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  1. #91
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Ich finde, im Moment kann man eigentlich ganz gute Begründungen lesen. Z.B. diese:



    quelle: http://www.deutschlandfunk.de/die-eu...icle_id=418955

    Aber die Schwierigkeit ist ja auch, dass mit Pressearbeit meistens eh nur Informierte (oder jedenfalls Interessierte) erreicht werden. Kompliziertes Thema.
    Was willst du damit sagen?
    Du gehörst offensichtlich nicht zu den Informierten, denn das, was du hier in Post # 88 verlinkst, das war schon im Eröffnungspost verlinkt. Und wurde hier im THread auch schon thematisiert.

    Interessant aber: In der von dir verlinkten Quelle steht:

    Unterschätzen sollte man die EU-Rettungsaktion nicht: Hat sich die Kommission doch jene zehn Einmal-Artikel herausgesucht, die am allerhäufigsten an unseren Stränden angespült werden. Und dazu gehören nun einmal auch Plastikgabeln und Luftballon-Halterungen.
    Dagegen heißt es im eingangs verlinkten Artikel der Morgenpost:
    Ins Visier genommen hat die EU-Kommission mit ihren am Montag vorgestellten Maßnahmen vor allem zehn Einwegprodukte, die in Europa am häufigsten an Stränden gefunden werden.
    Ein kleiner Unterschied, und noch nicht einmal ein Widerspruch: Es könnte beides stimmen. "Was am häufigsten angespült wird, wird auch am häufigsten gefunden." Klingt logisch. Was also soll die Korinthenkackerei?

    Nun, umgekehrt klingt es nicht so logisch: "Was am häufigsten an Stränden gefunden wird, wird auch am häufigsten angespült." Wirklich? Kann es sein, dass die Plastikteller, das Plastikbesteck, die Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonhalter gar nicht aus dem Meer angespült wurden, sondern einfach an den Ständen zurückgelassen werden? Das sind doch alles typische Hinterbleibsel von Strandpicknicks und Trinkgelagen. Zufall? Wohl kaum.

    Wenn also diese Dinge, die so häufig am Strand gefunden werden, möglicherweise gar nicht aus dem Meer kommen, was sagt ihr häufiges Vorkommen an den Stränden über ihren Beitrag zur Belastung der Meere mit Plastikmüll? - Nichts.
    Geändert von JackB (30-05-2018 um 22:50 Uhr)

  2. #92
    adventlich gestimmt Avatar von ganzblau
    Ort: im Dörfli
    ... Weil ich gleich ins Bett gehe und hier bloss noch kurz nachgelesen habe: Herzlichen Glückwunsch zum baldigen Geburtstag, Elli

  3. #93
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Im Supermarkt meines Vertrauens gibt es oft eingeschweißte und "nackte" Gurken. Ich habe ma von jeder Sorte eine gekauft und festgestellt, dass in der Tat die eingeschweißte deutlich länger haltbar war. Das ist auch der Grund für die Verpackung. Aber das heißt nicht, dass wir das so hinnehmen müssen. Warum muss eine Gurke 2 oder 3 Wochen haltbar sein? Wenn man halbwegs vernünftig plant, braucht man das nicht. Also nur noch unverpackte Gurken kaufen.
    Ich tendiere da zur Nacktgurke und Nacktzwiebel. Es kann doch nicht so schwer sein, dass Essen von morgen zu planen. Wenn ich näxte Woche kochen will, ist für mich jeder Einkauf blinder Aktionismus. Der Supermarkt/Discounter ist doch morgen nicht vom Erdboden verschwunden.

  4. #94
    Zitat Zitat von JackB Beitrag anzeigen
    Was willst du damit sagen?


    Wenn also diese Dinge, die so häufig am Strand gefunden werden, möglicherweise gar nicht aus dem Meer kommen, was sagt ihr häufiges Vorkommen an den Stränden über ihren Beitrag zur Belastung der Meere mit Plastikmüll? - Nichts.
    Dann sagt es, dass diese Dinge ins Meer gespült werden. Das ist ja gerade der Knackpunkt der Geschichte.

  5. #95
    Zitat Zitat von Elli_76 Beitrag anzeigen
    Die Mehrkosten für solchen Service sind NIX gegen den Preis, den wir alle und vor allem unsere Kinder zahlen, wenn wir weiter hirnlos alles in Plastik packen, weil es praktisch, hygienisch, billig, leicht und was weiß ich nicht alles ist.
    Abgesehen davon finde ich persönliche Bedienung in Geschäften viel angehmer als im Supermarkt. In anderen Bereichen geht das doch auch.

    Nö, bei Tante Emma konnte man nicht um 20 Uhr einkaufen. Wir habens trotzdem alle überlebt, na ja oder zumindest ist keiner deswegen gestorben. Unbestritten wird das Leben vllt. etwas weniger bequem. Das schadet aber sicher keinem von uns. Wobei, vllt. wird es gar nicht weniger bequem. Wenn ich all das auch in einem normalen Supermarkt bekomme und nicht extra zu einem Unverpackt - Laden fahren muss, büße ich doch nichts ein.

    Weil wir aber alle bequem sind, wird nichts an Verboten oder zusätzlicher Verteuerung vorbei führen. Wären wir alle vernünftig und würden aus Eigenantrieb verantwortungsvoller mit Resourcen umgehen, hätten wir die Diskussion nicht.
    Für den Anfang würde es reichen, wenn wir alle nicht immer ans Meer fahren und unsere gebrauchten Wattenstäbchen da rein werfen. Mit Ohrenschmalz.
    Bild:
    ausgeblendet

  6. #96
    Zitat Zitat von Haramis Beitrag anzeigen
    Für den Anfang würde es reichen, wenn wir alle nicht immer ans Meer fahren und unsere gebrauchten Wattenstäbchen da rein werfen. Mit Ohrenschmalz.

    Verdammt! Wie erkläre ich den kids jetzt, dass der ausflug ausfällt?

  7. #97
    http://www.wwf.de/themen-projekte/me...-plastikmuell/

    Was ich mich die ganze Zeit frage.
    Was zur Hölle, macht man mit Wattestäbchen am Strand?

  8. #98
    Zitat Zitat von lesekatze Beitrag anzeigen
    Was ich mich die ganze Zeit frage.
    Was zur Hölle, macht man mit Wattestäbchen am Strand?
    Der Weg der gestrandeten Wattestäbchen verläuft folgendermaßen: Sie werden unbedacht in die Toilette geworfen. In einigen Regionen (besonders auf Inseln und in gebirgigen Küstenregionen) gibt es keine funktionierende Abwasserentsorgung. In Gibraltar bspw. gibt es überhaupt keine Kläranlage, sodass das Abwasser mitsamt Wattestäbchen direkt ins Meer geleitet wird.

  9. #99
    Zitat Zitat von Elli_76 Beitrag anzeigen
    Pfandsysteme sind ein guter Anfang. Noch besser natürlich, wenn es sich nicht komplett um Einwegplastik handelt.
    Vor ca. 15 Jahren gab es hier bei Rewe eine Metzgerei, da konnte man das Fleisch abgepackt kaufen. Es war in einer Pfandverpackung. Die hat man dann beim nächsten Mal mitgenommen und in einem Automaten wieder ausgelöst. Ich glaub 1 EUR hat die Schale Pfand gekostet. Ich fand das Klasse und verstehe nicht, warum man das wieder abgeschafft hat.
    Die Abschaffung erfolgte höchstwahrscheinlich aus hygienischen Gründen. Außerdem ist die Ökobilanz doch sehr fraglich: Pfandverpackungen (aus Kunststoff) und Pfandautomat müssen auch erst mal unter Einsatz von Ressourcen hergestellt werden. Dazu gesellen sich der Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch für die Reinigung/Desinfektion. Auch Pfandverpackungen können nicht ewig genutzt werden, dann landen sie ebenso im Müll.

  10. #100
    Ich würde diese Wattestäbchen mit Länderaufdruck versehen, dann ist es klar, wer dafür verantwortlich ist.
    Kann ja nicht sein, dass das alles an Gibraltar hängenbleibt.
    Bild:
    ausgeblendet

  11. #101
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Wenn man halbwegs vernünftig plant, braucht man das nicht.
    Doch. Eine unverdorbene Just-in-Time-Gurke setzt im Produktions-, Transport- und Lagerungsprozess einen viel höheren Energieverbrauch voraus. Die unverpackte Gurke sieht im Laden vielleicht sexy aus, aber wie viele unverpackte Gurken es nicht in den Laden schaffen, ist nicht sichtbar. Stichwort Lebensmittelverschwendung. Die Notwendigkeit einer Verpackung von Gurken und auch Brokkoli hat mit den individuellen Eigenschaften dieser Gewächse zu tun; vergleichbare Gewächse wie Zucchini oder Blumenkohl werden normalerweise nicht verpackt.

  12. #102
    Zitat Zitat von chatte03 Beitrag anzeigen
    Warum muss eine Gurke 2 oder 3 Wochen haltbar sein? Wenn man halbwegs vernünftig plant, braucht man das nicht. Also nur noch unverpackte Gurken kaufen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass die längere Haltbarkeit primär ein Vorteil für die Angebotsseite ist, also Transport, Lagerung beim Zwischenhändler, Supermarkt etc. Die nicht verkauften Gurken können für einen längeren Zeitraum am Ende des Tages eingelagert und am nächsten Tag wieder angeboten werden. Dass der Käufer die Gurke ebenfalls im Kühlschrank "vergessen" kann, ohne dass sie vergammelt, dürfte ein netter Nebeneffekt sein.

    Wenn also nur noch unverpackte Gurken gekauft würden und die eingeschweißten deshalb vom Markt genommen werden, könnte es sein, dass mehr unverkaufte Gurken weggeschmissen werden müssen. Ich habe keine Ahnung, wie viel von dem Zeug ohnehin weggeworfen wird, aber vielleicht profitieren z.B. die Tafeln auch noch von der verlängerten Haltbarkeit.
    Gibt es hier keine Einzelhandelskaufleute, die aus dem Nähkästchen plaudern können?

    Sehe gerade, dass Descartes mir zuvor gekommen ist.
    Geändert von schecky (31-05-2018 um 09:02 Uhr)

  13. #103
    Dieses Plakat ist sehr einseitig, da es unfairerweise nicht die Rohstoffgewinnung und den Produktionsprozess der Keramiktasse darstellt. Das "einfach gespült" ist zudem mit einem zusätzlichen Warmwasser- und Energieverbrauch verbunden.

  14. #104
    Zitat Zitat von Descartes Beitrag anzeigen
    Dieses Plakat ist sehr einseitig, da es unfairerweise nicht die Rohstoffgewinnung und den Produktionsprozess der Keramiktasse darstellt. Das "einfach gespült" ist zudem mit einem zusätzlichen Warmwasser- und Energieverbrauch verbunden.


    Soweit mir bekannt ist, ist die Herstellung von Porzellan und Keramik aus heimischen Rohstoffen (es gibt gerade in Deutschland nennenswerte Vorkommen der entsprechenden Erden) umweltverträglich und kommt ohne größere Kosten und Risiken hinsichtlich möglicher Umweltbelastungen aus. Und das Spülen solcher Tassen dürfte weit weniger Wasser und Energie erfordern, als allein all die sinnlosen Transporte um die halbe Welt im Zusammenhang mit der Pappbecher-Herstellung. Vom Entsorgungsproblem ganz zu schweigen...

  15. #105
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Dann sagt es, dass diese Dinge ins Meer gespült werden.
    Auch das nicht.
    Es könnte nämlich sein, dass diese Dinge größtenteils oberhalb der Wasserlinie zurückgelassen werden (man will ja während des Picknicks nicht unbedingt im Wasser sitzen), und am nächsten Morgen von den Mitarbeitern der örtlichen Bauhöfe eingesammelt werden. Denn man will ja den Touristen saubere Strände bieten.

    Es ist verständlich, wenn die Bürgermeister von Küstenorten sich darüber ärgern, dass ihre Mitarbeiter jeden Morgen erst mal damit beschäftigt sind, die Strände zu säubern. Aber das ist ein lokales Problem, und klein globales. Und durch das Verbot von Plastikgeschirr werden nicht die Weltmeere gerettet, sondern in dem Fall die Etats von Küstenorten entlastet. Aber vielleicht noch nicht mal das, denn zurückgelassene Papierteller und Holzgabeln sehen auch nicht viel schöner aus. Und darauf warten, dass die sich auf natürliche Weise zersetzen, wird man auch nicht wollen, denn die Touristen kommen ja schon bald nach dem Frühstück.


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