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  1. #31
    Member
    Ort: im Süden von Hamburg
    Na ob 25 oder 30 macht schon einen Unterschied. V.a. bei den sozialen auffälligkeiten vieler kinder heute. Allem anderen kann ich nur zustimmen.

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  2. #32
    love trumps hate Avatar von Ariel
    Ort: Monkey Island
    idR wissen Lehrer aber, dass sie einen Bildungs- und ERZIEHUNGSauftrag haben. Besonders an Grundschulen leisten die Lehrer noch sehr viel Erziehungsarbeit, zB Erziehung zur Gemeinschaftlichkeit.
    Ich denke, es funktioniert dann gut, wenn alle zusammenarbeiten. Da Lehrer und Eltern aber häufig gegeneinander kämpfen, ist das zT echt schwierig.
    Und ich wollte mit meinem Post von heute Mittag auch keinen Eltern den schwarzen Peter zuschieben, als ich von fehlender Förderung im Elternhaus schrieb. Ich habe Eltern, die wollen ihrem Kind helfen und es unterstützen, schaffen es aber aus irgendwelchen Gründen nicht und/oder es ist für Nachhilfe oder sonstige Betreuung einfach kein Geld da.
    Scheißegal-Eltern gibts natürlich, aber die sind zumindest bei uns echt in der Minderheit.

    John Hattie hat 2013 eine sehr gute Studie veröffentlicht, die untersucht, was zum Lernerfolg beiträgt. Die Klassengröße ist da eher weniger entscheidend, den größten EInfluss hat die Lehrperson. Klar, taugt der Lehrer nix, haben auch Klassen mit 12 Schülern keinen Leistungsfortschritt. Ich finde Hattie insofern spannend, als dass er die angebliche Bildungsoffenbarung in BaWü, nämlich die Gemeinschaftsschule, entthront.
    Geändert von Ariel (14-10-2017 um 22:55 Uhr)

  3. #33
    Zitat Zitat von Brontes Beitrag anzeigen
    Worauf ich hinauswill: Ich sehe das Problem und die Aufgabe ganz klar beim Elternhaus. Um was soll sich eine Schule denn eigentlich noch alles kümmern? Der Erziehungsauftrag liegt nicht nur bei der Schule, sondern in erster Linie bei den Eltern.
    Gut, aber dann erkläre mir doch mal bitte, warum sich die Leistungen der Kinder in den letzten Jahren derart verschlechtert haben, obwohl sie heute mehr Zeit denn je in Bildungseinrichtungen verbringen?

    Das Argument, dass dann alles an den Eltern liegt, zieht dann nicht mehr. Dann muss sich Schule dann irgendwann auch mal selbst hinterfragen.

  4. #34
    Ich finde es bedenklich, dass hier Eltern, Lehrer, Schulsystem hinterfragt wird, aber nicht das fragwürdige Setting der Prüfung. Natürlich sind Schreiben, Lesen, Zuhören und Rechnen die wichtigsten Kompetenzen, bilden aber kaum ab, was Schüler heut auch am Ende der Grundschule beherrschen. Während man früher ein Buch gelesen hat, ist man heut am Handy, die Rechtschreibung leidet, andere Kompetenzen werden gestärkt. Eine Mail abrufen versuchen wir teilweise 60Jährigen beizubringen, dass Grundschüler dies aber schon können, wird nicht gewertschätzt.

    Für mich sind diese Vergleichstest kaum aussagekräftig. Kaum zeitgemäß.

  5. #35
    Zitat Zitat von Ariel Beitrag anzeigen
    idR wissen Lehrer aber, dass sie einen Bildungs- und ERZIEHUNGSauftrag haben. Besonders an Grundschulen leisten die Lehrer noch sehr viel Erziehungsarbeit, zB Erziehung zur Gemeinschaftlichkeit.
    Ich denke, es funktioniert dann gut, wenn alle zusammenarbeiten. Da Lehrer und Eltern aber häufig gegeneinander kämpfen, ist das zT echt schwierig.
    Und ich wollte mit meinem Post von heute Mittag auch keinen Eltern den schwarzen Peter zuschieben, als ich von fehlender Förderung im Elternhaus schrieb. Ich habe Eltern, die wollen ihrem Kind helfen und es unterstützen, schaffen es aber aus irgendwelchen Gründen nicht und/oder es ist für Nachhilfe oder sonstige Betreuung einfach kein Geld da.
    Scheißegal-Eltern gibts natürlich, aber die sind zumindest bei uns echt in der Minderheit.
    Das größte Problem, das ich im Elternhaus sehe, ist, dass die Eltern oft selbst gestresst und überfordert sind und kaum Zeit für ihre Kinder haben. Und gestresste, nervöse Eltern haben vielleicht auch gestresste, nervöse Kinder zur Folge, die noch dazu viel zu oft sich selber überlassen wurden. Hinzu kommen dann noch Dinge, wie Trennung, Scheidung etc., mit denen die Kinder erst einmal klar kommen müssen.

    Zitat Zitat von Ariel Beitrag anzeigen
    John Hattie hat 2013 eine sehr gute Studie veröffentlicht, die untersucht, was zum Lernerfolg beiträgt. Die Klassengröße ist da eher weniger entscheidend, den größten EInfluss hat die Lehrperson. Klar, taugt der Lehrer nix, haben auch Klassen mit 12 Schülern keinen Leistungsfortschritt. Ich finde Hattie insofern spannend, als dass er die angebliche Bildungsoffenbarung in BaWü, nämlich die Gemeinschaftsschule, entthront.
    Aber das zeigt doch, wie wichtig die sozialen Beziehungen sind. Ich nehme an, nicht nur die fachliche Kompetenz eines Lehrers ist unheimlich wichtig, sondern auch wie viel Lob und Anerkennung sie erfahren.

  6. #36
    Member
    Ort: im Süden von Hamburg
    Da unterschätzt du aber die heutigen 60jährigen. Meine eltern sind in dem alter und bewegen sich bti instagram facebook, machen online shopping und schreiben natürlich auch mails.

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  7. #37
    love trumps hate Avatar von Ariel
    Ort: Monkey Island
    Zitat Zitat von Blackbird Beitrag anzeigen
    Aber das zeigt doch, wie wichtig die sozialen Beziehungen sind. Ich nehme an, nicht nur die fachliche Kompetenz eines Lehrers ist unheimlich wichtig, sondern auch wie viel Lob und Anerkennung sie erfahren.
    Zweifellos.

  8. #38
    endlich angekommen Avatar von moki
    Ort: Niederbergisches Land
    Ich höre und lese im den letzten Jahren oft von Helikoptereltern. Kann es sein, dass dieses offensichtlich neumodisches Phänomen die Leistungen der Kinder negativ beeinflusst?
    Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag Zeit sich zu entfalten.

  9. #39
    endlich angekommen Avatar von moki
    Ort: Niederbergisches Land
    Was ich auch ständig höre, auch oft im persönlichen Umfeld, dass gefühlt jedes zweite Kind an ADHS leiden soll un mit Medikamenten vollgestopft wird. Auch ein neumodisches Phänomen? Ich kenne sowas aus meiner Kindheit überhaupt nicht.
    Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag Zeit sich zu entfalten.

  10. #40
    Zitat Zitat von moki Beitrag anzeigen
    Was ich auch ständig höre, auch oft im persönlichen Umfeld, dass gefühlt jedes zweite Kind an ADHS leiden soll un mit Medikamenten vollgestopft wird. Auch ein neumodisches Phänomen? Ich kenne sowas aus meiner Kindheit überhaupt nicht.
    Ca. 50% aller ADHS Diagnosen sind falsch. Das ist ein Riesenproblem worunter die wirklich betroffen dann leiden.

    Als neumodisches Phänomen würde ich es nicht bezeichnen. Die entsprechenden Kinder wurden nur damals gleich aussortiert und auf eine Sonderschule geschickt.
    Bild:
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    „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
    Evelyn Beatrice Hall

  11. #41
    Member
    Ort: im Süden von Hamburg
    Wobei die entwicklung schon wieder rückläufig ist. Das verschreiben von z.b. ritalin wurde vor ein paar jahren schon erschwert.

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  12. #42
    love trumps hate Avatar von Ariel
    Ort: Monkey Island
    Ich kann grad nicht zitieren.
    Moki, das mit den Heiloptereltern könnte schon sein. Wenn den Kids alles abgenommen wird, wozu sollen sie sich denn dann von sich aus noch anstrengen? Mama hilft ja bei allen Aufgaben. Nur in den Klassenarbeiten dann dummerweise nicht.

    @Dennis Natascha, hast du eine Quelle für die 50%?
    Ich bin immer vorsichtig mit ADHS, aber ich kenne einen Schüler, der ist ohne Medikamente unbeschulbar. Er ist inzwischen 16 und sagt, die Medis würden sein Leben verbessern.

  13. #43
    50% war wohl etwas zu hochgegriffen. Aber oftmals werden Kinder die z.B. an FAS oder einem Fragilen X leiden, eine isolierte Intelligenzminderung haben oder sonstige psychische Probleme zu schnell auf die ADHS Linie geschoben. Das ist wirklich fatal.

    Die Richtlinien sind zwar höher gesetzt worden, aber als Elternteil wird man oft auch nur medikamentös beraten und oftmals fehlen die wichtigen Komponenten wie Verhaltenstherapie.

    Kritisch sehe ich auch die leider in letzter Zeit gestiegene Verschreibung von Neuroleptika wie Risperidon bzw. Pimpanperon. Die darf ein Arzt nämlich um einiges leichter verschreiben wie die üblichen ADHS-Medikamente. Sehr bedenklich.
    Bild:
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    Evelyn Beatrice Hall

  14. #44
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier
    Es gibt sicher viele Fehldiagnosen, der Anstieg der ADHS-Diagnosen ist aber zum einen mit der höheren Bekanntheit und Akzeptanz zu erklären (Deutschland hängt da massiv hinterher), zum anderen mit den veränderten Umweltbedingungen. Das Leben war mit ADHS vor 30 Jahren wesentlich einfacher und die Schule leichter zu wuppen. Diejenigen, die sich damals ganz gut ohne Medis durchwurschteln konnten, sind heutzutage überfordert.
    cada día su problema
    seamos realistas, soñemos lo imposible

  15. #45
    Zitat Zitat von Brontes Beitrag anzeigen
    Ich sehe das Problem und die Aufgabe ganz klar beim Elternhaus.
    Ich auch!
    Aber den Bildungseinrichtungen wird wiederum heute die Möglichkeit genommen, manches geradezurücken.
    So lernt das Kind dann weder zuhause noch in der Einrichtung.

    Früher war das ein Problem der sozialen Schicht/bildungsfernen Hintergrund, wenn Kinder bestimmte Sachen nicht mitbekommen haben.
    Heute geht das quer durch.
    Das eine Kind wird nicht erzogen, weil es denn Eltern egal ist.
    Das andere nicht, weil die Eltern keine Zeit haben.
    Früher hat das Kind Mist gebaut und bekam dafür Ärger.
    Heute hat das eine Kind ADHS, das andere Kind ist hochbegabt und verkannt.
    Schuld ist immer irgendwas und immer die anderen.
    Das ist natürlich einfacher und bequemer.
    Genauso wie den 2jährigen am Esstisch mit Handy/Tablet spielen zu lassen, damit es sich bloß nicht langweilt.
    Wenn man immer den bequemeren Weg geht, steht man halt irgendwann vor dem Haufen Arbeit, was man liegen gelassen hat: Und an dieser Stelle ist es dann nicht ein Arbeitsberg in Form von Akten oder Bügelwäsche, sondern in Form von Kindern, denen kaum noch einer beikommt.

    Und ich sehe sehr viele Lehrerb/Erzieher, die wirklich echt gute Arbeit machen. Aber auch viele, die völlig falsch in dem Beruf sind. Und wer völlig fehl am Platz ist, macht den Job nun mal schlecht. Beim Autolackieren ist das aber weniger dramatisch als beim Kinder "formen".
    Aber die hat man dazwischen, weiß um ihre Unfähigkeit oder ihre Unlust und lässt sie regelmäßig weiter auf die Kinder los. Das würde man beim Autolackierer nicht machen.

    Die können dann nichts retten.
    Dennoch sehe ich die Hauptaufgabe in den Familien (und ggf. auch Kindergärten), mit welcher Basis die Kinder in die Schulen entlassen werden.


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