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  1. #1
    Schwanz drüber... 420pm Avatar von Perrier

    Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert die Legalisierung von Cannabis

    Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert die Legalisierung von Cannabis. "Die Prohibition von Cannabis ist historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend", sagte André Schulz, Vorsitzender des BDK, der Bild. "Es gab in der Menschheitsgeschichte noch nie eine Gesellschaft ohne Drogenkonsum, das muss man schlicht akzeptieren. Cannabis, so meine Prognose, wird in Deutschland nicht mehr allzu lange verboten sein."
    Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/2018...-legalisierung


    Eine ganz klare Fürsprache für die Legalisierung von Cannabis von ungewohnter Seite.

    Es wird m.E. auch dringend Zeit, a) Konsumenten zu entkriminalisieren, b) ihnen die Möglichkeit zu geben, vom Schwarzmarkt wegzukommen, der oft verunreinigtes Gras oder Haschisch zur Verfügung stellt. Gerade für unerfahrene Jugendliche ein hohes Gesundheitsrisiko. Daher ist es m. E. auch notwendig - wie ebenfalls gefordert, den Anbau für den Eigenbedarf zu legalisieren. Und c) die medizinische Forschung bzgl. Cannabis voranzutreiben.

    Wir hatten hier ja schon oft Diskussionen über Cannabis. Erfahrungsgemäß vertrauen Nicht-Konsumenten bzw. Leute, die sich mit Cannabis nicht auskennen, häufig eher offiziellen Stellen als Konsumenten, die sie im Verdacht haben, sich nur ihren Konsum schönreden zu wollen. Somit ein sehr zu begrüßender Vorstoß. Aus anderen Richtungen (z.B. Medizin, Drogenexperten) werden die Stimmen ja auch immer lauter.

    Ich bin gespannt, ob sich Schulz' Prognose bewahrheitet.

    Nicht zuletzt ist ja auch ein großes Steuereinnahme-Potential für den Fiskus drin. Zudem neue Arbeitsplätze und Unternehmensgründungen. Das zeigt das Beispiel Colorado.
    cada día su problema
    seamos realistas, soñemos lo imposible

  2. #2
    Die ganzen Beispiele weltweit zeigen doch das es eben Sinn macht das Zeug zu "legalisieren". Natürlich erkennen das unsere Politiker mal wieder nicht und faseln weiter was von Schutz und Sucht Man sollte definitiv eine Altergrenze für Politiker einführen, damit man eben nicht in alte Bahnen und Denkweisen Jahrzehntelang hängen bleibt und somit wichtige Änderungen verpasst....

  3. #3
    Die Legalisierung von Cannabis ist überfällig.
    Ich hab noch nie verstande, daß jeder praktisch unbegrenzt Alkohol in sich hineinschütten darf aber beim kleinsten Joint sofort ein Fall für den Staatsanwalt wird.

  4. #4
    Ich fordere gleiches Recht für alle Drogenabhängigen: Wenn Cannabis legalisiert wird, muss zumindest Kokain folgen. Die Argumente (Eindämmung des Schwarzmarktes, verunreinigte Ware auf der Straße, Steuereinnahmen ...) wären ja dieselben ...
    We're too young until we're too old - We're all lost on the yellow brick road - We climb the ladder but the ladder just grows - We're born, we work, we die, it's spiritual
    (Kenny Chesney - "Rich And Miserable")

  5. #5
    Zitat Zitat von ManOfTomorrow Beitrag anzeigen
    Ich fordere gleiches Recht für alle Drogenabhängigen: Wenn Cannabis legalisiert wird, muss zumindest Kokain folgen. Die Argumente (Eindämmung des Schwarzmarktes, verunreinigte Ware auf der Straße, Steuereinnahmen ...) wären ja dieselben ...
    U.a. wegen dieser Argumentation ist Oliver Malchow (Vorsitzender der Polizeigewerkschaft) gegen die Legalisierung von Cannabis. Auf die Frage, warum man die Droge Alkohol frei und legal kaufen kann, die Droge Cannabis aber nicht, antwortet er: Man muss den selben Fehler ja nicht zweimal machen. Nur weil man eine Droge vor langer Zeit legalisiert hat, was er für einen Fehler hält, muss man das jetzt ja nicht mit anderen Drogen auch tun.

    Ich bin da hin und her gerissen.

  6. #6
    Lazarus
    unregistriert
    Ich wäre auch dafür, würde unsere Justiz und Polizei erheblich entlasten. Warum nicht dem Beispiel von Holland folgen und solche Coffee Shops zulassen. Allerdings ein Verbot sollte bleiben, das man dann nicht mehr Auto zu fahren hat.

  7. #7
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    ..Man muss den selben Fehler ja nicht zweimal machen. Nur weil man eine Droge vor langer Zeit legalisiert hat, was er für einen Fehler hält, muss man das jetzt ja nicht mit anderen Drogen auch tun.
    Der macht es sich aber im Endeffekt aber auch "leicht", es ist ja nicht nur Alkohol der Fehler, wenn man das Volk konsequent schützen wollte! müsste man in der Theorie auch Zucker verbieten Es macht halt keinen Sinn Drogen zu verbieten aber gleichzeitig kann man Alkohol, Tabak und als Beispiel Zucker in rauhen Mengen problemlos kaufen und konsumieren. Entweder legalisiert man nun alles oder verbietet alles. Letzteres ist aber kaum machbar und nicht kontrollierbar und die Jahrzehnte mit Drogen haben doch eindeutig gezeigt, dass man eben nicht Herr der Lage ist und auch nie wird.

    Schauen wir uns dochmal um:

    Portugal (seit 2001) - weniger Drogentote und weniger Drogenkriminalität
    Schweiz (irgendwann in den 90er) - Heroin wurde legalisiert, hier ging ebenso alles nach unten
    USA Washington - im ersten Jahr 70 Mio mehr Steuereinnahmen, zahlreiche neue Jobs
    USA Colorado - hier hört man auch nur gute Sachen und gesunkene Drogenzahlen

    Im Prinzip hörst du von überall nur positiven, wieso also nicht testen? Unsere Politiker aber verteufeln weiter ohne sich wirklich die Zahlen und Fakten mal anzuschauen....

  8. #8
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    U.a. wegen dieser Argumentation ist Oliver Malchow (Vorsitzender der Polizeigewerkschaft) gegen die Legalisierung von Cannabis. Auf die Frage, warum man die Droge Alkohol frei und legal kaufen kann, die Droge Cannabis aber nicht, antwortet er: Man muss den selben Fehler ja nicht zweimal machen. Nur weil man eine Droge vor langer Zeit legalisiert hat, was er für einen Fehler hält, muss man das jetzt ja nicht mit anderen Drogen auch tun.

    Ich bin da hin und her gerissen.
    Na ob er reiner Abstinenzler ist? Nicht mal ein Glas Wein oder ein Bierchen zum Feierabend oder am Wochenende mit Freunden? Und dazu ist seine Argumentation, dass man ja dann weiter gehen könnte, und auch Kokain und Heroin legalisieren könnte, wenn man es für Canabis macht etwas seltsam. Da ist die Abhängigkeit und auch die körperlichen und psychischen Folgeschäden auf einer ganz anderen Ebene. Selbst Alkohol macht abhängiger. Ich denke, das ist ein recht schlechter Vergleich. Die Legalisierung ist längst überfällig.
    Wer immer nur das tut was er schon kann, bleibt immer nur das was er schon ist.

  9. #9
    Lazarus
    unregistriert
    Zitat Zitat von Predni Beitrag anzeigen

    Schauen wir uns dochmal um:

    Portugal (seit 2001) - weniger Drogentote und weniger Drogenkriminalität
    Schweiz (irgendwann in den 90er) - Heroin wurde legalisiert, hier ging ebenso alles nach unten
    USA Washington - im ersten Jahr 70 Mio mehr Steuereinnahmen, zahlreiche neue Jobs
    USA Colorado - hier hört man auch nur gute Sachen und gesunkene Drogenzahlen
    Ist in den USA nicht Kalifornien jetzt auch dabei zu legalisieren oder hat sogar schon?

  10. #10
    Under the Fuchtel Avatar von RAPtile
    Ort: BY
    Zitat Zitat von Predni Beitrag anzeigen
    Im Prinzip hörst du von überall nur positiven, wieso also nicht testen? Unsere Politiker aber verteufeln weiter ohne sich wirklich die Zahlen und Fakten mal anzuschauen....
    https://hanfverband.de/inhalte/wahla...stagswahl_2017

    Damit du deinen Kamm zum scheren in die Ecke pfeffern kannst, hat hier jemand für dich mal "unsere Politiker" aufgedröselt. Nach Parteien und Programmen. Toll, oder?
    Fick mich, wenn ich mich irre, aber wollten wir nicht knutschen?

  11. #11
    Hast du aber schön kopiert und gegoogelt Finds toll wie du mich stalkst und krampfhaft versuchst sämtliche meiner Posts in Einzelnteile zu zerlegen aber wenn es dir Spaß macht

    Im übrigen hat sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler(CDU) dazu schon geäußert heute (laut Welt.de) und sie widerspricht scharf der Forderung nach einer Legalisierung (wer hätte es gedacht)

    Interessant ist dieser Abschnitt, der mir persönlich zeigt, dass die Frau anscheinend überhaupt nicht versteht um was es eigentlich geht oder?

    Im Übrigen gilt: Es ist doch unsinnig, dem Konsum erst Tür und Tor zu öffnen, um dann nachher mit viel Aufwand zu versuchen, die Schäden in Grenzen zu halten
    Die "Schäden" sind sowieso da, egal ob illegal oder legal und defakto könnte man die "Schäden" durch die Verbrechen die im Zusammenhang mit den Drogen stehen, verringern. Ebenso die gesundheitliche Schäden, das Beispiel Schweiz zeigt es ja.

    Aber selbst die Entkriminalisierung überzeugt sie nicht und auch hier habe ich abermals das Gefühl sie versteht nicht auf was die Diskussion zielt oder?

    Mir ist die ganze Debatte zu halbherzig. Unser Strafprozessrecht bietet der Justiz alle Möglichkeiten, Strafverfahren gegen Menschen, die geringe Mengen von Cannabis und anderen illegalen Drogen zum Eigenkonsum bei sich haben, einzustellen.
    Das mag stimmen aber bis wir an dem Punkt kommen, muss der ganze Staatsapparat mit Unmengen von Bürokratie durchlaufen werden. Das ist doch eine der Hauptpunkte wieso man überhaupt darüber nachdenkt, das Zeug zu legaliseren. Der Aufwand ist es nicht Wert auf gut deutsch. Die Polizei und Richter sollen und müssen entlastet werden.

    Aber der Standpunkt der Groko ist klar und von daher wird es vermutlich auch nichts werden, egal was die Grünen fordern und worüber die FDP nachdenkt @"unsere Politiker"
    Geändert von Predni (05-02-2018 um 16:29 Uhr)

  12. #12
    Die FDP fordert das doch auch (heut erst auf meiner Facebook Timeline). Oder was ist da für dich "nachdenken" ?

  13. #13
    Die Frage bei der FDP ist eben, ob sie das auch fordern wenn sie mit an der Macht sind / wären. Als "nicht" Regierung kann man ja immer viel sagen und fordern. (Ich habe jetzt nicht verfolgt was in dem Fall bei den Jamaika-Sondierungen diskutiert wurde, falls dort auch ja dann streich das mit nachdenken)

    Die Seite da oben schreibt ja selber

    ...kann als Hanffreund darauf hoffen, dass die FDP das Thema ernst nimmt.
    Das meinte ich mehr oder weniger mit "nachdenken".

  14. #14
    Naja, was für eine Wichtigkeit das bei den Koalitionsverhandlungen hatte, weiß ich auch nicht, allerdings genauso wenig bei den Grünen.

    Die FDP hat zumindest wohl grade erst diesen Antrag eingebracht:
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/005/1900515.pdf

    Welche der "befürwortenden" Parteien man da aktuell am Ernstesten nehmen kann, weiß ich natürlich auch nicht, zumal die Parteien alle in der Opposition sind. Weil ich den Wahlkampf der FDP recht intensiv verfolgt habe, fiel mir halt nur auf, dass das Thema da schon vorkam und auch aktuell noch von ihnen thematisiert wird.

    Befremdlicher find ich da schon, dass CDU und SPD im Wahlprogramm überhaupt keine Meinung zu Drogenpolitik im allgemeinen haben, das Thema existiert wohl gar nicth für die. Aber hinterher dann plötzlich ne klare Meinung haben...

    Ich bin da bei dem Thema ja leidenschaftslos, ich habe gar keine Berührungspunkte. Da ich viel mit chronischen Schmerzpatienten zu tun habe im privaten Umfeld, ist es mir wichtiger dass das Thema medizinisches Cannabis noch stärker vorangetrieben wird.

  15. #15
    Willkürliche Kriminalisierung ist scheiße, aber Drogen auch. Das ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Wir könnten ja Peyote als Staatsdroge einführen.


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