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  1. #541
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Naja, sie haben die Rede- und Meinungsfreiheit genutzt um der Welt (und den wahlberechtigten Auslandstürken) mitzuteilen, dass sie zu Erdogan stehen und ihn als ihren verehrten Präsidenten bezeichnet (zumindest Gündogan hat das). Damit haben sie ihre Meinung kundgetan und das war ihr gutes Recht. Ich bin anderer Meinung! Und ja, ich finde es bedauerlich, wenn man Freiheitsrechte wie die Meinungsfreiheit nutzt um einen Mann zu unterstützen, der solche Rechte mit Füßen tritt. Aber sie haben nichts Verbotenes gemacht.
    Das habe ich auch nicht geschrieben. Sie haben etwas für mich Unverständliches getan, indem sie einem Despoten Wahlhilfe leisten - das ist nicht abzustreiten. Und dafür hätte ich gerne den Grund gewusst. Sehen sie das nicht? Können sie das ausblenden? Was sehen sie in Erdogan? Das Argument der chancenlos Abgehängten trifft es ja in beiden Fällen nicht.
    Geändert von Giftnudel (16-05-2018 um 15:11 Uhr)

  2. #542
    Die Auslandstürken von heute sind mehrheitlich nationalistischer und islamischer als die in den 60er und frühen 70er Jahren ausgewanderten Türken. Özil und Gündogan sind ein Spiegel dieser Mehrheit

  3. #543
    Zitat Zitat von Giftnudel Beitrag anzeigen
    Und dafür hätte ich gerne den Grund gewusst. Sehen sie das nicht? Können sie das ausblenden? Was sehen sie in Erdogan? Das Argument der chancenlos Abgehängten trifft es ja in beiden Fällen nicht.
    Ich denke nicht, dass du da die Wahrheit zu hören kriegen würdest.
    "Ich wurde eingeladen, ich habe die Einladung aus Höflichkeit angenommen. Ich kann einem Staatsoberhaupt ja nicht nein sagen."
    Das wäre dann vielleicht so eine schön neutrale Antwort.

    Aber wir können uns doch alle vorstellen, dass keiner hingehen würde, der gegen Erdogan ist?
    Geändert von Sabuha (16-05-2018 um 15:26 Uhr)

  4. #544
    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Die Auslandstürken von heute sind mehrheitlich nationalistischer und islamischer als die in den 60er und frühen 70er Jahren ausgewanderten Türken.
    Woher hast du diese Info?

  5. #545
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Naja, sie haben die Rede- und Meinungsfreiheit genutzt um der Welt (und den wahlberechtigten Auslandstürken) mitzuteilen, dass sie zu Erdogan stehen und ihn als ihren verehrten Präsidenten bezeichnet (zumindest Gündogan hat das). Damit haben sie ihre Meinung kundgetan und das war ihr gutes Recht. Ich bin anderer Meinung! Und ja, ich finde es bedauerlich, wenn man Freiheitsrechte wie die Meinungsfreiheit nutzt um einen Mann zu unterstützen, der solche Rechte mit Füßen tritt.
    Das wäre zu hinterfragen, ob sie das getan haben - oder ob sie einfach nicht ausreichend nachgedacht, und aus einem vielleicht falschen Verständnis von Höflichkeit und Schuldigkeit eine Dummheit begangen haben.

    Gündogan behauptet letzteres, und auch der DFB, der Bundestrainer und viele Pressekommentare verbreiten diese Version ("Fehler gemacht", "werden daraus lernen"). Aber vielleicht hast du ja recht, und sie wollten - entgegen Gündogans Schutzbehauptung - tatsächlich ein Statement machen und Erdogan unterstützen.

  6. #546
    Egal ob sie es wirklich wollten oder nicht, sie haben ein Pro-Erdogan-Statement gesetzt. Sie werden in der türkischen Presse für ihre loyale Haltung zu ihrem "verehrten Präsidenten Erdogan" bejubelt und als Vorbilder gelobt. Genau so wurde der Auftritt (in der Türkei und in Deutschland) verstanden und genau so wird er von Erdogans Seite im Wahlkamp auch verkauft. (Auch wenn die beiden Spieler es vielleicht gar nicht so gemeint haben sollten.) Jeder mit etwas Medienerfahrung, wie beispielsweise Nationalspieler, hätte das vorausahnen können.

  7. #547
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass du da die Wahrheit zu hören kriegen würdest.
    "Ich wurde eingeladen, ich habe die Einladung aus Höflichkeit angenommen. Ich kann einem Staatsoberhaupt ja nicht nein sagen."
    Das wäre dann vielleicht so eine schön neutrale Antwort.

    Aber wir können uns doch alle vorstellen, dass keiner hingehen würde, der gegen Erdogan ist?
    Da Emre Can trotz Einladung nicht hingegangen ist war auch das eine Option. Man muss wohl davon ausgehen, dass die Beiden Erdogan sehr, sehr unkritisch sehen. Eigentlich schlimmer finde ich aber Gündogans Satz, dass für ihn die Werte des DFB gelten. Müsste es nicht das Grundgesetz sein? Eigentlich schon, wenn er einen deutschen Pass hat. So wie er es sagt, gelten für ihn die Werte seines deuchen Arbeitgebers. Er trennt fein säuberlich.

  8. #548
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    Egal ob sie es wirklich wollten oder nicht, sie haben ein Pro-Erdogan-Statement gesetzt. Sie werden in der türkischen Presse für ihre loyale Haltung zu ihrem "verehrten Präsidenten Erdogan" bejubelt und als Vorbilder gelobt. Genau so wurde der Auftritt (in der Türkei und in Deutschland) verstanden und genau so wird er von Erdogans Seite im Wahlkamp auch verkauft. (Auch wenn die beiden Spieler es vielleicht gar nicht so gemeint haben sollten.) Jeder mit etwas Medienerfahrung, wie beispielsweise Nationalspieler, hätte das vorausahnen können.
    Ja, aber man könnte doch mal fragen, wie sie es gemeint haben.
    Gündogan hat ja schon eine (m.E.) nicht sehr überzeugende Erklärung abgegeben, Özil hat anscheinend noch gar nichts gesagt, und da könnte man doch mal nachfragen!
    Dass der Bundestrainer und der DFB kurz vor der WM keinen Ärger wollen, kann ich ja verstehen. Aber dass auch die meisten Pressekommentare (zumindest diejenigen, die ich kenne) bereitwillig auf die Schiene "nicht nachgedacht, Dummheit begangen, sollten es besser wissen" einschwenken, ohne nachzufragen, ob sie es vielleicht tatsächlich besser wussten, finde etwas irritierend. Die beiden sind keine Teenager, das sind langjährige Profis mit mehr als nur "etwas" Medienerfahrung, und sie haben es nicht verdient, dass sie nun als dumme Jungen hingestellt werden.

  9. #549
    Zitat Zitat von Giftnudel Beitrag anzeigen
    Da Emre Can trotz Einladung nicht hingegangen ist war auch das eine Option.
    Natürlich gab es die Option. Und wenn du dich nicht traust, nein zu sagen, täuschst du halt ne Magen-Darm-Grippe vor oder sontwas.
    Ich glaube nicht, dass man sie hingeprügelt hätte.
    Und irgendwo in den aktuellen Berichten stand, dass Özil den Erdogan schon mal getroffen hat (in Spanien hätte er ihn vor dem Hotel überrascht oder so ähnlich)

  10. #550
    Sehender Avatar von Willipruefer
    Ort: einst hinter den 7 Bäumen
    Na ich denke sie werden es schon so gemein haben, wie sie es sagten, also aus Überzeugung und nicht aus Dummheit.
    Das Geheimnis des Könnens ist Wollen.
    Lächel mal wieder, auch wenn's saumäßig schwerfällt.

  11. #551
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Natürlich gab es die Option. Und wenn du dich nicht traust, nein zu sagen, täuschst du halt ne Magen-Darm-Grippe vor oder sontwas.
    Ich glaube nicht, dass man sie hingeprügelt hätte.
    Und irgendwo in den aktuellen Berichten stand, dass Özil den Erdogan schon mal getroffen hat (in Spanien hätte er ihn vor dem Hotel überrascht oder so ähnlich)
    Das wird/könnte wohl wirklich Zufall gewesen sein.

    Auch wenn DFB, Özil, Gündogan meinen, jetzt alles durch Wischiwaschi-Erklärungen aus der Welt geräumt zu haben. Die Angelegenheit steht wie ein Elefant im Raum und der wird durch alberne Erklärungen nicht unsichtbar. Das Ganze wird ihnen noch auf die Füße fallen. Spätestens, wenn sie nicht mehr so spielen wie sie sollen.

  12. #552
    Zitat Zitat von Giftnudel Beitrag anzeigen
    Eigentlich schlimmer finde ich aber Gündogans Satz, dass für ihn die Werte des DFB gelten. Müsste es nicht das Grundgesetz sein? Eigentlich schon, wenn er einen deutschen Pass hat.
    Finde ich nicht.
    Das Grundgesetz ist ein Gesetz für den Staat, die Bundesrepublik Deutschland. Aber Deutschland ist ein pluralistischer Staat, das betrifft auch den persönlichen Wertekanon seiner Bürger. Selbstverständlich ist es wünschenswert, dass die grundlegenden Werte des GGs von möglichst vielen Bürgern geteilt werden. Aber ich fände es bedenklich, wenn ein Staat allen seinen Bürgern vorschreiben wollte, welches ihre Werte zu sein haben.

    Ich habe übrigens mal auf der DFB-Homepage nach den Werten des DFB gesucht. Gefunden habe ich lediglich sportlich bzw. persönliche Qualitäten, keine Aussage zu politischen oder gesellschaftlichen Wertvorstellungen. Das finde ich für einen Sportverband auch ausreichend, nur frage ich mich, worauf sich Herr Grindel mit seiner Aussage zu den Werten des DFB bezog.

    Deutsche Tugenden 2.0: Menschliche und fußballerische Qualitäten verbinden!

    Charaktermerkmale und Eigenschaften wie Optimismus, Zielstrebigkeit, Teambewusstsein, Willenskraft oder Eigeninitiative sind gleichermaßen wichtig für die persönliche Stärke und Zukunft als Mensch wie auch für Erfolge als Fußballer! Somit ist ein Katalog an unverzichtbaren Persönlichkeitsmerkmalen die Basis und der alles umschließende Mantel aller sportlichen Strategien und Konzepte von der Spiel- über die Ausbildungs- bis zur Trainingsvision.

    Aus diesem Grund sind diese Persönlichkeitsqualitäten herausragende Ziele und Schwerpunkt einer ganzheitlichen Ausbildung von Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und allen anderen Rollen, die zur Entwicklung des Spiels beitragen. Speziell das Heranbilden junger Persönlichkeiten, die psychisch stabil gleichermaßen Anforderungen des Lebens als auch Drucksituationen des Fußballs meistern, ist eine große Herausforderung im Ausbildungsprozess der Talente!
    https://www.dfb.de/sportliches-leitb...b-tugenden-20/

  13. #553
    Zitat Zitat von Giftnudel Beitrag anzeigen
    Das wird/könnte wohl wirklich Zufall gewesen sein.
    Vielleicht haben wir da ein Missverständnis?
    Das liest sich so, als hätte ich sowas in der Art gesagt und du stimmst mir nun zu, dass es Zufall sein könnte?

  14. #554
    Zitat Zitat von JackB Beitrag anzeigen
    Finde ich nicht.
    Das Grundgesetz ist ein Gesetz für den Staat, die Bundesrepublik Deutschland. Aber Deutschland ist ein pluralistischer Staat, das betrifft auch den persönlichen Wertekanon seiner Bürger. Selbstverständlich ist es wünschenswert, dass die grundlegenden Werte des GGs von möglichst vielen Bürgern geteilt werden. Aber ich fände es bedenklich, wenn ein Staat allen seinen Bürgern vorschreiben wollte, welches ihre Werte zu sein haben.

    ....
    Da das GG und die daraus resultierenden Gesetze Grundlage unseres Zusammenlebens sind, sollten die darin vermittelten Werte schon angenommen werden. Gleichberechtigung, Meinungs-Pressefreihet, um nur einige zu nennen. So sehe ich das jedenfalls. Das muss natürlich nicht richtig sein. Aber genau das Bekenntnis fehlt mir bei Herrn G. Die Werte des DFB gelten für Fußballerinnen, sind mir aber, in Fällen wie hier, in denen es gar nicht um Sport geht, ziemlich egal.

  15. #555
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben wir da ein Missverständnis?
    Das liest sich so, als hätte ich sowas in der Art gesagt und du stimmst mir nun zu, dass es Zufall sein könnte?
    Ich wusste das gerade nicht richtig einzuordnen. Jetzt habe ich es, alles OK.


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