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  1. #76
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Alltag als Pfleger – „Die Würde wird am Empfang abgegeben“


    Und

    Häufig wird dieses Verhalten mit dem Begriff der Berufung gerechtfertigt. Wer aber eine Bezahlung akzeptiert, die sich unterhalb des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVÖD) bewegt, der ist nicht berufen, sondern naiv. Ein derartiges Verhalten schadet der gesamten Profession Pflege. Ich höre nun schon den Aufschrei der Berufenen, dass ein Bewohnerlächeln mehr Wert ist als Geld und in der Pflege Nächstenliebe über allem steht. Allerdings leben wir im 21. Jahrhundert und Pflegende sind längst keine mittelalterlichen Mönche und Nonnen mehr, die ihrer Berufung für Gotteslohn nachgehen. Noch dazu lassen sich mit einem Bewohnerlächeln keine Rechnungen bezahlen. Sicher gehört ein gepflegtes Maß an Empathie neben aller Fachlichkeit zu den Grundvoraussetzungen professioneller Pflege, doch lassen sich heutzutage etwa auch Pfarrer ihre Tätigkeit gut bezahlen. Und bei dieser Personengruppe kann man tatsächlich mit Fug und Recht von Berufung sprechen.

    Kapital schlagen aus der Geldgier der Konzerne
    Es wird also Zeit, dass Pflegende endlich die Gesetze des Marktes begreifen. Wer noch nie von Angebot und Nachfrage gehört hat, sollte spätestens jetzt anfangen, sich mit Marktwirtschaft und Kapitalismus zu befassen. Wenn Konzerne Geld mit der Krankheit und Pflegebedürftigkeit von Menschen verdienen können, dann dürfen wir als Pflegekräfte Kapital aus der Geldgier der Konzerne schlagen. Der Zeitpunkt war noch nie so günstig: Schlagt endlich Profit aus dem Pflegenotstand!
    https://die-pflegebibel.de/2018/02/0...flegenotstand/
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  2. #77
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    In Berlin haben sich die Spitzen von Union und SPD nach Jahren des Lavierens durchgerungen, eine Katastrophe zu verhindern. Eine Mindestzahl von Pflegekräften wollen sie für einzelne Klinikstationen festlegen, sobald die neue Große Koalition steht. Es sind teure Pflegeuntergrenzen. Doch eine Wahl gibt es nicht mehr für die Politik. Die Lage droht zu eskalieren.

    Ein nie dagewesener Kampfgeist hat Krankenhäuser in ganz Deutschland erfasst. Ausgehend von der Berliner Charité, an der Pflegekräfte mit Streiks feste Personalschlüssel durchgesetzt haben, begehrt das Personal an Kliniken in Bayern und Baden-Württemberg, in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen auf: Augsburg, Dachau, Tübingen, Freiburg, Heidelberg und Ulm, Essen, Düsseldorf, Hannover. Mancher Krankenhausbetreiber versuchte, sich vor Gericht gegen Streiks zu wehren - und verlor.
    Im Saarland breitet sich eine Protestwelle aus, wie sie deutsche Kliniken noch nicht gesehen haben. An allen 21 Krankenhäusern streiken Pflegende, sie fordern mehr Personal, stellen Ultimaten und drohen mit Dienst nach Vorschrift: Pausen einhalten, keine Überstunden, keiner springt in der Freizeit ein. Dann würde die Versorgung vollständig zusammenbrechen.

    "Bei mir und vielen anderen hat sich ein Schalter umgelegt. Wir haben den Mut gefunden, uns zu wehren", sagt Gerhart. "Es muss sich jetzt etwas ändern. Sonst kippt alles."
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...a-1191190.html

    Bei Twitter #twitternwierueddel
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  3. #78
    Ich drücke fest die Daumen, dass sich für die Pflegekräfte (und damit auch für die Patienten) etwas zum Positiven verändert!

  4. #79
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    http://www.ardmediathek.de/radio/rbb...entId=49971256

    Die Komplexität der Herausforderung verlangt nach einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung“, hieß es aus der TK. Die Krankenkasse fordert daher einen „Masterplan Pflegeberufe“. „Darin sollten neben Bund, Ländern und Kommunen auch öffentliche und private Kostenträger sowie die Leistungserbringer und -träger sowie die Tarifpartner eingebunden werden“, hieß es aus der Kasse.

    Für einen „Masterplan Pflegeberufe“ schlägt die TK fünf konkrete Handlungsfelder vor:

    eine höhere Vergütung, insbesondere in der Altenpflege
    eine größere Lohnspreizung, die die Anreize zur Weiterbildung erhöht
    attraktive Rückkehrangebote nach einer beruflichen Auszeit oder Beschäftigungen jenseits der Pflege
    eine altersgerechte Arbeitsorganisation, mit der sich ältere Pflegekräfte im Beruf halten lassen
    neue Karrierepfade und Aufgabenfelder, die die berufliche Laufbahn attraktiver machen
    „Das kurzfristige Ziel muss es sein, den heute in allen Bereichen der Pflege Beschäftigten mehr zu bieten“, so die TK.

    Neben den beruflich Pflegenden brauchten auch die pflegenden Angehörigen mehr Unterstützung. Hier habe die Digitalisierung ein großes Potenzial. Gerade im Start-up-Bereich gebe es zahlreiche Ansätze, wie Sensorik, Sprachassistenz und künstliche Intelligenz, die zu smarten Lösungen für Patienten und Angehörige verknüpft werden könnten. Leider seien solche Smart-Home-Lösungen derzeit nicht im Leistungskatalog der Pflegversicherung berücksichtigt. Die TK fordert deshalb, den Leistungskatalog der Pflegeversicherung entsprechend zu erweitern.
    https://www.aerzteblatt.de/nachricht...medium=twitter
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  5. #80
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    1,2 Milliarden Euro für die Altenpflege
    Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, in der Altenpflege den Pflegevorsorgefonds aufzulösen und aus dessen Mitteln ein Sofortprogramm in Höhe von 1,2 Milliarden Euro im Jahr aufzulegen. Daraus sollten zusätzliche Pflegekräfte mit tarifgerechter Entlohnung gefördert werden. Das Sofortprogramm sollte durch eine Ausbildungsoffensive, durch Anreize für eine einfachere Rückkehr von Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, ein Wiedereinstiegsprogramm, eine bessere Gesundheitsvorsorge für die Beschäftigten sowie durch eine Weiterqualifizierung von Pflegehelfern zu Pflegefachkräften begleitet werden.

    Zur Begründung heißt es, der mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz eingeführte Pflegevorsorgefonds trage nicht zu einer nachhaltigen Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung bei. Das angesparte Guthaben sei für eine nennenswerte Stabilisierung viel zu gering. Zwei Drittel der Beschäftigten in der Altenpflege arbeiteten Teilzeit. Die durchschnittliche Verweildauer im Beruf sei mit 8,4 Jahren gering. Zudem seien Beschäftigte in Pflege- und Altenheimen im Schnitt acht Tage länger im Jahr krankgeschrieben als Beschäftigte in anderen Branchen.

    1,3 Milliarden Euro für Pflegepersonal im Krankenhaus
    Im zweiten Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, ein Sofortprogramm in Höhe von 1,3 Milliarden Euro im Jahr aufzulegen, um zusätzliche Pflegekräfte zielgerichtet und verbunden mit einer Nachweispflicht zu fördern. Auch müssten verbindliche Personalbemessungsinstrumente entwickelt werden, die sich am individuellen Pflegebedarf der Patienten orientieren.

    Das Sofortprogramm solle ein erster Schritt zur Entlastung auf den Stationen sein und etwa 25.000 zusätzliche Pflegekraftstellen ermöglichen. Damit könne unter anderem gewährleistet werden, dass Fachkräfte auf keiner Station allein eine Nachtschicht abdecken müssen und dass Ausbildungsanleiter für diese Aufgabe freigestellt sind.
    https://www.bundestag.de/dokumente/t...ersonal/537020

    Wo sollen die her kommen? Lass mich raten es werden wieder Gastarbeiter eingeführt? Menschenhandel der ja schon jetzt stattfindet,weil mal sich über Jahre Konzerne in der Pflege bereichern auf Kosten der Mitarbeiter die sich bucklig arbeiten.Und das sind dann gute Ausländer die nach Deutschland kommen dürfen?
    Je länger man sich mit der Thematik auseinandersetzt desto frustrierter wird man,wer solch einen Irrsinn plant.

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    Hätte auch gern ne 28 Stunden/Woche bei vollem Lohnausgleich. #WertesysteminDeutschland
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  6. #81
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
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  7. #82
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Maden in der Wunde. und dafür 4000€ zahlen im Heim,verstehe eure Ruhe und Ignoranz nicht,ihr werdet alle Älter und regt euch über Flüchtlinge (Sozialneid,welcher? ) bei der Bundestagswahl oder Regierungsfindung nebenan im Thread auf. Aber wie Menschenwürde hier seit Jahrzehnten mit Füssen getreten werden oder auch ignoriert wird,so lange es einen nicht betrifft,anyway.#brennendesHaus
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  8. #83

  9. #84
    Ich bin weder ruhig, noch ignoriere ich die Situation noch rege ich mich über Flüchtlinge auf. Im Gegenteil, ich finde das alles ganz furchtbar und mir graut vor dem Tag, an dem ich entscheiden muss liebe Angehörige in ein Pflegeheim zu packen. Um mich selber mache ich mir auch, aber weniger Sorgen, denn ich hab diverse Exit-Strategien im Hinterkopf.

    Daher hoffe ich ganz einfach, dass sich dadurch, dass das Thema plötzlich doch aufs politische und gesellschaftliche Tapet kommt, die Situation verbessert. Und ich unterstütze jegliche Aktion von Seiten der Pflegenden und/oder der Patienten und/oder Angehörigen, die auf die Realität aufmerksam macht und würde mich auch selber daran beteiligen. Es gibt nicht mehr viel, für das ich auf die Straße gehen würde, aber das Thema gehört dazu.

    (Und ja, ich kapiere auch nicht, warum der gesellschaftliche Aufschrei nicht viel größer ist. Zumal es die wenigsten nicht betreffen wird, direkt oder indirekt.)
    "Multiple exclamation marks," he went on, shaking his head, "are a sure sign of a diseased mind." - Terry Pratchett

  10. #85
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    Zitat Zitat von seija76 Beitrag anzeigen
    Ich bin weder ruhig, noch ignoriere ich die Situation noch rege ich mich über Flüchtlinge auf. Im Gegenteil, ich finde das alles ganz furchtbar und mir graut vor dem Tag, an dem ich entscheiden muss liebe Angehörige in ein Pflegeheim zu packen. Um mich selber mache ich mir auch, aber weniger Sorgen, denn ich hab diverse Exit-Strategien im Hinterkopf.

    welche sind das ?
    ganz ganz ernst gemeinte Frage

    Denk ich an Deutschland in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  11. #86
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    Zitat Zitat von seija76 Beitrag anzeigen
    (Und ja, ich kapiere auch nicht, warum der gesellschaftliche Aufschrei nicht viel größer ist. Zumal es die wenigsten nicht betreffen wird, direkt oder indirekt.)
    ich find das sogar ziemlich logisch - also dass es keinen Aufschrei gibt:

    die, die es ganz direkt betrifft - also die Heimgepflegten - die sind kaum in der Lage gesellschaftlich aufzuschreien- sonst wären sie nicht im Pflegeheim
    Angehörige - wenn sie sich kümmern - wollen es vll auch gar nicht sehen, wenn es nicht gut läuft, weil dann muss man sich rumärgern, einen anderen, nicht vorhandenen Pflegeplatz suchen usw. - sehr unangenehme Dinge.
    und wer noch jünger ist - der verdrängt. - die Leute machen ja auch oft nichtmal ein Testament, weil dann müsste man sich ja mit dem Tod beschäftigen.

    Denk ich an Deutschland in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  12. #87
    Stört mich nicht... Avatar von Null-Drei-Null
    Ort: Balkon mit Tee und Buch
    Und wo genau sollten denn die Angehörigen aufschreien?
    Bei der Heimleitung? Der Pflegeleitung? Der Stationsleitung?
    Lieber nicht, sonst lassen sie ihren (vermeintlichen) Unwillen dann noch am Ehemann/Vater/Bruder aus.
    Also versuchen sie (im günstigsten Fall) mit Eigenleistungen zu kompensieren

  13. #88
    Ernstderlageverkenner Avatar von Antananarivo
    Ort: auf Ingo
    Gerade für direkt Betroffene und Angehörige gibt es zwei ganz wesentliche Anlaufstellen, den MDK und die Heimaufsicht.

  14. #89
    MDK leitet doch eh nur weiter. Der macht aktiv selbst nichts soweit ich das weiß und ansonsten ist der MDK für mich komplett sinn- und nutzlos, ebenso wie ihre Bewertungen, die überhaupt nicht aussagekräftig sind und meistens das Papier nicht Wert auf dem die stehen.

  15. #90
    Stört mich nicht... Avatar von Null-Drei-Null
    Ort: Balkon mit Tee und Buch
    Aber weder MDK oder Heimaufsicht sind ja immer vonnöten, weil die Umstände nicht zur Klage reichen.
    Trotzdem kann es schlecht sein, weil keine Zeit ist, weil lieblos gehandelt wird, weil „vergessen" wurde zum Essen zu holen, weil gemeckert wird, weil ungefragt geduzt wird usw.


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