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  1. #1

    Abschaffung der zwingenden lebenslangen Haft für Mord?

    Mörder sollen in Deutschland nicht mehr zwingend mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe bestraft werden. Bundesjustizminister Maas will nach SPIEGEL-Informationen einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. [...]

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...a-1084124.html
    Will Heiko Maas die Gefängnisse entlasten?

    Mal abgesehen davon, dass "lebenslang" sowieso nicht lebenslang bedeutet ... ich halte den angesprochenen Entwurf für eine weitere Verhöhnung der Opfer.
    Kapitalverbrechen werden in Deutschland schon heute deutlich zu mild bestraft!
    We're too young until we're too old - We're all lost on the yellow brick road - We climb the ladder but the ladder just grows - We're born, we work, we die, it's spiritual
    (Kenny Chesney - "Rich And Miserable")

  2. #2
    "Hate-Crimes" besonders hart zu bestrafen finde ich schon richtig, auch die Beweggründe genauer zu erfroschen (andersrum wird dann jeder Mörder irgenwelche Entschuldigungen finden).

  3. #3
    Lazarus
    unregistriert
    Sorry, aber dafür null Verständnis. Im Gegenteil, die Strafe gehört deutlich erhöht.

  4. #4
    Eine Reform des Mordparagraphen halte ich für notwendig, allein die zukünftige Formulierung macht mir erstmal Sorgen. Aber es musste was passieren, also warum nicht.

  5. #5
    Lazarus
    unregistriert
    Zitat Zitat von foka Beitrag anzeigen
    Eine Reform des Mordparagraphen halte ich für notwendig, allein die zukünftige Formulierung macht mir erstmal Sorgen. Aber es musste was passieren, also warum nicht.
    Sorry, aber ich halte das deutsche lebenslang schon für einen Witz. Wenn man jetzt daraus Bewährungsstrafen macht, ist ein Menschenleben in diesem Land bald nichts mehr wert.

  6. #6
    Zitat Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
    Sorry, aber ich halte das deutsche lebenslang schon für einen Witz. Wenn man jetzt daraus Bewährungsstrafen macht, ist ein Menschenleben in diesem Land bald nichts mehr wert.
    Das deutsche Strafrecht hat sich seit Jahrzehnten bewährt und viele neue EU-Mitgliedstaaten haben sich bei der Verabschiedung ihrer Strafgesetzbücher auf das vergleichsweise uralte, deutsche berufen. Ein Menschenleben ist in unserem System eben gerade ganz besonders viel wert, ebenso die körperliche Unversehrtheit. Das zeichnet unser Strafrecht unter anderem aus.

    Es als "Witz" zu bezeichnen, bedeutet eigentlich eine sofortige Disqualifikation (ich meine hiermit natürlich keine Sperre o.ä.)

  7. #7
    Lazarus
    unregistriert
    Schon mal darüber nachgedacht, was solche milden Urteile mit den Hinterbliebenen der Opfer machen? Die haben nämlich wirklich lebenslang. Weil deren Leben wird nie wieder dasselbe sein wie vorher.

  8. #8
    Und, lieber Lazarus, "Strafe erhöhen" ist halt auch so eine Standard-Lösung, die man kaum ernst nehmen kann, wenn man sich denn mit der Materie beschäftigt. Es hilft wenig, Strafandrohungen zu verschärfen, wenn man mehr Kriminalität verhindern will. Das ist in der Rechtswissenschaft inzwischen schon zum Allgemeinplatz geworden, würde ich behaupten. Härtere Strafen bringen nichts, absolut gar nichts. Und es geht mir um den Schutz der Bevölkerung, will ich betonen.

  9. #9
    Lazarus
    unregistriert
    Achso und deshalb lässt man Mörder am Besten noch früher wieder raus, damit die sich noch schneller das nächste Opfer greifen können? Toller Schutz der Bevölkerung wirklich.....

  10. #10
    Zitat Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
    Achso und deshalb lässt man Mörder am Besten noch früher wieder raus, damit die sich noch schneller das nächste Opfer greifen können? Toller Schutz der Bevölkerung wirklich.....
    Also, wenn Du kriminologisch fest davon ausgehen könntest, dass geringere Strafen die Mordrate verringern würden, fändest Du es okay? Ich meine doch nur, dass scheinbar naheliegende Lösungen oftmals nicht die besten sind. So wie höhere Strafen beispielsweise.

  11. #11
    be.creative
    unregistriert
    Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger gehören für mich auf eine einsame Insel ausgesetzt und sich selbst überlassen. Die Kosten, die man für ihre Unterbringung und Versorgung spart, sollen den Opfern und Hinterbliebenen ausgezahlt werden.

    Für mich haben diese Subjekte jegliches Recht, in der "normalen" Bevölkerung leben zu dürfen, verwirkt. Deshalb auch die einsame Insel, damit sie keine Chance mehr haben, unschuldigen Menschen zu schaden.
    Geändert von be.creative (26-03-2016 um 02:17 Uhr)

  12. #12
    gesperrt
    Ort: Oriental Saloon
    Zitat Zitat von be.creative Beitrag anzeigen
    Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger gehören für mich auf eine einsame Insel ausgesetzt und sich selbst überlassen. Die Kosten, die man für ihre Unterbringung und Versorgung spart. sollen den Opfern und Hinterbliebenen ausgezahlt werden.

    Für mich haben diese Subjekte jegliches Recht, in der "normalen" Bevölkerung leben zu dürfen, verwirkt. Deshalb auch die einsame Insel, damit sie keine Chance mehr haben, unschuldigen Menschen zu schaden.
    immerhin - so ist Australien entstanden

  13. #13
    Lazarus
    unregistriert
    Zitat Zitat von foka Beitrag anzeigen
    Also, wenn Du kriminologisch fest davon ausgehen könntest, dass geringere Strafen die Mordrate verringern würden, fändest Du es okay? Ich meine doch nur, dass scheinbar naheliegende Lösungen oftmals nicht die besten sind. So wie höhere Strafen beispielsweise.
    Ganz klare Antwort NEIN. Bei Mord kann es nur eine Antwort des Staates geben und die heisst Lebenslange Freiheitsstrafe und zwar nicht nur 10 Jahre, wie heute in Deutschland üblich.

  14. #14
    Zitat Zitat von be.creative Beitrag anzeigen
    Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger gehören für mich auf eine einsame Insel ausgesetzt[...]
    Durchaus ein bedenkenswerter Ansatz, den ich leider derzeit für verfassungsrechtlich nicht anwendbar halte. Aber durchaus eine "Lastlastlast"-Lösung, die ich angesichts der täglich nachfolgenden, rechtsstaatfeindlichen Ansätze noch als eine vergleichsweise humane Idee betrachte. Ganz im Ernst.

  15. #15
    gesperrt
    Ort: Oriental Saloon
    Zitat Zitat von foka Beitrag anzeigen
    Durchaus ein bedenkenswerter Ansatz, den ich leider derzeit für verfassungsrechtlich nicht anwendbar halte. Aber durchaus eine "Lastlastlast"-Lösung, die ich angesichts der täglich nachfolgenden, rechtsstaatfeindlichen Ansätze noch als eine vergleichsweise humane Idee betrachte. Ganz im Ernst.
    wer den Rechtsstaat angreift, darf ihn nicht anschließend für sich reklamieren - ich finde Lazarus da vielleicht sogar noch ein Ideechen zu weich...


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