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  1. #91
    endlich angekommen Avatar von moki
    Ort: Niederbergisches Land
    Zitat Zitat von Saruman Beitrag anzeigen
    Maden in der Wunde. und dafür 4000€ zahlen im Heim,verstehe eure Ruhe und Ignoranz nicht,ihr werdet alle Älter und regt euch über Flüchtlinge (Sozialneid,welcher? ) bei der Bundestagswahl oder Regierungsfindung nebenan im Thread auf. Aber wie Menschenwürde hier seit Jahrzehnten mit Füssen getreten werden oder auch ignoriert wird,so lange es einen nicht betrifft,anyway.#brennendesHaus


    Ich lese regelmässig hier im Thread und es fällt mir leider schwer etwas zum Thema zu schreiben. Bin meistens sprachlos, weil das alles so entsetzlich und traurig ist.

    Ich habe absolute Hochachtung vor Eurer Arbeit. Und die Missstände in vielen Einrichtungen machen mich wütend. Man wird nicht älter und irgendwann wird so ziemlich jeder von uns hier betroffen sein.
    Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag Zeit sich zu entfalten.

  2. #92
    Was mich an der Sache immer so extrem wundert sind die Kosten. Die Leuten bezahlen (Wucher)preise und dann heißt es, die Heime machen keinen Gewinn. Da frage ich mich wie das sein kann?

  3. #93
    Zitat Zitat von Predni Beitrag anzeigen
    Was mich an der Sache immer so extrem wundert sind die Kosten. Die Leuten bezahlen (Wucher)preise und dann heißt es, die Heime machen keinen Gewinn. Da frage ich mich wie das sein kann?
    Ich frage mich auch, was man besser machen könnte. Aber wenn jemand so locker aus dem Ärmel von Wucherpreisen schreibt, denke ich nur, die Person hat sich nicht Mühe gemacht, sich auch nur oberflächlichst in das Thema einzulesen.

  4. #94
    Zitat Zitat von Predni Beitrag anzeigen
    Was mich an der Sache immer so extrem wundert sind die Kosten. Die Leuten bezahlen (Wucher)preise und dann heißt es, die Heime machen keinen Gewinn. Da frage ich mich wie das sein kann?
    Die von Saruman verlinkte Sendung behandelt gerade das Gegenteil: Finanzunternehmen, die Heime aufkaufen und sehr wohl Gewinn damit machen (indem sie vor allem den Personalschlüssel ordentlich senken).

  5. #95
    Zitat Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
    Ich frage mich auch, was man besser machen könnte. Aber wenn jemand so locker aus dem Ärmel von Wucherpreisen schreibt, denke ich nur, die Person hat sich nicht Mühe gemacht, sich auch nur oberflächlichst in das Thema einzulesen.
    Dann schick mal rüber damit ich die Sache verstehe Ich möchte halt nur verstehen, wieso die Heimplätze so teuer sind. (Ja Personalkosten ist ein Punkt, ist mir klar)

  6. #96
    Es giibt so viele Probleme rund um den Themenkomplex Altenheime, die in der "normalen" Bevölkerung nicht zur Kenntnis genommen werden. Das ist längst nicht nur die Pflege. Mein Eindruck ist, dass bei Pflegemitteln noch am genauesten hingeschaut wird, was ja auch richtig ist. Aber Lebensqualität setzt mehr voraus.

    Essen ist so ein Thema. Das Budget, das pro Tag und Bewohner dafür vorgesehen ist, beträgt rund 5 €. Beispiel hier: https://deutsche-seniorenstift.de/ko...-finanzierung/
    Davon werden 3 Hauptmahlzeiten plus Kaffee und Kuchen sowie Getränke, die dauernd bereitstehen (Wasser, Tee) finanziert. Kein Wunder, dass es Heime gibt, in denen das Essen den Bewohnern keine Freude bereitet. Mich wundert bei diesen Sätzen eher, dass es Heime gibt, in denen lecker und frisch gekocht wird.

    So ein Heimbewohner braucht meist nicht nur bei der Körperpflege und beim Essen (oder dessen Zubereitung) Hilfe. Manchmal muss eine Überweisung gemacht, ein Brief geschrieben oder der Heimbewohner zum Arzt begleitet werden. Das sind Themen, bei denen es in vielen Heimen ganz, ganz eng wird. Wie immer betrifft das natürlich vor allem arme Menschen.

    Oder - nicht direkt mit den Heimen selbst zusammenhängend - das Taschengeld für Heimbewohner. Viele können den Heimplatz aus ihrem Einkommen und Vermögen nicht finanzieren. Sie sind auf Sozialhilfe angewiesen. Heimbewohner haben dann Anspruch auf ein Taschengeld, aber wer weiß schon, dass es sich dabei um einen Betrag von rund 110 € pro Monat handelt? Davon müssen auch Kosmetika, Friseur, Fußpflege, soweit sie nicht von der Krankenversicherung getragen wird, Brillen, rezeptfreie Medikamente usw. bezahlt werden. Wenn ein Heimbewohner dann z.B. Raucher ist, ist er finanziell ganz doll in den Popo gekniffen.

    Von menschlicher Zuwendung reden wir gar nicht erst.

  7. #97
    Zitat Zitat von Predni Beitrag anzeigen
    Dann schick mal rüber damit ich die Sache verstehe Ich möchte halt nur verstehen, wieso die Heimplätze so teuer sind. (Ja Personalkosten ist ein Punkt, ist mir klar)
    Hast du Google, schaust du nach, wenn es dich interessiert.
    Ich habe bereits eine Quelle verlinkt, die einen Überblick über die großen Kostenbestandteile und die dafür vorgesehenen Sätze gibt.
    Vielleicht verschaffst du dir mal einen Überbick darüber, was so an baulichen, personellen und speziell pflegerischen Aspekten bereitzustellen ist, wenn jemand ein Pflegeheim betreiben will.
    Zu deiner Information sei noch angefügt, dass die Sätze durch Vertreter von Heimen, Pflegekassen, und Trägern der Sozialhilfe ausgehandelt werden. Es wäre erstaunlich, wenn die beiden letztgenanten bereit wären, Wucherpreise zu akzeptieren.

  8. #98
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer

    Hier der Beitrag von Frontal 21 aus der Mediathek https://www.zdf.de/politik/frontal-2...ne-100.htmlich saß nur sprachlos vor dem Fernseher.


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    Quelle:Frontal21

    Warum ein Politiker unter dem Hashtag #twitternwierueddel zum Ziel des Zorns von Pflegekräften wird.








    Komplett lesenswert
    PFLEGE ALS PFLEGEFALL
    Die völlig fehlgeleiteten Groko-Pläne





    Doch es reicht nicht einmal aus, um den Personalabbau der Vergangenheit rückgängig zu machen. Ab 1995 sind mehr als 50 000 Pflegestellen abgebaut worden, was 2,5 Milliarden Euro einsparte. Während das Ärztepersonal dann zwischen 2007 und 2015 um 28 Prozent aufgestockt wurde, betrug der Zuwachs beim Pflegepersonal in diesem Zeitraum gerade einmal neun Prozent (ein Plus von 25 000 Stellen). Patientenzahl und Pflegeintensität haben in diesen Jahren deutlich zugenommen. So mag der Reflex zwar einleuchten, verpflichtende Stellenschlüssel für die Pflege einzurichten, doch man wird sie innerhalb der kommenden zehn Jahre nicht in der benötigten Menge auftreiben können, weil nicht genügend ausgebildet werden. Gäbe es heute genügend Pflegekräfte, würde man in deutschen Kliniken auf einen Schlag über 10 000 Kräfte einstellen.
    ...Untergeordnete Funktion, ungeklärte Kompetenzen und schlechte Bezahlung basieren vielerorts auch auf tradierten Strukturen. Wer einmal im Ausland tätig war, wundert sich, wie wenig Kompetenz Pflegekräften hierzulande zugestanden wird. In Großbritannien werden Pflegekräfte gezielt für Spezialaufgaben eingesetzt. Jene, die über eine Zusatzausbildung verfügen, arbeiten in einer hausärztlichen Praxis mit (in Deutschland so gut wie nie der Fall) und sind mit der Versorgung chronisch Kranker und der Neuaufnahme von Patienten betraut. Nach Vorgaben dürfen sie sogar Medikamente verschreiben. In Frankreich führen Krankenschwestern ambulante Chemotherapie- und Dialyse-Verfahren durch oder verabreichen Medikamente intravenös. In Skandinavien ersetzen sie Ärzte auf dem Land und arbeiten schon lange auf Anweisung, und in den USA leiten sie die Herzkatheter-Labore, nicht die Ärzte. In Deutschland ist das alles nicht gestattet.

    Da werden ausgebildete Pflegekräfte in Heimen und Krankenhäusern für Hol- und Bringedienste missbraucht, ihnen werden einfachste Arbeiten übertragen, die auch von nicht ausgebildeten Kräften übernommen werden könnten, und sie werden, auch durch Ärzte, in ihren Möglichkeiten beschränkt. Das demotiviert, verfestigt Hierarchien und ist für die hohen Krankenstände und Berufsausstiege mit verantwortlich. 40 Prozent der Pflegekräfte bewerten laut BKK-Atlas ihre Arbeitsfähigkeit als schlecht oder mäßig, in den Kliniken sind es ein Drittel, 24 Krankheitstage fallen im Jahr an, in anderen Branchen sind es 16.
    ...
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  9. #99
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Zitat Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
    Es giibt so viele Probleme rund um den Themenkomplex Altenheime, die in der "normalen" Bevölkerung nicht zur Kenntnis genommen werden. Das ist längst nicht nur die Pflege. Mein Eindruck ist, dass bei Pflegemitteln noch am genauesten hingeschaut wird, was ja auch richtig ist. Aber Lebensqualität setzt mehr voraus.
    Ich finde die medizinische Grundausstattung was von den "Hausärzten" (umliegende Arztpraxen) verordnet werden,dürfte sich Hilfsmittel nennen,da werden Kompressen verschrieben,die in Krankenhäuser die Größer eines Tupfers haben,was soll man damit anfangen?Mullbinden die nur 2 cm Breit sind,was soll man damit verbinden,ein Storchenbeinchen?...
    Ich höre das so oft von den Bewohnern,den Arzt sehe ich nur alle 3 Monate wenn er das Kärtchen zum Abrechnen durchzieht.Und ich arbeit in einem Heim für besser betuchte,will gar nicht wissen wie es andernorts aussieht.

    Zitat Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
    Essen ist so ein Thema. Das Budget, das pro Tag und Bewohner dafür vorgesehen ist, beträgt rund 5 €. Beispiel hier: https://deutsche-seniorenstift.de/ko...-finanzierung/
    Davon werden 3 Hauptmahlzeiten plus Kaffee und Kuchen sowie Getränke, die dauernd bereitstehen (Wasser, Tee) finanziert. Kein Wunder, dass es Heime gibt, in denen das Essen den Bewohnern keine Freude bereitet. Mich wundert bei diesen Sätzen eher, dass es Heime gibt, in denen lecker und frisch gekocht wird.
    5 € ist dann aber noch gut,im Krankenhaus werden Aufträge für Catering Service für 3€ ausgeschrieben von den Krankenhäusern.
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  10. #100
    Was man an diesen Budgetbestandteilen gut sieht ist, dass eher nicht mit Preisen für Wucherer kalkuliert wird. Auch die Grafil mit den Gewinnmargen, die du gepostet hast, sagt das aus. Die Gewinnspannen sind ausgesprochen klein, selbst wenn Unternehmer rausholen, was sie können. Unter diesen Umständen müssen die Bewohner leiden, wenn es den Betreibern darauf ankommt, Gewinn zu machen. Wenn es nicht gerade um Heime für Betuchte geht, ist das ein Geschäft, das bei Privaten eher nicht in guten Händen ist.

  11. #101
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Zitat Zitat von Mausophon Beitrag anzeigen
    Was man an diesen Budgetbestandteilen gut sieht ist, dass eher nicht mit Preisen für Wucherer kalkuliert wird. Auch die Grafil mit den Gewinnmargen, die du gepostet hast, sagt das aus. Die Gewinnspannen sind ausgesprochen klein, selbst wenn Unternehmer rausholen, was sie können. Unter diesen Umständen müssen die Bewohner leiden, wenn es den Betreibern darauf ankommt, Gewinn zu machen. Wenn es nicht gerade um Heime für Betuchte geht, ist das ein Geschäft, das bei Privaten eher nicht in guten Händen ist.
    Ich versteh dieses ganze System in der Altenpflege nicht und da muss in meinen Augen einiges nachgebessert werden.Ich schaue mir das Ganze nur als "Außenstehender" im Nachtdienst an,der eigentlich Krankenpfleger ist.80 % sind ungelernte Kräfte (+Azubis) die in einem Kurs dann die Bezeichnung Pflegehelferin führen dürfen,häufig als Quereinsteiger kommen mit Migrationshintergrund,die man dann billig abspeisen kann,Thema Altersarmut.Im Tagdienst würde ich mir den Blödsinn nicht antun.
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  12. #102
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Auch das ARD-Politikmagazin Report Mainz berichtet am heutigen Dienstag um 21.45 Uhr über den Fachkräftemangel in Deutschland. Das Magazin geht der Frage nach, warum dringend gebrauchte Pfleger in die Schweiz ziehen, obwohl hier 30.000 Stellen unbesetzt sind und welche Verantwortung die Kliniken an der Misere tragen.

    Krankenhauspflege
    :
    Wo bleibt der Aufstand?
    Frustration und Verzweiflung prägen den Alltag vieler Pflegender. Aus Überlastung tun sie nur noch das Nötigste für die Kranken. Doch einige finden unerwartet Verbündete.






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  13. #103
    Zitat Zitat von Saruman Beitrag anzeigen
    Das Magazin geht der Frage nach, warum dringend gebrauchte Pfleger in die Schweiz ziehen, obwohl hier 30.000 Stellen unbesetzt sind und welche Verantwortung die Kliniken an der Misere tragen.
    Let me guess: Weil es dort wesentlich mehr zu verdienen gibt?
    We're too young until we're too old - We're all lost on the yellow brick road - We climb the ladder but the ladder just grows - We're born, we work, we die, it's spiritual
    (Kenny Chesney - "Rich And Miserable")

  14. #104
    Zitat Zitat von ManOfTomorrow Beitrag anzeigen
    Let me guess: Weil es dort wesentlich mehr zu verdienen gibt?
    Eben habe ich im anderen Thread noch darauf geantwortet, dass einige User die Meinung vertraten, wer arbeite, trage auch die Verantwortung dafür zu sorgen, dass genug dabei rumkommt.

  15. #105
    #favretisiert Avatar von Saruman
    Ort: Borg is Killer
    Breite Unterstützung im Landtag
    Hessen will Einstieg in Altenpflegeausbildung erleichtern


    ...Auch in der Praxis findet der Vorschlag Zustimmung. Er könne ihm "nur befürwortend gegenüberstehen", sagt etwa Michael Schmidt, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordhessen, die sechs Altenpflegeschulen betreibt. Der Hauptschulabschluss sei für viele Flüchtlinge "eine Hürde, über die sie nicht hinwegkommen" - und nicht nur für die.

    Schmidt denkt auch an die jungen Menschen, die nach neun Jahren die Schule ohne Abschluss verlassen, "mit eingeschränkter Perspektive", wie Schmidt sagt. Im dualen System, parallel zur Praxisausbildung, könne es für viele einfacher sein, das nachzuholen. Falls übrigens jemand zwar die Ausbildung schafft, den Schulabschluss aber nicht, wird das auf dem Zeugnis vermerkt - die Berufserlaubnis kommt dann, wenn die Schulprüfungen bestanden sind.

    Der AWO-Geschäftsführer hofft, dass mit dem Programm dem befürchteten Fachkräftemangel entgegengewirkt werden könnte. Bisher schließen ihm zufolge 30 bis 35 Prozent der ausgebildeten Pflegehelfer später eine Ausbildung zur Pflegefachkraft an.
    ...
    wird die Arbeitgeber freuen das Lohnniveau niedrig zu halten.
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