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  1. #1
    zurück nach Westerland Avatar von sinead_morrigan
    Ort: Berlin

    Umweltbewusster leben

    Was tut Ihr, um umweltbewusster zu leben? Ich gebe zu, dass ich erst seit Kurzem damit angefangen habe, richtig darauf zu achten. Ich achte darauf, beim Einkaufen immer alte Taschen mitzunehmen und den Müll sauber zu trennen. Ich habe mir auch vorgenommen, zumindest Bücher nicht mehr so häufig über Amazon zu bestellen? Was macht Ihr? Bin sowohl an allgemeinen Berichten interessiert als auch an einigermaßen einfach umzusetzenden Tipps interessiert. Oft finde ich Tipps dazu, wie man selbst seine Seifen, Deos, usw. herstellen kann, muss aber ehrlich zugeben, dass ich auf Dauer nicht dafür die Disziplin habe.

    Was ich auch machen wollte - auf Wasser aus dem Wasserhahn umsteigen (ursprünglich wegen der Schlepperei). Mein Leitungswasser schmeckt aber so widerlich, dass ich wieder auf Wasser aus dem Supermarkt umgestiegen bin.
    "After all this time?"
    "Always," said Snape.

  2. #2
    endlich angekommen Avatar von moki
    Ort: Niederbergisches Land
    Seit mind. 2 Jahren keine Plastikbeutel mehr gekauft, habe ein Eco-Auto, benutze biologische Reinigungsmittel. Leitungswasser trinke ich gefiltert aus dem Kühlschrank und zwar seit Jahren. Unseren Müll haben wir soweit reduziert, dass wir mit einer 80 l Grautonne und einer 80 l gelben Tonne zweiwöchig so gut auskommen, dass sie fast immer nur zur Hälfte gefüllt sind, vor allem die gelbe Tonne.

    Leider begehen wir noch genug Umweltsünden, aber wir versuchen daran zu arbeiten.
    Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag Zeit sich zu entfalten.

  3. #3
    Ich bin viel auf Tauschbörsen unterwegs (Tauschticket ist wohl die größte und bekannteste). Das hatte ursprünglich mal vor allem finanzielle Gründe, aber inzwischen sehe ich da auch ein großes Nachhaltigkeitspotential.
    Kleidung kaufe ich z.B. seit langem so gut wie gar nicht mehr neu, sondern ertausche mir, was ich brauche. D.h., etwas geht nicht in den Müll, es werden keine neuen Rohstoffe verbraucht, keine Energie und kein Wasser für die Herstellung aufgewendet. Das funktioniert mit einer ganzen Menge Bedarfen für mich sehr gut.

    Ich wohne in der Großstadt; hier gibt es eine wachsende Zahl an Kleidertauschpartys (da war ich aber noch nicht) und Verschenkbasaren. Das ist richtig Trend.
    Greenpeace wirbt hier sehr für den Tauschhandel.

    Second Hand ist eigentlich das Zauberwort. Dieses Jahr war ich auch wieder öfter auf dem Flohmarkt und habe u.a. tolle Kleidung gefunden. Zwei nahegelegene Kirchen haben ständige Basare, die auch viel für den Haushalt anbieten. Jetzt sind gerade die Weihnachtsmärkte in den Kirchen, die ich gerne besuche.

    Nebenbei habe ich noch das hübsche Gefühl, keinem Konzern Geld in den Rachen geworfen zu haben

    Büchereien fallen letztlich auch in die Kategorie. Auch wenn sie einen vor allem Geld sparen, heißt es auch, dass ein einziger Artikel x-Mal genutzt wird. Inzwischen gibt es dort ja auch CDs, DVDs, Computerspiele, Gesellschaftsspiele - eben vieles, was man vielleicht nicht alles besitzen muss. Ebenso hat es dort Zeitungen und Zeitschriften, die ich gar nicht ausgiebig lesen möchte, sondern nur mal Durchblättern oder lediglich der Leitartikel interessiert einen. Kann man ressourcenschonend in der Bib machen.
    Geändert von Zartbitter (18-11-2018 um 08:15 Uhr) Grund: ergänzt

  4. #4
    es wuppt Avatar von wuppi
    Ort: Birnenhausen
    Ich habe seit ein paar Jahren keine Plastiktüten mehr, habe immer einen Beutel dabei und beim Großeinkauf meinen Rucksack. Ich habe kein Auto und mache die meisten Wege zu Fuß, bei längeren Strecken Bus und Bahn. Verpackungsmüll versuche ich zu vermeiden, inzwischen schaffe ich es, dass ich meinen grünen Müll nur alles zwei Wochen leeren muss (ca.15-20 l). Aber da kann ich noch dran arbeiten.
    Bei Obst und Gemüse versuche ich einheimische, regionale Sachen zu kaufen.

    Bild:
    ausgeblendet

  5. #5
    Hippie mit Pudel Avatar von Eisperlchen
    Ort: McPomm + Berlin
    Ich hätte einfach sehr gerne einen sehr viel besseren und zuverlässigeren ausgebauten ÖPNV.
    Im Sommer mache ich fast alles mit dem Fahrrad,aber um diese Jahreszeit ist mir das einfach zu kalt und zu dunkel.
    Ich habe z.b. morgen einen Augenarzttermin und darf danach nicht autofahren.
    Das bedeutet dann leider eine gefühlte Weltreise mit dem ÖPNV
    Und natürlich sollte der ÖPNV für alle bezahlbar sein und Schwarzfahren eine Ordnungswidrigkeit,für die man nicht ins Gefängnis kommt.
    Kostenlosen ÖPNV halte ich für unrealistisch, aber wenn ich mitkriege,dass hier immer mal wieder Fahrkartengeld für einkommensschwache Familien gesammelt wird,damit diese z.b. einen Ausflug an die Ostsee machen können,dann tut mir das schon weh.
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha

  6. #6
    Ich benutze auch Beine, Fahrrad oder ÖPNV, was sicher umweltfreundich ist, aber nicht auf einer Entscheidung beruht, sondern daran liegt, dass ich keinen Führerschein habe. Aber in der Großstadt brauche ich auch einfach kein Auto, zumal meine Einkaufsgelegenheiten sehr nah sind, und die Schlepperei von daher zu bewältigen ist. Ansonsten: Hackenporsche.

    Hier kann man Umweltbewusstsein mit Charity verbinden: Plastikdeckel von Flaschen und Tetrapacks werden in Polioimpfungen in Afrika umgewandelt. Das ist, anders als beim Wertstoffmüll, sortenrein gesammeltes Plastik, das gut wieder verwertet werden kann.

    Vor ein paar Jahren bin ich am Waschbecken wieder auf Seife umgestiegen. Hält viel länger, und ich habe zum Schluss keine Plastikflasche über. Beim Duschen bin ich allerdings noch nicht so weit. Zum Putzen benutze ich wenig Spezialreiniger, die ein Chemiemix sind. Ich verwende für die Böden Soda, Neutralseife für das meiste andere. Allerdings bin ich ein Glasreiniger-Junkie Meine Wischlappen kann ich in die Waschmaschine tun; die halten ewig. Küchentücher aus Papier brauche daher eher wenig. (Die verbrauchen viel Wasser in der Herstellung.) Ich verwende auch deutlich weniger Waschpulver, als die Hersteller empfehlen (die wollen natürlich einen hohen Verbrauch). Meine Wäsche ist trotzdem sauber. Volle Trommel, Sparprogramme und möglichst niedrige Temperaturen sind eigentlich eh klar. Und ich benutze Pulver; das gibt es im Pappkarton; Flüssigwaschmittel heißt immer auch Plastikmüll. Trockner hab ich nicht und brauch ich nicht. Das sind Energieschleudern.

    Mein neuer Staubsauger hat einen Dauerbeutel. Zwar vor allem, weil mich das Besorgen von Staubsaugerbeuteln immer genervt hat (welcher passt denn nun in meinen Sauger?), aber auch das ist nachhaltig.

  7. #7
    Erwartungsgeneration Avatar von Orane
    Ort: fast da
    Schöner Thread, bin gespannt, was hier auch für Ideen zusammenkommen.

    Ich beobachte irgendwie, dass zumindest gefühlt immer mehr Menschen in meinem Umfeld ein klein wenig anfangen, vor allem in Bezug auf Plastik, nachhaltiger und ökologischer zu handeln. Keine Ahnung, ob das ein politisch getriebener Trend ist (Strohhalm-Maßnahmen), finde es aber gut.

    Für meinen Alltag habe ich nach und nach darauf umgestellt, vor allem Plastik zu vermeiden. Gemüse/Obst wird fast nur noch auf dem Wochenmarkt gekauft, weil ich da kein Plastik mitkaufe. Auto wird immer mehr stehengelassen, ich fahre mit dem Rad oder gehe zu Fuß.
    Kein Kauf von Duschzeugs in Plastik mehr oder Shampoo, stattdessen Körperseifen und Haarseifen - da gibt es inzwischen so tolle Auswahl.
    Inzwischen bin ich dabei, nach und nach auch Reinigungsmittel selbst herzustellen, unfassbar simpel und dieses Buch ist genial:
    https://www.smarticular.net/buchvors...-5-hausmittel/
    Ganz witzig, um sich selbst ein bisschen zu beobachten: In meiner neuen Wohnung gibt es keine gelbe Tonne, sondern hier wird alle 14 Tage der gelbe Sack abgeholt. Ich schaffe es inzwischen, in diesen 14 Tagen wirklich nicht mehr als einen leicht gefüllten 20l-Sack an gelben Müll zu produzieren. Könnte noch besser sein, aber immerhin. Sich selbst mal zu beobachten, wie oft man in einer Woche Müll in die gelbe Tonne wirft und das dann zu reduzieren ist ganz interessant, man entwickelt dann ein bisschen Ehrgeiz.
    "Und der Poet in seiner Einsamkeit wandte einen Winkel seines Geistes dem Kriegsherrn zu, nahm ihn bedächtig in den Blick und begann mit ihm ein Gespräch."

  8. #8
    Burgfräulein Avatar von UschivonBayern
    Ort: aufm Schloss
    Seife verwenden, weil sie einfach nicht so stark verpackt ist. Für Gäste gibt es natürlich Flüssigseife im Spender.
    Waschmittel aus Soda und Kernseife selber machen.
    So wenig in Plastik verpacktes wie möglich kaufen. Auch wenn es eine größere Plackerei ist, einfach auch Lebensmittel im Glas kaufen. Das kann ich dann auch für selbstgemachte Marmelade, Chutneys und eingekochtes wiederverwenden.
    Baumwolltaschen und sehr stabile Plastiktaschen verwenden. Mit denen die ich habe, komme ich vermutlich bis zur Rente durch.
    Bücher und Hörbücher auch mal bei den Ebay Kleinanzeigen kaufen und da auch verkaufen oder in Bücherzellen abgeben.
    Und, immer wieder den Konsum überdenken. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich von Nunu Kaller "Ich kauf nix" gelesen. Was mich für dieses Jahr dazu motiviert hat, auch keine neue Klamotten zu kaufen. Entweder selber machen oder man hat Pech gehabt. Nur bei Unterwäsche und Strumpfhosen war ich ehrlich gesagt nicht so streng. Denn das kann ich beim besten Willen nicht. Und auch bei aller Motivation kann ich es nicht selber machen. Es sind noch ca. sechs Wochen bis Silvester und ich habe es ganz gut ohne neue Hosen oder so überlebt. Trage eh meist das selbe...

  9. #9
    Das find ich ziemlich stark, sich ein Jahr komplett bei Kleidung zurückzuhalten. Ich habe deutlich mehr als ich brauche, aber ich habe auch Spaß daran, welche zu tauschen oder auf dem Flo Schnäppchen zu machen. Das wäre meinem ersten Impuls nach ein Verlust an Lebensqualität.


    Zu meinem Leidwesen habe ich als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin unlängst gelesen, wieviel mehr Kaffee an Wasser verbraucht als Tee. Fleisch ist unter diesem Gesichtspunkt auch übel. Ein Grund mehr, den Konsum einzuschränken.

    Bild:
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    Bild:
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  10. #10
    In diesem Zusammenhang wäre auch mal
    interessant zu wissen, wieviel Liter Wasser
    für 1 Liter deutsches Leitungswasser "draufgehen".

    Aber es ist tröstlich, dass Bier eine bessere
    Bilanz hat als O-Saft.

  11. #11
    Der beste Umweltschutz ist keine Kinder in die Welt zu setzen. Man kann selbst noch so umweltbewusst und sparsam leben, ein zusätzlicher westlicher Mensch (und erst recht dessen Nachkommen) sind die größe Umweltsauerei überhaupt.

    Also demnächst bitte nicht mehr den Vielflieger verurteilen, sondern erstmal fragen ob er Kinder hat... wenn nein, darf er ruhig den Rest des Lebens im Flugzeug wohnen und wäre trotzdem nur halb so ein großer Umweltverschmutzer wie die 4köpfige vegan lebende und im eigenen Garten urlaubende Familie.
    Gruß
    Michael

  12. #12
    Eigentlich 'ne totale Kleinigkeit, aber immerhin: ich hab Letztens festgestellt, wieviel Papier-Handtücher ich so am Tag auf Arbeit verbrauche (selbst wenn die aus Recycling-Papier sind, aber... ) und nehme stattdessen jetzt einfach ein Handtuch mit.
    Bild:
    ausgeblendet

  13. #13
    Zitat Zitat von Snappy77 Beitrag anzeigen
    Also demnächst bitte nicht mehr den Vielflieger verurteilen, sondern erstmal fragen ob er Kinder hat... wenn nein, darf er ruhig den Rest des Lebens im Flugzeug wohnen und wäre trotzdem nur halb so ein großer Umweltverschmutzer wie die 4köpfige vegan lebende und im eigenen Garten urlaubende Familie.
    Also jetzt mal ohne auf den Inhalt einzugehen, ist das die Argumentation, wo man selber gar nichts ändern muss, weil irgendwer immer noch mehr saubeutelt als man selber, auf den man dann mit dem Finger zeigt. Was soll ich mich um die Konsequenzen meines Handelns scheren, wenn Bayer die Luft doch viel mehr belastet als ich mit meinem SUV? Oder: welchen Unterschied macht es schon, ob ich Batterien oder Akkus verwende. Ich mit meinem Geringverbrauch. Das macht den Kohl doch auch nicht fett.

    Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

    Aus Afrika

  14. #14
    Ich finde Vernetzung ganz wichtig und hilfreich, um überhaupt leichter zu leben, aber auch um die Umwelt zu schonen.

    Kennt ihr nebenan.de?

    Da bekommt man z.B. auf die Schnelle mal eine Stichsäge geliehen oder einen Einkocher. Es werden gebrauchte Artikel gesucht und angeboten. Nachbarschaftshilfe in jeder Form kann man auch anfragen. Außerdem verabreden sich da Leute zu Freizeitaktivitäten. Es muss ja nicht jeder einen Vertikutierer besitzen, wenn man einen ausleihen kann gegen einen Blumenstrauß oder eine kleine Gebühr. Außerdem spart das noch den Transport von Sachen durch die halbe Republik, weil alles im Umkreis angesiedelt ist.

    Für Werkzeuge-Verleih etc. gibt es wohl auch Extrabörsen, aber da habe ich keine Adressen und keine Erfahrungen.

    Edit:
    In großen Baumärkten kann man übrigens auch Werkzeuge, Sackkarren, Leitern etc. ausleihen. Als Beispiel Toom Baumarkt
    Geändert von Zartbitter (18-11-2018 um 15:23 Uhr)

  15. #15
    Ich hab mir heute eine Kochkiste gebaut, kannte ich noch von meiner Oma. Eigentlich war die Motivation endlich mal keinen Milchreis mehr anbrennen zu lassen, aber damit kann man auch einige Energie sparen und das Ergebnis war toll.


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