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  1. #31
    Zitat Zitat von beautiful.south Beitrag anzeigen
    Soweit ich es gelesen habe, geht es nicht darum, dass z.B. Google keine Links mehr zu einem Artikel setzen dürfe, denn das soll weiterhin möglich sein. Doch diese Artikel zu übernehmen und dann Werbung zwischendrin zu schalten, dafür Geld zu kassieren und die Ursprungsquellen gehen dabei komplett leer aus, soll unterbunden werden. Das Internet ist eben kein "kostenloser" Raum, in dem man sich bei jedem für umme bedienen darf, und - Beispiel Google - sogar noch damit Geld verdienen kann.

    Ich verstehe das nicht. Wenn ich in Google News einen Link zu einem Presseartikel anklicke, werde ich doch auf deren Seite verlinkt. An welcher Stelle fallen denn da Werbeeinnahmen für Google an? Es ist doch im Interesse der Verlage, dass deren Artikel zu bestimmten Themen überhaupt gefunden werden.

  2. #32
    Der Zensurvorwurf bezieht sich wohl auf die Upload-Filter und damit in erster Linie YouTube.

  3. #33
    *321* Avatar von suboptimal
    Ort: Ein Schritt vor Belgien
    Zitat Zitat von beautiful.south Beitrag anzeigen
    "In Grenzen hielt" ist ja äußerst dehnbar, jeder befindet das anders. Ich jedenfalls habe über das Thema Parteienfinanzierung schon VOR der WM mehrere Berichte gelesen, war also informiert darüber. Da ich jetzt nicht speziell nach solchen Berichten suche, bin ich der Meinung, darüber kann man Bescheid wissen, wenn man nur halbwegs aufmerksam ist.

    Immer dieses "bei der WM schaut keiner hin"......
    Nur hier im IOFF sind die Checker, die sich nicht von der WM einlullen lassen. Was haben wir für ein Glück. Und wenn Deutschland schon in der Vorrunde ausscheidet und der ganze Durchdrück-Masterplan ins Wanken kommt, wird Jogi gevierteilt.

    Aber es wird wohl nicht mehr lange dauern, und WM und EM werden im Wechsel auf jeweils 12 Monate ausgedehnt, dann können "die da oben" zusammen mit denen "da im Hintergrund" endgültig machen was sie wollen.
    Geändert von suboptimal (21-06-2018 um 11:18 Uhr)
    *Jeder Jeck es anders* *Et es, wie et es* *Et kütt, wie et kütt* *Et hätt noch emmer jot jejange* *Wat fott es, es fott* *Et bliev nix, wie et woor* *Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domett* *Wat wellste mache?* *Mach et joot, ävver nit ze off* *Wat soll de Quatsch?* *Drinkste eene met?*

  4. #34
    Zitat Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
    Der Zensurvorwurf bezieht sich wohl auf die Upload-Filter und damit in erster Linie YouTube.
    die haben aber bereits ein content-erkennungssystem und filter!
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  5. #35
    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch, dass in diesem Falle die kommerziellen Interessen von Springer & Co. als Motiv wichtiger sind, als ein Zensureffekt
    das kann zwar sein, aber die sache ist sowas von geeignet für den gekochte-frosch-trick!
    wenn sie das mal voll gewonnen haben, steht der nächste auf, der den apparat immer politischer einsetzen will.
    das atlantic council wurde bereits in facebook vorgeschaltet. die oder ähnliche können alsbald überall in allen filtern als brave menschliche instanz nach dem Palantir prinzip eingeschaltet werden. im springer vorstand sitzt ein palantir chef!
    politische korrektheit mit technischer gewalt zu erzwingen ist der grosse wunsch.
    war die black lady, die im bus nicht hinten sitzen wollte, damals politisch korrekt?
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  6. #36
    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch, dass in diesem Falle die kommerziellen Interessen von Springer & Co. als Motiv wichtiger sind, als ein Zensureffekt
    Es werden immer weniger Zeitungen/Zeitschriften/Presseerzeugnisse verkauft, was nicht nur Folgen für kommerzielle Interessen hat. Arbeitsplätze gehen verloren. Kleinere Zeitungen schließen Ressorts und übernehmen Berichte von größeren Zeitungen, was für Journalismus/Meinungsvielfalt nicht gerade vorteilhaft ist. Um nur mal zwei von weiteren Aspekten zu nennen. Immer gerne die Dame Springer zu bemühen als (Haupt-)Grund ist nicht gerade originell, man darf auch weiter denken.
    Außerdem: Was für ein Zensureffekt? Zensiert wird doch nicht, die Berichte gibt es doch weiterhin. Bloß kann man die sich vielleicht zukünftig nicht mehr direkt bei Google und Konsorten "abholen".

  7. #37
    Zitat Zitat von beautiful.south Beitrag anzeigen
    Es werden immer weniger Zeitungen/Zeitschriften/Presseerzeugnisse verkauft, was nicht nur Folgen für kommerzielle Interessen hat. Arbeitsplätze gehen verloren. Kleinere Zeitungen schließen Ressorts und übernehmen Berichte von größeren Zeitungen, was für Journalismus/Meinungsvielfalt nicht gerade vorteilhaft ist. Um nur mal zwei von weiteren Aspekten zu nennen. Immer gerne die Dame Springer zu bemühen als (Haupt-)Grund ist nicht gerade originell, man darf auch weiter denken.
    Außerdem: Was für ein Zensureffekt? Zensiert wird doch nicht, die Berichte gibt es doch weiterhin. Bloß kann man die sich vielleicht zukünftig nicht mehr direkt bei Google und Konsorten "abholen".
    Dann füge ich mal zu Friede Springer und Döpfner Liz Mohn hinzu. Auch eine Gigantin im Pressewesen (und nicht nur im Pressewesen) mit effektiver Lobbyarbeit und exzellenten Verbindungen zu Entscheidungsträgern.

    Verlage sind Unternehmen. Unternehmen sind dazu da, um Geld zu erwirtschaften. Je mehr, desto besser. Mit der Artikel 13 EU copyrightdirektive sind die Presseverlage auf dem Weg zu einer Goldader. Somit haben sie im Sinne ihrer Unternehmen gute Arbeit geleistet
    Geändert von Robert1965 (21-06-2018 um 13:11 Uhr)
    http://www.ioff.de/signaturepics/sigpic38577_4.gif

  8. #38
    Perrier
    unregistriert
    .
    Geändert von Perrier (30-08-2018 um 00:16 Uhr)

  9. #39
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    die haben aber bereits ein content-erkennungssystem und filter!

    Wie sie diesen anwenden, obliegt aber noch ihnen. Der Knackpunkt ist ja, dass beabsichtigt ist, dass der Betreiber automatisch für Urheberrechtsverstöße in hochgeladenen Videos mithaftet. Das bewirkt einen schwer zu überwindende Upload-Schranke. Stichwort Over-Blocking.

  10. #40
    Zitat Zitat von beautiful.south Beitrag anzeigen
    Es werden immer weniger Zeitungen/Zeitschriften/Presseerzeugnisse verkauft, was nicht nur Folgen für kommerzielle Interessen hat. Arbeitsplätze gehen verloren. Kleinere Zeitungen schließen Ressorts und übernehmen Berichte von größeren Zeitungen, was für Journalismus/Meinungsvielfalt nicht gerade vorteilhaft ist. Um nur mal zwei von weiteren Aspekten zu nennen. Immer gerne die Dame Springer zu bemühen als (Haupt-)Grund ist nicht gerade originell, man darf auch weiter denken.
    Außerdem: Was für ein Zensureffekt? Zensiert wird doch nicht, die Berichte gibt es doch weiterhin. Bloß kann man die sich vielleicht zukünftig nicht mehr direkt bei Google und Konsorten "abholen".
    Der Zensurvorwurf betrifft nicht das Gesetzesvorhaben "Leistungschutzrecht".


    Beim Leistungsschutzrecht, das es in D schon gibt und sich als Rohrkrepierer herausgestellt hat, soll die hochfrequentierte Suchmaschine und künftig jeder dafür zahlen, dass er kurze Ausschnitte aus einem Artikel des Verlages auf seiner Seite veröffentlicht. Dieser kurze Ausschnitt soll die Attraktivität steigern, den Link anzuklicken. Also soll Google dafür zahlen, was dem Verlag nutzt.

    Dass die Verlage teilweise ganze Artikel nur noch von Reuters oder der Konkurrenz abschreiben, mutet in dem Zusammenhang schon skurril an. Sie verletzen doch laufend Urheberrechte, wenn man es mal genau nimmt.

  11. #41
    Zitat Zitat von Perrier Beitrag anzeigen
    Ja! Gerade damals. Denn damals war der Begriff noch nicht von der politischen Rechten mißbraucht worden. Der Begriff war in Deutschland noch nicht bekannt und wurde im politischen Sprachgebrauch noch nicht verzerrt und schon gar nicht verhöhnt. Damals ging es dabei um Gleichberechtigung. Damals ging es um eine Bewegung, die sich dafür eingesetzt hat, daß Diskriminierung bezogen auf Geschlecht UND Hautfarbe zu unterlassen sei.
    ich schliess mich dem referenzsystem, das sich für absolut hält, in keinster weise an.
    damals war es genau inkorrekt, weil es gab kein heute und keiner ahnte, wie es werden würde.
    time warp prinzip. um etwas vergangenes systemisch zu beurteilen (dh was hat funktioniert) hat die gegenwart völlig ausgeblendet zu werden, es herrscht das wissen von damals. nur so kann man analogien korrekt aufbauen und damit arbeiten.
    für die meisten politischen kräfte war die sache sehr inkorrekt, und vor allem nicht legal.
    irgendwie machte die news damals die runde. viele medien machten mit, und kriegten probleme.
    welche freiheiten hatte die kommunikation insgesamt, die technisch auch nicht wegnehmbar waren?

    mein argument ist, in der heute geplanten, streng kontrollierten situation hätte sich dieser eklat nicht herum sprechen können, und nichts bewirkt. die etablierten hätten ein label der politischen inkorrektheit für die alle gefunden, also auf digitaler ebene.
    es war aber bürgerinteresse, grassroots, minderheit. wo hatte MLK einen thinktank?
    heute wird kontroverses viel erfolgreicher abgewürgt, pervertiert, hijacked, umgedreht, auf ein sinnloses debattiergleis geschoben, wo nichts entsteht.
    die auseinandersetzung wird immer formaler, und intellektuell unehrlicher. zwei lager haben jeweils für sich jegliche moral einzementiert, und sind inkompatibel. MLK stirbt im gefängnis, bevor er was ausrichtet. keiner hört ihn - soziales friedensfilter.
    aber in dem lärm über sprache und korrektheit kommen keine komplexen inhalte zum tragen, nur die propaganda der tat setzt sich durch (das was auch IS machte, und was die reps hinter trump machen).

    es gibt nicht sowas wie ein richtiges oder falsches bürgerinteresse.
    sobald man mit dem gesetz nicht einverstanden ist, wird man bekämpft.
    und das ist das ziel der thinktanks. ohne sie hat nichts zu passieren.
    und jetzt setzen sie sich an die hauptschlagadern der digitalen kommunikation, mit hilfe von AI und systemen wie Palantir.
    irgend eine minderheit, die ihnen kein geld bringt, wird auch keine kontroversen ideen verbreiten können.
    bertelsmann ist sogar medium plus thinktank plus politisches machtzentrum, und im grund nicht mal mehr deutsch.
    wer ist heute ziemlich unangreifbar, samt seiner klientel? der farrakhan. geschimpfe stört ihn sowieso nicht.
    etc.
    Geändert von hans (21-06-2018 um 18:18 Uhr)
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  12. #42
    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Dann füge ich mal zu Friede Springer und Döpfner Liz Mohn hinzu. Auch eine Gigantin im Pressewesen (und nicht nur im Pressewesen) mit effektiver Lobbyarbeit und exzellenten Verbindungen zu Entscheidungsträgern.
    'Nen weiteren Namen hinzuzufügen macht's auch nicht origineller. Zumal Liz Mohn kaum weniger bekannt ist als die Springer.
    Dein Ansatz ist, die Politiker mache vornehmlich Politik im Sinne solcher Leute, weil sie mit denen verbandelt sind. Dass die Politik aber nicht immer nur nach der Pfeife "der Großen" tanzt, scheint vielen nicht vorstellbar.

    Zitat Zitat von Robert1965 Beitrag anzeigen
    Verlage sind Unternehmen. Unternehmen sind dazu da, um Geld zu erwirtschaften. Je mehr, desto besser. Mit der Artikel 13 EU copyrightdirektive sind die Presseverlage auf dem Weg zu einer Goldader.
    Ob es eine Goldader wird, muss sich erst noch erweisen. Und wenn - wenn überhaupt - würde sich zeigen, dass man sich im Internet eben nicht bei allem und jedem bedienen kann. Mag ein Schlag für Google und Konsorten sein, die eben ihrerseits mit ihrem Nassauern gut Geld verdient haben.
    Und darin könnte auch der Hauptgrund liegen: Nicht Frau Merkel wollte ihren Busenfreundinnen was zuschanzen, wie du glaubst, sondern die EU möchte Firmen wie Google die Krallen zeigen, die in Europa Kohle machen aber (fast) keine Steuern zahlen.

  13. #43
    google wird was zahlen und wird sichs richten.
    und die zahlung wird noch mehr abhängigkeit bewirken.

    google die krallen zu zeigen, geht nur, indem man deren prinzipien und geschäftsmodelle aushöhlt, statt sie zu verstärken.
    so ist es bloss ein streit um den kuchen, der hintertüren öffnet, die wir nicht anstreben sollten.
    welche art solidarität propagieren denn die medienmoloche? daraus sollte ihr erfolg oder misserfolg kommen.
    2000 hiess es, das boot sei voll. weg mit der sozialen marktwirtschaft. eat your words.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  14. #44
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    google wird was zahlen und wird sichs richten.
    und die zahlung wird noch mehr abhängigkeit bewirken.

    google die krallen zu zeigen, geht nur, indem man deren prinzipien und geschäftsmodelle aushöhlt, statt sie zu verstärken.
    so ist es bloss ein streit um den kuchen, der hintertüren öffnet, die wir nicht anstreben sollten.
    welche art solidarität propagieren denn die medienmoloche? daraus sollte ihr erfolg oder misserfolg kommen.
    2000 hiess es, das boot sei voll. weg mit der sozialen marktwirtschaft. eat your words.

    Zahlen für Nichts? Das wird Google keinesfalls machen. Das haben sie auch nach dem deutschen Leistungsschutzrecht von 2013 nicht gemacht. Ausgerechnet VG-Media, die für eine große Anzahl von Verlagen, u.a. Springer, arbeiten, hat Google eine Gratislizenz erteilt. Ich glaube über die Klage anderer Suchmaschinen aufgrund der Benachteiligung (sie erhielten keine Gratislizenz) wurde noch nicht entschieden. Weil das deutsche Gesetz von 2013 möglicherweise nicht EU-konform ist.


    Und Goldgrube:


    https://www.golem.de/news/vg-media-j...05-127665.html

  15. #45
    Döpfners Lügen fürs Leistungsschutzrecht
    8. Juni 2018
    https://uebermedien.de/28591/doepfne...gsschutzrecht/


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