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  1. #106
    der Sohn vom lieben Gott Avatar von golfern
    Ort: Rate mal mit Rosenthal
    Hat Jennifer da etwa ein iPhone in der Hand?

    Beim ersten Kind hat sicherlich die Pille nicht gewirkt und beim zweiten ist das Kondom gerissen.

    Wenn Jennifer tatsächlich Schülerin wäre, könnte sie Schüler-Bafög beziehen.

    Da sie aber offensichtlich ALG II bezieht, ist sie keine Schülerin im eigentlichen Sinne, sondern steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, ggf. mit Einschränkung, wenn sie ein Kind unter 3 Jahren hat, dessen Betreuung nicht sichergestellt ist.

    Wenn der Schulabschluss und die Schule an sich anerkannt sind und der Integration in den Arbeitsmarkt zuträglich sein sollten, müsste Jennifer diese Schulbesuche, die seltsamer Weise nur 3 x wöchentlich angesetzt sind, mit ihrer/ihrem Arbeitsvermittler(in) vom Jobcenter vereinbart haben. In diesem Fall könnte sie sich die Fahrkosten zu 100% erstatten lassen und müsste nicht wie bisher 30 Euro für ein Sozialticket zum Fenster hinaus werfen.

    Aber ich verstehe natürlich, dass es total nervt, wenn man die Nachbarn jedes mal, wenn ein Referat geschrieben werden muss, um den Ausdruck eines Handouts bitten muss, was natürlich auf die Abschaffung des Sozialtickets zurückzuführen ist.

  2. #107
    Symbolbild. Die werden ja nicht ihren Namen verfremden und dann ablichten. Obwohl bei Bento...
    Am Ende feiern immer die Bayern! (Wurst-Uli)
    Bild:
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  3. #108
    Zitat Zitat von golfern Beitrag anzeigen
    Hat Jennifer da etwa ein iPhone in der Hand?

    Beim ersten Kind hat sicherlich die Pille nicht gewirkt und beim zweiten ist das Kondom gerissen.

    Wenn Jennifer tatsächlich Schülerin wäre, könnte sie Schüler-Bafög beziehen.

    Da sie aber offensichtlich ALG II bezieht, ist sie keine Schülerin im eigentlichen Sinne, sondern steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, ggf. mit Einschränkung, wenn sie ein Kind unter 3 Jahren hat, dessen Betreuung nicht sichergestellt ist.

    Wenn der Schulabschluss und die Schule an sich anerkannt sind und der Integration in den Arbeitsmarkt zuträglich sein sollten, müsste Jennifer diese Schulbesuche, die seltsamer Weise nur 3 x wöchentlich angesetzt sind, mit ihrer/ihrem Arbeitsvermittler(in) vom Jobcenter vereinbart haben. In diesem Fall könnte sie sich die Fahrkosten zu 100% erstatten lassen und müsste nicht wie bisher 30 Euro für ein Sozialticket zum Fenster hinaus werfen.

    Aber ich verstehe natürlich, dass es total nervt, wenn man die Nachbarn jedes mal, wenn ein Referat geschrieben werden muss, um den Ausdruck eines Handouts bitten muss, was natürlich auf die Abschaffung des Sozialtickets zurückzuführen ist.
    Ziemlich eindeutig scheint mir, dass an der Geschichte Details nicht stimmen können. Das augenfälligste Detail erwähnst du komischerweise nicht: Jedenfalls dann, wenn das erste Kind noch in der Familie lebt und/oder Jennifer mit ihrem Freund zusammenwohnt, ist der Betrag von 409 € nicht einschlägig. Das können allerdings die Autoren ungenau wiedergegeben haben.

    Der Rest aus dem obigen Posting ist Blödsinn, weil über die Umstände weiter nichts bekannt ist. Abgesehen davon, dass von einem Symbolbild auszugehen ist - welcher Bus ist bis auf Jennifer schon komplett leer? - sind z.B. Abendhaupt- und Abendrealschulen in der Regel erst in den letzten 2 Semestern durch BAföG förderungsfähig. Da Jennifer ihre Ausbildung erst 2019 anfangen will, ist sie höchstwahrscheinlich noch nicht so weit.
    Zudem gestalten Schulen, an denen Schulabschlüsse nachgeholt werden können, den Unterricht zeitlich sehr unterschiedlich. Übrigens steht da ja der Ort, an dem Jennifer zur Schule geht. Man kann also googlen. Und findet:
    Abendrealschule in Olpe
    An drei bzw. vier Tagen in der Woche, jeweils von 07.45 bis 14.30 Uhr.
    http://wbkolpe.de/unterricht/unterrichtszeiten/
    und: ab der Ab der E-Phase besteht zudem die Möglichkeit, elternunabhängige Förderung nach dem Bafög zu beantragen.

    Warum Jennifer die Fahrtkosten vom Jobcenter nicht erstattet bekommt, weiß ich natürlich auch nicht. Vielleicht traut ihr Fallmanager ihr nicht zu, dass sie den Schulbesuch durchhält, kann sie aber nicht anderweitig vermitteln, weil sie schwanger ist und ein kleines Kind hat und hat deshalb gar nicht erst versucht, eine entsprechende EGV mit ihr abzuschließen, sie gar nicht auf die Möglichkeit des Fahrtkostenersatzes aufmerksam gemacht? So ein Fallmanager wird sich sagen: Die bricht sowieso ab oder unterbricht zumindest, wenn das 2. Kind geboren ist.
    Vielleicht hat Jennifer gar nicht erst einen Antrag gestellt, weil sie nicht wusste, dass das geht, vielleicht ist sie abgeblitzt, vielleicht hat sie mit ihrem Fallmanager besprochen, dass sie im Moment nicht wirklich viel tun kann, in erster Linie die Kindererziehung sicherstellen muss und dass das beim Jobcenter so festgehalten wird, dass sie aber, soweit sie es schafft, dennoch die Schule besuchen wird, ohne sich in einer EGV auf diesen Schulbesuch festzulegen. Dann muss das Jobcenter die Fahrtkosten nicht tragen.

    Das Jennifer-Beispiel ist vielleicht nicht das glücklichste, weil es um eine eher atypische Fallgestaltung geht. Es macht aber immerhin deutlich, welche Belastung die Abschaffung eines Sozialtickets im Einzelfall darstellt.
    Mir fallen viele Betroffene ein, für die die Abschaffung des Sozialtickets geradezu verheerend sein wird, darunter ein hoher Anteil an Behinderten (nein, keine Gehbehinderten, die die Fahrten im ÖPNV umsonst bekommen), die Bus und Bahn nutzen müssen, um zum Einkaufen, zum Arzt, zur regelmäßigen therapeutischen Maßnahmen und nicht zuletzt zu privaten Verabredungen, ohne die sie völlig vereinsamen würden, zu gelangen.

    Und was ist mit den 1-Euro-Jobbern? Fahrtkosten zahlen viele Maßnahmeträger schon lange nicht mehr.
    Das Bundessozialgericht entschied 2008, dass kein Anspruch auf die Erstattung zusätzlicher Fahrtkosten besteht, wenn der Maßnahmeteilnehmer diese aus der Mehraufwandsentschädigung finanzieren kann.(BSG, Urteil vom 13. November 2008 · Az. B 14 AS 66/07 R)
    Künftig werden also die Fahrtkosten in NRW den Miniverdienst komplett auffressen. Wenn der 1-Euro-Jobber dann auch noch Auswärtsverpflegung braucht - Pech gehabt.
    Geändert von Mausophon (26-11-2017 um 07:32 Uhr)

  4. #109
    In unserer Stadt (ca. 226.000 Einwohner) gibt es überhaupt erst seit diesem Jahr ein "Sozialticket", dafür wurde auch noch zehn Jahre rumgemacht.

    Obwohl der Gemeinderat zudem beschlossen hatte, dass auch "Geringverdiener" diese Gutscheine (die in normale Fahrkarten umgetauscht werden, was direkt mal gut ist, also auch für Kontrolleure nicht sichtbar) erhalten sollen, wurde es von der Stadtverwaltung abgelehnt.
    Nur am Rande, seit 15 Jahren mit grünem Oberbürgermeister (den ich, u. a. wegen ähnlichen Entscheidungen, kein zweites Mal gewählt habe).

  5. #110
    Zitat Zitat von storch Beitrag anzeigen
    In unserer Stadt (ca. 226.000 Einwohner) gibt es überhaupt erst seit diesem Jahr ein "Sozialticket", dafür wurde auch noch zehn Jahre rumgemacht.

    Obwohl der Gemeinderat zudem beschlossen hatte, dass auch "Geringverdiener" diese Gutscheine (die in normale Fahrkarten umgetauscht werden, was direkt mal gut ist, also auch für Kontrolleure nicht sichtbar) erhalten sollen, wurde es von der Stadtverwaltung abgelehnt.
    Nur am Rande, seit 15 Jahren mit grünem Oberbürgermeister (den ich, u. a. wegen ähnlichen Entscheidungen, kein zweites Mal gewählt habe).
    Armut spielt allerdings in Freiburg eine wesentlich geringere Rolle als in Nordrhein-Westfalen. Die sogenannte SGB II-Quote ist in vielen nordrhein-westfälischen Städten mehr als doppelt so hoch wie in Freiburg. Es nützt in Freiburg auch relativ wenig, ein paar Euro bei den Mobilitätskosten einzusparen, wenn der Wohnraum exorbitant teuer ist.

  6. #111
    Die Probleme der einzelnen Betroffenen sind aber gleich, egal um wieviele es sich handelt und ich habe es jahrelang hautnah miterlebt, was es heißt von Grundsicherung hier zu leben (wobei man ja schon froh sein kann, dass es das so gibt).
    Gerade, weil die Mieten hier so teuer sind und weil immer mehr Sozialwohnungen wegfallen ist es um so wichtiger ein paar Euro einsparen zu können bzw. überhaupt die Möglichkeit zu haben jetzt eher Busse und Straßenbahnen benutzen zu können.
    Geändert von storch (26-11-2017 um 14:48 Uhr)

  7. #112
    Ich finde, der ÖPNV sollte kostenlos sein. Ist umweltverträglich und man braucht auch keine Sozialtickets.

    Ich weiß auch gar nicht wieso so viele dagegen sind.

  8. #113
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Es ist eigentlich ein Unding, dass es überhaupt diese Sozialtickets gibt. Es sollte doch möglich sein, die Betroffenen kostenlos zu befördern. Die Grenzkosten (die Kosten, die ein einzelner Fahrgast verursacht) dürften jedenfalls weit unter 30,- liegen. Aber da bei den entsprechenden Verkehrsbetrieben oft nicht einmal die Fixkosten gedeckelt sind, kann man sich das nicht leisten. Das wiederum ist Folge anderer Politik. Es wird halt immer nur rumgedoktort und in alle Richtungen mal ein Häppchen geworfen. Je nach regierender Partei nennt man das dann liberal oder sozial oder wie auch immer.
    cada día su problema
    seamos realistas, soñemos lo imposible

  9. #114
    Mir fiel nach all der Faktencheckerei erst im Nachhinein auf, wie geringschätzig golferns Posting darüber urteilt, was andere Menschen zu tun und zu lassen haben. Als wäre Jennifer mit Mitte 20 nicht im besten Alter zum Kinderkriegen. Nehmen wir mal an, ihr Freund arbeitet ganztags, verdient 1400 € netto, hat Fahrtkosten zur Arbeit, die Familie zahlt 500 - 600 € Miete und er unterhält das Kind. Dann ist Jennifer selbst eben nicht mehr "drin". Das wäre die klassische Aufstocker-Bedarfsgemeinschaft, obwohl er für einen mutmaßlich ziemlich jungen Menschen gar nicht so schlecht verdient. Warum Jennifer selbst noch keinen oder keinen hinreichenden Schulabschluss hat, um Kinderpflegerin werden zu können, wissen wir nicht. Vielleicht hat sie das erste Kind sehr früh bekommen, vielleicht hatte sie einen schlechten Start ins Leben und erst später die Kraft gefunden, eine berufliche Perspektive zu entwickeln.
    Vor nicht allzu langer Zeit, in der viele hier im Forum aufgewachsen sind, war es ganz normal, dass ein Alleinverdiener, auch wenn er kein Supergehalt hatte, eine Familie ernähren konnte. Heute müssen sich die nicht so Begüterten offenbar schon beim 2. Kind fragen lassen, ob das Kondom geplatzt ist.

  10. #115
    Vielleicht raucht sie auch noch, und trinkt den teuren KIBA-Saft und nicht den von ALDI, wenn so was erst mal einreißt. Alle auf Lebensmittelgutscheine setzen. Kein Alkohol, keine Kippen, keine Kosmetika, wer zu gut aussieht, bekommt eh nur Kinder, und als Handytarif nur die Flatrate von Aldi, alle Nummern werden gesperrt, nur eine Notfallperson und das Jobcenter dürfen angerufen werden. Obwohl, das Jobcenter ist ja die Notrufperson.


  11. #116
    Im Moment sind im Regelbedarf ca. 26.- Euro für "Verkehr" (Bus, Bahn etc.) vorgesehen.
    Sogar das Sozialticket ist jetzt schon unterdeckelt. Sollte das Ticket wegfallen, müssen die Bedürftigen das Geld ja an anderen Stellen einsparen. Nur wo?

    Hier kostet mich eine Einzelfahrt in die Innenstadt ganze 4,80 Euro, ein Monatsticket liegt bei 116.- Euro, für eine Entfernung von knapp 9km.
    Geändert von muppilein (26-11-2017 um 18:44 Uhr)

  12. #117
    Ich hatte so 20 € im Kopf, aber die Sätze steigen ja auch regelmäßig.
    4,80 € für eine Fahrt?
    Hier glaub ich 2,20 €. Niederrhein. Kurzstrecke 1 € oder so.
    Aber das hat mit der Größe nix zu tun, meine Frau ist 1,56 Meter, aber Kurzstrecke durfte sie trotzdem nicht lösen.

    Das Sozialticket sollte nicht mehr kosten, als im Regelsatz vorgesehen ist.´


  13. #118
    Zitat Zitat von suboptimal Beitrag anzeigen
    Wird nicht passieren. Es geht ja nicht um Flüchtlinge.
    Auch wenn Deine Aussage arg polemisch ist, möchte ich darauf antworten.
    Doch, beim Sozialticket geht es auch um Flüchtlinge/Asylbewerber, denn diese sind sogar noch übler dran. Die Leistungen, die diese Menschen erhalten, sind noch geringer als ALG2 oder Grundsicherung.
    Deutschkurse oder andere Integrationskurse können nicht mehr besucht werden, wenn Asylbewerber den vollen Ticketpreis bezahlen müssen.
    Dann schreien wieder alle nach Integration, die aber gar nicht möglich ist, wenn man von den paar Euro gerade mal so existieren kann.

    Und dann denke ich auch an die vielen Flüchtlingshelfer und andere Ehrenamtliche, die trotz eigener Erwerbslosigkeit helfen wo sie können, weil sie nicht im Nichtstun verharren möchten.
    Auch diese Arbeit ist oft mit Fahrtkosten verbunden.

  14. #119
    Ich komme in Frieden. Auf ewig! Avatar von dracena I.O.F.F. Team
    Ort: Mördergrube
    Die öffentliche Kritik hilft vielleicht doch: Laschet lenkt im Streit um das Sozialticket ein
    "Wir werden mit den Verkehrsverbünden reden und eine sozialverträgliche Lösung finden", sagte Laschet im Interview
    Da bin ich mal gespannt.
    Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.
    (Mark Twain)

    http://www.terre-des-femmes.de/

  15. #120
    Spät, aber nicht zu spät. Hab ich doch gesagt, von wegen Protest bringt nix. Die da oben würden vielleicht gerne machen, was sie wollen, aber es ist noch nicht ganz so weit.



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