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  1. #61
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Das ist genau die Art von Verhalten die von "Experten" als unmöglich bezeichnet wurde.
    Nicht von allen, aber da kommt es eben darauf an, wen man fragt. Prof. Geist hat da eine andere Position.
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Der Wolf lernt gerade das Menschen keine Gefahr sind und passt sich entsprechend an, in rasender Geschwindigkeit.
    Genau darauf hat Prof. Valerius Geist hingewiesen- es gibt von ihm auch ein sieben- Stufen- Modell wie es zu Wolfsangriffen kommt. Er hat jahrelang mit Wölfen gelebt. In folgendem Artikel geht es ab Seite 3 auch um ihn.

    http://www.zeit.de/2015/14/tiere-woelfe-bedrohung

  2. #62
    Zitat Zitat von Stella Beitrag anzeigen
    Nicht von allen, aber da kommt es eben darauf an, wen man fragt. Prof. Geist hat da eine andere Position.


    Genau darauf hat Prof. Valerius Geist hingewiesen- es gibt von ihm auch ein sieben- Stufen- Modell wie es zu Wolfsangriffen kommt. Er hat jahrelang mit Wölfen gelebt. In folgendem Artikel geht es ab Seite 3 auch um ihn.

    http://www.zeit.de/2015/14/tiere-woelfe-bedrohung
    Danke für den Link!
    Bin mal gespannt wie das hier in D weitergeht.
    Geändert von fraktal (09-05-2017 um 19:00 Uhr)

  3. #63
    In Brandenburg wird's gerade zum Problem. Ich mag ja Wölfe, aber ich mag halt auch Schafe. Und wenn man auf der Weide so etwas vorfindet - da kann ich schon verstehen, dass man dann weniger Lust auf weitere Wölfe hat.

    https://www.morgenpost.de/brandenbur...30-Schafe.html

  4. #64
    Hier in der weiteren Umgebung hat die Tage ein Hund ein trächtiges Schaf und Lämmer auf einer Weide gerissen. Kann es nicht verlinken, weil Ihr dann an einer Lesebeschränkung landet.
    Google nach "Hund trächtiges Schaf Lämmer" bringt als Ergebnis einen Artikel der SWP.

    Ist scheiße für die Schafe und seine Besitzer, keine Frage, kommt aber mit und ohne Wolf halt vor.

  5. #65
    Zitat Zitat von tanguy Beitrag anzeigen
    Hier in der weiteren Umgebung hat die Tage ein Hund ein trächtiges Schaf und Lämmer auf einer Weide gerissen. Kann es nicht verlinken, weil Ihr dann an einer Lesebeschränkung landet.
    Google nach "Hund trächtiges Schaf Lämmer" bringt als Ergebnis einen Artikel der SWP.

    Ist scheiße für die Schafe und seine Besitzer, keine Frage, kommt aber mit und ohne Wolf halt vor.
    Was ist das denn für eine sonderbare Relativierung?

    Ein Hund wildert weil sein Halter nicht auf Zack ist.
    Ansonsten bezieht er seine Energie aus dem Futternapf.

    Wölfe leben draussen. jagen und fressen um zu überleben. Sie haben keinen direkten Zugang zum Hundenapf, es sei denn sie fressen den Hund.
    Ein Wolf braucht ca 4 kg Fleisch am Tag.
    Das geht nur durchs Töten großer Beutetiere.

    Was das bei 200 Wölfen bedeutet ist mathematisch klar.

    Ich seh das mittlerweile recht nüchtern. Mit einigen dutzend, vielleicht hundert Wolfsrudeln wird es keine Weidehaltung mehr geben.
    Zumindest nicht wenn es um Tiere geht die kleiner als Rinder sind.
    Daran werden auch Esel und Lamas nichts ändern.

    Müssen wir halt gesellschaftlich entscheiden ob das so gewollt ist oder nicht.

  6. #66
    langweiliger Pömp Avatar von killefitz
    Ort: hier bei mir
    Und ohne Weideschafhaltung wird in ettlichen Bereichen die Landschaftspflege sehr mau aussehen.
    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert

    Bild:
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  7. #67
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Was ist das denn für eine sonderbare Relativierung?

    Ein Hund wildert weil sein Halter nicht auf Zack ist.
    Ansonsten bezieht er seine Energie aus dem Futternapf.

    Wölfe leben draussen. jagen und fressen um zu überleben. Sie haben keinen direkten Zugang zum Hundenapf, es sei denn sie fressen den Hund.
    Ein Wolf braucht ca 4 kg Fleisch am Tag.
    Das geht nur durchs Töten großer Beutetiere.

    Was das bei 200 Wölfen bedeutet ist mathematisch klar.

    Ich seh das mittlerweile recht nüchtern. Mit einigen dutzend, vielleicht hundert Wolfsrudeln wird es keine Weidehaltung mehr geben.
    Zumindest nicht wenn es um Tiere geht die kleiner als Rinder sind.
    Daran werden auch Esel und Lamas nichts ändern.

    Müssen wir halt gesellschaftlich entscheiden ob das so gewollt ist oder nicht.
    ich habe nach wie vor nichts gegen den Wolf aber wir leben nun mal nicht im Nationalpark in dem ein Land wie DE 5x rein passt mit nicht mal 1/4 der Bevölkerung... ich persönlich verstehe nach wie vor nicht warum man in einem Land wie DE.. der Meinung war - man müsste den Wolf wieder ansiedeln .. ist den seit dem er "verschwunden" ist der Landfraß oder die Bevölkerung / Autobahnen usw weniger geworden und der Lebensraum in dem er ungestört das tun kann was ein Wolf nun mal tut mehr .. hab ich da was verpasst ?

  8. #68
    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    Weißt du zufällig, warum die Angriffe auf Jagdhunde auf deiner Karte so regional konzentriert auftreten? Haben sich die Grauen momentan nur in Mittelschweden ausgebreitet oder hat das andere Gründe?
    Nachtrag dazu:

    Hab mich mit einem schwedischen Jäger unterhalten.
    Der meinte, das läge daran das es im Norden kaum Wölfe gäbe.

    Die Lappen und Samen, die dort wie seit Jahrhunderten Rentiere halten und züchten, würden auf das Wolfsschutzgesetz pfeifen und jeden Wolf abschiessen.

    Im Süden gibts keine Samen, und die Schweden halten sich mehr oder weniger unwillig an die Gesetze.

    Wie gesagt, schwedischer O-Ton.

  9. #69
    Bushveld Voortrekker Avatar von peterprochow
    Ort: Provinsie van Transvaal
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Nachtrag dazu:

    ...

    OK, danke für den Nachtrag. Ich war zwar noch nicht in Nordschweden, aber wenn es da ansatzweise so aussieht wie in Mittel- oder Nordnorwegen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es gar nicht so schwierig ist, ab und an mal einen Wolf "um die Ecke zu bringen". Zumal, wenn sich alle "Nachbarn" darin einig sind.

    Ein paar Gedanken in dieser Hinsicht mache ich mir auch in Bezug auf unsere eigenen Gefilde. Das folgende fiktive Szenario ist zwar nicht übermäßig wahrscheinlich, aber auch nicht gänzlich undenkbar: Unterstellen wir mal, dass einem beliebigen nicht allzu verantwortungsvollen Jäger, nennen wir ihn mal Holger, irgendwann die Hutschnur hochgeht, weil er den Wolf sowieso schon immer gehasst hat oder der Meinung ist, dieser würde dem Jäger sein Wild vertreiben. Vielleicht projiziert Holger auch nur seine sonstigen persönlichen Probleme auf den alten Isegrim. Warum auch immer, jedenfalls hebt Holger sein Gewehr und brennt dem verhassten Konkurrenten eins auf den Pelz. Nun trifft er aber nicht richtig, verletzt den Wolf lediglich und scheitert auch bei der Nachsuche. Angesichts der momentanen Gesetzeslage ist Holger auch nicht sonderlich motiviert, um behördliche Hilfe oder die Unterstützung seiner Jagdkollegen zu bitten, also steigt er lediglich mit einem mehr oder weniger mulmigen Gefühl im Bauch in seinen allradgetriebenen Untersatz und fährt nach Hause, getrieben von einer plötzlichen Neugier auf die abendliche volksmusikalische Unterhaltung im TV. Isegrim seinerseits hat nun ein Problem. Aufgrund seiner bleibenden Behinderung muss er sich, will er überleben, neue Beute suchen - am besten nicht sonderlich wehrhaft, nicht sonderlich schnell und nicht sonderlich weit weg, d.h. in großer Zahl in den heimischen Wäldern unterwegs. Vor allem im Winter, wenn auch das Weidevieh allmählich aus dem Landschaftsbild verschwindet. Während Holger im beheizten Wohnzimmer der neuen Platte von Andrea Berg entgegenfiebert, folgen Isegrims Augen immer öfter einsamen Wanderern auf verschneiten Waldwegen...
    Der Kontinuumtransfunktionator ist ein sehr rätselhaftes und mächtiges Gerät,
    und seine Rätselhaftigkeit wird nur durch seine Macht übertroffen.

  10. #70
    Zitat Zitat von peterprochow Beitrag anzeigen
    nicht allzu verantwortungsvollen Jäger, nennen wir ihn mal Holger, irgendwann die Hutschnur hochgeht, weil er den Wolf sowieso schon immer gehasst hat
    Zum Holger Szenario:

    Es gibt schon saudumme Leute, und man kann sich alles vorstellen, aber das halte ich für wenig wahrscheinlich.
    Aus verschiedenen, auch rein technischen Gründen. (moderne Munition vs. Wolf)

    Wahrscheinlicher und weitaus erschreckender finde ich die von Val Geist beschriebenen Szenarien, in denen der Wolf anfängt die Menschen auszutesten, hinsichtlich ihres Potentials als tödlicher Gegner, und wenn dies nicht zutrifft, dann als evtl. Beute.

    Die beschriebenen Fälle aus Indien und Kanada sollten einen echt aufhorchen lassen.

  11. #71
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    Zitat Zitat von Isiusch Beitrag anzeigen
    ich habe nach wie vor nichts gegen den Wolf aber wir leben nun mal nicht im Nationalpark in dem ein Land wie DE 5x rein passt mit nicht mal 1/4 der Bevölkerung... ich persönlich verstehe nach wie vor nicht warum man in einem Land wie DE.. der Meinung war - man müsste den Wolf wieder ansiedeln .. ist den seit dem er "verschwunden" ist der Landfraß oder die Bevölkerung / Autobahnen usw weniger geworden und der Lebensraum in dem er ungestört das tun kann was ein Wolf nun mal tut mehr .. hab ich da was verpasst ?

    vll kam der Gedanke der Wolfsrückansiedlung noch aus der zeit vor ein paar Jahren als wirklich noch ein paar Leute ernsthaft dachten, wir in Dtl wären bald nur noch 60 Mios (obwohl schon da klar war, dass das auf viele viele Jahre nicht der Fall sein wird, weil Mitteleuropa einfach ein viel zu attraktiver Lebensraum für Menschen aus der ganzen Welt ist, auch wenn hier die Geburten zurück gehen).

    also ernsthaft - vll hat man sich das damals überlegt für die Zukunft.
    und dann hat irgendwer gesagt: ach, wir probieren es schon jetzt mal


    manchmal verselbstständigen sich solche Ideen und treiben seltsame Blüten.

    Denk ich an Deutschland in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  12. #72
    Bushveld Voortrekker Avatar von peterprochow
    Ort: Provinsie van Transvaal
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Zum Holger Szenario:

    Es gibt schon saudumme Leute, und man kann sich alles vorstellen, aber das halte ich für wenig wahrscheinlich.
    Aus verschiedenen, auch rein technischen Gründen. (moderne Munition vs. Wolf)

    Wahrscheinlicher und weitaus erschreckender finde ich die von Val Geist beschriebenen Szenarien, in denen der Wolf anfängt die Menschen auszutesten, hinsichtlich ihres Potentials als tödlicher Gegner, und wenn dies nicht zutrifft, dann als evtl. Beute.

    Die beschriebenen Fälle aus Indien und Kanada sollten einen echt aufhorchen lassen.

    Der Mensch gehört für mehrere Großraubtiere eigentlich nicht zum typischen Beutespektrum. Einmal entdeckt, welch "leichte Beute" er ist, mutieren allerdings immer wieder einige Exemplare der ersteren zu regelrechten Menschenfressern. Aus der momentanen Mode, Tiere zu vermenschlichen und ihre instinktive Natur zu ignorieren, resultiert natürlich eine besonders große Gefahr, dass irgendwann auch Wölfe (zunehmend) lernen werden, dass man vor Menschen keine Angst haben muss. Das räumlich enge Miteinander würde ich da noch als zusätzlich begünstigend ansehen.


    Das Holger-Szenario hatte ich ja bereits als nicht allzu wahrscheinlich, aber dennoch möglich eingestuft. Moderne Waffen und Munition kann man als Argument dagegen gelten lassen; allerdings sind auch Ort und Winkel des Treffers sowie aktuelle Witterungsbedingungen von Bedeutung. Es kommt immer wieder dazu, dass bei der Jagd angeschossenes Wild fliehen kann. Dann ist gute Schweißarbeit gefragt, die aber auch hin und wieder scheitert. Ein spontaner Link:

    Angeschossene Wildtiere – Eine traurige Seite der Jagd

    Zusätzlich zu den pro Jagdjahr in der Schweiz erlegten rund 40’000 Rehen, 10’000 Hirschen und 12’000 Gämsen dürften mehrere hundert – wenn nicht über 1’000 – Tiere kommen, die lediglich angeschossen werden und verletzt fliehen.

    [...]

    Die Erfolgsquote der Nachsuchen auf verletztes Wild liegt je nach Kanton bei lediglich 35 bis 65%.

    Also: wahrscheinlich nicht, aber denkbar. Einige konkrete Fälle angeschossener Wölfe:

    Urner Wolf vor Abschuss illegal gejagt und angeschossen

    Wolf angeschossen - 1000 Euro Strafe

    Wolf bei Cammer im Landkreis Potsdam-Mittelmark angeschossen
    Der Kontinuumtransfunktionator ist ein sehr rätselhaftes und mächtiges Gerät,
    und seine Rätselhaftigkeit wird nur durch seine Macht übertroffen.

  13. #73
    Das Wölfe und andere Tiere angeschossen werden können ist klar.
    Dann geht von ihnen auch sicher oft eine höhere Gefahr aus.

    Mein Einwand war er auf die langfristigen Konsequenzen hin erfolgt. Das hab ich nicht klar ausgedrückt.
    Ich denke wenn etwas Wolfsgroßes von einem modernem JAgdgeschoss getroffen wird, dann wird das Tier über kurz oder lang daran sterben.
    Die Zeit bis dahin ist natürlich ein Problem. Da hast Du auf jeden Fall recht.


    Wie das mit den Wölfen so weitergeht ist eine wirklich interessante Sache.
    Wir erleben wie eine extrem anpassungsfähige, räuberische Spezies, sich an einen Lebensraum voller Menschen anpasst, die beschlossen haben, dies vorerst zuzulassen.

    Mit der Kulturlandschaft, und den menschlichen Einflüssen darin kommen die Wölfe auf jeden Fall locker klar, und sie werden das neue Habitat so gut für sich zu nutzen wissen, dass wir darüber nur staunen können.

    Bin wirklich gespannt wohin das führt.

  14. #74
    Es gibt eine Petition für die Regelung zum Einsatz von Herdenschutzhunden
    http://www.hshpetition.de

  15. #75
    ...weder wolf noch andere raubtiere waren oder oder sind für den menschen existensbedrohend. der gefährlichste feind des menschen ist und bleibt der mensch selbst. sollen wir ihn deshalb ausrotten?


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