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  1. #1

    Kampf gegen Plastikmüll - Plastikgeschirr und Wattestäbchen vor dem Aus?

    Die EU will Plastikprodukte verbieten, die leicht durch andere Produkte/Materialien ersetzt werden können, um die Vermüllung insbesondere der Ozeane zu stoppen.

    https://www.sz-online.de/nachrichten...h-3944008.html

    https://www.morgenpost.de/politik/ar...ehen-soll.html

    Grundsätzlich halte ich solche Maßnahmen für dringend notwendig, eigentlich längst überfällig. Allerdings erscheinen mir die bisherigen Vorhaben halbherzig. Mir fehlen Vorschläge und Maßnahmen, die millionenfach verkaufte überflüssige Plastikverpackungen reduzieren.


    Beispiel: Jedes Haarshampoo, jedes Duschgel wird in eigener, dicker Plastikflasche verkauft. Komischerweise ist es bei Handseifen inzwischen üblich, davon auch Nachfüllpackungen anzubieten, ebenso wie für bestimmte Waschmittel oder Weichspüler (z.B. von Frosch). Es geht also. Warum geht es dann nicht auch bei Shampoos oder Duschgelen? Damit könnte man doch wenigstens erhebliche Mengen Plastik sparen, wenn man es schon nicht komplett vermeiden und ersetzen kann.


    Ich benutze z.B. seit fast 20 Jahren fast durchgängig das gleiche Shampoo. Wenn ich davon ausgehe, dass ich pro Jahr 6 Flaschen leere, dazu genauso viele Flaschen Conditioner und rund die doppelte Menge Duschgel - dann sind das allein für mich allein schon rund 36 Plastikflaschen, ein ziemlicher Berg! Aber warum sollte ich die einmal gekaufte stabile Flasche (oder einen Spender) nicht zigmal nachfüllen können?

    Was haltet Ihr davon?

  2. #2
    Gibt es bestimmt schon, umweltschonendes Selbstzapfen irgendwelcher Produkte ist schwer im Trend.

    Das mit den Wattestäbchen finde ich gut, konnte die Dinger noch nie leiden.
    Bild:
    ausgeblendet

  3. #3
    Ich finde den Vorstoß gut, aber viel zu kurz gegriffen. Es muss viel unattraktiver werden, Plastikmüll zu kaufen. Erst, wenn es ans Geld geht, werden wir unsere Bequemlichkeit aufgeben und zu Alternativen greifen.

    Die Nachfüllpackungen sind auch aus Plastik. Das bringt nicht wirklich viel. Wir sind hier zuhause wieder auf normale Handseife umgestiegen und testen gerade Haarseife.
    Ich es ist wie Hohn, wenn die Supermärkte Einkaufstüten abschaffen oder kostenpflichtig machen - aber gleichzeitig der Anteil der sinnlos in Kunststoff verpackten Lebensmittel steigt.

    Pfandsysteme sind ein guter Anfang. Noch besser natürlich, wenn es sich nicht komplett um Einwegplastik handelt.
    Vor ca. 15 Jahren gab es hier bei Rewe eine Metzgerei, da konnte man das Fleisch abgepackt kaufen. Es war in einer Pfandverpackung. Die hat man dann beim nächsten Mal mitgenommen und in einem Automaten wieder ausgelöst. Ich glaub 1 EUR hat die Schale Pfand gekostet. Ich fand das Klasse und verstehe nicht, warum man das wieder abgeschafft hat.

    Bei Getränken funktioniert es ja auch, bei Milchprodukten teilweise - warum nicht auch bei anderen Dingen. Warum nicht grundsätzlich die Möglichkeit einräumen, Plastikverpackungen gg. kleine Belohnung direkt zum Recycling bringen.

    Früher in der DDR gab es ja diese Sammelstellen. Da konnte man Gläster und Papier zum Recycling bringen. Wir Kinder haben uns damit immer unser Taschengeld aufgebessert. Ich glaub für Gläser gab es 5 oder 10 Pfennig und Papier wurde Kiloweise bezahlt. Wir haben immer in der ganzen Nachbarschaft gesammelt. Warum nicht wieder in so eine Richtung gehen. Sammelstellen bei denen es sich lohnt, Müll abzugeben.
    die Elli

  4. #4
    Wattestäbchen gibt es schon länger mit Papierstäbchen(Ebelin von DM).

    Und auch die Nachfüllpackungen von Shampoo und Duschgel wären aus Plastik...
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha

  5. #5
    adventlich gestimmt Avatar von ganzblau
    Ort: im Dörfli
    Die Schweizer Tagesschau hat zum Thema gestern einen Ozean-Chemiker zitiert (Name vergessen), der dieses Buch von Donovan Hahn in die Kamera gehalten hat: Moby Duck. The true story of 28'800 bath toys lost at sea. Absolut lesenswertes Teil. Gibt es nur leider nicht auf deutsch.

    Es wird endlich Zeit, dass diese Dinge auf die Tagesordnung kommen.


    An die Experten: Gibt es Firmen, die WC-Rollen anders als in Plastik abpacken? Sowas suche ich ...

  6. #6
    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Wattestäbchen gibt es schon länger mit Papierstäbchen(Ebelin von DM).

    Und auch die Nachfüllpackungen von Shampoo und Duschgel wären aus Plastik...
    Aber das wäre zumindest schon mal viel weniger Plastik. Die schiere Menge könnte damit erheblich reduziert werden - und damit auch das Recyclingproblem. Es ist ein Unterschied, ob am Ende pro Verpackung 200 g geschreddertes Plastik übrig bleibt oder nur 30 g (Zahlen nur geschätzt...). Ich vermute, dass es bisher am Widerstand der Plastik-produzierenden Hersteller und deren Lobby scheitert, denn daran wird sicher gut verdient.

    Eine andere Möglichkeit wäre sicher ein zuverlässiges Recyclingsystem auch für solche Verpackungen. Dann müsste eben auch auf Shampooflaschen Pfand erhoben werden und man müsste sie im Laden zurückgeben können.


    Wiederbefüllbare Verpackungen und in den Läden entsprechende "Zapfstellen" wären auch eine Möglichkeit. Bei Lebensmitteln (Essig, Öl, Wein) wird das ja schon angeboten, warum nicht auch bei Shampoo & Co.?

  7. #7
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Wiederbefüllbare Verpackungen und in den Läden entsprechende "Zapfstellen" wären auch eine Möglichkeit. Bei Lebensmitteln (Essig, Öl, Wein) wird das ja schon angeboten, warum nicht auch bei Shampoo & Co.?
    Shampoo/Spülung etc kann man zumindest bei manchen Friseuren schon zum Abzapfen kaufen.
    Viel zu wenig bisher, aber es gibt welche. Das kriegt man aber auch nur mit, wenn man drin war und das zufällig sieht
    Vielleicht ist es auch nur eine bestimmte Marke und man kann darüber einen Friseur suchen.
    Wenn es dich interessiert, frag ich mal nach, welche das war.

  8. #8
    @Sabuha
    Das würde mich schon interessieren. Wenn es Dir keine Mühe macht...?

    Aber die großen Hersteller wie L'Oréal, Schwarzkopf etc. müssten das anbieten, und das überall, damit es einen echten Effekt hätte.

    Interessant ist es für den Verbraucher doch auch in erster Linie, wenn er dadurch Geld spart. Braucht er keine neue Verpackung, dann müsste der Inhalt doch für ihn billiger sein. Stellt sich also die Frage: Wie viel zahlt man bei einem Shampoo/Duschgel nur für die Plastikflasche?

  9. #9
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Interessant ist es für den Verbraucher doch auch in erster Linie, wenn er dadurch Geld spart. Braucht er keine neue Verpackung, dann müsste der Inhalt doch für ihn billiger sein. Stellt sich also die Frage: Wie viel zahlt man bei einem Shampoo/Duschgel nur für die Plastikflasche?
    Dafür müsste man die internen Kalkulationen kennen.
    Bei den Mengen an Verpackungen, die die großen Hersteller einkaufen, dürfte der preisliche Anteil der Verpackung aber äußerst gering sein. Mutmaßlich im Bereich vom 2-5% ...
    We're too young until we're too old - We're all lost on the yellow brick road - We climb the ladder but the ladder just grows - We're born, we work, we die, it's spiritual
    (Kenny Chesney - "Rich And Miserable")

  10. #10
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Interessant ist es für den Verbraucher doch auch in erster Linie, wenn er dadurch Geld spart. Braucht er keine neue Verpackung, dann müsste der Inhalt doch für ihn billiger sein. Stellt sich also die Frage: Wie viel zahlt man bei einem Shampoo/Duschgel nur für die Plastikflasche?
    Wobei die billige Nachfüllpackung beim Friseur vermutlich immer noch teurer sein wird als das teure Ding im Supermarkt.

  11. #11
    *321* Avatar von suboptimal
    Ort: Ein Schritt vor Belgien
    Wer es noch nicht gesehen hat - hierzu gibt es schon einen äjnlichen Thread in der Lounge:

    https://www.ioff.de/showthread.php?4...Cll-reduzieren
    *Jeder Jeck es anders* *Et es, wie et es* *Et kütt, wie et kütt* *Et hätt noch emmer jot jejange* *Wat fott es, es fott* *Et bliev nix, wie et woor* *Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domett* *Wat wellste mache?* *Mach et joot, ävver nit ze off* *Wat soll de Quatsch?* *Drinkste eene met?*

  12. #12
    Ich muss mir doch die Ohren sauber machen!
    Finde aber Haarspülung sowieso überflüssig. Bilden sich die Frauen nicht bloß ein, dass sie das brauchen?

  13. #13
    vom Blitz getroffen Avatar von BlackGirl
    Ort: Kölle
    Zitat Zitat von yoshikind Beitrag anzeigen
    Ich muss mir doch die Ohren sauber machen!
    Nein musst du nicht. Frag mal einen HNO-Arzt, für den sind die Dinger die absolute Pest! Es gibt absolut keinen Grund, warum man mit einem Fremdgegenstand im Ohr herumstochern muß.

  14. #14
    Wattestäbchen gibt es auch ohne Plastik. Beispiel:

    Bild:
    ausgeblendet

  15. #15
    Wo ist der Unterschied ob ich auf Plastik Pfand bezahle und es in den Laden zurück bringe oder zu Hause über den gelben Sack abholen lasse?

    Landet nicht beides in der selben Recycling-bzw Verbrennungsstelle?

    Head&Shoulders macht übrigens Werbung für ein Shampoo dessen Flasche aus xy% Meeresplastik hergestellt ist. Ob das was bringt oder nur ein Marketing-Gag ist weiß ich nicht...


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