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  1. #361
    1st Präsident of the IOFF Avatar von Üfli
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    eine lage führt zu sanktionen?
    Sagt wer?
    1st Präsident of the IOFF!
    Authentisch, kompetent, volksnah

  2. #362
    Es ist klar, dass die US-Sanktionen die angespannte Versorgungslage in Venezuela nur verschärfen. Aber zum Glück weiß die USA um ihre Verantwortung und organisiert Hilfskonvois.

    Willkommen im Irrenhaus der Geopolitik.

  3. #363
    Zitat Zitat von kabe Beitrag anzeigen
    Es ist klar, dass die US-Sanktionen die angespannte Versorgungslage in Venezuela nur verschärfen.
    Warum entschärfen die großen Freunde des venezolanischen Volkes, Russland und China, die angespannte Versorgungslage eigentlich nicht? Dass alle Flughäfen in Venezuela geschlossen sein sollen, ist mir zumindest nicht bekannt.

  4. #364
    Zitat Zitat von Edelstahl Beitrag anzeigen


    Ich stell die Tage mal ein paar Zahlen zusammen/gegenüber, wie es unter Chavez und Maduro bergab ging.

    Guaido spricht das Miltär direkt an, "gibt Befehl". Nagelprobe.
    https://www.zeit.de/politik/ausland/...on-hilfsgueter
    Das sag ich ja auch nicht, das es nicht bergab ging. Nur die These wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Menschen gut, stimmt halt so nicht, gerade in Süd-und Mittelamerika nicht.

    Vor Chavez sah es nun auch alles andere als super aus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschi...1958_bis_jetzt

    Der am 26. Februar 1989, während der zweiten Amtszeit Carlos Andrés Pérez' (1989–1993) als Folge von Weisungen des Internationalen Währungsfonds angekündigte neoliberale Wirtschaftskurs führte ab dem 27. Februar 1989, ausgelöst durch eine Preiserhöhung im öffentlichen Verkehr, zum sogenannten Caracazo. Die ersten Unruhen fanden in Guarenas statt. Von den Barrios, den Slums der Hauptstadt, ausgehend, kam es über mehrere Tage zu schweren Aufständen und Plünderungen der Innenstädte und Einkaufszentren. Die Regierung Pérez ließ die Aufstände von Polizei und Militär gewaltsam niederschlagen. Zwischen 180 und 5.000 Menschen kamen dabei ums Leben.[39] Verschiedene Nichtregierungsorganisationen haben bis jetzt kritisiert, dass die Regierung keine unabhängige Kommission für die Untersuchung der Verbrechen zugelassen hat.[40]

    Über zwei Jahre später, im Jahr 1992, kam es zu zwei blutigen Putschversuchen gegen die Regierung Pérez. Hugo Chávez führte den ersten Putschversuch am 4. Februar 1992. Chávez scheiterte und wurde festgenommen, nach zwei Jahren Haft aber freigelassen. Bei diesem Putschversuch kamen mehrere Zivilisten und Militärs ums Leben[41]. Der zweite Versuch fand am 27. November statt und wurde von Militärs durchgeführt, die Chávez unterstützten und beim ersten Versuch nicht entdeckt worden waren.[42]

    Caldera und die zweite Amtszeit mit der sozialistischen Koalition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Durch die Wahlen 1994 wurde Rafael Caldera neuer Präsident. Bis 1998 gelang ihm zwar die politische Stabilisierung, der Wirtschaftskrise wurde aber auch er nicht Herr. So lag bei seinem Amtsantritt 1994 die Inflationsrate bei 71 %, es gab eine schwere Währungskrise und einen Zusammenbruch des Bankensystems. Die Erdölpreise waren auch auf einen historischen Tiefpunkt gesunken, wodurch der Staat viel weniger Einnahmen erzielte als je zuvor.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carlos...A9s_P%C3%A9rez

    In seiner zweiten Amtszeit (1989–1993) vollzog er einen Kurswechsel gegenüber dem IWF und etablierte eine dementsprechend neoliberal geprägte Austeritätspolitik. Hatte er im Wahlkampf unmittelbar zuvor noch glaubhaft gegen den IWF polemisiert und diesen als „Neutronenbombe“ bezeichnet, welche „Menschen tötet, aber Gebäude stehen lässt“[2], so begründete er die nunmehrige Umsetzung der IWF-Kreditvorgaben mit den geringeren Einnahmen aus dem Erdölsektor, vor allem aufgrund sinkender Weltmarktpreise, und einer dadurch bedingt erhöhten Auslandschuld. Staatsbetriebe wurden privatisiert, Subventionen und Preiskontrollen für öffentliche Dienste wurden teilweise aufgehoben. Insbesondere die Liberalisierung der Erdölpreise führte zu abrupten Teuerungen bei Treibstoff, in weiterer Folge wurden Preise für öffentliche Verkehrsmittel drastisch erhöht. Daran entzündeten sich noch im Februar und März 1989 massive Aufstände, der sogenannte Caracazo. Die Regierung erklärte den Ausnahmezustand und schlug die Aufstände mittels Nationalgarde und Armee nieder. Die Aufstandsbekämpfung forderte nach Angaben der Pérez-Regierung 276 Menschenleben; später entdeckte Massengräber widerlegten diese Zahlen jedoch.[3] Inoffizielle Schätzungen gehen von 3000 Todesopfern aus[4], vereinzelt wird deren Zahl sogar auf bis zu 10.000 geschätzt[5].
    Aufgrund höchstgerichtlich bestätigter Korruptionsvorwürfe, 250 Millionen Bolivars veruntreut zu haben, wurde Pérez gegen seinen Willen dann 1993 verfassungskonform des Amtes enthoben. 1996 wurde er zu 28-monatiger Haft verurteilt
    Im September 2009 beantragte die venezolanische Generalstaatsanwaltschaft wegen Mordes und Folter im Zusammenhang mit den Ereignissen des Caracazo einen internationalen Haftbefehl bei Interpol, was jedoch für die USA nicht bindend wirkte.[7]
    Das war keine "sozialistische Politik" sondern eine zu tiefst neoliberale Kapitalistische, die auch Argentinien in Schwierigkeiten brachte durch die Geier des IWF und Goldman Sachs. Für die Amerikaner nicht schlimm, sondern lohnend. Der einfache Bürger völlig egal.
    Geändert von Manitu (13-02-2019 um 19:17 Uhr)
    Bild:
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  5. #365
    https://www.youtube.com/watch?v=EU9iRiDhh9o

    ich möchte euch das nicht vorenthalten, nachdem ich meinen slot in den google algorithmen gut erzogen habe.

    hier ist weniger der begleittext wichtig, und auch nicht die polarisierten kommentare.
    sondern was man an offensichtlichen verhaltensweisen sieht, und an der stimmung.

    es hat wenig mit korruption zu tun, obwohl sie natürlich viel leid verursacht, aber darüber zu reden ist soviel ventil wie ausrede.
    es hat auch nicht mit der wirtschaftspolitik zu tun.

    sondern es ist das, was ich auch als grösste gefahr bei vielen westliche linken gruppierungen sehe.
    die indifferenz, blindheit, oder abneigung gegen tradition und die entwicklung einer solchen.
    damit zusammen hängend, der programmatische atheismus.

    in kurz, die leut machen satanische rituale am friedhof, und die regierung hat null einfluss darauf, ausser sich vielleicht an der zockerei kriminell mit zu beteiligen, die da immer mither geht.

    die erklärung ist, dass lesen und schreiben nur dann was hilft, wenn das erziehungswesen eine geistige und transzendente motivation vermitteln kann. gerade, wenn die leut nur ein paar meter aus dem wald heraus sind, und nach wie vor der flussgott mehr autorität hat als lenin.

    die verwendung der christlichen religion als kolonisierungs- und disziplinierungswerkzeug ist ganz schlimm gescheitert, im nachbarland versuchen die evangelikalen die nächste runde.

    die menschen hatten den verzweifelten versuch unternommen, die traditionell kollektivistische und allem abstrakten (wie es der zins ist und ein währungskurs) ferne lebensweise mit westlichen ideen zu modernisieren.
    aber die im westen erklärbare feindschaft der marxisten gegenüber jeder tradition, religion, dynastie, und bodengebundenen hierarchie konnte nicht funktionieren. ebenso wenig die katholische feindschaft gegenüber dem lokalen "heidentum".
    die westlichen rechten brachten unterwerfung, die linken brachten desintegration der rationalität, die an das transzendente gebunden ist, und nur ganz langsam an die moderne heran geführt werden kann.

    das bedeutet wahrscheinlich, dass die chavista die emotionale entwurzelung der menschen nicht mildern konnte. gerade auch, weil die spanische erziehung eingeprägt hatte, dass nichts ausser dem katholischen glauben mit seinen ritualen zum "heil" führen kann. das führte für viele linke zum verlust dieses konglomerates aus indigenem glauben und christentum.
    doch es fehlt die lange tradition des europäischen humanismus. der amerikanismus funktioniert auch nur bei den (in jeder bedeutung) weisseren bevölkerungsteilen.

    ich sehe das wirtschaftliche problem also jetzt als unfähigkeit zu einer modernen organisation, die sehr viel motivation zum lernen technischer dinge, und loyalität zu einem system braucht. denn das westlich-kapitalistische system wurde als unterdrückung erfahren.
    es gibt da eine polarisation und einen deadlock.

    es ist doch völlig bekloppt, ein fass gegen die verstaatlichung und korrupte nomenklatura aufzumachen, während die einzige motivation für die schwarze bevölkerung im candomble besteht. DAS ist die integrationsaufgabe.
    der verwestlichte teil der bevölkerung scheint auf die so weit hinunter zu schauen, als ob sie tiere wären.
    die lage entspricht dem, was jose rizal als social cancer beschreibt. darüber gibt es doch wissen und bewältigungsstrategien.

    eine weitere kolonisationsrunde mit auswärtiger einmischung kann so ein problem nicht lösen.
    die kerngruppen der gesellschaft müssen erst mal unter einbezug der bolivarier ihr eigenes weltbild aufbauen, das weder feudal, noch glaubensfeindlich ist, und das positive werte im zentrum hat, keine teufel und geister und rachegötter.
    also mike pence, rubio und co wirken da eher toxisch.
    Geändert von hans (14-02-2019 um 04:22 Uhr)
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  6. #366
    Zitat Zitat von hans Beitrag anzeigen
    es hat wenig mit korruption zu tun, obwohl sie natürlich viel leid verursacht, aber darüber zu reden ist soviel ventil wie ausrede.
    es hat auch nicht mit der wirtschaftspolitik zu tun.

    sondern es ist das, was ich auch als grösste gefahr bei vielen westliche linken gruppierungen sehe.
    die indifferenz, blindheit, oder abneigung gegen tradition und die entwicklung einer solchen.
    damit zusammen hängend, der programmatische atheismus.

    in kurz, die leut machen satanische rituale am friedhof, und die regierung hat null einfluss darauf, ausser sich vielleicht an der zockerei kriminell mit zu beteiligen, die da immer mither geht.

    die erklärung ist, dass lesen und schreiben nur dann was hilft, wenn das erziehungswesen eine geistige und transzendente motivation vermitteln kann. gerade, wenn die leut nur ein paar meter aus dem wald heraus sind, und nach wie vor der flussgott mehr autorität hat als lenin.
    Diosdado Cabello und Tareck El Aissami gefällt das.



  7. #367
    semper fi
    Ort: Bielefeld
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Das sag ich ja auch nicht, das es nicht bergab ging. Nur die These wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Menschen gut, stimmt halt so nicht, gerade in Süd-und Mittelamerika nicht.
    Eine (einigermaßen) gute Wirtschaft ist Grundvoraussetzung dafür, dass es der Bevölkerung (einigermaßen) gut geht.
    Schlechte Wirtschaftslage = schlechtes Leben. Punkt.

  8. #368
    Zitat Zitat von Dr.Mull Beitrag anzeigen
    Diosdado Cabello und Tareck El Aissami gefällt das.

    nur bis zu dem punkt, wo ich trotzdem ein demokratisiertes wirtschaftssystem für dieses land vorschlage. vielleicht teilweise eine "befreiungstheologie", ein vergessener begriff.
    und ein weiterhin kostenloses bildungssystem, das nach wie vor nicht zu behaupten erlaubt, dass das schicksal der armen,und der nichtweissen, vom status her gottgewollt und vom ergebnis rein selbstverschuldet sei. und jose rizal im curriculum hat.

    --
    https://www.youtube.com/watch?v=ebvpWd-Ivfg black people in venezuela *)

    ein system, das kontinent-weite soldarität anstrebt.
    https://www.youtube.com/watch?v=VQUrV_v7OK8
    https://www.youtube.com/watch?v=QIjwC-6pf88
    hier zb die anden.

    https://www.youtube.com/watch?v=h4ZlTvRiBxk
    die probleme, die diese doku beschreibt, haben auch keine politische farbe.
    doch ein neoliberalismus würde dort nur verbrannte bzw gerodete erde und slums hinterlassen.
    aber auch ein sovietsystem mit kommissaren tut nicht gut, weil auch die sich für das mass aller dinge halten, und erfolglos assimilation betreiben.
    es gibt überhaupt kein geistiges konzept, das 5000 jahre entwicklung überbrücken kann, sodass eine sich selbst erhaltende wirtschaftsform heraus kommt. die pundits beider politischen lager sollten sich das bescheiden eingestehen - sie haben es überhaupt nicht unter kontrolle, und verstehen ihren eigenen europa-basierenden werdegang nicht, und zwar die zeit vor der antike, denn die hat bereits 90% aller westlichen zivilisation vorweggenommen, und das mit ziemlicher brutalität.
    (zb in vielen teilen afrikas zb timbuktu und südafrika gab es eine art von antike, wurde aber von der kolonisation bewusst zerstört, auch von der islamischen kolonisation. in südamerika könnte man die azteken, maya, inka usw rechnen, die sind aber völlig gescheitert und wieder im wald gelandet. teils versagen der religion, teils einfluss der kolonisation, von kanonen bis infektionskrankheiten. religiös-konservative gehen immer wieder her und konstruieren eine art schuld-element hinein, sie hätten doch etc.pp., zugleich ist die ursprüngliche denkweise längst von missionaren zerstört, von daher der vorschlag einer befreiungstheologie.)

    https://www.youtube.com/watch?v=-VDqiwLYtBk indigene in brasilien gegen bolsonaro


    *) zu den schwarzen (und deren ethnisch gemischten anteilen):
    mehrere kommentare widersprechen, es sei eine politische, keine rassistische feindschaft.
    warum soll das aber gerade für venezuela gelten, während in den westlichen, modernen staaten klarer rassismus eingestanden werden muss?
    gehen wir doch von der gefängnis- und armutsstatistik in den usa aus.
    der unterschied ist schlicht, dass in einigen lateinamerikanischen ländern, die nichtweissen es geschafft haben, eine mehrheit für die linke politische richtung zu bekommen, sogar für eine chavista.
    es ist umgekehrt, als gesagt wird. die nichtweissen haben politisch stark nach links tendiert, und zwar aufgrund ihrer rassistischen lebenserfahrungen und situation. und sie waren mehrere male überzeugend und haben gewonnen.
    und jetzt gehen die konservativen her, und sagen, die feindschaft sei rein politisch und völlig gerecht, weil die anderen die kommunisten sind, die man im ganzen universum zu bekämpfen hätte.
    auch bolsonaro kommt nicht aus dem weltall, sondern hat eine lange historische basis in süd- und nordamerika, und westeuropa.
    Geändert von hans (16-02-2019 um 02:00 Uhr)
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
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  9. #369
    die mediale situation ist absolut elend und verdorben.

    die google algorithmen bringen keine suchergebnisse auf youtube, die im geringsten der situation entsprechen, die man auf den vielen protest- und oppositionsfotos klar erkennen kann.

    die einzigen berichte über die schwarzen bevölkerungen sind patronisierend.
    einerseits berichten telesur (der bolivarische sender) und press-tv, und minimal noch al jazeera, und dann probiert natürlich immer wieder china etwas, aber sehr aus der helikopterposition des investors,
    und dann gibt es andererseits hauptsächlich westlich-konservative stereotype über die schwarzen in lateinamerika.
    bleibt irgendwo noch democracy now und die paar kleinen kanäle der unabhängigen progressives.

    und wer tät denn schon aus der vergangenheit noch wissen, wie man all die aktivisten-websites der lateinamerikanischen antikolonialen bewegungen finden kann, die von den suchmaschinen schofel behandelt werden? in seinen besseren zeiten gehörte natürlich indymedia mit einer ganz grossen untergruppe dazu (von google völlig aus dem index gesperrt). was einen teil der todfeindschaft des establishment gegenüber dieser plattform erklärt. es gibt nicht nur deutschland auf dem planeten.
    was es aber in den social media gibt, ist die völlig manipulative engineering-taktik wie zb auf facebook die intensive begleitung der frühlinge und farbrevolutionen durch künstliche hubs und algorithmische kanalisierung. cambridge analytica auf einmal der superskandal? alter schwede...

    und daraus sieht man den widerspruch:
    über die nordamerikanischen schwarzen, und über die afrikaner in europa überstürzt sich alles. da wimmelt alles von gutmeinenden predigten, und ein reisender aus einer anderen dimension hätte den eindruck, die schwarzen in lateinamerika seien böse, nicht wert über sie zu reden, und die in nordamerika und europa seien nur misshandelte engel, was liberale medien betrifft, und eine zu missionierende und zu disziplinierende klientel, von konservativen her gesehen.

    was wir hier sehen, ist wie eine durchdrehende rückkopplung, wie ein mikro das zu pfeifen beginnt, bis alles platzt. denn aus allen möglichen gründen, beginnend mit quoten-abzocke, werden die negativsten sowohl rassistischen als auch antirassistischen narrative und kampfparolen überall verbreitet, wo sich die menschen eigentlich noch vertragen hätten. viele der politprediger auch in nordamerika bedienen sich auch sogar sehr unredlicher weise des antirassistischen argumentes.
    man darf nicht das thema wegsperren, sondern muss die unredlichen argumentationen aufzeigen.



    von jose rizal lernt man:
    wenn sich die leute kulturell, ethnisch, politisch, religiös usw vertragen und tolerieren, dann kann eine prosperierende wirtschaft aufgebaut werden.
    wenn "social cancer" vorherrscht, also grosse feindschaft, misstrauen, korruption, und extremes gefälle im gesellschaftlichen status zwischen den ethnien (der "eingeborene" etc.), wo die einen die anderen bekehren wollen, zu was auch immer, wo ein establishment einen tabu-status geniesst und unantastbar ist, das führt zum wirtschaftlichen totalversagen.
    maduro hat seinen anteil am social cancer, aber der grundstein wurde lange vor chavez gelegt, die grundsubstanz des sozialen krebses, der das land heute erneut spaltet.
    der rechts-links konflikt ist nur die seichte oberfläche von dem, was sich wirklich abspielt.
    Geändert von hans (16-02-2019 um 02:36 Uhr)
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  10. #370
    https://www.youtube.com/watch?v=4ZrCzgprPT8 BBC
    the housing cooperative.

    während BBC einseitige einleitungstexte schreibt, ergibt sich bei offenem hinsehen, dass hier zwei völlig unterschiedliche seiten des sozialismus gezeigt werden.
    und ausserdem, gescheiterte tower-projekte gibt es auch in spanien viele.
    doch das essenzielle hier ist, dass die leute auf grassroots ebene den selbstverwalteten sozialismus angewendet haben, um zu überleben, und dass die regierung sie wenigstens machen lässt, statt wie die neolibs den tower niederzureissen und tausende menschen auf die strasse zu werfen.
    (ca. ab der hälfte erklären sie, wie sie das objekt bewohnbar gemacht haben, auf dem standard, den sie mit eigenen händen leisten können. das wäre zumindest nachhaltig.)

    https://www.youtube.com/watch?v=el3OlIaUrsU FR24
    hier schlage ich vor zu beobachten, welche rolle die menschen vor und hinter der kamera gegenseitig einnehmen.
    die einen klagen und bitten um hilfe, und an allem ist bloss einer schuld, wie immer das jetzt genau zugeht, und die anderen haben die definitionsmacht, stellen loaded questions, und erklären dem rest der welt, was der zuseher darin sehen sollte.
    was für ein theater ab 14:00...
    natürlich gibt es gegner und opposition, und natürlich wird deren meinung von organisierten und gesponserten rechten medien beeinflusst, wie die andere seite von linken medien.
    was der nette journalist im nadelstreif nicht erklärt, ist wie die rechten medien in brasilien eine immer breitere front aufgebaut haben, und ganze zeit aus dem norden gesponsert wurden, und teils aus europa.

    die letzten postings sollen auch den blick schärfen für den unterschied wie westliche mainstream medien an die sache heran gehen, und was unabhängige dokus und nichtwestliche medien über das gleiche land erkennen lassen.



    https://www.youtube.com/watch?v=GHc7yegaCmc
    abby martin hier, stand der dinge 2017, zeigt etwas auf, das durchaus schlüssig klingt.
    die güter, die knapp sind, haben spezifische eigenschaften, und werden nur von einer, oder ganz wenigen firmen hergestellt, manche von deren besitzer oder top manager zugleich funktionäre der opposition sind.
    was es reichlich gibt, und gegen den hunger hilft, sind die produkte, die von ganz vielen lieferanten kommen, die genau kein kartell aufbauen, sondern eine gesunde konkurrenz und redundanz haben.
    dazu gehört natürlich die lokale landwitschaft, die es immer noch auch ausserhalb der agrarmultis gibt, mit viel obst und gemüse, und eine menge an handwerk.

    weiters fragt sich, wenn die firmen nicht imstande sind zu importieren, wegen der devisenkontrolle durch die regierung, woher kommt die masse der waren auf dem schwarzmarkt? wie geht das rein physisch?
    einige firmen sind zur distribution schlicht auf die schwarzmärkte umgestiegen, weil es wesentlich mehr zu verdienen gibt. diese taktik haben sie natürlich in allen sozialistischen systemen, einige länder bekämpfen es aber aus einer besseren position heraus.

    weiters heizen die allgegenwärtigen schwarzgeldwechsler die inflation gigantisch an. es stellt sich heraus, dass der illegale geldwechsel über bestimmte websites gesteuert und beworben wird, die einem rightwing organisator gehören.

    die regierung hat wegen der ölwirtschaft praktisch als einzige stelle dollars (u.a. devisen) zur verfügung, und teilt die den firmen zu, zu einem bestimmten kurs.
    doch der schwarzmarkt unterläuft diese kurse bewusst, um eine inflation zu erzeugen.
    und auch einige dieser firmen verkaufen offenbar die dollars weiter, zu höchstpreisen.

    das sind beispiele für faktoren, die seit 2017 das problem explodieren liessen.
    Geändert von hans (16-02-2019 um 04:01 Uhr)
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
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  11. #371
    semper fi
    Ort: Bielefeld
    "Potentaten-Gelder-Gesetz"
    Noch nie von gehört, macht aber absolut Sinn.
    Um dem kleptokratischen Regime von Maduro + Clique endlich die Luft abzudrehen.

    https://www.luzernerzeitung.ch/wirts...den-ld.1094653

  12. #372

    auch mit europa könnte was ins laufen kommen.
    aber zu bolsonaros brasilien wird derzeit abgeriegelt.

    McCabe hat geschrieben, (ungefähr übersetzt) dass trump lang vorher gesagt hat, die haben das öl, die sind kommunisten, warum sind wir nicht im krieg gegen sie?
    Das Netz hat keine Obergrenze.. Das Schöne: Im Netz ist jede Aussage wahr. -- Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Heinz von Foerster)
    http://www.antiquealive.com/Blogs/Ha...ean_House.html

  13. #373
    Was ich an Zerohedge immer mag, ist wie ausgeprägt die multiple Persönlichkeitsstörung dieser Seite ist
    https://www.zerohedge.com/news/2019-...oy-america-too
    https://www.zerohedge.com/news/2019-...ve-controllers

    Obwohl man ihnen vorwerfen könnte vielleicht immer für Trump und Putin zu sein. Obwohl das auch nicht so zutrifft, Trump wird meines Wissens häufig für das weiter galoppierende Staatsdefizit und die Schulden der USA zerrissen, die er ja im Wahlkampf lügnerischer Weise versprochen hatte, abzubauen und über Russlands Innenpolitik gibt es fast nie Artikel glaube ich.

    Auf jedem Fall hat der Mann schon recht, dass z.b. im Jahr 2013 als Maduro noch nicht am Drücker war, Stromausfälle auch schon ständig die Venezolaner plagten und es Schlangen in den Lebensmittelläden lag, die Kriminalität eh schon seit Jahrzehnten eine schlimme Seuche. Habe ich leider auch so in Erinnerung von meinem social media Nachlesen über die Situation in Venezuela, aus persönlicher Erfahrung kann ich es ja nicht wissen. Auch wenn alles unter Maduro natürlich exponentiell schlimmer geworden ist, hatte ich mich 2013 auch schon fast abgewendet von der Lebenslüge in der Jugend Chavista gewesen zu sein.
    Geändert von gnuss (Heute um 17:10 Uhr)


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