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  1. #76
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Ich habe neulich bei Phoenix ein Interview mit einem Professor gesehen, der sich auf das Thema spezialisiert hat.

    Die Frage an ihn war ungefähr: Aber sind es nicht eher die asiatischen/afrikanischen/südamerikanischen Länder, in denen der Plastikmüll per Wegwerfmentalität die Meere dort bedroht?

    Er antwortete, dass ja die Plastikmüll produzierende Industrie mehrheitlich in Europa säße. Und selbst wenn unsere neuen Regeln in diesen Ländern keinen Bestand hätten, würden sie uns dann als Vorbild wahrnehmen. Klar doch.
    Sind die Grünen jetzt in der Klemme? Ist das Moral-Kolonialismus in teils Drittweltstaaten? Oder noch Umweltschutz?

    Sicher ist, dass Plastikmüll raus aus den Meeren gehört. Alles andere wäre evolutionärer Suizid im Schlaf. Aber wie geht das über sehr weite Grenzen hinaus?

  2. #77
    Zitat Zitat von Little_Ally Beitrag anzeigen
    ... Ich habe durchaus Vertrauen, dass irgendwer überwacht was mit unserem Müll in der Ferne gemacht wird. ...
    ...grenzenloses.

    .

    .


    Echtes Recycling:
    ==> Plastikmüll aus Europa (und sonstwo) "in Asien" auf den Müllheimern Ihre Coffee-to-go Becher zurück-beschichten?
    Nur gut, dass China das nicht mehr mitmacht !1!einself!

    Geändert von cos (30-05-2018 um 10:46 Uhr)

  3. #78
    bayrischer Dichter Avatar von Voltaire
    Ort: München
    Zitat Zitat von yoshikind Beitrag anzeigen
    Na, zum Ohrenschmalz wegmachen! Das tun saubere Leute. Ich würde aber auch welche ohne Plastik nehmen.
    Ist zwar nur ein Randthema, aber Ohrenschmalz bewegt sich von alleine in den Bereich, wo es sich abwäscht, wenn die dazu notwendigen Härchen nicht von Wattestäbchen abgeschmirgelt wurden.
    Ohrenstäbchen sind wie Nasensprays und Lippenstifte Hilfsmittel, die ihre Notwendigkeit selbst erzeugen.
    "Ihre Meinung ist mir widerlich..." François Marie Arouet genannt Voltaire (1694-1778)
    Bild:
    ausgeblendet

    Ich distanziere mich vollumfänglich von jeglicher Handlung oder Äußerung der bayrischen Landesregierung.

  4. #79
    Zitat Zitat von JackB Beitrag anzeigen
    Naja, aber wenn die Waren, in dem Fall die Zahnbürsten, von Personal ausgegeben werden, statt dass sie einfach ausliegen, dann muss das irgendwo teurer sein. Und dass die unverpackten Zahnbürsten zur Selbstbedienung ausgelegt werden, will man ja wohl aus hygienischen Gründen nicht.

    Und konnte man damals, im Tante Emma Laden, beim Bäcker und beim Metzger, noch abends um 20 Uhr einkaufen? Auch Samstags?
    Auch die heutigen langen Ladenöffnungszeiten haben etwas mit den Verpackungen zu tun. Denn dank der Verpackungen kann der Verkauf mit dem Einsatz von wenig Personal erfolgen, und dadurch können die Läden lange offen bleiben.
    Die Mehrkosten für solchen Service sind NIX gegen den Preis, den wir alle und vor allem unsere Kinder zahlen, wenn wir weiter hirnlos alles in Plastik packen, weil es praktisch, hygienisch, billig, leicht und was weiß ich nicht alles ist.
    Abgesehen davon finde ich persönliche Bedienung in Geschäften viel angehmer als im Supermarkt. In anderen Bereichen geht das doch auch.

    Nö, bei Tante Emma konnte man nicht um 20 Uhr einkaufen. Wir habens trotzdem alle überlebt, na ja oder zumindest ist keiner deswegen gestorben. Unbestritten wird das Leben vllt. etwas weniger bequem. Das schadet aber sicher keinem von uns. Wobei, vllt. wird es gar nicht weniger bequem. Wenn ich all das auch in einem normalen Supermarkt bekomme und nicht extra zu einem Unverpackt - Laden fahren muss, büße ich doch nichts ein.

    Weil wir aber alle bequem sind, wird nichts an Verboten oder zusätzlicher Verteuerung vorbei führen. Wären wir alle vernünftig und würden aus Eigenantrieb verantwortungsvoller mit Resourcen umgehen, hätten wir die Diskussion nicht.
    die Elli

  5. #80
    Natürlich führt da was an Verboten und einer Verteuerung vorbei. Genauso wie man die Sachen vorgesetzt bekommt, kann man den Menschen ja andere Sachen vorsetzen. Wer hat den ernsthaft gefragt ob jeder seine Gurke nochmal in Plastik eingepackt haben möchte? Das geht doch vom Verkäufer aus, der keine Beschädigungen will und der Produzent macht es halt weil er es sonst nicht abgenommen bekommt.
    Das Märchen, dass der Verbraucher entscheidet glaubt doch keiner. Da geht es um Gewinnmaximierung und Erleichterung für viele Unternehmen beim Transport.
    Ich brauche das Plastik nicht aber frag doch mal bei den Unternehmen nach ob die es brauchen. Die wollen sich nämlich nicht umstellen, wäre ja zu viel Arbeit.

  6. #81
    Zitat Zitat von Elli_76 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich gar nicht so. Momentan vllt. ja, weil eben alles auf Plastik ausgerichtet wird. Aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen es vieles vieles davon nicht gab. Beispiele? Flüssigseife, verpacktes Gemüse, abgepackte Wurst, Margarine und Butter in Dosen, Joghurt in Bechern und Milch in Tetrapaks, Getränke in Einwegpackungen bzw. generell in Plastikflaschen. All das sind ERfindungen der letzten ca. 20 Jahre.
    Ich habe heute morgen eine neue Zahnbürste ausgepackt - natürlich aus einer Plastikpackung. Früher gab es in der Drogerie einen großen Krug mit Zahnbürsten, unverpackt und da hat man sich eine geben lassen und gut.
    All das war überhaupt nicht teurer und im Grunde auch nicht komplizierter. Denn man hatte in jedem Ort einen Bäcker und einen Metzger und meist auch so einen kleinen Tante-Emma-Laden, in dem es alles andere wichtige gab. Es war normal, dass all diese Geschäfte auch besucht wurden. Heute geht das oft nur bedingt. Ich habe Glück in einem 2000 Einwohner Ort zu wohnen, in dem es zumindest Bäcker, Metzger und Gemüseladen gibt. Da kann ich alles in Minimalverpackung bzw. meinen eigenen Behältern packen lassen. Oft ist das nicht mehr der Fall.
    Mit der Einmal hin - alles drin - Supermarkt Entwicklung ergab sich die Notwendigkeit, alles einzeln in Plastik zu verpacken.

    Wir müssen gar nicht alles neu erfinden - nur mal 20 Jahre in die Vergangenheit schauen.
    Meinst du nicht eher "vor 50 Jahren" oder "vor 70 Jahren"? Supermärkte gab es in meiner Kindheit schon und das ist 40-50 Jahre her. Die Tante Emma Läden waren vor 20 Jahren schon ausgestorben. Und die die es gab, verkauften genauso abgepackte Waren wie die Supermärkte.

    Aber es gibt sicher Gegenden, in denen die kleineren Läden länger überlebt haben. Das hängt auch mit der Bevölkerungsstruktur und deren Mobilität zusammen.

    Was an Waren überflüssig ist oder nicht, entscheidet am Ende der Verbraucher.

  7. #82
    Zitat Zitat von Pacost Beitrag anzeigen
    Natürlich führt da was an Verboten und einer Verteuerung vorbei. Genauso wie man die Sachen vorgesetzt bekommt, kann man den Menschen ja andere Sachen vorsetzen. Wer hat den ernsthaft gefragt ob jeder seine Gurke nochmal in Plastik eingepackt haben möchte? Das geht doch vom Verkäufer aus, der keine Beschädigungen will und der Produzent macht es halt weil er es sonst nicht abgenommen bekommt.
    Das Märchen, dass der Verbraucher entscheidet glaubt doch keiner. Da geht es um Gewinnmaximierung und Erleichterung für viele Unternehmen beim Transport.
    Ich brauche das Plastik nicht aber frag doch mal bei den Unternehmen nach ob die es brauchen. Die wollen sich nämlich nicht umstellen, wäre ja zu viel Arbeit.
    zum fett markierten:

    Die dünne Gurkenfolie schützt nicht vor Beschädigung. Der Grund ist eine längere Haltbarkeit.

  8. #83
    Zitat Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
    Meinst du nicht eher "vor 50 Jahren" oder "vor 70 Jahren"? Supermärkte gab es in meiner Kindheit schon und das ist 40-50 Jahre her. Die Tante Emma Läden waren vor 20 Jahren schon ausgestorben. Und die die es gab, verkauften genauso abgepackte Waren wie die Supermärkte.

    Aber es gibt sicher Gegenden, in denen die kleineren Läden länger überlebt haben. Das hängt auch mit der Bevölkerungsstruktur und deren Mobilität zusammen.

    Was an Waren überflüssig ist oder nicht, entscheidet am Ende der Verbraucher.
    nein, denn vor 70 jahren gab es noch nicht mal ne müllabfuhr...
    Warnung! Bei diesem Beitrag könnte es sich um Satire handeln.

  9. #84
    Ernstderlageverkenner Avatar von Antananarivo
    Ort: auf Ingo

  10. #85
    Zitat Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
    Meinst du nicht eher "vor 50 Jahren" oder "vor 70 Jahren"? Supermärkte gab es in meiner Kindheit schon und das ist 40-50 Jahre her. Die Tante Emma Läden waren vor 20 Jahren schon ausgestorben. Und die die es gab, verkauften genauso abgepackte Waren wie die Supermärkte.
    In Bezug auf die Joghurtbecher sind es "vor über 50 Jahren".

    Vor 50(*) Jahren begann eine Berliner Molkerei, ihren Joghurt statt in Gläser mit Schraubverschluss in Plastikbecher abzufüllen. Der Joghurtbecher aus Kunststoff setzte sich innerhalb kürzester Zeit im Markt durch, und heute ist Joghurt im Glas nur noch ein Nischenprodukt. Umweltschützer tragen ob des Jubiläums eher Trauer – aber wie schädlich ist der Plastikbecher tatsächlich?
    http://www.meingruenerpunktblog.de/s...nd-zum-jubeln/

    (*) Der Artikel ist von 2016

  11. #86
    Zitat Zitat von ManOfTomorrow Beitrag anzeigen
    Wenn man das Bevölkerungswachstum in Afrika, Indien, China & Co. bedenkt, dann wird die EU-Regelung noch nicht einmal den Effekt haben, dass sich für die Weltmeere geringfügig etwas verbessert.

    Aber dass die EU auf gut gemeinte Verbote und Planwirtschaft steht, ist ja keine neue Erkenntnis.
    Die EU produziert jährlich 26 Mio Tonnen Plastikmüll, von denen 70% nicht recycled werden. Es ist also durchaus dringend angesagt, etwas dagegen zu tun.

  12. #87
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Die EU produziert jährlich 26 Mio Tonnen Plastikmüll, von denen 70% nicht recycled werden. Es ist also durchaus dringend angesagt, etwas dagegen zu tun.
    Dann sollte man das aber auch vernünftig begründen.
    Plastikwattestäbchen zu vermieden und das mit dem Schutz der Weltmeere zu begründen, ist ziemlich doof. Weil eben Wattestäbchen, wie hier schon ausgeführt wurde, ordnungsgemäß im Restmüll entsorgt werden. Und wenn sie das nicht werden, landen sie vielleicht im Biomüll oder im Gelben Sack, wo sie zwar nicht hingehören, aber sicher keinen entscheidenden Anteil an der Verschmutzung der Weltmeere haben.

  13. #88
    Zitat Zitat von JackB Beitrag anzeigen
    Dann sollte man das aber auch vernünftig begründen.
    Plastikwattestäbchen zu vermieden und das mit dem Schutz der Weltmeere zu begründen, ist ziemlich doof. Weil eben Wattestäbchen, wie hier schon ausgeführt wurde, ordnungsgemäß im Restmüll entsorgt werden. Und wenn sie das nicht werden, landen sie vielleicht im Biomüll oder im Gelben Sack, wo sie zwar nicht hingehören, aber sicher keinen entscheidenden Anteil an der Verschmutzung der Weltmeere haben.
    Ich finde, im Moment kann man eigentlich ganz gute Begründungen lesen. Z.B. diese:

    Unterschätzen sollte man die EU-Rettungsaktion nicht: Hat sich die Kommission doch jene zehn Einmal-Artikel herausgesucht, die am allerhäufigsten an unseren Stränden angespült werden. Und dazu gehören nun einmal auch Plastikgabeln und Luftballon-Halterungen.

    Gleichzeitig wird Brüssel den Planeten nicht retten, wenn es sich allein an Strohhalme klammert. Nun muss man fairerweise dazu sagen, dass die EU-Kommission das nicht tut: Die Vorschläge gehen über die Verbotsliste weit hinaus. Nur will sie es den Einzelstaaten weitgehend selbst überlassen, ob die sich zum Beispiel für ein Kunststoff-Flaschenpfand entscheiden oder nicht.
    quelle: http://www.deutschlandfunk.de/die-eu...icle_id=418955

    Aber die Schwierigkeit ist ja auch, dass mit Pressearbeit meistens eh nur Informierte (oder jedenfalls Interessierte) erreicht werden. Kompliziertes Thema.

  14. #89
    Zitat Zitat von Pacost Beitrag anzeigen
    Natürlich führt da was an Verboten und einer Verteuerung vorbei. Genauso wie man die Sachen vorgesetzt bekommt, kann man den Menschen ja andere Sachen vorsetzen. Wer hat den ernsthaft gefragt ob jeder seine Gurke nochmal in Plastik eingepackt haben möchte? Das geht doch vom Verkäufer aus, der keine Beschädigungen will und der Produzent macht es halt weil er es sonst nicht abgenommen bekommt.
    Das Märchen, dass der Verbraucher entscheidet glaubt doch keiner. Da geht es um Gewinnmaximierung und Erleichterung für viele Unternehmen beim Transport.
    Ich brauche das Plastik nicht aber frag doch mal bei den Unternehmen nach ob die es brauchen. Die wollen sich nämlich nicht umstellen, wäre ja zu viel Arbeit.
    Im Supermarkt meines Vertrauens gibt es oft eingeschweißte und "nackte" Gurken. Ich habe ma von jeder Sorte eine gekauft und festgestellt, dass in der Tat die eingeschweißte deutlich länger haltbar war. Das ist auch der Grund für die Verpackung. Aber das heißt nicht, dass wir das so hinnehmen müssen. Warum muss eine Gurke 2 oder 3 Wochen haltbar sein? Wenn man halbwegs vernünftig plant, braucht man das nicht. Also nur noch unverpackte Gurken kaufen.

  15. #90
    Zitat Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
    Meinst du nicht eher "vor 50 Jahren" oder "vor 70 Jahren"? Supermärkte gab es in meiner Kindheit schon und das ist 40-50 Jahre her. Die Tante Emma Läden waren vor 20 Jahren schon ausgestorben. Und die die es gab, verkauften genauso abgepackte Waren wie die Supermärkte.
    Ähm nein, meinte ich nicht. Die 76 hinter meinem Nick steht nicht für mein Alter . Ok, nachdem ich in weniger als 2 Stunden 42 werde und sich diese Erinnerungen auf meine Kindheit beziehen, können es auch gut 25 oder 30 Jahre sein Und vllt. muss ich erwähnen, dass ich in der DDR aufgewachsen bin.
    Es geht auch unabgepackt. Auch heute noch. Ich habe das Glück in einem Dorf zu wohnen in dem es einen Gemüseladen gibt. Da ist nichts abgepackt. Auch auf dem Wochenmarkt, im Biosupermarkt und teilweise im normalen Supermarkt gibt es unverpacktes Gemüse. Es geht also. Ich finde schon, dass der Verbraucher hier entscheidet, welches Angebot er annimmt.
    die Elli


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