details:
    Verlag: Europa Verlag
    Genre: Thriller
    Erscheinungstermin: 15.11.18
    Seitenanzahl: 480
    ISBN 978-3-95890-225-1
    Preis 25,00 €
    (Quelle: vorablesen)


    Meine Meinung:
    Auf den als "Thriller" ausgelobten Roman von Jan Stocklassa, "Stieg Larssons Erbe", über den am 28. Februar 1986 verübten und bis heute ungeklärten Mord auf offener Straße in Stockholm an dem schwedischen Premierminister Olof Palme hatte ich mich einerseits mit gespannten Erwartungen und zugleich mit leichten "Trittbrettfahrerei"-Befürchtungen gefreut.
    Ganz sind meine erwähnten Befürchtungen, Stocklassa wolle sich im Erfolg und Mythos des leider viel zu früh verstorbenen Autors der "Millenium-Trilogie", Stieg Larsson, leichte Passage verschaffen, nicht zerstreut worden, obwohl ihm ein großes Engagement bei seinen Recherchen in Sachen Palme-Mord nicht abzusprechen ist.
    Hinzu kommt, dass es sich hier trotz einiger unbestritten spannender Passagen meiner Auffassung nach eher um ein Sachbuch handelt.
    Einiges war nicht uninteressant, manches eine für Normalsterbliche nur bedingt unterhaltsame Auflistung von Namen und Daten, vieles wiederholte sich immer wieder wie beispielsweise die Datenangabe plus die Rechnung, wie viele Tage es noch bis zum Mord waren, immer häufiger wurde ich zum Überfliegen verführt.
    Große Enttäuschung am Ende: Ausgerechnet während eines klassischen Konzertes hat Stocklassa eine Erleuchtung, die alle Puzzleteilchen an die rechte Stelle fallen - den Mordfall aber weiterhin ungeklärt bleiben lässt.

  8. #158

    Alles, was ich....

    Autorin: Dolores Redondo
    Buchtitel: Alles, was ich dir geben will

    Detais zum Buch bei AMAZON: http://www.amazon.de/ALLES-WAS-ICH-G...=UTF8&qid=&sr=

    Meine Meinung:
    Hier handelt es sich um eine gleich mehrere Genres abdeckende sehr gute Geschichte über zwei miteinander verheiratete Männer, von denen der eine ganz überraschend verstirbt und den anderen mit dem Verdacht, "dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war", zurück lassen muss.
    Sehr langsam und zugleich sehr spannend wird der Leserschaft Puzzlestückchen für Puzzlestückchen enthüllt, was zu einem ebenso traurigen und doch schönen und vor allem nachvollziehbaren Ende führt.
    Sowohl der Buchtitel als auch das Coverbild passen meiner Auffassung nach ausgezeichnet zur erzählten Geschichte.
    Lokalkolorit und höchst interessante Einblicke in das Thema "Weinbau" verdienen ebenfalls eine lobende Erwähnung.
    Ein empfehlenswertes und emotional höchst bewegendes, aber niemals kitschiges Leseerlebnis.
    Einziger Störfaktor: Das im Buchtitel fehlende Komma zwischen "Alles" und "was"

  9. #159

    Daumen hoch Klasse: Kaiserwalzer

    Autorin: Vea Kaiser
    Buchtitel: Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger

    Details zum Buch bei Amazon:
    https://www.amazon.de/Rückwärtswalze...ückwärtswalzer

    Meine Meinung:
    Wien in der Gegenwart:
    Der überraschend verblichene Onkel Willi hatte für den Fall der Fälle stets den Wunsch geäußert, in seiner Heimat Montenegro beigesetzt zu werden. Leider erweist sich die Erfüllung dieses Wunsches auf legale Weise als überaus teuer.
    Also muss ein Plan B her:
    Nach einigen Tagen in der Kühlung einer befreundeten Metzgerei reisen die tiefgefrorene Leiche nebst Gattin und zwei Schwägerinnen chauffiert von Neffe Lorenz (die lebendigen Passagiere dick in wärmende Kleidungsstücke gehüllt) im auf die tiefstmögliche Temperatur eingestellten Panda 1029 km gen Süden. In Rückblenden erfahren wir Leser wesentliche Ereignisse aus der Vergangenheit aller beteiligten Personen.
    Skurril, berührend, unterhaltsam - lesenswert!

  10. #160

    Cool Damals in Paris

    Autorin: Agnès Poirier
    Buchtitel: An den Ufern der Seine - Die magischen Jahre von Paris 1940 - 1950

    Details zum Buch bei Amazon:
    https://www.amazon.de/den-Ufern-Sein...fern+der+Seine

    Meine Meinung:
    Kriegs- und kriegsfolgenbedingte Einschränkungen, der Glanz großer Namen wie beispielsweise Ernest Hemingway, Pablo Picasso, Jean Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Juliette Gréco, Jean Marais, Jean Cocteau, Roger Vadim und Brigitte Bardot, Charakterstudien, Geschichtsnachhilfeunterricht, ein umfangreicher Anhang, etliche Fotografien und ein in den Farben der französischen Tricolore gehaltenes Lesebändchen - und das Ganze so spannend erzählt, dass man meinen könnte, statt eines Sachbuches einen Roman in seinen Händen gehalten zu haben.
    Die Lektüre dieses Buches weckte in mir den Wunsch, mein Köfferchen zu packen, nach Paris zu fliegen und zu versuchen, einen Hauch des vergangenen Zaubers aufzuspüren...

  11. #161

    Daumen runter Mäßige Masse

    Buchtitel: Niemals ohne sie
    Autorin: Jocelyne Saucier

    Details zum Buch bei Amazon:
    https://www.amazon.de/Niemals-ohne-s...celyne+Saucier

    Meine Meinung:
    Ich hatte aufgrund der mich ansprechenden Beschreibung definitiv anderes, genauer gesagt: mehr erwartet. Nein, nicht mehr Kinder, denn davon gibt es bereits EINUNDZWANZIG! Und diese tragen neben ihren Klarnamen alle die sonderbarsten Spitznamen, was es mir sehr erschwerte, sie auseinander zu halten. Nein, ich hatte mich auf spannendere, vielleicht auch pfiffigere Handlungen gefreut, wurde doch in besagter Beschreibung erwähnt, dass man sich mit einer betrügerischen Minengesellschaft anlegt. Da bietet sich doch eine Art "Hase und Igel" bzw. David und Goliath-Geschichte geradezu an. Natürlich will ich der Autorin nicht anlasten, dass ich andere Erwartungen hatte, aber ich laste ihr an, dass ich durch das Personengewusel bei ständigen Perspektivwechseln nicht genug Interesse an den Figuren entwickeln konnte, um mich ausreichend unterhalten zu fühlen.
    Sehr schade!

  12. #162

    Daumen hoch Beeindruckender Ernährungsratgeber

    Autorin: Dr. Anne Fleck
    Titel: Ran an das Fett: Heilen mit dem Gesundmacher Fett

    Details: https://www.amazon.de/Ran-das-Fett-H...nne+fleck+fett

    Das Buch "Ran an das Fett" von Frau Doktor Anne Fleck lässt mich beeindruckt, überrascht, wütend und zugleich ein wenig zweifelnd zurück! Von dieser Autorin hatte ich zuvor noch nie etwas gehört geschweige denn ein Buch von ihr gelesen. Die Art der Darbietung gefällt mir gut: in einem leichten Plauderton bringt sie der Leserschaft auch trockene medizinische Fakten nahe und lockert den Text durch eigene kleine erklärende Skizzen auf. Kaum vorstellbar, wie damals die Verteufelung von fetthaltigen Lebensmitteln auf der Grundlage unzureichender und dann auch noch fehlinterpretierter Studien weltweit eine jahrzehntelange Fehlernährung in die Wege geleitet haben soll. Unfassbar auch, wie die Käufer mit lediglich scheinbar hochwertigen und teilweise unverschämt teuren Ölprodukten zu täuschen versucht werden. Dass die Fehlernährung zu Aggressionen führen soll, wirft ein ganz neues Licht auf Amokläufer, Pegida & Co.
    Das Buch verfügt über ein Glossar, Literaturhinweise und ein Lesebändchen und hat mich nachhaltig beeindruckt!

  13. #163

    Nachricht Lesenswert: Zukunft - Eine Biografie

    Titel: Zukunft - Eine Biografie: Vom antiken Orakel bis zur künstlichen Intelligenz
    Autor: Jan Martin Ogiermann

    Buchdetails unter: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_no...ermann+zukunft

    Meine Meinung:
    Jan Martin Ogiermanns Sachbuch "Zukunft - Eine Biografie / Vom antiken Orakel zur künstlichen Intelligenz" beschäftigt sich in erster Linie mit der Frage, welche Zukunftsfantasien unsere Welt auf welche Weise beeinflusst haben könnten. Aufgelockert wird der anspruchsvolle Text durch gelungene Skizzen, gestört seine Lektüre aber bedauerlicherweise wieder einmal durch etliche und vor allem bei ein wenig mehr Sorgfalt wirklich leicht vermeidbare Fehler. Das Coverbild und der Buchtitel passen zum Inhalt.
    Dieser war nicht immer einfach zu lesen, gefiel mir jedoch zunehmend besser - dies gilt vor allem ab der Neuzeit -, ließ mich aber oft mit einem leicht mulmigen Gefühl zurück, wenn z. B. deutlich wurde, was wir uns und unserem Planeten bereits alles angetan haben und wie wenig wir daraus zu lernen scheinen.
    Ich habe für die Lektüre dieses Buches ungewöhnlich lange Lesezeit benötigt, möchte sie jedoch durchaus weiterempfehlen.

  14. #164

    überrascht Der Welt nicht mehr verbunden

    Titel: Der Welt nicht mehr verbunden: Die wahren Ursachen von Depressionen - und unerwartete Lösungen
    Autor: Johann Hari

    Details zum Buch: https://www.amazon.de/Welt-nicht-meh...hrd_title_0?_e

    Ein interessantes Buch, das mich nachdenklich zurücklässt. Manchmal hatte ich das Gefühl, einen Roman über Verschwörungstheorien zu lesen. Andererseits wirkten viele Argumente wirklich überzeugend. Umfangreiches Material über weiterführende Literatur, Quellen etc. finden sich am Buchende.
    Kurz zusammen gefasst: Die Pharma-Industrie verschaukelt uns, die Sache mit dem Serotoninmangel, der als Ursache für Depressionen angegeben wird, basiert auf falschen Studien, vor der Zulassung eines Medikamentes erforderliche Gutachten werden von der Pharma-Industrie finanziert und dadurch natürlich entsprechend gesteuert - und Depressionen sind vielmehr Folgen unserer Lebensumstände.

  15. #165

    Daumen hoch Ein ganz besonderer Postbote

    Titel: Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall
    Autor: Domenico Dara

    Buchdetails bei AMAZON:
    https://www.amazon.de/Postbote-Girif...gateway&sr=8-1

    Meine Meinung:
    Die Lektüre dieses Romans nötigte mir etliche Geduld ab, da es hier sehr viele angesichts des Handlungsortes (Süditalien im Jahr 1969) natürlich italienische Namen tragende Personen gibt, und selbige sich vielfach ähnelten oder sogar identisch waren. Dankbar über sein Vorhandensein zog ich deshalb relativ häufig das hinten im Buch abgedruckte Personenregister zu Rate, was ich als hilfreich, aber als Schnellleserin zugleich als hinderlich empfunden habe. Das Durchhalten zahlte sich jedoch aus, denn die Geschichte des scheinbar unscheinbaren Postboten, der sein Schriftnachahmungstalent nutzt, um Teile der ihm anvertrauten Post aufzupeppen, abzumildern oder gar ganz eigene von ihm in fremder Handschrift zu verfassen, bezauberte mich. Er tat dies übrigens keinesfalls aus Eigennutz, sondern um politisches Unrecht zu verhindern, eine Mutter zu trösten oder einem verhinderten Liebespaar Hilfestellung zu geben.
    Leseempfehlung!


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