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  1. #16
    wild at heart und im Kopf Avatar von julilife
    Ort: fast immer im Gebüsch
    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    So als Laie möchte ich fragen, ob die Arbeitszufriedenheit bei Pflegekräften höher wäre, wenn a) die Bezahlung angemessen und b) der Personalmangel niedriger wäre ?

    Alten- oder Krankenpflegekraft ist m.E. kein Beruf, den man bis zur eigenen Rente ausüben kann, da die Arbeit körperlich und psychisch strapaziös ist und sicherlich die Wenigsten in der Lage sein dürften, mit Ü60 andere Menschen zu heben, wenden oder in den Rollstuhl zu setzen.
    Hat schon jemand geantwortet auf Deine Frage? Wenn ja, hab ich es überlesen. Ich arbeite auch in der Krankenpflege - immer wieder mit Unterbrechungen - und nach meiner Erfahrung wäre die Arbeitszufriedenheit unendlich viel höher, wenn es mehr Personal geben würde.
    Ich schätze zwar, dass auch niemand was gegen mehr Gehalt hätte, aber das ist wohl überall so.

    Die Personalsituation in den Kliniken ist absolut dramatisch (ich untertreibe nicht). Wir versuchen aktuell 40 Patienten auf einer chirurgischen Station zu zweit im Spätdienst zu versorgen, inklusive Aufnahmen und Entlassungen, Leute zum OP karren und wieder nach OP abholen etc. etc. Wenn wir Glück haben, dann arbeitet noch eine Helferin, wie FSJ oder Praktikanntin mit, oder auch mal eine KPH mit. Es ist unerträglich und man schafft es nicht auch nur ansatzweise die Patienten so zu versorgen, wie man das gerne hätte. Von Gesprächen mit Patienten oder Angehörigen ganz zu schweigen.
    Überstunden und arbeiten ohne Pause ist die Regel. Die Hälfte des Klinik-Personals kommt in aller Regel aus dem Leasing-Bereich. Es geht so wirklich überhaupt nicht mehr...

    Entlassmanagement kenne ich aus verschiedenen Bundesländern und es ist m.E. eine recht komplexe aber gute Sache. Überall wo ich es erlebt habe, arbeiten Sozialarbeiter, Pflegekräfte, Ärzte und Angehörige (falls vorhanden), trotz aller sonstiger Kommunikationsprobleme, gut zusammen.
    Ich habe noch nie erlebt - wie hier erwähnt - dass Patienten entlassen worden wären, die sich nicht selbst versorgen können. AUSSER sie lehnen einen häuslichen Pflegedienst, eine anschließende Kurzzeitpflege oder ähnliches ab - das kommt durchaus vor und da kann dann auch niemand in der Klinik was machen. Dagegen gibt es häufig Patienten, deren Entlassung sich um Tage verzögert, bis die passende Anschlussversorgung gewährleistet ist.
    Bild:
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  2. #17
    Zitat Zitat von julilife Beitrag anzeigen
    ....AUSSER sie lehnen einen häuslichen Pflegedienst, eine anschließende Kurzzeitpflege oder ähnliches ab - das kommt durchaus vor und da kann dann auch niemand in der Klinik was machen. Dagegen gibt es häufig Patienten, deren Entlassung sich um Tage verzögert, bis die passende Anschlussversorgung gewährleistet ist.
    Doch, da können die verantwortlichen Mitarbeiter der Klinik etwas machen. Sie können und müssen einschätzen, inwieweit der Patient in Bezug auf die Versorgungsfrage entscheidungsfähig ist. Bestehen Zweifel daran, müssten weitere Hilfen eingeleitet werden.
    Es stimmt, dass es häufig vorkommt, dass eine Entlassung sich verzögert, bis die passende Anschlussversorgung gewährleistet ist. Es stimmt aber auch, dass diese Verzögerung zuweilen nur deshalb in Kauf genommen wird, weil der Patient oder seine Vertreter mit Nachdruck darauf bestehen, dass die Anschlussversorgung vor der Entlassung in die Wege geleitet wird.
    Ich könnte eine ganze Reihe von Beispielen nennen, in denen nicht gut zusammengearbeitet wurde bzw. überhaupt kein Entlassmanagement erfolgte. Wenn ein Patient entlassen wird, der sich nicht selbst versorgen kann, bekommt die Klinik, insbesondere das Pflegepersonal, das in der Regel doch gar nicht mit. Der letzte Fall, den ich erlebt habe, liegt ca. 2 Wochen zurück.

  3. #18
    Ich komme in Frieden. Auf ewig! Avatar von dracena I.O.F.F. Team
    Ort: Mördergrube
    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    So als Laie möchte ich fragen, ob die Arbeitszufriedenheit bei Pflegekräften höher wäre, wenn a) die Bezahlung angemessen und b) der Personalmangel niedriger wäre ?

    Alten- oder Krankenpflegekraft ist m.E. kein Beruf, den man bis zur eigenen Rente ausüben kann, da die Arbeit körperlich und psychisch strapaziös ist und sicherlich die Wenigsten in der Lage sein dürften, mit Ü60 andere Menschen zu heben, wenden oder in den Rollstuhl zu setzen.
    Bestimmt wäre die Zufriedenheit höher.

    In der Pflege in meinem Seniorenheim sehe ich (ich arbeite im sozialen Dienst) einen unguten Kreislauf.
    Hohe Belastung führt zu Krankheitsausfällen. Die noch Arbeitenden müssen Mehrstunden machen. Dadurch sind sie irgendwann auch fertig und fallen aus.
    Der Stress und die Belastung führen zu einem schlechten Arbeitsklima, auch untereinander - da schauen manche ganz genau, ob ein anderer auch ja nicht einen Handgriff weniger macht.
    Die Fluktuation ist hoch, was auch bedeutet, Neue bekommen nie die Einarbeitungszeit, die sie brauchen würden, weil dazu einfach nicht genug Zeit ist. Das führt zu Frust und manche Kräfte verschwinden wieder, bevor ich mir den Namen gemerkt habe.

    Ich finde ja, schon bei uns fehlt Personal, um so zu pflegen wie es sein sollte. Aber die allermeisten Bewohner, die aus dem KH zurückkommen, sagen, dass sie froh sind, wieder im Heim zu sein, weil im KH noch weniger Personal war.
    Da ich auch Krankenhausbesuche bei unseren Bewohnern mache, erlebe ich das selbst. Da wird Essen hingestellt und der Bewohner kann gar nicht alleine essen. Wasserflaschen und Schnabelbecher stehen so, dass der Bewohner nicht drankommt. Bewohner sitzen viel zu lange auf dem Steckbecken, weil in mehreren Zimmern geklingelt wird und die Pfleger nicht wissen, wo sie zuerst hinrennen sollen.
    Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.
    (Mark Twain)

    http://www.terre-des-femmes.de/

  4. #19
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    So als Laie möchte ich fragen, ob die Arbeitszufriedenheit bei Pflegekräften höher wäre, wenn a) die Bezahlung angemessen und b) der Personalmangel niedriger wäre ?

    Alten- oder Krankenpflegekraft ist m.E. kein Beruf, den man bis zur eigenen Rente ausüben kann, da die Arbeit körperlich und psychisch strapaziös ist und sicherlich die Wenigsten in der Lage sein dürften, mit Ü60 andere Menschen zu heben, wenden oder in den Rollstuhl zu setzen.
    Also ich kann nur aus meiner Erfahrungen sprechen,als ich nach Frankfurt zog gab es noch ne Ballungsraumzulage (gestrichen),Wohnraum von Kliniken billig gestellt (gestrichen).Wenn man sich den aktuellen Wohnungsmarkt in den großen Metropolen anschaut,das mit nem Einstiegsgehalt nach der Ausbildung,viel Spaß.
    Am Gehalt muss sich definitiv was tun,erst recht wenn man Altenpflege mit der Krankenpflege vergleicht,hier verdient man 25%weniger als im Krankenhaus.

    Deutlich wurde dies Knüppel zuletzt, als Triple Win vor knapp zwei Wochen erste Ergebnisse bekanntgab. Mit dem Projekt Triple Win wollen die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit qualifizierte Pflegefachkräfte aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und den Philippinen nach Deutschland holen. "Das Ergebnis war mager. Und viele Kräfte, die kamen, sind nach kurzer Zeit in benachbarte Länder wie in die Niederlande oder nach Skandinavien weitergezogen, weil dort die Bedingungen einfach besser sind."
    http://www.badische-zeitung.de/beruf...144445201.html

    Selbst kein Konzept haben,aber die Nachbarländer abgrasen.

    Generalisierung der Ausbildung, Einführung eines modularen Einstiegssystems, Konkurrenzfähigkeit innerhalb Europas waren ihre Stichworte, die zu einer Verbesserung des Berufsbildes führen sollten. Und klar war auch: Da muss die Politik ran. "Viel weiter als damals sind wir nicht", sagt Johanna Knüppel. Zwei Jahre habe die alte Bundesregierung gebraucht, um das Pflegeberufegesetz zu verabschieden. "Kurz vor der Sommerpause wurde es durchgewunken und dann auch noch stark verändert. 2018 sollte es eingeführt werden, nun dürfte es 2020 werden", sagt Knüppel enttäuscht.

    Die dreigliedrige Einteilung in Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege sollte zu einem Berufsbild zusammengefasst werden, das die Pflege vom Kind bis zum alten Menschen beinhaltet.
    Das wird die Situation nochmals verschärfen,weil wie oben geschrieben,wie so sollte während der Ausbildung den Zweig Altenpflege einschlagen,wenn ich mit der Krankenpflege mehr verdienen kann?
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  5. #20
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Was planen die möglichen Koalitionäre also? Hier ein Überblick:

    Kassenbeiträge von ALG-II-Beziehern sollen künftig vom Bund übernommen werden. Diese Neuregelung soll schrittweise umgesetzt werden und kostet anfänglich eine Milliarde Euro pro Jahr.
    Die Mindestbeiträge für Selbstständige sollen abgesenkt werden, entweder auf 150 Euro oder auf 225 Euro Monatsbeitrag. Je nach Höhe würde diese Maßnahme jährlich bis zu 900 Millionen Euro mehr kosten.
    Ohne es genauer zu erklären, ist auch von einem „Sofortprogramm Krankenpflege“ die Rede, das pro Jahr 1 Milliarde Euro mehr kosten soll.
    Aus Bundesmitteln ( 1 Milliarde Euro) soll außerdem eine „Investitionsoffensive Digital/Krankenhäuser“ gestartet werden, auch das erklären die Sondierer aber nicht genauer.
    2,5 Milliarden Euro mehr müssen die Kassen dafür einplanen, dass der volle Beitragssatz in Betriebsrenten abgeschafft werden soll.
    Schließlich soll die Pflegeversicherung entlastet werden, indem die Krankenversicherung die Absicherung der Behandlungspflege übernimmt.
    Des Weiteren müssen auch die Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung mit Mehrausgaben rechnen, etwa für ein „Sofortprogramm Altenpflege“ oder Verbesserungen bei der Mütterrente.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitu...ndheitsbereich
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  6. #21

  7. #22
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Markus Lanz vom 28. November 2017
    Zu Gast sind Politiker Jens Spahn, Politiker Ralf Stegner, Journalist Christoph Schwennicke, Altenpflegerin Sylke Hoß sowie Autor und Journalist Axel Hacke. https://www.zdf.de/gesellschaft/mark...-2017-100.html (ab Minute 57 )

    Klar wenn man die Ausbildungsanforderungen herab senkt hat man bessere Ausbildungszahlen. Gruselig was sich da mittlerweile an Leuten in der Altenpflege herum treibt. Mach mir immer den Spaß Bewerbungen durch zu lesen,immer wieder unterhaltsam.Meine Rechtschreibung ist auch nicht fehlerfrei,aber was da auf den Tisch kommt,gruselig.Die Hälfte meiner Kollegen verstehe ich ich nicht wenn die mir was sagen wollen,wie soll es da erst den alten Bewohnern gehen?

    Und wenn ich diesen blöden Satz von Stegner schon höre,den man ja nicht zum ersten Mal hört,lieber mehr Personal als mehr verdienen...klar,meine Kollegen/neue Kollegen zahlen mir nicht meine Miete.Fehlt nur noch der Satz,den Job wählt man aus Berufung.
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  8. #23
    Die Nonnen in der Charité haben doch auch für Gotteslohn gearbeitet, damals!

  9. #24
    In den Altenheimen und bei Pflegediensten ringsum ist Land unter. Vor und um Weihnachten war es ja schon immer schwer, aber jetzt? Personal fehlt, ist krank, kündigt von einem Tag auf den anderen.
    Ich kann's nicht nachprüfen, aber man erzählt mir, der Markt sei leergefegt. Lange habe man alles eingestellt was zu kriegen war, ungeachtet wahrscheinlicher Ungeeignetheit z.B. durch kognitive Schwächen. Nun seien auch diese Reserven erschöpft. Qualifzierter und zu qualifizierender Nachwuchs fehle sowieso, die Jugendlichen hätten keine Lust, für miese Bezahlung Schichtarbeit anstrengendster Art zu erlernen. Es fehlen aber nicht nur Pflegekräfte. Man braucht auch den einen oder anderen Mitarbeiter in der Verwaltung, aber dafür ist offenbar überhaupt kein Budget vorgesehen. Also wird gerne eine Art Notbesetzung vorgesehen. Pförtner werden plötzlich mit den erstaunlichsten Dingen betraut. Manche machen das ja prima, andere schaffen es nicht mal, einen Anruf zu einer langjährigen Leitungskraft durchzustellen, weil sie deren Namen noch nie gehört haben.
    Zusätzlich wird überall umgebaut, weil 2018 die neue Einzelzimmerquote erfüllt werden muss.
    Ergebnis: In allen Bereichen sind alle endlos gestresst. Kommunikation zwischen den einzelnen Bereichen gelingt kaum. Die einfachsten Dinge sind nur noch mit großem Aufwand zu klären, weil keiner zuständig, keiner da ist. Leidtragende: Natürlich die Pflegebedürftigen.

  10. #25
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Die Anstalt von gestern zum Thema Pflege https://www.zdf.de/comedy/die-anstal...-2017-100.html
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  11. #26
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    Ort: Borg is Killer
    Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sieht für die zukünftige neue Bundesregierung beim Thema Pflege großen Handlungsbedarf. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte Lilie, es sei "für Deutschland und Europa wichtig, dass wir bald eine wirklich regierungsfähige Mehrheit haben". Diese müsse mit einem "klaren Programm auftreten, das den großen sozialen politischen Herausforderungen, in denen wir in der Tat leben, tragfähige Antworten gegenüberstellt", betonte Lilie. Dringlichkeit bestehe vor allem bei der Bekämpfung des Personalmangels in der Pflege: "Ich höre, dass in einzelnen deutschen Großstädten die ersten Pflegeeinrichtungen und Stationen schließen, weil sie keine Fachkräfte bekommen. Es müsste ein Sofortprogramm Pflege geben", forderte der Diakonie-Präsident.

    "Wir müssen Pflege besser bezahlen, wir müssen den Beruf attraktiver machen, wir müssen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern", betonte Lilie. Auch müsse man überlegen, "wie wir aus den Teilzeitkräften verstärkt Vollzeitmitarbeitende machen können". Dies betreffe in der Pflege besonders oft Frauen.
    http://www.finanzen.net/nachricht/ak...e-quot-5859484


    Das höre ich seit ich dabei bin,seit 1988 dann macht mal.
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  12. #27
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer



    1000 Streikende in der Automobilbranche würden in der Tagesschau landen.
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  13. #28
    Es ist schade, dass sich die Beschäftigten in der Pflege, aber auch z.B. Erzieher nicht viel stärker organisieren. Ich schließe aus den vielen Erzählungen und dem hohen Grad an Unzufriedenheit, wenn Betroffene erzählen, dass nicht nur die äußeren Rahmenbedingungen schwierig sind.
    Es gibt Klagen, die wiederholen sich immer wieder und betreffen Arbeitnehmer unterschiedlichster Unternehmen. Beispiele:
    Bei den ambulanten Pflegediensten scheint bspw. nicht nur der Fachkräftemangel ein Problem zu sein. Offenbar scheuen einige Pflegedienstinhaber davor zurück, freie Stellen rechzeitig und im vorgesehenen Stundenumfang zu besetzen. Stattdessen sollen oder müssen die vorhandenen Kräfte ständig Ausfallzeiten von Kollegen durch Überstunden auffangen.
    Am Universitätsklinikum Aachen gab es dieses Jahr Proteste. Es sollte für die Mitarbeiter in der Pflege eine Änderung geben, die vorsah, dass ein nicht unerheblicher Teil der Schichten als - ich glaube das nannte sich Bereitschaftsdienste - abgewickelt wird. Bedeutete, dass die Mitarbeiter jeweils erst kurze Zeit vorher erfahren sollten, ob sie Früh, - Spät oder Nachtschicht haben. Wie können sie sich unter diesen Umständen erholen, ein Famlien- und Sozialleben führen, auch nur einmal in der Woche einem ausgleichenden Hobby nachgehen? Gar nicht. Ich finde, durch solche Machenschaften wird mit Menschen, die durch ihre Tätigkeit und ihre Arbeitsbedingungen (Wechselschicht, körperliche Arbeit, hohe psychische Belastung, ein hoher Grad an Verantwortung, vergleichsweise geringe Bezahlung) ohnehin schon am Limit sind, regelrecht Schindluder getrieben wird.
    Erzieher scheinen von ihren Arbeitgebern, sehr oft großen Wohlfahrtsverbänden, gern in besonderer Weise drangsaliert zu werden. Ich wundere mich immer, wenn ich diese Horrorstories höre, weil ja alle leiden und die Marktmacht auf ihrer Seite ist.

  14. #29
    ...Pflegekräfte an Unikliniken klagen über viel zu wenig Personal und gehen aus Protest auf die Straße – wie jetzt in Freiburg. Operationen fallen aus. Gewerkschaft und Unikliniken wollen Anfang der Woche weiter verhandeln. ...
    ...
    Seit Donnerstagmorgen um 7 Uhr streiken an der Uniklinik Freiburg Teile der Beschäftigte, vor allem Pflegerinnen und Pfleger. Aktiv streiken 500 Beschäftigte – Hunderte weitere wollten laut Gewerkschaftssekretär Ingo Busch streiken, sind aber für den Notdienst abbestellt worden. ...
    ...
    Quelle

    Interessant ist, wofür gestreikt wird:

    ...Die Arbeitnehmervertreter fordern unter anderem eine Mindestbesetzung auf den Stationen und Konsequenzen, sollte diese nicht gewährleistet werden. ...
    ...
    ...In dem Arbeitskampf geht es um mehr Personal. Verhandlungen von Verdi mit den Unikliniken zu Mindestbesetzungen waren zuvor ohne Ergebnis geblieben. Das Angebot der Arbeitgeber von durchschnittlich 25 Stellen pro Klinikum habe keine merkliche Verbesserung für die Arbeitnehmer bedeutet, betonte Verdi. ...
    Quelle

    Die Leute streiken für mehr Personal auf ihren Stationen, damit sie ihre Arbeit, die Pflege von Patienten, wieder angemessen erledigen können.
    Wir seh'n mit Grausen ringsherum:
    Die Leute werden alt und dumm.
    Nur wir allein im weiten Kreise,
    Wir bleiben jung und werden weise.

    Eugen Roth

  15. #30
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Mehr als satt und sauber
    Alte Menschen und ihre Pfleger


    MOMA-Reporter: Berufsalltag Pflegenotstand
    Zwischen Stoppuhr und liebevoller Zuwendung



    Mal schauen was bei den Sondierungsgesprächen in Berlin so nach Außen dringt,da soll ja Pflege heute das Thema sein?
    Bild:
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