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  1. #16
    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Dass Wölfe für Jagdhunde eine große Gefahr darstellen, habe ich auch immer wieder gehört. In dem Fall spielt vielleicht auch Revierverhalten eine wichtige Rolle.
    Weißt du zufällig, warum die Angriffe auf Jagdhunde auf deiner Karte so regional konzentriert auftreten? Haben sich die Grauen momentan nur in Mittelschweden ausgebreitet oder hat das andere Gründe?

    Das liegt wohl an der Populationsdichte der Hunde-Herrchen.
    So ab dem 60. Breitengrad ist die Besiedlung in Schweden sehr dünn, folglich gibts da auch weniger Jagdhunde.
    Warum die Hunde getötet werden ist nicht wirklich klar.
    Mir hat mal jemand erklärt, dass es sein könnte das die Wölfe in den Hunden einfach nur missgebildete Artgenossen sehen. Evolutionär macht es dann sinn, diese zu töten.
    Klingt zumindest einleuchtend.


    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Man muss sich vielleicht was einfallen lassen, um das Nebeneinander von Wölfen und Privatjägern zu ermöglichen.
    Im Moment haben die Jäger nichts mit Wölfen zu tun, diese unterliegen nicht dem Jagdrecht!
    Zum Glück für die Jäger, ansonsten könnten sie evtl. bei gerissenen Haustieren schadenspflichtig sein.
    Die schlaueren unter den Jägern möchten auch unbedingt das das so bleibt, ansonsten haben sie nämlich für Hege und Pflege der Wölfe zu sorgen.
    Leider gibt es auch viele die das anders sehen.

    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Wenn eine konsequente Populationskontrolle durch den Menschen ausbleibt, hängt die Dichte wohl hauptsächlich vom Nahrungsangebot ab, da Wölfe ihre Reviergröße offenbar negativ an das letztere anpassen. Sind eben auch irgendwie Ökonomen.
    Wölfe sind extrem anpassungsfähig.
    Viele "Experten" haben immer wieder betont wie scheu Wölfe seien, und das sie Menschen immer meiden würden.
    Ausserdem würden sie niemals Rinder oder Pferde angreifen.
    Beides hat sich als falsch erwiesen.

    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Jäger wiederum dürften wohl eher wenig Interesse an geringen Rot- und Schwarzwildbeständen haben, um eine natürliche Kontrolle zu ermöglichen. Also muss ein Kompromiss zwischen Jägern, Gesellschaft und Naturschützern gefunden werden, bevor die Emotionen derart hochkochen, dass wieder Wölfe mit der Angel gefangen werden.
    Naja, beim Schwarzwild wäre den Jägern wohl jede Hilfe recht, den Schwarzkittteln ist kaum noch bei zu kommen. (Liegt manchmal auch an den Jägern selber)

    Ansonsten, wie schon erwähnt, der Wolf wird den Teufel tun und sich mit einem Hirsch abplagen, wenns nebenan wehrlose, eingezäunte Schafe gibt.

    Darüber hinaus muss man sich die Quantitäten vor Augen halten: Im Moment gibt es sehr wenige Wölfe und Unmengen Rot- und Rehwild. Diese Bestände werden von den Wölfen vorerst kaum tangiert.
    Geändert von fraktal (06-05-2017 um 00:39 Uhr)

  2. #17
    Zitat Zitat von tanguy Beitrag anzeigen
    Ach ja, Wölfe anzufüttern sollte streng verboten werden, sie sollten ihre Menschenscheu nicht verlieren.
    Das ist streng verboten, aber wen interessiert das, wenn in der ZDF Doku, der Wolfsexperte sich mit Wölfen im engsten Kontakt filmen lässt. Wo sie doch so putzig sind.

    Solche Bilder meinte ich:
    Bild:
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    Zitat Zitat von tanguy Beitrag anzeigen
    Dann klappt das auch mit der Koexistenz.
    Da braucht es schon ein wenig mehr dafür.

    Und wie gesagt, in Norwegen hat man diesen Kurs aufgrund offensichtlichen Scheiterns wieder verlassen.
    Im Gegensatz zu uns gäbe es dort sogar noch Wildnis.
    Geändert von fraktal (06-05-2017 um 00:35 Uhr)

  3. #18
    Zitat Zitat von tanguy Beitrag anzeigen
    Sehe ich unproblematisch. Privatjäger können sich ggf. aussuchen, wo sie jagen.
    Wie ist das gemeint?
    Wölfe halten sich nicht an Reviergrößen, und sie halten sich nicht ans Jagdrecht, Schonzeiten, usw.
    Die tun einfach was Wölfe schon immer getan haben.

    Zitat Zitat von tanguy Beitrag anzeigen
    Problematisch sehe ich das nur bei einer imho stark begrenzten Anzahl an Förstern, die komisch ticken.
    Die große Mehrheit an Förstern dürfte den Wolf begrüßen, weil er ihnen Arbeit abnimmt.
    Glaubs mir oder nicht, so einfach ist das wirklich nicht.

    Was meinst Du mit komisch ticken?
    Geändert von fraktal (06-05-2017 um 00:37 Uhr)

  4. #19
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Ist das so?
    Mir hat man erzählt das es dafür spezielle Herdenschutzhunde braucht, eben z.B Kangals.
    Die sollen aber wirklich sehr teuer sein (5000 Euro) und nicht ungefährlich für Menschen.
    Im Tierschutz gibt's tausende von Herdenschutzhunden, die ein Heim suchen. Beziehungsweise eine Aufgabe. [Gibt man bei Zergportal.de den Suchbegriff Herdenschutzhund ein, bekommt man 7044 Anzeigen mit Herdenschutzhunden/-Mischlingen, für unter 400 Euro] Wie die ausgebildet sind oder ob die erfolgreich in ihrem Beruf als Herdenschutzhund wären, weiß ich allerdings nicht. Am besten ist wohl, wenn sie als Welpe im betreffenden Schafsvolk großwerden.



    Ich wohne in der Mitte von Deutschland in NRW. Im Nachbardorf wurde vor wenigen Wochen ein Wolf fotografiert. Irgendwer mit Wissen sagte, das müsse ein einzelner junger Wolf auf Wanderschaft sein.


    Letztes Jahr ist, etwa 1 - 2 Kilometer von meinem Haus entfernt, ein Känguruh (genauer gesagt ein Wallaby) fotografiert worden. Es war eines von mindestens 2, die immer wieder gesehen werden in der Gegend. 1 wurde eingefangen und auf einen Bauernhof verfrachtet, auf dem weitere Wallabys leben. Das andere wurde, glaube ich, getötet von Unbekannten? :

    Es ist alles Mögliche unterwegs in Deutschland.

  5. #20
    Ist jemand der hier schreibenden User Jäger, Förster, Schafhalter bzw. lebt in einer von Wölfen frequentierten Gegend?
    In Brandenburg zum Beispiel oder in Südwestmecklenburg?
    Von wegen dünn besiedelt und so...

    Dem geneigten Leser sei diese Karte empfohlen

    http://www.lausitz-wolf.de/index.php?id=6

    Und vielleicht auch dieser Artikel
    http://www.svz.de/lokales/parchimer-...d15995771.html

    Ich bin beruflich in diese Thematik involviert und meine Meinungsbildung zum Thema Wolf ist noch nicht abgeschlossen.
    ...ich Dich auch...

  6. #21
    Bushveld Voortrekker Avatar von peterprochow
    Ort: Provinsie van Transvaal
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen

    Das liegt wohl an der Populationsdichte der Hunde-Herrchen.
    So ab dem 60. Breitengrad ist die Besiedlung in Schweden sehr dünn, folglich gibts da auch weniger Jagdhunde.
    Ja, darüber hatte ich auch nachgedacht. Aber bei dieser Erklärung hätte ich eher eine entsprechend geringere "Dichte" von Jagdhund-Vorfällen im Norden erwartet, während die Karte in diesem Bereich ja so gut wie gar nichts anzeigt.


    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Im Moment haben die Jäger nichts mit Wölfen zu tun, diese unterliegen nicht dem Jagdrecht!
    Ich weiß, obwohl es auch diese Diskussionen bzw. Forderungen gibt, sog. "Problemwölfe" möglichst schnell und unkompliziert abschießen zu dürfen. Aber grundsätzlich war mein ganzer Post eher auf eine mögliche Zukunft und deren potenzielle Probleme ausgerichtet. Auf Situationen, in denen wir eventuell mit Herausforderungen umgehen müssen, welche aus dichteren Wolfspopulationen, im Vergleich zur jetzigen Situation, resultieren könnten.


    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Wölfe sind extrem anpassungsfähig.
    Ja, das sind viele Raubtiere. Katzen sind wahre Meister darin. Selbst Hunde rocken ganz ordentlich, wenn mal Not am Mann ist. Auch Wölfe sollen notfalls nicht vor Abfällen oder Insekten Halt machen.
    In dem Zusammenhang war die von mir erwähnte Abhängigkeit der Wolfspopulation von der Wildpopulation auch wiederum auf eine Zukunft bezogen, in der der Mensch sich an veränderte Bedingungen angepasst hat und der Wolf sich wiederum seinerseits daran anpasst. Also: Wölfe attackieren Weidetiere bzw. fressen Abfälle --> Mensch reagiert mit Schutzmaßnahmen, da ihm beides nicht Recht ist --> Wolf konzentriert sich wieder stärker auf Rehe, Hasen, Hirsche, Wildschweine usw.


    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Viele "Experten" haben immer wieder betont wie scheu Wölfe seien, und das sie Menschen immer meiden würden.
    Ausserdem würden sie niemals Rinder oder Pferde angreifen.
    Beides hat sich als falsch erwiesen.
    Also mit oder ohne potenziellen Wolf in der Region hatte ich eigentlich nie Probleme damit, mal nachts im Wald spazieren zu gehen. Das wäre sicher anders, wenn es mitten im Winter und ich nur 1,20m groß wäre.
    Schätzungsweise ist es auch hier so ähnlich wie bei anderen großen Raubtieren - dass die größte Gefahr für den Menschen tendenziell eher von verletzten oder andersweitig gehandicapten Wölfen ausgeht.


    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Naja, beim Schwarzwild wäre den Jägern wohl jede Hilfe recht, den Schwarzkittteln ist kaum noch bei zu kommen. (Liegt manchmal auch an den Jägern selber)

    Ansonsten, wie schon erwähnt, der Wolf wird den Teufel tun und sich mit einem Hirsch abplagen, wenns nebenan wehrlose, eingezäunte Schafe gibt.

    Darüber hinaus muss man sich die Quantitäten vor Augen halten: Im Moment gibt es sehr wenige Wölfe und Unmengen Rot- und Rehwild. Diese Bestände werden von den Wölfen vorerst kaum tangiert.
    Das Gefettete ist tatsächlich nicht auszuschließen, hängt aber sicher auch von der jeweiligen Region und der dort gelebten "Jagdpolitik" ab. Ich habe wie gesagt auch schon von zwei Jägern den Vorwurf zu hören bekommen, der Wolf (dabei handelte es sich um genau einen Wolf auf einem Truppenübungsplatz) würde ihnen die Sauen vertreiben. Ob da wirklich was dran ist, kann ich allerdings selbst nicht sagen.
    Zu den letzten beiden Absätzen, siehe oben.
    Der Kontinuumtransfunktionator ist ein sehr rätselhaftes und mächtiges Gerät,
    und seine Rätselhaftigkeit wird nur durch seine Macht übertroffen.

  7. #22
    Desperate Housewife Avatar von Eisperlchen
    Ort: McPomm + Berlin
    Ich wohne in einem sog. Wolfsgebiet in Meck.Pomm. und bin eindeutig Pro Wolf .
    Hier gibt es auch immer mal wieder Panikmache , wenn mal wieder ein totes Schaf auf der Weide liegt, aber bislang waren das lt. DNA immer Hunde, die gerissen haben .
    Aber natürlich wollen das so manche Leute nicht glauben

    Das eigentliche Problem liegt eindeutig beim Menschen , denn er ist dafür verantwortlich , dass sich Wölfe dem Menschen nähern und nicht der möglicherweise angefütterte Wolf an sich .

    Vor einem Abschuss sollte man zuerst versuchen , den Wolf zu vergrämen , z.b. mit Gummigeschossen , aber es wird ja fast immer gleich zur Flinte gegriffen .

    Die Herden müssen entsprechend geschützt werden , mit Wolfszäunen und Herdenschutzhunden und der Staat sollte die Eigentümer entsprechend unterstützen .
    Aber es wird trotzdem immer wieder zu Rissen kommen und damit müssen wir wieder lernen zu leben .

    Wenn ich mit den Hunden durch den Wald gehe , habe ich auch keine Angst , dass da plötzlich ein Wolf steht und mich und die Hunde angreift.
    Da habe ich mehr Angst bzw. Respekt vor Wildschweinen , die ganz schön aggressiv werden können .
    Aber auch da liegt es an mir : Verhalte ich mich ruhig und habe die Hunde unter Kontrolle und an der Leine , dann tun mir auch Wildschweine nichts.
    Und Hunde gehören im Wald nun mal grundsätzlich an die Leine
    Geändert von Eisperlchen (06-05-2017 um 08:44 Uhr)
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha

  8. #23
    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Ja, darüber hatte ich auch nachgedacht. Aber bei dieser Erklärung hätte ich eher eine entsprechend geringere "Dichte" von Jagdhund-Vorfällen im Norden erwartet, während die Karte in diesem Bereich ja so gut wie gar nichts anzeigt.
    Nunja, meiner Erfahrung nach neigen die Schweden weniger zu Statistiken, je weiter sei im Norden wohnen.


    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Mensch reagiert mit Schutzmaßnahmen, da ihm beides nicht Recht ist --> Wolf konzentriert sich wieder stärker auf Rehe, Hasen, Hirsche, Wildschweine usw.
    Jepp, das wird man versuchen.
    Ob es erfolgreich funktionieren wird mag die Zeit zeigen.
    Übrigens, ein Wildschwein ist für einen Wolf ein harter Gegner, wenn er kann wird er sich was einfacheres suchen.

  9. #24
    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Ich wohne in einem sog. Wolfsgebiet in Meck.Pomm. und bin eindeutig Pro Wolf .
    Hier gibt es auch immer mal wieder Panikmache , wenn mal wieder ein totes Schaf auf der Weide liegt, aber bislang waren das lt. DNA immer Hunde, die gerissen haben .
    Aber natürlich wollen das so manche Leute nicht glauben
    Würdest Du auch vonPanikmache reden wenn es Dein Schaf,oder 20 von Deinen sind?

    Und es sind beileibe nicht immer wildernde Hunde.

    http://www.maz-online.de/Lokales/Ost...nd-zehn-Schafe

    http://www.ndr.de/nachrichten/nieder...,wolf2720.html

    https://www.neues-deutschland.de/art...he-schafe.html


    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Das eigentliche Problem liegt eindeutig beim Menschen , denn er ist dafür verantwortlich , dass sich Wölfe dem Menschen nähern und nicht der möglicherweise angefütterte Wolf an sich .
    Das stimmt wenn es um mangelnde Scheu geht.
    Aber auch vollkommen wilde Wölfe werdenHaus und Nutztiere töten.


    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Vor einem Abschuss sollte man zuerst versuchen , den Wolf zu vergrämen , z.b. mit Gummigeschossen , aber es wird ja fast immer gleich zur Flinte gegriffen .
    Was soll diese Polemik?
    Der Wolf ist streng geschützt und es wird nicht einfach so "zur Flinte gegriffen" (was schon fachlicher Blödsinn ist)
    Die Vergrämungsmassnahmen greifen nur meistens nicht weil der Wolf eben sehr schlau ist, und genau weiß was gefährlich für ihn ist, und was nicht.

    Wenn man auf die Schußdistanz von Gummigeschossen an einen Wolf herankommt, dann stimmt bereits etwas gewaltig nicht.

    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Die Herden müssen entsprechend geschützt werden , mit Wolfszäunen und Herdenschutzhunden und der Staat sollte die Eigentümer entsprechend unterstützen .
    Aber es wird trotzdem immer wieder zu Rissen kommen und damit müssen wir wieder lernen zu leben .
    Typische Einstellung.
    Jemand anders soll sich kümmern, am besten der Staat.
    Schäden können mit Geld beseitigt werden.

    Wenn Du aber täglich mit Deinen Tieren zu tun hast, dann wird Dir diese Endschädigung eben nicht reichen. Du wirst einfach mit der Schafhaltung aufhören.
    Zäune haben bisher immer versagt. Das einzige was tatsächlich was bringt sind ausgebildete Herdenschutzhunde.
    Die gehen mit dem Wolf auch nicht zimperlich um und bringen ihn bei Gelegenheit auch um.
    Und sie greifen jeden an, der der Herde zu nahe kommt, auch wenns ein Radfahrer oder ein Kind ist.


    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Wenn ich mit den Hunden durch den Wald gehe , habe ich auch keine Angst , dass da plötzlich ein Wolf steht und mich und die Hunde angreift.
    Bei der derzeitigen geringenWolfspopulation ist die chance einem zu begegnen auch minimal.
    Könnte sich aber ändern.

    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Da habe ich mehr Angst bzw. Respekt vor Wildschweinen , die ganz schön aggressiv werden können .
    Sehr vernünftig.

    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Und Hunde gehören im Wald nun mal grundsätzlich an die Leine
    Jepp.
    Ich sags nur ungern, aber auch angeleinte Hunde sind für die Tiere imWald ein gewaltiger Störfaktor. Sie werden als Raubtiere wahrgenommen.

  10. #25
    @Eisperlchen

    Auf ganz dünnes Eis begibst Du Dich da, von wegen "es waren immer Hunde".
    Die Jungrinder-Herde in Niendorf wurde von einem Wolf angegriffen. DNA-Test hat's bestätigt.
    Google hilft weiter.

    Ich lebe und arbeite auch in einem von Wölfen frequentierten Gebiet in M-V.

    Angst vor dem Wolf habe ich nicht und finde auch diese Panikmache wegen Angriffen auf Menschen lächerlich.
    Allerdings ist es für einen Schäfer/Landwirt schon existenzbedrohend, immer wieder Tiere an den Wolf zu verlieren.
    Weidezäune, Herdenschutzhunde... Ja klar.
    Als wenn die Landwirte per se zu doof sind, ihre Tiere zu schützen.
    Die Herden leben in der Regel auf großen Koppeln. Extensive Weidewirtschaft.
    Die Zäune müssen hoch und stabil genug sein und gegen das Hochheben eingegraben werden.
    Ich stelle mir gerade die Lewitz in "eingezäunt" vor.
    Gutes Zaunmaterial kostet entsprechend und wenn die Hersteller Morgenluft wittern... der Rest ist gelebter Kapitalismus.
    Für eine Wanderschäferei nicht praktikabel.
    Ein Herdenschutzhund muss ausgebildet werden, das geht nicht von heute auf morgen.

    Der Wolf hat wieder hierhier gefunden. Schön.
    Aber wir leben nicht mehr im Mittelalter und haben als Menschen auch unseren Platz in der Welt.

    Insgesamt keine einfache Situation.

    Der Wildbestand wird sich durch den Wolf auch nicht schlagartig dezimieren, keine Bange.
    Aber das Wild ist "anders" unterwegs, die Einstände werden wechseln.
    Und an den vielen Wildunfällen mit Reh- Und Damwild in Südwestmecklenburg ist sicherlich der eine oder andere Wolf mittelbar beteiligt - Fluchtverhalten des gejagten Wildes etc.

    Ach ja und nochwas wegen dünnbesiedelt:

    Die Gebiete abseits der Touristenregionen in M-V verkommt zur Energiewüste:
    Windparks allüberall - auch in Ortsnähe.
    Solaranlagen werden auf freie Flächen gebaut.
    Biomassekraftwerke in den Dörfern.

    Naja. Das sehen die Naturschützer vielleicht nicht so eng.

    Die haben jetzt den Wolf als Thema.
    Geändert von Sausebraus (06-05-2017 um 09:27 Uhr) Grund: Falsches Wort geändert
    ...ich Dich auch...

  11. #26
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Und sie greifen jeden an, der der Herde zu nahe kommt, auch wenns ein Radfahrer oder ein Kind ist.
    Was ich "gelernt" habe, verbellen Herdenschutzhunde. Nur wer dumm ist und nicht weg geht, wird eventuell angegriffen.

  12. #27
    Desperate Housewife Avatar von Eisperlchen
    Ort: McPomm + Berlin
    Zitat Zitat von Kalb Beitrag anzeigen
    Was ich "gelernt" habe, verbellen Herdenschutzhunde. Nur wer dumm ist und nicht weg geht, wird eventuell angegriffen.
    Genauso ist es.
    Herdenschutzhunde leben mit der Herde , wachsen mit dieser auf und verteidigen sie .
    Wenn man natürlich so blöd ist, trotz eines drohenden Hundes mit einem ordentlichen Gebiss in die Herde ( oder auch in ein Grundstück ) hinein zu gehen, dann beisst sich dieser unter Garantie an einem fest.
    Geht/fährt man vorbei , warnen die Hunde zwar , greifen aber nicht an .
    Und unsere beiden warnen auch, wenn sich jemand unbefugt ihrem Revier nähert ...
    Geändert von Eisperlchen (06-05-2017 um 13:30 Uhr)
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha

  13. #28
    Bushveld Voortrekker Avatar von peterprochow
    Ort: Provinsie van Transvaal
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Übrigens, ein Wildschwein ist für einen Wolf ein harter Gegner, wenn er kann wird er sich was einfacheres suchen.
    Das stimmt, hatte es deswegen auch an letzter Stelle aufgezählt. Raubtiere sind ja wie gesagt auch Ökonomen, müssen mit ihren Kräften vernünftig umgehen, Verletzungen vermeiden. Das ist ja, wenn man den Faden weiterspinnt, auch einer der Gründe, warum man den Wolf zwar als Lebewesen schätzen sollte, aber bei aller Tierliebe dennoch vermeiden sollte, ihm den Menschen als gutmütiges, friedliches und vor allem harmloses Lebewesen zu vermitteln. Man kann nur hoffen, dass nicht irgendwann diverse Romantiker auf die Idee kommen, einem Rudel nachzustellen und sich, inspiriert von verschiedenen Fernsehserien, mit den Wölfen "anfreunden" zu wollen. Und hinterher ist der Wolf wieder der Böse.

    Es hat damit zwar nicht direkt etwas zu tun, aber es ist schon krass, wie sehr der Mensch die Fähigkeit zum vernunftgesteuerten Umgang mit der Natur verloren hat. Da werden auf der einen Seite Tiere, die nur ihren Instinkten folgen, als böse und hassenswert verurteilt und auf der anderen Seite werden Tiere vermenschlicht, verniedlicht und liebgehabt - so lange bis mal wieder jemand von den von ihm bevorzugten "Ersatzmenschen" namens Grizzlys zerfleischt oder beim Versuch, ein süßes kleines Kalb zu streicheln, von Kühen angegriffen wird. Vielleicht sollte man solche Dinge und die Vermittlung eines angemessenen Bewusstseins für Natur und Tiere mal verstärkt auf die Bildungsagenda setzen, angefangen bereits in den Schulen. Gerade auch dann, wenn wir unsere Umwelt zukünftig tatsächlich mit den Wölfen teilen wollen.


    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Wenn ich mit den Hunden durch den Wald gehe , habe ich auch keine Angst , dass da plötzlich ein Wolf steht und mich und die Hunde angreift.
    Da habe ich mehr Angst bzw. Respekt vor Wildschweinen , die ganz schön aggressiv werden können .
    Aber auch da liegt es an mir : Verhalte ich mich ruhig und habe die Hunde unter Kontrolle und an der Leine , dann tun mir auch Wildschweine nichts.
    Und Hunde gehören im Wald nun mal grundsätzlich an die Leine
    Das sollte man den Leuten, die zu übertriebener Angst vor Wölfen neigen, auch vermitteln: Dass sie im Prinzip schon Zeit ihres Lebens mit einem Tier koexistieren, dessen Gefahrenpotenzial, vor allem bei falschem Verhalten, über dem des Wolfes liegt. Vor den Schwarzkitteln habe ich auch Respekt, die können unter bestimmten Umständen richtig zur Kampfmaschine, bzw. zum Kampfschwein mutieren. Hunde sind da ein erheblicher Risikofaktor, was manche Menschen jedoch nicht davon abhält, ihre Vierbeiner sich im Unterholz austoben zu lassen.

    Mit dem ruhigen Verhalten ist das so eine Sache. Natürlich sollte man Wildschweine nicht provozieren, aber durch den Wald zu schleichen ist mindestens ebenso falsch. Die Tieren weichen im Normalfall aus, wenn sie einen rechtzeitig bemerken. Bekommen sie einen aber nicht mit und man gerät dann auch noch abseits der Wege überraschend mitten unter die Frischlinge, dann kann das böse ausgehen. Ich mache zwar keinen Lärm im Wald, sorge aber zu bestimmten Zeiten im Jahr trotzdem dafür, dass ich gehört werde.

    Eine andere Situation in die ich niemals kommen möchte ist die Begegnung mit einem angeschossenen Keiler, bei dem die Nachsuche versagt hat (bzw. ein verantwortungsloser Jäger - die gibt es leider auch - die Nachsuche abgebrochen und keine Meldung darüber abgegeben hat).
    Der Kontinuumtransfunktionator ist ein sehr rätselhaftes und mächtiges Gerät,
    und seine Rätselhaftigkeit wird nur durch seine Macht übertroffen.

  14. #29
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Mich persönlich stören Wölfe nicht. ich finde sie gut und würde gerne mal einen in Freiheit sehen.

    Ich freu mich aber schon sehr auf das aufgeregte Gegackere und "Experten" im TV, wenn Schafi, Hundi, und Pferdi plötzlich Teil der Nahrungskette vom Wolf werden.
    einen Wolf bei meinen Vollmondstreifzügen Nachts mal heulen hören, das wäre mal was. bin auf jeden Fall "pro Wolf" aber ich glaube das Ding ist gegessen. hier in der Eifel sowieso. haben zwar relativ viel Wald, aber alles nur Flickenteppiche. Gebiete wo man mal 10 km geradeaus laufen kann, ohne auf irgendeine Siedlung zu stoßen, muss man schon suchen.
    selbst mit gutem Willen, der Wolf passt nicht mehr in unsere ökonomisch durchorganisierten Wälder, den vielen Weideflächen und der dichten Besiedlung dazwischen.
    kann ich mir nur schwer vorstellen.

  15. #30
    Desperate Housewife Avatar von Eisperlchen
    Ort: McPomm + Berlin
    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    f


    Mit dem ruhigen Verhalten ist das so eine Sache. Natürlich sollte man Wildschweine nicht provozieren, aber durch den Wald zu schleichen ist mindestens ebenso falsch. Die Tieren weichen im Normalfall aus, wenn sie einen rechtzeitig bemerken. Bekommen sie einen aber nicht mit und man gerät dann auch noch abseits der Wege überraschend mitten unter die Frischlinge, dann kann das böse ausgehen. Ich mache zwar keinen Lärm im Wald, sorge aber zu bestimmten Zeiten im Jahr trotzdem dafür, dass ich gehört werde.

    Eine andere Situation in die ich niemals kommen möchte ist die Begegnung mit einem angeschossenen Keiler, bei dem die Nachsuche versagt hat (bzw. ein verantwortungsloser Jäger - die gibt es leider auch - die Nachsuche abgebrochen und keine Meldung darüber abgegeben hat).
    Die Situation mit einer wütend grunzenden Bache , die mit ihren Frischlingen den selben Weg kreuzen wollte wie ich und Nio, hatte ich schon .
    Also bin ich stehengeblieben, habe ihn mit Handzeichen bei Fuß geschickt und bin rückwärts langsam zurück .
    Der Hund hat sich an mir orientiert , erkannt, dass Frauchen ruhig bleibt und hat auch keinen Mucks von sich gegeben .
    Die Bache ist mit ihren Frischlingen über den Weg gerannt und im Unterholz verschwunden .

    Herzklopfen hatten wir allerdings hinterher beide
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha


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