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  1. #1
    la joie de vivre Avatar von Berghuhn
    Ort: am Berg natürlich...

    Cool ISLAND - Bilder einer Hühnerreise - UPDATE 2018

    ISLAND - und das im Februar... Diese Idee materialisierte sich für mich im letzten Herbst, der Berghahn, weder nässe- noch kälteaffin, hat sofort Desinteresse signalisiert.

    Warum Februar... nun, erstens ist die Hauptsaison unbezahlbar geworden und leider ist Island momentan ein "Top-Ziel", dem die Infrastruktur besonders im Sommer nicht mehr gewachsen ist. Waren es im Jahr 2010 noch 500.000 Touristen, werden jetzt die 3 Millionen geknackt. Und Islands bekannteste Sehenswürdigkeiten stehen vor einem Kollaps angesichts dieses Besucheransturms. Sogar jetzt im Februar waren die Parkplätze gut gefüllt. Einfach unglaublich. Wie sagte ein Guide so treffend - der Tourismus in Island hat ein Janusgesicht...

    Nun, meine Abenteuerlust ist mit den Jahren vorsichtiger und erwachsener geworden. (Lil würde meinen Reisetyp vermutlich als "Gerda" charakterisieren, aber ich muss ja nicht aus meinen Federn raus...) Diverse Überlegen, eher auf Sicherheit bedacht - in Island auch besonders Respekt gegenüber den dramatischen Wetterwechseln und meinen längst dem Vergessen anheim gefallenen Englischkenntnissen geschuldet, führten zu dem Entschluss einer Pauschalreise.

    8 Tage Reykjavik - mit Flug, Transfer, Hotel, Ausflugspaket (Golden Circle und Südküste), außerdem Blaue Lagune und Stadtführung Reykjavik. Dazu viel freie Zeit in der Hauptstadt zum Entdecken, Genießen und Fotografieren - so stellte sich nun mein Erstbesuch da. Gebucht bei einem großen Reiseunternehmen.

    Die erste und größte Hürde war das Fliegen, was mich doch mit einer gewissen Scheu und Ängstlichkeit erfüllt. Aber, mein Dickkopf hat das mehr als ungute Gefühl überwunden. Nicht hilfreich waren Hinweise von vielfliegenden Freunden im Bekanntenkreis, bezüglich des einfachsten Check-Ins und der besten Plätze im Flugzeug. Das hat mich völlig verunsichert. Ich habe letztendlich gar nichts getan - bin zum Schalter mit einem echten Menschen gegangen... und habe ohne etwas dazuzutun jeweils auf dem Hin- und Rückflug einen Fensterplatz in einer Notausgangsreihe bekommen - von meinem Reiseveranstalter so vorreserviert... Und für meine "Ängstlichkeit" beim Hinflug wurde mir ein "Engel" in Form eines Isländers auf dem Nebensitz gesetzt... einem Verkehrspiloten, den das "passive Fliegen" ein wenig gelangweilt hat. Der hatte auf mich eine nachhaltig beruhigende Wirkung.

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    Bei Sonnenuntergang (ca. 18.30 Uhr) war ich dann im Hotel. Sehr schönes nettes Zimmer. Das Wasser roch und schmeckte intensiv nach Schwefel - das ist üblich. In Reykjavik wird mit Geothermie geheizt. Nach zwei Tagen war ich daran gewöhnt. Nicht gewöhnt habe ich mich daran, dass ich im lautesten Hotel war, das ich je bewohnt habe. Trotz Ohrenstöpsel war das Rund-um-die-Uhr Kommen und Gehen perfekt zu hören. Rollkoffer über gepflasterten Hof und durch die Flure. Der erste nächtliche Transfer zum Flughafen geht um 2.30 Uhr... Auch der Fahrstuhl hatte einen tollen Sound... das Beste aber waren die Bässe, die die letzten zwei Nächte (Wochenende) durch das Gebäude schallten. Eine Disco im selben Block hat dieses Phänomen produziert. Obwohl ich jede Nacht nur sehr wenig geschlafen habe, war ich voller Energie und habe das erst mal gut wegstecken können.

    Aber alles egal... der Montag begann gleich mit dem Ganztagesausflug zum Golden Circle - dem Goldenen Kreis. Auf dem Programm standen zunächst der Besuch eines von Geothermie beheizten Gewächshauses. (Praktisch die komplette Jahresproduktion an Gemüse wird in Island in Gewächshäusern heran gezogen.) Anschließend ging es zum Strokkur, einem (oder dem) Geysir. Danach zum Gullfoss (dem Goldenen Wasserfall) und dann zum Thinkvellir Nationalpark. Dort driften die europäische und die amerikanische Kontinentalplatte auseinander. Außerdem hat es dort mit dem "Althing" das "erste Parlament der Welt" gegeben.

    Neben dem Gewächshaus befand sich glücklicherweise eine Koppel mit Islandpferden... deshalb habe ich die Tomaten Tomaten sein lassen...

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    Der Strokkur, der alle 3-7 Minuten eine 25-30 Meter hohe (und kochende) Wassersäule "ausspuckt". Da sich dort schon diverse Touristen bei Selfies verbrüht haben, ist inzwischen großzügig abgesperrt worden... Die gesamte Pause habe ich mit Fotografieren verbracht - meine Essenspause habe ich großzügig gecancelt und mich dafür mit Müsliriegeln ernährt... 20 Euro teure Hamburger waren jetzt auch nicht ganz so das, was ich brauchte... (Die Preise sind wirklich so irre... kein Kaffee für unter 5 Euro...)

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    Nachdem unsere Gruppe wieder als Herde in den Bus getrieben wurde, ging es weiter zum Gullfoss, dem Goldenen Wasserfall, der in zwei Kaskaden in die Tiefe stürzt.

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    Durch einen hübschen kleinen Schneesturm fuhr unser Bus dann weiter zum Thinkvellir. Praktischerweise hörte der Schneefall in dem Moment auf, als wir am Parkplatz ausstiegen. Und pünktlich mit Weiterfahrt 45 Minuten später fielen die nächsten Flocken...

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    Erschöpft, aber sehr zufrieden kamen wir in Reykjavik nach über 8 Stunden zurück.
    Zur Feier des Tages zeigte sich noch kurz der Hausberg, die Esja:

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    Fortsetzung folgt...

  2. #2
    Klasse, freu mich auf die Fortsetzung

  3. #3
    sucht Herrn Kowalski Avatar von Frau Kowalski
    Ort: auf dem Balkon


    Toll geschrieben, Berghuhn

  4. #4
    Da sind wieder richtig tolle Berghuhnbilder dabei.

    Bin schon gespannt auf die Fortsetzung.
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  5. #5
    Toll
    Wenn mir jemand auf der Straße die Sachen sagen würde, die ich über mich denke, würde ich ihn auf der Stelle umbringen

    Robbie Williams

  6. #6
    utterly depressed Avatar von RatSawGod
    Ort: Vormir
    Die Pferde

    Und überhaupt: Island.
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    #robthomasisoverpartytillalleternity

  7. #7
    la joie de vivre Avatar von Berghuhn
    Ort: am Berg natürlich...
    Weiter geht's...
    Der Dienstag – nach einer weiteren sehr schlaflosen aber trotzdem ausgeruhten Nacht werde ich um 7.30 Uhr vom Pick-Up-Service vom Hotel abgeholt. Es geht zur Blauen Lagune. Unwesentlich zu erwähnen, dass gerade ein Schneesturm tobt. Die Busfahrer lässt das kalt, warum sollte ich mich dann aufregen…? Ein Wetter, bei dem ich froh bin, dass ich nicht fahren muss. (Schon seit Jahren habe ich keine Erfahrung und Übung mehr auf vereister und geschlossener Schneedecke zu fahren.) In der Blauen Lagune angekommen, gibt es erst einmal eine Einweisung, wie mit dem Chip am Armband zu verfahren ist, außerdem der dringende und wichtige Hinweis, dass das Haar vor dem Bad mit Conditioner zu behandeln ist. Die Mineralien im Wasser sind zwar toll für die Haut, aber Gift für das Haar. Trotz dieses Mittels kann ich den Zustand meines Haares nach ein paar Stunden nur noch als „Stroh“ bezeichnen – aber Schwund ist immer. Das ständige Mützentragen ist ja auch nicht so genial fürs Haar…
    Beim Anblick der Badenden bekomme ich als altmodisches Huhn erst einmal einen gepflegten Lachkrampf – Baden ohne Selfie-Stick scheint nicht mehr möglich zu sein… praktisch alle Menschen im Wasser schleppen Smartphone und Selfie-Stick oder sonst welche Kameras mit sich herum… Ohne Worte… Die Bar (man kann direkt vom Wasser aus ordern) hat auch geöffnet… Becher mit Bier schon vor 10 Uhr morgens… nennt mich verkalkt… aber so ein Getränk würde mir zu dieser Uhrzeit im 40 Grad heißem Wasser den Rest geben… (Vielleicht laufen deshalb auch dick vermummte Life-Guard-Menschen am Beckenrand auf und ab…). Trotz Schneetreibens, gefrierenden Haaren, harschen Windböen – der Aufenthalt im Wasser ist klasse… einfach ein riesengroßes Planschbecken, dass sich erst nach und nach füllt (das Wetter sorgte für viele Verspätungen). Ach ja… momentan ist die Blaue Lagune schon bis April ausgebucht – wer also dort wirklich hin will, muss rechtzeitig vorbuchen. In meinem Hotel waren ein paar Leute total sauer, dass sie nicht spontan hinkonnten. Sie hielten die Vorbuchungsgeschichte für einen Marketing-Gag… Aber das ist eine der Auswirkungen der vielen Touristen – ausgebuchte Orte und Touren… auch im Februar. Nun… ich bin dort ein paar Stunden geblieben, erst als mein Kreislauf mir nachdrücklich signalisierte, dass es nun reicht, bin ich raus und mit dem nächsten Transfer wieder nach Reykjavik zurück gefahren.


    Blaue Lagune:
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    Fremdgläser ins Bild genommen (Sekt um 10 Uhr...):
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  8. #8
    la joie de vivre Avatar von Berghuhn
    Ort: am Berg natürlich...
    Kaputt aber zufrieden bin ich dann nachmittags noch durch die Hauptstadt gebummelt. Den Turm der Hallgrimskirche habe ich mir erspart, als ich die etliche Meter lange Schlange gesehen habe… stattdessen habe ich dann das tolle Wetter und den Sonnenuntergang genossen. Wohlig müde habe ich die im Nachhinein eine falsche Entscheidung getroffen – nämlich an diesem Abend keine Nordlicht-Tour zu buchen… Am nächsten Morgen habe ich erfahren, dass es allertollstes intensivstes Nordlicht gab…

    Die Skulptur Sonnenfahrt (isl. Sólfar, engl. The Sun Voyager)
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    Der Hausberg, die Esja
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    Hallgrimskirche mit Standbild von Leifur Eiríksson
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    Es gibt einen großen See in Reykjavik, den Tjörnin, auch Reykjavíkurtjörn. Herrlich entspannend...
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    Mit Rathaus:
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    Mit Kirche:
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    Widerschein der untergehenden Sonne - Esja:
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    ...wird fortgesetzt...

  9. #9
    Tolle Bilder, tolles Land. Danke für den Reisebericht.

  10. #10
    Danke Island ... ähm Berghuhn, für die schönen Bilder und den erlebnisreichen Bericht. Super!

  11. #11
    Grösstenteils harmlos Avatar von Sugarmagnolia
    Ort: Hauptstadt
    Schöne, interessante Bilder. Und ein kurzweiliger Reisebericht.
    Danke dafür.


    Imposante Natur.

  12. #12
    Diese plötzliche Wärme .. Avatar von Hatsche
    Ort: Nirgendwo
    Das finde ich auch. Es ist ein toller Bericht mit eindrucksvollen Bildern, diese sogar in vernünftiger Größe.
    Es macht Spaß, danke dafür.


  13. #13
    la joie de vivre Avatar von Berghuhn
    Ort: am Berg natürlich...
    Schön, dass es Euch gefällt.
    Dann nehme ich Euch mal mit zum Mittwoch:

    Am Mittwochmorgen (nach einer weiteren schlafdefzitären Nacht) bin ich rechtzeitig zum Sonnenaufgang an der Sæbraut (Seestraße) gewesen. Dort habe ich den Tag an der Skulptur Sonnenfahrt (isl. Sólfar) erwartet. Leider war auch eine größere Gruppe asiatischer Fototouristen dort, die mit Kleinbussen angeliefert wurden… Markusplatzfeeling… aber egal, die Natur war gigantisch und die Esja, der Hausberg Reykjaviks leuchtete im herrlichen Orange und im Widerschein der aufgehenden Sonne. Anschließend bin ich dann zur Hallgrimskirche gegangen, es gab vor dem Aufzug zum Turm keine Warteschlange – einfach prima und die Sicht auf die Stadt und die Umgebung war mehr als beeindruckend. Die Kälte auf dem Turm ebenfalls… Pünktlich zum Beginn der Stadtrundfahrt gab es einen erneuten Schneesturm – da war es ganz bequem, im Bus durch die Gegend geschaukelt zu werden.

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    Aussicht vom Kirchturm:

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    Diesen Leuchtturm gibt es später noch einmal:
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    Das wirklich faszinierende an Island und seinem Wetter ist das sich ständig wechselnde Licht. Der Begriff "available light"
    gewinnt dort eine völlig neue Bedeutung...

  14. #14
    la joie de vivre Avatar von Berghuhn
    Ort: am Berg natürlich...
    Da wir gerade ein wenig beim Wetter sind - diese "antike" über 40 Jahre alte Fellmütze hat mir eindeutig mein Leben gerettet Über Schönheit kann man streiten, aber sie hat so wunderbar warm gehalten. Einfach herrlich.

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    Hier ist eins meiner Lieblingsbilder... eine Momentaufnahme, ein schneller Schnappschuss: Es zeigt sehr gut, wie wenig sich Isländer von ein wenig Schnee (oder ein wenig Wetter) beeindrucken lassen. Sie sind erst bei "richtigem" Wetter achtsam und haben eine Menge Respekt vor ihrer Natur.

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    Der Leuchtturm:
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  15. #15
    sucht Herrn Kowalski Avatar von Frau Kowalski
    Ort: auf dem Balkon
    Das Licht

    Ich bin ganz begeistert


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