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  1. #4726
    Crumb Begging Baghead Avatar von Shambles
    Ort: Albionarks/Arcadia
    Das Lehrerinnenzölibat stellte Frauen im Staatsdienst vor die Wahl: Beruf oder Ehe. Vor 100 Jahren wurde das Gesetz abgeschafft. Die Diskriminierung hielt jedoch an, erläutert die Historikerin Sabine Liebig.
    https://www.sueddeutsche.de/politik/...gung-1.4557432
    Why should I wait until tomorrow/It's already been, I've already seen all the sorrow that's in store
    I will beg or steal or borrow/Hold on tighter to all that sorrow tries to choir

  2. #4727
    leben und leben lassen Avatar von Jannick
    Ort: Monachia
    Das passt in diesen Thread, finde ich:

    Gewalt gegen Frauen in der Türkei

    Ein Mordfall setzt Erdogan unter Druck

    Ein Mann bringt seine Ex-Frau um, die Tat wird gefilmt: Der Fall hat in der Türkei eine Debatte über Gewalt gegen Frauen ausgelöst. Auch Präsident Erdogan muss sich Vorwürfe gefallen lassen.
    https://www.spiegel.de/politik/ausla...a-1283887.html

  3. #4728
    ein Beispiel von struktureller Gewalt gegen Frauen, das in diesem Fall ein besonders tragisches Ende gefunden hat: seit der Islamischen Revolution 1979 gibt es im Iran für Frauen unter den vielen anderen Auflagen, die darauf zielen, sie aus der Öffentlichkeit ausschließen, auch ein Verbot, an Sportveranstaltungen in Stadien teilzunehmen.
    Für Maryam Shojaei gibt es keinen Zweifel. „Fifa ist schuld“, sagt die Aktivistin, die seit mehr als zehn Jahren dafür kämpft, dass endlich auch Frauen in der Islamischen Republik Iran Fußballspiele von Männern im Stadion anschauen dürfen. Wenn der Internationale Fußballverband seine eigenen Antidiskriminierungsregeln durchsetzen würde, wäre Sahar Khodayari noch am Leben, da ist sie sich sicher. Das Schicksal der Frau hat in dieser Woche die Welt bewegt.
    Im März wollte sie sich als Mann verkleidet ein Spiel ihres Herzensvereins Esteghlal Teheran anschauen. Sie wurde verhaftet. Anfang September begann der Prozess gegen sie. Als sie erfuhr, dass man sie für ein halbes Jahr einsperren wollte, übergoss sie sich mit einer brennbaren Flüssigkeit. Eine Woche später erlag sie ihren Brandverletzungen. Seitdem spricht die Sportwelt über das traurige Ende ihres Lebens. Als „Blue Girl“ ist sie zu einer tragischen Berühmtheit geworden. Blau sind die Farben von Este­ghlal Teheran.
    https://taz.de/Stadionbann-fuer-Frau...Iran/!5623448/

  4. #4729
    Crumb Begging Baghead Avatar von Shambles
    Ort: Albionarks/Arcadia
    Frank Naaß hat auf offener Straße eine Frau getötet – davon sind die Ermittler der Mordkommission "Zollstock" überzeugt. Benannt hat sich die Einheit nach der Straße, in der der 52-Jährige auf eine 44-Jährige losgegangen sein soll. Bei dem Opfer soll es sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung um die frühere Lebensgefährtin des Verdächtigen handeln, der vor der kürzlich erfolgten Trennung schon wegen häuslicher Gewalt auffällig gewesen sei.

    Eine Polizeisprecherin erklärt dazu bisher nur: "Opfer und Täter waren miteinander bekannt." Das Verhältnis der beiden ist genauso wie das Motiv und der genaue Tatablauf Gegenstand der Ermittlungen. Was bisher in der Lokalpresse dazu geschrieben wird, lässt auf ein außerordentlich hohes Maß an Brutalität schließen, mit der Frank Naaß offenbar vorgegangen ist. 
    https://www.stern.de/panorama/stern-...r-8927792.html
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  5. #4730
    hautfarbenblind Avatar von ganzblau
    Ort: beim Drehen
    Ist ein Mann, der eine Frau ermordet (und, ja, eine andere schwer verletzt), ein Frauenmörder?

    Gut, dass der Täter gefasst ist und die Gegend um Hildesheim wieder aufatmen kann.

  6. #4731
    Zitat Zitat von ganzblau Beitrag anzeigen
    Ist ein Mann, der eine Frau ermordet (und, ja, eine andere schwer verletzt), ein Frauenmörder?
    Was meinst Du mit der Frage? (Die andere Frau ist übrigens auch gestorben.)

  7. #4732
    leben und leben lassen Avatar von Jannick
    Ort: Monachia
    Mutmaßlicher Frauenmörder in Göttingen gefasst
    https://www.stern.de/panorama/stern-...t-8929112.html

  8. #4733
    hautfarbenblind Avatar von ganzblau
    Ort: beim Drehen
    Erstens: Ich wusste nicht, dass das zweite Opfer ebenfalls gestorben ist. Das tut mir leid.

    Zweitens: Meine Frage bezog sich heute morgen auf das "Label". Es ist mir aufgefallen, weil ich das so noch nie gelesen habe. Intuitiv hätte ich mir unter einem "Frauenmörder" einen Serienmörder vorgestellt, der ein bestimmtes Opferprofil hat. Aber es kann gut sein, dass ich einfach zuviele Krimis gucke.

    Damit zu meiner Frage. Okay, wenn der Begriff "Frauenmörder" bewusst von der Presse verwendet wird, um den Fokus vom Täter weg auf die OPFER zu lenken, dann kann ich das nachvollziehen. Gerade, wenn es sich um ein sogenanntes "Beziehungsverbrechen" handelt. Bisher wird ja viel zu oft in der Eile ein "Beziehungsdrama" oder auch "Ehedrama" draus ... und damit wird weiblichen Opfern indirekt eine Mitschuld unterstellt, im Sinne einer Eskalation, für die es "zwei" braucht.

    Es hat bei mir ein paar Stunden gebraucht für diese Überlegungen. Meine Frage habe ich gestellt, weil mich stutzig gemacht hat, dass ein Einzelfall hier eingestellt wurde, während es doch sonst eher um strukturelle Muster von Gewalt geht. Wenn nun aber in Zukunft solche "Einzelfälle" über die Bezeichnung als "Frauenmord" zu einem Muster verbunden werden, in der Presse wie auch in der Öffentlichkeit, finde ich das gut

    Die Antwort ist unter diesen Umständen ein klares JA: Wenn ein Mann seine aktuelle oder Ex-Partnerin mit Gewalt bedroht und die Drohung wahrmacht und sie umbringt, dann ist dieser Mann ein Frauenmörder.
    Geändert von ganzblau (29-09-2019 um 09:40 Uhr)

  9. #4734
    Zitat Zitat von ganzblau Beitrag anzeigen
    Die Antwort ist unter diesen Umständen ein klares JA: Wenn ein Mann seine aktuelle oder Ex-Partnerin mit Gewalt bedroht und die Drohung wahrmacht und sie umbringt, dann ist dieser Mann ein Frauenmörder.
    Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass der Mann schon mehrfach wegen Vergewaltigung im Knast saß. Seine Opfer sind immer Frauen.

  10. #4735
    leben und leben lassen Avatar von Jannick
    Ort: Monachia
    Für mich ist ein Mann, der eine Frau umbringt, ein Frauenmörder. Ich finde, es kommt nicht auf die Anzahl getöteter Frauen an.

  11. #4736
    Zitat Zitat von Jannick Beitrag anzeigen
    Für mich ist ein Mann, der eine Frau umbringt, ein Frauenmörder. Ich finde, es kommt nicht auf die Anzahl getöteter Frauen an.
    Natürlich, das ist klar.

    Aber meist werden die Männer, die ihre Ehefrauen oder Partnerinnen umbringen, nicht "Frauenmörder", sondern einfach Mörder genannt.
    Ich habe nur überlegt, wie es speziell hier zu der anderen Titulierung gekommen sein könnte. Und da hat hat ganzblau schon Recht, dass es in der Regel Serienmörder sind, die so genannt werden. Und dass dieser Täter dann vielleicht aufgrund seiner anderen Vorstrafen, in denen nur Frauen die Opfer waren, auch zu dieser Bezeichnung gekommen ist.

  12. #4737
    leben und leben lassen Avatar von Jannick
    Ort: Monachia
    Zitat Zitat von Marmelada Beitrag anzeigen
    Natürlich, das ist klar.

    Aber meist werden die Männer, die ihre Ehefrauen oder Partnerinnen umbringen, nicht "Frauenmörder", sondern einfach Mörder genannt.
    Ich habe nur überlegt, wie es speziell hier zu der anderen Titulierung gekommen sein könnte. Und da hat hat ganzblau schon Recht, dass es in der Regel Serienmörder sind, die so genannt werden. Und dass dieser Täter dann vielleicht aufgrund seiner anderen Vorstrafen, in denen nur Frauen die Opfer waren, auch zu dieser Bezeichnung gekommen ist.
    Ich denke, so wirds sein. Wie ich gelesen habe, ist ja auch das zweite Opfer gestorben.

  13. #4738
    Das zweite Opfer ist allerdings nicht aufgrund seines Geschlechts getötet worden, sondern weil sie als Ersthelferin dem Opfer helfen wollte. Es gibt auch noch einen dritten - männlichen - Verletzten, der wohl auch helfen wollte, bzw. einfach im Weg stand.

    Das Verbrechen ist in meiner Nachbarschaft, ein paar Straßen weiter, verübt worden und hat uns alle hier etwas mitgenommen.


    Edit: Ich fand es übrigens erschreckend, dass bereits ganz kurz nach der Tat auf FB einem gewissen Klientel ganz klar war, zu welcher Gruppe der Täter gehören muss, nämlich zu den Asylbewerbern. Da wurde auch sehr offen kommuniziert, dass die Presse und die Polizei ganz sicher alles unter der Decke halten werden.
    Geändert von Berenike (29-09-2019 um 11:12 Uhr)

  14. #4739
    leben und leben lassen Avatar von Jannick
    Ort: Monachia
    In der Nachbarschaft ein solches Verbrechen mitzubekommen, stelle ich mir schrecklich vor

    Dass es Asylbewerbern angelastet wird, ist mir schon vor längerem aufgefallen. Das ist bei Facebook genauso. Wenn man sich die Accounts ansieht, ist diese Denke typisch, leider.

  15. #4740
    tougher than the rest Avatar von storch
    Ort: In der Regio...
    Mich hat neulich die Situation in Südafrika schwer erschüttert. Ich wusste zwar, dass es da insgesamt immer noch nicht rosig aussieht, aber, dass es so viel Gewalt gegen Frauen gibt, war mir nicht bewußt.

    "Der Aufschrei der Frauen"

    Janika Mallo (14), Sisanda Fani (30) und Verusha Padayachee (32): Drei weitere Namen von mehr als 20 Südafrikanerinnen, die am selben Wochenende getötet wurden – statistisch gesehen wird am Kap der Guten Hoffnung alle drei Stunden eine Frau umgebracht.

    "Heute ist schon wieder eine andere Frau dran", schreibt die Kolumnistin Boshomane Tsotetsi in der Sunday Times: "Und morgen eine weitere. Eines Tages werde womöglich ich an der Reihe sein. Und dann du."

    Der Massenmord hat bereits einen Namen erhalten: Man spricht vom Femizid, wie andernorts vom Genozid die Rede ist. Viele der Tötungsdelikte gehen mit sexueller Schändung einher: Südafrika hat auch eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt.

    Jährlich werden am Kap der Guten Hoffnung weit über 40 000 Vergewaltigungen angezeigt: Aber nur jede 20. misshandelte Frau geht zur Polizei, sagen Frauenrechtsorganisationen.

    Ein Erklärungsversuch:

    Südafrika sei auf einer "Kultur der Gewalt" gegründet, sagt Graeme Simpson, ehemaliger Direktor des Johannesburger "Studienzentrums für Gewalt und Versöhnung": Von ihr hat sich das Land noch immer nicht befreit.

    Nach dem politischen Neuanfang vor 25 Jahren bestand die Chance, ein neues Fundament zu schaffen. Südafrika erhielt eine Verfassung, die das Recht jedes Einzelnen über die Willkür des Stärkeren stellte. Was die Verfassung allerdings nicht verändern konnte, war die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in tiefster Armut verharrte: Das Recht auf eine würdevolle, materiell gesicherte Daseinsform blieb für die meisten Kapbewohner abstrakt.

    Und das angesichts einer Minderheit, die im sonst nur von Industrienationen bekannten Luxus schwelgt: Nirgendwo in der Welt ist der Einkommensunterschied zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen so groß wie hier am Südzipfel Afrikas.

    Die Aussicht, niemals bestraft zu werden, sei neben den geschichtlichen und sozialen Ursachen der dritte wichtige Grund für die zum Himmel schreiende Verbrechensrate, heißt es bei Sonke Gender Justice. Nicht nur, dass die Folgenlosigkeit die Gewaltwelle nicht eindämmt, sie trägt sogar noch zu ihrer Beschleunigung bei.

    Nach der Identifizierung von Nenes vermutlichem Mörder zündeten Bewohner des Townships Kayelitsha umgehend dessen Haus an: Weil sie den Institutionen der Strafverfolgung nicht trauen, nahm die Bevölkerung die Bestrafung in die eigene Hand.

    https://www.badische-zeitung.de/der-...177706239.html
    Geändert von storch (29-09-2019 um 16:50 Uhr)


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