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  1. #1

    NATO-Gipfel in Warschau (8./9. Juli)

    Am 8. und 9. Juli findet in Warschau das Gipfeltreffen der NATO statt

    Hier eine Sicht aus der regierungsnahen Bundesakademie für Sicherheitspolitik
    https://www.baks.bund.de/sites/baks0...tik_9_2015.pdf
    http://www.ioff.de/signaturepics/sigpic38577_4.gif

  2. #2
    Ischinger warnt vor einer Kriegsgefahr mit Russland, Kujat rät dazu Misstrauen abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Die aktuelle Eskalationsschraube, an der mal mehr und mal weniger schnell gedreht wird, ist defintiv eine Zeitbombe. Die militärischen Begegnungen von NATO und Russland werden ja auch immer rüder, die NATO ist da auch alles andere als passiv.


    ... 4000 Nato-Soldaten werden in den baltischen Staaten stationiert, Raketenabwehrsysteme in Rumänien und bald auch in Polen installiert. Halten Sie diese Strategie für richtig?

    Wenn es in einer Zeit der Spannungen geschieht, dann führt das zu Maßnahmen und Gegenmaßnahmen. Die Provokationen häufen sich, die Dinge schrauben sich derzeit gefährlich hoch. Von der Größenordnung sind die 4000 Soldaten zu vernachlässigen.

    Harald Kujat
    Als ehemaliger General im NATO-Hauptquartier weiß er wovon er redet.

  3. #3
    deutschland wird in europa immer wieder eine übermacht vorgeworfen, aber da hat es anscheinend wenig zu reden und die ursula macht sowieso voll mit bei der eskalation...
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  4. #4
    Die NATO vor einer Zerreißprobe, da geht es ihr wie der EU, die Eigeninteressen stehen über den Gesamtinteressen. Natürlich helfen 4000 Soldaten den baltischen Staaten nicht um einen potenziellen Angriff von Russland zu stoppen, 40.000 wären auch noch zu wenig, soll man da 200.000 Soldaten ins winzige Lettland stecken? Am besten eingegraben in riesige Schützengräben, 50% des Landes vermint und mit Panzersperren zugestellt? Will sagen, sich auf einen Überfall einzurichten, der höchstwahrscheinlich niemals stattfinden wird, ist abstrus. Da sollte man besser versuchen wieder partnerschaftliche Beziehungen herzustellen.


    Dann gibt es die verteilten Rollen im Rüstungswettlauf, man sagt früher hätte er die Sowjetunion ruiniert, heute ist die NATO relativ abgehalftert, abgesehen von den USA sind da nur noch die Türken die mengenmäßig was vorzuweisen haben, der Rest ist kaputtgespart und nicht mal mehr in der Lage die Landesverteidigung zu sichern - was will man da machen, will man sich auf einen Rüstungswettlauf mit Russland einlassen, die meisten europäischen Länder haben dazu nicht die Mittel.

    Aber ich fürchte die NATO wird genau Letzteres fordern, mehr Rüstungsausgaben, mehr Soldaten Richtung Russland, mehr dicke Hose ...

  5. #5
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    deutschland wird in europa immer wieder eine übermacht vorgeworfen, aber da hat es anscheinend wenig zu reden und die ursula macht sowieso voll mit bei der eskalation...
    Ursula träumt davon, mal Bundeskanzlerin zu werden : da wäre es unklug, Washington zu verärgern

  6. #6
    Zitat Zitat von Emotions Beitrag anzeigen
    Ischinger warnt vor einer Kriegsgefahr mit Russland.
    Das ist anscheinend so eine neue Panik, die im Internet verbreitet wird. Ken Jebsen scheint diese Bewegung zumindest gefühlt anzuführen.

    Ich schlage vor, sich einfach mal die Bundeswehr etwas genauer anzuschauen. Bei der Bundeswehr wurden nicht nur massenweise Panzerverbände aufgelöst und das Material nach Arabien verkauft, sondern man hat auch noch ein Gewehr im Einsatz, das vorbeischießt (= gelebter Pazifismus). Zudem herrscht dort konsequent Personalmangel, denn kaum jemand geht noch zur Bundeswehr. Das Problem kann man auch nicht mit mehr Elternfreizeit oder ähnlich blödsinnigen Vorschlägen von Frau von der Leyen lösen.

    Dazu kommt ferner, dass die Bundeswehr nicht aktiv kämpfen darf, weil sie möglicherweise Unschuldige töten könnte. Last but not least darf die Bundeswehr auch keine Verluste riskieren, weil sich Zinksärge schlecht in der Erfolgsbilanz der Kanzlerin machen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es wird keinen Krieg mit Russland unter deutscher Beteiliung geben, und ohne uns gibt es einen solchen Krieg erst recht nicht. Was es geben wird, das sind moderne Kolonialkriege gegen Staaten der 3. Welt, die sich nicht wehren können. Insoweit besteht sicherlich eine "Kriegsgefahr", aber kein reales Verlustrisiko, und es drohen auch keine drastischen Konsequenzen, allenfalls ein paar Terroristen mehr.
    Geändert von mark49 (07-07-2016 um 11:29 Uhr)

  7. #7
    Nur so nebenbei, der Grund, warum die Bundeswehr dauerhaft Personalmangel haben wird, steht ihm Wehrstrafgesetz und die Norm ist selbst für den dümmsten Trottel in Deutschland sehr verständlich formuliert:

    § 6 WStG
    Furcht vor persönlicher Gefahr entschuldigt eine Tat nicht, wenn die soldatische Pflicht verlangt, die Gefahr zu bestehen.
    Unter Tat versteht man dabei üblicherweise die Befehlsverweigerung, die im Arbeitsrecht der Arbeitsverweigerung entspricht, bzw. die Fahnenflucht, die man im Arbeitsrecht als sowas wie die außerordentliche Kündigung durch den Arbeitnehmer bezeichnen würde.
    Geändert von mark49 (07-07-2016 um 11:42 Uhr)

  8. #8
    Mit einem Staat wie Nordkorea wird es übrigens auch keinen Krieg geben, denn die können mittlerweile zurückschießen.

    https://www.youtube.com/watch?v=anV3VcMB284
    Geändert von mark49 (07-07-2016 um 12:02 Uhr)

  9. #9
    Offener Brief mehrerer ehemaliger US-Geheimdienstler an Merkel

    Merkel Urged to Temper NATO’s Belligerence


    "WELT-Online" zur heutigen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin:
    Merkel gibt Russland Schuld an Nato-Aufrüstung
    Geändert von Robert1965 (07-07-2016 um 13:14 Uhr)

  10. #10
    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Offener Brief mehrerer ehemaliger US-Geheimdienstler an Merkel

    Merkel Urged to Temper NATO’s Belligerence


    "WELT-Online" zur heutigen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin:
    Merkel gibt Russland Schuld an Nato-Aufrüstung
    auf das ewig gleiche Lamento von Merkel hat ja die Wagenknecht die passende Antwort gegeben. Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, welcher Bundeskanzler/in in den letzten Jahrzehnten innen- wie aussenpolitisch soviel Scherben zerbrochen hat.

  11. #11
    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Offener Brief mehrerer ehemaliger US-Geheimdienstler an Merkel

    Merkel Urged to Temper NATO’s Belligerence


    "WELT-Online" zur heutigen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin:
    Merkel gibt Russland Schuld an Nato-Aufrüstung
    Na gut, das muss sie tun, damit in den USA weiterhin deutsche Autos verkauft werden. Insoweit handelt es sich aber nur um nett gemeinte leere Worte. Ein bisschen Blubbern kostet bekanntlich nichts. Wer sich nur ein wenig informiert, der weiß was in der Ukraine los ist.

  12. #12
    Zitat Zitat von Miezekratz Beitrag anzeigen
    auf das ewig gleiche Lamento von Merkel hat ja die Wagenknecht die passende Antwort gegeben. Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, welcher Bundeskanzler/in in den letzten Jahrzehnten innen- wie aussenpolitisch soviel Scherben zerbrochen hat.
    Und jetzt sind die Briten auch noch sauer auf Merkel.
    Hat sie diese doch im Darm der Amerikaner überholt und ist auf dem Weg zur Magensäure.

    Ich wünsche eine herrliche Verwesung.

  13. #13
    Zitat Zitat von mark49 Beitrag anzeigen

    Ich schlage vor, sich einfach mal die Bundeswehr etwas genauer anzuschauen.
    Ich weiß wie schlecht es um die Bundeswehr steht, innerhalb der NATO sind viele Sorgenkinder.

    Die NATO plant Manöver 6-12 Monate im voraus, dementsprechend lange Anlaufzeiten haben die Manöver, mit grossem logistischen Aufwand schafft man es 30.000 Soldaten zu bewegen, Russland hat letztens ohne Vorlaufzeit, alleine durch eine Alarmbereitschaftsübung, 200.000 Soldaten bewegt, nach dem NATO-Manöver hat Russland gleich mehrere " large-scale manoeuvres" angekündigt.

    Mit "Posing" alleine kommt man da nicht weiter, es gibt genügend Probleme bei denen man mit Russland zusammenarbeiten kann.

  14. #14
    Hier kann man den Text der heutigen Rede Sahra Wagenknechts lesen:
    Wagenknecht rechnet mit Merkel ab: „Was ist denn das für ein Irrsinn!“

  15. #15
    Fakt ist, dass eine Zusammenarbeit mit Russland aufgrund von Sachzwängen unmöglich ist. Es ist nicht im Interesse der USA, dass irgendwer mit Russland zusammenarbeitet und vor allem niemand aus der NATO.

    Die Krim gehörte übrigens von 1774-1991 zum russischen Kaiserreich und ist nur durch die Transformation der Sowjetunion in Einzelstaaten an die Ukraine gekommen. Die ältesten Ansprüche hat genau genommen das osmanische Reich, also Herr Erdogan

    Mit der Unabhängigkeit kam die Ukraine übrigens auch in den Besitz der sowjetischen Gaspipelines auf ihrem Gebiet. Dass sie diese einfach mal zugedreht und damit Putins Gasverkauf nach Europa blockiert haben, ist der Grund für den gesamten Konflikt. 3x darf man raten, wer sie auf diese Idee gebracht hat.
    Geändert von mark49 (07-07-2016 um 18:29 Uhr)


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