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  1. #301
    Fußballpythia Avatar von Jaspis I.O.F.F. Team
    Ort: Doatmund
    spector,
    es muss ja wohl Vorteile mit sich bringen, wenn solche Strukturen so hartnäckig überleben. Aufs Wesentliche runtergebrochen wären das der Zugang zu Ressourcen und die Macht über Frauen = Nachwuchs.

    Wenn man mal die von dir genannten Herrscherinnen betrachtet, so fällt auf, wie gut gebildet sie waren.
    Katharina I. und ihre Zeitgenossin, Maria Theresia etablierten den "aufgeklärten Absolutismus". Sie reformierten ihre Staaten, schufen überhaupt so etwas wie Verwaltung, sanierten den Staatshaushalt, brachten ein allgemeines Schulwesen auf den Weg und waren diplomatisch sehr geschickt. Sie waren keine Friedensengel, sorgten aber für Modernisierung und förderten Kultur und Bildung.
    Auch Elisabeth I. konnte über ihren Tellerrand sehen. Vielleicht arbeiten Frauen ganzheitlicher.

  2. #302
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    spector,
    es muss ja wohl Vorteile mit sich bringen, wenn solche Strukturen so hartnäckig überleben. Aufs Wesentliche runtergebrochen wären das der Zugang zu Ressourcen und die Macht über Frauen = Nachwuchs.

    Wenn man mal die von dir genannten Herrscherinnen betrachtet, so fällt auf, wie gut gebildet sie waren.
    Katharina I. und ihre Zeitgenossin, Maria Theresia etablierten den "aufgeklärten Absolutismus". Sie reformierten ihre Staaten, schufen überhaupt so etwas wie Verwaltung, sanierten den Staatshaushalt, brachten ein allgemeines Schulwesen auf den Weg und waren diplomatisch sehr geschickt. Sie waren keine Friedensengel, sorgten aber für Modernisierung und förderten Kultur und Bildung.
    Auch Elisabeth I. konnte über ihren Tellerrand sehen. Vielleicht arbeiten Frauen ganzheitlicher.
    Jaspis. Ich mag dich sehr, aber das ist Whataboutismus. Immanuel Kant und Rousseau waren die philosophischen Fackelträger der Aufklärung. Goethe hat drei Phasen der Literatur geprägt.


    Nun kannst du einwenden, dass Frauen zu diesen Zeiten ja eh keine Chance hatten. Ähm... und damit hättest du sogar recht. Außer vielleicht Bettina von Arnim, Queen Victoria, Marie Cury, Mary Shelley, die Bronte-Schwestern, später Gertude Stein, Peggy Guggenheim und, und, und...


    Ich will das ja gar nicht klein reden. Das waren wenige Privilegierte. Aber die Gender-Diskussion, wie sie heute geführt wird, klammert den Mann aus. Männlichkeit ist mit Scham behaftet. Irgendwann sind wir nur noch indifferente Wesen, die sich gegenseitig die Beine rasieren.

  3. #303
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen

    Ich will das ja gar nicht klein reden. Das waren wenige Privilegierte. Aber die Gender-Diskussion, wie sie heute geführt wird, klammert den Mann aus. Männlichkeit ist mit Scham behaftet. Irgendwann sind wir nur noch indifferente Wesen, die sich gegenseitig die Beine rasieren.


    Ich sehe das Problem vor allem darin, dass man mittlereweile mit der Emanzipation weit über das Zeil hinausschießt. Irgendwie will man nicht mehr akzeptieren, dass es zweierlei Geschlechter gibt - oder schon drei oder fünf oder was weiß ich. Das spielt letztlich aber auch keine Rolle.

    Wir in Mitteleuropa sind emanzipiert, wir sind gleichberechtigt und das ist gut so. Wir sind aber auch immer noch Männer und Frauen und das ist noch besser. Beides bringt Vorteile, aber bestimmt auch manchen Nachteil. Muss man das unbedingt gegeneinander aufwiegen? Kann man das nicht einfach akzeptieren?

    Für die Feministinnen gäbe es massenhaft Arbeit beispielsweise in islamischen Ländern. Aber da wollen sie nicht ran, dann kommt dann deren Kultur als Ausrede. Gerade dort aber gäbe es viel zu tun.

  4. #304
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    Aber die Gender-Diskussion, wie sie heute geführt wird, klammert den Mann aus. Männlichkeit ist mit Scham behaftet. Irgendwann sind wir nur noch indifferente Wesen, die sich gegenseitig die Beine rasieren.
    Das ist einfach falsch. Gender hat nun gerade nichts damit zu tun, dass Männer ausgeklammert würden. Im Gegenteil. Bei Gender geht es um Identitäten, die männlich oder weiblich - oder anders - sein können. Und um Rollenfestschreibungen, die damit verbunden werden - für beide oder alle Geschlechter.

    Die Gender-Diskussion sollte Dir also gerade entgegen kommen, wenn Du der Meinung bist, dass besonders auch Männer unter ihren Rollenfestschreibungen leiden.



    Golden Girl wird ohnehin in ihrem eigenen schrägen Universum bleiben. Da ist jede Diskussion müßig.

  5. #305
    @Golden Girl
    Jaspis hat auf den Unicef-Bericht vorgestellt, wonach von 765 Mio minderjährigen Verheirateten immerhin 115 Mio Jungen sind. Bei den Ländern mit dem höchsten Anteil handelt es sich um Nicaragua, Madagaskar und die Zentralafrikanische Republik. Im Hinblick auf die patriarachalen Strukturen hat sie als wünschenswert gesehen, dass sich Männer entsprechend engagieren sollten.

    Daraus ist jetzt ein Austausch zum angeblich überbordenden Feminismus geworden, der in dem Zusammenhang keine Rolle spielt und du nutzt die Gelegenheit, warum auch immer, deine Abneigung gegen weitere Geschlechteroptionen unterzubringen, mit dem Finger in Richtung islamische Länder zu zeigen und "die Feministinnen" dazu aufzufordern sich dort zu engagieren.

    Nicaragua, Madagaskar und die Zentralafrikanische Republik sind aber keine islamischen Länder. Dort gibt es aber die meisten verheirateten minderjährigen Jungen. Es stünde Männern ebenso wie Frauen gut an - unabhängig davon, ob du sie mit dem für dich offenbar negativ belegten Begriff als Feministin bezeichnest oder nicht - sich entsprechend zu engagieren.
    Geändert von badenserin (09-06-2019 um 17:18 Uhr) Grund: Ergänzung, an wen Beitrag gerichtet ist

  6. #306
    Ich amüsiere mich köstlich.

  7. #307
    Fußballpythia Avatar von Jaspis I.O.F.F. Team
    Ort: Doatmund
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    Jaspis. Ich mag dich sehr, aber das ist Whataboutismus. Immanuel Kant und Rousseau waren die philosophischen Fackelträger der Aufklärung. Goethe hat drei Phasen der Literatur geprägt.


    Nun kannst du einwenden, dass Frauen zu diesen Zeiten ja eh keine Chance hatten. Ähm... und damit hättest du sogar recht. Außer vielleicht Bettina von Arnim, Queen Victoria, Marie Cury, Mary Shelley, die Bronte-Schwestern, später Gertude Stein, Peggy Guggenheim und, und, und...


    Ich will das ja gar nicht klein reden. Das waren wenige Privilegierte. Aber die Gender-Diskussion, wie sie heute geführt wird, klammert den Mann aus. Männlichkeit ist mit Scham behaftet. Irgendwann sind wir nur noch indifferente Wesen, die sich gegenseitig die Beine rasieren.
    Die genannten Königinnen haben in einer Männerwelt gelebt, aber Männer nicht als Gegner betrachtet. Sie pflegten den Austausch und förderten gerade die Denker der Aufklärung. Mir ging es eigentlich darum, dass diese Königinnen einen auffällig vielschichtigen Ansatz verfolgten und mit der Einführung von Schulen für die "kleinen Leute" quasi den Grundstein für ihre zukünftige Entmachtung legten. Unfreiwillig, natürlich.

    Warum ist "Männlichkeit" mit Scham behaftet? Das wäre doch nur dann so, wenn sie was Negatives wäre. Was sich durch die Gender-Diskussion allerdings zeigt, ist, dass es "den Mann" und "die Frau" gar nicht so klar gibt. Eigentlich ist das eine Binse, denn allein im eigenen Umfeld findet man(n) bzw. frau zumeist schon eine erstaunliche Vielfalt von Verhaltensweisen und Erscheinungsformen.

  8. #308
    Zitat Zitat von Marmelada Beitrag anzeigen
    Die Gender-Diskussion sollte Dir also gerade entgegen kommen, wenn Du der Meinung bist, dass besonders auch Männer unter ihren Rollenfestschreibungen leiden.
    Vielleicht ist Spector Hardcore-Katholik?

    Die katholische Kirche bezeichnet es als "konfuses Konzept", Frauen und Männer im Diskurs gleichzustellen.
    Quelle: Vatikan kritisiert Gender Theorie

  9. #309
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    Jaspis. Ich mag dich sehr, aber das ist Whataboutismus. Immanuel Kant und Rousseau waren die philosophischen Fackelträger der Aufklärung. Goethe hat drei Phasen der Literatur geprägt.


    Nun kannst du einwenden, dass Frauen zu diesen Zeiten ja eh keine Chance hatten. Ähm... und damit hättest du sogar recht. Außer vielleicht Bettina von Arnim, Queen Victoria, Marie Cury, Mary Shelley, die Bronte-Schwestern, später Gertude Stein, Peggy Guggenheim und, und, und...


    Ich will das ja gar nicht klein reden. Das waren wenige Privilegierte. Aber die Gender-Diskussion, wie sie heute geführt wird, klammert den Mann aus. Männlichkeit ist mit Scham behaftet. Irgendwann sind wir nur noch indifferente Wesen, die sich gegenseitig die Beine rasieren.
    Warum rasierst du deine Beine? Das ist so unsexy bei Männern.

    Wenn Männer sich wegen "Genderdiskussionen" auf einmal schämen, männlich zu sein, dann sagt das vielleicht etwas über diese Männer aus.
    Verstehen Sie?

  10. #310
    in folgenden geht's zwar um sklaverei in einem cyrillischen reich, die in einer fantasy novelle dargestellt wird.
    es geht aber auch um prinzessinnen, und um vorauseilenden gehorsam im thema free speech.

    https://www.nytimes.com/2019/04/29/b...lood-heir.html
    https://slate.com/culture/2019/05/bl...blication.html

    und für mich eine thematisierung der gegenseitigen kontrollsucht sozialer und ethnischer gruppen.
    als ob man einander gegenseitig in schach halten wollte.
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  11. #311
    jetzt wissen wir zumindest, warum "game of thrones" WIRKLICH eingestellt wurde...
    Die einzig relevante Werte-Einteilung in der Postmoderne: Witzig oder Nicht-witzig!

  12. #312
    Seit 25 Jahren werden homosexuelle Männer in Deutschland nicht mehr strafrechtlich verfolgt; selbst 1994 gab es noch 44 Verurteilungen.

    Verfolgung Homosexueller: Der lange Kampf gegen §175

    Wegen des "Schwulen-Paragrafen" 175 wurden 64.000 Menschen verurteilt. Heute vor 25 Jahren endete die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller. Betroffene kämpfen bis heute um Entschädigung.
    https://www.tagesschau.de/inland/paragraf-175-101.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175

  13. #313
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von Marmelada Beitrag anzeigen
    Es gibt ja offenbar verschiedene Formen von Gewalt und einen sehr unterschiedlichen Umgang damit.

    Prügeleien unter Jungen und Schlägereien unter Männern waren immer schon "normal". Die gab es.

    Aber wenn Gewalt gegen Jungen oder Männer mit besonderer Demütigung einhergeht, weil sie durch Frauen oder vermeintlich Schwächere verübt wurde oder sexueller Art ist, wurde sie tabuisiert.
    Manches davon "gab es doch gar nicht".
    Einer Frau an den Arsch tatschen war ja immer schon "normal". Eigentlich ja. Aber darf es nicht sein! Ebenso wenig wie Schulhofprügeleien, die IMMER in einer Demütigung enden. Später Erwachsenen-Kloppereien. Das Problem als Mann ist, dass man von dir erwartet, dass du dir keinen auf die Fresse hauen lässt, ohne zum Bären zu werden. Und vor allem als Mann sehr viel schneller von anderen Männern eine reinbekommst (schieb doch mal das Mädchen beiseite... Jetzt machen wir das wie Männer aus!)

    Wenn du diesen maskulinen Habitus nicht mitmachst, bist du ganz schnell beim Kieferorthopäden.


    Was ich in allem sagen wollte:

    Gewalt von Männern gegen Frauen ist schlimm und ekelhaft.


    Gewalt von Männern gegen Männern ist oft tödlich.

  14. #314
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    spector,
    es muss ja wohl Vorteile mit sich bringen, wenn solche Strukturen so hartnäckig überleben. Aufs Wesentliche runtergebrochen wären das der Zugang zu Ressourcen und die Macht über Frauen = Nachwuchs.

    Wenn man mal die von dir genannten Herrscherinnen betrachtet, so fällt auf, wie gut gebildet sie waren.
    Katharina I. und ihre Zeitgenossin, Maria Theresia etablierten den "aufgeklärten Absolutismus". Sie reformierten ihre Staaten, schufen überhaupt so etwas wie Verwaltung, sanierten den Staatshaushalt, brachten ein allgemeines Schulwesen auf den Weg und waren diplomatisch sehr geschickt. Sie waren keine Friedensengel, sorgten aber für Modernisierung und förderten Kultur und Bildung.
    Auch Elisabeth I. konnte über ihren Tellerrand sehen. Vielleicht arbeiten Frauen ganzheitlicher.
    Ich könnte jetzt mit extrem positiven Gegenbeispielen aus der "männlichen Welt" erwidern. Aber darum geht es mir nicht, ging es mir nie.

    Wie ich schon bis zu meiner Sperrung im "Gewalt gegen Frauen" immer betonte, sind wir nicht nur aufeinander angewiesen, sondern können uns auch lieben. In allen Bedeutungsvarianten des Wortes.

    Ich werde niemals, ich betone NIEMALS, eine Frau gänzlich verstehen können und das gilt wohl auch vice versa. Selbst, wenn man es vom anerzogenen Rollendenken entkleidet.

    Seien es die Hormone oder was auch immer. Die KITA-Versuche, Kinder geschlechtsneutral zu erziehen, finde ich spannend. Aber befürchte, es kommen labberige Inbetweens heraus. Und spätestens bei der Pubertät geht die Scheiße los. Irritationen ohne Ende.

  15. #315
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    Einer Frau an den Arsch tatschen war ja immer schon "normal". Eigentlich ja. …..
    Ich finde es wenig sinnvoll, wenn Du einen Beitrag von mir von vor 9 Monaten rauskramst, zitierst und kommentierst, der in ganz anderem Zusammenhang entstanden ist. Inzwischen sind wir ein ganzes Stück weiter.
    Deine falsch interpretierten "Gender"-Vorstellungen, auf die ich weiter oben eingegangen bin, wären für mich aktuell sehr viel wichtiger. Du traktierst da nämlich ein Gender-Klischee, mit dem derzeit Stimmung gemacht wird und das einfach eine böswillige Fehldeutung ist.


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