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  1. #1
    gesperrt
    Ort: Oriental Saloon

    Neues MHS für die U.S. Army

    Die Ausschreibung ist gelaufen, nach über 30 Jahren erhält die U.S. Army eine neue Seitenwaffe - und zwar aus Deutschland:

    https://www.all4shooters.com/de/Shoo...e-US-Militaer/

    Ein paar schöne Photos; teilweise in Action:

    https://www.military.com/kitup/2017/...un-system.html

    Als erstes werden die Jungs der 101st Airborne Division (auch bekannt als Screamin´ Eagles) damit beglückt werden, nun, zumindest offiziell

    Privat zu beschaffen ist sie auch, allerdings nur in schwarz als SIG P320, aber es wird spekuliert, daß es wohl 5000 Stück als M17(nur die Fullsize) in "Flat Dark Earth" geben soll, teuer aber nicht zu teuer.

    Noch ein interessanter Artikel (auch auf english, sorry), der zeigt, daß der Mitbewerber Glock (mal wieder) ein schlechter Verlierer ist:
    http://taskandpurpose.com/heres-gloc...-award-thrown/

    Interessant finde ich, daß die meisten Mitbewerber sich auf ihren Namen, oder auf ihr technisches Alleinstellungsmerkmal verlassen haben und sich augenscheinlich das Lastenheft nicht mal durchgelesen haben (auch auf english):
    https://bearingarms.com/bob-o/2015/0...stem-contract/

    Und ja, selbst ich als Gusseiserner, für den die Governante, die altehrwürdige M1911, die schönste Faustfeuerwaffe der Welt ist, muß zugeben, daß sie überholt ist, zumindest für die mittlerweile hochkomplexen Aufgaben einer Armee wie die der USA.

    Meiner Einschätzung nach, wird die M17 für die Army und auch für die Navy als 9mm Hardballer bestellt werden, die Air Force und die Coast Guard werden wohl eher auf Hohlspitz bestehen. Die Marines werden wohl gerne die .45 ACP oder .40 S&W haben wollen, die SeALs sowieso.

  2. #2
    Django!!! Was machst Du??
    Gleich wird Dich der Teufel holen!!

  3. #3
    gesperrt
    Ort: Oriental Saloon
    Wieso? Das ist ein ganz normaler Thread über technische Neuheiten, wer könnte da etwas dagegen haben

  4. #4
    Zitat Zitat von Django78 Beitrag anzeigen
    Wieso? Das ist ein ganz normaler Thread über technische Neuheiten, wer könnte da etwas dagegen haben
    na da bin ich mal gespannt :-)

  5. #5

    Deutsches Produkt?

    Interessantes Thema. Wie sich die Welt doch verändert. SigSauer verbinde ich immer noch mit einer kleinen, am Hungertuch nagenden Waffenschmiede aus Eckernförde. Erst durch den verlinkten Artikel wurde mein Horizont mal wieder etwas erweitert.

    Zitat Zitat von Django78 Beitrag anzeigen
    Die Ausschreibung ist gelaufen, nach über 30 Jahren erhält die U.S. Army eine neue Seitenwaffe - und zwar aus Deutschland: [...]
    Das mit Deutschland sollte aber wohl nur bedingt zutreffen, wenn man der Firmenhomepage glauben mag:
    Seit dem Jahr 2000 gehört die SIG SAUER GmbH & Co.KG der L&O Holding an, zu welcher neben der SIG Sauer GmbH & Co.KG auch die US-Schwester SIG SAUER Inc. in Newington, New Hampshire, als auch die schweizerische SWISS ARMS in Neuhausen gehört.
    http://sigsauer.de/unternehmen/.

    Ich vermute mal, dass der Auftrag eher an die amerikanische Firma Sig Sauer Inc. ging, nicht an die gleichnamigen deutschen Firma. Falls aber doch der Auftrag an die deutsche KG ging, vermute ich, dass ohnehin alles in den USA geregelt wird und die Vergabe nach Eckernförde eher steuerrechtliche Gründe haben wird (Amazon-/Google-Steuer-Prinzip). So genau blicke ich aber gerade nicht, wer genau jetzt Auftragnehmer ist. Produziert werden soll aber wohl auf jeden Fall in den USA.

    Interessant fand' ich, dass HK kein Angebot für diesen Monsterauftrag gegeben hat. Lag vermutlich an der Bedingung des modularen Aufbaus. Aber auch hier frage ich mich, ob ein modularer Aufbau wirklich Not tut.

    Modularer Aufbau, das erinnert mich an eierlegende Wollmilchsau oder M&S-Reifen oder Prinzip Ente: Kann Laufen, kann schwimmen, kann fliegen, nix kann sie richtig.

    Ob man wirklich Kosten sparen kann durch einen modularen Aufbau und ob das nicht qualitativ zu Lasten des jeweiligen Einsatzzweckes geht? Zum Fliegen einen Falken, keine Ente; zum Schwimmen einen Hai, keine Ente; zum Laufen einen Gepard, keine Ente. Meine Laienmeinung.

    Ansonsten erkenne ich nicht so recht den qualitativen Unterschied zwischen der SigSauer P 320 und den in Deutschland/Westeuropa üblichen Walther P 99, bzw. HK P 30, die man mit Sicherheit auch entsprechend modifizieren hätte können..

  6. #6
    /watch?v=GTQnarzmTOc Avatar von Experte
    Ort: Siegerland
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen
    Das mit Deutschland sollte aber wohl nur bedingt zutreffen, wenn man der Firmenhomepage glauben mag: http://sigsauer.de/unternehmen/.
    Die Wikipedia reference-linkL & O Holding als Mutterunternehmen auch der US-Niederlassung ist aber ein deutsches Unternehmen.

  7. #7
    Danke.

    Und noch mehr gelernt. Ich reiche mal die in Wirtschaftsdingen (sofern man nicht zahlen will) an sich halbwegs seriösen North Data Daten für die L&O Holding GmbH & Co. KG, Emsdetten, https://www.northdata.de/L+%26+O+Hol...nfurt+HRA+5671, bzw. L&O Holding Verwaltungs GmbH https://www.northdata.de/L+%26+O+Hol...nfurt+HRB+8140 nach.

    L&O (Lüke & Ortmeier) hat noch nicht mal eine Homepage (oder ich bin zu doof).

    Den Auftrag erhalten hat aber - wie vermutet - die us-amerikanische Sig Sauer Inc., vgl. http://sigsauer.de/wp-content/upload...ng_US-ARMY.pdf, sofern sich Nationalitäten in unserer globalisierten verschachtelten Welt überhaupt noch benennen lassen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ja, die verschwiegenen deutschen Lüke & Ortmeier sind die maßgeblich verantwortlich Handelnden, die diesen Megaauftrag erhalten haben.

  8. #8
    gesperrt
    Ort: Oriental Saloon
    Naja, wenn man überlegt, wie viele halbe bis dreiviertelte M1911 und M9 in den WaKa´s der Amis rumliegen, weil daraus funktionierende zusammengebastelt wurden, dann ist das mit dem modularen Aufbau vielleicht nicht die schlechteste Idee.

    Im Gegensatz zur PPQ (tolles Ding im übrigen) und der SFP bzw. VP9 ist die Visierlinie auch länger, was ja auch hilft, die Präzisionsvorgaben einzuhalten.

  9. #9
    Auf jeden Fall kann man davon ausgehen, dass die US Army etwas beschaffen wird was auch funktioniert und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis aufweist.
    Anders als z.B bei der Bundeswehr

  10. #10
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall kann man davon ausgehen, dass die US Army etwas beschaffen wird was auch funktioniert und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis aufweist.
    Anders als z.B bei der Bundeswehr
    Wieso sollte man davon ausgehen können?

    Ich bin kein Ami-Basher und die effiziente deutsche Rüstungsbeschaffung werde ich mit Sicherheit auch nicht verteidigen, aber ich denke ineffiziente Rüstungsvorhaben sind ein globales Phänomen, kein deutsches. Die Natur von Rüstungsvorhaben bedingt geradezu in Demokratien - aus Staatssicht - Ineffizienz.

    Es gibt nur sehr sehr wenige Anbieter, die - nachdem sie den Auftrag erlangt haben - sehr hohen Druck auf den Staat ausüben können, weil man ihn nach Auftragserteilung nur sehr sehr schwer wieder austauschen kann (Prinzip Flughafen Berlin). Durch die enormen Auftragsvolumina kommt zudem noch viel Beeinflussung (Korruption) ins Spiel. Und Ziel des Produktanbieters ist natürlich in erster Linie Gewinnmaximierung.

    Dass es da in Amiland besser aussieht als bei uns, wage ich zu bezweifeln. Dafür sind die Grundbedingungen zu ähnlich. Passend dazu ein aktueller Artikel der Wirtschaftswoche:
    US-Präsident Donald Trump fordert von der Bundesrepublik und anderen Nato-Nationen höhere Rüstungsausgaben. Zwar investiert kein Bündnismitglied so viel ins Militär wie die USA. Doch verschwendet das Land auch Hunderte Milliarden Dollar, indem es die Kosten neuer Rüstungsprojekte miserabel plant und in Auslauftechnologien investiert.
    Amerikas grosse Verschwendung. Wo der US-Verteidigungshaushalt Geld verbrennt

    Dieses Beispiel in der Wirtschaftswoche gefällt mir am Besten:
    Fünf Milliarden Dollar investierte die Army für Uniformen mit einem universellen Flecktarnmuster, das im Wald wie in der Wüste funktionieren sollte. Doch das Tarnmuster tarnte schlecht. Nun wird ein neues Muster eingeführt.
    Erinnert mich wieder an Prinzip Ente: Tarnung, die in der Wüste und im Wald funktionieren soll. Hätten sie nur mich gefragt. Für läppische fünf Millionen hätte ich der US-Armee ein ganz ganz tolles Fleckenmuster gezeichnet.

    Zurück zum Ursprungsartikel: Ich bin nach wievor baff erstaunt, dass zwei Deutsche ein solches Megaprojekt an Land gezogen haben. Ich bezweifel sehr, dass es da nur um Qualität ging, ansonsten hätten die Amerikaner wohl kaum dreißig Jahre gewartet für 'ne neue Pistole. Um einen solchen Auftrag zu erhalten braucht es - so vermute ich mal einfach - neben einem guten Produkt auch eines sehr guten Netzwerkes. Und das zwei Deutsche dieses Netzwerk haben, hat mich doch sehr erstaunt.

  11. #11
    Gerade im Radio gehört:

    Die bayerische Polizei bekommt die Heckler und Koch SFP9.
    Nicht die schlechteste Wahl, finde ich.

    https://de.wikipedia.org/wiki/HK_SFP9
    Geändert von fraktal (12-01-2018 um 18:52 Uhr)

  12. #12
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen
    Wieso sollte man davon ausgehen können?

    Ich bin kein Ami-Basher und die effiziente deutsche Rüstungsbeschaffung werde ich mit Sicherheit auch nicht verteidigen, aber ich denke ineffiziente Rüstungsvorhaben sind ein globales Phänomen, kein deutsches. Die Natur von Rüstungsvorhaben bedingt geradezu in Demokratien - aus Staatssicht - Ineffizienz.

    Es gibt nur sehr sehr wenige Anbieter, die - nachdem sie den Auftrag erlangt haben - sehr hohen Druck auf den Staat ausüben können, weil man ihn nach Auftragserteilung nur sehr sehr schwer wieder austauschen kann (Prinzip Flughafen Berlin). Durch die enormen Auftragsvolumina kommt zudem noch viel Beeinflussung (Korruption) ins Spiel. Und Ziel des Produktanbieters ist natürlich in erster Linie Gewinnmaximierung.

    Dass es da in Amiland besser aussieht als bei uns, wage ich zu bezweifeln. Dafür sind die Grundbedingungen zu ähnlich. Passend dazu ein aktueller Artikel der Wirtschaftswoche:
    Amerikas grosse Verschwendung. Wo der US-Verteidigungshaushalt Geld verbrennt

    Dieses Beispiel in der Wirtschaftswoche gefällt mir am Besten:

    Erinnert mich wieder an Prinzip Ente: Tarnung, die in der Wüste und im Wald funktionieren soll. Hätten sie nur mich gefragt. Für läppische fünf Millionen hätte ich der US-Armee ein ganz ganz tolles Fleckenmuster gezeichnet.

    ...
    Siehe auch der Comanche-Helicopter.
    Der sollte ein Aufklärungshelikopter mit Stealth-Eigenschaften werden.
    Über 2 Jahrzehnte wurde an dem entwickelt und hat Kosten verursacht (von Anfang der 80er bis Anfang der 2000er) und dann wurde das Projekt Anfang der 2000er schlussendlich eingestellt, weil mittlerweile die Drohnentechnologie so weit entwickelt war, daß man die ursprünglichen Aufgaben des Comanche (i.e. Schlachtfelderkundung) besser mit ferngesteuerten Drohnen urchführen kann, als mit einem bemannten Helikopter (und die Comanche-Helikopter eh zu teuer und verwundbar gegenüber den in den 2 Jahrzehnten weiterentwickelten neuen Luftabwehrwaffen seien)

    Kostenpunkt bis zur Einstellung: 7 Milliarden $
    Geändert von Proteus (12-01-2018 um 19:34 Uhr)
    "After sleeping through a hundred million centuries we have finally opened our eyes on a sumptuous planet, sparkling with color, bountiful with life.
    Within decades we must close our eyes again.
    Isn’t it a noble, an enlightened way of spending our brief time in the sun, to work at understanding the universe and how we have come to wake up in it?"

    Richard Dawkins

  13. #13
    gesperrt
    Ort: Oriental Saloon
    Zitat Zitat von fraktal Beitrag anzeigen
    Gerade im Radio gehört:

    Die bayerische Polizei bekommt die Heckler und Koch SFP9.
    Nicht die schlechteste Wahl, finde ich.

    https://de.wikipedia.org/wiki/HK_SFP9
    Um „Helden in Strumpfhosen“ zu zitieren:
    „Eine gute Wahl - eine sehr gute Wahl.“

    Hübsches Ding - Striker Fire - ansehnliche Magazinkapazität - recht leicht.

  14. #14
    semper fi
    Ort: Bielefeld
    immerhin kämpft die US Army regelmäßig an Orten, da würde die Bundeswehr nicht mal hinfinden
    geschweige denn anlanden können

  15. #15
    Pan narrans Avatar von Proteus I.O.F.F. Team
    Ort: Essen
    Zitat Zitat von Edelstahl Beitrag anzeigen
    immerhin kämpft die US Army regelmäßig an Orten, da würde die Bundeswehr nicht mal hinfinden
    geschweige denn anlanden können
    Daß die USA ein Militär haben das in seinen Gesamtkapazitäten dem deer BRD überlege ist, wird sicher auch niemand in Abrede stellen.
    Wäre auch bedaurlich (für die USA) wenn dem nicht so wäre, bedekt man daß die USA ein Militärbudget haben, welches grob gesagt dem 15fachenn des Militärbudgets der BRD entspricht:
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_o...y_expenditures

    Da können sie sich dann auch eine Menge mehr Geldverschwendung durch fehlgechlgene Prjekte leisten.

    Bei einer Sache versagen die USA aber trotz ihres enormen Militärbudgets ... und das ist, wenns darum geht, nach dem Ende der Kampfhandlungen friedenssichernde Maßnahmen einzuleiten (i.e. die Herzen der "eroberten" zivilisten zu gewinnen, Einrichtungen und Polizei etc. wieder aufzubauen usw.
    Da müssen dann wieder Länder mit einem erheblich geringeren Militärbudget dran ... nicht zuletzt sicher weil die Soldaten in den Ländern keine so ausgeprägte Überheblichkeitsdenke bezüglich der Kultur der eigenen Nation vermittelt bekomen
    Geändert von Proteus (14-01-2018 um 08:26 Uhr)
    "After sleeping through a hundred million centuries we have finally opened our eyes on a sumptuous planet, sparkling with color, bountiful with life.
    Within decades we must close our eyes again.
    Isn’t it a noble, an enlightened way of spending our brief time in the sun, to work at understanding the universe and how we have come to wake up in it?"

    Richard Dawkins


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